13:10
Die Futures der US-Aktienmärkte stehen vor dem Start mehrheitlich höher:
+++
11:45
Händler sprechen von einer Konsolidierung vor den diversen wichtigen Quartalszahlen im weiteren Wochenverlauf. Mit seinen aktuellen Abgaben hält sich das hiesige Börsenbarometer aber immer noch besser als seine wichtigsten europäischen Pendants wie Dax, Cac 40 oder FTSE 100, die um bis zu 1,3 Prozent zurückfallen.
Zins- und KI-Gewitter seien an den Aktienmärkten noch nicht vollständig abgeklungen, fasst ein Händler das Geschehen zusammen. «Auch wenn der grosse Schiffbruch bislang ausgeblieben ist, kann von einem goldenen Herbst nach wie vor nicht die Rede sein.» Solange Zinsängste und überzogene Erwartungen an die Künstliche Intelligenz durch die Märkte fegten, bleibe der Herbst eher stürmisch als golden.
Belastet wird das Bild zudem von den geopolitischen Schlagzeilen. So hat die Ukraine zuletzt wieder vermehrt russische Ölanlagen angegriffen, und auch im Persischen Golf haben die Angriffe auf Tanker Berichten zufolge wieder zugenommen. Die Folge: Rohölpreise bewegen sich nahe ihren jüngsten Höchstständen. Gleichzeitig sorgen die jüngsten Wirtschaftsdaten aus China für etwas Unterstützung.
Den Aktienmärkten steht eine richtungsweisenden Handelswoche bevor. «Die Zweifel an der KI-Euphorie treffen auf eine Berichtssaison, in der die Unternehmen ihre hohen Bewertungen mit konkreten Ergebnissen rechtfertigen müssen», sagte ein Händler. Die Anleger wollten nicht mehr nur von den Wachstumschancen künstlicher Intelligenz hören, sondern zunehmend sehen, wann sich die gewaltigen Investitionen tatsächlich auszahlen werden. «Die Zeit der unbegrenzten Vorschusslorbeeren scheint im Technologiesektor vorerst vorbei zu sein.»
Hierzulande entwickeln sich die Vertreter der Technologiebranche zum Wochenstart recht uneinheitlich. So stehen Kursgewinnern wie Logitech (+0,2 Prozent) bei den Blue Chips und VAT (+0,1 Prozent), AMS Osram (+1,0 Prozent) und Comet (+0,6 Prozent) in den nachgelagerten Reihen Verluste bei ABB (-2,0 Prozent), Accelleron (-1,4 Prozent), Belimo (-2,6 Prozent) und Inficon (-1,0 Prozent) gegenüber.
Derweil sind die UBS (-1,8 Prozent) auch weit vorne im Verliererfeld der Blue Chips. Auch weitere Bankaktien wie Julius Bär, EFG oder Vontobel geben um bis zu 1,6 Prozent nach. Händler verweisen auf die insgesamt schwache Börsenstimmung und die Sorgen um die anhaltend hohen Renditen bei den Staatsanleihen und den höheren Refinanzierungskosten. Derweil ziehen Partners Group um 0,5 Prozent an.
Für Gesprächsstoff sorgte zum Wochenstart Lindt & Sprüngli (-1,1 Prozent) mit dem Rauswurf von Konzernchef Adalbert Lechner. Nach zwei Umsatzwarnungen innerhalb eines Jahres hat der Schokoladenhersteller damit die Reissleine gezogen. Der Verwaltungsrat hält eine neue Führung für nötig, um das Unternehmen wieder auf Wachstumskurs zu bringen. Investoren habe das verunsichert, erklären Händler die Verluste.
+++
10:50
Die Aktien des Reisdetailhändlers Avolta behaupten sich in einem schwachen Gesamtmarkt. Sie legen um 1,3 Prozent auf 44,78 Franken zu, während der Swiss Performance Index um 0,6 Prozent zurückfällt.
