17:00
Im frühen Geschäft fiel der Dow um 0,5 Prozent auf 49'523 Punkte. Der marktbreite S&P 500 stieg um 0,1 Prozent auf 7.405 Zähler. Für den Nasdaq 100 ging es um 0,3 Prozent auf 29.164 Punkte aufwärts.
Die infolge des Iran-Kriegs höheren Energiekosten trieben im April die Erzeugerpreise. Diese beeinflussen tendenziell die Verbraucherpreise, an denen die Notenbank Fed ihre Geldpolitik ausrichtet. Die Preisentwicklung steht besonders im Fokus an den Finanzmärkten. Zuletzt hatte die Fed den Leitzins Ende April unverändert in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent gehalten.
Mit Blick auf die Technologie-Werte setzten die Anleger nach der Vortagskorrektur wieder auf Titel, die von dem Boom rund um Künstliche Intelligenz (KI) profitieren könnten. Die Fantasie im Sektor wird auch mit der hochrangigen US-Delegation begründet, die mit Trump nach in China gereist ist. Neben dem Nvidia-Chef Jensen Huang gehören ihr auch Elon Musk von Tesla und Tim Cook von Apple an.
Börsianern zufolge wird darüber hinaus darauf gehofft, dass die KI-Rally bei Unternehmen aus den Chip- und Speicherbranchen in Zeiten des knappen Angebots dieser Produkte noch mehr Aufwärtspotenzial bietet. So zogen Micron um fast 5 Prozent und Marvell Technology um gut 10 Prozent an. Die für grosse Schwankungen bekannten Titel von Wolfspeed , in die seit Tagen schon neue Kursfantasie gekommen ist, schnellten um fast 14 Prozent hoch.
Die Birkenstock-Aktien sackten um fast 14 Prozent ab. Der deutsche Sandalenhersteller, dessen Papiere in New York gehandelt werden, enttäuschte Experten zufolge mit der Umsatz- und Gewinnentwicklung im zweiten Geschäftsquartal. Experte Luca Solca von Bernstein schrieb, die jüngsten Zweifel von Anlegern würden davon nicht ausgeräumt.
Ein Umsatzsprung um fast das Achtfache dank einer hohen Nachfrage nach KI-Infrastruktur hat die Aktie von Nebius auf einen Höhenflug geschickt. Die an der Wall Street notierten Aktien des niederländischen Cloud-Anbieters steigen um bis zu 17,2 Prozent auf ein Rekordhoch von 210 Dollar.
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16:30
Anhaltende Inflations- und Zinssorgen setzen den Goldpreis erneut unter Druck. Das Edelmetall verbilligt sich um rund ein Prozent auf etwa 4660 Dollar je Feinunze.
Angesichts kräftig gestiegener Energiekosten in den USA hoben die Hersteller ihre Preise im April weit stärker an als gedacht. Die Erzeugerpreise gelten als Frühindikatoren für die Entwicklung der Verbraucherpreise. «Die Inflation hält sich hartnäckig. Das bestärkt die Erwartung, dass die Zinsen länger auf einem höheren Niveau bleiben werden», sagte Peter Grant, Chefstratege bei Zaner Metals. Bei erhöhten Zinsen schichten Anleger vermehrt in verzinste Anlagen um, was die Nachfrage nach Edelmetallen dämpft. Auch die jüngste Nachricht über erhöhte Importzölle in Indien habe Nachfragesorgen ausgelöst, fügte Grant hinzu. Indien ist der zweitgrösste Verbraucher von Edelmetallen weltweit.
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16:00
Der SMI notiert am späteren Nachmittag 0,66 Prozent im Plus, nachdem er kurzzeitig ins Minus gerutscht war.
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15:30
Bei den Einzelwerten schlugen Chip-Aktien nach einem Ausverkauf am Dienstag einen Erholungskurs ein. Gefragt sind vor allem die Titel der Hersteller von Speicherchips. Micron, SanDisk und Seagate gewannen gut ein bis fast fünf Prozent. Nvidia legt weitere 2 Prozent zu, Marvell Technologies mehr als 8 Prozent. Am Leitindex stehen die Titel von Walmart (+1,35 Prozent), McDonalds (+0,8 Prozent) und Coca-Cola (+0,8 Prozent) weit vorne.
