17:20
Nach der deutlichen Erholung der US-Börsen zur Wochenmitte sind die Anleger am Donnerstag wieder vorsichtiger geworden. Sie warten weiter auf greifbare Fortschritte bei den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran. Die Ölpreise und die Anleiherenditen legten wieder zu. Quartalszahlen und Ausblick des KI-Chip-Riesen Nvidia gaben dem Markt nicht den erhofften Schub. Eine Reihe von US-Konjunkturdaten hatte keinen erkennbaren Einfluss auf die Aktienkurse.
Zuletzt sank der Leitindex Dow Jones Industrial um 0,15 Prozent auf 49'934 Punkte. Für den marktbreiten S&P 500 ging es um 0,40 Prozent auf 7403 Punkte nach unten. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 verlor 0,57 Prozent auf 29'129 Punkte.
Zur Wochenmitte hatte US-Präsident Donald Trump bei den Anlegern noch mit der Aussage gepunktet, dass die Verhandlungen mit dem Iran zur Beendigung des Krieges in der «Endphase» seien. «Ich würde das gerne glauben, aber mal ehrlich: Wie oft haben wir das schon gehört?», kommentierte nun Win Thin, Chefvolkswirt der Bank of Nassau 1982.
Teheran erklärte zwar, der jüngste Vorschlag aus Washington habe die Kluft zwischen den beiden Seiten teilweise überbrückt. Doch ein Medienbericht, wonach der Iran plane, sein Uran zu behalten, wurde als potenzieller Rückschlag für jegliches Friedensabkommen gewertet.
Die mit Spannung erwarteten Zahlen und Geschäftsprognosen, die Nvidia am Vortag nach Börsenschluss vorgelegt hatte, stiessen auf ein verhaltenes Echo. Die Aktien, die vor der Veröffentlichung etwas fester aus dem Handel gegangen waren, büssten am Donnerstag 1,8 Prozent ein. Damit knüpften sie an die vorangegangenen Gewinnmitnahmen nach einem Rekordhoch an.
Nvidia berichtete für das erste Quartal zwar eine Beschleunigung des schon hohen Wachstums und übertraf die Erwartungen. Doch hier und da wurden bei den Analysten auch Sorgen ob der Nachhaltigkeit des Wachstums laut - vor allem, weil der Konzern zunehmend Konkurrenz bekommt.
Derweil setzten die Aktien des Chiparchitektur-Entwicklers ARM mit einem weiteren Kurssprung von 9 Prozent ihre Rekordjagd fort. Der US-Bank Jefferies zufolge sollte das Unternehmen von der hohen Nachfrage nach den Nvidia-Prozessoren der nächsten Generation für Rechenzentren und Künstliche Intelligenz (KI) profitieren.
Auch bei IBM ging es deutlich nach oben, die Aktien zogen um 7,2 Prozent an. Der Computer-Dino heimste eine milliardenschwere Förderung der US-Regierung für die Fertigung von Quantencomputer-Chips ein. RBC-Analyst Matthew Swanson kommentierte, auch wenn es noch keinen öffentlich bekannten Zeitplan gebe, sehe IBM wie ein früher Profiteur der Technologie aus.
Anhaltend schwache Absatzzahlen und unsichere Geschäftsaussichten wogen beim Landwirtschaftsmaschinen-Herstellers Deere schwerer als eine überraschend gute Gewinnentwicklung: Die Titel sanken um 7,6 Prozent.
Beim Nasdaq-100-Schlusslicht Intuit mussten die Anleger gar einen Kurseinbruch von knapp 20 Prozent sowie ein Tief seit dem Jahr 2020 verkraften. Der Softwarekonzern blieb mit seinem Quartalsbericht hinter den Erwartungen zurück. Bereits zur Wochenmitte hatten Berichte über einen deutlichen Stellenabbau die Aktien belastet.
Die Titel von Nebius zogen um fast 16 Prozent an. Das Technologie-Unternehmen kooperiert mit Bloom Energy , um Brennstoffzellen beim Ausbau seiner KI-Infrastruktur einzusetzen. Die Aktien von Bloom Energy gewannen 12,5 Prozent.
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17:11
Die Aussicht auf eine mögliche Absetzung des türkischen Oppositionsführers Özgür Özel versetzt die Anleger in Aufruhr.
Der türkische Leitindex rauscht bis zu sechs Prozent abwärts. Der Handel ist anschliessend angehalten - ein Mechanismus, der dann greift, wenn es zu extremen Kursausschlägen kommt. Auch die Kurse von in Dollar notierten türkischen Anleihen geben nach.
Das Gericht erklärte den Parteitag von Özels Republikanischer Volkspartei (CHP) im Jahr 2023 für ungültig, auf dem der Politiker seinen Vorsitz errungen hatte. Das Gericht in Ankara entschied, dass der ehemalige Vorsitzende Kemal Kilicdaroglu Özel ersetzen solle.
