23:00

Der US-Standardwerteindex Dow Jones schloss 0,5 Prozent höher bei 49.504 Punkten. Der technologielastige Nasdaq rückte 0,8 Prozent auf 23.671 Zähler vor und der breit gefasste S&P 500 0,6 Prozent auf 6966 Stellen. In der abgelaufenen Woche legte der S&P damit 1,6 Prozent zu, die Nasdaq 1,9 Prozent und der ​Dow 2,3 Prozent.

Der US-Arbeitsmarkt hat vor dem Jahreswechsel gemischte Signale ausgesendet. Die Arbeitslosenquote ist im Dezember ‌zwar überraschend deutlich gesunken, doch der Stellenaufbau läuft weiter nur schleppend. «Der US-Arbeitsmarkt ‌verharrt damit im 'No Hire – No Fire'-Modus», sagte LBBW-Experte Dirk Chlench. «Da zudem die Inflationsrate für November 2025 überraschend niedrig ausgefallen ist, dürfte die US-Notenbank Fed im laufenden Jahr ihren Zinssenkungskurs fortsetzen.»

Die Job-Zahlen gelten als wichtige Orientierungshilfe für die Fed. Die Währungshüter versuchen, mit erhöhten Zinsen die Inflation einzudämmen, ohne die Konjunktur abzuwürgen. Im vergangenen Jahr senkte die Fed den Leitzins in drei Schritten um insgesamt 0,75 Prozentpunkte auf eine Spanne ⁠von 3,50 bis 3,75 Prozent.

Bei den anderen Asset-Klassen hielt sich die Reaktion der Anleger in Grenzen. Der Dollar und US-Staatsanleihen zeigten sich mehr oder weniger stabil. Nur Silber weitete dank neu entflammter Spekulationen auf eine lockerere Geldpolitik seine Gewinne von gut einem Prozent auf 3,7 ​Prozent aus. Niedrigere Zinsen verringern die Opportunitätskosten für das Halten von Edelmetallen, die selbst keine Zinsen abwerfen.

Der ‌Oberste Gerichtshof der USA hat unterdessen anders als vielfach erwartet kein Urteil zur ‍Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump gefällt. Unter anderem an den Finanzmärkten war damit gerechnet worden, dass die Richter sich zum Wochenschluss zu den Zöllen äussern dürften. Die US-Regierung ​hatte sich am späten Donnerstag nach Angaben von Trumps Wirtschaftsberater Kevin Hassett telefonisch kurzgeschlossen, um potenzielle nächste Schritte nach einem Urteil zu besprechen. Wann die Entscheidung zu den Zöllen kommt, ist unklar. Das oberste US-Gericht teilt nicht vorab mit, welche Urteile es veröffentlicht.

Gefragt bei den Einzelwerten ‌waren unter anderem Aktien von Hypothekenfinanzierern. LoanDepot, Rocket Companies und Opendoor Technologies legten zwischen knapp ⁠zehn und rund 20 Prozent zu. Trump hatte erklärt, er habe seine Vertreter angewiesen, ‌Hypothekenanleihen im Volumen von 200 Milliarden Dollar zu kaufen, um die Wohnkosten in den USA zu senken.

Nach oben ging es auch für die Titel des Chipkonzerns Intel, die ‍um 10,8 Prozent zulegten. Trump hatte erklärt, er habe ein «grossartiges Treffen» mit Konzernchef Lip-Bu Tan gehabt.

Ein Medienbericht über eine mögliche Übernahme durch den US-Pharmakonzern Merck beflügelte die Aktie des Biotech-Unternehmens Revolution Medicines. Die Papiere stiegen um 10,6 Prozent. Die «Financial Times» ​hatte berichtet, Merck sei in Gesprächen über einen Kauf des Krebsmedikamentenentwicklers zu einem Preis von bis zu ‍32 Milliarden Dollar. Am Donnerstag hatten die Titel nach einem Bericht des «Wall Street Journal» über das Kaufinteresse des Merck-Rivalen AbbVie um fast 30 Prozent zugelegt. AbbVie dementierte dies jedoch später.

Papiere von General Motors verloren 2,7 Prozent. Der Autobauer hatte mitgeteilt, Abschreibungen in Höhe von sechs Milliarden Dollar auf Investitionen in Elektrofahrzeuge zu verbuchen.

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17:35

Der SMI schliesst 0,53 Prozent höher bei 13'422 Punkten. Im Wochenvergleich steuerte das Börsenbarometer damit auf ein Plus von ​1,1 Prozent zu.

