Zum aktuellen Geschehen im Dow Jones geht es hier.

17:30

Der SMI schliesst mit einem Minus von -0,75 Prozent bei 10'970 Punkten.

An der Schweizer Börse hat sich die Talfahrt am Dienstag beschleunigt. Händler erklärten, schwache Daten aus dem Dienstleistungssektor in China hätten die Freude der Aktienanleger über die staatlichen Hilfen für den Immobiliensektor wieder zu Nichte gemacht. Die zweitgrösste Volkswirtschaft leidet weiter unter einer schwächelnden Nachfrage, die auch durch die bisherigen Konjunkturhilfen nicht nennenswert angekurbelt werden konnte. 

Vor allem Aktien von Firmen mit einem konjunkturempfindlichen Geschäft liessen Federn. Der Luxusgüterkonzern Richemont ermässigte sich um 1,7 Prozent. Auch für die baunahen Werte Geberit und Holcim ging es abwärts. Dagegen kletterten Partners Group fast sieben Prozent. Zuvor hatte der Finanzinvestor ein Halbjahresergebnis deutlich über den Erwartungen vorgelegt. Der Computerzubehör-Hersteller Logitech profitierte von einer Kurszielerhöhung durch die Stifel-Analysten und gewann 1,5 Prozent. 

Den ausführlichen Bericht gibt es hier.

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17:00

Spekulationen um eine mögliche Zinspause der Europäischen Zentralbank (EZB) haben den Euro am Dienstag auf den tiefsten Stand seit Mitte Juni gedrückt. Am Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,0711 US-Dollar und damit rund einen dreiviertel Cent weniger als am Vorabend.

Auch zum Franken gab die europäische Leitwährung nach. Derzeit geht der Euro zu 0,9525 Franken um nach Kursen von gegen 0,9550 am Montagabend. Der Doller hat sich derweil auf 0,8893 Franken verteuert und war während des Handels kurzzeitig sogar bis auf 0,89 Franken geklettert.

Aussagen des EZB-Chefvolkswirts Philip Lane nährten am Morgen die Spekulation über eine Zinspause der EZB bei ihrem nächsten Zinsentscheid kommende Woche. «Wir erwarten, dass die Kerninflation im Laufe des Herbstes zurückgeht», sagte er in einem Interview mit dem irischen Magazin «The Currency». Die Zweitrundeneffekte, die auf die Schockwelle folgen, werden ihm zufolge bereits in diesem Jahr ihren Höhepunkt erreichen. Der Euro, der grundsätzlich von steigenden Zinsen profitiert, rutschte in der Folge ab.

Zudem profitierte der Dollar von schwachen Wirtschaftsdaten aus anderen Volkswirtschaften. In China gab das vom Wirtschaftsmagazin Caixin ermittelte Stimmungsbarometer für die Dienstleister im August stärker nach als erwartet. Schon in der vergangenen Woche hatte sich ein ähnlicher Indikator eingetrübt.

In der Eurozone zeichneten Daten zur Unternehmensstimmung ein düsteres Bild der Konjunktur. Im Vergleich zum Vormonat fiel der Einkaufsmanagerindex von S&P Global im August um 1,9 Punkte auf 46,7 Zähler. Damit liegt die Kennzahl so niedrig, wie zuletzt im November 2020. Auftragsdaten zur US-Industrie fielen derweil besser aus als erwartet.

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16:30

Der SMI notiert eine Stunde vor Handelsschluss Minus 0,8 Prozent. Sechzehn Aktien liegen im Minus, die Unternehmen Sika und Sonova bei über Minus 2 Prozent. Derzeitiger Gewinner ist nach wie vor die Partners Group Holding AG mit beinahe 7 Prozent Plus.

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15:30

Der Dow Jones startet am Dienstag mit einem Plus von 0,05 Prozent. Währenddessen geben der Nasdaq (-0,2 Prozent) und der S&P 500 (-0,1 Prozent) nach.

