09:40
Gestützt wird der Gesamtmarkt von den defensiven Schwergewichten Nestlé, Novartis und Roche. Insgesamt wird die Stimmung zum Start in die neue Woche aber von weiteren Angriffswellen der USA auf den Iran und gleichzeitig deutlich gestiegenen Ölpreisen gedämpft. Die fragile Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran sei damit dramatisch zerbrochen, heisst es in einem Kommentar der ZKB. In der neuen Woche dürfte nun aber auch die Berichtssaison wieder zu einem wichtigen Treiber der Märkte werden.
Im Nahen Osten hat das US-Militär in der Nacht auf Montag den Iran erneut für mehrere Stunden attackiert, nachdem die USA das Land bereits am Wochenende angegriffen hatten. Der Iran erklärte in der Folge die Strasse von Hormus für geschlossen, laut den USA ist sie hingegen offen. Die globalen Aktienmärkte seien über das Wochenende einmal mehr zum wehrlosen Spielball der Geopolitik mutiert, lautet dazu eine Händler-Einschätzung. Das aggressive Wiederaufflammen des Iran-Konflikts halte das Parkett in Atem. Und die Unsicherheit in der Strasse von Hormus könnte über weiter steigende Ölpreise das Inflationsgespenst wieder mit voller Wucht zurückbringen.
Der Ölpreis hat denn auch nach seinem Rückgang von vergangener Woche von über 80 auf unter 76 US-Dollar zum Start in die neue Woche wieder sprunghaft angezogen. Aktuell liegt der Preis für ein Fass der Sorte Brent knapp unter 79 Dollar. Die ZKB sieht aufgrund der angespannten Situation und der geringen Ölreserven weiterhin Aufwärtsrisiken für den Ölpreis.
Im breiten Markt fallen EMS-Chemie mit einem Plus von 2,6 Prozent auf 732 Franken auf. Nach starken Halbjahreszahlen vom vergangenen Freitag hilft dem Titel zum Wochenstart eine Hochstufung durch Kepler Cheuvreux auf «Hold» von «Reduce». DocMorris klettern nach einer Hochstufung durch die Deutsche Bank auf «Buy» um 10 Prozent markant in die Höhe.
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09:20
Die jüngsten Entwicklungen im Nahen Osten und fallende Technologieaktien haben die asiatischen Börsen am Montag belastet.
In Tokio verlor der 225 Werte umfassende Nikkei-Index rund zwei Prozent, während der breiter gefasste Topix um gut ein halbes Prozent nachgab. In Südkorea brach der technologielastige Leitindex Kospi um 7,5 Prozent ein. Am chinesischen Aktienmarkt büssten der Shanghai-Composite und der CSI 300 jeweils rund 1,5 Prozent ein.
Der Krieg zwischen den USA und dem Iran ist erneut eskaliert. Beide Seiten griffen sich am Wochenende mit Raketen und Drohnen an. Zuvor hatte der Iran die erneute Schliessung der strategisch wichtigen Strasse von Hormus angekündigt. Die Ölpreise legten daraufhin um rund vier Prozent zu.
«Die Marktteilnehmer zeigen sich zu Beginn der Berichtssaison japanischer Unternehmen besorgt über steigende Kosten wegen des Ölpreisanstiegs», sagte Daisuke Hashizume, Chefanalyst beim Finanzdienstleister Daiwa. Da der Markt die Preise für Speicherchips im Auge behalte, werde der Nikkei zusätzlich vom südkoreanischen Leitindex beeinflusst, in dem Speicherhersteller wie SK Hynix stark gewichtet seien.
Die SK-Hynix-Aktien brachen um 15,4 Prozent ein. Die Titel des japanischen Konkurrenten Kioxia rutschten um fast 13 Prozent ab. Die Aktien des Chip-Testanlagenbauers Advantest und des Ausrüsters Tokyo Electron verloren rund 3,5 und 2,5 Prozent.
Die Analysten des Finanzdienstleisters Citigroup zeigten sich jedoch gelassen. «Auch wenn die KI-Volatilität im kommenden Quartal hoch bleiben könnte, halten wir an unserer Übergewichtung von globalen IT-Werten und US-Aktien fest.» Als Grund nannten sie unter anderem das herausragende Gewinnwachstum.
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09:05
Der Schweizer Aktienmarkt schüttelt die Trägheit des vorbörslichen Handels ab. Der SMI steigt um 0,1 Prozent auf 14'249 Punkte.
Gefragt sind Kühne+Nagel (plus 1,2 Prozent) sowie Swiss Re und Zurich Insurance (je plus 0,9 Prozent). Verkauft werden dagegen Logitech (minus 1,1 Prozent). Auch die Bauwerte Sika, Holcim, Geberit und Amrize bewegen sich in der Verlustzone.
