12:10
Am Devisenmarkt bleibt die Stärke des US-Dollars intakt, trotz eines leichten Rückgangs zum Franken in den vergangenen Handelsstunden. So bleibt die US-Valuta bei 0,8360 auf einem hohen Niveau, am Morgen war es mit 0,8366 noch etwas höher. Am Vortag wurde teilweise noch knapp über 0,8330 verlangt.
Das Währungspaar EUR/USD ist gar unter 1,13 gesunken. Aktuell liegt es bei 1,1295, am Morgen waren es noch 1,1317 und am Vortag zeitweise über 1,1360. Gegenüber dem Franken hat sich der Euro im Vormittagsgeschäft auf 0,9443 von 0,9468 etwas abgeschwächt, bleibt damit aber klar über 0,94.
Die Frankenschwäche sorge zwar für Aufwärtsdruck bei den Preisen, wie die jüngsten Inflationsdaten zur Schweiz gezeigt hätten, heisst es in einer Einschätzung der Luzerner Kantonalbank. Die Schwäche sei aber lediglich moderat. So seien die Importpreise deswegen gestiegen, von Zweitrundeneffekten sei aber kaum etwas zu spüren. Die SNB stehe deshalb kaum unter Handlungsdruck Richtung baldige Zinserhöhung. Eine solche sei indes aufgrund der weiter steigenden Preise und der robust wachsenden Wirtschaft für 2027 zu erwarten.
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11:46
Der SMI verliert 1,1 Prozent auf 13'683,67 Punkte. Das Tagestief lag gar bei 13'620. Das Chartbild hat sich damit zum Start ins Schlussquartal ziemlich eingetrübt, dies nach einem schwachen September und einem auch insgesamt negativen dritten Quartal. Ein Stand von 14'000 für den SMI scheint derzeit lediglich eine ferne Hoffnung.
Daneben halten sich Galderma (-0,8 Prozent) oder Amrize (-0,1 Prozent) mit moderaten Verlusten einigermassen stabil. Für Galderma hat Goldman Sachs das Kursziel erhöht und dabei die Kaufempfehlung bekräftigt. Mit Blick auf die Umsatzzahlen zum dritten Quartal von Galderma sieht die US-Bank die wichtigsten Wachstumstreiber weiterhin intakt.
Im breiten Markt legen die Aktien des Börsenneulings Infomaniak im Börsenmantel von Perrot Duval einen raketenhaften Start hin. Nach einem Erstkurs von 56 Franken wurden im bisherigen Maximum schon 140 Franken für den Titel bezahlt. Der letzte Kurs liegt bei 92 Franken.
Weiter auf dem Abwärtspfad finden sich die Namenaktien von Lindt & Sprüngli mit einem Minus von 1,6 Prozent auf 80'600 Fr. Nach der Gewinnwarnung vom Dienstag und dem starken Einbruch der Aktie haben Jefferies und Julius Bär ihre Kurzsiele nach unten korrigiert.
Gegen den schwachen Gesamttrend halten sich mit Unterstützung von starken Zahlen von Micron am Vorabend einige Techwerte wie Inficon (+4,5 Prozent), Comet (+2,2 Prozent), Huber+Suhner (+1,0 Prozent) oder VAT (+1,3 Prozent) mehr oder weniger deutlich in der Gewinnzone.
Am Schweizer Aktienmarkt geht es am Donnerstag zum vierten Mal in Folge nach unten, diesmal sogar recht deutlich. Die Wirkung der am Vortag präsentierten - positiven - Konjunkturdaten aus den USA zum Arbeitsmarkt und der Teuerung ist schnell verpufft. Vielmehr rückten die Inflationszahlen in Europa wieder verstärkt in den Fokus. Die Daten aus Frankreich, Italien und Deutschland hätten allesamt weit über dem Ziel der EZB gelegen und letztlich doch kräftig auf die Stimmung gedrückt, schreibt dazu die BNP Paribas in einem Kommentar. Weitere Zinserhöhungen durch die EZB dürften damit alternativlos sein, zumal sich auch im Nahost-Konflikt weiterhin keine Lösung abzeichne.
