18:30

Zum aktuellen Geschehen im Dow Jones geht es hier.

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17:30

Der SMI schliesst am Dienstag mit einem leichten Plus von 0,01 Prozent bei 11'143 Punkten.

Die Aussicht auf weiter steigende Zinsen und damit einhergehende Sorgen über eine Konjunkturflaute dämpften die Risikobereitschaft der Investoren.

EZB-Präsidentin Christine Lagarde signalisierte beim jährlichen Forum der Notenbank im portugiesischen Sintra unter Verweis auf die hartnäckige Inflation eine weitere geldpolitische Straffung. Auch der Schweizer Notenbankchef Thomas Jordan sieht den Zinsgipfel noch nicht erreicht.

Bei den Bluechips hielten sich Verlierer und Gewinner die Waage, ein Branchentrend zeigte sich nicht. Grösster Gewinner war das Computerzubehör-Unternehmen Logitech mit 2,6 Prozent Kursplus. Die Aktien des Luxusgüterherstellers Richemont, des Elektrotechnikkonzerns ABB sowie der beiden Versicherer Swiss Life und Swiss Re rückten mehr als ein Prozent vor.

Die rote Laterne hielt der Arzneimittel-Auftragshersteller Lonza mit 1,2 Prozent Kursabschlag. Der Aromen- und Dufthersteller Givaudan verlor 1 Prozent an Wert und der Pharmariese Roche 0,8 Prozent. 

Zum ausführlichen Bericht geht es hier.

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17:00

Gegenüber dem Franken hat der Euro am Dienstag Boden gutgemacht. Das Währungspaar EUR/CHF notierte zuletzt bei 0,9808 und damit wieder merklich über der Marke von 0,98, die es vergangenen Freitag unterschritten hatte. Zum Dollar bewegte sich der Franken hingegen kaum, das USD/CHF-Paar notierte mit 0,8957 praktisch auf demselben Level wie schon am Vorabend.

Am Nachmittag wurde der Euro bei 1,0949 US-Dollar gehandelt. Im frühen Handel hatte der Euro nur knapp über 1,09 Dollar notiert.

EZB-Präsidentin Christine Lagarde signalisierte im Kampf gegen die hohe Inflation erneut eine weitere Zinserhöhung. "Unsere Aufgabe ist noch nicht erfüllt. Sofern sich die Aussichten nicht wesentlich ändern, werden wir die Leitzinsen im Juli erneut anheben", sagte sie bei einer Konferenz der Notenbank im portugiesischen Sintra. Es sei "unwahrscheinlich, dass eine Zentralbank in naher Zukunft mit absoluter Überzeugung erklären kann, dass die Leitzinsen ihren Höchststand erreicht haben". Die Tagung der Notenbanker dauert bis Mittwochnachmittag.

Nach überraschend starken Konjunkturdaten aus den USA gab der Euro einen kleinen Teil seiner Kursgewinne am Nachmittag wieder ab. So sind Daten zum Verbrauchervertrauen und vom Immobilienmarkt besser als erwartet ausgefallen. Eine stärkere Konjunkturentwicklung treibt die Inflationsentwicklung. Dies spricht für weitere Leitzinserhöhungen in den USA.

Weiter unter Druck stand die türkische Lira. In der Nacht zu Dienstag wurden erneut Rekordtiefstände zu Euro und Dollar erreicht. Seit Ende Mai steht die türkische Währung unter starkem Verkaufsdruck. Die deutliche Leitzinsanhebung der türkischen Notenbank vom vergangenen Donnerstag konnte den Kurs nicht stabilisieren. Nach Einschätzung vieler Ökonomen ist die Anhebung angesichts der hohen Inflation zu niedrig ausgefallen.

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16:15

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte zur Eröffnung 0,1 Prozent höher bei 33.739 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 rückte um 0,2 Prozent auf 4337 Zähler vor. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,4 Prozent auf 13.389 Stellen.

Die US-Industrie hat im Mai überraschend ein Auftragsplus eingefahren. Auch die Daten zum US-Verbrauchervertrauen fielen unerwartet stark aus. Analysten zufolge interpretierten die Investoren die Zahlen als Hinweis, dass die US-Notenbank Fed sich ihrem Ziel nähert, mit Zinserhöhungen die Inflation zu dämpfen, ohne die Wirtschaft abzuwürgen. "Die Märkte halten nach jedem Hinweis Ausschau, der die Unklarheiten bezüglich der künftiger Zinspolitik der Fed aus dem Weg räumen könnte", sagte Peter Andersen, Gründer des Vermögensverwalters Andersen Capital Management.

