+++Börsen-Ticker+++ - US-Börsen: Schönes Wochenende dank Disney und J.P. Morgan

Starke Quartalszahlen der Wall-Street-Bank JPMorgan und ein Rekordhoch bei den Aktien von Walt Disney haben am Freitag den Dow Jones Industrial angetrieben.
12.04.2019 23:29
Walt-Disney-Schriftzug an der D23 (Walt Disney Fanclub) Expo in Anaheim, Kalifornien (Juli 2017).
Walt-Disney-Schriftzug an der D23 (Walt Disney Fanclub) Expo in Anaheim, Kalifornien (Juli 2017).
Bild: Bloomberg

22:30

Der New Yorker Leitindex gewann 1,03 Prozent auf 26 412,30 Punkte. Auf Wochensicht machte er damit sein bisheriges Minus fast komplett wett. Die Disney-Aktien waren durchweg an der Dow-Spitze und schlossen 11,54 Prozent höher.

Der breit gefasste S&P 500 legte um 0,66 Prozent auf 2907,41 Punkte zu und nähert sich damit seinem Höchststand bei knapp 2941 Punkten aus dem September 2018. Für den technologielastigen Auswahlindex Nasdaq 100 ging es um 0,44 Prozent auf 7628,15 Punkte nach oben. Hier fehlen nur etwas mehr als 70 Zähler bis zu einer neuen Bestmarke.

Eine im März stärker als erwartet eingetrübte Stimmung der US-Verbraucher tat der Freude der Aktienanleger kaum einen Abbruch. Das von der Universität Michigan erhobene Konsumklima war auf 96,9 Punkte gefallen, während Volkswirte nur mit einem Rückgang auf 98,2 Punkte gerechnet hatten. Der Index der Uni Michigan ist ein Indikator für das Kaufverhalten der amerikanischen Verbraucher.

Star des Tages auf dem New Yorker Börsenparkett waren die Papiere von Walt Disney, die mit 130,90 Dollar den höchsten Kurs ihrer Geschichte erreichten und mit 130,06 Dollar (+11,54%) aus dem Handel gingen. Der Unterhaltungsriese will nun auch im Video-Streaming-Geschäft mitmischen und bringt in den USA einen eigenen Dienst zum Kampfpreis an den Start. Disney+ soll 6,99 Dollar im Monat kosten und wäre damit billiger als das günstigste Abo des Rivalen Netflix. Netflix-Papiere verloren 4,49 Prozent.

Analysten waren von dem neuen Disney-Angebot angetan. Disney+ überzeuge, schrieb etwa Steven Cahall von der RBC in einer Studie. Die Konzernziele für das Wachstum der Abonnentenzahlen lägen deutlich über den Erwartungen.

Die grösste der US-Banken, JPMorgan, legte als erstes gewichtiges Unternehmen in den Vereinigten Staaten den Geschäftsbericht vor und überzeugte erneut die Investoren. Alleine in den ersten drei Monaten des Jahres hatte JPMorgan einen Überschuss von etwas mehr als neun Milliarden Dollar erzielt. Das Wall-Street-Haus habe seine Schätzungen in fast allen Belangen übertroffen, kommentierte RBC-Analyst Gerard Cassidy in einer am Freitag vorliegenden Studie. JPMorgan-Aktien gewannen 4,69 Prozent und zogen die Papiere von Goldman Sachs (+2,47%) nach oben. Die Bank will legt am Montag ihre Quartalszahlen vorlegen.

Die Aktien der US-Grossbank Wells Fargo drehten nach einem freundlichen Start im Zuge positiv aufgenommener Quartalszahlen rasch ins Minus und standen am Ende des Tages 2,62 Prozent tiefer. Als Grund für den Dreh machten Börsianer die von der Bank gesenkte Prognose für den diesjährigen Nettozinsertrag aus. Finanzvorstand John Shrewsbury hatte die Massnahme in der Telefonkonferenz zu den aktuellen Zahlen nicht zuletzt mit der Entscheidung der US-Notenbank Fed begründet, von weiteren Zinserhöhungen zunächst abzusehen.