Hauptereignis an den ‌Finanzmärkten war die Veröffentlichung ‌der US-Arbeitsmarktdaten für Dezember. Der US-Arbeitsmarkt hat vor dem Jahreswechsel gemischte Signale ausgesendet. Der Stellenaufbau läuft zwar weiter nur schleppend, doch ist die Arbeitslosenquote im Dezember überraschend deutlich ⁠gesunken. An den Terminmärkten verstärkte sich die Erwartung, dass die US-Notenbank Fed nach drei Zinssenkungen in Folge nun stillhalten wird.

Gesucht ​waren vor allem Titel von Unternehmen ‌mit einem überdurchschnittlich von der Konjunktur ‍abhängigen Geschäft. Grösster SMI-Gewinner am Freitag  ist Amrize mit 3,3 Prozent plus. Positiv schlossen auch ABB. Der Finanzinvestor Partners ​Group verteuerte sich um 2 Prozent, der Logistiker Kühne+Nagel um 1,6 Prozent.

Grösster SMI- Verlierer ist Zurich mit fast 2 Prozent minus. Ähnlich viel verloren auch die Valoren von Swiss Life (1,7 Prozent).

Am breiten Markt schliessen Gurit 9 Prozent höher. Gurit schossen 9,4 Prozent hoch. Der Verbundwerkstoffspezialist hat ‌einen langfristigen Liefervertrag mit einem führenden ⁠Windkraftanlagenhersteller im Volumen von 250 Millionen ‌Franken abgeschlossen. Der Laborausrüster Tecan gewann nach der Veröffentlichung von vorläufigen Umsatz- und ‍Auftragszahlen für 2025 7,7 Prozent. 

Auf Tauschstation ging dagegen Stadler Rail. Die Aktien sackten 6,5 Prozent ab. Implenia verloren 4 Prozent.

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17:00

Bitcoin legt zu und steuert auf siebten Handelstag im Plus in diesem Jahr zu. Er hat sich etwas von der Marke von 90'000 Dollar abgesetzt. Der Kurs der ältesten und bekanntesten Digitalwährung legte auf der Handelsplattform Bitstamp um bis zu rund ein Prozent auf fast 92'000 Dollar zu.

Dieses Niveau konnte der Bitcoin nicht ganz halten, lag aber am späten Nachmittag mit 91'400 Dollar noch leicht über dem Niveau vom Donnerstagabend. Nach einem schwachen Vorjahr verteuerte sich der Bitcoin in diesem Jahr bisher um rund vier Prozent.

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16:45

Die Ölpreise sind am Freitagnachmittag wegen der sich weiter verschärfenden Lage im Iran kräftig gestiegen und auf den höchsten Stand seit rund einem Monat geklettert. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im März legte am späten Nachmittag um 1,26 Dollar oder etwas mehr als zwei Prozent auf 63,25 Dollar zu. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI zur Lieferung im Februar verteuerte sich um 1,34 Dollar auf 59,10 Dollar.

Damit steuern die Ölpreise auf den stärksten Anstieg an einem Tag seit Oktober zu. Händler führten die starken Kursgewinne am Freitag vorwiegend auf die sich weiter zuspitzende Situation im Iran zurück. Der für den Weltmarkt wichtige Ölförderstaat hatte am Donnerstagabend die grössten Demonstrationen seit Beginn der aktuellen Protestwelle erlebt.

Der iranische Sicherheitsapparat schaltete das Internet für die Bevölkerung vollständig ab. Nachdem Sicherheitskräfte das Feuer auf Demonstrierende eröffnet haben sollen, mehrten sich unbestätigte Berichte über zahlreiche Tote. Der Geheimdienst rief die Bevölkerung angesichts der Proteste am Freitag zur Zusammenarbeit auf.

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15:50

Der Leitindex Dow Jones Industrial steigt in den ersten Handelsminuten um 0,4 Prozent auf 49'437 Punkte. Er lag damit nur noch knapp unter der Höchstmarke vom Mittwoch bei 49.621 Zählern.

Der marktbreite S&P 500 legte um 0,3 Prozent auf 6942 Punkte zu, auch hier fehlte nicht mehr viel zu einer weiteren Rekordmarke. An der Technologiebörse Nasdaq kletterte der Nasdaq 100 um 0,2 Prozent auf 25'557 Zähler.

