Zum aktuellen Geschehen im Dow Jones geht es hier.

Zum aktuellen Geschehen im Nasdaq 100 geht es hier.

+++

17:40

Der Schweizer Aktienmarkt (SMI) hat den Handel am Dienstag mit Verlusten beendet und schloss 0,4 Prozent tiefer bei 14’575 Punkten. Nach einem freundlichen Start zu Handelsbeginn, bei dem der Leitindex bis auf ein Tageshoch von 14'669,5 Zähler stieg, führten anschliessend geopolitische Sorgen um den Konflikt im Nahen Osten und wieder steigende Ölpreise zu einem Stimmungswechsel. Im weiteren Tagesverlauf gab das Barometer die Gewinne wieder her, nur um sich kurz vor Börsenschluss erneut dem Tageshoch zu nähern, ehe der Handel auf dem Tagestief geschlossen wurde.

Insgesamt 12 der 20 Indexmitglieder schlossen im Minus, sieben im Plus und Sika unverändert. Zu den klarsten Gewinnern gehörten Alcon (+4,7 Prozent), die nach hervorragenden Zweitquartalszahlen und einer Erhöhung der Gewinnprognose stark zulegten. Auch Swisscom (+1,6 Prozent) und Partners Group (+1,3 Prozent) verzeichneten Avancen, Letztere ungeachtet einer Rückstufung durch die Deutsche Bank. Unter Druck standen hingegen Givaudan (-1,8 Prozent) sowie die Versicherer Swiss Life (-1,5 Prozent) und Swiss Re (-1,2 Prozent). Die Grossbank UBS (-0,4 Prozent) gab ebenfalls nach, während die Wirtschaftskommission des Ständerats ihre Beratungen zu den künftigen Eigenkapitalregeln ohne Tagesentscheid vertagte.

Die drei Schwergewichte erwiesen sich als spürbarer Bremsklotz für den Gesamtmarkt. Nestlé schloss mit minus 0,6 Prozent im Minus, Novartis gaben 0,7 Prozent ab und Roche verloren 1,1 Prozent. Auch Logitech (-1,2 Prozent) gaben nach. Leichte Gewinne verzeichneten hingegen die Bauwerte Amrize (+1,4 Prozent), Holcim (+0,7 Prozent) und Geberit (+0,1 Prozent).

In den hinteren Reihen des Marktes sorgten unternehmensspezifische Impulse für Bewegung. Idorsia legten 10 Prozent zu, nachdem die US-Drogenbekämpfungsbehörde DEA angekündigt hatte, die Beschränkungen für Schlafmittel der Klasse von Quviviq zu lockern. Bell Food stiegen um 5,6 Prozent aufgrund des besten Halbjahresergebnisses ihrer Geschichte. Interroll avancierten um 4,2 Prozent nach einer Hochstufung durch Octavian, und Oerlikon gewannen 3,9 Prozent durch eine Kurszielerhöhung von Oddo BHF. Auf der Gegenseite stürzten Tecan um 10,3 Prozent ab, nachdem die Halbjahreszahlen gemischt ausgefallen waren und Gewinnmitnahmen einsetzten, während Aryzta die Vortagsverluste mit minus 4,8 Prozent fortsetzte.

+++

17:05

Die US-Aktienmärkte stehen im frühen Handel wenig verändert. Der Dow Jones Industrial fällt 2 Punkte auf 53'979 Zähler, der S&P 500 steigt 0,05 Prozent auf 7'757 Zähler und der Nasdaq 100 fällt 0,02 Prozent auf 29'663 Punkte.

Im Anlegerfokus steht weiter die geopolitische Lage am Persischen Golf. Der pakistanische Verteidigungsminister Khawaja Asif sagte, die Signale der vergangenen Tage würden darauf hindeuten, dass die USA und der Iran «kurz vor einer Art Einigung stehen». Daraufhin gaben die Ölpreise ihre deutlichen Kursgewinne aus dem frühen Handel wieder ab.

Beide Kriegsparteien ringen weiter um die vollständige Wiedereröffnung der Strasse von Hormus, über die ein Grossteil der Ölexporte aus den Förderstaaten am Golf abgewickelt wird. Zuletzt hatte US-Präsident Donald Trump versichert, dass die Handelsroute nach einer Minenräumung wieder für Schiffe befahrbar sei. Sie werde «zu 100 Prozent» von den USA kontrolliert. Zuvor hatte der Iran hingegen eine Öffnung der Meerenge von Zugeständnissen der Vereinigten Staaten abhängig gemacht.

