+++Börsen-Ticker+++ - Dow Jones nach Jobdaten weiter auf Talfahrt

Die Wall Street hat am Freitag nach dem Arbeitsmarktbericht nochmals Federn gelassen.
05.10.2018 23:50
Trader an der Wall Street.
Trader an der Wall Street.
Bild: Bloomberg

23:00

Der Dow Jones Industrial kam zeitweise kräftig unter Druck und fiel bis an die Marke von 26 300 Punkte, wo die Anleger dann aber wieder etwas mutiger wurden. Am Ende gab er noch um 0,68 Prozent auf 26 447,05 Punkte nach. Auf Wochensicht rutschte er so denkbar knapp mit 11 Punkten in den roten Bereich - trotz einer Rally zu Wochenbeginn, die ihm am Mittwoch mit 26 951 Punkten zu einem Rekord verholfen hatte.

Der Arbeitsmarktbericht fiel durchwachsen aus, zeichnete aber ein weiterhin robustes Bild für die US-Wirtschaft. Die Folge waren weiter steigende Renditen von US-Anleihen, was die Rentenpapiere als Alternative zu Aktien attraktiver macht.

Beim Nasdaq 100 ging die Welle an Gewinnmitnahmen daher am Freitag besonders stark weiter. Der Auswahlindex der Tech-Werte sackte um 1,21 Prozent auf 7399,01 Zähler ab. Der marktbreite S&P 500 fiel um 0,55 Prozent auf 2885,57 Punkte.

Mit einem 7-prozentigen Kursverlust standen auf Unternehmensseite einmal mehr die Aktien von Tesla im Anlegerfokus, nachdem sich Firmenchef Elon Musk provokant in Richtung der US-Börsenaufsicht SEC geäussert hatte.

Die Kapitalmarktzinsen legten weiter zu. Die Rendite für zehnjährige US-Staatsanleihen stieg in der Spitze bis auf 3,24 Prozent und schraubte so ihren höchsten Stand seit dem Jahr 2011 weiter nach oben. Zuletzt rentierten sie mit 3,23 Prozent. Der Kurs fiel um 11/32 Punkte auf 97 Punkte.

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18:20

Die Schweizer Börse hat am Freitag erneut Verluste verbucht. Händler erklärten, angesichts des jüngsten US-Zinsanstiegs hätten die Anleger Geld aus Aktien in Anleihen umgeschichtet.

Der SMI sank um 0,6 Prozent auf 9042 Punkte. Im Wochenvergleich ergab sich damit ein Minus von ebenfalls rund einem halben Prozent.

Die viel beachtete Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen notierte mit 3,21 Prozent knapp unter ihrem am Donnerstag erreichten Sieben-Jahres-Hoch von 3,23 Prozent. Dieser Aufwärtstrend dürfte sich fortsetzen, sagten Händler. Denn trotz der unter den Erwartungen ausgefallenen US-Arbeitsmarktdaten rechnen die Anleger weiterhin damit, dass die US-Notenbank Fed die Zinsen schneller anhebt als bislang angekündigt.

Bei den Schweizer Standardwerten waren die Titel mit Kursverlusten deutlich in der Überzahl. Die grössten Einbussen verzeichneten die Aktien der Privatbank Julius Bär mit einem Minus von 3,5 Prozent. Händler erklärten, die Bär-Aktien verzeichneten gegen unten und oben jeweils stärkere Ausschläge als der Gesamtmarkt. Zur Unsicherheit beitragen würden die gegen das Institut laufenden Untersuchungen von Behörden in mehreren Ländern.

UBS und Credit Suisse verloren jeweils 1,6 Prozent. Händler führten die Schwäche des Sektors auf die politische Lage in Italien zurück. Anleger fürchten das Aufflammen einer neuen Schuldenkrise, weil die populistische Regierungskoalition in ihrem Haushaltsentwurf eine höhere Neuverschuldung als bisher in Kauf nimmt. Sie will mit dem Geld kostspielige Wahlversprechen umsetzen, stieß damit aber auf Kritik der EU-Kommission.

Ebenfalls auf der Verliererseite waren die LafargeHolcim-Aktien mit einem Minus von 2,7 Prozent zu finden. Händler erklärten, die Titel des Zementkonzerns würden wegen der starken Präsenz in Schwellenländern abgestraft. Die Aktien des Elektrotechnikkonzerns ABB ermässigten sich um 1,2 Prozent, während die Titel des Personalvermittlers Adecco um 1,0 Prozent tiefer angeschrieben wurden. Händlern zufolge litten diese Werte darunter, dass höhere Zinsen die Konjunktur bremsen könnten.

