+++Börsen-Ticker+++ - Schweizer Börse rückt leicht vor - Novartis gefragt

Uneinheitliche Unternehmenszahlen haben an der Schweizer Börse am Dienstag für einen Handel in engen Spannen gesorgt.
22.10.2019 18:07
Novartis-Aktien legten am Dienstag zu. Im Bild: Ein Forschungsgebäude von Novartis in Basel.
Novartis-Aktien legten am Dienstag zu. Im Bild: Ein Forschungsgebäude von Novartis in Basel.
Bild: cash

17.40

Der SMI stieg um 0,3 Prozent auf 10'017 Punkte. 

Die Novartis-Aktien legten um ein Prozent zu, nachdem der Pharmakonzern die Messlatte zum dritten Mal in diesem Jahr höher gelegt hatte. Der Umsatz dürfte 2019 um einen hohen einstelligen Prozentbetrag steigen, teilte das Unternehmen mit. Ebenfalls gefragt war der Pharmazulieferer Lonza mit einem Kursplus von 2,3 Prozent.

Auf den Verkaufszetteln stand dagegen LafargeHolcim. Die Aktien des Zementkonzerns büssten 1,2 Prozent ein.

Die UBS-Titel schlossen zum Vortag unverändert. Nach einem Gewinnrückgang im dritten Quartal will das Institut ihre Investmentbank mit einem Umbau auf Vordermann bringen. Zudem plant das Institut einen Personalabbau in der Führungsebene der Sparte (Update auf cash.ch am Abend erwartet).

Am breiten Markt fielen die Anteile der Bankensoftware-Firma Temenos um 4,3 Prozent. Die Aktien von Kühne+Nagel rückten dagegen um 5,2 Prozent vor. Der Logistikkonzern hat in den ersten neun Monaten trotz eines Rückgangs des Luftfrachtvolumens mehr verdient.

Die Sunrise-Titel stiegen nach dem Platzen der UPC-Kaufpläne um 2,5 Prozent.

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17:20

Nach einem freundlichen Wochenstart hält sich die Kaufbereitschaft der Anleger an der Wall Street in Grenzen. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial konnte sich am Dienstag nach einem lustlosen Auftakt immerhin etwas berappeln und stieg zuletzt um 0,17 Prozent auf 26'874 Punkte. Der marktbreite S&P 500 gewann 0,19 Prozent auf 3'012 Punkte. Derweil kam der technologielastige Nasdaq 100 mit einer Plus von 0,01 Prozent auf 7'941 Zähler kaum von der Stelle.

Im Fokus stand die auf vollen Touren laufende Berichtssaison, deren jüngste Resultate sehr unterschiedlich aufgenommen wurden.

Im Dow führte Procter & Gamble mit einem Plus von über dreieinhalb Prozent die Gewinnerliste an. Der Konsumgüterkonzern war mit einem starken Wachstum in das neue Geschäftsjahr gestartet. Umsatz und Ergebnis fielen im ersten Quartal (per Ende September) höher aus als von Marktexperten erwartet. Zudem ist das Unternehmen nun für das Geschäftsjahr etwas zuversichtlicher als bisher.

Beim Indexnachbarn United Technologies reichte es immerhin für einen Kursanstieg um rund ein Prozent. Der Industriekonzern bekommt auf seinem Weg zum reinen Luftfahrt-Unternehmen Rückenwind aus dem laufenden Geschäft: Im dritten Quartal hatten der konzerneigene Triebwerksbauer Pratt & Whitney und der Luftfahrt-Zulieferer Collins Aerospace so stark zugelegt, dass Konzernchef Gregory Hayes seine Mindestziele für den Jahresumsatz und den Gewinn aus dem Tagesgeschäft erneut nach oben setzte.

Das Versicherungsunternehmen Travelers treffen Rechtskosten härter als befürchtet. Der Gewinn sackte im dritten Quartal unter dem Strich um fast die Hälfte auf 396 Millionen US-Dollar ab, wie das Unternehmen am Dienstag in New York mitteilte. Der Umsatz legte hingegen um 4 Prozent auf 8 Milliarden Dollar zu. Anleger zeigten sich entsetzt. Zuletzt sackte Travelers als schwächster Wert im Dow Jones um mehr als sieben Prozent ab.

