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17:35

Die Erholung an der Schweizer Börse hat am Mittwoch Fahrt aufgenommen. Getrieben vom Pharma-Schwergewicht Roche zog der SMI um 0,9 Prozent an auf 10'974 Punkte. Im Vorfeld der jährlichen Konferenz der US-Notenbank Fed in Jackson Hole in den USA hielten sich allerdings viele Investoren zurück. Insbesondere von der Rede des Fed-Chefs Jerome Powell am Freitag erhofften sie sich Hinweise auf den weiteren geldpolitischen Kurs, nachdem die Protokolle der letzten Fed-Sitzung die Erwartung einer baldigen Zinspause gedämpft hatten. Rund um den Globus lieferten zudem die Daten zu den Einkaufsmanagerindizes für die Privatwirtschaft maue Signale. Japan meldete im August den dritten Monat in Folge rückläufige Fabrikaktivitäten. Auch die Geschäftstätigkeit im Euroraum ging stärker als erwartet zurück, insbesondere in Deutschland.

Positive Daten zu einem Krebsmittel sorgten bei Roche für einen Kurssprung von fast vier Prozent und gaben auch anderen Krebsarzneimittel-Herstellern Auftrieb. Roche hatte auf seiner Internetseite irrtümlich positive Zwischenresultate einer spätklinischen Studie mit seiner Lungenkrebstherapie Tiragolumab veröffentlicht. Der Arznei-Auftragsfertiger Lonza gewann 2,3 Prozent an Wert. Der Zementhersteller Holcim sank dagegen um 1,4 Prozent. Autoneum sackten nach der Veröffentlichung des Zwischenberichts über sieben Prozent ab. Die Firma sei gemessen an den Autoherstellern und anderen Zulieferern zu hoch bewertet, erklärten die Analysten der Zürcher Kantonalbank.

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17:05

Nach moderaten Verlusten am Dienstag haben die US-Börsen am Mittwoch wieder zugelegt. Die Nasdaq-Indizes machten ihre Vortagesverluste im frühen Handel sogar bereits wett. Unterstützung dürften die etwas schwächer als erwartet ausgefallenen Einkaufsmanagerdaten von S&P Global für das Verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor im August gegeben haben. Das weckt nach zahlreichen robusten Wirtschaftsdaten bei so manchen Anlegern die Hoffnung, dass die US-Notenbank Fed womöglich keinen weiteren Zinsschritt unternehmen könnte.

Der Dow Jones Industrial legte um 0,26 Prozent auf 34'377 Punkte zu. Für den marktbreiten S&P 500 ging es um 0,74 Prozent auf 4420 Zähler nach oben, während der Nasdaq 100 1,33 Prozent auf 15'106 Punkte gewann. In dem überwiegend mit Technologiewerten bestückten Auswahlindex wird bereits mit Spannung auf den Quartalsbericht von Nvidia gewartet, der nach Börsenschluss ansteht.

Der Halbleiterkonzern profitiert derzeit kräftig vom Boom bei Künstlicher Intelligenz (KI). Im Mai hatte ein starker Ausblick von Nvidia für Euphorie gesorgt und die Aktie seither mit kleineren Dellen zwischendrin immer weiter nach oben getrieben. Am Dienstag war das Papier auf ein Rekordhoch gestiegen, bevor dann Gewinnmitnahmen einsetzten. Aktuell geht es für Nvidia um 1,8 Prozent nach oben.

Schatten wirft auch bereits das Notenbanktreffen in Jackson Hole im US-Bundesstaat Wyoming voraus, das am Donnerstag startet. Auch US-Notenbank-Präsident Jerome Powell wird während der dreitägigen Konferenz eine Rede halten. Experten erhoffen sich von dieser Hinweise, ob die Fed im Kampf gegen die Inflation die Leitzinsen nochmals anheben wird. "Die Erwartung jedenfalls, dass die Fed und andere Zentralbanken plötzlich zu einem gemässigten Kurs übergehen, ist nicht realistisch", warnt Marktanalyst Craig Erlam vom Handelshaus Oanda. Es könnte womöglich Hinweise darauf geben, dass der Straffungszyklus zu Ende sei, schrieb er und das wäre bereits "eine grosse Veränderung in der Kommunikation". Dagegen dürften Hoffnungen auf Zinssenkungen in absehbarer Zukunft ihm zufolge "mit ziemlicher Sicherheit zurückgewiesen werden".

