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17:30

Der SMI schliesst am Donnerstag mit einem Minus von 1 Prozent.

Zinssorgen nach der Veröffentlichung der Protokolle der letzten Sitzung der US-Notenbank Fed haben an der Schweizer Börse am Donnerstag Verkäufe ausgelöst.

Laut den Mitschriften der Fed-Zinssitzung im Juli räumten die meisten Entscheidungsträger der Inflationsbekämpfung weiterhin Priorität ein. Angesichts der robusten Konjunkturdaten und des klaren Inflationsziels von zwei Prozent könne die Fed das Thema Zinserhöhungen noch nicht vom Tisch nehmen, erklärte ein Experte. Daher könne die Hängepartie an den Märkten bis zur nächsten Sitzung der Notenbank am 20. September weiter gehen.

Nach einer Kürzung der Umsatzprognose sackten die Aktien des Sanitärtechnikers Geberit 5 Prozent ab. Mit dem Bauchemieunternehmen Sika und dem Elektrotechnikkonzern ABB verbuchten auch andere Industrietitel deutliche Abgaben.

Einziger Standardwert mit Kursgewinnen war Alcon. Der Augenheilkonzern hatte am Vortag die Prognose angehoben und damit an der Börse einen Aufwärts-Trend eingeleitet. Ein Kursfeuerwerk verzeichneten die Schaffner-Titel. Nach einem Übernahmeangebot durch TE Connectivity kletterten die Titel des Komponentenherstellers um 75 Prozent.

Zum ausführlichen Bericht geht es hier.

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17:00

Der Kurs der Digitalwährung Bitcoin ist auf den tiefsten Stand seit Mitte Juni gefallen. Der Kurs der ältesten und nach Marktwert grössten Kryptoanlage sank am Donnerstag auf 28 334 US-Dollar. Dies ist der niedrigste Stand seit Juni. Am Morgen hatte die Digitalwährung noch bei knapp 29 000 Dollar notiert. Mitte Juli war der Bitcoin noch auf ein Jahreshoch von 31 386 Dollar gestiegen.

Trotz der jüngsten Verluste hielten sich die Kursausschläge zuletzt in vergleichsweise engen Grenzen. Zu Jahresbeginn hatte der Bitcoin noch deutlich zugelegt. Anfang Januar hatte der Bitcoin rund 16 500 Dollar gekostet.

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16:30

Der SMI befindet sich weiter im Minus bei -0,9 Prozent. Auch die Unternehmen Geberit (-5,5 Prozent), Sika (-2,5 Prozent) und ABB (-2,3 Prozent) behalten ihre Abwärtstendenz. Einzig das Pharmaunternehmen Alcon (+1.5 Prozent) und die Rückversicherungs-Gesellschaft Swiss Re (+0,1) präsentieren sich positiv.

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16:00

Nach den Vortagsverlusten bleiben die Anleger an den US-Börsen am Donnerstag vorsichtig. Der Dow Jones Industrial stand im frühen Handel zwar höher, so richtig wollte aber wieder keine Kauflust aufkommen. Der marktbreite S&P 500 legte zu. Hilfreich waren Kursgewinne bei Cisco wegen starker Quartalszahlen des IT-Ausrüsters.

Der technologielastige Nasdaq 100 jedoch konnte seine ersten Gewinne nicht lange behaupten. Er hatte am Vortag wegen der Erkenntnis, dass die US-Notenbank Fed die Tür für weitere Zinserhöhungen offen lässt, besonders stark nachgegeben

Aktuelle Konjunkturdaten untermauerten die robuste Wirtschaft in den USA und dürften weiteres Wasser auf die Mühlen jener geben, die im September einen weiteren Zinsschritt von der Fed befürchten. So hellte sich das Geschäftsklima in der Wirtschaftsregion Philadelphia im August im Monatsvergleich überraschend und auch deutlich auf. Ausserdem ist in den USA die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gesunken, was auf einen weiter robusten Arbeitsmarkt hindeutet.

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15:30

Der Dow Jones startet am Donnerstag mit einem Plus von 0,25 Prozent. Auch der Nasdaq (+0,3 Prozent) und der S&P 500 (+0,3 Prozent) legen zu.

Starke Bilanzen großer Konzerne lindern die Enttäuschung der US-Investoren nach den Protokollen der letzten Sitzung der US-Notenbank Fed. 