Die Anteile des Chemiekonzerns Dow Inc stiegen um 6,21 Prozent auf 58,30 Dollar und waren damit der zweitbeste Wert im US-Leitindex. Analyst Vincent Andrews von Morgan Stanley erhöhte bei unverändertem "Overweight"-Votum sein Kursziel von 61 auf 62 Dollar und verwies auf niedrigere Ethan-Preise. Das Chance-Risiko-Profil sei nach wie vor ausgesprochen vorteilhaft. Die Dividende sichere den Kurs nach unten ab.

In einer milliardenschweren Transaktion will der Ölkonzern Chevron den US-Ölförderer Anadarko Petroleum übernehmen. Dessen Aktienkurs sprang um 32 Prozent hoch. Die Papiere von Chevron verloren indes 4,94 Prozent. Chevron will 65 US-Dollar je Anadarko-Papier auf den Tisch zu legen, womit das Unternehmen mit 33 Milliarden Dollar bewertet wäre.

Bei dem nach zwei Flugzeugabstürzen massiv in der Kritik stehenden US-Flugzeugbauer Boeing laufen die Bemühungen um eine Wiederzulassung der Krisenjets vom Typ 737 Max auf Hochtouren. Es seien bereits 96 Flüge mit einer Flugzeit von insgesamt über 159 Stunden zum Testen eines Updates der umstrittenen Steuerungssoftware MCAS absolviert worden, hatte Boeing-Chef Dennis Muilenburg am Donnerstag gesagt. Die Boeing-Aktien knüpften am Freitag mit plus 2,56 Prozent an ihre Erholung vom Vortag an.

Ein sensationelles Börsendebüt feierten die Aktionäre von Jumia . Der afrikanische Online-Händler - ein Start Up der Berliner Rocket Internet - sammelte beim Börsengang in New York 196 Millionen Dollar ein. Jumia platzierte die Aktien zu 14,50 Dollar das Stück. Der erste Kurs lag mit 18,95 Dollar schon deutlich darüber, der Schlusskurs mit 25,46 Dollar erst recht.

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17:30

Die Schweizer Börse hat am Freitag zum dritten Mal in Folge Federn gelassen. Händler erklärten, europaweit hätten Titel aus dem Gesundheitssektor auf den Verkaufszetteln der Anleger gestanden.  Der SMI sank 0,7 Prozent auf 9485 Punkte. Im Verlauf der gesamten Woche resultierte damit ein Minus von 0,7 Prozent.

Roche sanken 2,2 Prozent, die Aktien des zweiten Schweizer Pharmariesen Novartis 1,6 Prozent. Die im Verlauf der Woche von Novartis abgespaltene Alcon sackte 3,6 Prozent ab. Societe Generale stufte die Aktien des Augenheilunternehmens auf "Verkaufen" zurück, nachdem der Broker noch einen Tag zuvor die Empfehlung "Kaufen" ausgegeben hatte. Societe Generale machte für den abrupten Kurswechsel einen Rechenfehler verantwortlich. Lonza waren mit einem Abschlag von vier Prozent Tagesverlierer unter den Standardwerten. Händler verwiesen auf eine Rückstufung durch Mainfirst.

Gesucht waren dagegen die Grossbanken, nachdem der US-Konkurrent JP Morgan im ersten Quartal einen Rekordgewinn eingefahren hatte. UBS gewannen 1,5 Prozent, Credit Suisse 3 Prozent. Ein fulminantes Börsendebut feierte der Zugbauer Stadler Rail. Mit einem Kurs von 43,10 Franken notierte die Aktien 16,5 Prozent über dem Ausgabekurs. Polyphor kletterten fast 15 Prozent. Das Antibiotikum Murepavadin der Pharmafirma hat in vier neuen Indikationen von der US-Behörde FDA die Einstufung als Qualified Infectious Disease Product erhalten.

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16:24

Die Stimmung der US-Konsumenten hat sich im April stärker eingetrübt als erwartet. Das Barometer für das Verbrauchervertrauen fiel von 98,4 auf 96,9 Zähler, wie aus der am Freitag veröffentlichten Umfrage der Universität Michigan hervorgeht. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit 98,0 Punkte gerechnet. Den Angaben zufolge schätzen die Verbraucher die wirtschaftlichen Aussichten schlechter ein als zuletzt. Die Lage bewerten sie hingegen besser. Der private Konsum ist eine Stütze der US-Konjunktur. Er steht für etwa 70 Prozent der Wirtschaftsleistung.

