09:50

Der Schweizer Leitindex SMI dreht nach anfänglichen Abschlägen im frühen Handel ins Plus. Die gestiegenen Spannungen im Nahen Osten sind zwar ein Belastungsfaktor. Gewinne bei defensiven Titeln, nicht zuletzt beim Schwergewicht Novartis, vermögen dies jedoch mehr oder weniger auszugleichen.

Für Entwarnung ist es allerdings zu früh: «Die Marktteilnehmer müssen sich auf einen ungemütlichen und hochgradig volatilen Dienstag einstellen, der vom unberechenbaren Takt der News aus Nahost diktiert wird», fasst ein Händler die Stimmung zusammen. Eher zweitrangig sind Konjunktursignale, etwa der am Nachmittag anstehende US-Frühindikator ISM Index.

Der Streit über die blockierte Strasse von Hormus gefährdet derweil die Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran. In der Folge verharrt der Ölpreis auf dem erhöhten Niveau von über 110 US-Dollar für ein Fass der Sorte Brent.

So notiert der SMI gegen 9.45 Uhr 0,65  Prozent im Plus bei 13'087 Punkten, nachdem er zeitweise auch leicht im Minus gestanden hatte. Der SMIM für die mittelgrossen Werte gewinnt 0,51 Prozent auf 2966,32 Punkte und der breite SPI 0,63 Prozent auf 18'508 Punkte. Am SMI taxieren 18 von 20 Titel in der Gewinnzone.

Die grössten Gewinne verzeichnen Swisscom und Partner Group mit 1,5 resp. 1,4 Prozent. Eine Stütze für den Gesamtmarkt sind aber vor allem Novartis, die um 1,14 Prozent anziehen. Sie hatten am Vortag deutlich an Terrain eingebüsst.

Geberit, die am Morgen Zahlen vorgelegt haben, zeigen sich sehr volatil und haben schon mehrfach das Vorzeichen gewechselt. Aktuell notieren sie 0,7 Prozent im Plus.

Grösste Verlierer sind UBS (-0,4 Prozent) und Kühne+Nagel (-0,3 Prozent). Bei der UBS sorgen die Beschlüsse der Ständeratskommission vom Vorabend für lange Gesichter, bei Kühne+Nagel wirkt die Logistikoffensive von Amazon nach, die am Vortag zu heftigen Verlusten geführt hatte.

Ausserhalb des SMI sorgen Analystenkommentare bei Dormakaba (+2,5 Prozent), Sandoz (+2,6 Prozent) und SGS (+1,7 Prozent) für Gewinne.

+++

09:27

Eine neue Eskalation im Iran-Krieg hat die Stimmung der Dax-Anleger am Dienstag getrübt. ‌Der ⁠deutsche Leitindex notierte zum Handelsstart kaum verändert bei ⁠24.014,65 Punkten. «Die weiter steigenden Energiepreise lassen die Sorgenfalten der Investoren ‌nicht kleiner werden», sagte Andreas Lipkow, ‌Chefanalyst des Brokers CMC Markets.

Nach ​dem Versuch der US-Marine, die iranische Blockade der Strasse von Hormus zu durchbrechen, kam es am Montag erstmals seit Beginn der Waffenruhe zu schweren ‌wechselseitigen Angriffen. Zugleich machten beide Seiten widersprüchliche Angaben über den Verlauf der Kampfhandlungen. Sorgen über mögliche Engpässe trieben die ​Ölpreise um rund drei und fünf Prozent ​nach oben. «Solange die geopolitische ​Lage angespannt bleibt, folgt der Ölpreis weniger den Fundamentaldaten als dem ‌Eskalationsrisiko in der Region», sagte Timo Emden vom Analysehaus Emden Reseach.

Im Fokus bei den Einzelwerten standen erneut Konzernbilanzen. ​Fresenius ​Medical Care und Fraport ⁠konnten mit ihren Finanzberichten bei ​den Anlegern nicht punkten: ⁠Die Aktien fielen nach der Veröffentlichung um fast ‌9,5 Prozent und gut ein Prozent. Gefragt waren hingegen die Titel von Rheinmetall und Springer ‌Nature, die um rund 1,5 ​und vier Prozent zulegten.