Für gute Stimmung sorgte unter anderem Cisco. Die Aktie des Netzwerkausrüsters gewann mehr als fünf Prozent. Konzernchef Chuck Robbins wies trotz einer enttäuschenden Umsatzprognose auf große Marktanteilgewinne im vergangenen Quartal hin. "Wir denken, die Ergebnisse sehen gut aus", schrieben die Experten von Jefferies. "Die Bestellungen gehen zwar zurück, da sich die Lieferkette normalisiert. Glücklicherweise verfügt Cisco über einen großen Auftragsbestand, der ihm helfen sollte, diese Zeit zu überstehen."

Auch der Einzelhandelsriese Walmart überzeugte die Anleger mit einem optimistischeren Ausblick. Die Aktien gewannen gut ein Prozent. Der Gewinn soll 2023 dank der starken Nachfrage nach billigen Lebensmitteln zwischen 6,36 und 6,46 Dollar je Aktie liegen. Zuvor war das Unternehmen von 6,10 bis 6,20 Dollar ausgegangen.

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15:00

Der Broker IG taxiert den Dow Jones Industrial 0,05 Prozent höher auf 34'785 Punkte, nachdem der US-Leitindex tags zuvor um ein halbes Prozent nachgegeben hatte.

Der Nasdaq 100 dürfte am Donnerstag mit plus 0,4 Prozent auf 14'943 Punkte starten. Der technologielastige Auswahlindex hatte am Mittwoch nach dem Zinsprotokoll der Fed mit minus 1,1 Prozent deutlicher nachgegeben. Die US-Notenbank liess die Tür für weitere Zinserhöhungen offen, was vor allem Anlegern von Tech-Unternehmen nicht so recht schmeckt. Solche Konzerne gelten als besonders zinssensitiv.

Zugleich stehen am Rentenmarkt die US-Staatsanleihen unter Druck, die Renditen steigen. Unternehmensseitig steht vor allem der Einzelhandelsriese Walmart im Fokus, dessen Quartalsbilanz deutlich macht, dass die US-Verbraucher weiterhin bereit sind Geld auszugeben, wie Marktanalyst Edward Moya vom Broker Oanda resümiert.

Aktuelle Konjunkturdaten untermauerten die robuste Wirtschaft in den USA und dürften weiteres Wasser auf die Mühlen jener geben, die einen Zinsschritt der US-Notenbank auch im September befürchten. So hellte sich das Geschäftsklima in der Wirtschaftsregion Philadelphia im August im Monatsvergleich überraschend und auch deutlich auf. Es signalisiert nun wieder Wachstum. Zudem sank die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe deutlicher als erwartet.

Unter den Einzelwerten legten die Anteile von Walmart vorbörslich um rund ein Prozent zu. Der Einzelhändler rechnet nach einem unerwartet starken zweiten Quartal für das Gesamtjahr mit noch besseren Geschäften. Er hob daher seine Umsatz- und Ergebnisziele erneut an. Bereits nach dem ersten Quartal hatte Walmart seine Ziele höher gesteckt. Die bereits hohen Erwartungen an Walmart seien übertroffen worden, das Unternehmen habe geliefert, lobte etwa Analyst Steven Shemesh von RBC Research.

Der Telekomausrüster Cisco indes stellt sich im gerade angebrochenen Geschäftsjahr 2023/24 auf ein langsameres Wachstum ein, bekräftigte aber nichtsdestotrotz seine Ziele. Analyst Samik Chatterjee von JPMorgan lobte den Auftragseingang, der sei überdurchschnittlich stark gewachsen sei und den Umsatzausblick des Konzerns untermauere. Die Aktie gewann vor dem Handelsstart 2,4 Prozent.

Dass der britische Rüstungskonzern BAE Systems die Luft- und Raumfahrttocher Ball Aerospace der Ball Corporation für 5,55 Milliarden US-Dollar übernehmen will, sorgte für ein Kursplus von 3,9 Prozent beim Mutterunternehmen.

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14:30

Die Aktien des Pharmakonzerns Alcon gewinnen 2,8 Prozent auf 73,36 Franken, während der Gesamtmarkt gemessen am Swiss Market Index (SMI) 0,5 Prozent tiefer steht.

JPMorgan stuft das Rating für Alcon nach den jüngsten Geschäftszahlen auf "Overweight" von "Neutral" hoch und erhöht das Kursziel auf 78,60 von 71 Franken.