Sowohl die gestiegenen Renditen bei US-Staatsanleihen als auch enttäuschende Daten aus dem Dienstleistungssektor in China drückten die Kauflaune an der Wall Street.

«Investoren kämpfen mit einem unserer Meinung nach immer noch relativ schwachen Wirtschafts- und Gewinnumfeld für ein durchschnittliches Unternehmen», sagte Jason Pride, Anlagestratege bei Glenmede. «In den Vereinigten Staaten verzögert sich die Rezession definitiv. Wir sehen sowohl in China als auch in Europa ein recht schwaches wirtschaftliches Umfeld.» Chinas Dienstleistungsaktivitäten wuchsen im August so langsam wie seit acht Monaten nicht mehr, wie aus einer Umfrage hervorging. Die zweitgrösste Volkswirtschaft leidet weiter unter einer schwächelnden Nachfrage, die auch durch die bisherigen Konjunkturhilfen nicht nennenswert angekurbelt werden konnte.

Die in den USA notierten Aktien chinesischer Online-Händler wie JD.com und PDD gaben zwischen knapp ein und rund zwei Prozent nach. Der chinesische Technologiekonzern Baidu büsste zum US-Börsenstart ebenfalls knapp zwei Prozent ein. Dagegen verlieh die Aufnahme in den amerikanischen Auswahlindex S&P 500 den Titeln von Airbnb und Blackstone Flügel. Die Aktien der Unterkunftsplattform zogen in den ersten Handelsminuten um rund acht Prozent an, die des Vermögensverwalters um rund drei Prozent. 

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14:55

Schwache Konjunkturdaten aus China und eine trübe Unternehmensstimmung in der Eurozone dürften am Dienstag auch auf die Laune an den US-Aktienmärkten drücken. An Asiens Aktienmärkten ging es bereits bergab und die Börsen in Europa schwächeln. Nach einem feiertagsbedingt verlängerten Wochenende taxiert der Broker IG den New Yorker Wall-Street-Index Dow Jones Industrial rund eine halbe Stunde vor Handelsbeginn 0,1 Prozent tiefer auf 34'801 Punkte. Der technologielastige Auswahl-Index Nasdaq 100 wird 0,5 Prozent schwächer erwartet bei 15'418 Punkten.

In China enttäuschten Daten des Wirtschaftsmagazins Caixin zum Dienstleistungssektor im August. Die Entwicklung lässt auf eine anhaltend schwache Binnenkonjunktur schliessen. Marktexperte Stephen Innes vom Vermögensverwalter SPI Asset Management konstatierte daher, dass nach wie vor die Anzeichen fehlen, dass die konjunkturellen Stützungsmassnahmen der Regierung der Wirtschaft auf die Sprünge helfen. Im Euroraum trübte sich im August die vom Einkaufsmanagerindex von S&P Global ermittelte Unternehmensstimmung noch etwas weiter ein. Sie ist nun so schlecht wie zuletzt Ende 2020 während der Corona-Pandemie.

Unter den Einzelwerten an den US-Börsen legten die Aktien von Oracle dank einer Hochstufung auf «Overweight» durch die britische Investmentbank Barclays vorbörslich um rund zwei Prozent zu. Er erwarte eine wohl viele Jahre andauernde Wachstumsstory, schrieb Analyst Raimo Lenschow über den Software-Konzern.

Die Papiere der Investmentgesellschaft Blackstone und des Online-Marktplatzes für die Vermietung und Buchung von Unterkünften, Airbnb, legten vorbörslich ebenfalls zu. Sie werden nach dem grossen Verfallstermin vom 18. September an im S&P 500 vertreten sein.

Für Manchester United ging es vor dem Handelsstart zudem um knapp zehn Prozent abwärts. Hier gibt es weitere Spekulationen rund um das Thema Übernahme des englischen Fussball-Rekordmeisters. Die derzeitigen Besitzer, die US-Familie Glazer, hatten 2022 bekannt gegeben, dass sie einen Verkauf des Clubs in Erwägung ziehen.