Deutliche Kursausschläge gab es unter US-Einzelwerten. So sackten die Aktien von Foot Locker um 34 Prozent ab, nachdem der Sportschuhhändler sein Gewinnziel für 2023 zusammenstrich und die Dividende aussetzte. Das Unternehmen sprach zur Veröffentlichung seiner Quartalszahlen von einem immer noch schwierigen Umfeld sowie einer zusätzlichen Abschwächung der Trends im Juli. Nike , Lululemon und Under Armour wurden in Mitleidenschaft gezogen und gaben um 1,8 bis 4,5 Prozent nach.

Um etwas mehr als 20 Prozent sackten die Papiere von Peloton ab. Der Sportgerätehersteller enttäuschte ebenfalls mit seinem Ausblick und teilte zudem mit, dass ein Produktrückruf deutlich teurer war als erwartet.

Das Modeunternehmen Abercrombie & Fitch hingegen hob seinen Umsatzausblick an, was am Markt mit einem Kursgewinn der Aktie von fast 26 Prozent honoriert wurde. Zudem war das Zahlenwerk besser als erwartet ausgefallen und auch die Aussagen zum Lagerabbau machten Mut.

Die in New York notierten Anteilscheine von Manchester United gewannen 4,6 Prozent. Der englische Fussball-Rekordmeister könnte in katarische Hände fallen. Wie die britische Zeitung "The Sun" berichtet, hat Scheich Jassim das Rennen im Wettbieten um den Club gemacht.

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16:40

In den USA hat das Geschäft mit neuen Einfamilienhäusern im Juli überraschend stark zugelegt. Die Zahl der verkauften Neubauten stieg zum Vormonat um 4,4 Prozent auf eine Jahresrate von 714'000 Einheiten, wie das Handelsministerium am Mittwoch mitteilte. Von Reuters befragte Experten hatten mit nur mit 705'000 gerechnet. Der Wert für Juni wurde revidiert - auf 684'000 von zunächst gemeldeten 697'000. Im Vergleich zum Juli 2022 gab es einen Anstieg von 31,5 Prozent.

Im Mittel mussten Interessenten im vergangenen Monat 436'700 Dollar für die eigenen vier Wände zahlen. Damit haben sich die Kosten für den Hauskauf binnen Jahresfrist um 8,7 Prozent verringert.

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16:20

In Erwartung glänzender Zahlen des Chipenwicklers Nvidia haben sich die Anleger an der Wall Street am Mittwoch vorsichtig vorangetraut. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte 0,3 Prozent höher bei 34'383 Punkten, der breiter gefasste S&P 500 legte 0,4 Prozent auf 4406 Zähler zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg um 0,6 Prozent auf 13'583 Punkte.

Börsianer hoffen, dass Nvidia bei der Vorlage seiner Zahlen nach Handelsschluss die ohnehin schon über den Analystenerwartungen liegende Umsatzprognose noch übertreffen könnte. Die Aktien, die sich dank des erwarteten Booms für Produkte für Künstliche Intelligenz (KI) seit Jahresbeginn mehr als verdreifacht haben, traten bei 458 Dollar auf der Stelle. "Alles andere als absolut fantastisch könnte eine starke Abwärtskorrektur des Nvidia-Aktienkurses auslösen", sagte Analyst Ipek Ozkardeskaya von der Swissquote Bank.

Einen herben Absturz erlebten Foot Locker nach Senkung der Umsatz- und Gewinnprognose für das Geschäftsjahr. Die Aktien der US-Sportartikel-Händlers brachen um mehr als 35 Prozent ein und markierten mit 14,99 Dollar den niedrigsten Stand seit knapp dreizehn Jahren. Das setzte auch Aktien der Hersteller unter Druck: Nike büssten 3,4 Prozent ein, Under Armour rund zwei Prozent ein.

Auch der Heimtrainer-Anbieter Peloton Interactive blickt pessimistischer auf das Geschäft im ersten Quartal als erwartet. Die Anteilsscheine brachen um 27,8 Prozent auf ein Rekordtief von 5,05 Dollar ein. Die Firma bekommt die Kaufzurückhaltung der Verbraucher zu spüren, die ihr Geld eher für Reisen und Erlebnisse sparen. 