Die stärksten Kursgewinne im SMI verbuchten Sika mit einem Plus von 1,5 Prozent. Die Aktien des Bauchemiekonzerns holten damit einen Teil der Vortagesverluste wieder auf. Roche rückten 0,3 Prozent vor. Der Pharmakonzern darf sein Hämophilie-Medikament Hemlibra künftig breiter einsetzen. Dem Mittel winkt Analysten-Schätzungen zufolge damit ein jährlicher Spitzen-Umsatz von drei Milliarden Franken. Die Titel des Rivalen Novartis büssten 0,5 Prozent ein.

Nestle schwächten sich um ein Prozent ab. Händler sprachen von Umschichtungen in Unilever. Die Anleger begrüssten, das der Konsumgüterkonzern einen Umzug des Hauptsitzes von England in die Niederlande abblies.

Bei den Nebenwerten sanken Ems Chemie 0,8 Prozent.

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17:00

Spekulationen auf einen Angebotsengpass bei Öl haben den Preis für den Rohstoff weiter in die Höhe getrieben. Ein Barrel Rohöl (159 Liter) der Nordsee-Sorte Brent verteuerte sich am Freitag um bis zu 0,6 Prozent auf 85,12 Dollar und blieb damit nur knapp unter seinem Mitte der Woche erreichten Vier-Jahres-Hoch. Auf Wochensicht belief sich der Zuwachs auf drei Prozent. Im Vergleich zu Mit

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15:40

Die Wall Street hat zum Wochenschluss wenig verändert eröffnet. Die mit Spannung erwarteten Daten vom US-Arbeitsmarkt, die kurz vor Handelsbeginn veröffentlicht wurden, zeigten ein gemischtes Bild.  Der Dow-Jones-Index der Standardwerte eröffnete knapp 0,1 Prozent höher bei 26.639 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 stagnierte bei 2904 Zählern, der Index der Technologiebörse Nasdaq gab 0,1 Prozent auf 7868 Stellen nach.

Die Aussicht auf steigende Zinsen hatte zuletzt die Börsen belastet. US-Notenbankchef Jerome Powell hatte erklärt, die US-Wirtschaft entwickelte sich "bemerkenswert positiv" und die Zinsen könnten daher schneller steigen als bisher angekündigt. Das hatte die Renditen von US-Staatsanleihen angetrieben, womit die Papiere zunehmend eine Konkurrenz zu Aktien darstellen.

Unter den Einzelwerten gaben Tesla 3,1 Prozent nach. Konzernchef Elon Musk hatte die US-Börsenaufsicht SEC in einem Tweet "Kommission zur Bereicherung von Leerverkäufern" genannt und ihr offenkundig ironisch "unglaubliche Arbeit" bescheinigt. Damit setzt sich der Streit zwischen Musk und den Behörden fort.

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13:20

Die Ölpreise haben am Freitag zugelegt. Und laut dem russischen Energieminister könnten die Preise noch weiter stark zulegen. Gegen Mittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Dezember 84,75 US-Dollar.  Nach wie vor ist die Sorge vor den Folgen der US-Sanktionen gegen das Opec-Land Iran wichtigster Preistreiber am Ölmarkt. Angesichts der angespannten Angebotslage hält Russlands Energieminister Alexander Nowak einen Anstieg der Rohölpreise auf 100 Dollar für denkbar. Dies könnte bereits in diesem Herbst geschehen, sagte Nowak dem russischen Radiosender Business FM.

"Der Markt ist sehr nervös und sehr emotional", beschrieb der Politiker die Lage und verwies auf Angebotsengpässe im Iran. Die Exporte des drittgrössten Opec-Produzenten sind schon länger rückläufig und drohen weiter zu fallen. Nach Einschätzung von Rohstoffexperten der Commerzbank hat das Ölkartell Opec nur wenig Spielraum, die Produktion weiter anzuheben, falls neben dem zu erwartenden deutlichen Rückgang der iranischen Ölexporte noch weitere unvorhergesehene Ausfälle zu kompensieren wäre.

