15:55

Die langfristigen Kreditkosten der USA blieben am Freitag nahe bei mehrmonatigen Höchstständen, nachdem eine vielbeachtete Staatsanleihen-Auktion gezeigt hatte, dass Anleger weiterhin höhere Renditen verlangen. Bei der jüngsten Auktion von 30-jährigen US-Staatsanleihen wurde ein Zinssatz von 5,058 Prozent erzielt – der höchste Auktionsertrag für die massgebliche Langläufer-Anleihe seit der Zeit vor der globalen Finanzkrise im Jahr 2009.

Die Ergebnisse bestärkten die Sorge, dass Anleger für langlaufende Staatsanleihen eine höhere Vergütung verlangen, und zwar vor dem Hintergrund hoher Haushaltsdefizite, unsicherer Inflationsaussichten und der Erwartung, dass die Zinsen länger als erwartet auf hohem Niveau bleiben könnten.

Im Sekundärmarkt bewegte sich die Rendite der 30-jährigen US-Staatsanleihe am Freitag bei etwa 5,05 Prozent, nur knapp unter dem Tageshöchststand von 5,09 Prozent am Donnerstag. Dieser Wert entsprach der höchsten Handelsrendite für die Anleihe seit dem 22. Mai und unterstrich den anhaltenden Druck am langen Ende der US-Renditekurve.

Steigende langfristige Renditen können weitreichende Folgen für die Finanzmärkte haben, da sie Hypothekenzinsen, die Kreditkosten für Unternehmen, Aktienbewertungen und die allgemeine Wirtschaftstätigkeit beeinflussen.

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15:30

Die US-Börsen starten uneinheitlich. Der Dow Jones Industrial legt im frühen Handel um 0,3 Prozent auf 52'630 Punkte zu. Für den marktbreiten S&P 500 geht es um 0,1 Prozent auf 7'548 Zähler hoch. Der technologielastige Nasdaq 100 verbucht mit 29'634 Punkten ein Minus von 0,3 Prozent.

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14:45

Knapp eine dreiviertel Stunde vor Handelsbeginn taxiert der Broker IG den am Donnerstag kräftig erholten Tech-Index Nasdaq 100 0,3 Prozent im Minus auf 29'636 Punkte. Dennoch zeichnet sich ein Wochengewinn von einem Prozent ab. Den Vortags moderat freundlichen Dow Jones Industrial erwartet IG 0,2 Prozent höher bei 52'580 Punkten, womit sich der Rückgang für die Woche noch auf 0,6 Prozent beliefe.

Die Internationale Energieagentur warnte, dass ein erneuter Ausbruch der Feindseligkeiten zwischen den USA und dem Iran die Bemühungen zum Wiederaufbau der erschöpften weltweiten Ölvorräte im weiteren Verlauf dieses Jahres gefährden könnte. Dass beide Konfliktparteien trotz der jüngsten militärischen Eskalation ihre Verhandlungsbereitschaft signalisierten, beruhigte die Anleger ein wenig.

Die Gespräche dürften am Wochenende fortgesetzt werden, schrieb David Manso, oberster Anlagestratege bei CaixaBank AM. Die Ölpreise sollten ein nützlicher Indikator für die Stimmung am Markt sowie die Erwartungen hinsichtlich der weiteren Entwicklung der Lage sein. Aktuell zeichnet sich bei Rohöl der Sorte Brent für die Woche ein deutlicher Preisanstieg ab.

Wegweisend für die erwartete Schwäche an der Tech-Börse Nasdaq nach der vorangegangenen Erholung dürfte der drohende erneute Rücksetzer etlicher Halbleiteraktien sein. So ging es etwa für Intel und Micron vorbörslich um 2,3 beziehungsweise 1,6 Prozent nach unten.

Bei Apollo Global Management zeichnet sich ein Kursanstieg um ein Prozent ab. Damit würden die Aktien allerdings in der Handelsspanne der vergangenen Tage bleiben. Der durch US-Glyphosatklagen von hohen Schulden belastete Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer verschafft sich durch einen Milliardendeal mit der Beteiligungsgesellschaft mehr finanziellen Spielraum. Apollo erhalte eine Minderheitsbeteiligung an einer neuen Gesellschaft, in die Bayer sein Geschäft mit reversiblen Langzeit-Verhütungsmitteln (LARC) einbringe, teilte der Dax-Konzern mit. Dadurch sichert sich Bayer den Angaben zufolge drei Milliarden Euro Eigenkapital.

