09:35
Vor allem die jüngsten Entwicklungen im Nahost-Konflikt sorgen einmal mehr für eine Portion Hoffnung, denn es gibt Anzeichen einer Deeskalation.
So hat US-Präsident Donald Trump aufgrund angeblicher Fortschritte bei den Bemühungen um eine diplomatische Einigung mit dem Iran eine neue Angriffswelle des Militärs nach eigenen Angaben vorerst abgesagt. Voraussetzung dafür sei, dass schnell eine Einigung erreicht werde, schrieb Trump in der Nacht auf seiner Plattform Truth Social.
Die Ölpreise haben mit deutlichen Preisrückgängen auf die Nachricht reagiert. Auch die US-Futures deuten aktuell auf eine klar positive Eröffnung hin. Dagegen fallen die wichtigsten asiatischen Börsenindizes überwiegend zurück.
Von den 20 SMI-Einzelwerten notiert die knappe Mehrzahl (11) im Plus. Besonders deutlich legen dabei Logitech, Partners Group und Sika zu, die sich um bis zu 2,7 Prozent verteuern. Bei Sika sorgt Goldman Sachs im Nachgang an die jüngsten Zahlen für Schwung.
Für Gesprächsstoff sorgt vor allem der SMI-Anwärter Sandoz (-0,4 Prozent). Der Generika-Konzern hat seine juristische Vergangenheit in den USA nahezu aufgearbeitet und sich dafür mit 43 US-Bundesstaaten und Territorien sowie einer Gruppe indirekter Wiederverkäufer auf Vergleiche geeinigt. Zusammengenommen summieren sich die Vergleiche auf knapp 480 Millionen US-Dollar.
In den hinteren Reihen sind Landis+Gyr (+2,5 Prozent) mit dem Festpreisangebot zum Rückkauf eigener Namenaktien gesucht. Bei Werten wie Clariant, Comet, Inficon und Interroll sorgen Analystenkommentare für Kursgewinne von bis zu 4,9 Prozent.
Insgesamt versprechen die kommenden Tage einmal mehr eine Mischung aus Unternehmens- und Konjunkturzahlen. Hierzulande werden die Blue Chips Swiss Re, Zurich, Swisscom und Amrize erwartet. Marktbewegend könnten unterdessen die ersten Quartalszahlen von SpaceX im Laufe der Woche werden, bevor zum Wochenschluss der monatliche US-Arbeitsmarktbericht mögliche Rückschlüsse auf die weitere US-Zinspolitik erlaubt.
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09:05
Der SMI steht 0,5 Prozent höher bei 14'418 Punkten.
Auf der Verliererseite stehen Kühne+Nagel (minus 0,5 Prozent) und Holcim (minus 0,3 Prozent).
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08:05
Der SMI steht im vorbörslichen Handel bei Julius Bär 0,76 Prozent höher.
Die Titel des Leitindex stehen fast ausnahmslos im Plus. Einzig Nestlé gibt 0,4 Prozent ab. Demgegenüber stehen Richemont (plus 2 Prozent), Zurich Insurance (plus 1,8 Prozent) und Logitech (plus 1,6 Prozent) klar höher.
Am breiten Markt, der 1,2 Prozent anzieht, tun sich Sandoz (plus 3,1 Prozent), Comet (plus 3,3 Prozent), Landis+Gyr (plus 3,8 Prozent) sowie OC Oerlikon (plus 4,2 Prozent) besonders hervor. Unter Druck stehen BKW und Bucher Industries.
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07:40
Der Dax wird am Montag der Kursentwicklung an den Terminmärkten zufolge mit Gewinnen in den Handel starten. Am Freitag hatte der deutsche Leitindex knapp im Plus bei 25'629,24 Punkten geschlossen.
Auf die Kurse an den Börsen in Europa drückten Gewinnmitnahmen nach positiv aufgenommenen US-Technologiebilanzen. Die wichtigsten Indizes an der Wall Street hatten hingegen bis zu einem Prozent höher geschlossen.