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16:13
Signale für verhärtete Fronten in den Nahost-Friedensgesprächen haben die US-Aktienanleger am Donnerstag verunsichert. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte am Morgen (Ortszeit) 0,1 Prozent tiefer bei 49'952 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 gab 0,3 Prozent auf 7410 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,4 Prozent auf 26'169 Punkte.
Irans Oberster Führer Ajatollah Modschtaba Chamenei hat Insidern zufolge angeordnet, dass hochangereichertes Uran nicht ins Ausland gebracht werden darf. Damit verhärtet die Regierung in Teheran ihre Haltung zu einer zentralen Forderung der USA in den Gesprächen zur Beendigung des Krieges. Die Ölpreise zogen im Zuge dessen um bis zu vier Prozent an. Die Nordseesorte Brent notierte bei 108,58 Dollar je Fass. US-Leichtöl WTI lag bei 102 Dollar je Fass.
Zudem hatten die Anleger einige Firmenbilanzen zu verdauen. Aktien von Walmart verloren fünf Prozent. Der US-Einzelhandelsriese hielt an seinen konservativen Jahreszielen fest, da Kunden wegen der steigenden Energiekosten lieber bei günstigen Artikeln zugreifen.
Im Technologiesektor stürzten die Aktien von Intuit um knapp 20 Prozent auf ein Fünf-Jahres-Tief. Der Softwarehersteller hat die Jahresumsatzprognose für seine Steuererklärungssoftware TurboTax gesenkt.
Rund ein Prozent zulegen konnten hingegen die Papiere von Nvidia. Der wachsende Bedarf an Hochleistungsprozessoren für Künstliche Intelligenz (KI) hat dem gemessen am Börsenwert wertvollsten Unternehmen der Welt zu einem erneuten Wachstumsschub verholfen.
Ein Medienbericht über ein geplantes Milliarden-Förderprogramm der US-Regierung beflügelte Aktien aus der Quantencomputer-Branche. IBM stachen mit einem Aufschlag von vier Prozent heraus. Die US-Regierung will laut einem Bericht des «Wall Street Journal» zwei Milliarden Dollar an neun Quantencomputer-Spezialisten vergeben und im Gegenzug Anteile an einigen von ihnen erwerben.
Derweil kehrt der Schweizer Leitindex SMI im Nachmittagshandel in die Gewinnzone zurück und liegt 0,41 Prozent im Plus.
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15:55
Der US-Modekonzern Ralph Lauren hat mit seinem Quartalsbericht die Anleger überzeugt. Die Aktien springen an der Wall Street um zehn Prozent in die Höhe.
Ralph Lauren übertraf im vierten Quartal die Erwartungen der Experten bei Umsatz und Gewinn und führte dies auf eine robuste Nachfrage nach seinen hochpreisigen Polohemden und Strickpullovern zurück. Besonders stark entwickelte sich das Geschäft in Asien, insbesondere in China während des dortigen Neujahrsfestes. Damit stemmte sich der Konzern gegen den jüngsten Trend einer Abschwächung im globalen Luxussektor.
Analysten führen den Erfolg auch auf die strategische Neuausrichtung zurück, um eine jüngere Käuferschicht anzusprechen und die Marke im Vergleich zu reinen Luxusmarken mit einer breiteren Preisspanne zu positionieren.
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15:40
Die Wall Street ist am Donnerstag mit Verlusten in den Handel gestartet.
Belastet werden die Märkte von den steigenden Ölpreisen: Das WTI-Rohöl verteuert sich um 3 Prozent auf 102 Dollar pro Barrel, Brent auf 108 Dollar nachdem Reuters berichtete, der iranische Oberste Führer habe angeordnet, angereichertes Uran im Land zu behalten - was die Hoffnungen auf eine Einigung im Atomstreit mit den USA dämpft.
Zudem steht die Reaktion auf Nvidias Quartalsergebnisse im Fokus. Marktbeobachter warteten gespannt darauf, wie Anleger auf die besser als erwarteten Quartalsergebnisse des KI-Chipherstellers reagieren würden. Kurz nach Handelseröffnung zieht die Aktie 0,85 Prozent auf 225 Dollar an.
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15:25
Der Hype um den näherrückenden Mega-Börsengang von SpaceX treibt die Aktien von europäischen Satellitenherstellern an.
Die Aktien von Eutelsat gewinnen 19,5 Prozent. Papiere von OHB ziehen um 13,5 Prozent an, SES steigen um 2,5 Prozent.
Der Weltraumkonzern des Milliardärs Elon Musk veröffentlichte am Mittwoch seinen Emissionsprospekt. Experten trauen SpaceX eine Marktkapitalisierung von 1,75 Billionen Dollar zu.
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15:22
Im Nachgang der Nvidia-Zahlen tun sich die Anleger am Donnerstag bei deutschen Aktien schwer mit der Orientierung. Der Dax pirschte sich nach verhaltenem Start zeitweise an die 25.000-Punkte-Marke heran, kehrte aber nach dem Mittag wieder ins Minus zurück. Eine dreitägige Gewinnserie droht damit zu reissen.