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12:33

Der jüngste Dollar-Anstieg macht dem Kupferpreis zu schaffen. Das Industriemetall gibt in der Spitze 2,2 Prozent auf 6152 Dollar je Tonne nach. Der anziehende Dollar macht Rohstoffe für Investoren ausserhalb der USA teurer. Spekulationen auf schneller steigende US-Zinsen hatten den Dollar-Index, der den Kurs zu wichtigen Währungen widerspiegelt, in dieser Woche zeitweise um mehr als ein Prozent in die Höhe getrieben.

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12:36

Nach provozierenden Äusserungen von Tesla-Chef Elon Musk gegenüber der US-Börsenaufsicht SEC nehmen Investoren Abstand von den Aktien des Elektroauto-Herstellers. Die Titel fallen im vorbörslichen US-Handel um 2,4 Prozent. In einem Tweet nannte Musk die Aufsicht übersetzt "Kommission zur Bereicherung von Leerverkäufern" und bescheinigte ihr offenkundig ironisch "unglaubliche Arbeit".

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12:00

Der Schweizer Aktienmarkt knüpft zum Wochenschluss an seine schwache Vortagestendenz an. Nach einem leicht tieferen Start beschleunigt der Leitindex SMI im Verlauf des Vormittags seine Abwärtsbewegung.  Der Swiss Market Index (SMI) gibt gegen 12.00 Uhr um 0,2 Prozent auf 9'077 Punkte nach. Er steht damit wieder über dem Tagestief bei 9'043 Zählern.

Investoren trennen sich einmal mehr in grossem Stil von Aktien aus der Finanzbranche. Entsprechend sind sie unter den grössten Verlierern zu finden. Für Julius Bär, Credit Suisse, UBS, Swiss Life, Partners Group, Swiss Re und Zurich geht es zwischen 2,6 und 0,1 Prozent abwärts. Laut Händlern reagieren die Papiere mit ihren Abgaben auf die jüngsten Schlagzeilen aus Italien.

Noch stärker geben ohne Nachrichten die Aktien der beiden SLI-Neulingen AMS (-3,3%) und Temenos (-2,7%) nach. Technologiewerte hatten am Donnerstag in den USA deutliche Verluste verzeichnet.

Schwächer tendieren auch erneut die Aktien vom Spezialchemiekonzern Clariant mit einem Minus von 2,5 Prozent.

Von den drei Schwergewichten verhindern die Genussscheine von Roche (+0,4%) und die von Novartis (+0,1%) bestenfalls noch grössere Abschläge. Nestlé fallen dagegen um 0,5 Prozent.

Auf der kurzen Gewinnerliste sind noch Sika und Swisscom zu finden, die um 1,2 und 0,6 Prozent steigen.

Den ausführlichen Bericht zur Börse am Mittag lesen Sie hier.

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11:03

Im Schlepptau steigender US-Bondrenditen ist zum Wochenschluss auch die Verzinsung vieler europäischer Staatsanleihen in die Höhe geschnellt. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen kletterte mit 0,57 Prozent auf den höchsten Stand seit viereinhalb Monaten. Die spanischen Pendants markierten in der Spitze eine Rendite von 1,590 Prozent, sie lag damit ebenfalls auf dem höchsten Stand seit Mai.

Auch die Verzinsung der zehnjährigen französischen und niederländischen Staatstitel zog an. Hintergrund der Bewegung sind Spekulationen auf schneller steigende US-Zinsen. Diese treiben schon seit Tagen die US-Bondrenditen in die Höhe - am Donnerstag hatte die Verzinsung der zehnjährigen US-Staatsanleihe mit 3,23 Prozent ein Sieben-Jahres-Hoch markiert.

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10:00

Die Aktien des Spezialchemiekonzerns Clariant haben am Freitag ihre zuletzt etwas schwächere Tendenz fortgesetzt. Auslöser ist zum Wochenschluss eine Abstufung durch Vontobel.  Gegen 9.30 Uhr stehen Clariant-Aktien als schwächster Blue Chip um 3,1 Prozent tiefer bei 24,28 Franken. Vor gut zwei Wochen hatten sie noch an der 27-Franken-Marke gekratzt, nachdem das Unternehmen zusammen mit seinem neuen Grossaktionär aus Saudi-Arabien die Weichen für die Zukunft neu gestellt hatte. Für den Gesamtmarkt geht es am Freitagmorgen zeitgleich um 0,35 Prozent abwärts auf 10'741 Punkte.

