11:50

Die Rede von US-Präsident Donald Trump in den frühen Morgenstunden hiesiger Zeit war gross angekündigt worden. Am Ende der Ansprache waren Investoren dann aber enttäuscht. Der Iran-Krieg geht erst einmal weiter. Mehr noch: Trump kündigte an, die USA würden den Iran innerhalb weniger Wochen «extrem hart» treffen. «Wir werden sie zurück in die Steinzeit versetzen, wo sie hingehören.»

Damit bleibt auch offen, ob der Krieg in den kommenden Wochen wirklich beendet wird. Ende Februar ging die US-Regierung von einem Militäreinsatz von wenigen Tagen aus, ruft ein Händler in Erinnerung. Nach der Sperrung der Strasse von Hormus durch den Iran war der Zeitplan aber dahin und die negativen Auswirkungen des Krieges auf die Weltkonjunktur sind noch nicht absehbar. «Was aber absehbar ist, ist die anziehende Inflation infolge der deutlich höheren Energiepreise.» Auch geldpolitisch seien die Effekte nicht unerheblich. «Sowohl die Notenbanken in den USA und in Europa werden wohl die Zinsen vorerst nicht senken - auf dem alten Kontinent macht sogar die Angst vor steigenden Leitzinsen die Runde.»

In diesem Umfeld sticht der Schweizer Aktienmarkt mit seiner defensiven Ausrichtung einmal mehr hervor. Denn während die wichtigsten europäischen Aktienindizes wie der deutsche Dax, der französische CAC 40 oder der britische FTSE 100 um bis zu 1,5 Prozent zurückfallen, lasse etwas festere Schwergewichte die Abgaben im SMI deutlich geringer ausfallen. Und letztlich behält die Schweiz auch in puncto Inflation ihre Sonderstellung bei: So blieb die Inflation vom jüngsten Energiepreisschock relativ unberührt.

Der SMI verliert gegen 11.45 Uhr 0,52 Prozent auf 12'920 Punkte. Am Vortag war er im frühen Handel noch kurz wieder über die psychologisch wichtige Marke von 13'000 Punkten gesprungen. Auf Wochensicht ergibt sich aktuell nach drei Gewinntagen in Folge immer noch ein Plus - das zweite hintereinander. Im Leitindex stehen 17 Verlierern drei Gewinner gegenüber. Der SMIM für die mittleren Werte fällt um 0,84 Prozent auf 2927,86 Punkte und der breite SPI um 0,60 Prozent auf 18'025 Punkte.

Gleichzeitig warnen Händler, dass es im Tagesverlauf durchaus noch zu erratischen Kurskapriolen kommen könnte. Denn traditionell sei das Handelsvolumen unmittelbar vor dem langen Karfreitags-Wochenende stark ausgedünnt. «Die Nervosität ist greifbar.»

Während die Aktienkurse nachgeben, hat der Ölpreis mit Aufschlägen auf die Rede Trumps reagiert. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent weist aktuell ein Plus von mehr als 7 Prozent bei 108,59 Dollar auf. Auch hier hatten am Vortag Hoffnungen auf ein baldiges Ende des Iran-Kriegs den Preis zeitweise noch unter 100 Dollar geschickt.

Die Nervosität dürfte zudem durch die am Karfreitag anstehenden US-Arbeitsmarktdaten befeuert werden. Arbeitsmarktdaten sind vor allem für die US-Notenbank entscheidend.

Dass der SMI sich vergleichsweise besser hält als seine Pendants, ist Werten wie Nestlé (+0,23 Prozent) und Roche (+0,07 Prozent) zu verdanken. Auch Novartis (-0,13 Prozent) schaffen zwischendrin immer wieder einen Vorzeichenwechsel. Mit Lindt&Sprüngli (+0,7 Prozent) und Swisscom (+0,1 Prozent) halten sich noch weitere wenig konjunkturabhängige Werte besser als der Gesamtmarkt.