Der Markt befinde sich nach wie vor im Spannungsfeld von Inflations- und Zinssorgen, heisst es in Marktkreisen. Die jüngsten Inflations- und Jobdatendaten aus den USA hätten zwar die Erwartungen an eine Zinserhöhung durch die US-Notenbank etwas gedämpft. Laut einer Einschätzung von Swissquote heisst das aber nicht, dass das Fed die Zinsen nicht dennoch weiter erhöhen werde.
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11:19
Die Ölpreise sind am Donnerstag kräftig gestiegen. Nachdem die Notierungen im frühen Handel noch gesunken waren, drehten sie rasch in die Gewinnzone. Ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent aus der Nordsee zur Lieferung im Dezember wurde zuletzt bei 100,54 US-Dollar gehandelt, nachdem der Preis am Morgen noch zeitweise bis auf 96,55 Dollar gefallen war.
An den Märkten ist zum Monatswechsel nun der Dezember-Future relevant, der November-Terminkontrakt notierte gestern Abend deutlich höher als der aktuelle Kontrakt.
Die starken Preisschwankungen werden am Ölmarkt damit erklärt, dass die Anleger zwischen einem wieder gestiegenen Liefervolumen an Rohöl aus der Krisenregion am Persischen Golf und der Möglichkeit einer weiteren Eskalation im Iran-Krieg abwägen müssen. Im September waren die Ölpreise tendenziell gestiegen, da die USA und der Iran bei den Bemühungen um ein dauerhaftes Friedensabkommen mit einer vollständigen Wiederöffnung der Strasse von Hormus keine Fortschritte erzielt haben.
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10:56
Neue Kursziele und Ratings für Schweizer Aktien
Galderma: Goldman Sachs erhöht auf 210 (203) Fr. - Buy
Adecco: Goldman Sachs erhöht auf 30,50 (29) Fr. - Buy
Lindt&Sprüngli: Jefferies senkt auf 72'260 (83'580) Fr. - Underperform
Lindt&Sprüngli: Julius Bär senkt auf 92'000 (120'000) Fr. - Buy
Lindt&Sprüngli: Basler KB senkt auf 7800 (10'500) Fr. – Marktgewichten
Swissquote: Goldman Sachs erhöht auf 51 (48) Fr. - Buy
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10:20
Nach Gewinnen am Vortag verlieren auch die Papiere von DocMorris 4,1 Prozent.
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10:08
Die Schweizer Börse hat einen neuen Teilnehmer erhalten. Seit dem Donnerstagmorgen werden die Titel des Genfer Cloud- und IT-Dienstleisters Infomaniak gehandelt. Der erste Kurs für den Börsenneuling lag am Donnerstagmorgen bei 56,00 Franken.
Bis um 9.16 Uhr hatten zunächst 2256 Aktien die Hand gewechselt. Auf Basis des Eröffnungskurses und der ausstehenden rund 4,7 Millionen Aktien ergibt sich für das unter dem Tickersymbol «INFO» kotierte Unternehmen ein Börsenwert von rund 260 Millionen Franken.
Infomaniak gelangt allerdings nicht über einen klassischen Börsengang, sondern über ein sogenanntes Reverse Takeover (RTO) an den Schweizer Aktienmarkt. Das Genfer Unternehmen hatte dafür die Kontrolle über die bereits kotierte Beteiligungsgesellschaft Perrot Duval übernommen.
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09:37
Die Teuerung in der Schweiz ist im September erneut klar gestiegen. Die Jahresinflation erhöhte sich auf 1,0 Prozent von 0,8 Prozent im August, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Donnerstag mitteilte.
Sie lag damit im Mittelfeld der Erwartungen. Die Prognosen der Ökonomen hatten in einer Umfrage der Nachrichtenagentur AWP von 0,7 bis 1,2 Prozent gereicht.
Über 1 Prozent hatte die Inflation letztmals im August 2024 gelegen. Schon im Vormonat war sie deutlich angestiegen, davor hatte sie zwischen 0,3 und 0,6 Prozent geschwankt.
Sie liegt aber auch mit dem höheren September-Wert im Bereich der Preisstabilität. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) sieht diese in einer Bandbreite von 0 bis 2 Prozent als gegeben.
Die Kerninflation – ohne Energie und Treibstoffe sowie frische und saisonale Produkte – stieg im Jahresvergleich gegenüber dem Wert vom August ebenfalls, allerdings nur auf 0,5 von 0,4 Prozent.