Der Stellenaufbau am US-Arbeitsmarkt läuft weiter schleppend. Im Dezember kamen nur 50'000 neue Jobs ausserhalb der Landwirtschaft hinzu, ‌wie ‌aus dem am Freitag vorgelegten Bericht der Regierung hervorgeht. Von Reuters befragte Experten hatten einen Stellenzuwachs von 60'000 Stellen erwartet, nach revidiert 56'000 im November. ​

Die getrennt ermittelte Arbeitslosenquote sank im Dezember allerdings auf ‌4,4 von revidiert 4,5 Prozent ‌im November. Für die US-Notenbank, die Ende des Monats wieder über den Leitzins entscheidet, sind die Arbeitsmarktdaten eine wichtige Orientierungsmarke beim Abstecken des geldpolitischen Kurses.

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15:07

An den US-Börsen sieht es am Ende einer starken Woche zum Jahresauftakt nach weiteren Gewinnen aus. Anleger verarbeiten damit die am Freitag vorgelegten Arbeitsmarktdaten, die besonders relevant sind für die künftige Geldpolitik der US-Notenbank Fed. Experte Ralf Umlauf von der Helaba sprach in einem ersten Kommentar von einem nur schwachen Beschäftigungsplus.

Der Broker IG taxierte den Dow Jones Industrial 30 Minuten vor dem Börsenstart 0,3 Prozent höher auf 49'410 Punkte. Er würde damit wieder aufschliessen zu seinem Rekord, von dem er seit Mittwoch etwas zurückgekommen war. Für den technologielastigen Nasdaq 100 zeichnet sich anhand der IG-Indikation ein 0,4 Prozent höherer Start bei 25'618 Punkten ab.

Die US-Indizes steuern allesamt auf Wochengewinne zu, wobei diese beim Dow besonders deutlich ausfallen. Anleger hatten zuletzt klassischen Industrietiteln vermehrt den Vorzug gegeben vor Technologiewerten. Das Wochenplus des Nasdaq 100 fällt daher etwas kleiner aus.

Zuletzt hatte die Politik des US-Präsidenten Donald Trump wieder für Bewegungen gesorgt und dies setzte sich am Freitag fort. Er ordnete einen massiven Ankauf von Hypothekenanleihen im Wert von 200 Milliarden US-Dollar an, um damit Immobilienkredite günstiger zu machen. Einige Einzelwerte profitierten vorbörslich davon: Darunter die Titel des Hypothekengebers Rocket Campanies , die gut sechs Prozent zulegten.

Auch eine Übernahme sorgte für Gesprächsstoff. Wie die «Financial Times» berichtet, will der Pharmariese Merck & Co den Krebsmittelspezialisten Revolution Medicines übernehmen. Dessen Aktien zogen vorbörslich nochmals um 14 Prozent an, nachdem sie ihren Rekordlauf in den vergangenen beiden Handelstagen schon deutlich beschleunigt hatten. Die Merck-Titel dagegen bewegten sich leicht mit 0,2 Prozent im Minus. Als Kaufpreis ist in dem Bericht von 28 bis 32 Milliarden Dollar die Rede.

Einen Blick wert sind noch die Aktien von General Motors : Vorbörslich büssen sie 2,6 Prozent ein, nachdem der Autobauer hohe Abschreibungen auf seine Elektroautos bekanntgegeben hatte. Diese kosteten den Konzern im vierten Quartal rund sechs Milliarden Dollar. Hinzu kommen gut eine Milliarde an Sonderkosten für den Umbau in China. Analyst Dan Levy sah darin aber keine wirkliche Überraschung. Vom Rivalen Ford hatte es auch schon eine hohe Abschreibung gegeben.

Die Aktien von Southwest Airlines profitieren vorbörslich mit vier Prozent Plus davon, dass die US-Bank JPMorgan mit ihrer Einschätzung umschwenkt. Die Titel der Fluggesellschaft wurden vom Analysten Jamie Baker gleich doppelt auf «Overweight» hochgestuft. Er hält es für möglich, dass der Ausblick auf das Jahr 2026 die Markterwartungen sehr deutlich in den Schatten stellen wird.

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14:35

Der S&P 500 Index Future zieht nach Publikation der US-Arbeitslosenzahlen um 0,3 Prozent an, der SMI im Sog ebenfalls. Während das Stellenwachstum schwächer als erwartet ausfiel, gab die Arbeitslosenquote überraschend nach. Thomas Gitzel, Chefökonom der VP Bank, schreibt in einer ersten Reaktion: «Aus Sicht der Arbeitsmarktentwicklung hat die US-Notenbank Raum für mehr Zinssenkungen als es die Projektionen der Fed derzeit vorsehen. Wir gehen nach wie vor von drei Zinssenkungen im laufenden Jahr aus. Was noch deutlicheren Zinssenkungen entgegen steht, ist die Inflationsentwicklung. Die Zölle bergen das Risiko, dass es im laufenden Jahr zu Überwälzungseffekten an den Endkonsumenten kommen wird.»