Am breiten Markt steigen Centiel (plus 5,5 Prozent), nachdem das Unternehmen einen Auftrag in den USA an Land gezogen hat. Auch für Adecco (plus 2,8 Prozent) und Ems-Chemie (plus 2,2 Prozent) geht es aufwärts. Unter Druck stehen die Aktien von Cicor (minus 2,8 Prozent).
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08:05
Der SMI steht im vorbörslichen Handel bei Julius Bär 0,32 Prozent tiefer. Keine der 20 SMI-Aktien befindet sich in der Gewinnzone. Am stärksten unter Druck stehen die Aktien von Richemont. Sie geben 0,5 Prozent ab.
Am breiten Markt, der 0,28 Prozent zurückgeht, befinden sich nur Ems-Chemie (plus 0,8 Prozent) und DocMorris (plus 1,7 Prozent) im Aufwind. Verkauft werden hingegen AMS Osram und Comet (je minus 1,1 Prozent).
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07:45
Der Dax wird am Montag der Kursentwicklung an den Terminmärkten zufolge mit Verlusten in den Handel starten. Am Freitag hatte der deutsche Leitindex 0,2 Prozent tiefer bei 25'067 Punkten geschlossen.
Für gedämpfte Stimmung an den europäischen Börsen sorgten zum Wochenausklang die Spannungen im Nahen Osten. Die US-Börsen schlossen hingegen dank starker Technologiewerte leicht im Plus, während sich das Interesse der Investoren bereits auf die nahende Berichtssaison richtete.
Am Montag blicken Anleger weiter auf die Entwicklungen in der Geopolitik. Der Krieg zwischen den USA und dem Iran ist erneut eskaliert. Beide Seiten griffen sich am Wochenende mit Raketen und Drohnen an. Zuvor hatte der Iran die erneute Schliessung der strategisch wichtigen Strasse von Hormus angekündigt. Zudem wurde eine Reihe von Handelsschiffen angegriffen. US-Präsident Donald Trump betonte am Sonntag in einem NBC-Interview dennoch, dass die Strasse von Hormus für den kommerziellen Schiffsverkehr geöffnet sei.
Im Fokus auf der Unternehmensseite steht der Luftfahrtsektor. Das Statistische Bundesamt veröffentlicht Daten zu den Preisen für Flugtickets und Pauschalreisen im ersten Halbjahr. Zudem hält Volkswagen am Abend (18.00 Uhr MESZ) einen sogenannten Pre-Close-Call mit Analysten. Dabei handelt es sich um eine Telefonkonferenz, bei der das Unternehmen kurz vor Ende des Berichtsquartals einen allgemeinen Überblick über die Geschäftsentwicklung gibt, ohne konkrete Zahlen zu nennen.
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07:10
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06:20
Der Swiss Market Index (SMI) steht vorbörsliche bei der IG Bank 0,6 Prozent tiefer bei 14'156 Punkten.
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06:05
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05:15
Der japanische Nikkei fiel um 1,6 Prozent, während der MSCI-Index für asiatisch-pazifische Aktien ausserhalb Japans um 0,9 Prozent sank.
Nach einer neuen Welle von US-Militärschlägen gegen den Iran sind die Anleger verunsichert. Die Eskalation des Konflikts im Persischen Golf schürte Sorgen vor Lieferengpässen und drückte auf die Stimmung an den asiatischen Aktienmärkten. Der Preis für die Nordseesorte Brent stieg auf 79,11 Dollar, US-Leichtöl verteuerte sich auf 74,37 Dollar. Zuvor hatte der Iran bereits behauptet, die für den Ölhandel wichtige Strasse von Hormus geschlossen zu haben, was die globalen Inflationsrisiken erneut befeuerte.
«Technologiewerte schneiden in unseren Modellen weiterhin sehr gut ab, unterstützt durch herausragendes Gewinnwachstum, eine hohe Dynamik und attraktive Bewertungen», erklärten die Analysten der Citi. Sie ergänzten: «Auch wenn die KI-Volatilität im kommenden Quartal hoch bleiben könnte, halten wir an unserer Übergewichtung von globalen IT-Werten und den USA fest.» Zudem betonten sie: «Wir kombinieren diese Wachstumspositionen mit einer Übergewichtung in zyklischen Regionen/Sektoren, einschliesslich Japan, Finanzwerten und Rohstoffen.»
Die Analysten der Bank of America (BofA) warnen jedoch: «Der KI-Investitionsboom untergräbt den Cashflow, da die hyperskaligen Investitionen in KI in diesem Jahr bereits 234 Milliarden Dollar erreicht haben, und der erwartete Free Cash Flow wird im laufenden Jahr erstmals seit 2007 negativ.»