Nvidia rutschten nach den Verlusten am Freitag vorbörslich nochmals leicht ab. Das Rekordhoch bliebe damit aber immer noch in Reichweite. Die Kapitalmarktstrategen von Goldman Sachs führen die Aktie des Chipherstellers auf einer Liste mit elf Aktien, die sie als Profiteure der KI-Revolution bezeichnen. Die Bewertungen der KI-Aktien seien hoch, aber noch nicht übertrieben hoch, hiess es.

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13:45

Der Euro ist am Dienstag auf den tiefsten Stand seit Mitte Juni gerutscht. Am Mittag notierte die Gemeinschaftswährung bei 1,0744 Dollar und damit deutlich niedriger als am Vorabend. Zum Franken zeigt sich der Euro derweil wenig bewegt. Ein Euro kostet am Dienstag 0,9549 Franken und ist damit in etwa so teuer wie am Vorabend. Der US-Dollar verteuert sich entsprechend auf 0,8886 Franken von 0,8841 am Montagabend.

Aussagen des EZB-Chefvolkswirts Philip Lane nährten die Spekulation über eine Zinspause der EZB bei ihrem Zinsentscheid kommende Woche. «Wir erwarten, dass die Kerninflation im Laufe des Herbstes zurückgeht», sagte er in einem Interview mit dem irischen Magazin «The Currency». Die Zweitrundeneffekte, die auf die Schockwelle folgen, werden ihm zufolge bereits in diesem Jahr ihren Höhepunkt erreichen. Der Euro, der grundsätzlich von steigenden Zinsen profitiert, rutschte in der Folge ab.

Zudem trübte sich die Unternehmensstimmung in der Eurozone weiter ein. Der Einkaufsmanagerindex von S&P Global fiel zum Vormonat um 1,9 Punkte auf 46,7 Zähler. Damit liegt die Kennzahl so niedrig wie zuletzt im November 2020. Am Nachmittag richtet sich der Fokus auf die Auftragszahlen aus der US-Industrie.

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13:13

Die Aufnahme in den amerikanischen Auswahlindex S&P 500 verleiht den Titeln von Blackstone und Airbnb Flügel. Die Aktien des Vermögensverwalters ziehen im vorbörslichen US-Geschäft um 4,5 Prozent an, die der Unterkunftsplattform um fünf Prozent. Beide werden noch in diesem Monat im Zuge der vierteljährlichen Neugewichtung in den Index aufsteigen.

Weichen müssen dafür der Lebensversicherer Lincoln National und der Konsumgüterhersteller Newell Brands. Seit Jahresbeginn haben die Aktien von Blackrock rund 41 Prozent zugelegt, die Marktkapitalisierung beträgt rund 128 Milliarden Dollar. Die Airbnb-Aktie ist um 55 Prozent gestiegen, der Börsenwert beträgt rund 86 Milliarden US-Dollar.

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13:05

Die Futures für die US-Aktienmärkte notieren vorbörslich leicht tiefer: 

Dow Jones Futures: -0,01 Prozent
S&P 500 Futures: -0,1 Prozent
Nasdaq Futures: -0,15 Prozent

Die Schweizer Börse gemessen am Swiss Market Index (SMIsteht 0,34 Prozent tiefer bei 11'015 Punkten. Partners Group gewinnen 6,4 Prozent. Roche verlieren 1,40 Prozent. 

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11:45

Die Schweizer Aktienbörse tendiert am Dienstag auf breiter Front schwächer. Der SMI verliert bis um 11.40 Uhr 0,32 Prozent auf 11'018,52 Punkte. Der SLI, in dem die 30 wichtigsten Aktien enthalten sind, ermässigt sich um 0,32 Prozent auf 1738,14 und der breite SPI um 0,46 Prozent auf 14'508,51 Zähler. Im SLI stehen 24 Verlierern sechs Gewinner gegenüber.