Die US-Erzeugerpreise legten im April angesichts kräftig gestiegener Energiekosten um 1,4 Prozent im Vergleich zum Vormonat zu. Von Reuters befragte Ökonomen hatten nur mit einem Anstieg von 0,5 Prozent gerechnet. Die Erzeugerpreise gelten als frühe Hinweisgeber für die Entwicklung der Verbraucherpreise. «Diese Zahlen sind schwierig», sagte Peter Cardillo, Chefvolkswirt bei Spartan Capital Securities. «Sie bedeuten, dass der künftige Notenbankchef Kevin Warsh die Zinsen in nächster Zeit und vielleicht sogar für den Rest des Jahres nicht senken dürfte.»
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15:10
Einige Broker erhöhten ihre Kursziele für die Aktien des Technologiekonzerns, darunter Deutsche Bank und Berenberg. «Die aktuellen Auftragstrends deuten darauf hin, dass Jenoptik gut positioniert ist, um von der anhaltenden Erholung der Ausgaben für Halbleiteranlagen zu profitieren», heisst es bei der Baader Bank. Allerdings sei es nicht zu empfehlen, auf dem derzeitigen Preisniveau weiter zuzukaufen, ergänzte die Bank.
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14:45
Der SMI kann die Gewinne des bisherigen Handelsverlaufs nicht halten. Er steht nun 0,04 Prozent tiefer bei 13'115 Punkten.
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14:30
Die Indikation des Brokers IG für den Dow Jones Industrial fällt vor dem Auftakt zwar um 0,3 Prozent auf 49.604 Punkte. Im Technologiesektor setzten die Anleger nach dessen Vortagskorrektur aber wieder auf KI-getriebene Werte. Die Indikation für den Nasdaq 100 liegt 0,6 Prozent höher bei 29.245 Zählern. Sinnbild dafür sind die Titel des Chipriesen Nvidia, die mehr als zwei Prozent höher gehandelt werden.
Die Fantasie im Tech-Sektor wird auch mit der hochrangigen US-Delegation begründet, die mit Präsident Trump nach in China reist. Neben dem Nvidia-Chef Jensen Huang sollen ihr auch Elon Musk von Tesla und Tim Cook von Apple angehören. Trump will bei seinem Besuch in Peking auf bessere Bedingungen für amerikanische Unternehmen drängen. Der Besuch gilt als wichtiger Test für das Verhältnis der beiden grössten Volkswirtschaften.
Börsianern zufolge wird darüber hinaus darauf gehofft, dass die KI-Rally bei Unternehmen aus den Chip- und Speicherbranchen in Zeiten des knappen Angebots dieser Produkte noch mehr Aufwärtspotenzial bietet. Vorbörslich legten Aktien wie Intel, Micron oder Qualcomm wieder deutlich zu. Die für grosse Schwankungen bekannten Titel von Wolfspeed, in die seit Tagen schon neue Kursfantasie gekommen ist, schossen vorbörslich um fast 20 Prozent hoch.
Schwäche zeigen jedoch die in New York gehandelten Titel des chinesischen Internetkonzerns Alibaba, die vorbörslich um 1,6 Prozent fallen. Das Unternehmen musste seinen ersten operativen Verlust seit dem Höhepunkt der Covid-Pandemie vermelden - unter dem Umstand, dass massiv in die Künstliche Intelligenz investiert wird, von der sich die Chinesen den Antrieb für die nächste Wachstumsphase erhoffen.
Noch deutlicher mit 6,5 Prozent im Minus navigierten vorbörslich die Birkenstock -Aktien. Der deutsche Sandalenhersteller, dessen Aktien in New York gehandelt werden, enttäuschte Experten zufolge mit der Umsatz- und Gewinnentwicklung im zweiten Geschäftsquartal. Luca Solca von Bernstein schrieb, die jüngsten Zweifel von Anlegern an der Aktie würden davon nicht ausgeräumt.
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13:30
Die Renditen für zehnjährige Bundesobligationen steigen am Mittwochnachmittag um 5,2 Prozent auf 0,4840 Prozent. Das ist der höchste Stand seit April 2025.
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12:25
Die Futures der US-Aktienmärkte geben vor dem Start am Mittwoch ein uneinheitliches Bild ab.