Eine Stunde vor dem US-Handelsauftakt gab der Dax am Nachmittag um 0,6 Prozent auf 24'591 Punkte nach. Bei knapp 24'895 Punkten hatten ihn zuvor auf dem Weg in Richtung 25'000 Punkte die Kräfte verlassen, während die Indikatoren für die New Yorker Börsen ins Minus rutschten.
Der MDax mit den mittelgrossen deutschen Werten rutschte zuletzt dann auch mit 0,4 Prozent in die Verlustzone auf 31.780 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx stand am Nachmittag ein halbes Prozent tiefer.
Stützend wirkte zunächst, dass es vom Iran-Krieg keine neuen Störfeuer gab. Schwache Wirtschaftssignale aus Europa nahmen die Anleger dann noch hin. Im Verlauf allerdings zeichneten sich Gewinnmitnahmen vor allem bei KI-bezogenen Werten im Technologiesektor ab, wie Börsianer am Nachmittag erklärten. In Deutschland sorgte dies dafür, dass die Infineon-Titel abdrehten, kurz bevor sie erstmals seit 26 Jahren wieder die 70-Euro-Marke erreichten. Zuletzt schrumpfte ihr Kursgewinn auf etwa ein Prozent.
Nach Einschätzung des Jefferies-Analysten Blayne Curtis hat Nvidia in jeglicher Hinsicht abgeliefert. Die Aktien des amerikanischen KI-Chipriesen können davon aber womöglich auch nicht weiter profitieren, nachdem Vorschusslorbeeren sie unlängst auf Rekordhoch getrieben hatten. Im vorbörslichen Handel lagen sie zuletzt knapp mit 0,2 Prozent im Minus.
Wie schon den ganzen Mai zollen die Aktien von RWE auch am Donnerstag ihrer vorangegangenen Rally Tribut. Nachdem sie sich seit Ende 2024 mehr als verdoppelt hatten, stufte Analyst Harry Wyburd von der Investmentbank Exane BNP sein Votum für den Energiekonzern auf «Neutral» ab in Erwartung einer Verschnaufpause.
Schwäche zeigten ausserdem die Aktien von Südzucker . Sie büssten am SDax-Ende 3,7 Prozent ein nach den finalen Zahlen des Zuckerkonzerns. Wie bereits angedeutet, hatten ein schwieriges Zuckergeschäft und hohe Abschreibungen dem Unternehmen ein weiteres Verlustjahr eingebrockt.
Ansonsten müssen am Donnerstag die Kurse vieler Unternehmen um die Auszahlung der Gewinnbeteiligung bereinigt werden. Ex Dividende wurden zum Beispiel die Aktien des Chemikalienhändlers Brenntag , der Commerzbank und des Infrastruktur-Dienstleisters Bilfinger gehandelt.
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14:48
Nach den deutlichen Kursgewinnen zur Wochenmitte zeichnen sich an den US-Aktienmärkten am Dienstag leichte Verluste ab. Rund 50 Minuten vor dem Börsenstart signalisiert der Broker IG für den mit Standardwerten bestückten Dow Jones Industrial ein leichtes Minus von 0,2 Prozent auf 49'897 Punkte. Die Indikation für den Nasdaq 100 liegt 0,4 Prozent niedriger bei 29'176 Zählern.
Unter den Einzelwerten gaben die Aktien von Nvidia vorbörslich zuletzt leicht um 0,1 Prozent nach. Der Halbleiterriese hatte bereits am Vortag nach US-Handelsschluss Quartalszahlen vorgelegt, die die Markterwartungen übertrafen. Analysten werteten die Zahlen auch vornehmlich positiv. Doch hier und da wurden auch Sorgen bezüglich der Nachhaltigkeit des Wachstums laut.
Walmart verloren nach Vorlage von Zahlen für das erste Quartal 2,7 Prozent. Der Supermarkt-Konzern hat den Umsatz gesteigert, sieht sich aber mit steigenden Treibstoffkosten konfrontiert.
Die Aktien von Intuit rutschten um 15 Prozent ab. Das Software-Unternehmen hatte ebenfalls Quartalszahlen vorgelegt, die aber hinter den Erwartungen zurückblieben. Zudem wurden Stellenstreichungen angekündigt.
Aevex stiegen um 5,6 Prozent. Der Hersteller von Drohnen hatte Zahlen für das erste Quartal vorgelegt. Zudem hat das Unternehmen Aufträge von der US-Luftwaffe erhalten.
Elf Beauty machten einen Sprung um 8,1 Prozent, nachdem die vorgelegten Geschäftszahlen des Kosmetikunternehmens die Erwartungen von Analysten übertroffen haben. Beim Gewinnausblick wurde indessen mehr erwartet.