Die Sorge um das Wachstum von Implantaten dürfte seines Erachtens nur von kurzer Dauer sein, schreibt Analyst David Adlington. Als
wichtig erachte er den Aufbau eines guten Rufs für beständige Umsatzsteigerungen sowie die schrittweise Änderung in der Einschätzung des Marktwachstums durch das Management. Zudem sollte seiner Einschätzung nach der Wechselkurs im zweiten Halbjahr 2023 (insbesondere im vierten Quartal) nach einer langen Periode des Gegenwinds zu einem Rückenwind werden. Er sehe denn auch insgesamt Spielraum für weitere Anpassungen nach oben, so der Analyst .

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Neue Kursziele und Ratings für Schweizer Aktien:

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13:40

Die Aktien der Grossbank UBS gewinnen 0,8 Prozent auf 20,97 Franken - plus 21 Prozent seit Jahresbeginn. Kurzzeitig ist der Titel über die Marke von 21 Franken gestiegen -  ein Kursniveau, das zuletzt 2015 erreicht wurde.

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13:25

Der Kurs des Euro hat am Donnerstag im weiteren Verlauf zum US-Dollar etwas zugelegt. Aktuell wird die Gemeinschaftswährung bei 1,0885 Dollar gehandelt. Am Morgen hatte sie noch etwas schwächer notiert.

Das Währungspaar Euro/Franken zeigt sich derzeit bei 0,9564 und damit im Vergleich zum früheren Morgen (0,9568) kaum verändert. Zwischenzeitlich ging es allerdings auf 0,9553 zurück. Der Dollar sank dagegen wieder unter die Marke von 0,88 auf aktuell 0,8785 nach 0,8803 Franken am Donnerstagmorgen.

Der Dollar hat nur vorübergehend vom Protokoll zur jüngsten Sitzung der US-Notenbank Fed profitiert. Das zeigte, dass die Notenbanker sich die Tür für weitere Zinserhöhungen im Kampf gegen die Inflation offen halten. Klare Hinweise auf eine weitere Zinserhöhung gab es aber auch nicht. Die Stimmung an den Finanzmärkten blieb trüb.

Am Nachmittag stehen in den USA noch Daten zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe auf dem Programm. Der Arbeitsmarkt wird von der US-Notenbank stark beachtet, da er Auswirkungen auf die Inflation hat. Zudem werden noch regionale Frühindikatoren veröffentlicht. Der Fokus dürfte nach Einschätzung von Antje Praefcke, Devisenexpertin der Commerzbank, weiter auf dem Dollar liegen. Schliesslich kämen aus der Eurozone derzeit kaum Nachrichten. "Aus der EZB sind keine Töne zu vernehmen, erst wieder Ende August treten die ersten Redner auf", so Praefcke.

Der chinesische Yuan erholte sich ein wenig von seinen jüngsten Verlusten. Die Notenbank versuchte zuletzt, die Währung zu stabilisieren. Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, dass sie staatliche Banken aufgefordert habe, zur Stabilisierung der Währung beizutragen. Angesichts einer schwächelnden Wirtschaft war der Yuan an den vergangenen Tagen deutlich unter Druck geraten.

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13:10

Die Futures für die US-Aktienmärkte notieren im Plus: 

Dow Jones Futures: +0,20 Prozent
S&P 500 Futures: +0,17 Prozent
Nasdaq Futures: +0,13 Prozent

Die Schweizer Börse gemessen am Swiss Market Index (SMI) steht 0,4 Prozent tiefer bei 10'945 Punkten.

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11:30

Der SMI der Standardwerte fällt um 0,6 Prozent auf 10'931 Punkte. Das Tagestief notierte er bei 10'900 Punkten. Der SLI, in dem die 30 wichtigsten Aktien enthalten sind, schwächt sich um 0,5 Prozent ab auf 1723 und der breite SPI um 0,5 Prozent auf 14'420 Zähler. 

Dabei kann der Leitindex SMI im Verlauf die Einbussen aber ein wenig eingrenzen. Die Aussicht auf möglicherweise weiter steigende Leitzinsen in den USA habe die Stimmung merklich eingetrübt, heisst es am Markt. Dabei habe die US-Notenbank Fed mit der Veröffentlichung des Protokolls der jüngsten Sitzung nicht wirklich überrascht, heisst es am Markt. "Dass sich das Fed alle Optionen offen lässt, war ja zu erwarten", so ein Händler.