Die nachlassende Nachfrage nach Covid-19-Tests und -Impfstoffen belastete unterdessen die Aktie von Walgreens Boots. Die Papiere der US-Apothekenkette brachen nach einer Prognosesenkung um neun Prozent ein. Das Unternehmen peilt im Geschäftsjahr 2022/2023 nun einen bereinigten Gewinn je Aktie von 4,00 bis 4,05 Dollar an, bisher waren 4,45 bis 4,65 Dollar in Aussicht gestellt worden. 

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15:30

Der Dow Jones startet am Dienstag mit einem Plus von 0,11 Prozent. Auch der S&P 500 (+ 0,28 Prozent) und der Nasdaq (+ 0,42) legen zu.

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15:00

Der Broker IG taxiert den Dow Jones Industrial bei 33'707 Punkten weiter kaum bewegt. Dagegen sieht IG den Nasdaq 100 nach den deutlichen Kurseinbussen zu Wochenbeginn mit einem Plus von 0,5 Prozent auf 14'761 Punkte ein wenig stabilisiert.

In der Vorwoche hatten die Aktienmärkte weltweit wegen der grassierenden Zins- und Konjunktursorgen deutliche Kursabschläge erlitten. Dementsprechend schauen die Anleger mit Argusaugen auf Konjunkturdaten, die Hinweise auf die Verfassung der weltgrössten Volkswirtschaft sowie die weitere Geldpolitik der US-Notenbank Fed geben könnten.

Diese hatte auf ihrer letzten Sitzung Mitte Juni wie weithin erwartet eine Pause in ihrem Zinserhöhungszyklus eingelegt, aber klare Signale für weitere Anhebungen gesendet. Dabei hatte Fed-Chef Jerome Powell aber auch betont, dass die Währungshüter sich nicht festlegten und ihre konkreten Entscheidungen erst auf der jeweiligen Zinssitzung träfen. Bis zum Zinsentscheid am 26. Juli ist es noch einen Monat hin.

Die vorbörslich veröffentlichten Auftragseingänge langlebiger Güter, die im Mai gegenüber dem Vormonat überraschend weiter gestiegen waren, hatten einen moderat positiven Einfluss auf die Kurse. Ebenfalls noch vor dem Handelsstart steht der FHFA-Hauspreisindex auf der Agenda. Im frühen Handel folgen Daten für die Verkäufe neuer Häuser sowie das Verbrauchervertrauen.

Einige Unternehmensnachrichten sorgten schon vor Handelsbeginn für deutliche Kursausschläge. Ein Insolvenzantrag des Elektro-Lkw-Herstellers Lordstown Motors liess dessen Aktien um rund 60 Prozent abstürzen. Das Unternehmen kündigte zudem wegen angeblich ausgebliebener vereinbarter Investitionen eine Klage gegen den taiwanischen Auftragsfertiger Foxconn an.

Bei der Apothekenkette Walgreens Boots Alliance mussten die Anleger einen Kursverlust von 8,5 Prozent verkraften. Der Dow-Konzern revidierte nach einer enttäuschenden Gewinnentwicklung im dritten Geschäftsquartal sein Ergebnisziel für das Jahr nach unten. Seit Anfang 2023 zählen die Aktien zu den schwächsten Werten im US-Leitindex.

Dagegen legten die Papiere von Delta Air Lines um 1,2 Prozent zu. Die Fluggesellschaft teilte auf einer Investorenveranstaltung mit, sie erwarte den diesjährigen Gewinn am oberen Ende der bisherigen Zielspanne. Den Ausblick auf das kommende Jahr bestätigte das Unternehmen.

Derweil euphorisierte eine Übernahmeofferte die Anteilseigner von American Equity : Die Aktien des Versicherers sprangen um knapp 17 Prozent auf 52,62 Dollar hoch, nachdem der Vermögensverwalter Brookfield Asset Management ein Kaufangebot von 55 Dollar je Aktie auf den Tisch gelegt hatte. Die Brookfield-Papiere verloren 1,5 Prozent.

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Die Schweizer Börse gemessen am Swiss Market Index (SMI) verliert 0,2 Prozent auf 11'125 Punkte.