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16:05

Angesichts einer Eintrübung des Kaufverhaltens der Konsumenten hat der Schuhhändler Foot Locker am heutigen Mittwoch seinen Jahresausblick gesenkt und damit für einen Abverkauf an der Börse gesorgt. Im Wall-Street-Handel fielen die Titel des New Yorker Konzerns um bis zu 30 Prozent. In Frankfurt ging es für die Aktie von Adidas um zeitweise über 6 Prozent abwärts. Puma fielen 4 Prozent.

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15:35

Der Dow Jones startet am Mittwoch mit einem Plus von 0,2 Prozent. Auch der Nasdaq (+0,2 Prozent) und der S&P 500 (+0,3 Prozent) legen zu.

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15:10

Die Kurse von US-Staatsanleihen haben am Mittwoch etwas zugelegt. Im frühen Handel stieg der Terminkontrakt für zehnjährige Anleihen (T-Note-Future) um 0,20 Prozent auf 109,28 Punkte. Die Rendite für zehnjährige Anleihen fiel im Gegenzug auf 4,28 Prozent.

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15:05

Der Dow Jones Industrial dürfte sich am Mittwoch nach seinen leichten Vortagesverlusten stabilisieren. Rund 30 Minuten vor dem Handelsauftakt taxiert der Broker IG den Leitindex wenig verändert bei 34'297 Punkten. Der Technologieindex Nasdaq 100 dürfte mit plus 0,15 Prozent starten.

Kurz vor dem Notenbanktreffen in Jackson Hole im US-Bundesstaat Wyoming, das am Donnerstag startet und am Samstag endet, werden sich die Bewegungen am Aktienmarkt Börsianern zufolge wohl weiter in Grenzen halten. Experten erhoffen sich Hinweise, ob die US-Notenbank Fed im Kampf gegen die Inflation nochmal die Leitzinsen anheben wird.

"Die Aussicht, dass die Fed und andere Zentralbanken plötzlich zu einem gemässigtem Kurs übergehen, ist nicht realistisch", schrieb Marktanalyst Craig Erlam vom Handelshaus Oanda. Sie könnten zwar darauf hinweisen, dass der Straffungszyklus wahrscheinlich zu Ende sei, was eine grosse Veränderung in der Kommunikation wäre, aber sie würden mit ziemlicher Sicherheit die Aussicht auf Zinssenkungen in absehbarer Zukunft zurückweisen.

Bei Einzelwerten schlugen indes die Kurse im vorbörslichen US-Handel deutlich aus. So sackten die Aktien von Foot Locker um mehr als 29 Prozent ab. Der Sportschuhhändler kürzte sein Gewinnziel für 2023 und verfehlte damit die Markterwartungen. Das Unternehmen sprach bei der Veröffentlichung von Zahlen zum zweiten Quartal von einem immer noch schwierigen Umfeld sowie von einer zusätzlichen Abschwächung der Trends im Juli. Der Markt reagierte ausserdem schwer enttäuscht darauf, dass Foot Locker die Dividende aussetzt, um für Investitionen flexibel zu bleiben.

Die Papiere von Peloton knickten vorbörslich um fast 27 Prozent ein. Die Sportartikel-Firma enttäuschte mit ihrer Umsatzprognose für das laufende Quartal. Zudem teilte das Unternehmen mit, dass ein Produktrückruf deutlich teurer war als erwartet.

Ebenfalls tiefer steht der Schweizer Schuhhersteller On, der vorbörslich 4,5 Prozent tiefer steht. Foot Locker geben nach einer Gewinnwarnung gar mehr als 30 Prozent nach. 

Das Modeunternehmen Abercrombie & Fitch hingegen hatte seinen Umsatzausblick angehoben. Dies honorierten die Anleger im vorbörslichen Geschäft mit einem Plus von 15 Prozent.

Die in New York gelisteten Anteilsscheine von Manchester United gewannen vorbörslich 4,6 Prozent. Der englische Fussball-Rekordmeister fällt offenbar in katarische Hände. Wie die britische Zeitung "The Sun" berichtet, soll Scheich Jassim das Rennen im Wettbieten um den Club gemacht haben.