Grund dafür sind einmal mehr Sorgen über die konjunkturelle Entwicklung in China. Dort hat sich im August die Stimmung im Dienstleistungssektor eingetrübt. Die konjunkturellen Stützungsmassnahmen der Regierung zeigten kaum Wirkung, so ein Börsianer. Dazu kommt, dass in Europa die Unternehmensstimmung so schlecht ist wie seit Ende 2020 nicht mehr. Der Einkaufsmanagerindex von S&P Global fiel zum Vormonat um 1,9 Punkte auf 46,7 Zähler und damit wurde die erste Erhebung noch um 0,3 Punkte nach unten revidiert. «Und dies bei der Aussicht auf eine weitere Zinserhöhung der EZB kommende Woche», sagt ein anderer Händler.

Zudem fehlten die Impulse aus den USA, wo am Vortag wegen des Labor-Day-Feiertags die Märkte geschlossen waren. Daher verlaufe das Geschäft bis auf wenige Ausnahmen relativ ruhig und die Kurse bröckelten ab. Am Nachmittag könnten die US-Marktteilnehmer sowie der Auftragseingang dauerhafter Industriegüter für frischen Wind sorgen. Hierzulande setzen derweil Firmenergebnisse punktuell Akzente. Neben dem Vermögensverwalter Partners Group haben das Industrieunternehmen Accelleron und der Stromkonzern BKW Zahlen veröffentlicht.

Im Fokus stehen Partners Group (+6,0 Prozent), die nach einem guten Halbjahresbericht gefragt sind. Der auf alternative Anlagen spezialisierte Vermögensverwalter hat sich gefangen und in einem schwierigen Umfeld im ersten Halbjahr mehr eingenommen und verdient als im Vorjahr. Dabei hat das Unternehmen vor allem bei den Performance Fees die Analystenschätzungen übertroffen.

Zu den Gewinnern zählen die Versicherer Swiss Re (+1,0 Prozent), Swiss Life (+0,5 Prozent) und Zurich (+0,2 Prozent). Auch Helvetia (+0,1 Prozent) haben nach einem schwachen Start in die Gewinnzone zurückgefunden. Zunächst hatte die Nachricht über einen grossen Abschreiber auf der Moneypark-Beteiligung die Anleger verunsichert.

Leicht höher sind auch die Wachstumstitel Lonza (+0,3 Prozent) und Alcon (+0,4 Prozent).

Dagegen büssen AMS Osram und Temenos sowie die zyklischen Sika, Schindler, Holcim und Geberit zwischen 2,2 und 1,0 Prozent ein. Die beiden Luxusgüterhersteller Richemont (-1,7 Prozent) und Swatch (-0,9 Prozent) geben im Sog der schwachen China-Daten nach.

Roche verlieren 1,2 Prozent auf 254,45 Franken. Berenberg hat das Rating für den Pharmawert auf «Hold» von «Buy» und das Kursziel auf 290 von 320 Franken reduziert. Bei 252,10 Franken hat der «Bon» ein neues Mehrjahrestief markiert.

Die Anteile von Novartis (-0,3 Prozent) halten sich dagegen weniger schlecht. Novartis haben sich im laufenden Jahr besser entwickelt als Rivale Roche. Novartis hat zudem am Berichtstag für die Generikatochter Sandoz, die im kommenden Monat vom Konzern abgespaltet werden soll, die Prognose für 2023 bestätigt.

Auf den hinteren Rängen notieren Accelleron nach Zahlen um 0,9 Prozent schwächer. Damit haben sich die Titel des Turboladerherstellers deutlich vom Tagestief erholt. Die Technologiefirma hat erstmals nach der Abspaltung von ABB und dem Börsengang im vergangenen Oktober eigenständige Halbjahreszahlen vorgelegt. Der Umsatz wurde wie angekündigt deutlich gesteigert, der Gewinn wurde noch von einmaligen Kosten durch die Abspaltung von ABB belastet.