Die Marktteilnehmer störten sich aber daran, dass das Fed eingeräumt hat, dass die Konjunkturabkühlung aufgrund der kumulativen Straffung der Geldpolitik stärker als erwartet ausfallen könnte. Und dass für das Fed die (noch immer zu hohe) Inflation die Hauptsorge bleibe. Dies habe die Zins- und Konjunktursorgen verstärkt. Dies umso mehr, weil mit China ein weiterer grosser Wirtschaftsraum und Konjunkturmotor angeschlagen sei, meint ein Händler. Da das Fed datenabhängig entscheiden will, dürfte die Hängepartie an den Märkten bis zum nächsten Fed-Meeting am 20. September weiter gehen. Bis dahin könnten aber von dem in einer Woche beginnenden jährlichen Notenbanker-Treffen in Jackson Hole Impulse ausgehen.

Im Fokus stehen die Aktien von Geberit (-4,2 Prozent). Der Sanitärtechnikkonzern leidet unter der nachlassenden Baukonjunktur in Europa und hat 14 Prozent weniger Umsatz erzielt. Der Gewinn ging um 8,4 Prozent zurück. Damit hat Geberit die Analysten-Erwartungen auf allen Ebenen verfehlt. Kritisiert wurde zudem die "vorsichtige" Prognose.

Im Sog der schwachen US-Technologiebörse Nasdaq werden ausserdem Technologiewerte wie Logitech, AMS Osram, VAT sowie Temenos und die Wachstumstitel wie Sonova, Straumann und Lonza verkauft, wie Abschläge zwischen 2,2 und 1,0 Prozent zeigen. Zu den Verlierern zählen zudem zyklische Werte wie Sika, Kühne + Nagel, ABB und SGS mit Abschlägen von einem bis 1,6 Prozent.

Bei den SMI-Riesen fallen vor allem Roche (-1,0 Prozent) negativ auf. Aber auch Nestlé und Novartis (je -0,4 Prozent) belasten den Gesamtmarkt.

Auf der anderen Seite ziehen Alcon (+1,9 Prozent) an. Die kürzlich veröffentlichten Zahlen und eine Kaufempfehlung von JPMorgan sorgen laut Händlern für Auftrieb.

Ebenfalls fester notieren Swatch (+1,2 Prozent). Dagegen geben die Anteile von Richemont (-1,0 Prozent) klar nach. Ein Händler meint, Swatch hinkten der Entwicklung von Richemont und des Sektors hinterher und hätten damit durchaus ein gewisses Aufholpotenzial.

Auch Swiss Re (+0,6 Prozent) und Lindt & Sprüngli PS (+0,2 Prozent) legen gegen den allgemeinen Trend zu.

UBS gewinnen 0,9 Prozent auf 20,99 Franken. Kurzzeitig markiert der Grossbanktitel mit 21 Franken gar den höchsten Stand seit 2015.

Auf den hinteren Reihen steigen Siegfried (+4,2 Prozent), DocMorris (+4,9 Prozent), Komax (+3,7 Prozent), Orascom (+2,1 Prozent) und Phoenix Mecano (+2,0 Prozent) nach Zahlen. Die Anteile von Meyer Burger (-2,5 Prozent) und Schweiter (-1,1 Prozent) büssen ebenfalls nach Zahlen Terrain ein.

Schaffner schnellen nach einem Übernahmeangebot sogar um rund 75 Prozent nach oben auf 493 Franken. Die US-Sensorikfirma TE Connectivity bietet 505 Franken für jede Aktie.

Dagegen büssen Implenia weitere 6,7 Prozent ein. Schon am Vortag war der Kurs nach Veröffentlichung eines als guttaxierten Semesterberichts um 5,4 Prozent gefallen. Die Aktien von Hochdorf (-0,8 Prozent) konsolidieren laut Händlern den jüngsten von spekulativen Käufen unterstützten kräftigen Kursanstieg.

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11:00

Der schwedische Videospiele-Entwickler Embracer hält die Investoren mit seinem Ausblick bei der Stange. Trotz eines etwas schwächer als erwartet ausgefallenen Betriebsergebnisses für den Zeitraum April bis Juni steigen die Aktien der Macher von Tomb Raider in Stockholm um 3,8 Prozent. "Wir sind jetzt zuversichtlicher, was die Erträge in diesem Jahr angeht, und wir sind auf dem richtigen Weg, das Restrukturierungsprogramm umzusetzen", sagte Konzernchef Lars Wingefors.

