10:35
Der Schweizer Leitindex hält sich am Freitagmorgen in den Gewinnen und notiert 0,2 Prozent höher bei 14'792 Punkten. Der SPI legt derweil 0,2 Prozent zu und steht bei 20'833 Zählern.
Im SMI liegen Givaudan (+1,6 Prozent), Swiss Re (+1,4 Prozent) und Nestlé (+1,2 Prozent) vorne. Zudem gewinnen auch die Schwergewichte Novartis (+0,6 Prozent) und Roche (+0,3 Prozent). Schlusslicht bilden Logitech (-3,4 Prozent), ABB (-2,0 Prozent) und UBS (-1,2 Prozent). Logitech und ABB leiden unter den Zahlen, welche die US-Techriesen am Vortag präsentierten und die Stimmung drückten bei Titeln, die von der KI-Euphorie profitierten.
Am breiten Markt verlieren die Halbleiter-Titel von Inficon (-4,4 Prozent), Comet (-4,0 Prozent) und AMS Osram (-3,5 Prozent). Zu den Gewinnern in der zweiten Reihe gehören die Luzerner Kantonalbank (+2,4 Prozent) sowie Landis+Gyr (+2,1 Prozent), die vor Handelsbeginn ihre Quartalszahlen präsentierten.
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09:57
Im Tech-Sektor stehen die Vorzeichen am Freitag klar auf Rot. Die Zahlen einiger US-Technologieriesen hatten am Vorabend für deutlichen Wirbel gesorgt - allen voran gingen Intel nachbörslich mit Verlusten von über 20 Prozent in die Knie. Das sorgt auch bei den Schweizer Profiteuren der KI-Euphorie für Gewinnmitnahmen.
So verlieren ABB 1,7 Prozent, bei Logitech (-3,1 Prozent) lastet zusätzlich seit Tagen der Ausblick des Unternehmens auf das wichtige Weihnachtsquartal auf der Stimmung. In Reihe zwei fallen die Verluste bei VAT (-3,0 Prozent), Inficon (-3,8 Prozent), Comet (-3,8 Prozent) und AMS Osram (-3,9 Prozent) nochmals deutlicher aus. Der SMI zeigt sich indes mit 0,3 Prozent im Plus.
«Das KI-Rennen wird für die grossen Tech-Unternehmen immer teurer», fasste ein Händler die Stimmung zusammen. So hätten nach den schon mit Skepsis aufgenommenen Quartalszahlen der Google-Mutter Alphabet und von Meta nun auch noch Amazon und besonders Intel die Zweifel an den hohen Erwartungen an den Sektor verstärkt. Die Risikobereitschaft nehme weiter ab.
Ins gleiche Horn stossen weitere Experten. «Zwar nehmen die Umsätze weiter zu, die massiven Investitionen, die dafür nötig sind, überschatten aber das Wachstum immer mehr», erklärte ein Analyst. So erwartet beispielsweise Amazon Capex in Höhe von 200 Milliarden Dollar im laufenden, und sogar 220 Milliarden im kommenden Jahr. Die freien Cashflows, an die sich Anleger in den letzten Jahren gewöhnt hätten, kommen vor diesem Hintergrund unter Druck. Zumal die Finanzierungsbedingungen für diese massiven Investitionen nicht besser würden.
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09:37
Neue Kursziele und Ratings für Schweizer Aktien
Sandoz: Octavian erhöht auf 82 (73) Fr. - Hold
ABB: Goldman Sachs senkt auf 79 (82) Fr. - Neutral
Amrize: Berenberg senkt auf 48 (64) USD - Buy
Oerlikon: Octavian erhöht auf 6,80 (6,00) Fr. - Buy
Dormakaba: Julius Bär erhöht auf 70 (65) Fr. - Hold
Schindler: Goldman Sachs erhöht auf 250 (236) Fr. - Sell
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09:25
Der Schweizer Aktienmarkt legt am Freitag nach seinem Rekordlauf vom Vortag erneut zu, trotz klar negativer Vorgaben sowohl aus den USA als auch aus Asien. Gleichzeitig haben die Ölpreise wieder etwas angezogen und Bitcoin kam zeitweise durch einen Hackerangriff auf die Kryptobörse Binance unter Druck. Zudem wurden die nachbörslichen Zahlen von Intel und Amazon schlecht aufgenommen. «Das KI-Rennen wird für die grossen Tech-Unternehmen immer teurer», so ein Börsianer. Händlern zufolge sind auch grössere Gewinnmitnahmen im Handelsverlauf somit durchaus möglich.
Der SMI steht nach Handelsbeginn 0,3 Prozent höher bei 14'802 Punkten. Das Rekordhoch vom Vortag liegt bei 14'861,53 Zählern.
Derweil startet die Bank Julius Bär (-0,6 Prozent) am kommenden Montag das angekündigte Aktienrückkaufprogramm im Umfang von bis zu 600 Millionen Franken.