Dagegen gewinnen BKW nach den Halbjahreszahlen 2,3 Prozent. Auch Fundamenta (+0,3 Prozent) notieren nach Zahlen fester. Dormakaba steigen weitere 0,3 Prozent. Seit der Bekanntgabe des Jahresabschlusses in der Vorwoche ziehen die Aktien des Schliesstechnikspezialisten an. Dies könnte laut Händlern auch daran liegen, dass das Unternehmen mit SEO, dem Family Office von Thomas Schmidheiny, einen bekannten Aktionär erhalten hat.

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11:15

Der Swiss Market Index (SMI) steht 0,40 Prozent tiefer bei 11'011 Punkten, nachdem der Index in der Spitze 0,69 Prozent nachgegeben hatte. 

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10:27

Die Genusscheine von Roche kommen weiterhin nicht auf Touren und gehören am Dienstag zu den grossen Verlierern im SMI. Mit den heutigen Kursverlusten haben die «Bons» ein neues Jahrestief markiert. Innerhalb der letzten 12 Monaten ging die Bewertung dabei um mehr als 20 Prozent zurück. Grund für den neuerlichen Rückschlag dürfte eine Abstufung auf «Hold» durch die Privatbank Berenberg sein.

Zwar attestiert die zuständige Expertin den Papieren weiterhin eine attraktive Bewertung. Allerdings sei das Potenzial der Pipeline derzeit schwer fassbar und signifikante Katalysatoren auf kurze Sicht nicht auszumachen. Es sei nicht auszuschliessen, dass das neue Managementteam mit einer grösseren Akquisition die Phantasie zurückbringen wolle, heisst es weiter. Der Wettbewerb bei solchen Geschäften sei derzeit aber sehr intensiv und ein erfolgreicher Abschluss führe kurzfristig nur selten zu einem Aufschwung bei der Bewertung.

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10:10

Abermals enttäuschende Konjunkturdaten aus China haben den deutschen Dax am Dienstag etwas belastet. Der Leitindex fiel um 0,44 Prozent auf 15'754,98 Punkte und weitete damit seine jüngsten Verluste aus. Das Eurozonen-Barometer EuroStoxx verlor 0,57 Prozent.

Die chinesische Konjunktur entwickelt sich weiter schwach. Im August gab das vom Wirtschaftsmagazin Caixin ermittelte Stimmungsbarometer für die Dienstleister deutlich nach. Die Kennzahl sank zum Vormonat um 2,3 Punkte auf 51,8 Zähler. Analysten hatten im Schnitt eine wesentlich moderatere Eintrübung erwartet. Mit etwas mehr als 50 Punkten signalisiert der Index aber immer noch Wachstum.

Anleger fürchteten gleichwohl, dass sich der bislang starke Dienstleistungssektor nun auch in Europa abschwächen könnte, schrieb Marktanalyst Jochen Stanzl vom Handelshaus CMC Markets. Die Branche habe sich zuletzt stark präsentiert und die Schwäche der Industrie zum Teil ausgeglichen.

In diesem Umfeld zählten die konjunktursensiblen Bankaktien europaweit zu den grössten Verlierern. Sie litten auch unter der Aussicht auf wohl erst einmal nicht mehr weiter steigende Zinsen, nachdem die australische Notenbank die Leitzinsen unverändert gelassen hatte. Hohe Zinsen erhöhen die Einnahmen der Banken, Zinserträge etwa aus Kredit- und Geldmarktgeschäften fallen dann üppiger aus.