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14:05

Der italienische Yachtbauer Ferretti ist bei seinem Börsendebüt in Mailand eher zurückhaltend von den Anlegern empfangen worden. Die Aktien stiegen am Dienstag, dem ersten Handelstag, zunächst um mehr als vier Prozent auf 3,14 Euro, fielen dann aber nach einem automatischen Handelsstopp um 1,33 Prozent unter den Ausgabepreis. Ferretti, das im vergangenen Jahr bereits in Hongkong an die Börse gegangen war, hatte das Angebot für sein Zweitlisting an der Euronext Mailand auf drei Euro pro Aktie festgelegt. Damit wird der Yachtbauer, zu dem unter anderem die Rennbootmarke Riva, bekannt für ihre tiefrote Mahagonibeplankung, gehört, mit rund einer Milliarde Euro bewertet. Der Hauptaktionär von Ferretti, der chinesische Grosskonzern Weichai, gab Aktien im Wert von 26,1 Prozent des Unternehmenskapitals ab und erzielte damit 265 Millionen Euro. Vor dem Mailänder Börsengang besass Weichai einen Anteil von 65 Prozent.

Laut UniCredit-Analyst Christian Basellini ist dies das erste Mal, dass eine in Hongkong gelistete Aktie ein Zweitlisting an einem europäischen Markt erhält. "Jetzt müssen wir abwarten, ob die Aktie an beiden Märkten ausgewogen gehandelt wird oder ob einer der beiden Märkte überwiegt." Basellini geht davon aus, dass weitere in Hongkong gelistete Unternehmen dem Beispiel von Ferretti folgen und einen Börsengang in Europa anstreben werden. Unter anderem hat das Modehaus Prada Interesse an einer Notierung in Mailand zusätzlich zu seinem derzeitigen Listing in Hongkong bekundet. Die an der Hongkonger Börse gehandelten Ferretti-Aktien legten am Dienstag um mehr als zwei Prozent zu. 

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13:25

Die Hoffnung auf eine wirtschaftliche Erholung in der Volksrepublik China stützt die US-notierten Aktien von chinesischen Unternehmen. Die Papiere von Alibaba, JD.Com und Pinduoduo gewinnen im vorbörslichen Handel an der Wall Street zwischen 1,7 und drei Prozent. Der chinesische Ministerpräsident Li Qiang hat angekündigt, die Binnennachfrage mit weiteren politischen Massnahmen ankurbeln zu wollen.

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13:15

Die Ölpreise sind am Dienstag gefallen. Nachdem die Notierungen im frühen Handel noch zulegen konnten, drehten sie bis zum Mittag in die Verlustzone. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im August kostete zuletzt 73,39 US-Dollar. Das waren 79 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 74 Cent auf 68,63 Dollar.

Damit setzte sich die Phase mit Kursschwankungen der vergangenen Handelstage fort. Marktbeobachter verwiesen auf eine weitere Unsicherheit am Ölmarkt. Am Wochenende hatte ein bewaffneter Aufstand der Söldnertruppe Wagner zu einer angespannten Lage im wichtigen Förderland Russland geführt. Der Aufstand wurde nach kurzer Zeit beendet. Die Unsicherheit über die Lage in Russland trifft am Markt auf anhaltende Sorgen über die weitere Entwicklung der Nachfrage nach Rohöl.

Die Anleger am Ölmarkt blicken insbesondere auf die unerwartet schwache konjunkturelle Entwicklung in China. Nach dem Ende der harten Corona-Massnahmen konnte die zweitgrösste Volkswirtschaft der Welt zwar zu einer Konjunkturerholung ansetzen. Diese hat aber zuletzt deutlich an Fahrt verloren, was die Nachfrage nach Rohöl in China bremst.

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13:00

Die Futures für die US-Aktienmärkte notieren leicht im Minus: 

Dow Jones Futures: +0,03 Prozent
S&P 500 Futures: +0,24 Prozent
Nasdaq Futures: +0,51 Prozent

Die Schweizer Börse gemessen am Swiss Market Index (SMI) steht unverändert bei 11'138 Punkten.

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11:40

Der SMI tritt mit -0,02 Prozent auf der Stelle bei 11'139 Punkten. Der SLI, in dem die 30 wichtigsten Aktien enthalten sind, ist mit +0,03 Prozent ebenfalls de facto unverändert bei 1739 Zählern wie auch der breite SPI mit -0,01 Prozent bei 14'655 Zählern.