Unterdessen steht die Schweizer Börse gemessen am SMI 0,21 Prozent höher.
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11:45
Die Titel des Personaldienstleisters Adecco brechen angesichts einer geringeren Bruttomarge im ersten Quartal deutlich ein. An der Börse verliert die Aktie des Unternehmens aus Zürich in der Spitze mehr als 14 Prozent und steuert damit auf den grössten Tagesverlust seit mehr als 22 Jahren zu.
Der Umsatz übertreffe zwar die Erwartungen, sagten die Analysten der Investmentbank Jefferies. Dies werde jedoch durch die schwächere Bruttomarge sowie höhere Vertriebs- und Verwaltungskosten als erwartet ausgeglichen. Die Bruttomarge lag mit 18,8 Prozent 40 Basispunkte niedriger als im Vorjahr. Auch die Aktien des Konkurrenten Randstad büssen an der Börse in Amsterdam rund sieben Prozent ein.
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11:30
Der Schweizer Aktienmarkt verbessert sich gemessen am SMI um 0,3 Prozent. Der Leitindex steht bei 13'158 Punkten.
Die hiesige Börse verbucht am Mittwoch vor dem Feiertag also Gewinne. Trotzdem bleibt die Situation im Nahen Osten verfahren. Denn dort zeichnet sich weiter keine Lösung ab. US-Präsident Donald Trump zufolge hängt die Waffenruhe nur noch am seidenen Faden und Teheran kritisiert die Verhandlungsstrategie der USA. «Beide Parteien sind derzeit offenbar nicht in der Lage, eine Einigung zur Öffnung der Strasse von Hormus zu finden», so der Börsianer.
Am Nachmittag rücken dann noch einige US-Konjunkturdaten in den Blick, bevor sich hierzulande die Anleger in den Feiertag und einige wohl auch in ein langes Wochenende verabschieden werden. Angesichts des weiter ungelösten Nahost-Konflikts dürften viele wohl keine Risiken mitnehmen wollen. Im weiteren Wochenverlauf richtet sich die Aufmerksamkeit dann verstärkt auf Trumps Besuch in China. Einige Marktteilnehmer hoffen, dass Peking möglicherweise als geopolitischer Brückenbauer im Nahost-Konflikt auftreten und damit zur Entspannung beitragen könnte.
Gefragt sind auch ABB (+1,8 Prozent) nach Zahlen von Wettbewerber Siemens. UBS (+2,6 Prozent) profitieren von einer positiven Studie mit Kurszielerhöhung der Deutschen Bank. Mit Logitech (+1,3 Prozent) legt auch ein Vertreter der Tech-Branche wieder zu.
Derweil verlieren Givaudan (-2,2 Prozent) als schwächster SMI-Wert nach einer Abstufung durch Kepler Cheuvreux auf «Hold» von «Buy». Die Schwergewichte zeigen sich derweil uneinheitlich. Während Novartis (+1,0 Prozent) zulegen, sind Roche nach dem gestrigen Diagnostik-Tag quasi unverändert. Nestlé (-1,1 Prozent) zählen indes zu den Verlierern.
In der zweiten Reihe stürzen Adecco (-13,3 Prozent) nach Quartalszahlen ab und fallen auf ein neues Langzeittief. Das organische Wachstum fiel zwar besser als erwartet aus, die Aussichten in Sachen Profitabilität sorgen aber für lange Gesichter.
Bei Sunrise (-1,4 Prozent) geben die Aktien nach, obwohl der Telekomkonzern mit den Zahlen die Analystenerwartungen leicht übertroffen hat.
Swatch (-5,8 Prozent) kommen nach den Gewinnen der vergangenen Tage und der Generalversammlung am Dienstag nun klar unter Druck. Händlern zufolge lässt die Aktie «spekulative Luft ab», nachdem Aktionär Steven Wood mit allen Anträgen gescheitert war. Möglicherweise trenne sich Wood auch selbst von einigen seiner Anteile, mutmasste ein Börsianer. Dazu kommen Gewinnmitnahmen nach dem Hype um die «Royal Pop»-Uhr.