Die Entscheidung der australischen Zentralbank, die Zinsen nicht anzuheben, könnte für die Geldpolitik der Zentralbanken den Beginn eines Winterschlafs bedeuten, fuhr Stanzl fort. «Auch die Europäische Zentralbank könnte in der kommenden Woche eine Pause einlegen, ebenso die amerikanische in der darauf folgenden Woche», so der Experte. Stanzl zufolge mehren sich die Anzeichen für eine Abschwächung der Konjunktur, während sich die Inflation deutlich von ihren Hochpunkten entfernt habe.

Am Dax-Ende sackten die Aktien der Commerzbank um 4,7 Prozent ab und wurden damit zusätzlich von einem negativen Analystenkommentar belastet. Der Experte Amit Goel von der britischen Investmentbank Barclays sieht für die Gewinnerwartungen des Marktes erhebliche Risiken. So dürfte der Zinsüberschuss im Kerngeschäft 2024 sinken, auch da die Leitzinsen sich nach ihrem starken Anstieg nun stabilisierten.

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09:58

Stifel erhöht das Kursziel für Logitech auf 65 von 55 Franken und belässt die Einstufung auf «Hold». Er habe das Modell für den Computerzubehör-Hersteller überarbeitet, schreibt der neu zuständige Analyst Jürgen Wagner. Die Verbesserung der Dynamik bei Gaming-Peripheriegeräten nach den jüngsten positiven Anzeichen aus den USA dürften ausreichen, um Logitechs derzeitigen Umsatzrückgang in ein Wachstum für diesen Schlüsselbereich umzukehren.

Gleichzeitig sollte eine bessere PC-Dynamik in den nächsten sechs Monaten zu einer moderaten Erholung im Kerngeschäft der PC-Peripheriegeräte führen. Daher erscheine ihm die Guidance für das Geschäftsjahr 2023/24 trotz des makroökonomischen Gegenwinds konservativ. Eine wahrscheinliche Aufwärtsrevision könnte die Aktien seiner Einschätzung nach kurzfristig unterstützen, so der Analyst.

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09:45

Die Rating- und Kurszielreduktion durch Berenberg ist den Roche-Valoren nicht gut bekommen. Die Aktien sinken auf den tiefsten Stand seit Jahresfrist ab. 

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09:35

Die Schweizer Aktienbörse tendiert am Dienstag im frühen Geschäft schwächer und knüpft damit an den Abwärtstrend vom Vortag an. Der SMI notiert um 09.30 Uhr um 0,51 Prozent tiefer bei 10'997,52 Punkten. Der SLI, in dem die 30 wichtigsten Aktien enthalten sind, ermässigt sich um 0,33 Prozent auf 1737,94 und der breite SPI um 0,46 Prozent auf 14'508,20 Zähler. Im SLI stehen 23 Verlierern 7 Gewinner gegenüber.

Gedrückt wird die Stimmung laut Händlern von Konjunkturzahlen aus China. Dort trübte sich im August die Stimmung im Dienstleistungssektor ein. Die konjunkturellen Stützungsmassnahmen der Regierung zeigen demnach kaum Wirkung, so ein Börsianer. Zudem fehlen die Impulse aus den USA, wo am Vortag wegen des Labor-Day-Feiertags die Märkte geschlossen waren.

Für kursbewegende Impulse könnten im Verlauf Einkaufsmanagerindizes aus Europa noch Impulse sorgen, heisst es weiter. In den USA werden die Daten zum Auftragseingang der Industrie veröffentlicht. Hierzulande setzen derweil Firmenergebnisse punktuell Akzente. Neben dem Vermögensverwalter Partners Group haben das Industrieunternehmen Accelleron und der Stromkonzern BKW Zahlen veröffentlicht.

Im Fokus stehen Partners Group (+6,4 Prozent). Der auf alternative Anlagen spezialisierte Vermögensverwalter hat sich gefangen und im ersten Halbjahr mehr eingenommen und verdient als im Vorjahr. Dabei hat das Unternehmen vor allem bei den Performance Fees die Analystenschätzungen übertroffen.