Nach einem zunächst freundlichen Auftakt tritt der SMI denn auch mittlerweile wieder auf der Stelle. Die Handelsspanne von etwa 50 Punkten untermauert, dass sich kein Investor derzeit zu weit aus der Deckung wagt. Zudem geht Ende der Woche das erste Semester zu Ende. Es endet mit drei Themen, die die Börse auch über den Sommer weiter beschäftigen werden: Zinsen, Inflation und Rezession.

Dabei zählen laut Händlern die ersten beiden Wochen im Juli saisonal zu den stärksten im ganzen Jahr, bevor es dann bis Anfang Oktober ruppiger werden könnte. Viel Zeit bleibt also nicht mehr, bevor die Sommerpause auch die Aktienmärkte einholen dürfte. Aktuell konzentrierten sich Anleger vor allem auf die jüngsten Aussagen der Notenbanken, die weitere Zinsschritte bei Bedarf nicht ausschliessen. Gleichzeitig trüben sich die Wirtschaftsaussichten ein. Die Angst vor einer Rezession steigt sowohl in den USA als auch in Europa und dies dürfte die Aktienmärkte in den kommenden Wochen wieder einholen.

Die mit Abstand grössten Verluste fahren die Aktien von AMS Osram (-2,4 Prozent) ein. Unter den Techwerten leiden sie damit am deutlichsten unter den schwachen US-Vorgaben. Temenos kommen um 0,2 Prozent zurück. AMS Osram gehören zu jenen Werten, die besonders deutlich unter der Mischung aus anhaltend hohen Zinsen und Konjunktursorgen leiden. Sie zählten bereits in den vergangenen Tagen immer wieder zu den grösseren Verlieren.

Mit den Gesundheitswerten Straumann, Alcon und auch Sonova sind noch weitere so genannte Wachstumswerte auf den Verkaufslisten zu finden. Die Titel verlieren zwischen 1,0 und 0,6 Prozent.

Investoren sind aber nicht nur bei etwas risikoreicheren Aktien vorsichtig. Mit Roche, Givaudan, und Novartis geben auch defensive Vertreter um bis zu 0,6 Prozent nach.

Das Gewinnerfeld wird unterdessen von den Schindler PS (+2,4 Prozent auf 205,50 Fr.) angeführt. Nicht zuletzt dank eines Analystenkommentares können sich die Titel oberhalb der Marke von 200 Franken etablieren. Der Broker Jefferies hat sich zuversichtlich über die weiteren Geschäftsaussichten geäussert. Die Experten halten gar eine Anhebung der Guidance zum Halbjahr für wahrscheinlich. In einer Pflichtmitteilung wurde zudem bekannt gegeben, dass ein nicht-exekutives Mitglied des Verwaltungsrats weiterhin Insiderkäufe tätigt, was ebenfalls als positives Signal gewertet werden kann.

Die beiden Uhrenwerte Richemont (+0,9 Prozent) und Swatch (unv.) reagieren derweil uneinheitlich auf die Aussagen zum chinesischen Wachstum. Der chinesische Regierungschef Li Qiang hatte sich auf dem Treffen der "New Champions" des Weltwirtschaftsforums (WEF) zuversichtlich gezeigt, dass die zweitgrösste Volkswirtschaft im zweiten Quartal stärker gewachsen ist als im ersten Quartal. Er rechnet auch damit, dass das Ziel seiner Regierung von "rund fünf Prozent" Wachstum in diesem Jahr erreicht werden dürfte.

Die Bauchemie-Spezialistin Sika (+1,0 Prozent) wiederum setzt nach den deutlichen Verlusten in der Vorwoche (-7 Prozent) ihre zum Wochenstart begonnene Erholung weiter fort.

In den hinteren Reihen sind Idorsia (+3,5 Prozent) nach positiven Studiendaten gesucht. Auch Titlisbahnen (+3,4 Prozent) können punkten. Der Bergbahnbetreiber ist weiter auf Erholungskurs, wie die Halbjahreszahlen zeigen. Und die BKW-Aktien (+0,9 Prozent) gewinnen nach dem Erwerb von drei Windparks in Schweden überdurchschnittlich ebenfalls hinzu.

Dagegen fallen Leclanché (-4,1 Prozent) nach den jüngsten Aktionärsbeschlüssen zurück. Die Aktionäre des Batterienherstellers haben am Montag an der Generalversammlung einer Umwandlung von Schulden in Aktien der Gesellschaft zugestimmt. Damit soll die Bilanz gestärkt werden.