Die Titel von Nebius stiegen vor der Startglocke um 8,5 Prozent. Das Technologie-Unternehmen kooperiert mit Bloom Energy, um Brennstoffzellen beim Ausbau seiner KI-Infrastruktur einzusetzen. Die Aktien von Bloom Energy zeigten sich 1,1 Prozent fester.
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14:43
Der Chef der Internationalen Energieagentur (IEA) hat vor einer Zuspitzung der Lage am Ölmarkt im Sommer gewarnt. Die Preise könnten im Juli und August in einen kritischen Bereich geraten, sagte Fatih Birol am Donnerstag in London. Als Gründe nannte er fehlende neue Ölexporte aus dem Nahen Osten, schwindende Lagerbestände und die hohe Nachfrage nach Kraftstoff im Sommer. Zu Beginn der durch den Iran-Krieg verursachten Ölversorgungskrise habe es einen Angebotsüberschuss gegeben, was dazu beigetragen habe, den Schock abzufedern, sagte Birol. Nun würden die Bestände jedoch schwinden. Im März hatte die IEA die Freigabe von 400 Millionen Barrel Öl aus strategischen Reserven koordiniert. Davon fliessen Birol zufolge nun täglich etwa 2,5 bis drei Millionen Barrel auf den Markt. Die IEA sei bereit, bei Bedarf die Freigabe weiterer Reserven zu koordinieren.
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13:57
Ein Medienbericht über ein geplantes Milliarden-Förderprogramm der US-Regierung beflügelt Aktien aus der Quantencomputer-Branche. Die Titel von Infleqtion, D-Wave Quantum, Rigetti Computing, GlobalFoundries und IBM legen vorbörslich um 6,6 bis mehr als 25 Prozent zu. Die US-Regierung will laut einem Bericht des «Wall Street Journal» zwei Milliarden Dollar an neun Quantencomputer-Spezialisten vergeben und im Gegenzug Anteile an einigen von ihnen erwerben. Die Investitionen sind Teil der Strategie von US-Präsident Donald Trump, sich an Unternehmen zu beteiligen, die für die heimischen Lieferketten wichtig sind. Damit soll der Dominanz Chinas in bestimmten Sektoren entgegengewirkt werden. Quantencomputer nutzen die Gesetze der Quantenmechanik, um Informationen exponentiell schneller zu verarbeiten als klassische Supercomputer. Aktuelle Systeme verwenden jedoch einen Grossteil ihrer Rechenleistung für die Fehlerkorrektur, sodass sie in der Praxis noch keinen Geschwindigkeitsvorteil gegenüber herkömmlichen Rechnern bieten.
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13:44
Anzeichen für eine verhärtete Verhandlungsposition des Iran in den Friedensgesprächen mit den USA sorgen bei den Anlegern für Unruhe und treiben die Ölpreise nach oben. Das Nordseeöl Brent verteuert sich um zwei Prozent auf 107,10 Dollar je Fass, das US-Öl WTI steigt um 2,5 Prozent auf 100,73 Dollar je Fass. Der Dax kippt ins Minus und verliert ein halbes Prozent auf 24'612 Punkte, während der SMI um 0,15 Prozent auf 13'377 Punkte nachgibt. Irans Oberster Führer Ajatollah Modschtaba Chamenei hat Insidern zufolge angeordnet, dass hochangereichertes Uran nicht ins Ausland gebracht werden darf.
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13.23
Am Donnerstagnachmittag rücken US-Konjunkturdaten in den Fokus. Hier dürften ebenfalls die S&P-Einkaufsmanagerindizes im Mittelpunkt des Interesses stehen, aber auch die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sowie Baubeginne und -genehmigungen lassen Rückschlüsse auf den Zustand der US-Konjunktur zu. Zudem wird der Ausblick der Philadelphia Fed veröffentlicht.
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13:02
Die Futures für die US-Aktienmärkte notieren vor dem Start tiefer:
Die Schweizer Börse gemessen am Swiss Market Index (SMI) notiert 0,4 Prozent im Minus und kann die Gewinne vom Mittwochmorgen nicht halten.
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11:37
Nach einem zunächst zögerlichen Start wagen sich die Investoren am Schweizer Aktienmarkt zwar etwas mehr aus der Deckung. Grosse Kurssprünge bleiben aber aus. Sollte es dem SMI gelingen, seine aktuell moderaten Gewinne bis zum Handelsschluss zu verteidigen, wäre es immerhin der achte Handelstag in Folge im Plus.
Und doch bleibt die Stimmung angespannt. Die Märkte glichen einem «völlig unberechenbaren Spielball des globalen geopolitischen Chaos», kommentiert ein Händler. In diesem Umfeld brauchten Anleger «Nerven aus Drahtseil». Nachdem am Vortag die Nachrichten über diplomatische Fortschritte bei den US-Iran-Verhandlungen noch die Ölpreise nach unten und Aktien nach oben geschoben hatte, hat sich dieser Effekt wieder klar abgeschwächt. Ausserdem bleibe die Gefahr, dass US-Präsident Donald Trump mit seinem Poker aus Zuckerbrot und Peitsche nicht den erhofften Erfolg erziele.