In gewisser Weise findet aktuell eine Rotation zum gestrigen Mittwoch statt. Denn am Vortag zählten die defensiven Titel zu den Verlierern, während Zykliker stark gefragt waren. Ein Blick auf die Verlierer-Liste zeigt, dass dies der Fall ist. Amrize, Logitech, Holcim und ABB geben allesamt um mehr als 2 Prozent nach.

In den hinteren Reihen sieht es ähnlich aus. Dort zählen der Schokoladekonzern Barry Callebaut sowie Immobilienwerte wie SPS und PSP mit Aufschlägen von bis zu 2,4 Prozent zu den grössten Gewinnern, während VAT, Belimo oder Georg Fischer wieder aus den Depots gekippt werden und entsprechend um bis zu 3,4 Prozent fallen.

Das Nachrichtenaufkommen wird derweil ausnahmslos von Unternehmen aus den hinteren Reihen bestritten. Nach Zahlen sacken Montana Aerospace um 9,9 Prozent ab, Aevis sind unverändert und Lastminute gewinnen 2,1 Prozent hinzu.

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10:15

Die Aktien des Flugzeugteile-Herstellers Montana Aerospace zählen am Gründonnerstag mit zeitweise zweistelligen Verlusten zu den grössten Verlierern am Schweizer Aktienmarkt. Mögliche Gründe seien unerfüllte Dividendenhoffnungen und überhöhte Wachstumerwartungen ans Unternehmen.

Die Montana-Aerospace-Aktie gibt um 9.50 Uhr in einem leicht rückläufigen Markt um 8,1 Prozent auf 25,05 Franken nach, nachdem sie im frühen Handel sogar um gut 11 Prozent eingebrochen war.

Anfang Januar hatte der Verwaltungsrat und ehemalige Co-CEO Michael Pistauer gesagt: «Montana Aerospace ist inzwischen dividendenfähig. Wir peilen daher für 2025 eine Gewinnausschüttung an, in Form einer Dividende oder in Form eines Aktienrückkaufprogramms.» Es werde einen entsprechenden Vorschlag an die Generalversammlung geben. Davon ist nun im Communiqué zum Jahresabschluss 2025 nichts zu finden. Laut Börsianern könnte dies die Erklärung für die starken Kursverluste sein. Dies gelte umso mehr, weil der Titel am Vortag noch stark angezogen habe.

Als weitere mögliche Erklärung gelten die Ziele für 2026 und vor allem für 2027, obwohl diese profitables Wachstum vorsehen. «Manche Investoren hatten sich insgeheim vielleicht noch mehr erhofft», so ein Marktteilnehmer. Montana Aerospace verfolge bewusst eine konservative Guidance-Politik, entgegnen andere.

Die Analysten sind in den ersten Kommentaren hingegen durchaus wohlwollend. Die Ziele für 2027 sorgten für eine bessere Visibilität und unterstrichen das Vertrauen des Managements, dass das profitable Wachstum weitergehe, heisst es bei Oddo BHF.

«Nach dem heutigen Ausweis für das Gesamtjahr 25 erwarten wir keinen Anstieg der EBITDA Prognosen, betrachten aber dennoch alle Kennzahlen als erfreulich», meint der Analyst der ZKB. Er betont, dass er sich auch eine positive Kursreaktion auf die Zahlen hätte vorstellen können.

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10:05

Nach der Rede von US-Präsident Donald Trump zur Nation und daraufhin deutlich steigenden Ölpreisen hat der deutsche Aktienmarkt am Donnerstag merklich nachgegeben. Vor dem langen Osterwochenende, in das auch der Ablauf des Ultimatums von Trump im Iran-Krieg fällt, minimieren die Anleger ihre Risiken. Am 6. April läuft die von Trump verlängerte Frist zur Zerstörung von Energieanlagen aus, mit der er die Öffnung der Strasse von Hormus erzwingen will.