Positiv auf den Ausgang der Generalversammlung reagieren indes DocMorris (+3,9 Prozent). Hier hat das Unternehmen den Machtkampf mit dem Grossaktionär CEPD an der Generalversammlung vom Dienstag klar für sich entschieden. Alle vom Verwaltungsrat vorgeschlagenen Kandidaten wurden gewählt und auch VRP Walter Oberhänsli wurde im Amt bestätigt.
Curatis (+4,4 Prozent) profitieren von der Aufnahme in den MSCI Global Micro Cap Index. Mit Molecular Partners geht es um 3,8 Prozent abwärts. Laut dem jüngsten Bericht des Biotechnologie-Unternehmens reichen die verfügbaren Mittel noch bis Ende 2027. Bislang hatte es geheissen, die Finanzierung sei noch bis ins Frühjahr 2028 sichergestellt.
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09:45
Der Schweizer Aktienmarkt steigt gemessen am SMI um 0,88 Prozent. Der Leitindex notiert bei 13'234 Punkten.
Der Schweizer Aktienmarkt ist am Mittwoch vor dem Feiertag mit Gewinnen in den Handel gestartet. Unter dem Strich waren die US-Vorgaben positiv und auch die Märkte in Asien zeigten sich freundlich. Derweil bleibt der Iran-Krieg weiter ein Bremsklotz. US-Präsident Donald Trump zufolge hängt die Waffenruhe nur noch am seidenen Faden und Teheran kritisiert die Verhandlungsstrategie der USA. «Beide Parteien sind derzeit offenbar nicht in der Lage, eine Einigung zur Öffnung der Strasse von Hormus zu finden», sagte ein Börsianer am Morgen.
Die noch vorgelegten Quartalsergebnisse seien dabei eine willkommene Abwechslung, ergänzte ein weiterer Händler. Am Nachmittag rücken dann noch einige US-Konjunkturdaten in den Blick, bevor sich hierzulande die Anleger in den Feiertag und einige wohl auch in ein langes Wochenende verabschieden werden. Angesichts des weiter ungelösten Nahost-Konflikts dürften viele wohl keine Risiken mitnehmen wollen. Im weiteren Wochenverlauf richtet sich die Aufmerksamkeit dann verstärkt auf Trumps Besuch in China.
Gefragt sind auch ABB (+1,2 Prozent) nach Zahlen von Wettbewerber Siemens. UBS (+1,9 Prozent) profitieren von einer positiven Studie der Deutschen Bank. Mit Logitech (+1,7 Prozent) legt auch ein Vertreter der Tech-Branche wieder zu.
In der zweiten Reihe stechen Adecco (-12 Prozent) negativ heraus. Damit kann der Personaldienstleister trotz eines starken organischen Wachstums im ersten Quartal den Abwärtstrend der Aktie nicht stoppen. Swatch (-3,9 Prozent) kommen nach den Gewinnen der vergangenen Tage und der Generalversammlung am Dienstag nun etwas unter Druck.
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09:25
Neue Kursziele und Ratings für Schweizer Aktien:
- UBS: Deutsche Bank erhöht auf 40 (39) Fr. - Buy
- Siegfried: Jefferies nimmt mit Hold und Ziel 88 Fr. wieder auf
- Lonza: Jefferies senkt auf 762 (769) Fr. – Buy
- Landis+Gyr: JPMorgan senkt auf 55 (59) Fr. – Neutral
- Dätwyler: Berenberg erhöht auf 167 (143) Fr. – Hold
- Belimo: Barclays startet mit Overweight - Ziel 1000 Fr.
- Valiant: Kepler Cheuvreux senkt auf 128 (134) Fr. – Reduce
- Swatch: RBC erhöht auf Sector Perform (Underperform) - Ziel 220 (160) Fr.
- Swatch: HSBC erhöht auf 180 (165) Fr. – Hold (Vortag)
- Landis+Gyr: Berenberg senkt auf 65 (70) Fr. – Buy
- Givaudan: Kepler Cheuvreux senkt auf Hold (Buy) - Ziel 3000 (3600) Fr.
- Swiss Re: Goldman Sachs senkt auf 114 (119) Fr. – Sell
- SoftwareOne: Berenberg erhöht auf 9,40 (8,70) Fr. – Buy
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09:15
Der SMI steigt um 0,45 Prozent auf 13'178 Punkte.
