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Egal ob Barclays, UBS oder Vontobel – momentan gibt es kaum eine Bank, welche die Aktien der VAT Group nicht lauthals zum Kauf anpreisen würde. Seit wenigen Tagen ist die Liste der zuversichtlichen Banken mit der Basler Kantonalbank sogar noch um einen Namen reicher, nutzte die zuständige Analystin Corina Hennig die zahlenbedingte Kursschwäche doch, um ihr Anlageurteil von «Marktgewichten» auf «Übergewichten» zu erhöhen. Am 700 Franken lautenden Kursziel ändert sich indes nichts.
Hennig hält die unterkühlte Börsenreaktion auf den deutlich besser als erwartet ausgefallenen Auftragseingang von letzter Woche für übertrieben. Zur Erinnerung: Mit 697 Millionen Franken fegte der Vakuumventilhersteller aus dem Rheintal im dritten Quartal die bei durchschnittlich 525 Millionen Franken liegenden Analystenerwartungen regelrecht weg.
Nicht zuletzt auch aufgrund der randvollen Auftragsbücher - geht das Unternehmen davon aus, dass der nächstjährige Umsatz deutlich über den bisher in Aussicht gestellten 1,5 bis 1,7 Milliarden Franken ausfallen dürfte. So genau will man sich diesbezüglich allerdings noch nicht in die Karten blicken lassen.
Einen Gegenpol zum Lager der zuversichtlich gestimmten Analystinnen und Analysten bildet der für AlphaValue tätige Utsav Sinha. Schon im Juli berichtete ich davon, dass der Londoner Analyst bei den Aktien der VAT Group mit «Sell» und einem 639 Franken lautenden Kursziel zum Ausstieg riet. Mit etwas mehr als 660 Franken notierten die Valoren des diesjährigen Überfliegers (+58 Prozent seit Januar) unter den hiesigen Unternehmen aus dem 30 Namen starken Swiss Leaders Index (SLI) damals nur unwesentlich darüber.
Die Aktien der VAT Group führen hierzulande das Segment der Standardwerte seit Januar unangefochten an (Quelle: www.cash.ch)
Mittlerweile stuft der AlphaValue-Analyst die Aktien mit «Reduce» ein, was nurmehr einer schwachen Verkaufsempfehlung gleichkommt. Das Kursziel scheint er allerdings mit dem Rotstift überarbeitet zu haben, gibt er dieses doch nur noch mit 615 Franken an.
Den mir vorliegenden Informationen zufolge ist Sinha der einzige Vertreter seiner Berufsgruppe, welcher die Valoren des Vakuumventilherstellers zum Verkauf empfiehlt. Eigenen Angaben zufolge will er seine nächstjährigen Gewinnschätzungen auf Basis des vorliegenden Zahlenkranzes leicht nach oben anpassen.
Anstalten, bei dieser Gelegenheit auch gleich sein Anlageurteil zu überarbeiten, macht er im mir zugespielten Kommentar nicht. Aber was nicht ist, kann bekanntlich immer noch werden.
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Schon seit Jahren feiert die UBS mit ihrer «Top 20 List» für europäische Nebenwerte einen Erfolg nach dem anderen. Auch die diesjährige Zwischenbilanz kann sich sehen lassen. Mit einem Plus von 18,6 Prozent seit Januar schneidet die Favoritenliste deutlich besser als der um gut 9 Prozent höhere Vergleichsindex ab.
In einem mir zugespielten Strategiepapier stellen die Autoren um Natasha Brilliant – der Name ist mit Blick auf die Erfolgsbilanz Programm – ihre «Top 20 List» nun grundlegend um. Neu aufgenommen werden neben den Aktien von Basic-Fit, De'Longhi, GEK Terna, Salzgitter, Scout24 und Siltronic auch jene von Huber+Suhner und Inficon. Platz machen müssen die Valoren von Brunello Cucinelli, Delivery Hero, Inchcape, Nexans, Standard Life, Savills, Theon International und Zealand Pharma.
Neben den Valoren von Inficon setzt die UBS hierzulande neuerdings auch auf jene von Huber+Suhner (Quelle: www.cash.ch)
Weiterhin Teil der Favoriten bleiben Befesa, Ceres Power, ConvaTec Group, GEA Group, Grenergy, Metso, NOBA Bank Group, Rockwool, Shawbrook Group, Trustpilot Group sowie Accelleron und Implenia aus der Schweiz.
Somit sind neuerdings gleich vier Schweizer Aktien auf der «Top 20 List» der UBS zu finden. Man könnte da schon fast von einem «Home Bias» der grössten Schweizer Bank in Sachen europäische Nebenwerte sprechen – würden die Verantwortlichen nicht in London sitzen.
Auf die jeweiligen Kursprognosen der hauseigenen Analysten abgestützt weisen übrigens die Aktien von Huber+Suhner («Buy» mit einem Zwölf-Monats-Kursziel von 300 Franken) mit 94 Prozent das höchste Aufwärtspotenzial auf, gefolgt von Implenia («Buy» mit einem Zwölf-Monats-Kursziel von 100 Franken) mit 61 Prozent und Accelleron («Buy» mit einem Zwölf-Monats-Kursziel von 93 Franken) mit 37 Prozent. Bei diesen Zahlen kommt das rechnerische Aufwärtspotenzial von Inficon («Buy» mit einem Zwölf-Monats-Kursziel von 215 Franken) mit knapp 23 Prozent fast schon bescheiden daher.
Bleibt mir nichts weiter, als Natasha Brilliant und ihren Abteilungskollegen zu wünschen, dass sie mit ihren überarbeiteten Favoriten nahtlos an die bisherigen Erfolge anknüpfen können.
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