Unter den Einzelwerten zogen die Aktien von Riot Platforms um 5 Prozent an. Das Bitcoin-Mining-Unternehmen, das kürzlich mit dem Verkauf von KI-Rechenzentrumskapazitäten begonnen hatte, schloss Kreisen zufolge einen Vertrag über 9,1 Milliarden US-Dollar mit der KI-Firma Anthropic. Riot meldete zudem einen Umsatz für das zweite Quartal, der die durchschnittliche Analystenschätzung übertraf.

Plug Power legten um 3,6 Prozent. Der Nettoumsatz des Wasserstoff-Unternehmens für das zweite Quartal übertraf die Erwartungen von Analysten.

Die Anteile von Babcock & Wilcox schnellten um 9 Prozent hoch, nachdem der Hersteller von Stromerzeugungsanlagen einen unerwartet hohen Umsatz für das zweite Quartal gemeldet hatte.

Die in New York gehandelten Aktien des schweizerischen Turnschuh-Herstellers On Holding brachen nach einem enttäuschenden Umsatz im zweiten Quartal um fast ein Fünftel ein. Dies belastete auch die Papiere von Nike, die um gut 2 Prozent nachgaben.

+++

16:25

Die Aktien von Best Buy legten am Dienstag im frühen Handel zeitweise rund 2,6 Prozentzu, nachdem Truist Securities den Detailhändler auf «Buy» hochgestuft hatte, nachdem er zuvor auf «Hold» eingestuft gewesen war.

Der Analyst Scot Ciccarelli verwies auf Truist-Kartendaten, die positive Trends im zweiten Quartal aufzeigen. Die Erwartung der Firma ist, dass der Markt die Trends des zweiten Quartals extrapoliert und die Erwartungen für die zweite Jahreshälfte anhebt. Ciccarelli sagte, wenn Best Buy eine Kennzahl für vergleichbare Umsätze im zweiten Quartal in der Grössenordnung von 2,5 Prozent vorlegt, könnte die Aktie einen starken Handel nach oben erleben.

«Wir glauben, dass die Verbesserung durch anhaltende Ersatznachfrage, interne Veränderungen (wie die Gerätelieferung) und aufkommende Mini-Produktzyklen (wie KI-Wearables) angetrieben wird», hob Ciccarelli hervor.

+++

15:55

Die Märkte preisen eine nahezu perfekte Landung ein, aber Makrostratege Henry Allen von der Deutschen Bank warnte am Dienstag, dass die Anleger sich fast keinen Spielraum für Fehler gelassen haben. Er argumentierte, dass optimistische Aktienmärkte, eingedämmte Inflationserwartungen und die in Futures eingepreisten begrenzten Zinsanhebungen der Fed alle auf einem zunehmend fragilen Fundament ruhen.

«Es ist schwierig, optimistische Wirtschaftsbedingungen, über dem Ziel liegende Inflation, und gleichzeitig Märkte, die begrenzte Zinsanhebungen einpreisen, in Einklang zu bringen», stellte der Experte fest.

Die Geschichte deute darauf hin, dass die Märkte das Potenzial der Fed möglicherweise stark unterschätzen. In den vergangenen 70 Jahren war das anfängliche Tempo der Fed-Zinserhöhungen stark mit der CPI-Inflation korreliert. Bei einer aktuellen Teuerung von 3,5 Prozent impliziert die historische Trendlinie allein im ersten Jahr mehr als 100 Basispunkte Straffung. Dieses Muster bewahrheitete sich 2022, als die Fed letztlich insgesamt 525 Basispunkte anhob, nachdem die Märkte anfänglich ebenfalls von einem flachen Straffungszyklus ausgingen.

+++

15:30

Die US-Börsen starten im Plus. Der Dow Jones Industrial avanciert um 0,1 Prozent auf 54’060 Punkte. Für den marktbreiten S&P 500 geht es um 0,1 Prozent auf 7’761 Zähler hoch. Und der technologielastige Nasdaq 100 verbucht mit 29’717 Punkten ebenfalls ein Plus von 0,1 Prozent.

+++

15:00

Der SMI steht 0,06 Prozent im Plus. 