+++

09:10

Der Schweizer Aktienmarkt dürfte am Dienstag an die Vortagesverluste anknüpfen. Der Grund dafür sind die erneut gestiegenen Spannungen im Nahen Osten.

Der Streit über die blockierte Strasse von Hormus gefährdet die Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran. US-Präsident Donald Trump drohte erneut mit Vernichtung, nachdem der Iran als Reaktion auf eine US-Initiative zur Öffnung der Meerenge Ölanlagen in den Vereinigten Arabischen Emiraten angegriffen und in Brand gesetzt hatte. Nach Angaben der Behörden der Emirate wurde die Ölanlage in Fudschaira getroffen. Es handelt sich um eine der wenigen noch funktionsfähigen Exportwege für Öl aus dem Golf.

In der Folge verharrte der Ölpreis auf dem erhöhten Niveau von über 110 US-Dollar für ein Fass der Sorte Brent. Dies belastete am Vorabend die Börsen in New York, weshalb die US-Vorgaben leicht negativ sind. Auch die Märkte im asiatisch-pazifischen Raum kamen unter Druck. In Festlandchina, Japan und Südkorea wurde feiertagsbedingt allerdings nicht gehandelt.

«Die Marktteilnehmer müssen sich auf einen ungemütlichen und hochgradig volatilen Dienstag einstellen, der vom unberechenbaren Takt der News aus Nahost diktiert wird», fasst ein Händler die Stimmung zusammen. Eher zweitrangig sind Konjunktursignale, etwa der am Nachmittag anstehende US-Frühindikator ISM Index.

Der Schweizer Leitindex SMI eröffnet 0,10 Prozent im Minus bei 12'990 Punkten. Am Vortag hatte der SMI gut 1 Prozent eingebüsst.

11 der 20 SMI-Titel tendieren tiefer. Die Abschläge bewegen sich in einer Bandbreite von -1,11 Prozent (UBS) und 0,24 Prozent (Richemont). Geberit dreht kurz nach Eröffnung 0,27 Prozent ins Minus, nachdem der Sanitärkonzern vorbörslich mit über 2 Prozent gefragt war.  Geberit hat am Morgen überraschend gute Zahlen vorgelegt. So wurde im Startquartal in Lokalwährungen mehr Umsatz erzielt, und die Gewinnmarge wurde auf hohem Niveau noch einmal etwas ausgebaut.

Bei Alcon (-0,7 Prozent) wirkt sich der Dividendenabgang aus, das Minus ist damit nur optischer Natur.

Der breite Markt tendiert kurz nach Eröffnung praktisch unverändert mit +0,06 Prozent. 

Dabei fallen Dormakaba (+3,1 Prozent) und Sandoz (+1,5 Prozent) positiv auf. Für Dormakaba hat Oddo hat das Rating auf «Outperform» erhöht, für Sandoz Barclays auf «Overweight».

+++

08:20

Neue Kursziele und Ratings für Schweizer Aktien:

Sandoz: Barclays erhöht auf Overweight (Equal Weight) - Ziel 75 Fr.

Dormakaba: ODDO erhöht auf Outperform (Neutral) - Ziel 65 (58) Fr.

+++

08:07

Der Schweizer Aktienmarkt taxiert knapp eine Stunde vor Handelsstart bei der Bank Julius Bär uneinheitlich. Während der Swiss Market Index um 0,22 Prozent tiefer bei 12'975 Punkten tendiert, notiert der breite Markt gemessen am SMIM praktisch unverändert mit +0,06 Prozent.

Am SMI stehen sämtliche Titel im Minus, einzig der Sanitärtechnikkonzern Geberit legt nach seiner Zahlenvorlage vorbörslich mit +1,84 Prozent zu. Die Abschläge bewegen sich in einer Bandbreite von -0,73 Prozent (Alcon) und -0,08 Prozent (Swisscom).

Am breiten Markt fallen die Titel des Schliesstechnikkonzerns Dormakaba mit +3,05 Prozent auf.

+++

07:55

Am Devisenmarkt hat sich in der Nacht auf Dienstag nicht viel getan. Im Tagesverlauf interessieren die neusten Inflationszahlen aus der Schweiz.