Der Dax fiel zuletzt um 1,4 Prozent auf 22.962 Punkte, nachdem er tags zuvor die Marke von 23'000 Punkte übersprungen und in den ersten drei Handelstagen der verkürzten Karwoche um rund viereinhalb Prozent zugelegt hatte. Der MDax mit den mittelgrossen deutschen Werten verlor am Donnerstag 2,0 Prozent auf 28'610 Zähler. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx ging es um 1,7 Prozent abwärts.

Die Ölpreise sprangen nach der Trump-Rede erheblich nach oben. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im Juni kletterte zuletzt auf knapp 108 US-Dollar. Am Vortag war der Preis wegen der Hoffnung auf ein baldiges Ende des Iran-Kriegs zeitweise noch unter die Marke von 100 Dollar gefallen.

Trump stellte in seiner Rede zwar erneut ein Ende des Krieges in Aussicht, bekräftigte aber frühere Drohungen. Die USA seien auf dem Weg, alle militärischen Ziele «sehr bald» zu erreichen, sagte er. Bis dahin werde es im Iran noch heftige Angriffe geben, potenziell wie schon angekündigt auch gegen Kraftwerke des Landes. «Wir werden sie in den nächsten zwei bis drei Wochen extrem hart treffen», sagte Trump. In der Zwischenzeit liefen weitere Gespräche.

Zuletzt hätten sich die Anleger mit dem Begriff des «Herunterfahrens» des Krieges angefreundet und sich kurzfristig auf die Käuferseite geschlagen, bemerkte Marktanalyst Jochen Stanzl von der Consorsbank. «Trumps Rede klingt jedoch eher danach, als würde es jetzt erst richtig losgehen. An der für die Märkte so belastenden Lage ändert Trumps Auftritt nichts: Die Strasse von Hormus bleibt geschlossen, die Ölpreise bleiben hoch, gegenseitige Angriffe gehen unvermindert weiter - und eine Aussicht auf einen Deal ist in weiter Ferne», ergänzte Stanzl.

Die Aktien der Lufthansa reagierten mit einem Kursrückgang von 3,8 Prozent auf eine Analysten-Abstufung und wieder steigende Ölpreise. Die US-Investmentbank Morgan Stanley stufte die Papiere der Kranich-Linie von «Overweight» auf «Equal-Weight» herunter und reduzierte das Kursziel von 9,40 auf 7,50 Euro. Begründet wurde dies mit Risiken, dass die Treibstoffkosten aufgrund des Konflikts im Nahen Osten über einen längeren Zeitraum hinweg deutlich höher ausfallen könnten.

Die Papiere von Mutares sackten zwischenzeitlich auf den tiefsten Stand seit November ab und büssten zuletzt 8,5 Prozent auf 25,80 Euro ein. Die Beteiligungsgesellschaft platzierte im Rahmen der am Vorabend angekündigten Kapitalerhöhung 1,1 Millionen neue Aktien bei institutionellen Anlegern. Der Platzierungspreis wurde auf 24,50 Euro je neuer Aktie festgelegt. Händler zeigten sich in ersten Reaktionen überrascht von dem Schritt.

Die Anteilsscheine der Deutschen Telekom werden mit einem Dividendenabschlag von 1,00 Euro je Aktie gehandelt. Zuletzt notierten sie 1,20 Euro tiefer bei 30,64 Euro.

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09:15

Die asiatischen Aktienmärkte haben am Donnerstag deutlich nachgegeben und damit ihr Auf und Ab fortgesetzt. Einmal mehr gaben Äusserungen von US-Präsident Donald Trump die Richtung vor. Nachdem Aussagen von ihm die Kurse am Vortag noch gestützt hatten, belasteten sie nun.