Dass die Sperrung der Strasse von Hormus zu einer immer grösseren konjunkturellen Belastung wird, zeigen auch die am Morgen publizierten Einkaufsmanagerindizes aus der Eurozone. «Das sieht nicht gut aus», titelt den auch die VP Bank in einem ersten Kommentar. «Mittlerweile geht es nicht nur um höhere Energiepreise, sondern auch um physische Knappheiten. Dies schlägt sich in einer deutlichen Verschlechterung des Einkaufsmanagerindex nieder». Und selbst wenn die Sperrung zeitnah beendet würde, dürften sich die Folgen deutlich länger auswirken, heisst es in aktuellen Studien.
Der Swiss Market Index (SMI) notiert gegen 11.25 Uhr bei 13'459,98 Punkten um 0,45 Prozent höher. Mittlerweile überwiegen die Gewinner (17) klar. Der SMIM der mittelgrossen Werte steigt um 0,36 Prozent auf 3014,83 Punkte und der breite SPI um 0,27 Prozent auf 19'001,80 Zähler.
Daneben sind auch die Aktien vom Versicherer Swiss Life (+0,6 Prozent) nach Zahlen im Gewinnerfeld zu finden. Die am Morgen vorgelegten Zahlen zu den Prämienvolumen haben etwas über den Erwartungen gelegen, wobei insbesondere der Heimmarkt Schweiz positiv überrascht hat. Die ersten Kommentare von Analysten sind tendenziell wohlwollend, aber nicht vor Begeisterung überschäumend.
Auch Logitech (-1,8 Prozent) haben ihre jüngste Aufwärtsbewegung unterbrochen. Händler verweisen auf verschiedene Zahlen aus dem Sektor, allen voran die vom KI-Riesen Nvidia. Dabei hat der Konzern erneut Rekordzahlen geliefert. «Das Fehlen jeglicher Umsätze in China im Ausblick und die Prognosen, die nur leicht über den Erwartungen lagen, liessen bei einigen Anlegern den Wunsch nach etwas mehr Feuerwerk aufkommen», urteilt ein Marktakteur. Dies belastet in den nachgelagerten Reihen auch Werte wie VAT, Inficon oder Ams Osram, wie Abgaben von bis zu 2,6 Prozent zeigen.
Zudem sorgen Analystenkommentare für Bewegung. Sowohl Flughafen Zürich (+2,1 Prozent) als auch Lindt&Sprüngli (+1,6 Prozent) gewinnen, nachdem sie jeweils hochgestuft wurden. Burckhardt Compression (-3,5 Prozent) werden nach einer deutlichen Kurszielsenkung dagegen gemieden. Auch charttechnisch deute bei Burckhardt derzeit nichts auf steigende Kurse hin, attestiert ein Experte.
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11:08
Nach den Nvidia-Zahlen geht es für die europäischen Chipwerte leicht bergauf. Im Dax gehören Infineon mit einem Plus von fast zwei Prozent zu den stärksten Werten, Aixtron legen im MDax 1,3 Prozent zu. Der europäische Branchenindex gewinnt in der Spitze 0,6 Prozent. Auch in Asien griffen Anleger bei Chipwerten zu. Der wachsende Bedarf an Hochleistungsprozessoren für Künstliche Intelligenz (KI) hat Nvidia zu einem erneuten Wachstumsschub verholfen. Im frühbörslichen US-Handel bewegt sich die Aktie jedoch kaum vom Fleck. Der Ausblick reiche nicht für die ganz grossen Freudensprünge, sagt Thomas Altmann von QC Partners.
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10:15
Der Swiss Market Index (SMI) tendiert nach einem verhaltenen Start freundlicher und legt um 0,3 Prozent auf 13'439 Punkten zu. UBS überspringen die Marke von 37 Franken und nähern sich dem diesjährigen Jahreshoch von 38,15 Franken an.
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09:49
Der Dax ist am Donnerstag mit leichten Verlusten in den Handel gestartet. Der deutsche Leitindex gab um 0,4 Prozent auf 24'627 Zähler nach. Zuletzt hatte die Hoffnung auf Fortschritte bei den Friedensverhandlungen zwischen den USA und Iran den Dax nach oben getrieben, seit Wochenanfang hat er mehr als drei Prozent zugelegt. «Wie weit sich die USA und der Iran tatsächlich angenähert haben, kann von aussen niemand nachvollziehen», sagte Thomas Altmann von QC Partners. Die Börsen hätten das Friedensszenario in den vergangenen Wochen bereits mehrmals eingepreist. «Bislang lagen sie jedes Mal daneben.»
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09:37
Investoren halten sich am Donnerstag am Schweizer Aktienmarkt zurück. Damit bewegt sich der hiesige Leitindex nach seinem jüngsten Muster, bei dem er nach einem zunächst verhaltenen Start bis zum Ende des Börsentages dann doch noch den Weg in die Gewinnzone findet. Immerhin hat er so die sieben Handelstage zuvor jeweils im Plus geschlossen.