Der südkoreanische Markt, der zuletzt stark war, fiel um 5,4 Prozent und gilt als bedeutendes Barometer für die Stimmung im Chip-Sektor. «Der Markt hat sich zuletzt enorm aufgeheizt, und weitere Verluste könnten weite Kreise ziehen», erklärten Marktbeobachter.
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04:10
Im Devisenhandel stieg der Dollar gegenüber dem Yen um 0,2 Prozent auf 162,03 Yen. Die japanische Finanzministerin Satsuki Katayama hatte ins Spiel gebracht, den staatlichen Pensionsfonds GPIF zu ermutigen, einen Teil seiner Anlagen ins Inland zu verlagern, um den Yen-Kurs zu stützen.
«Der GPIF verteilt seine Anlagen derzeit zu gleichen Teilen auf In- und Ausland. Eine Rückkehr zur vorpandemischen Norm von annähernd 60/40 würde mit umfangreichen Yen-Käufen einhergehen», sagte Taylor Nugent von NAB.
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01:00
Eine verhalten freundliche Stimmung und ein gelungener US-Börsenstart des Speicherchip-Giganten SK Hynix haben das Geschehen am letzten Handelstag der Woche geprägt. Der Leitindex Dow Jones Industrial schloss am Freitag mit 0,29 Prozent im Plus bei 52.637,01 Punkten. Für die Börsenwoche steht allerdings ein moderates Minus zu Buche. Damit bleibt der Dow aber in Schlagdistanz zum Rekordhoch vom Dienstag bei 53.289 Zählern.
Der marktbreite S&P 500 legte am Freitag um 0,42 Prozent auf 7.575,39 Zähler zu. Der technologielastige Nasdaq 100 stieg um 0,33 Prozent auf 29.825,11 Punkte. Das starke Börsendebüt von SK Hynix trieb auch Aktien aus der Halbleiterbranche wie Nvidia , Sandisk , Applied Materials und AMD an.
Der mit Spannung erwartete Börsenstart von SK Hynix konnte sich sehen lassen. Die Papiere des Branchenschwergewichts aus Südkorea gingen mit einem ersten Kurs von 170 US-Dollar in den Handel und stiegen bis auf 177 Dollar. Das waren fast 20 Prozent mehr als der Ausgabepreis von 149 Dollar je Aktie. Zum Schluss betrug der Aufschlag auf den Emissionspreis 13 Prozent auf 168,33 Dollar.
Der Schritt gilt als Lackmustest für die Bereitschaft von Investoren, weiterhin auf die Wachstumschancen rund um Künstliche Intelligenz zu setzen. «Der Börsengang des Chip-Herstellers SK Hynix bestärkt die Zuversicht, dass der Investmentzyklus im Segment Künstliche Intelligenz intakt ist», hatte Stratege Jim Reid von der Deutschen Bank im Vorfeld des Ereignisses geschrieben.
Entscheidender Schrittmacher für die Aktienmärkte war zuletzt der Ölpreis in Abhängigkeit vom Konfliktgeschehen im Nahen Osten. Auch am Energiemarkt tat sich am Freitag aber wenig. Die Internationale Energieagentur warnte, ein erneuter Ausbruch der Feindseligkeiten zwischen den USA und dem Iran könne die Bemühungen zum Wiederaufbau der erschöpften weltweiten Ölvorräte im weiteren Verlauf dieses Jahres gefährden. Dass beide Konfliktparteien trotz der jüngsten militärischen Eskalation Verhandlungsbereitschaft signalisierten, beruhigte die Anleger ein wenig.
Bei den Einzelwerten fielen Meta mit einem Kursplus von sechs Prozent auf. Als Antreiber für die Titel des Social-Media-Riesen erwies sich ein positiver Bericht der Tech-Analysefirma SemiAnalysis über das KI-Computing-Geschäft von Meta. Vorläufige Ergebnisse einer EU-Untersuchung, denen zufolge die Meta-Plattformen Instagram und Facebook zu grosse Suchtgefahren für Kinder und Jugendliche bergen, liessen die Anleger kalt.
Die Aktien von Delta Air Lines verloren knapp zwei Prozent. Sie hatten allerdings in den vergangenen Wochen kräftig zugelegt. Die Fluggesellschaft trotzte mit einem besser als erwartet ausgefallenen Quartalsgewinn den in diesem Zeitraum deutlich gestiegenen Kerosinpreisen. Zudem griff sie ihre vorübergehend ausgesetzte Jahresprognose für diese wichtige Ergebniskennziffer wieder auf.
(AWP/Bloomberg/Reuters/cash)