Angesichts der eher dünnen Nachrichtenlage könnten auch Analystenkommentare bewegen. So sieht Barclays bei Lonza (+1,0 Prozent) mit einem höheren Ziel weiteres Potenzial, Jefferies rät bei Sandoz (+0,4 Prozent) unverändert zum Kauf und hebt das Kursziel an. Derweil streicht Berenberg das Ziel für Amrize (-0,6 Prozent) zusammen.
Sonova (+0,4 Prozent) gewinnen ebenfalls hinzu, nachdem der Konkurrent Amplifon am Vorabend Zahlen vorgelegt und ein starkes Gewinnplus ausgewiesen hatte.
Der Stromzählerproduzent Landis+Gyr (+0,9 Prozent) erzielte in seinem ersten Geschäftshalbjahr zwar weniger Umsatz, steigerte aber den Gewinn markant. Zudem wurde der Ausblick leicht angehoben und die Stärke der Auftragspipeline betont.
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08:10
Die Bank Julius Bär stellt den Schweizer Leitindex SMI vorbörslich 0,3 Prozent tiefer. Dies nachdem der Index am Donnerstag auf einem neuen Rekordhoch geschlossen hat. Einzige Gewinnerin ist Pharma-Schwergewicht Novartis, die Titel werden 0,2 Prozent höher erwartet. Alle anderen Titel werden mit Verlusten gesehen. ABB werden mit Verlusten von 1,4 Prozent erwartet.
Am breiten Markt profitieren Landis+Gyr von den Quartalszahlen, die Titel werden 0,7 Prozent höher gestellt. Die grössten Verluste verzeichnen vor Handelsbeginn die Halbleiter-Titel Inficon, AMS Osram, Comet und VAT mit einem Minus von 1,9 bis 2,2 Prozent.
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06:20
Der Swiss Market Index (SMI) wird bei der IG Bank vorbörslich 0,2 Prozent tiefer gestellt.
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05:55
Die Sorge, dass die enormen Ausgaben für Künstliche Intelligenz (KI) keine ausreichenden Erträge bringen könnten, schickt die Technologiewerte an den asiatischen Börsen auf Talfahrt. Auslöser waren die schwachen Zahlen der US-Technologiekonzerne Amazon und Intel. «Dies kann als Zeichen wachsender Sorgen über die Rentabilität von KI-Investitionen gewertet werden, was auf die Aktienkurse drückt», sagt die Aktienstrategin Maki Sawada von Nomura Securities. «Der japanische Aktienmarkt wird von diesem Kurssturz bei US-Technologieaktien in Mitleidenschaft gezogen.» Besonders die Aktien der Chip-Ausrüster Advantest und Tokyo Electron gaben um 9,1 beziehungsweise 5,6 Prozent nach. Zudem belastet ein möglicher Hackerangriff auf die weltgrösste Kryptowährungsbörse Binance die Stimmung und zog den Bitcoin, andere Kryptowährungspreise und Aktien wie die des Konkurrenten Coinbase nach unten.
In Tokio gab der 225 Werte umfassende japanische Leitindex Nikkei-Index 2,3 Prozent auf 63'148,35 Punkte nach. Auf Wochensicht liegt der Nikkei jedoch noch 0,2 Prozent im Plus. Der breiter gefasste Topix notierte 1,2 Prozent niedriger bei 3956,36 Zählern und steuert auf ein Wochenminus von 0,4 Prozent zu. Die Entscheidung der japanischen Notenbank (BOJ), den Leitzins bei 1,25 Prozent zu belassen, zeigte am frühen Morgen kaum Auswirkungen an der Börse.
Der südkoreanische Kospi brach um fünf Prozent ein und verzeichnete damit im Oktober einen Rückgang von mehr als 17 Prozent.
Die Börse Shanghai verlor 0,3 Prozent auf 3640,54 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen fiel um 0,4 Prozent auf 4026,47 Punkte.
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05:45
Die risikoscheue Stimmung in Asien stärkt Fluchtwährungen wie den Yen und den Schweizer Franken. Im asiatischen Devisenhandel verlor der Dollar 0,2 Prozent auf 157,43 Yen und legte leicht auf 6,6584 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notierte er 0,2 Prozent niedriger bei 0,8221 Franken. Parallel dazu blieb der Euro fast unverändert bei 1,1189 Dollar und gab um 0,2 Prozent auf 0,9198 Franken nach.
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05:30
Sorgen um das Ölangebot nach verstärkten Angriffen der Huthi-Miliz auf Saudi-Arabien treiben die Ölpreise an. Der Preis für die Nordseesorte Brent steuert auf ein Monatsplus von fast vierzehn Prozent zu. Der Preis für die US-Sorte dürfte damit erstmals seit April über der Marke von 100 Dollar schliessen.
Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz im Jemen hatte am Donnerstag erklärt, sie habe mehrere Ziele in Saudi-Arabien angegriffen. «Die anhaltenden militärischen Aktionen rund um die Strasse von Hormus halten die Ölpreise hoch», sagte Energie-Analyst Saul Kavonic von MST Marquee. Zudem gebe es Zweifel an einer diplomatischen Lösung, vielmehr werde in den kommenden Wochen mit einer Eskalation des Konflikts gerechnet.
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00:15
Die jüngste Erholungsrally an der Nasdaq-Börse hat am Donnerstag wieder einen deutlichen Rückschlag bekommen. Der Google-Mutterkonzern Alphabet heizte die Sorgen vor exzessiven KI-Ausgaben wieder an und trug so massgeblich dazu bei, dass der Nasdaq 100 um 1,38 Prozent auf 29'402,51 Punkte fiel. Auch im Softwarebereich und vom südkoreanischen Samsung‑Konzern gab es in der Tech-Branche schlechte Nachrichten.
Laut den Experten von Index-Radar gab Alphabet mehr für Investitionen aus, als das laufende Geschäft im Quartal an Geld einbrachte. «Die Botschaft lautet: Der Markt belohnt Ausgabendisziplin und bestraft Investitionen ohne Cashflow-Deckung», resümierte Marktanalyst Jochen Stanzl von der Consorsbank. Vor diesem Hintergrund war der US-Zinsentscheid vom Vorabend schnell abgehakt.
Alphabet berichtete von steigenden Investitionen und war beim freien Barmittelzufluss tief ins Minus gerutscht. Der Kurs sackte vor diesem Hintergrund um 12,6 Prozent auf das niedrigste Niveau seit Ende März ab. An einem einzigen Handelstag wurden fast 500 Milliarden US-Dollar an Aktienwert vernichtet. Nur der KI-Riese Nvidia hatte im Januar 2025 mit 589 Milliarden einmal mehr verloren.
Die Resultate von Microsoft kamen zwar bei Anlegern nicht so schlecht an wie die von Alphabet, konnten das negative Bild in der Tech-Branche aber nicht wenden. Die Papiere des Softwareriesen kamen mit einem Abschlag von 0,2 Prozent weitaus glimpflicher davon. Das Feedback für die Quartalszahlen war gut, doch es bremste die Nachricht, dass sich Microsoft Milliarden am Anleihemarkt besorgt, um weiter Geld in sein Wachstum investieren zu können.
Die Stimmung in der Softwarebranche litt aber auch stark unter ServiceNow und Fortinet. Die Aktien brachen nach enttäuschenden Quartalsberichten und schwachen Ausblicken um 27 respektive 20 Prozent ein. Dies ging im Dow auch an den Aktien von Salesforce nicht spurlos vorbei, die im Leitindex mit 4,6 Prozent unter den grössten Verlierern waren.
Unter den Tech-Werten sackten die Titel von Marvell Technology um 13 Prozent ab. Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg werden fortgeschrittene Gespräche zur Übernahme von Lumentum geführt, einem Hersteller optischer Komponenten für Rechenzentren. Dessen Aktien wurden davon aber letztlich nur moderat mit 0,6 Prozent ins Plus gehievt.
Amazon könnte nach Börsenschluss mit seinen Zahlen gleich die nächsten Tech-Impulse liefern. Im Vorfeld davon und im Zuge der schlechten Alphabet-Erfahrungen war der Kurs des Online-Händlers am Donnerstag schon um vier Prozent gesunken. Gewinne unter den «Magnificent 7» gab es nur für Apple und den Social-Media-Riesen Meta.
Im Dow hinterliessen die KI-Sorgen bei Caterpillar tiefe Spuren mit einem Kursrutsch grösser neun Prozent. Die Aktien gerieten in KI-Sippenhaft, da der eigentlich für Baumaschinen bekannte Konzern zuletzt vor allem von seinen Aktivitäten in den Bereichen Generatoren, Grossmotoren und Gasturbinen für Rechenzentren profitierte. Im Zuge des Quartalsberichts war auch die Rede von einem verhaltenen Ausblick.
Auf der positiven Marktseite tauchten vor allem Pharmaunternehmen auf. Der grösste Dow-Gewinner waren die Titel von Merck & Co, nachdem der Konzern ein überraschend starkes Quartal hinter sich brachte und die Jahresziele erhöhte. Sehr gut sah es auch noch bei Eli Lilly mit einem Kurssprung um 6,6 Prozent aus. Eine höhere Umsatzprognose trieb die Titel auf Rekordniveau.
Visa wurden von Zahlen eines Konkurrenten wieder etwas in Richtung Rekord hochgezogen. Mastercard übertraf mit seinen Ergebnissen dank höherer Konsumausgaben die Erwartungen, was die Titel des Kreditkartenanbieters mit 4,2 Prozent ins Plus hievte. Im Schlepptau davon konnten mit American Express auch die Papiere eines weiteren Wettbewerbers zulegen.
(cash/AWP/Bloomberg/Reuters)