+++
09:40
Bei den SMI-Blue-Chips steht einem Minus von 1,8 Prozent bei der UBS Kursgewinne von 0,4 Prozent bei der Swiss Re gegenüber. Unter den grössten Verlierern sind auch Werte wie Galderma, Richemont oder Sandoz mit Abgaben von bis zu 1,5 Prozent. Sie alle haben in der vergangenen Woche noch deutliche Gewinne eingefahren.
Im SMIM halten zunächst Lindt & Sprüngli (-2,4 Prozent) die rote Laterne nach dem Rauswurf von Konzernchef Adalbert Lechner. Nach zwei Umsatzwarnungen innerhalb eines Jahres hat der Schokoladenhersteller damit die Reissleine gezogen. Der Verwaltungsrat hält eine neue Führung für nötig, um das Unternehmen wieder auf Wachstumskurs zu bringen.
Dem stehen Aufschläge von 1,1 Prozent bei Avolta gegenüber. Hier hat die Citigroup die Bewertung mit einer Kaufempfehlung wieder aufgenommen. Auch VAT (+0,5 Prozent) profitieren von Kurszielerhöhungen, während SMG (+1,4 Prozent) im breiten Markt von KeplerCheuvreux ebenfalls mit einer Kaufempfehlung neu abgedeckt werden.
+++
09:25
Neue Kursziele und Ratings für Schweizer Aktien:
- Kepler Cheuvreux nimmt die Abdeckung für SMG mit der Einstufung Buy und einem Kursziel von 35 Franken auf.
- Octavian erhöht das Kursziel für Sonova auf 270 von 240 Franken und belässt die Einstufung auf Hold.
- Goldman Sachs erhöht das Kursziel für VAT auf 874 von 782 Franken und belässt die Einstufung auf Buy.
09:10
+++
08:05
Der SMI steht im vorbörslichen Handel bei Julius Bär 0,03 Prozent höher.
Nur Alcon (+0,4 Prozent), Amrize (+0,9 Prozent) und Partners Group (+0,6 Prozent) ziehen an. Alle anderen Titel des Leitindex bewegen sich in der Verlustzone.
+++
08:00
Die Ölpreise sind zum Wochenauftakt nach dem am Freitag erreichten Fünf-Monats-Hoch gefallen. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent aus der Nordsee zur Lieferung im Dezember gab im frühen Handel um knapp zwei Prozent auf 107,83 Dollar nach. Am Freitag war der Brent-Preis bis auf 110 Dollar geklettert und erreichte damit den höchsten Stand seit Mai.
+++
07:55
Der Dax wird am Montag der Kursentwicklung an den Terminmärkten zufolge mit Verlusten in den Handel starten. Am Freitag hatte der deutsche Leitindex ein Prozent höher bei 25'622,61 Punkten geschlossen.
Für steigende Kurse an den europäischen Börsen sorgten positiv aufgenommene Konzernbilanzen. Erneute Sorgen über den KI-Sektor belasteten unterdessen die technologielastigen Indizes in den USA. Die Flucht der Anleger aus den risikoreicheren Aktien in den Anleihemarkt stabilisierte zum Teil die Renditen.
Die Ölpreise bauten indes ihre anfänglichen leichten Verluste wieder ab und drehten deutlich ins Plus. «Der Konflikt im Nahen Osten flammt immer wieder auf», sagte Dennis Kissler, Händler bei BOK Financial. Auch am Montag steht die Geo- und Handelspolitik im Mittelpunkt.
Die USA haben der Europäischen Union einem Zeitungsbericht zufolge mit «verheerenden» Vergeltungsmassnahmen gedroht, sollte Brüssel den Marktzugang für US-Unternehmen einschränken. Hintergrund ist eine Entscheidung der EU-Kommission, den Grossteil der wertvollen Mobilfunkfrequenzen für Satelliten an europäische Firmen zu vergeben.
+++
06:20
Der Swiss Market Index (SMI) steht vorbörslich bei der IG Bank 0,14 Prozent tiefer bei 14'363 Punkten.