Dass der Sportartikelhersteller Under Armour einen Wechsel an seiner Konzernspitze eingeleitet hat, stiess am Markt auf ein positives Echo: Die Titel des Adidas-Konkurrenten gewannen gut vier Prozent. Der bislang für das Tagesgeschäft zuständige Vorstand Patrik Frisk wird Anfang 2020 den Chefposten von Unternehmensgründer Kevin Plank übernehmen. Plank gibt nach 23 Jahren den Vorstandsvorsitz ab. Er bleibt jedoch geschäftsführender Chef des Verwaltungsrats, der dem Vorstand übergeordnet ist.

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16.00

Der Dow Jones eröffnet am Dienstag unverändert bei 26'833 Punkten. 

Die Aktien des Versicherungsunternehmens Travelers Companies verlieren um -6,4 Prozent. McDonald's Kurse stürzen wie erwartet -3,6 Prozent ab. Auch Merck muss Einbussen von -3,3 Prozent hinnehmen.

Die Harley-Davidson-Papiere gewinnen trotz Gewinneinbruch im dritten Quartal um 5 Prozent.

Die Biogen-Aktie springt zu Börseneröffnung wie erwartet um spektakuläre 39 Prozent nach oben. 

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15:10

An der Wall Street deutet sich nach dem freundlichen Wochenauftakt ein verhaltener Handelsstart an. Knapp eine Stunde vor dem Börsenbeginn am Dienstag taxierte der Broker IG den US-Leitindex Dow Jones Industrial nahezu unverändert bei 26 831 Punkten. Im Fokus steht die bereits auf vollen Touren laufende Berichtssaison, während im Hintergrund weiter der noch nicht gelöste Handelskonflikt zwischen den USA und China schwelt.

Unter den Einzelwerten sorgte McDonald's für Enttäuschung. Die Fast-Food-Kette verkaufte zwar erneut mehr Burger als im vergangenen Jahr, allerdings hatten sich Analysten beim Umsatz mehr erwartet. Die Aktien knickten im vorbörslichen US-Handel um 3,5 Prozent ein.

 

 

Der Konsumgüterkonzern Procter & Gamble war mit einem starken Wachstum in das neue Geschäftsjahr gestartet. Umsatz und Ergebnis fielen im ersten Quartal (per Ende September) höher aus, als Marktexperten erwartet hatten. Für die Papiere ging es damit vorbörslich um mehr als 4 Prozent nach oben.

Einen Kurssprung von 40 Prozent nach oben hingegen legten die Aktien von Biogen hin. Der Pharmakonzern und sein japanischer Forschungspartner Eisai wollen nach Gesprächen mit der US-Arzneimittelbehörde FDA den Zulassungsprozess für ihr Alzheimer-Medikament Aducanumab nun doch fortsetzen. 

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14:15

Derweil stuft Fitch Ratings Nestlé als weniger kreditwürdig ein. Die angekündigte Kapitalausschüttung an die Aktionäre von bis zu 20 Milliarden über die nächsten drei Jahre führe zu einem Anstieg des bereinigten Verschuldungsgrads, schreibt die Ratingfirma in einer Mitteilung am Dienstag. Das langfristige Ausfallrating und das unbesicherte Rating des Lebensmittelkonzerns würden daher auf "A+" von bisher "AA- mit stabilem Ausblick" gesenkt. 

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13:45

Die Ölpreise sind am Dienstag derweil gestiegen. Nach leichten Verlusten im frühen Handel drehten sie im Vormittagshandel in die Gewinnzone und legten gegen Mittag etwas zu. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete zuletzt 59,32 US-Dollar. Das waren 36 Cent mehr als am Vortag. 

 

 

Nach Einschätzung von Rohstoffexperten der Commerzbank spielt am Ölmarkt die nachlassende Dynamik der chinesischen Wirtschaft eine wichtige Rolle. Ausserdem verwiesen sie auf die Ölförderung, die im riesigen Offshore-Ölfeld Johan Sverdrup in der Nordsee angelaufen sei. Laut der norwegischen Betreiberfirma soll bis Mitte 2020 eine Tagesproduktion von 440 000 Barrel erreicht werden.