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11:00

Immer mehr Bond-Anleger wetten auf eine tiefgreifende Konjunkturabschwächung in Deutschland. Der viel beachtete Rendite-Abstand - im Fachjargon Spread genannt - zwischen zwei- und zehnjährigen Bundesanleihen steigt auf 0,844 Prozentpunkte und übertrifft damit sein am Freitag erreichtes 31-Jahres-Hoch. Experten sprechen hier von einer "inversen Renditekurve", weil üblicherweise kürzer laufende Titel wegen des kleineren Risikos niedriger verzinst werden als Langläufer. Unter Experten gilt eine solche Entwicklung als Vorbote einer Rezession.

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10:40

Die Aktien der Grossbank UBS (-0,05 Prozent) schauen auf bewegte Wochen zurück. Dafür, dass die Finanzbranche in den vergangenen Monaten zahlreichen Turbulenzen allgemein und die UBS im Zuge der CS-Zwangsübernahme im Speziellen ausgeliefert war, halten sich die Aktien seit Jahresbeginn an sich ganz gut. Immerhin habe sich die Aktie seit Jahresbeginn in einem klaren Aufwärtstrend bewegt, erklärt etwa Frederik Altmann, Chartanalyst bei Alpha Wertpapierhandel. "In den letzten Wochen ist die Dynamik aber verloren gegangen und das Papier ist mit leichten Kursverlusten aus dem positiven Trend gefallen." Insgesamt sei die technische Lage jedenfalls "zumindest angeschlagen", so der Analyst.

In einer solchen Situation ist ein Analystenkommentar, der vor Übergangsjahren 2023 und 2024 warnt, denn auch eher eine Bremse als eine Stütze. Morgan Stanley geht erst ab 2026 davon aus, dass sich die CS-Übernahme dann positiv auf den EPS auswirken wird. Zudem dürfte es zu Mittelabflüssen kommen. Entsprechend neutral bewertet der zuständige Analyst denn auch die Papiere im Rahmen seiner wieder aufgenommenen Coverage.

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10:10

Die Aktien des Liftbauers Schindler gewinnen 2,4 Prozent auf 196 Franken, während der Gesamtmarkt gemessen am Swiss Performance Index (SPI) 0,2 Prozent höher steht.

Jefferies erhöht das Kursziel für Schindler Namen im Rahmen einer Sektorstudie von 202 auf 220 Franken, belässt die Einstufung aber auf "Hold". Das implizite Aufwärtspotenzial beträgt 12 Prozent.

Seine EPS-Schätzungen für 2023 und 2024 hebe er an, schreibt Analyst Rizk Maidi. Die Aufzugshersteller dürften ihren hohen Auftragsbestand weiter abarbeiten. Die Beschränkungen in der Lieferkette lockerten sich. Und dies gleiche die schwächere Dynamik des Auftragseingangs in China in den letzten sechs bis neun Monaten aus. Die Umsätze dürften denn auch im zweiten Quartal positiv überraschen. Auch Schindler werde von einer Erholung des Baumarktes in China sowie von einer Umkehrung des Gegenwinds durch die Kosteninflation profitieren. Beim Schweizer Lift- und Rolltreppenhersteller sehe er ein höheres Gewinnsteigerungspotenzial für das zweite Jahresviertel als bei Konkurrent Kone, so der Analyst.

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Neue Kursziele und Ratings für Schweizer Aktien:

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09:35

Der SMI gewinnt gegen 0,1 Prozent hinzu auf 11'153 Punkte. Der SLI, in dem die 30 wichtigsten Aktien enthalten sind, steigt um 0,2 Prozent auf 1742 und der breite SPI um 0,2 Prozent auf 14'683 Zähler.

Die Märkte seien weiter hin- und hergerissen zwischen Konjunktursorgen und Hoffnungen auf einen Zinsstopp, heisst es in einem Kommentar. Klare Indikationen über die Auswirkungen auf die Unternehmensgewinne dürften erst mit der anstehenden Berichtssaison erkennbar werden. Diese startet allerdings erst Mitte Juli.

Aktuell schienen wieder Sorgen über Inflation und Zinserhöhungen die Oberhand zu gewinnen, heisst es im Handel. Zudem geht am Freitag das erste Semester zu Ende. Es sei nicht ungewöhnlich, dass es in den Tagen vor dem Ultimo wegen Portfolioanpassungen noch zu einigen Verschiebungen am Markt komme, heisst es im Handel. Gleichzeitig gehe es darum, sich für das zweite Semester zu positionieren. Und das sei in dem aktuellen Umfeld nicht einfach. Auch die Lage in Russland nach der Meuterei der Wagner-Söldner stellt einen Unsicherheitsfaktor dar.