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13:46

Der Ölkonzern Adnoc will sich nach ‌der ‌Übernahme der Mehrheit an Covestro auch die verbliebenen Anteile des Leverkusener Kunststoffherstellers sichern. ​Der internationale Investmentarm von ‌Adnoc, XRG, ‌habe Covestro mitgeteilt, dass die Covestro-Hauptversammlung die Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre auf die XRG «gegen Gewährung ⁠einer angemessenen Barabfindung» beschliessen solle, hiess es in einer Pflichtmitteilung der Leverkusener ​am Freitag. Die Höhe ‌der Abfindung solle ‍zu einem späteren Zeitpunkt genannt werden. ​Der staatliche Ölkonzern aus Abu Dhabi kontrolliert bereits rund 95,10 Prozent der ‌Anteile. Für ⁠Adnoc ist Covestro ‌der bisher grösste Zukauf und eine der grössten ‍Übernahmen eines EU-Unternehmens durch einen Golfstaat. 

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13:06

Die Futures der US-Aktienmärkte steigen:

Dow-Jones-Futures: +0,01 Prozent.
S&P-500-Futures: +0,11 Prozent.
Nasdaq-Futures: +0,22 Prozent.

Der Schweizer Markt steht gemessen am SMI 0,07 Prozent höher. Partners Group führen die Gewinner mit einem Plus von 1,5 Prozent an. Am anderen Ende stehen Swiss Life mit einem Verlust von 2,1 Prozent.

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11:35

Der Schweizer Aktienmarkt notiert am Freitagvormittag leicht fester. Die Anleger warten nun auf den US-Arbeitsmarktbericht für den November als «Highlight der Woche». Unterstützung bieten aber auch stärker als erwartete Daten zur Industrieproduktion in Deutschland. Die Daten würden unterstreichen, dass es mit der Konjunktur in der grössten Volkswirtschaft in Europa langsam aufwärts gehe, meint ein Marktbeobachter.

Der am Nachmittag anstehenden US-Jobbericht wird nicht zuletzt mit Blick auf die weitere US-Geldpolitik grosse Beachtung finden. Sollten weniger neue Stellen geschaffen worden sein als prognostiziert, könnte dies die Hoffnung auf Zinssenkungen zementieren, heisst es am Markt. Gleichzeitig könnten sich allzu schwache Daten allerdings auch negativ auf die Stimmung auswirken. Daneben könnte im Tagesverlauf möglicherweise die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs in den USA darüber Auskunft geben, ob die Zölle von Trump womöglich illegal waren.

Der SMI steht um 11.25 Uhr um 0,12 Prozent im Plus bei 13'366,29 Punkten. Der SLI, in dem die 30 wichtigsten Aktien enthalten sind, gewinnt 0,14 Prozent auf 2168,15 Zähler und der breite SPI legt um 0,14 Prozent zu auf 18'431,07 Punkte. Von den SLI-Werten notieren 29 im Plus und zehn im Minus.

Zu den klaren Gewinnern gehören weiterhin technologienahe Werte wie Logitech (+2,0 Prozent) oder VAT (+1,2 Prozent). Am Markt wird auf gute Vorgaben aus Asien verwiesen: So feierte ein chinesisches KI-Unternehmen ein starkes Börsendebut in Hongkong, zudem berichtete der Chip-Auftragsfertiger TSMC über einen Umsatzsprung im vierten Quartal.

Im Plus notieren auch zahlreiche typische Zykliker wie die Aktien des US-Zementkonzerns Amrize (+1,5 Prozent), des Industriekonzerns ABB (+1,0 Prozent) oder des Logistikers Kühne+Nagel (+1,2 Prozent). Fester zeigen sich auch die Aktien des Schweizer Zementkonzerns Holcim (+0,4 Prozent), die Rückenwind von Kurszielerhöhungen durch verschiedene Analystenhäuser erhalten.

Bei den Finanzwerten legen Partners Group (+1,3 Prozent) klar zu, nachdem die Analysten von Barclays ihr «Overweight»-Rating für die Titel des Privatmarktspezialisten bestätigt haben. Leicht fester notieren die Titel der Privatbank Julius Bär (+0,3 Prozent) und der Grossbank UBS (+0,1 Prozent). Am heutigen Freitag endet die Vernehmlassung des EFD zur Vorlage über die vollständige Eigenkapitalunterlegung der UBS-Auslandstöchter.