+++

14:55

Der Broker IG stellt für den Dow Jones Industrial vorbörslich einen Gewinn von 0,03 Prozent bei 53'992 Punkten. Die Indikation für den Nasdaq 100 liegt 0,30 Prozent höher bei 29'712 Zählern.

Im Anlegerfokus steht weiterhin die geopolitische Lage am Persischen Golf. Der pakistanische Verteidigungsminister Khawaja Asif sagte, dass die Signale der vergangene Tage darauf hindeuten, dass die USA und der Iran «kurz vor einer Art Einigung stehen». Daraufhin gaben die Ölpreise ihre deutlichen Kursgewinne aus dem frühen Handel wieder ab.

Beide Kriegsparteien ringen weiter um die vollständige Wiedereröffnung der Strasse von Hormus, über die ein Grossteil der Ölexporte aus den Förderstaaten am Golf abgewickelt wird. Zuletzt hatte US-Präsident Donald Trump versichert, dass die Handelsroute nach einer Minenräumung wieder für Schiffe befahrbar sei. Sie werde «zu 100 Prozent» von den USA kontrolliert. Zuvor hatte der Iran hingegen eine Öffnung der Meerenge von Zugeständnissen der USA abhängig gemacht.

Kapitalmarktstratege Jürgen Molnar vom Broker RoboMarktes verweist zudem auf die am Mittwoch anstehenden US-Verbraucherpreise, auf die Anleger bereits vorausblicken. Die Daten dürften Hinweise auf das weitere Vorgehen der US-Notenbank liefern. «Die Wahrscheinlichkeit für einen weiteren Zinsschritt liegt aktuell bei rund 50 Prozent», so Molnar. «Damit könnten die morgigen Inflationszahlen das Pendel in die eine oder andere Richtung ausschlagen lassen.»

Unter den Einzelwerten könnten die Aktien von Riot Platforms das Interesse auf sich ziehen. Das Bitcoin-Mining-Unternehmen, das kürzlich mit dem Verkauf von KI-Rechenzentrumskapazitäten begonnen hatte, schloss Kreisen zufolge einen Vertrag über 9,1 Milliarden US-Dollar mit der KI-Firma Anthropic. Riot meldete zudem einen Umsatz für das zweite Quartal, der die durchschnittliche Analystenschätzung übertraf. Die Papiere schnellten im vorbörslichen Handel um 16,5 Prozent nach oben.

Für die Titel von Rocket Lab ging es vorbörslich hingegen um 4,7 Prozent abwärts. Das Weltraum-Unternehmen gab einen Ausblick auf das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda), der schwächer als erwartet ausfiel. Anleger sorgen sich zudem, dass es weitere Verzögerungen bei seiner Neutron-Rakete geben könnte.

Die Anteilsscheine von Babcock & Wilcox schossen vorbörslich um 37 Prozent hoch, nachdem der Hersteller von Stromerzeugungsanlagen einen unerwartet hohen Umsatz für das zweite Quartal gemeldet hatte.

Die Aktien von Hims & Hers Health büssten vorbörslich 7,2 Prozent ein. Der Anbieter von Telemedizin reduzierte die Obergrenze seiner Ergebniszielspanne für 2026.

+++

14:25

Ein unerwartet hoher Quartalsverlust hat die Aktie des US-Telemedizinanbieters Hims & Hers auf Talfahrt geschickt. Die Papiere verlieren im vorbörslichen Handel an ‌der Wall ⁠Street 5,4 Prozent. Hims & Hers verzeichnete im zweiten Quartal einen Nettoverlust von 37 Cent je Aktie, während Analysten laut ⁠LSEG-Daten lediglich mit einem Verlust von einem Cent gerechnet hatten. Als Grund nannte das Unternehmen gestiegene Kosten für die Umstellung auf Markenmedikamente zur Gewichtsreduktion. Dieser ‌Schritt, der eine Reaktion auf strenge regulatorische Auflagen für Rezepturarzneimittel ist, führte im zweiten ‌Quartal zu Kosten von 4,6 Millionen Dollar. Hims & Hers erwartet, ​im Jahr 2027 in die Gewinnzone zurückzukehren.

+++

14:15

Das Auf und Ab am Schweizer Aktienmarkt geht weiter: Der SMI notiert nun wieder im Minus bei 0,13 Prozent.