Das Gewinnerfeld wird im frühen Handel von den Schindler PS (+2,4 Prozent) angeführt. Beim Lift- und Rolltreppenhersteller sorgt erneut ein Verwaltungsrat mit grossen Zukäufen für Aufsehen. Schon in den vorangegangenen Tagen hatte es mehrere Käufe von Schindler-PS durch ein nicht-exekutives Verwaltungsratsmitglied gegeben.

Dahinter folgen Swiss Life, UBS und Swiss Re mit Kursgewinnen von bis zu 1,5 Prozent, nachdem sie am Vortag noch auf den Verkaufslisten gestanden hatten.

Die grössten Einbussen verzeichnen zunächst AMS Osram (-1,6 Prozent). Unter den Techwerten leiden sie damit am deutlichsten unter den schwachen US-Vorgaben.

In den hinteren Reihen sind Idorsia (+5,8 Prozent) nach positiven Studiendaten gesucht.

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09:05

Der Swiss Market Index (SMIgewinnt 0,2 Prozent auf 11'166 Punkte.

Damit holt der Leitindex SMI einen Teil seiner Verluste zum Wochenstart (-0,7 Prozent) wieder auf. Die Vorgaben aus Übersee geben derweil keine klare Richtung vor: An der Wall Street waren am Montag speziell Technologiewerte unter die Räder gekommen, in Asien ist die Tendenz uneinheitlich.

Händler verweisen auf das am Freitag zu Ende gehende erste Semester. Es sei nicht ungewöhnlich, dass es in den Tagen vor dem Ultimo wegen Portfolioanpassungen noch zu einigen Verschiebungen am Markt komme. Gleichzeitig gehe es darum, sich für das zweite Semester zu positionieren. Und das sei in dem aktuellen Umfeld nicht einfach. So signalisierten wichtige Zentralbanken zuletzt, die Zinsen bei Bedarf weiter zu erhöhen, während sich die Konjunkturaussichten weiter eintrüben. Auch die Lage in Russland nach der Meuterei der Wagner-Söldner stelle einen Unsicherheitsfaktor dar.

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08:10

Der Swiss Market Index (SMI) wird bei der Bank Julius Bär vorbörslich 0,24 Prozent höher geschätzt. Alle 20 SMI-Titel befinden notieren im Plus. Die grössten vorbörslichen Kursgewinne verzeichnet Sika (+1,2 Prozent). Dahinter folgen die Aktien der UBS (+0,7 Prozent).

Der breite Markt gewinnt 0,19 Prozent. Das grösste vorbörsliche Kursplus weisen die Aktien von Idorsia (+5,2 Prozent) auf. Das Biotechunternehmen hat neue Daten zu seinem Bluthochdruck-Senker Aprocitentan präsentiert. Eine zulassungsrelevante Studie belegte laut Idorsia sowohl die Sicherheit als auch die Wirksamkeit des Mittels zur Senkung des Blutdrucks in der Praxis bei Patienten mit resistenter Hypertonie.

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07:45

Der Euro ist am Dienstag etwas gestiegen. Am Morgen wird die Gemeinschaftswährung bei 1,0928 US-Dollar gehandelt und damit etwas höher als am Vorabend.

Kaum bewegt ist der Euro dagegen zum Franken, wie der aktuelle Stand von 0,9778 zeigt. Auch der US-Dollar hat sich bei einem aktuellen Kurs von 0,8947 Franken kaum bewegt seit Montagabend.

Am Markt wird auf eine gewisse Dollar-Schwäche verwiesen, die dem Euro etwas Auftrieb verleihe. Am Morgen zeigen sich an asiatischen Börsen teilweise deutliche Kursgewinne, was die Risikofreude an den Finanzmärkten stützte. Die als vergleichsweise sicher geltende US-Währung werde daher weniger nachgefragt.

Weiter unter Druck steht am Morgen die türkische Lira. In der Nacht zu Dienstag wurden zeitweise 26,11 Lira für einen Dollar gezahlt und damit so viel wie noch nie. Auch zum Euro erreichte die Lira ein Rekordtief. Hier wurden bis zu 28,63 Lira für einen Euro gezahlt. Seit Ende Mai steht die türkische Währung unter starkem Verkaufsdruck. Die jüngste deutliche Leitzinsanhebung der türkischen Notenbank konnte den Kurs der Lira nicht stabilisieren. Nach Einschätzung vieler Ökonomen ist die Anhebung angesichts der hohen Inflation zu niedrig ausgefallen.