Der Landesindex der Konsumentenpreise (LIK) verharrte derweil zum Vormonat bei 101,5 Punkten. Die Stabilität gegenüber dem Vormonat resultierte laut den Angaben aus entgegengesetzten Entwicklungen, die sich insgesamt aufwogen. Gestiegen seien die Preise für Heizöl, Benzin und Diesel.
Die Preise für Pauschalreisen ins Ausland sowie für Automiete und Carsharing sind gemäss dem BFS hingegen gesunken, ebenso wie die Preise in der Hotellerie und Parahotellerie.
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09:32
Eine Rally bei Chipwerten hat die japanische Börse am Donnerstag beflügelt und treibt auch Schweizer Halbleiter-Titel an. Robuste Geschäftszahlen und ein erwartungsvoller Ausblick des US-Halbleiterherstellers Micron schürten Optimismus hinsichtlich KI-bezogener Investitionen. Ein Aktienstratege beim Broker Nomura Securities warnte allerdings davor, die Rallye bei KI-Aktien überzubewerten. Gewinne von Unternehmen wie Micron stimmten zuversichtlich, aber es bestehe immer auch die Möglichkeit, dass der Trend nicht anhalte, sagte der Experte.
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09:18
Im breiteren Markt gibt ebenfalls die Mehrheit der Aktien nach. Nach starken Zahlen von Micron am Vorabend sind indes Tech-Werte wie VAT (+0,9 Prozent), Inficon (+1,7 Prozent), Comet (+1,8 Prozent) oder Huber+Suhner (+1,5 Prozent) gesucht. AMS Osram (-1,6 Prozent) rutscht nach vorbörslichen Gewinnen in die Verluste.
Rieter (+2,0 Prozent) gewinnen auch am Donnerstag weiter dazu, nachdem sie am Vortag den CEO-Wechsel bekanntgegeben haben.
Georg Fischer (-0,6 Prozent) sind nach dem Abschluss des Verkaufs der Precicast-Gruppe unter Druck.
Nach drei Tagen mit sinkenden Kursen zeichnet sich damit noch keine Erholung ab. Der Markt befinde sich weiterhin im Spannungsfeld von Inflations- und Zinssorgen, heisst es dazu in Marktkreisen. Mit einem Minus von gut 3 Prozent fiel entsprechend die Gesamtbilanz im September klar negativ aus und auch das gesamte dritte Quartal blieb unter dem Strich rot.
Die jüngsten Inflations- und Jobdaten aus den USA – beide sind besser ausgefallen als befürchtet – hätten kaum besser sein können, meint die Onlinebank Swissquote in einem Kommentar. Die Erwartungen an eine Zinserhöhung durch die US-Notenbank hätten sich damit abgeschwächt. Dies habe indes lediglich bei den 2-jährigen US-Staatsanleihen zu einer Entspannung geführt, wogegen die Renditen der langfristigen eher gestiegen seien. Ein Händler bezeichnet die Grundstimmung als tendenziell weiterhin positiv, der entscheidende Funke für die Märkte fehle aber.
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08:15
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08:00
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06:20
Bei der IG Bank wird der Swiss Market Index (SMI) vorbörslich 0,6 Prozent tiefer gestellt.
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05:30
Die Hoffnung auf eine Zinspause in den USA hat die Stimmung an den asiatischen Börsen am Donnerstag nur leicht aufgehellt. Daten vom Mittwoch hatten gezeigt, dass die US-Inflation im August weniger stark gestiegen war als erwartet. Dies verringerte die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Zinserhöhung der US-Notenbank Fed noch im Oktober. Gleichzeitig hielten sich Anleger wegen der auf Mehrjahreshochs notierenden Anleiherenditen und der hohen Ölpreise zurück. In Tokio legte der Nikkei-Index 2,4 Prozent zu, wobei vor allem Chip-Werte nach den starken Zahlen des US-Konzerns Micron gefragt waren. Die Börsen in Südkorea zeigten sich dagegen kaum verändert, während die Märkte in Schanghai feiertagsbedingt geschlossen blieben. «Die schwächeren US-Daten haben den Druck von den Fed-Erwartungen und den kurzfristigen Renditen genommen, aber die Sorge um die Kapitalkosten ist nicht wirklich verschwunden, da die langfristigen Renditen hoch bleiben», sagte Charu Chanana, Anlagestrategin bei Saxo.