Bei den Schwergewichten erhalten Roche (+0,5 Prozent) Unterstützung von einer deutlichen Kurszielerhöhung durch Bernstein. Novartis (-0,1 Prozent) zeigen sich nach der Erreichung eines Allzeithochs am Vortag leicht schwächer. Derweil bekräftigen die UBS-Analysten ihr «Neutral»-Rating für die seit Längerem unter Druck stehenden Titel des Nahrungsmittelkonzerns Nestlé (+0,2 Prozent) bei einem leicht tieferen Kursziel.

Deutlich abwärts geht es einmal mehr mit den Versicherungstiteln, die am Vortag noch eine Erholungsbewegung gezeigt hatten. Dabei werden Swiss Re (-1,1 Prozent) von einer Kurszielsenkung durch Morgan Stanley mit bekräftigter «Underweight»-Einstufung belastet. Noch deutlicher sind die Abgaben bei Zurich (-1,5 Prozent), HelvetiaBaloise (-1,6 Prozent) und Swiss Life (-1,6 Prozent). Am Ende der SLI-Tabelle stehen die PS des Schokoladeherstellers Lindt&Sprüngli (-1,9 Prozent).

Am breiten Markt legen Gurit (+8,4 Prozent) deutlich zu. Das Industrieunternehmen konnte am Morgen einen langfristigen Liefervertrag mit einem grossen Windkraftanlagenhersteller bekanntgeben. Damit zeigen die Titel eine gewisse Erholung von ihrem vom Taucher in der zweiten Jahreshälfte 2025.

Gut aufgenommen werden am Markt auch die Umsatzzahlen des Laborausrüsters Tecan (Aktien +8,4 Prozent). Analysten verweisen vor allem die merkliche Erholung in der zweiten Jahreshälfte 2025 sowie zuversichtliche Aussagen des Unternehmens für das neue Jahr.

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11:01

Die sich anbahnende Mega-Fusion zwischen den Bergbaukonzernen Glencore und Rio Tinto sorgt für ordentlich Gesprächsstoff an den Aktienmärkten. Die Titel von Glencore steigen an der Londoner ‌Börse um ‌bis zu 9,9 Prozent, Rio Tinto geben 2,6 Prozent nach. Geprüft werde eine Übernahme von Glencore durch Rio Tinto im Zuge eines Aktientauschs, teilten die beiden Unternehmen in der Nacht zum Freitag mit. «Die Struktur einer möglichen Fusion dieser beiden Unternehmen ist unklar und dürfte komplex sein, aber wir glauben, ​dass es einen Weg zu einer signifikanten Wertschöpfung für beide gibt,» schrieben die Analysten von Jefferies. Einige ‌Experten sind jedoch auch skeptisch: Es bestehe das Risiko, dass zu ‌viel bezahlt werde, sagte Tim Hillier vom Vermögensverwalter Allan Gray mit Blick auf Rio Tinto. Es ist der zweite Anlauf für eine Annäherung innerhalb von gut einem Jahr.

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10:20

Nach der Bestätigung der Margenprognose für das Geschäftsjahr 2025 geht es für die Aktien ‌von TeamViewer bergauf. ‌Die Titel des Spezialisten für Fernwartungssoftware gehören mit einem Plus von rund fünf Prozent zu den stärksten Werten im MDax. TeamViewer verbuchte für 2025 einen Pro-forma-Umsatz von 767 Millionen Euro und bekräftigte seine Prognose für eine bereinigte Ebitda-Marge ​von 44 Prozent. Das Unternehmen habe im vierten Quartal eine «stärkere Performance als erwartet» ‌gezeigt, die auf eine Erholung der Geschäfte zurückzuführen ‌sei, erläutert Harald Hof, Analyst bei mwb Research.

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09:33

Der Schweizer Aktienmarkt ist am Freitag leicht freundlich in den Handel gestartet. Anleger warten auf den US-Arbeitsmarktbericht am Nachmittag. Bis dahin müssen sie sich mit den Vorgaben aus Übersee behelfen. Dabei kamen von der Wall Street gemischte Signale, während in Asien die Märkte besonders im Tech-Sektor nach oben zeigten.

Dem US-Jobbericht kommt grosse Beachtung mit Blick auf die weitere US-Geldpolitik zu. «Schwächere Daten als erwartet könnten die Hoffnung auf weitere Zinssenkungen befeuern. Zu schwache Daten könnten sich dann aber wiederum negativ auf die Stimmung auswirken», erklärt ein Händler. Zudem steht im Tagesverlauf möglicherweise die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs in den USA darüber an, ob die Zölle von Trump womöglich illegal waren. Anleger sollten sich entsprechend auf eine erhöhte Volatilität in allen Marktsegmenten einstellen.