Der Swiss Market Index (SMI) notiert gegen 9.30 Uhr bei 13'412,6 Punkten um 0,09 Prozent höher. Der SMIM tritt bei 3004,81 Punkten (+0,03 Prozent) auf der Stelle, während der breite SPI 0,05 Prozent höher steht bei 18'960,96 Zählern.
Gesucht sind nach Zahlen zudem die Aktien der Swiss Life (+1,2 Prozent). Der Konzern ist mit Wachstum in das Jahr 2026 gestartet.
In den folgenden Reihen sorgen vor allem Analystenkommentare für Bewegung. Sowohl Flughafen Zürich als auch Lindt&Sprüngli (beide +0,7 Prozent) gewinnen, nachdem sie jeweils hochgestuft wurden. Burckhardt Compression (-2,8 Prozent) bilden nach einer deutlichen Kurszielsenkung dagegen das Schlusslicht.
Zudem feiert die Schweizer Börse einen Neuzugang: Die Papiere des schweizerisch-niederländischen Chemiekonzerns DSM-Firmenich sind erstmals hierzulande handelbar. Der erste Kurs lag bei 62,80 Franken.
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09:15
Burckhardt Compression: Kepler Cheuvreux senkt das Kursziel auf 550 von 720 Fr., die Einstufung lautet weiterhin Hold.
Flughafen Zürich: Exane BNP Paribas stuft das Rating auf Outperform von Neutral hoch und erhöht das Kursziel auf 277 Fr.
Flughafen Zürich: Goldman Sachs erhöht das Rating auf Kaufen von zuvor Neutral. Das Kursziel steht bei 265 Fr.
Lindt&Sprüngli: Morgan Stanley stuft das Rating von Underweight auf Equalweight hoch. Das Kursziel wird auf 101’000 Fr. festgelegt.
Sonova: Goldman Sachs erhöht das Kursziel auf 230 von 215 Fr. und belässt die Einstufung auf Neutral.
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09:09
Der Swiss Market Index (SMI) verliert in der Eröffnung 0,1 Prozent auf 13'387 Punkte. Swiss Re geben um 2,5 Prozent nach, gefolgt von Roche mit einem Minus von 0,5 Prozent. Auf der Gegenseite legen Swiss Life 0,8 Prozent zu und können die vorbörslichen Kursgewinne von 1,8 Prozent nicht ganz halten. Das Tableau ist dabei zweigeteilt. Zehn Titel legen zu, deren zehn geben nach.
Bei den Small und Mid Caps stehen EFG International 3,4 Prozent tiefer, während Xlife Science 2,4 Prozent zulegt. Gefragt sind ebenfalls Georg Fischer, StarragTornos sowie BB Biotech und Mikron mit Kursgewinnen von etwas mehr als einem Prozent.
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08:22
Nach dem jüngsten Preisrutsch hat sich Öl am Donnerstag wieder leicht verteuert. Das Nordseeöl Brent und das US-Öl WTI kosteten mit 106,64 beziehungsweise 100,11 Dollar je Fass zeitweise knapp zwei Prozent mehr. Investoren hofften weiter auf baldige Fortschritte in den Friedensverhandlungen zwischen den USA und Iran, blieben aber dennoch in Habachtstellung. Berichte über einen nahenden Friedensdeal habe es nun schon mehrfach gegeben, hiess es in einem Kommentar von ING. Letztlich seien die Anleger dann aber doch enttäuscht worden.
US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt erklärt, die Verhandlungen mit dem Iran befänden sich in der Endphase, drohte jedoch für den Fall eines Scheiterns mit neuen Angriffen. Die Notierungen für Brent und WTI waren daraufhin am Donnerstag deutlich eingebrochen. Commerzbank-Analyst Michael Pfister geht davon aus, dass die Ölpreise - selbst im Fall eines baldigen Kriegsendes und einer Wiedereröffnung der Strasse von Hormus - noch länger erhöht bleiben dürften. «Viele Energieanlagen wurden beschädigt und die Lager einiger Staaten aus dem Nahen Osten sind seit Wochen voll, wodurch die Produktion gedrosselt werden musste», erklärte der Experte. «Es dürfte einige Zeit dauern, bis die Produktion wieder ihr Vorkriegsniveau erreicht.»
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08:07
Der Swiss Market Index (SMI) wird bei der Bank Julius Bär vorbörslich 0,37 Prozent tiefer indiziert. Swiss Life wird nach Zahlen als einziger SMI-Titel leicht höher gehandelt mit einem Plus von 0,5 Prozent. Am Ende des Tableaus reihen sich Swiss Re ein, welche nach einer Rating-Reduktion von UBS um 2,4 Prozent nachgeben. Alle anderen 18 SMI-Titel stehen leicht tiefer.