Vontobel-Analyst Daniel Buchta hat das Rating für die Titel auf "Reduce" von "Hold" gesenkt und das Kursziel auf 23 von 26 Franken gekappt. Seiner Ansicht nach orientiert sich der Spezialitätenchemiehersteller an zu ehrgeizigen Zielen. Zudem habe der Aktienmarkt dem Unternehmen eine Menge Gutschrift zugestanden mit einem Plus von 8 Prozent am Tag der Ankündigung des Deals mit Sabic.

Buchta hält das organische Wachstumsziel von 6-9 Prozent sowie eine angepeilte EBIT-Marge von 24-25 Prozent als zu ambitioniert. Er selbst rechnet eher mit 6-7 Prozent und einer EBIT-Marge im tiefen Zwanziger-Bereich.

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09:35

Die Hoffnung auf ein baldiges Brexit-Abkommen zwischen der EU und Grossbritannien verleiht dem Pfund Rückenwind. Der Euro fällt zum Pfund auf 0,8811 Pence, den niedrigsten Stand seit knapp drei Monaten. Zur US-Währung klettert das Pfund um bis zu 0,3 Prozent auf 1,3059 Dollar. Ein Abkommen ist nach Einschätzung von EU-Unterhändlern in greifbare Nähe gerückt.

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09:10

Der Swiss Market Index startet am Freitag negativ in den Handel. Bei den vorbörslichen Kursen sah das noch anders aus. Der Swiss Market Index fällt im frühen Handel 0,2 Prozent, nachdem vorbörslich noch ein Plus von 0,13 Prozent zu registrieren war. Schon am Donnerstag war der Leitindex gesunken, nämlich 0,9 Prozent. Den negativen Vorgaben aus Übersee konnte sich der Markt also nicht entziehen. Denn nach einem schwachen Schluss an der Wall Street haben auch die Märkte in Asien nachgegeben.

Die deutlich gestiegenen Renditen von US-Anleihen hatten den Märkten seit Donnerstag zugesetzt. In ihren verschiedenen Kommentaren heben Marktstrategen denn auch hervor, dass die Rendite der zehnjährigen US-Treasuries ihren jüngsten Anstieg verteidigt haben und weiterhin auf dem höchsten Niveau seit Mai 2011 notieren. Mit dem US-Arbeitsmarktbericht an diesem Nachmittag könnte dieser Trend nochmals Schub bekommen. Sollten die Daten nämlich besser als erwartet ausfallen, würde dies als weitere Bestätigung für die starke US-Wirtschaft gesehen und dies wiederum gäbe der US-Notenbank Fed Nahrung für weitere Zinsschritte.

Unter den SMI-Werten zogen die Papiere von Givaudan vorbörslich noch deutlich an, jetzt liegen sie 0,2 Prozent im Minus. Kepler Cheuvreux hatte das Kursziel erhöht. Der zuständige Analyst begründet dies mit der Erwartung, dass sich das starke Umsatz-Momentum des Aromen- und Riechstoffhersteller im dritten Jahresviertel fortgesetzt habe. Givaudan startet in der kommenden Woche die Berichtssaison hierzulande.

Die Aussicht auf höhere Zinsen hatte Finanzwerte am Vortag noch gestützt, heute liegen sie im Minus. UBS fallen 0,2 Prozent und CS 0,4 Prozent, Julius Bär ist mit minus 1,35 Prozent gar die schlechteste SMI-Aktie am Freitag. Die Versicherer Zurich (-0,3 Prozent), Swiss Re (-0,4 Prozent) und Swiss Life (0,5 Prozent ) sind ebenfalls im Minus.

Einziger Lichtblick sind die GS von Roche. Sie legen 0,2 Prozent zu. Der Pharmakonzern darf sein Hämophilie-Medikament Hemlibra künftig breiter einsetzen. Dem Mittel winkt dadurch ein Umsatzschub.

Ems Chemie sind unverändert. Die Aktie der auf Polymere und Spezialchemikalien Gruppe lag nach Bekanntgabe der Umsatzzahlen für die ersten neun Monaten  vorbörslichz noch um 1,8 Prozent im Plus.

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08:15

Der Swiss Market Index wird im vorbörslichen Handel 0,22 Prozent höher geschätzt.  Der SMI-Future legt 0,1 Prozent zu auf 9083 Zähler. Am Donnerstag war der Index um 0,9 Prozent gesunken. Auslöser dafür war der merkliche Renditeanstieg der US-Anleihen. Aktien erscheinen den Investoren dadurch zunehmend weniger attraktiv.