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13:24

Milliardengewinne von J.P. Morgan zum Start in die Bilanzsaison haben die Wall Street am Freitag beflügelt.  Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gewann ein Prozent auf 26'425 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 und der Index der Technologiebörse Nasdaq legten je 0,5 Prozent auf 2907 beziehungsweise 7985 Punkte zu.

JP Morgan verdiente im ersten Quartal mit 9,2 Milliarden Dollar so viel wie noch nie. Für das mit Abstand grösste US-Kreditinstitut ist das ein Plus von fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Aktien von JP Morgan legten mehr als drei Prozent zu. Auch Wells Fargo fuhr zum Jahresauftakt einen Milliardengewinn ein, die Aktien stiegen um 0,6 Prozent.

Aktien von Walt Disney stiegen um mehr als zehn Prozent auf ein Allzeithoch. Der US-Unterhaltungskonzern hat den Start seines Streamingdienstes Disney+ mit einem günstigeren monatlichen Abo-Preis als Netflix angekündigt.

Skeptisch waren Anleger von Chevron angesichts eines Zukaufs. Der US-Konzern will das Förderunternehmen Anadarko Petroleum für 33 Milliarden Dollar kaufen. Chevron-Aktien gaben mehr als fünf Prozent nach.

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13:24

Überraschend gute Geschäftszahlen für das erste Quartal von J.P. Morgan treiben am Freitag den Bankensektor an.  Milliardengewinne bei J.P. Morgan im Quartal kommen bei Anlegern gut an. Die US-Grossbank schnitt im ersten Quartal in fast allen Belangen besser ab als gedacht. Dabei übertraf auch das Kapitalmarktgeschäft die Erwartungen.

Credit Suisse ziehen in der Folge um 2,7 Prozent an und UBS um 1,7 Prozent. An der Wall Street schnellten die Aktien von J.P. Morgan im vorbörslichen Handel um gut 2,5 Prozent nach oben.

Im Gegenzug geraten die defensiven Schwergewichte unter Abgabedruck. Vor allem die Pharmapapiere Roche (-2,5%) und Novartis (-2,3%) leiden unter Umschichtungen. Auch Nestlé (-0,9%) und Swisscom (-0,8%) stehen tiefer. Für den Pharmazulieferer Lonza (-3,5%) hat laut Händlern Mainfirst das Rating gesenkt.

Mit den grösseren Verlusten in den defensiven Schwergewichten steht auch der Gesamtmarkt mittlerweile deutlicher tiefer und verliert gemessen am SMI 0,8 Prozent.

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13:05

Die US-Grossbank J.P. Morgan eilt von Rekord zu Rekord. Das mit Abstand grösste US-Kreditinstitut verdiente im ersten Quartal 9,2 Milliarden Dollar - ein Plus von fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal.

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13:02

Die Aussicht auf weiter steigende Gewinne ermuntert Anleger zum Einstieg bei Fiat Chrysler. Die Aktien steigen in Mailand um 4,2 Prozent auf 14,48 Euro. Der Autobauer stellte für 2019 eine Steigerung des Rekordergebnisses aus dem Vorjahr in Aussicht.

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12:52

Der Schweizer Aktienmarkt tendiert am Freitagvormittag im Minus. Die Aktivitäten konzentrieren sich auf die Aktien des jüngsten Börsenzugangs: Stadler Rail-Aktien werden deutlich über dem Ausgabepreis gehandelt.  Der Swiss Market Index (SMI) notiert um 12:50 Uhr 0,8 Prozent niedriger bei 9'475 Punkten.

Im Fokus der Anleger steht Stadler Rail. Die Aktien des Eisenbahnkonzerns, die zu 38 Franken platziert werden, werden zwischen 41 und 42,89 Franken gehandelt. Zuletzt stand der Kurs bei 42.07 Franken - ein Plus von 13,7 Prozent gegenüber dem Zuteilungspreis. Daraus errechnet sich eine Börsenkapitalisierung von 3,8 Milliarden Franken.

Bereits während der IPO-Phase hatte sich eine gewaltige Nachfrage nach Stadler abgezeichnet. Die Aktie sei begehrt, sagten Händler. Da es bei der Zuteilung zu massiven Kürzungen gekommen sei, würden nun viele Anleger den Titel am Markt kaufen. Die Aussichten für die das Industrieunternehmen würden als sehr viel versprechend beurteilt.