Bei den Mid Caps fallen Flughafen Zürich mit einem Plus von 1,8 Prozent auf nach neuerlichen Rating- und Kurszielerhöhungen. Lindt&Sprüngli (+1,1 Prozent) profitieren von einer positiven Ratinganpassung durch Morgan Stanley. Dagegen verlieren Burckhardt Compression 1,8 Prozent und Swatch 0,8 Prozent.
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07:40
Der Dax wird am Donnerstag der Kursentwicklung an den Terminmärkten zufolge kaum verändert in den Handel starten. Am Mittwoch hatte der deutsche Leitindex 1,4 Prozent höher bei 24'737,24 Punkten geschlossen.
Für gute Stimmung an den Börsen sorgten steigende Chipaktien und das Ausbleiben einer neuen Eskalation im Iran-Krieg. Auch an der Wall Street ging es bergauf.
Am Donnerstag dürfte die EU-Kommission angesichts des Ölpreisschocks ihre Wachstumsprognose senken. Dies hat EU-Wirtschaftskommissar Valdis Dombrovskis bereits mit Blick auf die nun anstehende Frühjahrsprognose signalisiert.
Zudem kommen die Aussenminister der 32 Nato-Staaten im schwedischen Helsingborg zu zweitägigen Beratungen zusammen.
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06:22
Der Swiss Market Index (SMI) steht bei der IG Bank vorbörslich 0,17 Prozent tiefer.
Am hiesigen Markt legt Swiss Life ein Trading-Update für das erste Quartal vor, während DSM-Firmenich an der Schweizer Börse erstmals gehandelt wird. Zudem publiziert das Bundesamt für Statistik die Zahlen zur Industrieproduktion im ersten Quartal.
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06:16
Am asiatischen Devisenmarkt belastet die Hoffnung auf eine baldige Einigung zwischen Washington und Teheran zur Beendigung des Krieges im Nahen Osten den US-Dollar. Die als sicherer Hafen geltende Währung notierte unter ihrem Sechs-Wochen-Hoch. Gegenüber dem Yen gab der Dollar leicht auf 158,87 nach. Zur Schweizer Währung notiert der Dollar leicht tiefer bei 0,7868 Franken. Parallel dazu blieb der Euro fast unverändert bei 1,1619 Dollar und gab leicht auf 0,9145 Franken nach.
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06:12
Die Ölpreise erholen sich leicht nach zwei Verlusttagen. Anhaltende Sorgen um das Angebot wegen der unklaren Aussichten auf ein Ende des Iran-Krieges und ein Rückgang der US-Lagerbestände stützen die Notierungen.
Am Mittwoch waren die Preise noch um mehr als 5,6 Prozent gefallen, nachdem US-Präsident Donald Trump erklärt hatte, die Verhandlungen mit dem Iran befänden sich in der Endphase. Trump drohte jedoch zugleich mit weiteren Angriffen, sollte Teheran keinem Friedensabkommen zustimmen. Der Iran warnte daraufhin vor weiteren Angriffen und kündigte an, seine Kontrolle über die wichtige Strasse von Hormus zu festigen.
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06:05
Die Aktien an den asiatischen Börsen nehmen Fahrt auf. Die Anleger blicken auf die teilweise Wiederaufnahme des Schiffsverkehrs in der Strasse von Hormus. Zudem sorgen besser als erwartet ausgefallene Ergebnisse von Nvidia und ein ausgesetzter Streik bei Samsung Electronics für Auftrieb bei den Chipwerten. Der breit gefasste MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans kletterte um 1,2 Prozent und beendete damit eine viertägige Verlustserie. Der südkoreanische Kospi zog sogar um mehr als vier Prozent an. In Tokio legte der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 3,6 Prozent auf 61'945,34 Punkte zu und der breiter gefasste Topix notierte 2,2 Prozent höher bei 3875,34 Zählern.
Die Börse Shanghai gewann 0,4 Prozent auf 4180,38 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen stieg um 1,1 Prozent auf 4903,73 Punkte.
Die Aktien asiatischer Chiphersteller legten zu, nachdem Nvidia am Mittwoch eine besser als erwartete Umsatzprognose abgegeben hatte. «Die Chip-Landschaft bleibt die Welt von Nvidia, in der alle anderen Miete zahlen, da immer mehr Staaten und Unternehmen auf die Chips von Nvidia warten», sagte Dan Ives, Analyst bei Wedbush Securities.
Im nachbörslichen Handel gaben die Nvidia-Papiere jedoch um 1,1 Prozent nach. In Seoul stiegen die Aktien von Samsung Electronics um mehr als sechs Prozent. Zuvor hatte die Gewerkschaft des südkoreanischen Elektronikriesen mitgeteilt, dass sie nach einer vorläufigen Tarifeinigung mit dem Unternehmen die Arbeitskampfmassnahmen aussetzen werde. Damit wurde ein Streik von fast 48'000 Beschäftigten vorübergehend abgewendet.