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09:45

Der SMI der Standardwerte notiert um 0,6 Prozent tiefer mit 10'922 Punkten. Der SLI, in dem die 30 wichtigsten Aktien enthalten sind, fällt um 0,6 Prozent auf 1722 und der breite SPI um 0,7 Prozent auf 14'399 Zähler.

Das am Vorabend veröffentlichte Sitzungsprotokoll der US-Notenbank Fed sorgt laut Händlern für nachgebende Kurse. In dem Protokoll habe sich das Fed alle Optionen offengelassen, was auch die Möglichkeit weiterer Leitzinserhöhungen in den USA miteinschliesse, heisst es am Markt. Damit dürften die Zinsen auf jeden Fall länger auf dem erhöhten Niveau bleiben, wird nun befürchtet.

Das Protokoll sei zwar nicht wesentlich vom allgemein restriktiven Tonfall der letzten Monate abgewichen, schreibt die Credit Suisse. Aber die Konjunkturabkühlung könnte aufgrund der kumulativen Straffung der Geldpolitik stärker als erwartet ausfallen. Dennoch bleibe die Inflation die Hauptsorge des Fed, so die CS. Dadurch hätten sich die Zins- und Konjunktursorgen verstärkt. Dies umso mehr, als mit China ein weiterer grosser Wirtschaftsraum angeschlagen sei, meint ein Händler.

Im Fokus stehen Geberit (-2,8 Prozent). Der Sanitärtechnikkonzern hat deutlich weniger Umsatz erzielt und die Erwartungen auf allen Ebenen verfehlt.

Im Sog der schwachen US-Technologiewerte stimmen auch AMS Osram (-1,8 Prozent), VAT (-1,5 Prozent) und Logitech (-1,7 Prozent) in den Abwärtstrend ein. Auch Wachstumswerte wie Sonova (-2,5 Prozent) und Straumann (-1,7 Prozent) sowie Lonza (-0,8 Prozent) geben klar nach. Zu den Verlierern zählen zudem zyklische Werte wie Sika, ABB und SGS mit Abschlägen von mehr als einem Prozent.

Für Druck auf dem Gesamtmarkt sorgen zudem die Schwergewichte Nestlé, Novartis und Roche, die Kurseinbussen von gegen einem Prozent verbuchen.

Auf der anderen Seite ziehen Alcon (+1,4 Prozent) an. Die kürzlich veröffentlichten Zahlen und eine Kaufempfehlung von JPMorgan sorgen laut Händlern für Auftrieb.

Auf den hinteren Reihen steigen Siegfried (+6,3 Prozent) nach Zahlen. Und Schaffner schnellen nach einem Übernahmeangebot sogar um rund 75 Prozent nach oben.

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09:05

Der Swiss Market Index (SMI) verliert 0,6 Prozent auf 10'931 Punkte. 

Der Schweizer Aktienmarkt startet am Donnerstag schwächer. Grund dafür sind laut Händlern Kursverluste an der Wall Street, die nach dem am Vorabend veröffentlichte Sitzungsprotokoll der US-Notenbank Fed eingetreten sind. In dem Protokoll habe sich das Fed alle Optionen offengelassen, was auch die Möglichkeit weiterer Leitzinserhöhungen in den USA miteinschliesse, heisst es am Markt. Damit dürften die Zinsen auf jeden Fall länger auf dem erhöhten Niveau bleiben, wird nun befürchtet.

Dies habe die Marktstimmung merklich eingetrübt, meint ein Händler und verweist auf die hohe Bewertung an vielen Aktienbörsen. Das Protokoll sei zwar nicht wesentlich vom allgemein restriktiven Tonfall der letzten Monate abgewichen, schreibt die Credit Suisse. Das Fed habe aber auch eingeräumt, dass die Konjunkturabkühlung aufgrund der kumulativen Straffung der Geldpolitik stärker als erwartet ausfallen könnte. Dennoch bleibe die Inflation die Hauptsorge des Fed, so die CS. Dadurch hätten sich die Konjunktursorgen verstärkt. Dies umso mehr, als mit China ein weiterer grosser Wirtschaftsraum angeschlagen sei, meint ein Händler.