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05:15
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Unerwartet niedrige Inflationsdaten haben am Mittwoch die US-Börsen letztlich nur teilweise gestützt. Zum Handelsende überwog wieder die Sorge, dass die im Zuge des Iran-Krieges aktuell steigenden Ölpreise die Teuerung anheizen könnten. Die konjunktursensiblen Technologiewerte retteten noch einen kleinen Teil ihrer Tagesgewinne ins Ziel, während die Standardwerte unter Druck gerieten.
Der Dow Jones Industrial fiel am Ende um 0,86 Prozent auf 50'906,05 Punkte. Damit ergibt sich für den Leitindex auf Monatssicht erstmals nach fünf Anstiegen wieder ein Verlust, und zwar in Höhe von gut 4 Prozent. Zudem verzeichnete der Dow im dritten Quartal ein Minus von fast 3 Prozent - nach einem Plus von fast 13 Prozent im zweiten Jahresviertel.
Der marktbreite S&P 500 gab am Mittwoch um 0,25 Prozent auf 7651,54 Zähler nach. Für den Technologiewerte-Index Nasdaq 100 ging es um 0,23 Prozent auf 30'408,50 Punkte aufwärts.
Der Preisindex PCE, ein von der Notenbank Fed bevorzugter Preisindikator, verharrte im August auf 3,4 Prozent, während Analysten einen Wert von 3,7 Prozent erwartet hatten. Der PCE-Index stellt die Preisentwicklung für private Haushalte dar und wird an den Finanzmärkten stark beachtet. Die Fed strebt eine Inflationsrate von zwei Prozent an. Die Inflationsdaten hatten am Markt kurzzeitig für eine Stimmungsaufhellung gesorgt, da sie den Druck auf die Währungshüter für eine weitere Leitzinsanhebung minderten.
«Der Kampf gegen die Inflation ist noch lange nicht vorbei, aber die heutigen Zahlen sind ein Schritt in die richtige Richtung», sagte Bret Kenwell vom Handelshaus eToro. Ein deutlicher Rückgang der Ölpreise würde dazu beitragen, den Inflationsdruck zu mildern, doch im Moment liege der Fokus auf den steigenden Renditen von US-Staatsanleihen.
Unter den Einzelwerten sorgte HP Enterprise (HPE) für Gesprächsstoff. Der Spezialist für IT-Infrastruktur, Cloud-Lösungen und Technologiedienstleistungen hatte einen 1,2 Milliarden US-Dollar schweren Auftrag vom Chipriesen AMD erhalten. Die Aktien von HPE zogen im S&P 500 um 3,9 Prozent an, während AMD 0,7 Prozent gewannen.
Unter den schwächsten Werten im S&P 500 litten die Moderna-Titel unter Gewinnmitnahmen nach dem höchsten Stand seit Dezember 2022 und knickten um 5,4 Prozent ein. Die US-Bank Citigroup stufte die Aktien ab und rät nun zum Verkauf. Der Optimismus wegen der Erfolge des Impfstoff-Spezialisten im Onkologiebereich sei inzwischen mehr als eingepreist, hiess es zur Begründung.
Die Anteilscheine von Boeing büssten anfängliche Gewinne ein und fielen letztlich um fast ein Prozent. Der kriselnde Flugzeugbauer hatte den milliardenschweren Zuschlag für den Bau des nächsten Kampfjet-Modells für die US-Marine bekommen. Er stach damit seinen Konkurrenten Northrop Grumman aus, dessen Aktien um mehr als vier Prozent sanken. Im vergangenen Jahr hatte Boeing bereits den Hersteller Lockheed Martin bei dem neuen F-47 für die US-Luftwaffe übertrumpft.
Im Halbleitersektor, der zuletzt mit dem Boom-Thema Künstliche Intelligenz (KI) häufig im Fokus gestanden hatte, hielten sich die Bewegungen in Grenzen. Mit der Schlussglocke an den US-Börsen legte das Branchenmitglied Micron seine Zahlen vor und präsentierte eine überraschend positive Umsatzprognose. Die Aktien stiegen im nachbörslichen US-Handel dennoch nur um gut ein Prozent, nachdem sie das reguläre Geschäft prozentual unverändert beendet hatten.
(cash/Bloomberg/AWP/Reuters)
