14:20
Die Aktien der Deutschen Telekom fallen um bis zu 3,9 Prozent, nachdem das «Wall Street Journal» berichtete, dass der deutsche Telekommunikationsriese eine Fusion mit T-Mobile anstrebt. Die Valoren von T-Mobile notieren in der US-Vorbörse wenig verändert.
Dieser Rückgang war der stärkste Intraday-Verlust der Aktie seit dem 22. April, als Bloomberg erstmal meldete, dass die Deutsche Telekom einen möglichen Zusammenschluss mit ihrer amerikanischen Tochter prüfe.
Damals hatten mit der Angelegenheit vertraute Quellen Bloomberg gegenüber erklärt, dass die Deutsche Telekom in frühen Gesprächen über die Gründung einer Holdinggesellschaft sei, die ein Aktienangebot für die Anteile sowohl der Deutschen Telekom als auch von T-Mobile US unterbreiten würde. An jenem Tag waren die Aktien der Deutschen Telekom um 4,8 Prozent gefallen, wobei Analysten darauf hinwiesen, dass eine solche Transaktion komplex umzusetzen sein könnte.
Laut «Wall Street Journal» plant CEO Tim Höttges, Ende 2028 in den Ruhestand zu treten, und möchte zuvor den richtigen Nachfolger finden.
Das Unternehmen hatte sich bisher geweigert, zu den Berichten Stellung zu nehmen. Während einer Telefonkonferenz zu den Quartalszahlen am 13. Mai erklärte Höttges: «Grundsätzlich kommentieren wir keine Marktgerüchte oder Pressespekulationen über mögliche Transaktionen.»
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13:50
Zu den vorbörslichen Gewinnern an den US-Börsen gehören die Aktien von Unternehmen aus der Raumfahrtbranche. Anlegerinnen und Anleger positionieren sich offensichtlich im Vorfeld des hoch erwarteten Börsengangs von SpaceX.
Die Gewinne waren breit gestreut: Firefly Aerospace stieg um 6,5 Prozent, Momentus um 6,3 Prozent und Redwire um 5,7 Prozent. Weitere bemerkenswerte Kursbewegungen verzeichneten Satellogic mit plus 5 Prozent, Intuitive Machines mit plus 4,9 Prozent, AST SpaceMobile und Rocket Lab jeweils mit plus 4,4 Prozent sowie Voyager Technologies mit plus 4,3 Prozent. MDA Space kletterte um 2,6 Prozent, EchoStar legte 2,6 Prozent zu, und York Space Systems stieg um 1,3 Prozent.
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13:20
Die Aktien von Oracle brachen in der US-Vorbörse um zeitweise zehn Prozent ein, obwohl das Unternehmen Quartalsergebnisse und eine Prognose vorlegte, die die Erwartungen übertrafen. Anleger konzentrierten sich stattdessen auf Bedenken hinsichtlich des aggressiven Kapitalbedarfs und schwächerer Trends bei der Legacy-Software.
Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 21 Prozent auf 19,2 Milliarden Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie von 2,11 Dollar lag über den Schätzungen, getrieben durch ein starkes Cloud-Wachstum: Der Umsatz mit Cloud-Infrastruktur sprang um 93 Prozent, der gesamte Cloud-Umsatz stieg um 47 Prozent. Oracle betonte zudem einen massiven Rückstand von 638 Milliarden Dollar an noch zu erfüllenden Leistungsverpflichtungen, der durch große KI-Verträge angeheizt wird. Die Prognose für den Umsatz im Geschäftsjahr 2027 wurde auf 90 Milliarden Dollar angehoben – über dem Konsens.
Allerdings schienen Rückgänge bei den Umsätzen mit Software-Lizenzen und Support sowie Pläne, 40 Milliarden Dollar durch Schulden- und Eigenkapitalfinanzierung für den Ausbau von KI-Rechenzentren aufzubringen, die starken Quartalsergebnisse und die positive Aussicht zu überschatten.
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12:45
Die Futures für die US-Aktienmärkte notieren vor dem Start höher:
Die Schweizer Börse gemessen am Swiss Market Index (SMI) notiert mit 1 Prozent im Plus.