Der SMI steigt gegen 09.25 Uhr um 0,26 Prozent auf 13'385,21 Punkten, nachdem er in der Eröffnung ein neues Allezeithoch markierte. Der SLI, in dem die 30 wichtigsten Aktien enthalten sind, gewinnt 0,16 Prozent auf 2168,58und der breite SPI 0,20 Prozent auf 18'444,71 Punkte. Im SLI liegen 17 Werte im Plus, 12 geben nach. Swisscom sind unverändert.

Zu den Gewinnern zählen einmal mehr Tech-Werte. So legen Logitech (+1,8 Prozent), VAT (+0,8 Prozent) oder auch AMS Osram (+2,2 Prozent) zu. In Hong Kong feierte ein neues chinesisches KI-Unternehmen ein starkes Börsendebut. Zudem äusserte sich KeplerCheuvreux in einer Studie zu einigen Unternehmen und der Chip-Auftragsfertiger TSMC berichtete über einen Umsatzsprung im vierten Quartal.

Holcim (+1,2 Prozent) profitieren von Kurszielerhöhungen, besonders Kepler Cheuvreux ist optimistisch und zieht das Kursziel auf 90 Franken bei unveränderter Kaufempfehlung nach oben.

Am Indexende liegen ohne Nachrichten die Titel von Alcon (-1,5 Prozent). Swiss Re (-0,5 Prozent) verlieren nach einer Kurszielsenkung von Morgan Stanley mit bekräftigter «Underweight»-Einstufung etwas an Boden. Auch andere Versicherungswerte wie Zurich (-0,8 Prozent) oder Swiss Life (-0,4 Prozent) schwächeln.

In der zweiten Reihe schnellen Tecan (+7,8 Prozent) nach Umsatzzahlen für 2025 und bestätigten Zielen nach oben.

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09:30

Vor der Veröffentlichung des US-Arbeitsmarktberichts hat sich der Dax zum Wochenschluss kaum bewegt. Der deutsche Leitindex notierte nahezu unverändert ‌bei ‌25.139 Punkten. Er lag damit knapp unter seinem am Donnerstag erreichten Rekordhoch von 25.217,520 Punkten. «Sollten in den USA weniger neue Stellen geschaffen worden sein als ​prognostiziert, könnte dies die Hoffnung auf Zinssenkungen ‌zementieren und den Dax auf ‌das nächste Rekordhoch katapultieren», prognostizierte Frank Sohlleder von ActivTrades mit Blick auf die am Nachmittag anstehenden Daten.

Von Reuters befragte Experten gehen im Schnitt davon aus, dass im Dezember 60.000 neue Stellen ausserhalb der Landwirtschaft ⁠geschaffen wurden, nach 64.000 im November. Die Zahlen vom US-Arbeitsmarkt gelten als wichtige Orientierungshilfe für die Notenbank Fed, die Ende des Monats wieder über ​den Leitzins entscheidet.

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09:10

Der Swiss Market Index (SMI) setzt sich nach verhaltenen Startminuten leicht ab und legt 0,2 Prozent zu. Auf Titelebene gibt es deutlichere Bewegungen. Logitech legen 1,5 Prozent zu, Amrize nach Hochstufung 1,2 Prozent. Kühne+Nagel werden mit Plus 1,1 Prozent ebenfalls höher gestellt. Auf der Verliererseite geben Alcon 1,4 Prozent nach, gefolgt von Swiss Life und Zurich Insurance mit je minus 0,6 Prozent. 

Bei den Mid Caps legen AMS Osram, Lem und der Halbleiterzulieferer Inficon um mehr als ein Prozent zu. 

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08:05

Der Swiss Market Index (SMI) steht bei der Bank Julius Bär vorbörslich 0,07 Prozent höher. 18 von 20 SMI-Titeln können zulegen. Amrize und Holcim legen nach einer Kurszielerhöhung 1,5 Prozent respektive 0,6 Prozent zu, während Logitech nach den Abgaben der letzten Tage 0,9 Prozent höher indiziert werden. Einzig Novartis (-0,1 Prozent) und Roche (-0,2 Prozent) geben leicht nach. 

Bei den Mid Caps fallen AMS Osram auf, die 1,4 Prozent zulegen. Barry Callebaut (+0,8 Prozent) gewinnnen ebenfalls hinzu, während Tecan nach Zahlen um 3,6 Prozent anzieht. Alle anderen Mid Caps stehen leicht im Plus. 

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07:36

Neue Ratings und Kursziele für Schweizer Aktien: 

Amrize: Citigroup erhöht in einer Branchenstudie das Kursziel auf 67 von 63 Dollar und belässt die Einstufung auf Buy.