Gefragt sind Zurich Insurance (+3,5 Prozent) sowie UBS (+2 Prozent). Logitech und ABB holen einen Teil der am Dienstag eingefahrenen Verluste wieder auf.
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08:05
Der SMI steht im vorbörslichen Handel bei Julius Bär 0,61 Prozent höher. Mit Ausnahme von Givaudan (-1 Prozent) befinden sich alle Titel des Leitindex im Plus. Zurich Insurance legt nach den Erstquartalszahlen um 1,7 Prozent zu. Die Aktien der UBS ziehen 1,3 Prozent an.
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07:30
Der Dax wird am Mittwoch der Kursentwicklung an den Terminmärkten zufolge mit Gewinnen in den Handel starten. Am Dienstag hatte der deutsche Leitindex 1,6 Prozent tiefer bei 23.954,93 Punkten geschlossen. Für schlechte Stimmung an den Börsen sorgten Zweifel an einem baldigen Frieden im Nahen Osten und ein erneuter Anstieg der US-Inflation.
Zur Wochenmitte kommt vor dem Gipfeltreffen von US-Präsident Donald Trump und seinem chinesischen Amtskollegen Xi Jinping US-Finanzminister Scott Bessent in Südkorea mit dem chinesischen Vizeministerpräsidenten He Lifeng zu Handelsgesprächen zusammen. Auf der Agenda dürfte die zuletzt gegenüber China weniger aggressive US-Zollpolitik stehen, ebenso wie eine Verlängerung des Abkommens über Seltene Erden. Beim Treffen von Trump und Xi werden auch Zusagen Chinas für den Kauf von Boeing-Flugzeugen und US-Agrarprodukten erwartet.
Im Fokus bei den Konjunkturdaten stehen die Daten zum Arbeitsmarkt und zum Wirtschaftswachstum in der Euro-Zone im ersten Quartal sowie zur europäischen Industrieproduktion im März.
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06:20
Der Swiss Market Index (SMI) steigt vorbörslich bei der IG Bank um 0,53 Prozent auf 13'158 Punkte.
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06:10
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05:10
Die festgefahrenen Gespräche zwischen Washington und Teheran sowie eine höher als erwartete US-Inflation haben die asiatischen Börsen am Mittwoch belastet. Die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten und die hartnäckig hohen Energiepreise sorgten für Zurückhaltung bei den Anlegern. US-Präsident Donald Trump hatte am Dienstag erklärt, er glaube nicht, Chinas Hilfe zur Beendigung des Krieges mit dem Iran zu benötigen. Ein Treffen mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping ist für diese Woche geplant.
«Die unerwartet hohe Inflation und die anhaltenden geopolitischen Spannungen erinnern die Anleger daran, dass hartnäckige Preise und erhöhte Energiekosten nicht so schnell verschwinden werden», sagte Tony Sycamore, Marktanalyst bei IG in Sydney.
Die japanische Börse zeigte sich uneinheitlich: In Tokio legte der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,3 Prozent auf 62.930,20 Punkte zu. In Südkorea brach der Kospi zeitweise um 3,2 Prozent ein, bevor er einen Teil der Verluste wieder aufholte. Die Börse Shanghai blieb fast unverändert bei 4.213,51 Stellen.
In Seoul stürzten die Aktien von Samsung Electronics um 5,7 Prozent ab. Der Elektronikkonzern hatte am Mittwoch keine Einigung mit seiner südkoreanischen Gewerkschaft über Lohnforderungen erzielt. Mehr als 50.000 Beschäftigte könnten nun in einen Vollstreik treten, der die Produktion von KI- und anderen Chips zu stören droht.
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03:25
Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar geringfügig auf 157,67 Yen und legte leicht auf 6,7914 Yuan zu. Die japanische Währung war am Dienstag kurzzeitig gestiegen - Händler spekulierten auf mögliche Interventionen Tokios zur Stützung des Yen. Zur Schweizer Währung rückte der Dollar etwas auf 0,7803 Franken vor. Der Euro blieb fast unverändert bei 1,1736 Dollar.