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11:45
Der Schweizer Aktienmarkt notiert am späten Donnerstagvormittag im Plus, und der SMI hält sich über der Marke von 13'500 Punkten. Damit gewinnt das Börsenbarometer 0,5 Prozent auf 13'526 Punkte. Der SMIM der mittelgrossen Werte legt um 0,1 Prozent auf 3007 Stellen zu und der breite SPI um 0,4 Prozent auf 19'082 Zähler.
Aussichten auf eine etwas festere US-Eröffnung sorge für positive Grundstimmung, heisst es am Markt. Auch an den Börsen in Frankfurt, London und Paris dominiert die Farbe grün auf den Kurstafeln.
Viele Investoren halten sich allerdings an der Seitenlinie auf - aus zwei Gründen. Der eine ist der Krieg im Nahen Osten, der andere die am Nachmittag anstehende Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB).
Derweil wirft der Börsengang von SpaceX vom Freitag seine Schatten voraus. Er könnte sich als Lackmustest für die Märkte erweisen, sagt ein Händler. «Gelingt die Platzierung zu einer hohen Bewertung, wäre das ein starkes Signal dafür, dass die Jagd nach der nächsten grossen Wachstumsstory ungebrochen ist», so sein Kommentar. Bei einer Enttäuschung drohten hingegen Gewinnmitnahmen.
An der Schweizer Börse halten sich Gewinner und Verlierer in etwa die Waage, und die Ausschläge bei den einzelnen Titeln sind nicht sehr ausgeprägt - abgesehen von wenigen Ausnahmen.
Grösste Gewinner sind aktuell Richemont (+3,1 Prozent). Händler sehen dies als Folge des Übernahmeangebots für Boss durch Grossaktionär Frasers. «Dies hat Fantasie in den Sektor gebracht», meint einer. Auch Swatch ziehen am breiten Markt um knapp 2 Prozent an. Dahinter sind die beiden Zykliker ABB (1,9 Prozent) und Holcim mit einem Plus von 0,9 Prozent.
Auf der anderen Seite geben Swisscom mit 1,4 Prozent am stärksten nach. Eine Verkaufsempfehlung der Morgan-Stanley-Analysten sorgt für weitere Abgaben, nachdem der Titel schon in den letzten Wochen unter die Räder gekommen war. Aktuell rät gemäss dem «AWP Analyser» kein einziges Institut mehr zu einem Kauf der Aktien, neun hingegen zu einem Verkauf.
Bei Partners Group geht das Trauerspiel weiter, wie die Einbussen von 1,3 Prozent zeigen. Zwischen 0,8 und 1 Prozent im Minus sind ausserdem Sika und Geberit.
Einen schweren Stand haben hingegen Interroll (-5,7 Prozent) nach einer Verkaufsempfehlung durch Kepler Cheuvreux. Und auch SoftwareOne (-4,9 Prozent) erleiden weitere Abgaben.
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10:55
Neue Ratings und Kursziele für Schweizer Aktien:
Centiel: ODDO erhöht auf Outperform (Neutral) - Ziel 8,15 (5,30) Fr.
Interroll: Kepler senkt auf Reduce (Hold) - Ziel 1400 (2400) Fr.
Richemont: Berenberg erhöht auf 155 (150) Fr. – Hold
Swatch: Berenberg erhöht auf 130 (115) Fr. – Sell
Swisscom: MS senkt auf Underweight (Overweight) - Ziel 600 (720) Fr.
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10:30
Elon Musk wird voraussichtlich am Donnerstag virtuell an einer Veranstaltung des Chipausrüstungsriesen ASML teilnehmen, um über Terafab zu sprechen – seinen Plan für eine riesige Chipfabrik, die Tesla und SpaceX beliefern soll. Die Aktien des Halbleiterherstellers steigen in Amsterdam über 3,3 Prozent.
«Musk wird seine Vision zu KI, Robotik, Weltraum und Halbleiterfertigung teilen», heisst es in einer Stellungnahme eines ASML-Sprechers.
ASML beschreibt seine jährliche eintägige Technologiekonferenz als «interne Veranstaltung für Mitarbeiter» und wollte nicht angeben, wann Musk sprechen wird.