Barry Callebaut: Goldman Sachs erhöht Kursziel auf 1410 von 1370 Fr., Rating Buy unverändert. 

Holcim: UBS ruft neu ein Kursziel von 93 nach 78 Fr. auf, Rating Buy bestätigt. 

Galderma: UBS erhöht das Kursziel auf 200 von 190 Fr., Rating unverändert Buy.  

Glencore: Bank of America hebt das Kursziel auf 4,90 von 4,70 britischen Pfund an. Die Einstufung bleibt auf Buy.

Glencore: Royal Bank of Canada erhöht das Kursziel auf 4,80 von 4,30 britischen Pfund und belässt die Einstufung auf Outperform.

Logitech: Exane BNP Paribas senkt das Rating auf Neutral von Outperform und reduziert das Kursziel auf 85 von 102 Fr. 

Lonza: Stifel nimmt Abdeckung nach Analystenwechsel wieder mit Buy auf.

Medartis: Stifel startet Rating mit Buy.

Medacta: Stifel nimmt Abdeckung mit Rating Buy auf.

Newron: Roth Capital Partners stuft den Titel neu mit Kaufen ein. Das Kursziel wurde auf 40 Fr. festgelegt. 

Partners Group: Barclays senkt auf Kursziel auf 1310 von 1330 Fr., bleibt bei Einstufung Overweight.

Roche: Bernstein Société Générale bestätigt Rating Outperform, Kursziel neu 400 nach 327 Fr. 

SMG: Goldman Sachs reduziert das Kursziel auf 47 von 55 Fr., Einstufung weiter Neutral.

Swissquote: Goldman Sachs nimmt Abdeckung mit Einstufung Neutral auf und einem Kursziel von 479 Fr. 

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06:22

Der Swiss Market Index (SMI) notiert vorbörslich bei der IG Bank unverändert. Bei den gut ins Jahr gestarteten Valoren Novartis und Roche könnte es am letzten Handelstag der Woche zu Gewinnmitnahmen kommen. Bis zu den US-Arbeitsmarktdaten, welche um 14.30 Uhr MEZ publiziert werden, dürfte der Handel in ruhigen Bahnen verlaufen. 

Derweil startet Tecan in die Berichtssaison und legt die Umsatzzahlen für 2025 vor. Zudem berichtet die SNB über das Jahresergebnis sowie die Devisenreserven und das Seco publiziert die Arbeitsmarktdaten für Dezember und das Gesamtjahr 2025. Um 14.30 Uhr werden zudem die aktuellen US-Arbeitsmarktdaten aufgelegt. 

Der Bitcoin hat die Marke von 90'000 Dollar wieder übersprungen, nachdem die älteste Kryptowährung im Wochenverlauf zunehmend unter Druck geraten war. An dem langfristig positiven Ausblick halten die Experten weiterhin fest. Matthew Sigel, Leiter der Digital Assets Research bei Vaneck, prognostiziert für den Bitcoin eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von 15 Prozent im Basisszenario und eine Marktbewertung von 2,9 Millionen Dollar bis 2050, da sich die Nutzung von Spekulation hin zu Abwicklung und Reserven verlagere. 

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06:11

Die meisten Anleger in Asien halten sich vor wichtigen anstehenden Ereignissen in den USA eher zurück. Im Fokus stehen eine bevorstehende Entscheidung des Obersten US-Gerichtshofs zur Rechtmässigkeit von Zöllen sowie der ‌US-Arbeitsmarktbericht, ein ‌wichtiger Indikator für die Zinspolitik der US-Notenbank Fed. Der breit gefasste MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans verlor 0,3 Prozent.

Die japanische Börse tendiert jedoch gegen den Trend fester. In Tokio legte der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 1,2 Prozent auf 51'707,80 Punkte ​zu und der breiter gefasste Topix notierte 0,6 Prozent höher bei 3'506,15 Zählern.

Die ‌Entscheidung des US-Supreme Court sei der «eigentliche Joker» für die ‌Märkte am Freitag, sagt Kyle Rodda, leitender Finanzmarktanalyst bei Capital.com. «Wenn die Gerichte die US-Zölle kippen, wäre das ein grosser Schub für die Marktstimmung», erklärt er. «Eine Einschränkung könnte sein, dass die Trump-Regierung, selbst wenn die Zölle für unrechtmässig erklärt werden, wahrscheinlich nicht klein beigeben und nach anderen Wegen suchen wird, um die Abgaben beizubehalten.»