Der Dollar hat in der Nacht gegenüber dem Euro und dem Franken etwas an Wert gewonnen. Der EUR/USD-Kurs sank in der Folge leicht auf 1,1681 von 1,1697; und der USD/CHF-Kurs stieg auf 0,7844 von 0,7833. Das EUR/CHF-Paar tritt derweil bei Kursen von 0,9162 mehr oder weniger auf der Stelle.

Laut Analysten sollte auch der aktuell leicht teurere Dollar nicht überinterpretiert werden. Im Gegenteil zeigen sich die Teilnehmer am Devisenmarkt laut Händlern zunehmend unbeeindruckt von den Geschehnissen im Nahen Osten. «Der Blick der Devisenmärkte geht eher nach vorne und schaut auf mögliche Auswirkungen und volkswirtschaftliche Zweitrundeneffekte, die der Iran-Konflikt nach sich ziehen könnte», heisst es in einem Kommentar.

Hierzulande interessieren in diesem Zusammenhang unter anderem die neusten Schweizer Inflationszahlen, die am Vormittag veröffentlicht werden. In einer Umfrage der Nachrichtenagentur AWP gingen alle Ökonomen davon aus, dass diese im April weiter angestiegen ist. Konkret werden nach 0,3 Prozent im März für den April Werte zwischen 0,4 und 0,7 Prozent erwartet. «Reicht das aus, um eine Zinserhöhung zu rechtfertigen? Vermutlich eher nicht», meint die Commerzbank.

Selbst wenn die Strasse von Hormus länger geschlossen bleibe, werde es recht lange dauern, bis die Obergrenze des Inflationsziels ins Visier rücke, so der Kommentar weiter. Das unterscheide die Schweiz von beispielsweise dem Euroraum, weswegen von der EZB wohl eher Zinserhöhungen kommen dürften. «Dies ist - neben den verbalen SNB-Interventionen - einer der Hauptgründe, warum wir in den kommenden Monaten noch etwas Potential für höhere EUR/CHF-Niveaus sehen.»

Abgesehen davon gibt es am Nachmittag aus den USA Daten zur Handelsbilanz. Ausserdem wird mit dem ISM-Index ein Frühindikator veröffentlicht.

+++

07:44

Der Dax wird am Dienstag der Kursentwicklung an den Terminmärkten zufolge mit Verlusten in ‌den ⁠Handel starten. Am Montag hatte der deutsche Leitindex 1,2 ⁠Prozent tiefer bei 23'991 Punkten geschlossen.

Am Dienstag warten Anleger auf die Ergebnisse einer Umfrage der Deutschen Industrie- und Handelskammer zum Auslandsgeschäft deutscher Unternehmen. ‌Besonders interessant dürften die Einschätzungen zu den USA und China werden, den beiden wichtigsten, aber gegenwärtig auch sehr schwierigen ​Märkten für deutsche Firmen.

Auf dem Plan ​stehen zudem die US-Einkaufsmanagerindizes für die ​Industrie und den Dienstleistungssektor im April.

Auf der Unternehmensseite will die italienische ‌Grossbank UniCredit ihr Übernahmeangebot an die Commerzbank-Aktionäre offiziell unterbreiten. Nach dem Ja der eigenen Aktionäre wartet UniCredit nur noch auf ​grünes Licht ​von der Finanzaufsicht ⁠BaFin.

In den USA legt mit AMD ​der weltweit zweitgrösste Anbieter ⁠von KI-Prozessoren Geschäftszahlen vor. Börsianer hoffen angesichts eines Milliardenauftrags ‌der Facebook-Mutter Meta auf einen ermutigenden Ausblick des Nvidia-Rivalen. 

+++

06:16

Der Schweizer Aktienmarkt, gemessen am SMI, tendiert im vorbörslichen Handel bei der Bank IG 0,44 Prozent tiefer bei 12'940 Punkten.

Am Dienstag geht es mit der Unternehmensberichterstattung weiter. Gleich drei SMI-Firmen legen ihre Bücher offen: der Sanitärtechnikkonzern Geberit und der Augenheilkundespezialist Alcon für das erste Quartal 2026 sowie die Computerzubehör-Firma Logitech für das Geschäftsjahr 2025/2026.