Weitere Impulse sind im Lauf des Tages von einer Notenbankkonferenz der EZB im portugiesischen Sintra zu erwarten. Am Vormittag wird Notenbankpräsidentin Christine Lagarde die Eröffnungsrede halten. Am Nachmittag könnten dann neue US-Konjunkturdaten für Kursbewegung sorgen. Auf dem Programm stehen unter anderem Daten zum Auftragseingang.

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07:30

Am Dienstag wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge höher starten. Am Montag hatte er 0,1 Prozent tiefer auf 15'813 Punkten geschlossen.

Der versuchte Söldner-Aufstand in Russland hatte die Anleger an den europäischen Aktienmärkten verunsichert. Am Dienstag richten die Investoren ihr Augenmerk wieder auf die Geldpolitik. Im Fokus steht eine Rede von EZB-Chefin Christine Lagarde bei dem jährlichen geldpolitischen Forum der Europäischen Zentralbank im portugiesischen Sintra. Erwartet wird, dass sich Lagarde zum weiteren Kurs im Kampf gegen die hohe Inflation äußern wird. Die Anleger warten auch auf das Urteil des Landgerichts München im Strafprozess um den Abgasskandal bei Audi. Ex-Firmenchef Rupert Stadler und zwei Mitangeklagte müssen mit einer Verurteilung wegen Betrugs rechnen.

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06:15

Der Swiss Market Index (SMI) steht vorbörslich gemäss der IG Bank um 0,11 Prozent höher.

Die Volatilität am Schweizer Aktienmarkt ist weiterhin tief, steigt aber. Gemessen am Volatilitätsindex VSMI wird sich der SMI am (heutigen) Dienstag in einer kleinen Schwankungsbreite von 0,66 Prozent bewegen. Dies entspricht +/- 73 Punkten gegenüber dem letzten Schlusskurs von 11'141,90 Punkten. Der VSMI ist am Montag um 6,8 Prozent auf 12,59 Punkte gestiegen.

Dem Schweizer Aktienmarkt ist der Auftakt in die Schlusswoche des ersten Semesters missglückt. Der SMI schloss am Montag klar im Minus. Zins- und Konjunkturängste belasteten die Stimmung - und dazu kam eine gehörige Portion Ungewissheit wegen der Vorgänge in Russland.

Etwas besser war die Stimmung an der Wall Street. Der Dow Jones Industrial machte nach Handelsschluss in Europa noch etwas an Boden gut, zeitweise gelang ihm sogar der Sprung in die Gewinnzone. Somit sind die Vorgaben leicht positiv - und die Chancen auf eine Stabilisierung oder gar eine leichte Gegenbewegung an der hiesigen Börse intakt.

Abgesehen davon mangelt es heute an Impulsen. Auf der Agenda stehen einzig Halbjahreszahlen von den Titlisbahnen.

Richtungsweisend könnten dann am Nachmittag anstehende US-Konjunkturdaten sein. Es werden unter anderem Daten zum Auftragseingang langlebiger Güter (14.30 Uhr) und zum Konsumentenvertrauen (16.00 Uhr) veröffentlicht.

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05:45

Gewinnmitnahmen drücken die Märkte in Japan am Dienstag zum vierten Mal in Folge. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index liegt 0,8 Prozent tiefer bei 32'447 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sinkt um 0,7 Prozent und liegt bei 2244 Punkten.

"Der Ausverkauf ist breit gefächert", sagte Kazuo Kamitani von Nomura Securities. "Jede Verringerung der Verluste heute wird wahrscheinlich schnell mit erneutem Verkaufsdruck beantwortet werden." Viele der grössten Technologiewerte stehen durch die starken Rückgänge an der Wall Street zusätzlich unter Druck. Das Online-Unternehmen CyberAgent führt die Verluste im Nikkei mit einem Minus von 4,1 Prozent an. Die Papiere des Chip-Testgeräte-Herstellers Advantest brechen um 3,1 Prozent ein. Auch die Titel des Startup-Investors SoftBank fallen um 1,66 Prozent. Sony rutscht um zwei Prozent ab.