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14:40

Das meint Goldman Sachs vor den Zahlen von Nvidia: "Was die Erwartungen für das Quartal angeht, glauben wir, dass die Anleger einen Übertreffen gegenüber der Prognose von 11 Milliarden US-Dollar erwarten." Es gibt jedoch einige Debatten darüber, wie viel Aufwärtspotenzial erforderlich ist, da das Umsatzergebnis letztendlich eher das Angebotsumfeld als die Nachfrageseite widerspiegeln könnte. Zur Orientierung: "Wir gehen davon aus, dass die Anleger in den nächsten Quartalen ein sequenzielles Umsatzwachstum von über 10 Prozent erwarten. Damit kämen Sie im Oktoberquartal auf einen Gesamtumsatz von 13 bis 14 Milliarden US-Dollar und einen Rechenzentrumsumsatz von über 10 Milliarden US-Dollar." Optionen implizieren eine Bewegung um 10,5 Prozent. "In einer ruhigen Sommerwoche, in der bis zum Labor Day nicht viel los ist, gehen wir davon aus, dass dieser Druck und der Preis um diesen Druck den Marktton für die nächsten Wochen bestimmen werden, bevor wir in die Konferenzsaison eintreten."

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14:08

Weitere Ratings und Kursziele für Schweizer Aktien: 

Arbonia: Vontobel senkt auf 9,00 (9,50) Fr. - Hold

Mobilezone: Mirabaud Securities senkt auf 16,30 (18) Fr. - Buy

U-blox: Stifel kürzt Kursziel auf 85 von 135 Fr. - Halten

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13:34

Foot Locker vergrault die Anleger mit einer gesenkten Umsatz- und Gewinnprognose für das Geschäftsjahr. Die Aktien des US-Sportartikelherstellers stürzen im vorbörslichen US-Handel um rund 30 Prozent ab. Under Armour büsst vorbörslich um 2,3 Prozent ein, Nike um drei Prozent. Die deutschen Mitbewerber geraten ebenfalls unter Druck: die Papiere von Puma fallen um rund sechs Prozent, Adidas um 4,3 Prozent.

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13:00

Die Futures für die US-Aktienmärkte notieren vorbörslich im Plus: 

Dow Jones Futures: +0,24 Prozent
S&P 500 Futures: +0,31 Prozent
Nasdaq Futures: +0,43 Prozent

Die Schweizer Börse gemessen am Swiss Market Index (SMI) steht 1,10 Prozent höher bei 10'994 Punkten.

Die Roche-Valoren setzen den Höhenflug fort und notieren 5,35 Prozent höher. 

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11:45

Der Schweizer Aktienmarkt hat nach einer freundlichen Eröffnung am Mittwochvormittag die Gewinne weiter ausgebaut. Der SMI notiert gegen 10.35 Uhr um 1,13 Prozent höher bei 10'998,21 Punkten. Kurzzeitig stieg der Leitindex gar über 11'000 Zähler. Der SLI, in dem die 30 wichtigsten Aktien enthalten sind, gewinnt 0,78 Prozent auf 1724,47 und der breite SPI 0,96 Prozent auf 14'484,08 Zähler. Im SLI ziehen 23 Titel an und sieben sind schwächer.

Der Markt setze die Erholung vom Vortag fort, sagen Händler. Sie hoffen, dass der Schwung im Gegensatz zum Vortag anhält und nicht wieder versandet. Getragen wird der Anstieg von den Genussscheinen des Pharmariesens Roche. Mit Nestlé zählt zudem ein weiteres Schwergewicht zu den Marktstützen. Vor dem am Donnerstag beginnenden und bis Samstag dauernden jährlichen Notenbanker-Treffen im US-Kurort Jackson Hole verhielten sich die Marktteilnehmer eher vorsichtig, heisst es am Markt. Von dem Treffen erhoffen sich die Anleger konkretere Hinweise über die weitere Entwicklung der Geldpolitik der US-Notenbank Fed.

