07:06
Der Chef der US-Notenbank Fed, Kevin Warsh, hält sich vor der anstehenden Zinssitzung Ende Oktober bedeckt. Er nehme Zinsentscheidungen nicht vorweg, sagte Warsh am Freitag auf der Jahrestagung von Internationalem Währungsfonds (IWF) und Weltbank in Bangkok. «Ich halte nichts davon, jetzt schon zu sagen, was ich auf den verbleibenden Sitzungen in diesem Jahr tun könnte», erklärte er. An den Finanzmärkten wird erwartet, dass die Fed auf ihrer nächsten Sitzung am 27. und 28. Oktober die Zinsen unverändert lässt. Im September hatte die Zentralbank die Zinsen noch angehoben. Damit habe die Fed deutlich gemacht, dass sie für Preisstabilität sorgen werde, und die Geldpolitik etwas gestrafft, sagte Warsh.
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06:17
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05:30
Die asiatischen Aktienmärkte haben sich nach der heftigen Verkaufswelle am Donnerstag erholt. Der japanische Nikkei-Index steigt nach einer sechstägigen Verlustserie. Die Gewinne halten sich jedoch in Grenzen, da die Anleger vor der anstehenden Berichtssaison und den US-Zwischenwahlen Vorsicht walten liessen.
In Tokio legt der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 1,8 Prozent auf 65'550,68 Punkte zu und der breiter gefasste Topix notiert 1,8 Prozent höher bei 4072,71 Zählern.
Die Börse Shanghai gewinnt 0,8 Prozent auf 3737,31 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen steigt um 0,6 Prozent auf 4189,41 Punkte.
«Die Aktien erholen sich, da die Anleger nach den starken Verlusten am Vortag wieder zugriffen. Es gab keine anderen Gründe für die Gewinne», sagt Daisuke Hashizume, leitender Stratege bei Daiwa Securities. «Die Marktteilnehmer sehen wenig Grund, vor der Veröffentlichung der Unternehmenszahlen und den US-Zwischenwahlen im nächsten Monat aggressiv Aktien zu kaufen.»
In Japan stiegen die Aktien des Chip-Ausrüsters Tokyo Electron um 2,12 Prozent, die des Speicherchip-Herstellers Kioxia um 3,34 Prozent und die des Technologie-Investors SoftBank Group um 1,3 Prozent. Die Papiere des Chip-Testausrüsters Advantest machten ihre anfänglichen Verluste wieder wett und legten um 0,64 Prozent zu.BayCurrent schossen um 17,25 Prozent in die Höhe und waren damit der prozentual stärkste Gewinner im Nikkei. Zuvor hatte die Beratungsfirma mitgeteilt, überschüssige Barmittel für Investitionen und Aktienrückkäufe zu verwenden. Bankenwerte stützten den Topix. Mitsubishi UFJ Financial Group und Mizuho Financial Group stiegen um 1,64 beziehungsweise 1,71 Prozent.
03:30
02:00
Die Ölpreise geben am Morgen leicht nach. Anleger wägen die Risiken im Nahen Osten und mögliche Schritte der USA zur Lockerung der Beschränkungen für die weltweite «Schattenflotte» von Tankern ab.
Die Internationale Energieagentur (IEA) hatte am Donnerstag zugestimmt, mehr als 20 Millionen Barrel Diesel auf den Markt zu bringen. Auch soll das restliche Öl aus einer im März zugesagten Rekordfreigabe von Notreserven freigegeben werden, um das Angebot zu erhöhen und die stark gestiegenen Preise zu dämpfen. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump erwägt zudem, die Sanktionen gegen einige Schiffe der sogenannten Schattenflotte aufzuheben, um die rekordhohen globalen Frachtraten zu senken.
00:30
Die US-Börsen haben am Donnerstag uneinheitlich geschlossen. Während Anleger bei Technologiewerten wegen der hohen Zinsen Kasse machten, griffen sie bei als defensiv geltenden Gesundheits- und Konsumwerten zu. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 1,1 Prozent fester bei 52'177 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 legte 0,3 Prozent auf 7744 Zähler zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq schloss mit 26'711 Punkten kaum verändert, nachdem er im frühen Handel noch knapp 400 Punkte tiefer notiert hatte. Zu den Gewinnern zählten Eli Lilly, UnitedHealth und Walmart, die von Hochstufungen profitierten.
Technologiewerte standen unter Druck, da Investoren Unternehmen mit hoher Schuldenlast im KI-Sektor abstiessen. Der Philadelphia-Halbleiterindex gab den siebten Handelstag in Folge nach. Die Aktien von Broadcom und Nvidia fielen, nachdem der Chiphersteller TSMC trotz eines Rekordgewinns einen vorsichtigen Ausblick auf das Jahr 2027 gegeben hatte. Dell und Hewlett Packard Enterprise setzten ihre Talfahrt vom Vortag fort.
Hintergrund der Umschichtungen sind Sorgen vor weiter steigenden Zinsen. Daten vom Donnerstag zeigten, dass die US-Erzeugerpreise im September so stark stiegen wie seit viereinhalb Jahren nicht mehr. Bereits am Mittwoch hatten unerwartet hohe Inflationsdaten für einen Ausverkauf gesorgt. Händler sehen die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung durch die US-Notenbank Fed auf ihrer Sitzung im Dezember nun bei 67 Prozent, nach 62 Prozent am Vortag.
«Die Kosten für die Finanzierung von allem, sei es ein neues Einfamilienhaus oder ein riesiges Rechenzentrum, steigen, und das hat Auswirkungen auf viele Bereiche am Aktienmarkt», sagte der Portfoliomanager Jed Ellerbroek von Argent Capital Management. «Wir erleben eine kleine Rotation bei den grossen Namen, aber das haben wir schon einmal gesehen», sagte Joe Saluzzi, Co-Leiter des Aktienhandels bei Themis Trading. «Es scheint, dass dies alle paar Monate auftaucht und wir die KI-Sorgen haben.»
Unter den Einzelwerten brachen FMC ein, nachdem der Agrochemiekonzern seine Prognose für das dritte Quartal deutlich gesenkt hatte. Die Papiere von Rocket Lab fielen ebenfalls, nachdem das Raumfahrtunternehmen mitteilte, dass sich der Erstflug seiner neuen, grösseren Neutron-Rakete bis ins nächste Jahr verzögert.
(cash/AWP/Bloomberg/Reuters)