Trump stellte in seiner Rede an die Nation zwar erneut ein Ende des Krieges im Iran in Aussicht. Er bekräfigte aber frühere Drohungen. «Trumps Rede klingt eher danach, als würde es jetzt erst richtig losgehen», erklärte Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank. «An der für die Märkte so belastenden Lage ändert Trumps Auftritt nichts: Die Strasse von Hormus bleibt geschlossen, die Ölpreise bleiben hoch, gegenseitige Angriffe gehen unvermindert weiter.» Als Folge davon zogen die Ölpreise an.

Die stärksten Verluste gab es an der südkoreanischen Börse, die nach dem Kurssprung am Vortag um über fünf Prozent fiel. Die Marktstrategen der Deutschen Bank verwiesen auf den Anstieg der Verbraucherpreise. Nach Ansicht der Volkswirte der ING dürfte die Notenbank des Landes bei ihrer anstehenden Sitzung zwar die Zinsen unverändert lassen. In den kommenden Monaten könnte der Inflationsdruck wegen der hohen Energiepreise aber zunehmen und die Währungshüter im dritten Quartal zu Zinserhöhungen veranlassen.

Auch japanische Aktien schwächelten merklich. Der Nikkei 225 sank um 2,4 Prozent auf 52'463,3 Punkte. Am Vortag hatte der Nikkei noch um über fünf Prozent zugelegt. Damit bleibt die Börse des auf Ölimporte angewiesenen Landes ein Spielball des Iran-Krieges.

Moderater waren die Bewegungen an den übrigen Finanzplätzen. Der Hang Seng der Sonderverwaltungsregion Hongkong sank um 1,4 Prozent, der CSI-300-Index, der die wichtigsten Aktien auf dem chinesischen Festland abbildet, büsste 1,3 Prozent ein.

An der australischen Börse hielten sich die Abgaben ebenfalls in Grenzen. Der S&P ASX 200 schloss mit 8579,5 Punkten 1,06 Prozent tiefer.

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09:10

Die mit Spannung erwartete Rede von US-Präsident Donald Trump hat am Ende nicht die erhoffte Klarheit gebracht. Investoren reagieren entsprechend enttäuscht. In Asien haben die Kurse bereits nachgegeben, die Ölpreise sind gestiegen und der US-Dollar hat zugelegt. Auch für den hiesigen Markt startet mit Verlusten in den letzten Handelstag vor dem langen Osterwochenende.

Vor allem machte Trump die Hoffnungen auf Klarheit darüber zunichte, wann der Konflikt im Nahen Osten enden könnte. Vielmehr sagte er, die USA würden den Iran innerhalb weniger Wochen «extrem hart» treffen. «Wir werden sie zurück in die Steinzeit versetzen, wo sie hingehören.» Gleichzeitig erklärte er, die militärischen Ziele seien fast erreicht und der Konflikt stehe kurz vor dem Ende.

Man habe durch diese Ansprache keine zusätzliche Gewissheit oder Klarheit hinsichtlich des Zeitplans gewonnen, und genau darauf hatte der Markt gewartet, kommentiert ein Stratege. Die Tatsache, dass der Markt mit weiteren Wochen voller Aktivitäten rechnen müsse, dass Bodentruppen nicht ausgeschlossen wurden und dass die Drohungen, die Infrastruktur anzugreifen, bekräftigt wurden, werde den Markt wieder in die Defensive drängen, insbesondere da das lange Osterwochenende bevorstehe, sagte er weiter.

Der SMI notiert gegen 09.05 Uhr bei 12'898,1 Punkten und damit um 0,72 Prozent tiefer. Alle 17 von 20 Werten werden zwischen -2,7 Prozent (ABB) und -0,04 Prozent (Swiss Re) tiefer gestellt. Hingegen drehen die Titel von Nestlé (+0,37 Prozent), Swisscom (+0,3 Prozent) und Novartis (+0,2 Prozent) nach vorbörslichen Abschlägen ins Plus. 