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10:00
Der Schweizer Aktienmarkt hat am Donnerstag zunächst zwar leicht im Minus eröffnet, die Verluste dann aber rasch abgebaut und minimal ins Plus gedreht. Der Swiss Market Index (SMI) gewinnt gegen 9.15 Uhr 0,13 Prozent auf 13'480,13 Punkte, wobei sich Gewinner und Verlierer in etwa die Waage halten. Der SMIM der mittelgrossen Werte zieht um 0,07 Prozent auf 3006,59 Punkte an und der breite SPI um 0,09 Prozent auf 19'028,31 Stellen. Der Schweizer Leitindex hatte am Vortag um deutliche 0,80 Prozent zugelegt und sich damit nicht zuletzt dank starker Schwergewichte besser als die meisten grossen europäischen Märkte geschlagen.
Die Schwergewichte stützen die Schweizer Börse ein weiteres Mal. Novartis und Roche sind rund 0,3 Prozent im Plus. Roche meldete ein Update zu einem Zulassungsantrag, Novartis einen Studienerfolg. Nestlé waren kurz nach Börsenstart rund 0,4 Prozent angestiegen, notieren aktuell aber mit 0,2 Porzent etwas im Verlust.
Deutlich stärker aufwärts geht es indes mit Richemont (+2,2 Prozent) und ABB (+1,4 Prozent). Trotz seiner defensiven Qualitäten haben sich die Swisscom-Papiere (-1,9 Prozent) bei den grössten Verlierern eingereiht. Morgan Stanley hat eine heftige Verkaufsempfehlung ausgesprochen.
Ebenfalls unter Druck sind weiterhin Partners Group (-1,4 Prozent) und die Bauwerte Geberit, Sika und Amrize (zwischen -1 und -1,3 Prozent), die damit weiterhin nicht aus dem Tal der Tränen finden.
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09:35
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09:08
Der Schweizer Aktienmarkt startet am Donnerstag im Minus. Der SMI fällt kurz nach Börsenstart um 0,2 Prozent auf 13'435 Punkte. Der Schweizer Leitindex hatte am Vortag um deutliche 0,80 Prozent zugelegt und sich damit nicht zuletzt dank starker Schwergewichte besser als die meisten grossen europäischen Märkte geschlagen.
Eine Mischung aus schlechten News aus Nahost und genereller Zurückhaltung im Vorfeld des Zinsentscheids der Europäischen Zentralbank (EZB), sorgen dafür meinen Händler. Ausserdem erfüllte der US-Techriese Oracle am Vorabend mit seinen Zahlen die Erwartungen nur teilweise, was die Tech- und KI-Euphorie vieler Investoren zusätzlich dämpfen könnte. Die Nasdaq hatte schon davor deutlich Federn lassen müssen.
Bis auf ABB (+0,9 Prozent) liegen alle Blue Chips im Minus. Besonders Swisscom (-1,9 Prozent), Partners Group (-1,7 Prozent) und Amrize (-1,7 Prozent) stehen unter Druck. News gibt es zu den beiden Pharma-Schwergewichten Roche (-0,6 Prozent) und Novartis (-0,1 Prozent). Roche meldete ein Update zu einem Zulassungsantrag, Novartis einen Studienerfolg.
Trotz seiner defensiven Qualitäten haben sich die Swisscom-Papiere (-1,9 Prozent) vorbörslich bei den grössten Verlierern eingereiht. Morgan Stanley hat eine heftige Verkaufsempfehlung ausgesprochen.
Auch am breiten Markt könnten Analystenkommentare für Bewegung sorgen. So dürften Rieter (-1,4 Prozent) nach einer Kurszielsenkung durch die UBS-Experten einen schweren Stand haben. Das gleiche gilt für Interroll (-6,1 Prozent), wo Kepler Cheuvreux das Rating auf 'Reduce' gesenkt und das Kursziel zusammengestrichen hat.
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08:05
Der Schweizer Aktienmarkt (SMI) wird im vorbörslichen Handel bei Julius Bär 0,4 Prozent tiefer auf 13'415 Punkten indiziert. Alle SMI-Titel geben nach. Auf die grössten Verluste im Index steuern Amrize (-1,3 Prozent), Swisscom (-1,1 Prozent), Alcon (-1 Prozent) und Logitech (-0,9 Prozent) zu. Swisscom stuft Morgan Stanley herunter.
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07:30
Die Goldpreise stabilisierten sich nach einem Sechs-Monats-Tief am Donnerstag, während Anleger auf einen wichtigen US-Inflationsbericht warteten, der weitere Hinweise auf die geldpolitische Ausrichtung der Federal Reserve liefern könnte.