+++

14:00

Die milliardenschwere Sicherung von Rechenzentrumsflächen durch einen langfristigen Mietvertrag katapultiert die Aktien des ‌Bitcoin-Schürfers Riot ⁠Platforms in die Höhe. Die Anteilsscheine legen vorbörslich 18,5 Prozent auf 23 Dollar zu. Der ⁠Vertrag mit einem führenden KI-Forschungslabor hat ein Volumen von 9,1 Milliarden Dollar, wie aus einer Mitteilung an die US-Börsenaufsicht ‌SEC vom Montag hervorgeht. Die Laufzeit liege zunächst bei zwanzig Jahren. Einem ‌Bericht der Agentur Bloomberg zufolge handelt es ​sich bei dem Partner um das KI-Unternehmen Anthropic.

+++

13:05

Der US-Aktienmarkt wird am Dienstag wohl uneinheitlich in den Handel gehen. Die Futures auf dem Dow Jones sind minim negativ, diejenigen des Nasdaq steigen 0,26 Prozent.

Der SMI setzt seine Schwankungen fort und notiert derzeit unverändert. Novartis legen 0,5 Prozent zu.

+++

13:00

Investoren reagieren ungnädig auf die Zweitquartalszahlen des Sportartikelherstellers On. Der Laufschuhhersteller hat im zweiten Quartal 2026 zwar erneut einen Rekordumsatz erzielt und die Profitabilität weiter gesteigert. Die Prognose für das Umsatzwachstum im Gesamtjahr wurde allerdings leicht gesenkt.

Die Aktie von On fällt im vorbörslichen Handel in den USA um 17 Prozent, wie Bloomberg berichtet. Die Titel haben in diesem Jahr bereits 17 Prozent verloren.

+++

11:45

Der SMI gibt um 0,36 Prozent auf 14'581,75 Punkte nach. Kurz nach Handelsbeginn hatte der Leitindex bei 14'670 Punkte noch einen neuen Höchststand markiert.

Mit dem erneuten Anstieg der Ölpreise machte sich unter den Anlegern zunehmend Verunsicherung breit, und der Leitindex SMI drehte klar ins Minus. Als einziger Blue Chip hält sich Alcon nach starken Halbjahreszahlen noch deutlich im Plus.

Eine Einigung im Iran-Krieg ist weiterhin nicht absehbar und die Ölpreise legten erneut zu. Nach Teheran knüpft nun auch US-Präsident Donald Trump weitere Verhandlungen an Entschädigungszahlungen. Die Anleger hätten sich zwar an das «Hoffen und Bangen» gewöhnt, sagte ein Marktteilnehmer. Die Fronten schienen sich nun aber wieder zu verhärten.

Ein Fass Brent kostet gegen Mittag wieder knapp 90 Dollar und damit rund 2,5 Prozent mehr als am Vortag. Auch der Goldpreis stieg zeitweise über die Marke von 4400 Dollar je Unze, was laut Marktbeobachtern die anhaltende Verunsicherung widerspiegelt. Dass sich die Aktienmärkte trotz der geopolitischen Risiken weiterhin nahe ihren Rekordständen bewegen, führen Marktbeobachter vor allem auf die starke Berichtssaison zurück.

Klarer Gewinner unter den Blue Chips sind Alcon mit einem Plus von 4,0 Prozent. Der Augenheilkonzern hat mit den am Vorabend veröffentlichten Halbjahreszahlen überzeugt. Die Pharma-Schwergewichte Novartis und Roche zeigen sich kaum verändert, während Nestlé (-0,8 Prozent) den Leitindex belastet.

Die rote Laterne tragen Partners Group (-1,5 Prozent) nach einer Rückstufung durch die Deutsche Bank auf «Hold». Auch UBS (-0,9 Prozent) stehen unter Druck. Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Ständerats (WAK-S) berät am Dienstag zum zweiten Mal über die Revision des Bankengesetzes im Rahmen der «Too-Big-To-Fail»-Regulierung (TBTF).

Im breiten Markt brechen Tecan um 9,9 Prozent ein. Die vorgelegten Zahlen seien insgesamt eher gemischt ausgefallen, heisst es am Markt. Nach der zuletzt guten Kursentwicklung komme es nun zu Gewinnmitnahmen. Weiter unter Druck stehen auch Aryzta (-3,6 Prozent), nachdem die Titel bereits am Vortag nach Zahlen rund 11 Prozent verloren hatten.