Bei den mehrheitlich leicht höher gehandelten Blue Chips fallen vor allem zyklische Werte mit höheren und die als defensiv beurteilten Sektoren mit eher schwächeren Kursen auf.

An der Spitze stehen Adecco mit einem Kursplus von 2,6 Prozent. Die Bank of America Merrill Lynch hat die Empfehlung auf 'Buy' von 'Underperform' erhöht. Das Kursziel betrage 65 Franken.

Dahinter folgen der Hörgerätehersteller Sonova (+2,2%), die Technologiefirmen Ams und ABB mit 2,4 und 1,9 Prozent Kurszuwachs. Wie meist, wenn zyklische Werte gefragt sind, reihen sich auch Finanzwerte unter die Gewinner ein. Die Banken Credit Suisse (+2,5%), UBS (+1,5%), der Lebensversicherer Swiss Life (0,6%) und der Asset Manager Partners Group (+0,1%) legen zu. Julius Bär (-0,1%) mach den Abgang der Dividende gleich wieder wett.

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11:48

Aus Furcht vor einer weiteren Talfahrt der türkischen Wirtschaft ziehen sich Anleger aus der Börse in Istanbul zurück. Sie verkauften die Landeswährung und trieben den Kurs des Dollar am Freitag 1,4 Prozent in die Höhe auf 5,8135 Lira. Der Euro verteuerte sich um 1,9 Prozent auf 6,5754 Lira.

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09:15

Der Swiss Market Index (SMI) gibt unmittelbar nach Börseneröffnung 0,3 Prozent auf 9524 Punkte nach. Die Vorgaben aus dem Ausland sind uneinheitlich. Die Wall Street schloss etwas leichter. Die Börsen in China schwächen sich ebenfalls leicht ab. In Japan legt der Nikkei Index dagegen zu. Die Anleger dürften sich vor dem Start in die Bilanzsaison zum ersten Quartal zurückhalten, sagen Händler. Denn am Nachmittag werden die beide US-Grossbanken JP Morgan und Wells Fargo den Zahlenreigen eröffnen. Die Bankergebnisse gelten als Frühindikator für den Verlauf der US-Konjunktur.

Impulse könnten auf der Makro-Seite von den am Vormittag anstehenden Daten zur Industrieproduktion in der EU und den US-Import- und Exportpreisen am Nachmittag ausgehen. In Washington findet zudem die Frühjahrstagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank statt.

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Im Fokus der Anleger steht das Börsendebut des Eisenbahnkonzerns Stadler Rail. Die Aktien, die zu 38 Franken platziert werden, werden springen zum Start gleich auf 41.35 Franken - ein Plus von 11,8 Prozent zum Ausgabepreis. Stadler hat 35 Millionen Aktien platziert, was ein Volumen von 1,33 Milliarden Franken ergibt. Daraus errechnet sich eine Börsenkapitalisierung von 3,8 Milliarden Franken.

Bei den mehrheitlich leicht tiefer gestellten SMI-Werten fallen Adecco mit einem Plus von 0,7 Prozent auf. Die Bank of America Merrill Lynch hat die Empfehlung auf 'Buy' von 'Underperform' erhöht. Das Kursziel beträgt 65 Franken.

Deutlich im Minus sind Alcon (-2,7 Prozent), Lonza (-2,5 Prozent) und UBS (-1,1 Prozent).

Grössere Abschläge verbuchen Ascom (-2,5 Prozent), Julius Bär (-3,6 Prozent) und Sunrise (-5,1 Prozent), die aber alle ex-Dividende gehandelt werden.

Massive Kursgewinne gibt es bei Polyphor (+7,3 Prozent). Das Biopharmaunternehmen hat für sein Antibiotikum Murepavadin von der US-Arzneimittelbehörde FDA den Status Qualified Infectious Disease Product in vier weiterem Indikationen erhalten.

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Im April haben sich gleich drei Firmen an der Schweizer Börse kotieren lassen. Welches ist für Sie der vielversprechendste Börsenneuling?