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08:05

Der Swiss Market Index (SMI) wird bei der Bank Julius Bär vorbörslich 0,41 Prozent tiefer geschätzt. Alle 20 SMI-Titel notieren im Minus. Am deutlichsten ist dieses bei Geberit (-3,3 Prozent). Dies, obwohl der Sanitärtechnikkonzern einmal mehr seine Widerstandskraft in schwierigem Umfeld beweist. So konnte die operative Gewinnmarge trotz eines deutlichen Umsatzrückgangs im ersten Semester 2023 klar verbessert werden.

Der breite Markt verliert 0,39 Prozent. Einzig Siegfried (+1,7 Prozent) und DoMorris (+1,6 Prozent) stehen nach Zahlen höher. Der Online-Apotheker hat im ersten Semester 2023 wie erwartet weniger umgesetzt und unter dem Strich auch klar weniger verdient.

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07:50

Der Euro hat zum US-Dollar am Donnerstag an die Verluste vom Vortag angeknüpft. So rutschte die Gemeinschaftswährung weiter unter 1,09 US-Dollar und wird aktuell zu 1,0871 Dollar gehandelt. Das ist etwas tiefer als am Vorabend.

Zum Franken bewegte sich der Euro indes kaum. Mit derzeit 0,9568 Franken liegt er auf dem Niveau vom Vorabend. Das Dollar/Franken-Währungspaar fand derweil den Weg zurück über die Marke von 0,88. Aktuell wird der Dollar zu 0,8803 Franken umgesetzt nach 0,8796 Franken am Mittwochabend.

Auf dem Euro-Kurs lastet auch das Protokoll zur jüngsten Sitzung der US-Notenbank Fed. Das zeigt, dass die Notenbanker sich die Tür für weitere Zinserhöhungen im Kampf gegen die Inflation offen halten. Das sorgt für eine allgemein trübe Stimmung an den Finanzmärkten, die aktuell bereits unter Konjunktursorgen leidet. Als sicher geltende Anlagen wie der US-Dollar werden stärker nachfragt, und die Gemeinschaftswährung gibt im Gegenzug nach.

Im Tagesverlauf stehen zunächst nur wenige Konjunkturdaten auf dem Programm, an denen sich die Anleger orientieren könnten. Erst am Nachmittag könnten Stimmungsdaten aus der US-Industrie und wöchentliche Daten vom amerikanischen Arbeitsmarkt für frischen Schwung sorgen.

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07:35

Nach negativen Vorgaben der Wall Street dürfte es am deutschen Aktienmarkt am Donnerstag zunächst ebenfalls abwärts gehen. Der Dax wird Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge niedriger starten. In Erwartung frischer Zinssignale aus den USA hatten die Anleger an den europäischen Börsen am Mittwoch die Füsse stillgehalten. Der deutsche Leitindex war 0,1 Prozent höher bei 15'789 Punkten aus dem Handel gegangen.

Die nach Handelsschluss in Europa veröffentlichten Sitzungsprotokolle der US-Notenbank Fed hatten die US-Börsen stärker ins Minus gedrückt. Die Währungshüter sind sich demnach uneins über die Notwendigkeit weiterer Zinserhöhungen. Während einige Teilnehmer auf die Risiken für die Wirtschaft hinwiesen, räumten die meisten Entscheidungsträger der Inflationsbekämpfung weiterhin Priorität ein. Am Donnerstag stehen für die Anleger ansonsten US-Konjunkturdaten im Mittelpunkt. Neben den wöchentlichen Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe werden die Frühindikatoren und der Philly-Fed-Konjunkturindex erwartet. Zudem steht der Quartalsbericht des US-Einzelhändlers Walmart an. 

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06:10

Der Swiss Market Index (SMI) steht vorbörslich gemäss der IG Bank um 0,43 Prozent tiefer.

Die Stimmung an den internationalen Finanzmärkten ist weiter im Keller. Ein anfänglicher Stabilisierungsversuch der US-Börsen nach den Vortagsverlusten hatte am Mittwoch an den US-Börsen nicht lange angehalten. Wegen der Erkenntnis aus dem Sitzungsprotokoll der US-Notenbank Fed, dass die Tür für weitere Zinserhöhungen offen bleibt, konnte die jüngste Abwärtsbewegung nicht gestoppt werden. "Ein restriktives Fazit war nicht das, was Anleger hören wollten", sagte ein Händler. Vor allem die zinsempfindlichen Technologie-Titel waren entsprechend unter Druck.