Die Anleger seien insgesamt verunsichert über die Entwicklung von Konjunktur und Zinsen, sagt ein Händler. Denn zuletzt seien einige US-Wirtschaftsdaten besser als erwartet ausgefallen. Dies habe wieder Inflationssorgen geschürt. Es könnte also auch sein, dass das Fed noch mehr tun müsse, um die Wirtschaft zu bremsen, sagt ein Analyst. "Eine Gratwanderung für Fed-Chef Jerome Powell", fasst er die Ausgangslage zusammen. Er müsse in seiner Rede seine Absichten möglichst klar ausdrücken, ohne die Märkte zu verschrecken.

Derweil lassen die Einkaufsmanagerindizes der Eurozone die Gewinne an europäischen Märkten etwas abschmelzen. Bei den Eurozone-PMIs schnitt der PMI Dienste schlechter und der PMI Industrie etwas besser als erwartet ab. Beide Teilindizes stehen aber klar unter der Marke von 50 Punkten, was auf eine weiterhin schrumpfende Wirtschaft hindeutet. Am Nachmittag wird auch in den USA ein PMI und nach Börsenschluss zudem der Zwischenbericht des Halbleiterkonzerns Nvidia veröffentlicht.

Den stärksten Anstieg gibt es bei Roche (+4,78 Prozent). Der Pharmakonzern meldet ein Datenleck bei einem Forschungsprogramm. Dabei wurde eine Zwischenanalyse einer Studie mit dem Krebs-Therapeutikums Tiragolumab unbeabsichtigt veröffentlicht. Daraus gingen positive Signale hervor, heisst es am Markt. Laut Analysten kann aber nicht gesagt werden, ob die positive Reaktion am Markt nicht verfrüht ist.

Eine weitere Stütze des SMI bilden die Aktien von Nestlé, die um 0,9 Prozent auf 105,10 Fr. steigen und sich damit von der psychologischen Marke von 100 Franken weiter nach oben wegbewegten, sagt ein Händler.

Ebenfalls klar im Plus sind Swiss Re, Givaudan, Lonza und UBS mit Gewinnen von bis zu 1,3 Prozent. Bei Lonza (+0,8 Prozent) verweisen Händler auf den Kursanstieg des US-Konzerns Moderna, für den Lonza den Coronawirkstoff produziert. Ein US-Regierungsbeamter hatte die Amerikaner aufgefordert, ihre Corona-Impfung auffrischen zu lassen. Dies hatte die Moderna-Aktien um 4,7 Prozent steigen lassen.

Auf der anderen Seite fallen VAT, Kühne+Nagel, Sonova und Alcon zwischen 0,5 und 0,9 Prozent. Adecco, Holcim und Schindler ermässigen sich zwischen 0,1 und 0,2 Prozent.

Am breiten Markt wechseln derweil die Aktien von Autoneum immer wieder das Vorzeichen. Aktuell notieren sie um 0,8 Prozent tiefer. Dabei hat der Autozulieferer die Erwartungen klar übertroffen.

Peach Property (unv.) machen anfängliche Verluste wett. Zwar hat das Immobilienunternehmen aufgrund von Abwertungen einen hohen Verlust eingefahren. Der Verlust sei weniger schlimm als befürchtet und das operative Wachstum sei zudem solide.

Dagegen haben Sensirion (Aktie -2,6 Prozent) und Orior (Aktie -4,7 Prozent) das erste Halbjahr deutlich schlechter als erwartet abgeschlossen. Dagegen steigen Gurit nach der Hochstufung des Ratings auf "Outperform" von zuvor "Underperform" durch die CS um 3,9 Prozent.

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11:15

Am europäischen Devisenmarkt hat der Euro zum Schweizer Franken nach enttäuschenden Konjunkturdaten in der Eurozone kräftig nachgegeben und ist mit 0,9519 Rappen pro Euro zwischenzeitlich auf den tiefsten Stand in diesem Jahr gesunken. Aktuell notiert der Euro leicht höher bei 0,9526 Rappen.

Damit liegt der Euro nur noch knapp über dem Tief vor 11 Monaten, als die Währung der Eurozone am 19. September 2022 auf 0,9477 Rappen abgesackt ist. 