Im Gegenzug zogen die Ölpreise nach der Rede des US-Präsidenten an. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kletterte um mehr als sechs Prozent auf 107,48 Dollar. Am Vortag war der Preis wegen der Hoffnung auf ein baldiges Ende des Iran-Kriegs zeitweise noch unter die Marke von 100 Dollar gefallen.

Die Märkte könnten vor dem langen Osterwochenende und vor den US-Arbeitsmarktdaten am Karfreitag besonders unruhig sein, meint ein Händler. Arbeitsmarktdaten sind vor allem für die US-Notenbank entscheidend.

Das Nachrichtenaufkommen wird derweil ausnahmslos von Unternehmen aus den hinteren Reihen bestritten. Dort legen lediglich Aryzta (+0,3 Prozent) gegen den Trend nach einer Hochstufung durch Kepler Cheuvreux zu.

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08:50

Die Preise für Edelmetalle sind am Donnerstag nach einer Rede des US-Präsidenten Donald Trump deutlich gefallen. Nachdem eine Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) in der vergangenen Nacht zeitweise noch 4800 Dollar gekostet hatte, rutschte die Notierung an der Metallbörse in London am Morgen bis auf 4586 Dollar ab.

Der Goldpreis fiel damit um mehr als vier Prozent, nachdem Trump in einer Rede an die Nation gesagt hatte, dass die Hauptziele im Iran-Krieg nahezu erreicht seien. Am Markt wurde dies als Hinweis gedeutet, dass sich der Konflikt im Nahen Osten seinem Ende nähere. Allerdings sei in den kommenden zwei bis drei Wochen noch mit harten Militärschlägen gegen den Iran zu rechnen, sagte Trump.

Mit dem Preisrutsch in der vergangenen Nacht hat der Goldpreis einen Anstieg der vergangenen vier Handelstage vorerst beendet. Die Notierung für das Edelmetall hatte davon profitiert, dass sich die Spekulation auf Zinserhöhungen durch grosse Zentralbanken spürbar abschwächte. Seit Beginn des Jahres hat Gold noch immer ein Plus von knapp 6 Prozent aufzuweisen.

Neben dem Goldpreis ist auch der Preis für Silber seit der vergangenen Nacht deutlich unter Verkaufsdruck geraten. Am Morgen wurde eine Feinunze bei 70,60 Dollar gehandelt und damit knapp sechs Prozent tiefer als am Vortag. Ähnlich wie beim Gold wurde auch beim Silber ein Preisanstieg der vergangenen vier Handelstage vorerst beendet.

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08:10

Der Schweizer Aktienmarkt steht vor einem tieferen Start, gemessen an den vorbörslichen Indikatoren der Bank  Julius Bär. So taxiert der Leitindex SMI gut eine Stunde vor Handelsbeginn 1,36 Prozent im Minus bei 12'815 Punkten. 

Dabei notieren sämtliche SMI-Werte in der Verlustzone. 

Die deutlichsten vorbörslichen Abschläge muss Amrize mit -2,30 Prozent hinnehmen, gefolgt von Richemont (-2,24 Prozent) und UBS (-1,49 Prozent). Die restlichen Abschläge bewegen sich in einer Bandbreite von -1,48 Prozent (Sika) und -0,64 Prozent (Swisscom).

Auch der breite Markt steht vorbörslich in der Verlustzone. Dabei fallen die Titel von SGS (-4,9 Prozent, ex-Dividende), AMS Osram (-2,8 Prozent) und VAT Group (-2,2 Prozent) auf.

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07:55

Der Franken notiert am Donnerstagmorgen gegenüber Euro und US-Dollar leicht tiefer als noch am Vorabend. Die europäische Gemeinschaftswährung kostet am frühen Morgen 0,9213 Franken. Am Vorabend wurde der Euro noch zu 0,9201 Franken gehandelt. Auch der US-Dollar hat mit 0,7987 Franken Boden gut gemacht. Auch zum Euro hat der US-Dollar seit Mittwochabend zugelegt, wie der aktuelle Kurs von 1,1534 US-Dollar nach 1,1577 am Vorabend zeigt.