+++
06:10
+++
05:15
Sorgen um die immensen Kosten für Künstliche Intelligenz (KI) haben die asiatischen Aktienmärkte zum Wochenstart belastet, während überraschend starke Wirtschaftsdaten aus China die Verluste eingedämmt haben. Die japanische Börse hat am Montag schwächer tendiert.
In Tokio gab der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 1,2 Prozent auf 64'534,03 Punkte nach und der breiter gefasste Topix notierte 0,4 Prozent niedriger bei 4050,34 Zählern. Die Börse Shanghai gewann hingegen 0,3 Prozent auf 3727,50 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen stieg um 0,4 Prozent auf 4185,55 Punkte.
In Japan drückten schwache Vorgaben der Wall Street und Zinssorgen die Kurse von Technologieunternehmen. Notenbankchef Kazuo Ueda signalisierte, dass die Kerninflation nahe dem Zielwert von zwei Prozent liege und die starke KI-Nachfrage den Preisdruck erhöhe. «Während chipbezogene Aktien den Index nach unten ziehen, dürften Käufe von Substanz- und defensiven Werten den Markt stützen», erklärte Analyst Yuta Okamoto von Tokai Tokyo. Zu den grössten Verlierern zählten Taiyo Yuden mit einem Minus von 7,42 Prozent sowie Sumitomo Electric und Sumco, die knapp sechs Prozent abgaben. Gefragt waren dagegen Toho mit einem Plus von 3,64 Prozent, Baycurrent und Aeon.
In China sorgte das Wirtschaftswachstum für Erleichterung: Das Bruttoinlandsprodukt stieg im dritten Quartal um 4,5 Prozent und übertraf damit die Erwartungen, was den Druck auf die Regierung in Peking verringert, weitere aggressive Konjunkturpakete aufzulegen. Dennoch blieb die Stimmung angesichts der anstehenden US-Bilanzen von Tech-Giganten gedämpft. «Investoren sorgen sich schon lange, dass die KI-Einnahmen nicht ausreichen werden, um die massiven Vorabinvestitionen wieder hereinzuholen», sagte Ökonom My Bui vom Vermögensverwalter AMP. Steigende Finanzierungskosten machten es zudem schwerer, den Ausbau der KI-Infrastruktur aufrechtzuerhalten.
+++
03:45
Im Devisenmarkt hielten sich die Bewegungen in engen Grenzen, da die anhaltende Gefahr von Interventionen der japanischen Notenbank Spekulanten in Schach hielt. Im asiatischen Handel gewann der Dollar geringfügig auf 157,97 Yen und legte leicht auf 6,6820 Yuan zu. Zur Schweizer Währung rückte er etwas auf 0,8243 Franken vor. Parallel dazu fiel der Euro, der auch unter der politischen Unsicherheit in Frankreich litt, um 0,1 Prozent auf 1,1224 Dollar und zog leicht auf 0,9253 Franken an.
+++
02:30
Die Aussicht auf ein grösseres Angebot aus Russland hat die Ölpreise auf Talfahrt geschickt. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor einige Sanktionen gegen Moskau ausgesetzt, was zu höheren russischen Exporten führen könnte.
Am Rohstoffmarkt verbilligte sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 1,7 Prozent auf 108,02 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 0,6 Prozent schwächer bei 100,75 Dollar. «Die Kombination aus einem weicheren Ton bei den Sanktionen und einigen Gewinnmitnahmen nach den jüngsten Kursgewinnen hilft, den Aufwärtstrend kurzfristig zu begrenzen», sagte Analyst Tim Waterer von KCM Trade.
+++
01:00
Am US-Aktienmarkt hatten die Technologiewerte am Freitag ihren Kursrutsch fortgesetzt. Damit bestimmten wieder Ängste über ausufernde Finanzierungskosten für KI-Konzerne das Bild. Hinzukam im Handelsverlauf ein deutlicher Anstieg der Ölpreise, der einmal mehr Inflationssorgen schürte. Denn eine Gruppe von Abgeordneten hatte einen Gesetzentwurf eingebracht, um das Vorhaben von Präsident Donald Trump zu verhindern, mehr russischen Diesel auf die Weltmärkte zu bringen.