Thomas Gitzel, Chefvolkswirt bei der VP Bank meint zu den Konjunkturdaten: "Die Konjunkturweichen der Eurozone sind auf Rezession gestellt. Mit dem Dienstleistungssektor kommt nun eine wichtige Konjunkturstütze unter die Räder. Das Verarbeitende Gewerbe ist ohnehin schon seit längerem angeschlagen. Auch wenn das Jahr 2023 noch einige Monate vor sich hat, aus wirtschaftlicher Sicht ist es jetzt schon zum Vergessen. Die Hoffnungen beruhen derweil auf deutlicher fallenden Inflationsraten, die positive reale Einkommenszuwächse der privaten Haushalte ermöglichen. Dies wird aber erst im Jahr 2024 der Fall sein."

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09:55

Der Schweizer Aktienmarkt tendiert am Mittwoch im frühen Geschäft fester. Der SMI rückt gegen 9.55 Uhr um 1,10 Prozent auf 10'995,60 Punkte vor. Der SLI, in dem die 30 wichtigsten Aktien enthalten sind, legt 0,61 Prozent zu auf 1721,55 und der breite SPI 0,78 Prozent auf 14'457,77 Zähler. Im SLI legen 22 Titel zu und acht geben nach.

Der Markt setze die Erholung vom Vortag fort, heisst es am Markt. Diese hatte am Vortag allerdings zum Schluss stark an Schwung verloren. Ein Grossteil des Kursanstiegs des SMI ist am Morgen zudem vor allem dem Kursplus des Schwergewichts Roche geschuldet.

Den stärksten Anstieg gibt es bei Roche (+4,51%). Der Pharmakonzern meldet ein Datenleck bei einem Forschungsprogramm. Dabei sei die zweiten Zwischenanalyse einer Studie mit dem Krebs-Therapeutikums Tiragolumab unbeabsichtigt veröffentlicht worden.

Dahinter folgen Swiss Re, Lonza, Nestlé, Givaudan und UBS mit Gewinnen von 0,7 bis 1,0 Prozent. Auf der anderen Seite fallen VAT, Alcon, Kühne+Nagel, Adecco und Holcim zwischen 0,7 und 0,1 Prozent.

Am breiten Markt steigen Autoneum (+0,6%) nach Zahlen. Dagegen büssen Peach Property (-1,3%) Sensirion (-1,9%) und Orior (-3,7%) nach Zahlen zum ersten Halbjahr an Terrain ein.

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09:25

Die Sensirion-Aktien geben nach einer gehaltenen Eröffnung doch noch nach, nachdem das Unternehmen einen erneut negativeren, kurzfristigen Ausblick zugestehen musste. Die Valoren stehen um 09.25 Uhr 1,88 Prozent im Minus bei einer volatilen Kursentwicklung. 

Roche stehen dagegen knapp unter Tagestief weiter kräftig mit 3,91 Prozent im Plus. 

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09:15

Um 09.15 Uhr stehen die Roche-Titel 4,13 Prozent höher. Die durchgesickerten Daten aus der Studie zum Lungenkrebs-Therapeutikums Tiragolumab gelten als vielversprechend, wie ein Börsenhändler meint. 

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09:10

Der Swiss Market Index (SMI) geht 0,67 Prozent höher bei 11'948 Punkten in den Handel. Das Plus wird von den Roche-Valoren getragen, die 2,47 Prozent höher stehen. Das Unternehmen hat am frühen Morgen verfrüht Studien-Ergebnisse präsentiert. Nestlé können die Kursgewinne der letzten Tage ausweiten und gewinnen 0,46 Prozent. Lonza legen 0,8 Prozent zu. Autoneum verlieren nach vorbörslich höheren Kursen 1,27 Prozent während Sensirion die vorbörslichen Verluste wettmacht und 0,40 Prozent höher notieren. 

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08:15

Der Swiss Market Index (SMI) steht bei der Bank Julius Bär vorbörslich 0,23 Prozent höher bei 11'901 Punkten. Bis auf die UBS, welche 0,1 Prozent verlieren, legen alle anderen 19 SMI-Titel leicht zu. Givaudan rückt um 0,53 Prozent am meisten vor. Bei den Mid Caps muss Sensirion einmal mehr Federn lassen, nachdem die Firma am Mittwoch die Guidance erneut zusammengestrichen hat. Der Titel notiert 6,7 Prozent tiefer. Autoneum kann dagegen mit den Halbjahreszahlen überzeugen und legen 2,24 Prozent zu. Alle anderen Mid Caps stehen leicht im Plus ohne grössere Kursveränderungen.  