+++

05:30

Die Aktienmärkte in Asien geben angesichts neuer Spannungen im Persischen Golf leicht nach. Der breit gefasste MSCI-Index für asiatisch-pazifische Aktien ausserhalb Japan verlor 0,3 Prozent. Die Börse in Australien fiel im ausgedünnten Handel um 0,4 Prozent. Die Märkte in Japan und ‌Südkorea sind ⁠wegen eines Feiertags geschlossen. Die Shanghaier Börse hat am Dienstag fester tendiert. Der dortige Leitindex blieb geschlossen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und ⁠Shenzhen wurde ebenfalls nicht gehandelt.

Jüngste Entwicklungen im Persischen Golf bereiten den Anlegern Sorgen. Die USA und der Iran hatten am Montag im Kampf um die Kontrolle über ‌die Strasse von Hormus neue Angriffe gestartet. «Wir hatten gestern grosse Hoffnungen, dass die US-Operation 'Project Freedom' ein ‌Erfolg vor Ort sein würde, ich schätze, dass sie eher als humanitäre ​Anstrengung angepriesen wurde», sagte Tony Sycamore, Marktanalyst bei IG. «Aber wie wir sehen, haben die Iraner diesen Köder nicht geschluckt... Das bedeutet, dass die Pattsituation bestehen bleibt, es war ein sehr wackeliger Start.»

+++

05:00

Am Devisenmarkt stand der Yen im Fokus. Die japanische Währung notierte zuletzt stabil bei 157,18 pro Dollar nachdem ein kurzlebiger Anstieg am Montag den Yen auf ein Tageshoch von 155,69 getrieben hatte. Die japanische Finanzministerin Satsuki Katayama hatte sich ‌am Montag gegen spekulativen Handel mit Devisen ausgesprochen. Dies hielt die Marktteilnehmer in Erwartung weiterer Interventionen in Atem. Mit der Angelegenheit befasste Personen hatten der Nachrichtenagentur Reuters mitgeteilt, dass Tokio am Donnerstag interveniert habe, um die angeschlagene Währung zu stützen. Die Behörden könnten erneut eingreifen, wenn der Dollar-Yen-Kurs die ​Marke von 160 teste, die sie in der Vergangenheit verteidigt hätten, sagte Abbas Keshvani, Asien-Makrostratege bei RBC Capital ​Markets. Er verwies darauf, dass Tokio im Jahr 2022 «innerhalb weniger Wochen drei Interventionssalven abgefeuert» ​habe. «Wir vermuten, dass eine Intervention lediglich als Deckel für USD/JPY fungieren wird und nicht als Katalysator für eine anhaltende Stärke des Yen», sagte Keshvani.

Der Dollar rückte zur Schweizer Währung ‌etwas auf 0,7838 Franken vor.

+++

04:45

Die Ölpreise gaben am Dienstag nach, nachdem sie am Vortag um bis zu sechs Prozent gestiegen waren. Händler verwiesen auf Anzeichen, dass die US-Marine die iranische Blockade der wichtigen Strasse von Hormus lockert und damit die Versorgung aus der wichtigen Förderregion im Nahen Osten ​wieder öffnen ​könnte. Die USA hatten am Montag eine neue Operation gestartet, um die Meerenge ⁠wieder für die Schifffahrt zu öffnen. Die dänische Reederei Maersk teilte später mit, ​ihr unter US-Flagge fahrender Autotransporter «Alliance Fairfax» habe ⁠in Begleitung von US-Militär den Golf über die Meerenge verlassen. Dies linderte die unmittelbare Furcht vor Lieferunterbrechungen. «Der erfolgreiche begleitete Auslauf des von Maersk ‌betriebenen Schiffes hat dazu beigetragen, die unmittelbare Furcht vor Lieferunterbrechungen zu lindern», erklärte Tim Waterer, Chef-Marktanalyst bei KCM Trade. «Es handelt sich jedoch eher um ein einmaliges Ereignis als um eine vollständige Wiedereröffnung.»

Die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee verbilligte sich um 1,3 ‌Prozent auf 112,94 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 2,3 Prozent schwächer bei 103,96 Dollar.