Sehr gut kommen dagegen die Halbjahreszahlen von Bell (+8,6 Prozent) an. Fortschritte bei der Profitabilität und die erstmalige Nennung einer EBIT-Guidance sorgen beim Fleischverarbeiter für kräftigen Auftrieb. Seit Anfang Jahr haben die Titel allerdings weiterhin fast 20 Prozent eingebüsst.

Oerlikon (+3,2 Prozent) profitieren derweil von einer deutlichen Kurszielerhöhung durch Oddo BHF und machen damit einen Teil der Verluste der vergangenen Tage wett.

Zu den Gewinnern zählen zudem Idorsia (+0,7 Prozent), wobei die Titel des Biopharmaunternehmens einen Grossteil ihrer anfänglich deutlich höheren Gewinne wieder abgegeben haben. Für Auftrieb sorgten Hoffnungen auf eine mögliche Lockerung der US-Beschränkungen für das Schlafmittel Quviviq.

Im weiteren Wochenverlauf dürfte die laufende Berichtssaison im Fokus bleiben, wobei zunehmend Unternehmen aus den hinteren Reihen das Geschehen bestimmen. Gleichzeitig rücken die US-Inflationsdaten stärker in den Blick. Am Mittwoch werden die Konsumentenpreise für Juli veröffentlicht, am Donnerstag folgen die Produzentenpreise. Nach dem schwachen Arbeitsmarktbericht befinde sich die US-Notenbank in einem Spannungsfeld zwischen erhöhten Inflationsrisiken und einer nachlassenden Konjunkturdynamik, so ein Marktbeobachter. Eine Zinssenkung im September gilt am Markt daher inzwischen als weniger wahrscheinlich.

+++

10:55

Die Aktien des Augenheilkunde-Konzerns Alcon steigen nach überraschend ⁠starken Zahlen in der Spitze um 6,6 Prozent. Damit sind ‌sie auf Kurs zum grössten Tagesgewinn seit ‌mehr als zwei ​Jahren. Das schweizerisch-amerikanische Unternehmen übertraf beim Ergebnis je Aktie im zweiten Quartal die Analystenerwartungen deutlich und hob seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr an.

«Alcon beweist eine positive strategische ‌Ausrichtung», konstatierten die Analysten von Vontobel, die auf sich verbessernde Margen und die kürzlich angekündigte Entwicklungskooperation mit RxSight verwiesen.

+++

10:15

Die Aktien von Tecan stürzen am Dienstag nach Vorlage der Halbjahreszahlen ab. Die Titel fallen über 12 Prozent auf 177 Franken. Seit Ende April war es allerdings rasant nach oben gegangen. Damals wurden nur rund 115 Franken bezahlt.

+++

09:50

Der SMI dreht ins Minus und notiert 0,15 Prozent schwächer. Zünglein an der Waage spielt die Aktie von Nestlé, die 0,35 Prozent nachgibt.

+++

09:45

Die schwindende Hoffnung auf ein Friedensabkommen ‌zwischen ⁠den USA und dem Iran sowie die anhaltende Blockade der Strasse von ⁠Hormus hat die Anleger an den asiatischen Börsen weiter in Atem gehalten. In China gaben der Leitindex in Shanghai und der Index der 300 ‌wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen, der CSI300, am Dienstag jeweils leicht nach. In Hongkong verlor der Index rund ein Prozent. In Südkorea zog der Leitindex Kospi dagegen ​knapp ein Prozent an. In Japan blieb die Börse ​wegen eines Feiertags geschlossen. Bei den Einzelwerten legten die ​Titel des südkoreanischen Chipherstellers Samsung Electronics um vier Prozent zu.

+++

09:15

Der SMI legt 0,15 Prozent höher los. Getragen wird das Plus vor allem durch Novartis (plus 0,3 Prozent).

Für Zurückhaltung sorgen die unklare Lage an der Strasse von Hormus und die wieder gestiegenen Ölpreise. Hierzulande liefert zudem die laufende Berichtssaison Impulse.