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07:31

 Am Mittwoch wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge höher starten. Am Dienstag hatte er 0,7 Prozent im Plus bei 15'705,62 Punkten geschlossen. Die Anleger in Europa waren dem anfänglichen Optimismus der Investoren an der Wall Street gefolgt.

Die Börsianer hofften auf eine positive Überraschung bei der Veröffentlichung der Quartalszahlen der US-Chipfirma Nvidia am Mittwoch. Der anhaltende Hype um die Künstliche Intelligenz (KI) wird dem wertvollsten börsennotierten Halbleiter-Hersteller der Welt voraussichtlich ein weiteres starkes Quartalsergebnis bescheren. Nvidia ist mit Abstand der größte Anbieter von Spezialchips für diese Anwendungen, bei denen enorme Rechenkapazitäten benötigt werden. 

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06:55

Neue Ratings und Kursziele für Schweizer Aktien:

Emmi: UBS erhöht auf 815 (770) Fr. - Sell

Gurit: Credit Suisse erhöht auf Outperform (Underperform), Kursziel neu 101 (80) Fr.

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06:10

Der Swiss Market Index (SMI) steht bei der IG Bank vorbörslich unverändert bei 11'883 Punkten.

Die US-Börsen haben einen recht uninspirierten Handelstag hinter sich. Damit sind die Vorgaben für die Schweizer Börse durchzogen. Bevor das Notenbanker-Treffen in Jackson Hole am Donnerstag eröffnet wird, herrscht an den Börsen nach wie vor Lauerstimmung in der flauen Sommersaison. Die Anleger wollen am Freitag nun wissen, wie sich der US-Notenbankchef Jerome Powell an dem Zentralbank-Treffen zur künftigen Zinspolitik des Fed äussert.

In der Schweiz ist auf der konjunkturellen Agenda vor Donnerstag kein wichtiges Ereignis angesagt. Dafür geht die Berichtssaison in flottem Tempo weiter. Am heutigen Tag legen vor allem Unternehmen aus der zweiten Reihe wie Orior, Autoneum, Peach Property oder Sensirion ihre Zahlen vor. Hinzu kommt das Halbjahresergebnis der nicht börsenkotierten, aber sehr gewichtigen Raiffeisen-Genossenschaft. Richtig dick gefüllt mit Zahlen ist die Agenda dann allerdings wieder am Donnerstag.

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06:02

Der japanische Aktienindex Nikkei macht am Mittwoch frühe Verluste wieder wett und notiert leicht im Plus. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index notierte 0,3 Prozent höher bei 31'963 Punkten. Der breiter gefasste Topix stieg um 0,2 Prozent auf 2.271 Punkte. "Die Anleger kauften Aktien zurück, nachdem sie die Gewinne bei den US-Aktienfutures gesehen hatten", sagte Jun Morita von Chibagin Asset Management. "Sie haben erkannt, dass es keinen Grund gibt, Aktien überstürzt zu verkaufen." Der Besitzer der Modemarke Uniqlo, Fast Retailing, stieg um 0,76 Prozent und gab dem Nikkei den grössten Auftrieb. Der Klimaanlagenbauer Daikin gewann 2,67 Prozent, während der Sojasossenhersteller Kikkoman um 3,66 Prozent zulegte.

Die Börse in Shanghai lag 0,7 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen verlor 0,8 Prozent.

Mit Spannung erwarten die Anleger die am Mittwochabend anstehenden Geschäftszahlen des US-Chipkonzerns Nvidia. Die Aktien von Nvidia stiegen am Dienstag auf ein Allzeithoch von 481,87 Dollar, da Optionsdaten darauf hindeuten, dass Händler nach den Quartalszahlen mit einem stärkeren Kursanstieg als üblich rechnen.

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06:00

Im asiatischen Devisenhandel verlor der Dollar 0,1 Prozent auf 145,68 Yen und stagnierte bei 7,2929 Yuan. Zur Schweizer Währung notierte er kaum verändert bei 0,8802 Franken. Parallel dazu stieg der Euro um 0,1 Prozent auf 1,0852 Dollar und zog um 0,1 Prozent auf 0,9554 Franken an. Das Pfund Sterling gewann 0,1 Prozent auf 1,2740 Dollar.