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07:00
Der Swiss Market Index (SMI) notiert vorbörslich bei der IG Bank derweil um 0,2 Prozent höher bei 13'421 Punkten.
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06:20
Der Swiss Market Index (SMI) steht vorbörslich bei der IG Bank 0,4 Prozent niedriger bei 13'389 Punkten.
Trotz der klaren Gewinne des SMI vom Mittwoch, welche indes insbesondere wegen der starken Nestlé und Roche zustande kamen, herrschte am Abend an den Aktienmärkten eine gewisse Verunsicherung. Dafür sorgten weitere deutliche Kursverluste im US-Technologiesektor sowie wieder zunehmende Spannungen im Nahen Osten. Die USA und der Iran hatten sich trotz Waffenruhe und laufenden Verhandlungen über ein Kriegsende erneut gegenseitig angegriffen, was auch die Ölpreise zuletzt wieder ansteigen liess. Und auch der SMI tendierte im nachbörslichen Geschäft von IG klar nach unten.
Bei der Schwäche der Tech-Aktien verwiesen Börsianer auf den am Freitag anstehenden Rekord-Börsengang des US-Raumfahrtunternehmens SpaceX. Wer dabei sein möchte, brauche Liquidität, hiess es in Marktkreisen. Deshalb gerieten auch beliebte Technologiewerte unter Druck.
Die Aussichten auf weitere Gewinne der hiesigen Aktien scheinen damit für den Donnerstag eher gedämpft, zumal der Terminkalender gänzlich leer ist. Immerhin kommen aus den USA mit den Produzentenpreisen weitere Daten zur Teuerung, welche am Nachmittag für Bewegung sorgen könnten.
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05:35
Ein unerwartet starker Anstieg der US-Inflation sowie erneute US-Angriffe auf den Iran haben die asiatischen Aktienmärkte am Donnerstag ins Minus gedrückt. Der breit gefasste MSCI-Index für asiatisch-pazifische Aktien ausserhalb Japans verlor 0,9 Prozent. Angeführt wurde die Talfahrt von der Börse in Südkorea, wo der Kospi um drei Prozent nachgab. In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 1,3 Prozent tiefer bei 63.360,96 Punkten. Zuvor war das Barometer zeitweise um fast drei Prozent abgerutscht und damit erstmals seit dem 22. Mai unter die Marke von 63.000 Zählern gefallen. Der breiter gefasste Topix sank um 1,6 Prozent auf 3787,08 Stellen.
Die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten dämpften die Risikobereitschaft der Anleger massiv. Das US-Militär hatte in der Nacht zum Donnerstag neue Angriffe auf Ziele im Iran geflogen, nachdem US-Präsident Donald Trump mit weiteren Schlägen gedroht hatte, sollte kein Friedensabkommen erzielt werden. Teheran reagierte darauf nach eigenen Angaben unter anderem mit der Schliessung der Strasse von Hormus. Japans Kabinettssekretär Minoru Kihara mahnte zur Besonnenheit: «Die Gewährleistung einer freien und sicheren Schifffahrt durch die Strasse von Hormus ist eine dringende Angelegenheit für eine stabile Energieversorgung.» Japan werde alle diplomatischen Bemühungen für eine rasche Einigung zwischen den USA und dem Iran unterstützen, erklärte der Regierungssprecher.
Neben der geopolitischen Lage belastete ein Ausverkauf bei Technologiewerten die asiatischen Börsen. In Tokio zählten Papiere aus dem Chip- und KI-Sektor zu den grössten Verlierern: Die Aktien des Technologieinvestors SoftBank fielen um 3,6 Prozent, der Glasfaserhersteller Fujikura verlor sechs Prozent und der Chipanlagenbauer Advantest gab 3,7 Prozent nach. Rupal Agarwal, Asien-Strategin bei Bernstein, warnte vor weiteren Rücksetzern bei den zuletzt stark gelaufenen Werten.
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04:17
Am Devisenmarkt profitierte die US-Währung von ihrer Rolle als sicherer Hafen in Krisenzeiten, während die Anleger zugleich auf eine baldige Zinserhöhung der US-Notenbank Fed spekulierten. Im asiatischen Handel gewann der Dollar geringfügig auf 160,50 Yen und legte leicht auf 6,7766 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent niedriger bei 0,7985 Franken. Parallel dazu blieb der Euro fast unverändert bei 1,1546 Dollar und zog leicht auf 0,9220 Franken an.