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00:05
Neue Hoffnungen auf ein Ende des Iran-Kriegs haben den US-Börsen am Mittwoch Auftrieb gegeben und die Ölpreise belastet. Die Hoffnungen auf gute Nvidia-Zahlen wurden bestätigt, der Titel legte sowohl während der offiziellen Handelszeit als auch in einer ersten Reaktion nachbörslich zu. Am Ende ging der Titel leicht tiefer mit minus 1,1 Prozent aus dem nachbörslichen Handel. Vom im Handelsverlauf veröffentlichten Protokoll zur letzten Sitzung der US-Notenbank Fed gingen keine Kursimpulse aus.
Der Nasdaq 100 verabschiedete sich dank starker Halbleitertitel 1,66 Prozent höher mit 29'297,70 Punkten. Damit erholte sich der technologielastige Auswahlindex deutlich von den Gewinnmitnahmen seit seinem Rekord vom Donnerstag. Ähnlich sah es beim marktbreiten S&P 500 mit einem Plus von 1,08 Prozent auf 7432,97 Punkte aus. Der Leitindex Dow Jones Industrial legte um 1,31 Prozent auf 50'009,35 Punkte zu.
Laut US-Präsident Donald Trump sind die Verhandlungen mit dem Iran in der «Endphase». Dies schürte Erwartungen an eine baldige Öffnung der vor allem für Energietransporte wichtigen Meeresstrasse von Hormus und liess die Ölpreise absacken.
Die Aktien des Chiparchitektur-Entwicklers ARM erreichten am Mittwoch ein Rekordhoch. Der Kurssprung von 15 Prozent verhalf ihnen zum ersten Platz im Nasdaq 100. Dahinter gingen die Titel der Chiphersteller AMD und Intel um 8,1 beziehungsweise 7,4 Prozent hoch.
Bei den Nvidia-Aktien, die zuletzt etwas von ihrem Rekord zurückgefallen waren, fiel das Kursplus mit 1,3 Prozent bescheidener aus. «Wir gehen vorsichtig optimistisch in die Zahlen», schrieb Tech-Experte William Beavington vom Investmenthaus Jefferies. Wichtig dürfte aus Anlegersicht das Umsatzziel für die Monate April bis Juni sein. Hier liege die quasi-offizielle Konsensprognose von Analysten bei 87 Milliarden US-Dollar.
Interessant ist, dass laut Beavington die sogenannte «Buy-Side»-Prognose für den Umsatz im laufenden Quartal mit 91,5 Milliarden Dollar noch höher liegt. Zur «Buy-Side» zählen etwa Asset-Manager, Pensionskassen, Hedgefonds und Vermögensverwalter. Also Marktakteure, die an der Börse als aktive Käufer und Verkäufer auftreten. Hier sind die Erwartungen offenbar noch anspruchsvoller als bei den analysierenden Investmentbanken.
Ausser Nvidia gaben auch Nachrichten von OpenAI der KI-Fantasie wieder etwas Schwung. Der Entwickler des Chatbots ChatGPT könnte Medienberichten zufolge bereits in den kommenden Tagen einen Antrag auf Börsengang stellen. Laut der «Financial Times» dürfte die Bewertung des Unternehmens bei dem im Herbst angepeilten Ereignis bei über einer Billion Dollar liegen. Auch Konkurrent Anthropic und das Raumfahrtunternehmen SpaceX von Tesla-Chef Elon Musk, das den hinter dessen Chatbot Grok stehenden KI-Entwickler xAI übernommen hat, planen den baldigen Sprung aufs Parkett.
Die Titel des Chipherstellers Analog Devices litten gegen den Branchentrend mit minus 3,9 Prozent unter weiteren Gewinnmitnahmen. Zwar übertraf der aktuelle Quartalsbericht die Erwartungen, und auch der Ausblick auf das laufende Quartal fiel stark aus. Doch das Industriegeschäft wies einige Schwächen auf.
Angesichts des Hypes um Nvidia rückten Geschäftszahlen aus der Handelsbranche in den Hintergrund. Aktien der Heimwerker- und Baumarktkette Lowe's schafften es trotz einer Umsatzenttäuschung zum Jahresauftakt letztlich mit 1,2 Prozent ins Plus. Für die seit Jahresbeginn gut gelaufenen Titel von Target ging es um 3,9 Prozent bergab, obwohl der hinter Walmart zweitgrösste Einzelhändler im vergangenen Quartal das stärkste Wachstum seit vier Jahren erzielte.
Aktien von VF Corporation sanken um 3,2 Prozent. Dass das Mode- und Textilunternehmen mit Marken wie Timberland, Vans und The North Face nach längerer Durststrecke jüngst wieder zu Wachstum zurückgekehrt ist, half dem Kurs nicht.
Bei Intuit mussten die Anleger ein Kursminus von 4 Prozent verkraften. Einem Bericht zufolge will der Softwarehersteller künftig stärker auf Künstliche Intelligenz (KI) setzen und daher 17 Prozent seiner Stellen streichen.
(cash/AWP/Bloomberg/Reuters)