Medacta (Orthopädiekonzern)
14% (579 Stimmen)
Alcon (Spezialist Augenheilkunde)
25% (1064 Stimmen)
Stadler Rail (Zugbauer)
62% (2629 Stimmen)
Gesamtstimmen: 4272

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08:45

Stadler Rail leistet sich am ersten Börsentag gleich auch den ersten Fauxpas in Sachen Kommunikationsarbeit: Journalisten, die dem "Glockenschlag" des Stadler-IPO beiwohnen wollten, wurden an der Schweizer Börse SIX ausgesperrt, darunter auch ein cash-Journalist. Es sei "ein Privatanlass", wurde den Medienvertretern beschieden. Ausnahme: Das Schweizer Fernsehen SRF durfte als einziges Medium offiziell dem Anlass beiwohnen. Tja.

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08:30

In Asien haben die meisten bedeutenden Börsen am Freitag nachgegeben. Allen voran weiteten die Aktienmärkte in China zeitweise ihre Vortagesverluste aus, bis dann besser als erwartete Wirtschaftsdaten bekannt gegeben wurden.

Im März hatten die Exporte aus China deutlich zugelegt, während die Importe zurückgegangen waren. Zuvor noch hatte, - wie bereits am Vortag belastet - dass die chinesische Regierung womöglich Börsenspekulationen auf Pump beschränken will. Vor allem ausländische Investoren hätten daraufhin von Chinas Börsen zurückgezogen, hiess es dort.

Der CSI 300 , der im bisherigen Jahresverlauf bereits rund ein Drittel an Wert hinzugewonnen hat, verringerte kurz vor Handelsschluss sein Minus auf nur noch 0,21 Prozent und notierte bei 3989,76 Punkten. Nach einem Plus von fast 5 Prozent in der ersten Aprilwoche steuert er nun auf einen Wochenminus von mehr als anderthalb Prozent zu. Bislang war die einzige verlustgeprägte Woche für den CSI 300 in diesem Jahr die erste Märzwoche gewesen, als der Index mit den 300 wichtigsten Werten der chinesischen Festlandbörsen um 2,5 Prozent abgesackt war.

Der Hang Seng in Hongkong verlor zuletzt 0,27 Prozent auf 29 760,32 Punkte. Bisher gewann er im Jahresverlauf 15 Prozent. In Japan indes rückte der Nikkei 225 um 0,73 Prozent auf 21 870,56 Punkte vor.

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08:25

Der Swiss Market Index steht vorbörslichen Schätzungen zufolge 0,06 Prozent tiefer. Im Fokus steht aber nicht eine SMI-Aktie, sondern der Titel von Stadler Rail. Die hatte einen Ausgabepreis von 38 Franken, im vorbörslichen Handel steigt sie nun um 17 Prozent.

08:10

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Die Ölpreise sind am Freitag im frühen Handel etwas gestiegen. Nach Verlusten am Vortag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent am Morgen 71,07 US-Dollar. Das waren 24 Cent mehr als am Donnerstag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 25 Cent auf 63,83 Dollar.

Die Lage am Ölmarkt ist derzeit eindeutig: Risiken auf der Angebotsseite lassen die Rohölpreise im Trend steigen. Seit Jahresbeginn hat sich Nordseeöl um rund 30 Prozent verteuert, US-Rohöl gar um gut 40 Prozent. Auslöser ist die Frage, ob das angebotene Erdöl ausreicht. Verknappt wurde die Produktion einerseits bewusst durch das Ölkartell Opec. Hinzu kommen andererseits politische und wirtschaftliche Krisen in grösseren Ölstaaten wie dem Iran, Libyen oder Venezuela.

Begrenzt werden die Preisanstiege durch die sich abschwächende Weltwirtschaft. Allerdings erkennen Fachleute in letzter Zeit Anzeichen, die auf eine konjunkturelle Stabilisierung hoffen lassen. Dazu zählen ermutigende Konjunkturdaten aus China oder aus den Industrien einiger grosser Euroländer.

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06:30

Investoren hielten sich vor dem Beginn der Bilanzsaison am Markt zurück, dies vor allem zu Beginn des Freitagshandels. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index stieg im Verlauf dann 0,5 Prozent höher und liegt bei 21'820 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index blieb faktisch unverändert und lag bei 1606 Punkten. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans fiel um 0,7 Prozent.

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06:15

Die Nachfrage nach Schweizer Franken lässt wieder etwas nach. Ein Euro wurde mit 1,1323 Franken bewertet, das ist der höchste Stand seit Mitte März. Vor zwei Wochen lag das Währungspaar noch bei 1,1151.

Der Dollar wird wenig verändert mit 1,0023 Franken gehandelt.

(cash/AWP/Reuters)