Der Greenback zog vor allem zuletzt nach der Rede von US-Präsident Donald Trump an. In der Ansprache machte Trump keine genauen Angaben dazu, wie lang sich der Krieg noch hinziehen könnte oder wann die wichtige Strasse von Hormus wieder geöffnet werde. Trumps Rede liess nicht darauf schliessen, dass dies so schnell geschehen werde, wie es die Märkte erwartet hatten. Vielmehr erklärte er, die USA bräuchten diesen wichtigen Öl-Korridor nicht und er werde sich von selbst öffnen, sobald der Konflikt vorbei sei.

In einer ersten Reaktion darauf gingen die Ölpreise und der US-Dollar rauf und die Aktienkurse runter. Der US-Dollar war zuletzt während der Turbulenzen der bevorzugte sichere Hafen für Anleger.

Hierzulande stehen vor dem langen Wochenende noch Inflationsdaten auf der Agenda. Wie die Commerzbank in einem aktuellen Devisenkommentar hervorhebt, sind es die ersten Zahlen, die unter dem Einfluss des Iran-Kriegs stehen. Es sei daher auch wenig überraschend, dass Ökonomen einen Anstieg erwarteten. «Für die SNB dürfte aber auch kaum entscheidend sein, ob die Gesamtrate nun bei 0,5 oder doch bei 0,7 Prozent im Jahresvergleich liegt», heisst es in dem Kommentar. «Entscheidend dürfte vielmehr sein, dass die Gesamtrate sich dann erst vorsichtig der Mitte des Inflationsziels von 0-2 Prozent annähert, nachdem sie monatelang eher mit einem Unterschreiten des Ziels geflirtet hat, die Kernrate unverändert bleiben dürfte und die Situation in Nachbarländern eine andere ist.»

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07:52

Der Dax wird am Donnerstag der Kursentwicklung an den Terminmärkten zufolge mit Verlusten in den Handel starten. ‌

Am ⁠Mittwoch hatte noch die Hoffnung auf ein baldiges Ende des Iran-Kriegs ⁠den Dax um 2,7 Prozent auf 23'298,9 Punkte nach obengetrieben. Aufwärts war es auch ‌an der Wall Street gegangen, nachdem US-Präsident Donald ‌Trump gesagt hatte, die USA ​würden den Krieg recht schnell beenden.

Doch dann dämpfte Trump die Hoffnungen auf ein baldiges Kriegsende wieder und das Rätseln am Markt über die weitere Entwicklung in dem Konflikt in Nahost ging weiter. Trump ‌kündigte in der Nacht zwar ein baldiges Erreichen der strategischen US-Ziele an, gleichzeitig aber auch «extrem harte» Angriffe für die kommenden zwei bis drei ​Wochen.

Im Blick haben dürften die Anleger auch, dass ​die britische Aussenministerin Yvette Cooper am ​Donnerstag ein virtuelles Treffen mit Vertretern aus 35 Ländern plant, darunter Deutschland und Frankreich, ‌um über Massnahmen für die Zeit nach einem Ende der Kämpfe zu beraten.

Im Fokus steht zudem der Wirtschaftsbericht der Europäischen Zentralbank (EZB). Die steigenden ​Energiepreise ​infolge des Iran-Kriegs setzen die Währungshüter ⁠unter Druck, den Leitzins zu erhöhen.

Zudem ​warten Anleger auf ⁠Daten zur US-Handelsbilanz und die wöchentlichen Zahlen zu den Erstanträgen auf US-Arbeitslosenhilfe. Auf ‌der Unternehmensseite legt der Elektroautobauer Tesla seine Absatzzahlen für März vor. Experten rechnen mit einem weiteren schwachen Quartal.

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07:20

Die Ölpreise sind am Donnerstag nach der Rede von US-Präsident Donald Trump an die Nation stark gestiegen.

Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im Juni zog im frühen Handel um mehr als sechs Prozent auf 107,48 Dollar an. Am Vortag war der Preis wegen der Hoffnung auf ein baldiges Ende des Iran-Kriegs zeitweise noch unter die Marke von 100 Dollar gefallen.

Ein Ende des Krieges stellte Trump in seiner Rede zwar erneut in Aussicht, lieferte dabei aber kaum Neues und bekräftigte frühere Drohungen. Die USA seien auf dem Weg, alle militärischen Ziele «sehr bald» zu erreichen, sagte er. Bis dahin werde es im Iran noch heftige Angriffe geben: «Wir werden sie in den nächsten zwei bis drei Wochen extrem hart treffen. Wir werden sie zurück in die Steinzeit versetzen, wo sie hingehören.»

In der Zwischenzeit liefen Gespräche weiter, sagte Trump. Falls es nicht zu einer Einigung mit dem Iran kommen sollte, würden die USA Kraftwerke des Landes hart angreifen. Damit bekräftigte er eine bereits zuvor geäusserte Drohung. In seiner abendlichen Ansprache zur besten Sendezeit führte Trump im Weissen Haus nochmals seine Gründe für den Krieg gegen den Iran aus. Er verbreitete auch Zuversicht und lobte die Erfolge des US-Militärs wie gewohnt überschwänglich.

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06:19

Der Schweizer Leitindex SMI tendiert bei der Bank IG im vorbörslichen Handel 0,7 Prozent tiefer bei 12'880,7 Punkten. 

Vor dem verlängerten Osterwochenende legen am Donnerstag vier Unternehmen aus der zweiten Reihen ihre Zahlen fürs 2025 vor: Asmallworld, Aevis, Lastminute und Montana Aerospace.

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06:00

Die Unsicherheit über das Ende des Iran-Kriegs hat die asiatischen Börsen am Donnerstag belastet. US-Präsident Donald Trump ‌hatte ⁠zwar ein baldiges Erreichen der strategischen Ziele angekündigt, gleichzeitig aber «extrem harte» ⁠Angriffe in den kommenden zwei bis drei Wochen in Aussicht gestellt.

Die japanische ‌Börse reagierte schwach: Der Nikkei-Index gab 1,9 Prozent ‌auf 52'731,9 Punkte nach. In ​Shanghai verlor der Index 0,4 Prozent auf 3933,5 Stellen. Die Anleger konzentrierten sich auf die Frage, wann die Strasse von Hormus wieder geöffnet wird. Durch die wichtige Schifffahrtsroute fliesst ein Fünftel des weltweiten ‌Öl- und Flüssiggas-Transports. Der Iran nutzt die Meerenge als Druckmittel und greift weiter Golfstaaten an, in denen teilweise US-Stützpunkte liegen.

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05:30

Am Devisenmarkt profitierte der Dollar ​von der Verunsicherung. Zur japanischen Währung gewann er ​0,4 Prozent auf 159,45 Yen und legte ​0,2 Prozent auf 6,8842 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notierte er 0,4 Prozent ‌höher bei 0,7971 Franken. Der Euro fiel um 0,4 Prozent auf 1,1546 Dollar.

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05:00

Die Ölpreise stiegen deutlich. Die Nordsee-Sorte Brent verteuerte sich um 4,4 ​Prozent ​auf 105,65 Dollar je Barrel. ⁠Das US-Öl WTI notierte 3,6 Prozent fester ​bei 103,68 Dollar. Die höheren ⁠Energiepreise schüren Inflationssorgen und belasten besonders die asiatischen Volkswirtschaften.