Am Montag sollen nach Angaben von US-Präsident Donald Trump Verhandlungen mit dem Iran beginnen. Ein Abkommen solle zu einer «sofortigen, vollständigen und totalen» Wiedereröffnung der Meerenge sowie einem «Ende der iranischen nuklearen Bedrohung» führen. Die staatliche iranische Nachrichtenagentur Irna hatte zuvor unter Berufung auf den iranischen Aussenminister Abbas Araghtschi berichtet, dass sich die Verhandlungen zwischen Teheran und Oman über die Strasse von Hormus in der Endphase befänden.
Zudem blicken Anleger auf frische Konjunkturdaten. Der deutsche Einzelhandel dürfte zuletzt beim Umsatz nicht vom Fleck gekommen sein. Von Reuters befragte Experten erwarten, dass er im Juni preisbereinigt (real) auf dem Vormonatsniveau stagnierte. Die Verbraucherstimmung hat sich zwar zuletzt aufgehellt, bleibt aber weiterhin auf einem niedrigen Niveau.
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06:20
Der Swiss Market Index (SMI) steht vorbörslich bei der IG Bank 0,34 Prozent höher bei 14'423 Punkten.
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06:10
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05:15
Eine seltene gemeinsame Währungsintervention der USA und Japans sowie enttäuschende Konjunkturdaten aus China haben die asiatischen Aktienmärkte zum Wochenstart ins Minus gedrückt.
Der japanische Leitindex Nikkei fiel um 2,2 Prozent auf 62'956,48 Punkte, während der breiter gefasste Topix 2,8 Prozent auf 3893,17 Zähler verlor. Auch in Südkorea ging es bergab: Der Kospi rutschte nach einem ohnehin turbulenten Juli um weitere 3,6 Prozent ab. Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans notierte im frühen Handel ein Prozent tiefer.
In Tokio stand die gemeinsame Devisenmarktintervention für den Yen zwischen den USA und Japan im Mittelpunkt, da eine starke Landeswährung die Auslandseinnahmen der exportorientierten japanischen Wirtschaft schmälert. «Die gemeinsame Währungsintervention ist heute das wichtigste Thema für Aktien», sagte Wataru Akiyama, Aktienstratege bei Nomura Securities.
US-Präsident Donald Trump hatte die US-Hilfe zuvor als Zeichen der Freundschaft bezeichnet. Dies untergrabe jedoch die Glaubwürdigkeit der Aktion, warnte Nick Twidale, Chefstratege bei ATFX Global: «Sie stellen sich gegen die Fundamentaldaten, daher erwarte ich, dass der Markt die Bewegung letztendlich korrigieren wird.» Zu den Verlierern zählten Autobauer wie Toyota mit einem Minus von 5,3 Prozent und Suzuki (minus acht Prozent) sowie Chipwerte wie Tokyo Electron. Gegen den Trend stiegen SoftBank (plus 1,2 Prozent), Lasertec (plus fünf Prozent) und Kioxia, die nach der Ankündigung eines Aktienrückkaufs um zehn Prozent nach oben schnellten.
In China trübten schwache Konjunkturdaten die Stimmung der Anleger zusätzlich. Der von S&P Global ermittelte RatingDog-Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe fiel im Juli auf 50,9 Punkte von 51,7 im Vormonat und verfehlte damit die Analystenprognose von 51,5 Zählern. Das Wachstum der Fabriken verlangsamte sich somit auf den tiefsten Stand seit vier Monaten, was die Sorgen über eine flaue Binnennachfrage verstärkt. Die politische Führung in Peking hatte Ende Juli zugesagt, die schwächelnde Wirtschaft zu stützen. Anstatt jedoch neue, gross angelegte Konjunkturpakete aufzulegen, sollen lediglich die bereits budgetierten Infrastrukturausgaben für den Rest des Jahres beschleunigt werden, was den Börsen kaum neuen Auftrieb gab.
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04:30
Die konzertierte Intervention Japans und der USA zeigte am Währungsmarkt deutliche Wirkung und setzte die US-Währung unter Druck. Im asiatischen Devisenhandel verlor der Dollar 0,7 Prozent auf 156,42 Yen und legte leicht auf 6,7504 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notierte er 0,2 Prozent höher bei 0,8088 Franken. Parallel dazu blieb der Euro fast unverändert bei 1,1531 Dollar und zog um 0,2 Prozent auf 0,9327 Franken an.