+++

23:00

Anhaltende Nahost-Sorgen haben der Wall Street am Montag erneut zugesetzt. Der ‌US-Standardwerteindex Dow ⁠Jones verlor 1,1 Prozent auf 48'942 Punkte. Der technologielastige Nasdaq gab 0,2 Prozent auf 25'068 Zähler nach und der breit gefasste S&P 500 ⁠büsste 0,4 Prozent auf 7201 Stellen ein. «Die Märkte können durch den Nebel des Krieges blicken, vorausgesetzt, dieser lichtet sich voraussichtlich in absehbarer Zeit», sagte Brian Jacobsen, Chefstratege beim ‌Vermögensverwalter Annex. «Entscheidend ist zu erkennen, dass die aktuellen Geschehnisse vorübergehend und nicht von Dauer sind. ‌Das vergisst man leicht, wenn man mittendrin steckt.»

Nach dem Versuch der ​US-Marine, die iranische Blockade der Strasse von Hormus zu durchbrechen, kam es erstmals seit Beginn der Waffenruhe zu schweren wechselseitigen Angriffen. Allerdings machten beide Seiten widersprüchliche Angaben über den Verlauf der Kampfhandlungen. Mutmassliche iranische Angriffe trafen mehrere Schiffe und setzten einen Ölhafen in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) in Brand. Das US-Militär erklärte dagegen lediglich, zwei US-Handelsschiffe hätten die Meerenge sicher passiert. Zudem seien sechs kleine iranische Boote zerstört worden. Die ‌iranischen Revolutionsgarden wiesen dies zurück und erklärten, es habe keine Durchfahrten gegeben.

Die Nordsee-Rohölsorte Brent und die US-Sorte WTI verteuerten sich um 5,5 und 3,3 Prozent auf 114,05 und 105,26 Dollar je Fass (159 Liter). Schon am Morgen hatten die Ölpreise leicht zugelegt. «Die Preise dürften weiter ​steigen, solange die Lieferungen durch die Meerenge eingeschränkt bleiben», sagte UBS-Analyst Giovanni Staunovo. Das Ölkartell Opec+ hatte am ​Sonntag eine Anhebung der Ölförderquoten um 188.000 Fass pro Tag für Juni beschlossen. ​Die zusätzlichen Mengen dürften jedoch weitgehend auf dem Papier bleiben, solange die Schifffahrt behindert ist.

Die Anleger warteten zugleich auf die Bilanzen weiterer wichtiger US-Unternehmen im weiteren Wochenverlauf. Geplant ‌zur Veröffentlichung in den kommenden Tagen sind unter anderem die Geschäftszahlen von AMD, PayPal, Pfizer, Kraft Heinz, Walt Disney und McDonald's. Zudem stehen die Hauptversammlungen von Unternehmen wie American Express, General Electric, PepsiCo, Coca-Cola und Colgate-Palmolive auf dem Plan.

Die Experten der US-Investmentbank Goldman Sachs zeigten sich optimistisch. Das Gewinnwachstum je ​Aktie ​im S&P 500 liegt demnach bei 25 Prozent und bereinigt um Sondereffekte ⁠bei immer noch kräftigen 16 Prozent. «Trotz hoher Energiepreise und geopolitischer Unsicherheit haben sich die ​Unternehmensausblicke und die Schätzungen der Analysten ⁠in diesem Quartal bisher als robust erwiesen», hiess es. Die Reaktion der Anleger auf übertroffene Prognosen sei bislang jedoch verhalten ausgefallen.

Das Gewinnwachstum je ‌Aktie im S&P 500 liege bei 25 Prozent und bereinigt um Sondereffekte bei immer noch kräftigen 16 Prozent, schrieben die Analysten von Goldman Sachs in einer Studie. «Die Belohnung für das Übertreffen der Gewinnschätzungen war jedoch ungewöhnlich gering.»

Bei ‌den Einzelwerten sprangen die Titel von eBay um 5,1 Prozent in die Höhe. Der US-Videospielehändler GameStop will ​den Online-Marktplatz für 125 Dollar je Aktie übernehmen. Die GameStop-Aktien verloren 10,1 Prozent.

Die jüngsten Pläne von Amazon belasteten indes die Papiere der US-Logistikkonzerne FedEx und UPS. Die Titel verloren 9,1 und 10,5 Prozent. Der weltgrösste Online-Händler hat angekündigt, sein Logistiknetzwerk für andere Unternehmen zu öffnen. 

(cash/AWP/Reuters/Bloomberg)

 

Monique Misteli Ringier
Monique MisteliMehr erfahren