Der techwertelastige Nasdaq 100 sackte um 2,50 Prozent auf 29'187,55 Punkte ab und fiel auf das Niveau von Mitte September zurück. Für den marktbreiten S&P 500 ging es um 1,09 Prozent auf 7659,44 Punkte nach unten.
Der Dow Jones Industrial war im Handelsverlauf ins Minus gedreht und gab am Ende um 0,34 Prozent auf 52'002,41 Punkte nach. In dem Leitindex sind die grossen Tech-Aktien bei weitem nicht so schwer gewichtet wie im Nasdaq 100, sodass er sich noch vergleichsweise gut schlug. Auf Wochensicht ergibt sich für den Dow ein Plus von 0,67 Prozent.
Unter den Einzelwerten geriet wie schon zur Wochenmitte Coreweave in den Fokus. Die Papiere des Anbieters von KI-Cloud-Computing-Diensten hatten sich am Donnerstag noch von einem Kurssturz um 15,5 Prozent erholt, sackten zum Wochenschluss aber wieder um 11,9 Prozent ab. Immerhin blieben sie in der Handelsspanne vom Vortag.
Am Mittwoch waren unbesicherte Hochzinsanleihen von Coreweave auf ein Niveau abgesackt, das in der Regel auf finanzielle Schwierigkeiten hindeutet. Daraufhin hatte am Donnerstag der Vorstandsvorsitzende des für seine KI-Chips bekannten Konzerns Nvidia finanzielle Bedenken hinsichtlich Coreweave zurückgewiesen. Jensen Huang sagte, er glaube nicht, dass das tief mit Nvidia verflochtene Unternehmen eine Finanzspritze benötigen werde.
Doch offenbar konnte Huang die Zweifel am Markt nicht zerstreuen. «Die Frage ist nicht mehr nur, wie gross das Potenzial der Künstlichen Intelligenz werden kann, sondern wie rentabel die enormen Investitionen, die zu seiner Verwirklichung erforderlich sind, letztendlich sein werden», sagte Marktanalyst Fawad Razaqzada vom Finanzdienstleistungsunternehmen StoneX Group.
Die Nachfrage nach Chips und Rechenleistung sei zwar nach wie vor stark, doch die Anleger müssten auch angemessene Renditen für die enormen Summen sehen, die in Rechenzentren, Stromerzeugung, Netzwerke und andere Infrastrukturbereiche investiert würden, fuhr der Experte fort. Es gebe Anzeichen dafür, dass diese Bedenken auf die Kreditmärkte übergriffen.
In dem wieder für Techwerte sehr schwachen Umfeld konnten die Aktien von Tesla anfängliche Gewinne nicht halten und fielen schliesslich um 2,1 Prozent. Der Elektroautobauer hatte nach einiger Verzögerung endlich einen Sportwagen vorgestellt, der dank Raketendüsen kurze Entfernungen im Flug zurücklegen kann.
Der Schadenversicherer Travelers hatte trotz stagnierender Einnahmen und höherer Katastrophenschäden seinen Gewinn im Sommer moderat gesteigert. Das Unternehmen hatte mehr Rückstellungen für frühere Schäden aufgelöst, wodurch der Überschuss im Jahresvergleich um zwei Prozent stieg. Die Anteilscheine von Travelers gewannen im Dow 1,5 Prozent. An der Indexspitze profitierten die Papiere des Ölkonzerns Chevron mit einem Plus von 2,6 Prozent von den wieder gestiegenen Ölpreisen.
Der Finanzdienstleister Wise war im abgelaufenen dritten Quartal mit dem grenzübergreifenden Transaktionsvolumen hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Die Aktien sackten um mehr als neun Prozent ab.
(cash/AWP/Bloomberg/Reuters)