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02:50
Aussichten auf eine geopolitische Entspannung im Nahen Osten schickten die Ölpreise auf Talfahrt. US-Präsident Trump hatte zuvor einen unmittelbar bevorstehenden Angriff auf den Iran abgesagt und für Montag Gespräche angekündigt, um eine Einigung zur Wiedereröffnung der Strasse von Hormus zu erzielen. Am Rohstoffmarkt verbilligte sich daraufhin die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 4,6 Prozent auf 83,89 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 5,2 Prozent schwächer bei 80,25 Dollar.
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01:00
Der technologielastige Nasdaq 100 ging am Freitag 0,60 Prozent höher bei 28'274,20 Punkten ins Ziel, nachdem er früh bis zu 1,8 Prozent gewonnen hatte. Andere US-Indizes schlugen im Tagesverlauf weniger stark aus, folgten aber der Nasdaq nach oben. Der Dow Jones Industrial legte um 0,53 Prozent auf 52'485,03 Punkte zu. Der marktbreite S&P 500 stieg um 0,70 Prozent auf 7489,72 Zähler.
Auf Wochensicht ergaben sich für die drei Leitindizes Gewinne von bis zu einem Prozent. Zu Ende ging am Freitag auch der Juli, dies aber mit einem getrübten Bild an der Nasdaq. Während der Dow den Monat 0,3 Prozent höher beendete, bleibt für den Nasdaq 100 trotz der jüngsten Erholung ein deutlicher Abschlag von 6,6 Prozent in den Büchern. Er war zuletzt schwer gezeichnet von Sorgen um den KI-Megatrend.
Amazon stand mit einem Kurssprung um 15 Prozent im Gegensatz zur Apple-Aktie ab, die in den vergangenen Wochen mit einer Rekordserie aber auch einen besseren Lauf hinter sich hatte. Die Titel des Handelsriesen erreichten den höchsten Stand seit Ende Mai, während die Anteile des iPhone-Herstellers mit minus sieben Prozent unter einem enttäuschenden Umsatzausblick litten. Apple machen vor dem Start der nächsten iPhone-Generation Engpässe bei wichtigen Bauteilen zu schaffen.
Amazon profitierte im Quartal weiter vom KI-Boom vor allem über die Cloud-Sparte AWS, die Anleger überzeugte. Der Handelsriese steigerte den Umsatz und Gewinn deutlich. Das zweite Quartal sei genau nach dem Geschmack der Bullen gewesen, kommentierte Analyst Brad Erickson von RBC. Dass noch mehr Geld in den Ausbau der KI-Infrastruktur fliessen soll, beunruhigte die Anleger nun nicht mehr. Doug Anmuth von JPMorgan kommentierte dazu, dass sich die Investitionen auszahlen würden.
Vor Amazon waren am Vortag schon die Resultate von Microsoft sehr stark ausgefallen. «Die entscheidende Frage für Investoren lautet nun, ob die zurückliegende Schwäche KI-bezogener Sektoren einen langfristigen Wendepunkt oder lediglich eine Umschichtung der Portfolios dargestellt hat», sagten die Strategen von Bespoke Investment Group. Ein Unsicherheitsfaktor bleibe dabei die Saisonalität, da August und September bekanntermassen schwache Börsenmonate seien.
Zahlen für das zweite Quartal legten auch zwei grosse Öl-Konzerne vor. Da ExxonMobil die Gewinnerwartungen von Analysten etwas verfehlte, sank der Aktienkurs um ein Prozent. Chevron hingegen schnitt besser ab als es vom Markt erwartet wurde, und so legte das Papier um 2,4 Prozent zu. In der Branche stand auch der am Freitag wieder etwas höhere Ölpreis im Fokus.
Mit Reddit und Roblox gerieten zwei Internet-Aktien wegen enttäuschender Nutzerzahlen in einen tiefen Abwärtsstrudel: Ihre Kurse brachen um 21 respektive 27 Prozent ein. Der Coinbase-Kurs rutschte ausserdem um mehr als zehn Prozent ab, nachdem der Umsatz der Kryptobörse im zweiten Quartal die Markterwartungen verfehlt hatte.