Leicht höher sind auch die Wachstumstitel VAT, Lonza, Sonova, Logitech und Alcon mit Gewinnen von bis zu 0,2 Prozent.

Dagegen büssen AMS Osram, Richemont und Swatch, ABB und Geberit 1 Prozent und mehr ein.

Roche verlieren 1,2 Prozent auf 254,60 Franken. Berenberg hat das Rating für den Pharmawert auf «Hold» von «Buy» und das Kursziel auf 290 von 320 Franken reduziert.

Auf den hinteren Rängen fallen Accelleron nach Zahlen um 2,7 Prozent. Die Technologiefirma hat erstmals nach der Abspaltung von ABB und dem Börsengang im vergangenen Oktober eigenständige Halbjahreszahlen vorgelegt. Der Umsatz wurde wie angekündigt deutlich gesteigert, der Gewinn wurde noch von einmaligen Kosten durch die Abspaltung von ABB belastet.

Helvetia (-0,5 Prozent) büssen leicht Terrain ein. Der Versicherer integriert Moneypark und will auf der Beteiligung am Hypothekenvermittler eine Wertberichtigung von rund 27 Millionen Franken im Halbjahresergebnis ausweisen.

Dagegen gewinnen BKW nach den Halbjahreszahlen 2,8 Prozent.

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09:25

Weitere, neue Ratings und Kursziele für Schweizer Aktien: 

PSP Swiss Property: Berenberg erhöht auf 115 (110) Fr. - Buy

UBS: Kepler Cheuvreux erhöht auf 23 (19) Fr. - Hold

Zurich Insurance: Société Générale senkt auf 430 (460) Fr. - Hold

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09:09

Der Swiss Market Index (SMI) eröffnet tiefer mit einem Abschlag von 0,40 Prozent bei 11'043 Punkten. Partners Group können nach starken Zahlen die vorbörslichen Gewinne ausbauen und legen 7,70 Prozent zu. Alcon und Lonza halten sich knapp im Plus. Alle anderen SMI-Titel notieren tiefer angeführt von Roche, welche 1,13 Prozent nach einer Rückstufung und Kurszielreduktion verlieren. Bei den Mid Caps verlieren Accelleron nach Zahlen 1,61 Prozent. BKW legen nach Zahlen 1,78 Prozent zu.

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08:25

Die Ölpreise haben sich am Dienstag in der Nähe ihrer höchsten Stände in diesem Jahr gehalten. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im November 88,83 US-Dollar. Das waren 17 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Oktober-Lieferung fiel ebenfalls leicht auf 85,81 Dollar.

Für leichte Belastung am Rohölmarkt sorgten zuletzt enttäuschende Konjunkturdaten aus China. Ein Stimmungsbarometer für die Dienstleister trübte sich im August spürbar ein. Die Entwicklung lässt auf eine anhaltend schwache Binnenkonjunktur schliessen. Die Volksrepublik ist eines der grössten Ölverbrauchsländer der Welt.

Grundsätzlich sind die Ölpreise in den vergangenen Wochen allerdings gestiegen. Der Schub geht auf ein anhaltend knappes Angebot zurück. Vor allem die grossen Förderländer Russland und Saudi-Arabien halten ihre Lieferungen knapp. In der vergangenen Woche hatte Russland angekündigt, zusammen mit anderen Ländern des Ölverbunds Opec+ weitere Angebotsbeschränkungen zu beschliessen. Details sollen in dieser Woche folgen.

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08:05

Der Swiss Market Index (SMI) steht vorbörslich bei der Bank Julius Bär nahezu unverändert bei 11'043 Punkten. Partners Group legen nach starken Zahlen 2,35 Prozent zu. Alle anderen 19 SMI-Titel stehen leicht tiefer. Bei den Mid Caps legen Accelleron leicht um 0,34 Prozent zu. BKW überzeugen mit dem Halbjahres-Abschluss und stehen 2,63 Prozent höher. 