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23:00

Die anhaltende Hoffnung auf ein Ende des Kriegs im Nahen Osten hat die Aktienkurse in den USA am Mittwoch etwas weiter nach oben getrieben. Wie schon am Vortag zogen insbesondere die konjunktursensiblen Technologiewerte deutlich an. Der US-Präsident rechnet mit einem Ende der Angriffe seines Landes auf den Iran in zwei bis drei Wochen. Donald Trump werde seine Militäroperation im Iran in einer Ansprache zur Hauptsendezeit und damit nach Börsenschluss als Erfolg bezeichnen und betonen, dass der Abschluss der Operationen noch innerhalb dieses Zeitrahmens erfolgen könnte, wie ein Vertreter des Weissen Hauses mitteilte.

Der Leitindex Dow Jones Industrial legte um 0,48 Prozent auf 46'565,7 Punkte zu. Der marktbreite S&P 500 gewann 0,72 Prozent auf 6575,3 Zähler. Für den technologielastigen Nasdaq 100 ging es um 1,18 Prozent auf 24'019,9 Punkte bergauf.

Für eine Öffnung der für den Transport von Öl und Flüssiggas wichtigen Strasse von Hormus hingegen sieht Trump derweil andere Länder in der Verantwortung. Die USA hätten mit der Sicherung der vom Iran blockierten Meerenge - ausgelöst durch den amerikanisch-israelischen Krieg - «nichts zu tun», sagte Trump im Weissen Haus.

Die kräftige Kurserholung der letzten beiden Tage könnte entweder darauf zurückzuführen sein, dass die professionellen Anleger auf eine Deeskalation im Nahen Osten setzten, oder aber auf eine gewisse Verzweiflung, die die Angst vor dem Verpassen einer Erholung schüre, sagte Analyst Michael Bailey vom Vermögensverwalter FBB Capital Partners. Allerdings «könnten gemischte oder schlechte Nachrichten auf diesem höheren Niveau die Märkte wieder nach unten treiben».

Die Skepsis am Markt ist insofern ausgeprägt: «Wir raten weiterhin, auf Taten zu setzen, nicht auf Worte», schrieb Stratege Felix-Antoine Vezina-Poirier vom Analysehaus BCA Research. Jüngste Daten deuteten zwar auf eine leichte Belebung des Schiffsverkehrs an der Strasse von Hormus hin; von den sonst üblichen Zahlen sei man aber noch sehr weit entfernt.

Der Ölpreis gab nach. In der Folge verzeichneten auch die Aktien von Öl- und Gasproduzenten Verluste. So büssten Occidental Petroleum , Chevron und Exxon Mobil zwischen gut vier und mehr als fünf Prozent ein.

Optimismus herrschte insbesondere unter den Anlegern in der Chip- und IT-Hardware-Branche. Denn sollte die Strasse von Hormus tatsächlich wieder geöffnet werden, würde dies auch die Versorgung mit Helium verbessern, das bei der Herstellung von Halbleitern verwendet wird. Damit zogen Seagate, Micron, Sandisk und Western Digital um acht bis gut zehn Prozent an.

Nike aber sieht Risiken für sein Geschäft durch den Iran-Krieg. Überraschend für viele Analysten hatte der Sportartikelriese Umsatzrückgänge sowohl im laufenden Quartal als auch im gesamten Geschäftsjahr in Aussicht gestellt. Der Kurs der Aktie brach daraufhin am Dow-Ende um 15,5 Prozent ein und erreichte das Niveau von 2014.

Papiere von RH sackten um mehr als 19 Prozent ab. Der Möbelhändler rechnet im ersten Quartal mit einem Umsatzrückgang von zwei bis vier Prozent. Analysten hatten hingegen im Mittel mit einem Anstieg von gut acht Prozent kalkuliert.

Die Anteilscheine von Eli Lilly stiegen um fast vier Prozent. Die US-Arzneimittelbehörde hatte die Diätpille des Pharmakonzerns zugelassen. Das einmal täglich einzunehmende Medikament soll Menschen dabei helfen, Gewicht zu verlieren oder bereits erreichtes Gewicht zu halten.

(cash/AWP/Reuters)

Monique Misteli Ringier
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