07:00

Der europäische Stoxx 600 wird vorbörslich niedriger gesehen. Die Futures-Kontrakte notieren um 0,3 Prozent im Minus. Der deutsche Dax dürfte gemäss Berechnungen von Banken und Brokerhäusern ebenfalls fallen (-0,2 Prozent).

Der Swiss Market Index (SMI) notiert vorbörslich bei der IG Bank derweil um 0,4 Prozent tiefer bei 14'486 Punkten.

+++

06:20

Der Swiss Market Index (SMI) steht vorbörslich bei der IG Bank 0,3 Prozent tiefer bei 14'501 Punkten.

Die positive Stimmung rund um den Anthropic-IPO schlägt nicht auf die Schweizer Börse durch. Trotz positiver Vorgaben aus Übersee wird hierzulande mit einem leicht schwächeren Start gerechnet. In den Fokus rücken allerdings Novartis, Logitech und Temenos, die allesamt ihre Zahlen zum dritten Quartal vorlegen. Logitech publiziert die Daten nach Börsenschluss. Am Nachmittag steht zudem eine Reihe von Arbeitsmarkt- und Konjunkturdaten aus den USA auf der Agenda.

+++

05:00

Die Aussicht auf den Börsengang des KI-Vorreiters Anthropic und eine milliardenschwere Kapitalerhöhung von Meta haben die asiatischen Aktienmärkte am Dienstag beflügelt. Der technologielastige südkoreanische Kospi kletterte zeitweise um fast fünf Prozent auf 5737 Zähler nach oben. In Tokio legte der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 2,1 Prozent ‌auf 63'484 ⁠Punkte zu, während der breiter gefasste Topix 0,7 Prozent höher bei 4000 Zählern notierte. In China hielten sich die Anleger eher zurück: Die Börse Shanghai ⁠verlor 0,1 Prozent auf 3693 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen notierte ebenfalls fast unverändert bei 4098 Punkten.

Für gute Stimmung sorgten die Pläne von Meta, ‌bei seiner bislang grössten Kapitalbeschaffung bis zu 95 Milliarden Dollar einzusammeln. Zudem reichte Anthropic, das Unternehmen hinter dem Chatbot ‌Claude, die Unterlagen für einen US-Börsengang ein und wies dabei neben einem ​rasanten Umsatzwachstum auch hohe Verluste aus. «Der Markt hat erleichtert auf die Nachricht vom Börsengang von Anthropic reagiert, während die Aktien der Technologie-Schwergewichte dem Anstieg des US-Chip-Index folgten», erläuterte Daisuke Hashizume, Senior-Stratege bei Daiwa Securities, die Entwicklung an der Börse Tokio. So legten die Aktien des Chip-Testgeräte-Herstellers Advantest um 10 Prozent zu und trugen damit am stärksten zum Anstieg des Nikkei bei. Die Titel des Technologieinvestors SoftBank Group stiegen um fast sieben Prozent.

Aber die Skepsis bleibt, ob sich die hohen ‌Investitionen in die Künstliche Intelligenz (KI) auch in entsprechende Gewinne ummünzen lassen. «Investoren brauchen die Zuversicht, dass aggressive Investitionsausgaben dauerhafte geschäftliche Bedürfnisse widerspiegeln», sagte Anthony Saglimbene, Chef-Marktstratege bei Ameriprise.

+++

04:00

Am Devisenmarkt war der japanische Yen als sicherer Hafen gefragt und notierte im Vorfeld des Zinsentscheids der Bank of Japan (BOJ) am Freitag zuletzt bei 157,72 Yen pro Dollar. ​Experten erwarten, dass die Notenbank ihren fast 14-jährigen Kampf für das Erreichen des Inflationsziels von zwei Prozent als gewonnen ​erklären wird. Zugleich dürfte die BOJ betonen, dass die Preise über das Ziel hinausschiessen könnten, was ​auf eine mögliche Zinserhöhung im Dezember hindeutet.

Gegenüber der chinesischen Währung legte der Dollar leicht auf 6,6678 Yuan zu. Zur Schweizer Währung rückte er etwas auf 0,8272 Franken vor. Parallel dazu ‌blieb der Euro fast unverändert bei 1,1173 Dollar und zog leicht auf 0,9242 Franken an.

+++

03:05

Die Öl-Sorte Brent verbilligte sich um 0,7 Prozent auf 114,95 Dollar je Barrel und entfernte sich damit von ihrem Sechs-Monats-Hoch. Anleger wogen die Chancen auf eine Beilegung des Krieges der USA und Israels mit dem Iran ab, ​was die Angebotssorgen ​vorerst dämpfte. Die Stimmung blieb jedoch fragil. Das Angebot sei weiterhin die Hauptsorge, ⁠erklärte Nick Twidale, Chef-Marktstratege bei ATFX Global. Sollten die Exporte bedroht werden, könnte der Brent-Preis ​die jüngsten Höchststände schnell wieder erreichen und ⁠möglicherweise in Richtung 120 Dollar steigen. Der seit fast acht Monaten andauernde Krieg hat weite Teile des Nahen Ostens erfasst, die Ölpreise in die ‌Höhe getrieben und Inflationssorgen geschürt. Dies hat auch die globalen Zinsaussichten verändert und rückt die anstehenden Entscheidungen der Zentralbanken in dieser Woche stärker in den Fokus.

+++

01:30

An den US-Börsen hatte sich die Aussicht auf das Aktienmarktdebüt von Anthropic ebenfalls in steigenden Kursen niedergeschlagen. Der US-Standardwerteindex ‌Dow Jones verabschiedete sich mit einem Plus von 0,3 Prozent bei 52'362 Punkten aus dem Handel verabschiedet. Der ​breit gefasste S&P 500 gewann 0,7 Prozent auf 7677 Zähler, und der technologielastige Nasdaq zog um 0,8 Prozent auf 26'169 Stellen an. Damit beendeten S&P 500 und Nasdaq eine zweiwöchige Verlustserie. In der neuen Woche blicken die Anleger nun gespannt auf die Quartalszahlen der Tech-Riesen Alphabet, Microsoft und Amazon, die den jüngsten KI-Boom rechtfertigen müssen.

(cash/AWP/Bloomberg/Reuters)

Luca_Niederkofler
Luca NiederkoflerMehr erfahren