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06:50

Neue Ratings und Kursziele für Schweizer Aktien: 

Geberit: Société Générale senkt auf 373 (394) Fr. - Sell

Holcim: Société Générale senkt auf 70 (73) Fr. - Buy

Roche: Berenberg senkt auf Hold (Buy), Kursziel 290 (320) Fr.

Schweiter: UBS senkt auf 585 (650) Fr. - Sell

Swiss Re: Barclays senkt auf 91 (93) Fr. - Equal Weight

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06:15

Der Swiss Market Index (SMI) steht vorbörslich bei der IG Bank 0,22 Prozent tiefer bei 11'030 Punkten.

Börsianer gehen auch am Dienstag von einem zumindest in der ersten Sitzungshälfte ruhigen Handel aus, fehlen doch Impulse von der richtungsweisenden Wall Street wegen eines US-Feiertags. Zu Wochenbeginn jedenfalls wurde das Plus im frühen Handel von Investoren rasch dazu genutzt, um das Risiko zu senken.

Hierzulande legt am Berichtstag der Stromkonzern BKW Halbjahreszahlen vor. Er dürfte von den immer noch relativ hohen Strompreisen profitiert haben. Zudem dürften sich die Stilllegungs- und Entsorgungsfonds wieder erholt haben. Dies wird den Reingewinn markant in die Höhe treiben. Mit Spannung werden auch die Zahlen der Partners Group erwartet. 

Kursbewegende Konjunkturdaten stehen in der Schweiz nicht auf der Agenda. Dafür werden die Einkaufsmanagerindizes aus verschiedenen Regionen erwartet, so etwa aus China und diversen Ländern Europas. Aus den USA erwartet werden Angaben zum Auftragseingang der Industrie.

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06:06

An den asiatischen Börsen lag der 225 Werte umfassende Nikkei-Index im Tagesverlauf 0,2 Prozent tiefer bei 32.870 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 0,3 Prozent und lag bei 2367 Punkten.

Nach enttäuschenden Daten aus dem chinesischen Dienstleistungssektor richtet sich das Augenmerk am Dienstag weiterhin auf China und seine Bemühungen zur Stabilisierung seiner stotternden Wirtschaft. Der Caixin-Einkaufsmanagerindex zeigte, dass Chinas Dienstleistungssektor im August so langsam gewachsen ist wie seit acht Monaten nicht mehr. «Der schwache chinesische Caixin PMI für den Dienstleistungssektor hat einen Teil des gestrigen Stimmungsumschwungs wieder wettgemacht», sagte Charu Chanana, Marktstratege bei Saxo in Singapur. «Fairerweise muss man sagen, dass Chinas Massnahmen bisher nur eine Lockerung der Überregulierung darstellen, die weiteren Schaden aufhalten oder verlangsamen kann, und keine besonderen Stimulierungsmassnahmen, die den Schaden rückgängig machen könnten.»

Im Laufe des Tages werden sich die Augen der Anleger auf Chinas grössten privaten Immobilienentwickler, Country Garden, richten. Das Unternehmen muss am Dienstag Zinsen auf zwei Anleihen zahlen, nachdem es in letzter Minute durch einen Zahlungsaufschub einen Zahlungsausfall abwenden konnte.

Die Börse in Shanghai lag 0,6 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen verlor 0,6 Prozent.

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06:05

Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar 0,2 Prozent auf 146,75 Yen und legte 0,2 Prozent auf 7,2898 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent höher bei 0,8850 Franken. Parallel dazu fiel der Euro um 0,1 Prozent auf 1,0786 Dollar und notierte kaum verändert bei 0,9548 Franken. Das Pfund Sterling stagnierte bei 1,2617 Dollar.

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06:00

Die amerikanischen Aktienmärkte blieben wegen eines Feiertages am Montag geschlossen. 

(cash/AWP/Bloomberg/Reuters)