US-Präsident Donald Trump erklärte die wichtige Schifffahrtsroute nach Minenräumungen für wieder befahrbar und «zu 100 Prozent» unter US-Kontrolle. Der Iran hatte eine vollständige Öffnung zuletzt allerdings an weitreichende Bedingungen geknüpft. Entsprechend bleibt die Lage angespannt. Ein Fass Brent kostet wieder knapp 88 Dollar und damit deutlich mehr als noch zu Wochenbeginn. Auch der Goldpreis stieg zeitweise über die Marke von 4400 Dollar je Unze, was laut Marktbeobachtern die anhaltende Verunsicherung widerspiegelt.

Dass sich die Aktienbörsen dennoch nahe ihren Rekordständen halten, führen Marktbeobachter vor allem auf die starke Berichtssaison zurück. «Die europäischen und US-amerikanischen Unternehmen liefern eine der stärksten Berichtssaisons seit mehreren Jahren», sagte ein Händler. Die kräftige Gewinnentwicklung stütze die Märkte und überlagere derzeit die geopolitischen Unsicherheiten.

Klarer Gewinner sind im SMI sind Alcon mit einem Kursplus von 5 Prozent. Der Augenheilkonzern hat mit den am Vorabend veröffentlichten Halbjahreszahlen überzeugt. Logitech verzeichnet ebenfalls Avancen (plus 1 Prozent).

Im breiteren Markt fallen Oerlikon (plus 6 Prozent) positiv auf und machen damit einen Teil der Verluste der vergangenen Tage wett. Idorsia steigen 4 Prozent. Die US-Drogenbekämpfungsbehörde DEA will die Beschränkungen für eine Klasse von Schlafmitteln lockern, zu der auch das von Idorsia entwickelte Medikament Quviviq gehört.

Dagegen geben Tecan nach wenig überzeugenden Jahreszahlen um 1,8 Prozent nach. Verlierer sind auch EMS Chemie (-1,8 Prozent), wobei die Titel am Dienstag ex-Dividende von 18,40 Franken gehandelt werden.

+++

08:05

Der SMI wird bei Julius Bär vor dem Start 0,11 Prozent höher gestellt. 12 von 20 SMI-Aktien sind im Minus. Alcon legen nach der Vorlage der Zweitquartalszahlen 5,1 Prozent zu. 

Am breiten Markt fallen Aryzta um weitere 1 Prozent. Die Aktie hatte am Vortag 11 Prozent verloren.

+++

07:45

Der Goldpreis steigt auf ein Zwei-Monate-Hoch. Das Edelmetall verteuerte sich am Dienstag um bis zu 1 Prozent auf zeitweise 4435 Dollar. An den beiden vorherigen Sitzungen hatte der Gold-Kassapreis insgesamt 3,6 Prozent zugelegt.

+++

06:20

Der SMI wird bei der IG Bank vor dem Start 0,04 Prozent tiefer gestellt. Am Montag hatte er 0,61 Prozent gewonnen.

+++

06:00

Die festgefahrenen Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran haben am Dienstag die Ölpreise in die Höhe getrieben ‌und ⁠für eine uneinheitliche Stimmung an den asiatischen Aktienmärkten gesorgt. US-Präsident Donald Trump hatte ⁠am Montag als neue Bedingung für ein Friedensabkommen Reparationszahlungen des Irans gefordert. Dies erschwert ‌die Bemühungen um eine Wiedereröffnung der wichtigen Schifffahrtsstrasse ‌von Hormus. «Wir befinden uns jetzt ​in einer Art Patt-Situation, in der es darum geht, wer zuerst nachgibt», sagte Tony Sycamore, Marktanalyst bei IG.

Der breit gefasste MSCI-Index für asiatisch-pazifische Aktien ausserhalb Japans tendierte seitwärts. Die Anleger blicken nun auf die ‌am Mittwoch anstehenden US-Inflationsdaten. Ein unerwartet starker Anstieg könnte die Wetten auf eine Zinserhöhung der US-Notenbank Fed im nächsten Monat neu entfachen.

+++

05:30

Am Devisenmarkt gewann ​der Dollar geringfügig auf 159,29 Yen und legte leicht ​auf 6,7443 Yuan zu. Parallel dazu blieb ​der Euro fast unverändert bei 1,1541 Dollar. Das Pfund Sterling gab nach dem am ‌Montag erreichten Monatshoch nach und notierte bei 1,3512 Dollar.