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02:15
Am Rohstoffmarkt verbilligte sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 0,6 Prozent auf 107,08 Dollar je Barrel (159 Liter). Die Ölpreise halten sich seit Ende Februar bei oder über 100 Dollar, nachdem US-amerikanische und israelische Angriffe auf den Iran und Teherans faktische Schliessung der Strasse von Hormus die Versorgung bedrohten. Das US-Öl WTI notierte 0,6 Prozent schwächer bei 101,55 Dollar.
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23:55
Für den technologielastigen Nasdaq 100 ging es um 0,87 Prozent auf 29.064,80 Punkte nach unten. Der marktbreite Index S&P 500 verlor 0,16 Prozent auf 7.400,96 Zähler. Beide Börsenbarometer hatten zu Wochenbeginn Rekordhöhen erklommen. Der nicht von Tech-Werten dominierte Leitindex Dow Jones Industrial hingegen legte am Dienstag um 0,11 Prozent auf 49.760,56 Punkte zu.
Wieder aufgeflammte Sorgen vor einer erneuten Eskalation im Iran-Krieg haben die US-Technologieaktien am Dienstag belastet. Diese waren seit Ende März stark gestiegenen und gelten als besonders konjunktursensibel. US-Präsident Donald Trump zufolge hängt die Waffenruhe nur noch am seidenen Faden. Teheran kritisierte die Verhandlungsstrategie der Vereinigten Staaten. Die USA strebten keine echten Verhandlungen an, sondern die vollständige Kapitulation Irans.
Die kürzlich veröffentlichten Verbraucherpreise zeigten zudem, dass der Ölpreisanstieg im Zuge des Iran-Krieges die Inflationsrate im April erneut nach oben getrieben hat. Zudem fiel der Anstieg etwas höher aus als von Analysten im Schnitt erwartet.
«Spätestens mit dem heutigen Zahlenwerk dürften Zinssenkungsdebatten vom Tisch sein», schrieb Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank. Der designierte Notenbankpräsident Kevin Warsh liebäugele mit Zinssenkungen, doch in Anbetracht der aktuellen Inflationsentwicklung werde er davon vorerst Abstand nehmen müssen.
In den vergangenen Wochen hätten Unternehmensberichte die geopolitischen Risiken eine Zeit lang verdrängt, hiess es am Markt. Nun aber kamen von Seiten der Berichtssaison auch vermehrt schlechte Nachrichten. Der Kurs von Zoominfo Technologies etwa stürzte um fast ein Drittel ab, nachdem der Datensoftware-Anbieter unter seinen Anlegern mit einem enttäuschenden Ausblick Wachstumssorgen geweckt hatte.
Gitlab , Hims & Hers Health und Under Armour sackten um 10 bis 17 Prozent ab. Das Tech-Unternehmen Gitlab hatte mit angekündigten Stellenstreichungen für Aufsehen gesorgt, während die beiden anderen Unternehmen aus dem Telemedizin- und Sportartikelbereich mit Gewinnausblicken die Erwartungen verfehlt hatten.
Das Wasserstoff-Unternehmen Plug Power hingegen hatte seine Anleger mit den Zahlen zum ersten Quartal überzeugt. Analysten lobten, dass grosse Kunden wie Amazon und Walmart das Wachstum vorantrieben. Die Anteilscheine von Plug Power gewannen mehr als ein Prozent.
Die Aktien des Drohnen-Spezialisten Aevex schnellten nach positiven Äusserungen von Analysten um gut 15 Prozent nach oben. Seit dem Börsengang im April bleibt die Kursentwicklung aber durchwachsen. Gelobt wird das Wachstumspotenzial, doch es gibt auch kritische Stimmen zur derzeit hohen Abhängigkeit als Lieferant der Ukraine.
Der Kurs von Wendy's zog um fast 17 Prozent an. Der «Financial Times» zufolge bemüht sich der bereits beteiligte Finanzinvestor Trian um die Unterstützung anderer Investoren für eine Übernahme der Fast-Food-Kette.
Unter den Schlusslichtern im Nasdaq 100 versammelten sich Unternehmen, die zuletzt deutlich von der Hoffnung rund um einen starken Ausbau der Infrastruktur für KI-Rechenzentren profitiert hatten. So knickten Micron, Western Digital, Sandisk, Intel und Qualcomm um 4 bis 11 Prozent ein.
(cash/AWP/Bloomberg/Reuters)