Die Ankündigung des chinesischen Ministerpräsidenten Li Qiang, die Binnennachfrage mit weiteren politischen Massnahmen ankurbeln zu wollen, liess hingegen die Anleger in China aufatmen. Die Börse in Shanghai liegt 0,9 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gewinnt 0,5 Prozent. Chinas Wirtschaftswachstum werde im zweiten Quartal höher ausfallen als im ersten Quartal, sagte Li am Dienstag auf einem Gipfel des Weltwirtschaftsforums in Tianjin. Die Volkswirtschaft hatte sich bislang nur schleppend von den Auswirkungen der Corona-Pandemie erholt.

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05:40

Im asiatischen Devisenhandel verlor der Dollar 0,1 Prozent auf 143,36 Yen und gab 0,4 Prozent auf 7,2091 Yuan nach. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent niedriger bei 0,8944 Franken. Parallel dazu stieg der Euro um 0,2 Prozent auf 1,0927 Dollar und zog um 0,1 Prozent auf 0,9775 Franken an. Das Pfund Sterling gewann 0,1 Prozent auf 1,2729 Dollar.

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00:00

Die US-Aktienmärkte haben sich am Montag uneinheitlich gezeigt. Während die Standardwerte an der Wall Street kaum verändert tendierten, setzten sich die Gewinnmitnahmen bei den zuvor deutlicher gestiegenen Technologietiteln an der Nasdaq fort. Vor allem die anhaltenden Konjunktur- und Zinssorgen mahnten die Tech-Anleger zur Zurückhaltung.

Der Dow Jones Industrial schloss mit einem Minus von 0,04 Prozent bei 33'714,71 Punkten. Am Freitag hatte der Leitindex den fünften Tag in Folge tiefer geschlossen und den grössten Wochenverlust seit Anfang März verbucht. Der marktbreite S&P 500 sank am Montag um 0,5 Prozent auf 4328,82 Zähler. Der technologielastige Nasdaq 100 verlor 1,4 Prozent auf 14'689,02 Punkte.

Die Aktien von Pfizer büssten 3,7 Prozent ein, nachdem der Pharmakonzern angekündigt hatte, sein experimentelles Mittel gegen Fettleibigkeit, Lotiglipron, aufgrund erhöhter Leberenzymwerte bei Patienten einzustellen. Analyst Umer Raffat vom Analysehaus Evercore ISI sprach von einem grossen Rückschlag für Pfizer, nicht nur für das Adipositas-Programm, sondern auch aus einer breiteren Pipeline-Perspektive.

Die Aktien von IBM gewannen 1,5 Prozent. Der US-Konzern hatte mitgeteilt, sein Geschäft um die IT-Automatisierung mit dem milliardenschweren Zukauf des Softwareanbieters Apptio stärken zu wollen. Die Firma soll für 4,6 Milliarden US-Dollar in bar vom bisherigen Eigentümer Vista Equity Partners übernommen werden.

Die Aktien von Carnival Corp sackten um 7,6 Prozent ab. Die Kreuzfahrtreederei hatte Quartalszahlen vorgelegt, die nicht mit den hohen Erwartungen Schritt halten konnten, die zu der jüngsten Kursrally geführt hatten. Zudem warnte Carnival vor höheren Kreuzfahrtkosten. Die Ergebnisse seien insgesamt solide und die Aussichten besserten sich, bemerkte Marktexperte Adam Crisafulli von Vital Knowledge. Das Problem sei aber, dass ein Grossteil des Optimismus bereits eingepreist sei.

Die Papiere von Lucid dampften den Grossteil ihres Anfangsgewinns von fast 15 Prozent ein und gingen mit einem Plus von nur noch 1,5 Prozent aus dem Handel. Der Elektroautohersteller liefert künftig ausgewählte Antriebskomponenten an den britischen Sportwagenhersteller Aston Martin . Im Rahmen der Vereinbarung will Aston Martin gut 28 Millionen neue Aktien ausgeben und sukzessive 232 Millionen US-Dollar an Lucid bezahlen. Zudem erhält Lucid einen Anteil von 3,7 Prozent an Aston Martin.

Die Tesla-Titel büssten als schwächster Wert im Nasdaq-100-Index 6,1 Prozent ein, nachdem sie bereits in der Vorwoche unter Gewinnmitnahmen nach dem jüngsten Höhenflug gelitten hatten. Die Analysten von Goldman Sachs hatten mit Verweis auf die starke Kursentwicklung seit Jahresbeginn ihre Kaufempfehlung für die Aktie des Elektroautobauers gestrichen.

(cash/Reuters/AWP/Bloomberg)