+++

05:00

Am Rohstoffmarkt verteuerte sich ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent auf 88,00 Dollar. Das US-ÖlWTI ​stieg auf 82,45 Dollar. Beide Sorten ⁠erreichten damit den höchsten Stand seit dem 31. ​Juli. Der Goldpreis ⁠legte auf 4.409,81 Dollar je Feinunze zu.

+++

01:00

Die sich in Rekordnähe haltenden US-Börsen haben am Montag moderat nachgegeben. Nachlassende Sorgen vor Leitzinserhöhungen nach dem US-Arbeitsmarktbericht am Freitag wurden überschattet von Unsicherheit über die weitere Entwicklung im Nahen Osten.

Der Dow Jones Industrial gab um 0,11 Prozent auf 53'975,98 Punkte nach. In der vergangenen Woche hatte der bekannteste Wall-Street-Index um drei Prozent zugelegt und bei 54'744 Zählern ein Rekordhoch erreicht. Der S&P 500 sank zum Wochenstart um 0,06 Prozent auf 7753,11 Punkte. Der überwiegend mit Technologieaktien bestückte Nasdaq 100 verlor 0,34 Prozent auf 29'621,81 Zähler.

In Nahost dreht sich alles um die für den internationalen Handel wichtige Meerenge, die Strasse von Hormus. Der Iran beabsichtigt nach Angaben des Aussenministeriums in Teheran, von Handelsschiffen Gebühren für die Durchfahrt zu erheben. Der Streit um derlei Rechte auf einer internationalen Schlüsselroute gilt als ein wesentlicher Auslöser für die jüngste Eskalation im militärischen Konflikt zwischen den USA und dem Iran und dürfte eine Einigung mit den Vereinigten Staaten erschweren. «Hormus ist jetzt die ultimative Verhandlungswaffe und nicht nur eine Schifffahrtsroute», resümierte Marktexperte Stephen Innes.

Unternehmensseitig zählten am Montag mit Blick auf Tech-Aktien Nvidia mit minus 2,9 Prozent zu den Verlierern. Zudem büssten Intel 4,1 Prozent und Apple 1,6 Prozent ein.

Nvidia bewegten Medienberichte über eine Partnerschaft des Unternehmens mit einer Gruppe grosser US-Investmentgesellschaften. Dabei gehe es um eine Finanzierung des Ausbaus von KI-Infrastruktur im Umfang von 500 Milliarden US-Dollar, hiess es. Nach Börsenschluss bestätigte der KI-Chiphersteller die Berichte.

Der Chiphersteller Intel kündigte zur Finanzierung seiner ehrgeizigen KI-Wachstumsstrategie an, zusätzliche Aktien im Wert von 15 Milliarden US-Dollar auszugeben.

Apple, erst Ende Juli auf ein Rekordhoch geklettert, wurden vom Analysehaus Jefferies von «Hold» auf «Underperform» abgestuft. Ein bislang für den Markteintritt im September 2027 geplantes, voll gläsernes iPhone werde mit Blick auf Branchendaten anscheinend nicht weiter verfolgt, schrieb Analyst Edison Lee. Er sieht darin einen Nackenschlag. Ein solch hochpreisiges Smartphone wäre angesichts steigender Preise für Speicherchips von Vorteil gewesen, um den durchschnittlichen Verkaufspreis und die Konzernmarge weiter zu steigern.

Die Papiere der Online-Auktionsplattform Ebay litten mit minus 3,8 Prozent darunter, dass der Videospiele-Händler Gamestop womöglich sein Übernahmeangebot zurückziehen könnte. Firmenchef Ryan Cohen erwäge statt eines Kaufs, Ebay eine Partnerschaft oder ein Gemeinschaftsunternehmen vorzuschlagen, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen. Die Gamestop-Aktien gaben um 1,9 Prozent nach.

Die Anteilscheine von HP Enterprise gewannen nach einer Hochstufung durch Morgan Stanley auf «Overweight» 2,7 Prozent.

SpaceX übersprangen nach fast vier Wochen wieder ihren Ausgabepreis von 135 Dollar und schlossen 4,2 Prozent höher bei 138,74 Dollar. Am 12. Juni war das Unternehmen von Elon Musk an die Börse gegangen. Nach drei fulminanten Handelstagen kam schnell Ernüchterung auf.

(cash/Reuters/AWP)

Daniel Hügli
Daniel HügliMehr erfahren