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03:30
Die Eskalation im Nahen Osten und die Schliessung der für den globalen Handel essenziellen Strasse von Hormus durch den Iran trieben die Ölpreise spürbar in die Höhe. Am Rohstoffmarkt verteuerte sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 1,6 Prozent auf 94,60 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 1,9 Prozent fester bei 91,77 Dollar.
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02:15
Die New Yorker Börsen haben am Mittwoch ihre Verluste im Handelsverlauf sichtbar ausgeweitet. Neue Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegen den Iran nach gegenseitigen Angriffen beider Länder belasteten die Stimmung und liessen die Ölpreise kräftig steigen. Trump zeigte sich unzufrieden mit den laufenden Verhandlungen und kündigte einen bevorstehenden neuerlichen Angriff trotz der formal geltenden Waffenruhe an. Zudem sagte der israelische Verteidigungsminister, der Kampf mit dem Iran sei «noch lange nicht beendet».
Der schon vortags schwache Nasdaq 100 geriet angesichts weiterer Gewinnmitnahmen im heiss gelaufenen Halbleitersektor zusätzlich unter Druck. Frühe moderate Gewinne nach Inflationsdaten waren nicht von Dauer: Der technologielastige Auswahlindex drehte ins Minus und büsste am Ende 1,98 Prozent auf 28.508,03 Punkte ein.
Die Folgen des Iran-Kriegs heizen die Inflation in den USA weiter an - im Mai kletterte die Teuerungsrate erstmals seit drei Jahren über vier Prozent. Analysten hatten den nach dem April erneut kräftigen Anstieg allerdings schon erwartet.
Für den neuen Chef der US-Notenbank Fed, Kevin Warsh, sei die Inflationsentwicklung unangenehm, aber wohl noch kein überzeugender Grund für einen restriktiveren geldpolitischen Kurs, schrieb Johannes Mayr, Chefvolkswirt bei Eyb & Wallwitz Vermögensmanagement. Er erteilte allerdings auch Hoffnungen auf eine Lockerung eine Absage, denn «die Argumente für die von Warsh bislang in Aussicht gestellten Zinssenkungen bleiben mindestens so schwach wie die für rasche Zinsanhebungen». Daher dürften die Währungshüter bei ihrer abwartenden Haltung bleiben.
Die Stimmung in der Technologiebranche ist weiter nervös. Marktbeobachter gehen davon aus, dass der am Freitag anstehende Rekord-Börsengang der Weltraumfirma SpaceX Liquidität im Sektor abziehen könnte. Die Nachrichtenagentur Bloomberg schrieb unter Berufung auf informierte Personen, dass die Nachfrage nach den Papieren mehr als viermal so hoch sei wie das Angebot. Zudem informierte nach dem KI-Unternehmen Anthropic dessen Konkurrent OpenAI am gestrigen Dienstag über den geplanten Sprung auf das Börsenparkett.
Die Anleger blieben vor allem auf Distanz zu den lange sehr stark gelaufenen Chip- und KI-Aktien. Für die Anteile der Halbleiterhersteller Qualcomm und Broadcom ging es um weitere 6,9 beziehungsweise 5,1 Prozent bergab. Die jüngst noch rekordhohen Titel von Arm Holdings und Marvell Technology verbilligten sich um jeweils 5,4 Prozent. Der KI-Chip-Riese Nvidia hielt sich mit einem Kursrückgang um 3,7 Prozent erneut etwas besser.
Die Anteilsscheine von Super Micro brachen um 28 Prozent ein. Der Konzern will sich über Kapitalmarkttransaktionen sieben Milliarden US-Dollar für den Kauf von Komponenten beschaffen, um damit die Kundennachfrage nach den KI-Servern des Unternehmens zu bedienen.
Bei Oracle zeigten sich die Anleger vor den nachbörslich anstehenden Quartalszahlen wankelmütig. Zum Handelsende hatten die Aktien des Softwarehersteller 2,2 Prozent im Minus notiert.
Gefragt waren hingegen als defensiv geltende Aktien wie die der Deutsche-Telekom -Tochter T-Mobile US und des Softdrinkriesen Coca-Cola : Mit Kursaufschlägen von 3,4 und 2,8 Prozent führten sie die Gewinnerliste im Nasdaq 100 beziehungsweise im Dow an.
(cash/AWP/Bloomberg/Reuters)