Hierzulande steht nochmal ein Tag mit vielen Halbjahresergebnissen an. Im Fokus wird dabei mit dem Sanitärtechniker Geberit nochmals ein SMI-Titel sein. Gegenüber dem ersten Halbjahr 2022 sollte der Umsatz laut Analystenschätzungen zwar deutlich zurückgegangen sein, vor allem in der Berichtswährung Schweizer Franken. Bei einem vergleichbaren EBIT sollte die Marge hingegen deutlich gestiegen sein. Neben Geberit stehen weitere mehr oder weniger wichtige Industrie-Titel wie Komax, Meyer Burger, Phoenix Mecano, Schweiter, Siegfried, Schlatter, DocMorris oder die Banken BCV, TKB und VP Bank mit ihren H1-Zahlen auf der Agenda.

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05:40

Die jüngsten Handelsdaten aus Japan, die schleppende Konjunkturerholung in China und die Sorgen der Anleger über weitere Zinserhöhungen der US-Notenbank verunsichern am Donnerstag die Anleger in Asien. Die zwar besser als erwartet ausgefallen Exportdaten aus Japan zeigen dennoch einen Einbruch der Ausfuhren auf ein Rekordtief seit 2021. Die Exportdaten aus Japan fielen zwar besser aus als erwartet, zeigten aber dennoch einen Einbruch der Ausfuhren auf den niedrigsten Stand seit 2021. Die Exporte sanken im Jahresvergleich um 0,3 Prozent, wie das Finanzministerium mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten ein Minus von 0,8 Prozent erwartet.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index notierte 0,9 Prozent tiefer bei 31'479 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 0,6 Prozent auf 2248 Punkte. Der Uniqlo-Mutterkonzern Fast Retailing verlor 2,2 Prozent und war damit der grösste Belastungsfaktor für den Nikkei. Auch Aktien aus dem Tourismussektor tendierten überraschend schwächer, obwohl offizielle Daten eine deutliche Erholung der Branche signalisiert hatten. Offizielle Daten vom Mittwoch zeigten, dass die Zahl der Besucher in Japan im Juli auf den höchsten Stand seit der Pandemie gestiegen ist. Ein schwächerer Yen kurbelte den Tourismus an und trug zu einem Wachstumsschub in der drittgrössten Volkswirtschaft der Welt bei.

Die Börse in Shanghai lag unverändert. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen trat auf der Stelle. Eine Reihe von Konjunkturdaten hatte in den vergangenen Tagen auf eine stotternde Erholung nach der Pandemie hingedeutet. "Anleger, die angesichts der schwachen Konjunktur auf eine aggressivere Unterstützung durch die Politik gehofft hatten, wurden enttäuscht, da die jüngsten schrittweisen Massnahmen nicht ausreichten, um das Vertrauen wiederherzustellen", sagte Taylor Nugent von der NAB. Die sich verschärfende Krise im Immobiliensektor trägt zu den Sorgen der zweitgrössten Volkswirtschaft der Welt bei. Ausbleibende Zahlungen und fallende Immobilienpreise trübten die Stimmung weiter ein.

Nach der Veröffentlichung der Protokolle der jüngsten Fed-Sitzung schloss die Wall Street im Minus - die Währungshüter sind sich demnach uneins über die Notwendigkeit weiterer Zinserhöhungen. "Einige Teilnehmer" wiesen auf die Risiken für die Wirtschaft hin, die ein zu starker Zinsanstieg mit sich bringe, während "die meisten" Entscheidungsträger der Inflationsbekämpfung weiterhin Priorität einräumten. "Wir glauben, dass die Fed die Zinssätze im September tatsächlich unverändert lassen wird, aber wir glauben nicht, dass sie die letzte prognostizierte Zinserhöhung durchführen wird", sagten ING-Ökonomen in einer Notiz und wiesen darauf hin, dass weitere Zinserhöhungen die Wahrscheinlichkeit einer Rezession erhöhen könnten.

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05:35

Im asiatischen Devisenhandel blieb der Dollar fast unverändert bei 146,38 Yen und legte 0,2 Prozent auf 7,3141 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notierte er kaum verändert bei 0,8802 Franken. Parallel dazu fiel der Euro um 0,1 Prozent auf 1,0865 Dollar und gab 0,1 Prozent auf 0,9564 Franken nach. Das Pfund Sterling verlor 0,1 Prozent auf 1,2716 Dollar.