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00:05

Die Stimmung an den US-Börsen hat sich am Dienstag wieder leicht eingetrübt. Der Dow verlor 0,51 Prozent auf 34'288,83 Punkte. Der marktbreite S&P 500 sank um 0,28 Prozent auf 4387,55 Zähler. Der überwiegend mit Technologiewerten bestückte Nasdaq 100 büsste 0,19 Prozent auf 14'908,96 Punkte ein, nachdem er am Montag noch um 1,7 Prozent zugelegt hatte. Die Nasdaq-Börsen haben seit Monatsbeginn allerdings auch deutlich stärker nachgegeben als der Dow.

Nach einem wenig veränderten Montag für den bekanntesten Wall Street Index Dow Jones Industrial und deutlichen Gewinnen für die technologielastigen Nasdaq-Indizes ging es nun erneut moderat abwärts. Mit Spannung wird bereits auf den Mittwoch gewartet. Dann wird nach Börsenschluss der vom Boom bei Künstlicher Intelligenz (KI) profitierende Halbleiterkonzern Nvidia sein Zahlenwerk vorlegen. Im Mai hatte das Unternehmen nach einem starken Ausblick für enorme Begeisterung gesorgt, was die Aktie auf ein Rekordhoch getrieben hatte. Seither ging es mit kleineren Dellen immer weiter aufwärts.

Ansonsten richtet sich das Interesse der Anleger bereits auf das anstehende alljährliche Notenbanker-Treffen, das von Donnerstag bis Samstag in Jackson Hole (Wyoming) stattfindet. Nach Veröffentlichung des US-Notenbankprotokolls in der vergangenen Woche werden nun konkretere Hinweise darauf erhofft, ob sich die US-Notenbank Fed doch noch in der Pflicht sieht, die Leitzinsen weiter anzuheben.

Unter den Einzelwerten erholten sich die Aktien des Elektroautobauers Tesla weiter mit plus 0,8 Prozent. Moderna legten nach ihrem Vortagsplus von neun Prozent um weitere 4,7 Prozent zu. Nachdem der Covid-Impfstoffhersteller bislang ein schwieriges Jahr gehabt hat, könnte sich das im Herbst bessern. Ein Regierungsbeamter forderte die Amerikaner auf, ihre Corona-Impfung auffrischen zu lassen. Auch Biontech , Curevac und Novavax erholten sich weiter kräftig.

Der Software-Konzern Microsoft startet einen neuen Anlauf, um die Übernahme des Videospiele-Konzerns Activision Blizzard bei britischen Wettbewerbshütern durchzubekommen. Die Microsoft-Aktien zogen um 0,2 Prozent an, während es für Activision um 1,0 Prozent nach oben ging. Zum neuen Plan gehört es, die Cloud-Gamingrechte für 15 Jahre an den Spielkonzern Ubisoft abzutreten.

Die Anteilscheine von Baidu rückten um 2,8 Prozent vor. Der chinesische Suchmaschinenbetreiber steigerte seinen Umsatz im abgelaufenen Quartal überraschend stark. Das Unternehmen gehört zu den grössten Internetunternehmen Chinas, die wieder auf Wachstumskurs sind, nachdem die Regierung in Peking ihren Einfluss auf den Privatsektor gelockert hatte, um die stockende Wirtschaft anzukurbeln.

Um 14,1 Prozent sackten dagegen Macy's ab. Zwar übertraf der Umsatz auf vergleichbarer Fläche die Analystenschätzungen, doch der deutliche Rückgang im Vergleich zum Vorjahr zeigt, dass sich die Kaufhauskunden inzwischen wieder zunehmend mit Käufen zurückhalten. Im Sog dieser Entwicklung gaben auch die Aktien von Nike, Under Armour und Lululemon nach.

Am US-Rentenmarkt gab der Terminkontrakt für zehnjährige Staatsanleihen (T-Note-Future) zuletzt um 0,04 Prozent auf 109,03 Punkte nach. Die Rendite für zehnjährige Anleihen stieg auf 4,33 Prozent.

(cash/AWP/Bloomberg/Reuters)