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12:45

Der Schweizer Aktienmarkt hat im Verlauf des Dienstagvormittags das Vorzeichen gewechselt und steht nun im Minus. Für manche Analysten war diese Entwicklung eine Überraschung. Denn die Flut von Unternehmenszahlen habe eigentlich nur positive Überraschungen gebracht, und schlechte Neuigkeiten zum Brexit oder zum Handelsstreit gebe es keine, meinte einer. Händler erklären sich die aktuellen Verluste daher primär mit Gewinnmitnahmen. 

Der Swiss Market Index (SMI) steht gegen 12:45 Uhr um 0,35 Prozent praktisch unverändert bei 9996 Punkten. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI) zieht leicht 0,12 Prozent an auf 1535 Zähler und der breite Swiss Performance Index (SPI) zeigt sich wie der SMI ebenfallsunverändert und steht bei 12083 Punkten. 

Belastend für den Gesamtmarkt ist das Schwergewicht Roche (-0,8 Prozent). Nestlé notiert ebenfalls negativ (-0,2 Prozent). Bei Novartis (+0,3 Prozent) wiederum  verpufften die Gewinne nach der positiven Zahlenvorlage rasch. Der Basler Pharmakonzern ist im dritten Quartal stärker gewachsen als erwartet und hat die Prognosen für das Gesamtjahr erhöht.

 

 

Die stärksten Verluste erleiden aber AMS (-5,0%) und Temenos (-3,2%). AMS hatte am Morgen ebenfalls Zahlen vorgelegt - und dabei die Erwartungen deutlich übertroffen. Die Aktienkursentwicklung spiegelt laut Händlern denn auch eher die Erwägungen der Investoren zum geplanten Kauf des deutschen Lichtkonzerns Osram wider. 

Mehr dazu hier: AMS-Zahlen top: Kursfeuerwerk geht aber der Zunder aus

Auf der anderen Seite legen Kühne+Nagel (+3,9 Prozent) mit Abstand am stärksten zu. Das Transportunternehmen vermochte die Erwartungen im dritten Quartal beim EBIT und beim Reingewinn zu übertreffen. In einem schwieriger werdenden Umfeld schlage sich Kühne gut, lautet das Urteil der Analysten.

Mehr dazu hier: Kühne+Nagel-Aktien nach Neunmonatszahlen klar höher

Mit Logitech (+1,6 Prozent) und UBS (+1,4 Prozent) sind dahinter zwei weitere Unternehmen, welche Ergebnisse präsentiert haben, die grössten Gewinner. Bei Logitech steht einer leichten Enttäuschung bei der Umsatzentwicklung eine positive Überraschung bei der Profitabilität gegenüber.

 

 

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10:45

Der Schweizer Aktienmarkt hat am Vormittag die Gewinne zum Handelsstart zum Grossteil wieder abgebeben. Nach einem satten Plus am Morgen, verliert Novartis überraschend deutlich zum Vormittag (-0,9 Prozent). Auch der zweite Pharma-Riese Roche (-0,9 Prozent) muss deutliche Verluste hinnehmen. 

Ebenso verliert AMS wieder deutlich. Nachdem die Aktie am Morgen noch mit einem Plus von sechs Prozent aufwarten konnte, notiert sie am Vormittag bei minus 3,5 Prozent. Der Gesamtmarkt, gemessen am SPI, notiert derzeit bei minus 0,4 Prozent. 

Währenddessen können UBS (1,2 Prozent) und Sunrise (+2,5 Prozent) die Gewinne halten. 

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09:15

Das Hauptthema am Markt ist die Zahlenflut: Gleich fünf Blue-Chips-Unternehmen haben am Morgen Resultate publiziert. Darunter sind die gewichtigen Novartis und UBS, welche besser als erwartet abgeschnitten haben. Für Gesprächsstoff sorgt ausserdem, dass Sunrise die ausserordentliche Generalversammlung zur UPC-Übernahme abgesagt hat. Gleich fünf Blue-Chips-Unternehmen haben am Morgen Resultate publiziert.

Der SMI steht gegen 09:15 um 0,3 Prozent höher bei 10'019 Punkten. Die beiden Ausnahmen sind Novartis (+ 1,7 Prozent) und UBS (+2,3 Prozent), welche damit dem Gesamtmarkt den Stempel aufdrücken.