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00:00

Ein anfänglicher Stabilisierungsversuch nach den Vortagsverlusten hat am Mittwoch an den US-Börsen nicht lange angehalten. Wegen der Erkenntnis aus dem Sitzungsprotokoll der US-Notenbank Fed, dass die Tür für weitere Zinserhöhungen offen bleibt, konnte die jüngste Abwärtsbewegung nicht gestoppt werden. Ein restriktives Fazit war nicht das, was Anleger hören wollten.

Der technologielastige Leitindex Nasdaq 100 erreichte unter der Marke von 14'900 Punkten den tiefsten Stand seit Ende Juni. Da er als besonders zinsempfindlich gilt, verbuchte er mit einem Abschlag von 1,1 Prozent auf 14'876,47 Punkte die grössten Verluste. Der Dow Jones Industrial fiel um 0,5 Prozent auf 34'765,74 Zähler, während der marktbreite S&P 500 um 0,8 Prozent auf 4404,33 Punkte nachgab.

"Die meisten Teilnehmer sahen weiterhin erhebliche Aufwärtsrisiken für die Inflation, die eine weitere Straffung der Geldpolitik erforderlich machen könnten", heisst es in dem Protokoll. Einen klaren Hinweis auf das weitere Vorgehen gab es aber nicht. Die ING Bank folgerte in einem Kommentar, das Komitee der Fed sei gespalten. Die Niederländer glauben aber nicht an eine weitere Zinserhöhung, sondern rechnen im September mit einer Pause.

Im Hintergrund schwelten auch weiter Sorgen um China wegen der dort dürftigen Wirtschaftserholung und einer sich zuspitzenden Lage im Immobiliensektor. Dazu trug die US-Ratingagentur Fitch mit der Ankündigung, ihre Bewertung für die Kreditwürdigkeit chinesischer Staatsanleihen eventuell überdenken zu wollen, bei.

Unter den Einzelwerten waren die Target-Aktien mit einem Anstieg um drei Prozent eine positive Erscheinung. Vor dem Hintergrund sehr niedriger Erwartungen, auf die der Experte Dean Rosenblum von Bernstein Research verwies, überraschte der Discounter mit einem besser als erwarteten Ergebnis je Aktie und einer überraschend starken Bruttomarge im zweiten Quartal.

In dem von Unsicherheit geprägten Marktumfeld waren Versicherungsaktien den Anlegern eine Zuflucht. Dies zeigte sich an der Dow-Spitze bei Travelers mit einem Anstieg um 1,2 Prozent. Im erweiterten Branchenkreis zogen die Papiere von Allstate um 4,4 Prozent an.

Mit einem Abschlag von 3,6 Prozent waren die Titel des Chipkonzerns Intel im Dow das Schlusslicht. Der Halbleiterkonzern blies die milliardenschwere Übernahme des israelischen Halbleiterkonzerns Tower Semiconductor wegen fehlender Genehmigungen ab. Auch wenn dies von Experten nicht als grosse Überraschung angesehen wurde, rutschten die Papiere des Übernahmeziels um mehr als zehn Prozent ab. Zu Intel sagte der Bernstein-Experte Stacy Rasgon, das Scheitern enttäusche mit Blick auf den geplanten Ausbau der Fertigungskapazitäten etwas.

An der Nasdaq setzten die Aktien von Tesla , die neuerdings auf einem Zehnwochentief stehen, ihre jüngste Talfahrt mit einem Abschlag von drei Prozent fort. Seit ihrem Zwischenhoch im Juli haben sie schon fast ein Viertel eingebüsst. Weiterhin verstimmen hier Preissenkungen die Anleger: Der Elektroautobauer reduzierte innerhalb von drei Tagen zum zweiten Mal seine Preise für bestimmte Modelle in China.

Ansonsten blieben die Blicke auf die Anteile des vietnamesischen Elektroautobauers Vinfast gerichtet, der am Vortag fulminant an der Nasdaq gestartet war. Nach der Kursvervielfachung ging nun fast ein Fünftel des Börsenwertes wieder verloren. Mit dem starken Debüt hatte Vinfast, das über den Umweg einer Zweckgesellschaft an die Börse ging, die Bewertung der grossen US-Autobauer Ford und General Motors locker übertroffen.

(cash/AWP/Reuters/Bloomberg)