Die Börse Shanghai ⁠gewann 0,3 Prozent auf 4'095,33 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen stagnierte bei 4'742,44 Punkten.

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06:06

Im asiatischen Devisenhandel notiert der Dollar fester. Der Dollar gewann 0,2 Prozent auf 157,19 Yen und legte leicht auf 6,9794 ​Yuan zu. Zur Schweizer Währung rückte er etwas auf 0,7991 Franken vor. Parallel dazu ‌blieb der Euro fast unverändert bei 1,1657 Dollar und zog ‍leicht auf 0,9318 Franken an.

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06:03

Am Rohstoffmarkt legen die Ölpreise den zweiten Tag in Folge zu. Die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee verteuerte ​sich um 0,6 Prozent auf 62,35 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 0,6 Prozent fester bei 58,08 Dollar.

«Der Preisanstieg ist in erster Linie auf Trumps Anspruch zurückzuführen, den venezolanischen Ölexport zu kontrollieren. Dies könnte zu einem ‌Preisanstieg gegenüber den bisherigen verbilligten Verkäufen führen», sagt Tina Teng, Marktstrategin bei ⁠Moomoo ANZ. Insidern zufolge konkurrieren der Ölkonzern Chevron, die globalen Handelshäuser ‌Vitol und Trafigura sowie weitere Firmen um Verträge mit der US-Regierung für den Export von Rohöl aus Venezuela. Unruhen im Iran, einem ‍wichtigen Ölproduzenten im Nahen Osten, und Sorgen, dass der Krieg zwischen Russland und der Ukraine auf russische Ölexporte übergreifen könnte, verstärken zudem die Sorgen über das Angebot.

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00:05

Nach einem zähen Start hat der US-Leitindex Dow Jones Industrial am Donnerstag wieder den Vorwärtsgang eingelegt. Gesucht waren unter den 30 Aktien des Dow vor allem klassische Industrietitel der sogenannten Old Economy. Dazu zählten etwa Home Depot, Nike, Coca-Cola, Procter & Gamble sowie Caterpillar. Sie verhalfen dem Dow zu einem Plus von 0,55 Prozent auf 49'266,11 Punkte.

Am Vortag hatte der Dow bei 49'621 Zählern ein Rekordhoch erreicht, anschliessend waren die Kurse jedoch ins Minus gerutscht. Die ganz grossen Sprünge nach oben blieben am Donnerstag aus, steht doch am Freitag mit dem Arbeitsmarktbericht für Dezember das konjunkturelle Highlight der Woche auf der Agenda - womöglich mit Folgen für die Zinserwartungen an den Kapitalmärkten.

Der den breiten US-Aktienmarkt abbildende S&P 500 schloss mit 6'921 Punkten quasi unverändert. Verluste gab es dagegen an der Technologiebörse Nasdaq, der Nasdaq 100 verlor 0,57 Prozent auf 25.507,10 Zähler. Hier nahmen Investoren bei den zuletzt stark gestiegenen Papieren aus der Halbleiterindustrie Kursgewinne mit.

Deutliche Kursaufschläge gab es im Rüstungssektor. Die Branche erholte sich davon, dass sie am Vortag unter dem von US-Präsident Donald Trump geplanten Verbot von Dividendenausschüttungen und Aktienrückkäufen für Rüstungskonzerne gelitten hatte. Nun rückte in den Vordergrund, dass das Militärbudget für das Jahr 2027 deutlich auf 1,5 Billionen US-Dollar erhöht werden soll.

Unter Anlegern kam daraufhin wieder Fantasie auf für die möglichen Profiteure höherer staatlicher Rüstungsausgaben. Die Aktien US-amerikanischer Konzerne wie Lockheed Martin, General Dynamics, L3Harris oder Northrop Grumman legten zwischen 1,7 und 5,2 Prozent zu.

Unter Druck gerieten mit minus 2,6 Prozent die Aktien des Aluminiumkonzerns Alcoa, die von der Bank JPMorgan auf «Underweight» abgestuft wurden. Analyst Bill Peterson gibt in einem Ausblick auf die kommenden Quartalsbilanzen in der Branche Kupferaktien den Vorzug vor Aluminium. Er verwies dabei auch auf die Bewertung der Alcoa-Aktien, die zuletzt ein Hoch seit Juni 2022 erreicht hatten.

Die Papiere von Merck & Co stiegen um 2,2 Prozent. Der «Financial Times» zufolge verhandelt der Pharmariese mit dem Krebstherapie-Entwickler Revolution Medicines über eine Übernahme. Dessen Aktien verteuerten sich um 4,6 Prozent.

(cash/AWP/Bloomberg/Reuters)