Der Basler Pharmakonzern ist auch im dritten Quartal dank seiner wichtigsten Medikamente gewachsen und hat die Erwartungen übertroffen. Gut kommt am Markt auch an, dass das Unternehmen erneut seine Prognose für das Gesamtjahr angehoben hat.

Die UBS hat im dritten Quartal 2019 zwar deutlich weniger verdient als im Vorjahr, aber die Erwartungen des Marktes trotzdem übertroffen. 

 

 

Zahlen vorgelegt haben ausserdem drei SLI-Unternehmen: Dabei vermochten AMS (+6,2 Prozent) und Kühne+Nagel (+2,2 Prozent) zu überzeugen, die am Morgen ebenfalls positive Resultate vermeldeten. 

Einen Knall gab es derweil von Sunrise (+2 Prozent ). Das Telekomunternehmen bläst in letzter Minute die ausserordentliche Generalversammlung zur UPC-Übernahme ab. Damit ist die grösste Übernahme der Schweizer Telekomgeschichte, welche von vielen Investoren als zu teuer kritisiert wurde, gescheitert. Wie es nun weitergeht, liess das Unternehmen offen. Die Swisscom-Papiere (+0,1 Prozent) reagieren vorbörslich nicht signifikant auf die Neuigkeit.

Mehr dazu hier: UPC-Übernahme vor dem Aus - Sunrise-Aktien legen zu

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08:10

Die Schweizer Börse startet wohl fest in den Handelstag. Die Vorbörsenkurse sind bei allen 20 SMI-Aktien positiv. Vor allem Novartis fällt mit einem Plus von 2,2 Prozent auf. Der Pharmariese übertraf am Morgen mit seinen Quartalszahlen die Erwartungen der Analysten. Auch UBS stehen vorbörslich deutlich im Plus (2 Prozent). Die Grossbank hatte am morgen zwar weitere Gewinnrückgämge vermeldet. Der Markt hatte jedoch Schlimmeres erwartet. 

 

 

Im breiten Markt scheinen Sunrise-Aktionäre den platzenden UPC-Deal positiv aufzunehmen. AMS legt vorbörslich gar 5 Prozent zu. Der Chiphersteller hat am Morgen gute Quartalsergebnisse vorgelegt. 

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07:40

Die Ölpreise haben sich am Dienstag leicht nachgegeben. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete 58,81 US-Dollar. Das waren 15 Cent weniger als am Vortag.

Marktbeobachter sprachen von einem impulsarmen Handel. Der Fokus richte sich bereits auf die Entwicklung der Ölreserven in den USA. So werden Daten zur Entwicklung der Lagerbestände an Rohöl des Interessenverbandes American Petroleum Institute (API) erwartet. Am Mittwoch folgen dann die offiziellen Lagerdaten der US-Regierung.

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06:35

Die asiatischen Aktienmärkte reagierten am Dienstag trotz der Aussichten auf ein Abkommen zwischen China und den USA im Handelskonflikt nur zögerlich. US-Präsident Donald Trump hatte sich am Montag optimistisch über ein China-Abkommen geäußert. Der Berater des Weißen Hauses, Larry Kudlow, sagte, die für Dezember geplanten Zölle auf chinesische Waren könnten zurückgezogen werden, wenn die geplanten Gespräche gut laufen.

Der Handel in Tokio blieb wegen eines Feiertags geschlossen. Die Börse in Shanghai lag 0,1 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verlor 0,2 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg um 0,4 Prozent.

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06:30

Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar 0,1 Prozent auf 108,65 Yen und stagnierte bei 7,0767 Yuan. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent höher bei 0,9868 Franken. Parallel dazu blieb der Euro fast unverändert bei 1,1150 Dollar und zog um 0,1 Prozent auf 1,1003 Franken an. Das Pfund Sterling gewann 0,1 Prozent auf 1,2976 Dollar.

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06:25

An der Wall Street hat der Dow Jones am Montag zugelegt. Der US-Leitindex gewann 0,2 Prozent auf 26.827,64 Punkte. Der technologielastige Nasdaq rückte 0,9 Prozent auf 8.162,99 Punkte vor und der breit gefasste S&P 500 legte 0,7 Prozent auf 3.006,73 Punkte zu. 

(cash/Reuters/AWP)

 

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