Die Anleger hielten sich jedoch vor den für den frühern Nachmittag erwarteten US-Konjunkturdaten zurück, sagten Händler. Handelsimpulse erhoffen sich Börsianer vor allem von den neuen Arbeitsmarktdaten aus den USA. Von Reuters befragte Analysten rechneten für den September im Schnitt mit einem Stellenplus außerhalb der Landwirtschaft von 185'000 nach 201'000 im August. Sollten die Daten besser ausfallen als gedacht, könnte das Spekulationen befeuern, dass die Notenbank Fed die Zinsen schneller als gedacht erhöhen könnte.

Auffallend ist am Freitag das Plus von 0,48 Prozent bei Givaudan. Die Aktien von Roche legen 0,2 Prozent zu. Der Pharmakonzern darf sein Hämophilie-Medikament Hemlibra künftig breiter einsetzen. Dem Mittel winkt dadurch ein Umsatzschub.

Bei den Mid Caps steigt die Aktie von Ems 1,75 Prozent. Der Spezialchemiekonzern hat seinen Umsatz in den ersten neun Monaten um gut ein Zehntel auf 1,77 Milliarden Franken gesteigert und bestätigte die Prognose für das Gesamtjahr. Die Aktien von Helvetia verlieren vorbörslich 0,8 Prozent. Helvea Baader hatte die Anlageempfehlung auf "Hold" von "Buy" gesenkt. 

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07:59

Ein Medienbericht über Spionage-Chips hat am Freitag die Aktien von Lenovo und ZTE auf Talfahrt geschickt. Anleger sorgten sich, dass eine Agentur-Meldung über von chinesischen Spionen installierte schadhafte Chips dem Absatz des Computerherstellers Lenovo und des Handy- und Netzwerkbauers ZTE schaden und Verbraucher davon abhalten könnte, chinesische Güter zu kaufen. Lenovo brachen bsi 23 Prozent ein, bei ZTE ging es elf Prozent nach unten.

Nach einem Bericht der Agentur Bloomberg, der sich auf 17 nicht näher genannte Insider aus Geheimdiensten und Firmen beruft, haben chinesische Spione schadhafte Computerchips direkt in Technologie installiert, die von rund 30 Unternehmen und verschiedenen US-Behörden genutzt wurden. Als Betroffene werden auch Apple und Amazon genannt. Beide Konzerne wiesen zurück, Ziel eines Angriffs gewesen zu sein. Auch Super Micro Computer bestritt die Vorwürfe. Dem Bericht zufolge soll der Hersteller die Server-Boards geliefert haben, die die schadhaften Halbleiter enthielten. 

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07:55

Die Ölpreise sind am Freitag moderat gestiegen. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Dezember 85,01 US-Dollar. Das waren 43 Cent mehr als am Donnerstag. Der Preis für amerikanisches Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur November-Lieferung stieg um 51 Cent auf 74,85 Dollar.

Angesichts der angespannten Angebotslage am Rohölmarkt hält Russlands Energieminister Alexander Nowak einen Anstieg der Rohölpreise auf 100 Dollar für denkbar. Dies könnte bereits in diesem Herbst geschehen, sagte Nowak dem russischen Radiosender Business FM. "Der Markt ist sehr nervös und sehr emotional", sagte der Politiker und verwies etwa auf Angebotsengpässe in Iran.

Die Exporte des drittgrössten Opec-Produzenten Iran sind seit längerem rückläufig und drohen weiter zu fallen. Der Grund sind Wirtschaftssanktionen der USA wegen des Streits über das iranische Atomprogramm. Anfang November treten die Sanktionen in Kraft.

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06:30

Der Leitindex Nikkei sank in Tokio um 0,6 Prozent auf 23'843 Zähler und damit auf den niedrigsten Stand seit zwei Wochen. Der breiter gefasste Topix verlor 0,5 Prozent auf 1791 Punkte. Die Börsen folgten damit den Aktienmärkten in den USA ins Minus, denen die steigenden Renditen auf US-Anleihen zu schaffen machten. Investoren schichten wegen der höheren Aufschläge in US-Staatsanleihen um, die von den anziehenden Zinsen in den USA getrieben werden.

Bei den Einzelwerten standen die Aktien japanischer Technologie-Firmen und Lieferanten des iPhone-Herstellers Apple auf den Verkaufslisten, nachdem ihre US-Konkurrenten ebenfalls Federn lassen mussten. So verloren Tokyo Electron 2,6 Prozent, Advantest Corp gaben 3,9 Prozent nach.