Schlagzeilen machte Apollo am Freitag zudem mit seinem erfolgreichen Übernahmeangebot für die Billigfluggesellschaft Easyjet. Damit stach das Unternehmen den heimischen Konkurrenten Castlelake aus, der seine Offerte für die Briten mehrfach angehoben und sich damit endlich am Ziel gewähnt hatte.

Bei Meta zeichnet sich mit einem Kursplus von 3,7 Prozent eine weitere Erholung ab. Als Stütze für die Titel des Social-Media-Riesen erwies sich ein positiver Bericht der Tech-Analysefirma SemiAnalysis über das KI-Computing-Geschäft von Meta. Vorläufige Ergebnisse einer EU-Untersuchung, denen zufolge die Meta-Plattformen Instagram und Facebook zu grosse Suchtgefahren für Kinder und Jugendliche bergen, liessen die Anleger kalt.

Die zeitweise vorbörslich freundlichen Aktien von Delta verloren zuletzt 1,2 Prozent. Die Titel haben aber seit Jahresbeginn schon kräftig zugelegt. Die Fluggesellschaft trotzte mit einem besser als erwartet ausgefallenen bereinigten Quartalsgewinn je Aktie (EPS) den in diesem Zeitraum deutlich gestiegenen Kerosinpreisen. Zudem griff sie ihre vorübergehend ausgesetzte Jahresprognose für diese wichtige Ergebniskennziffer wieder auf.

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13:15

Der US-Aktienmarkt steht vor einem uneinheitlichen Start. Die Futures auf dem Dow Jones legen 0,22 Prozent zu, diejenigen auf dem Nasdaq fallen 0,2 Prozent.

Die Papiere ‌von SK Hynix werden am Freitag unter dem Kürzel «SKHY» erstmals an der US-Technologiebörse Nasdaq gehandelt. Der südkoreanische Chipkonzern hat den Preis für seine US-Aktien auf 149 Dollar festgelegt und nimmt ‌damit rund 26,5 ⁠Milliarden Dollar ein.

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13:00

Der SMI steht 0,3 Prozent höher.

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11:40

Der Leitindex SMI notiert 0,16 Prozent höher bei 14'238,71 Punkten. Er gibt damit ein wenig Gewinne ab. Am meisten Auftrieb verleihen dem Gesamtmarkt die starken Roche (+0,8 Prozent) sowie in etwas geringerem Masse Novartis (+0,5 Prozent). Nestlé sorgen mit einem Minus von 0,6 Prozent dafür, dass der SMI nicht zu stark nach oben geht.

Auf Wochensicht steht er derzeit rund 1,3 Prozent im Minus. Von den 20 Titeln notieren 25 höher und 5 tiefer. Der breite SPI steigt um 0,06 Prozent auf 20'010,89 Punkte, wogegen der Mid-Cap-Index SMIM um 0,13 Prozent auf 3114,36 Punkte zurückgeht. So zeichnet sich momentan der zweite positive Börsentag in Folge ab, was aber voraussichtlich an der negativen Gesamtbilanz der Woche nichts ändern dürfte. Zu gross waren die Einbussen nach der jüngsten Eskalation im Nahostkonflikt bis Mitte der Woche.

Zuletzt hat sich die Situation aber eher wieder aufgehellt. Trotz aller Angriffe arbeiten Washington und Teheran laut der US-Regierung weiter an einer diplomatischen Lösung des Konflikts. Die Kommentatoren gehen denn auch mehrheitlich davon aus, dass sich diese jüngste Eskalation als begrenzt und von kurzer Dauer erweisen werde.

Die Episode sei aber so oder so noch nicht unbedingt vorbei, heisst es weiter dazu in Börsenkreisen. Die jüngste Entwicklung bestätige aber zwei Grundsätze für den Markt: Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran schwele weiter und werde wahrscheinlich in regelmässigen Abständen wieder aufflammen. Aber auch der sogennante TACO-Trade («Trump Always Chickens Out») bleibe im Spiel, was bedeute, dass Kursschwankungen an den Märkten in gewisser Weise selbstbegrenzend seien.

Die Ölpreise befinden sich entsprechend wieder auf dem Rückzug. Nachdem am Mittwoch der Preis für ein Fass der Sorte Brent erstmals seit über zwei Wochen wieder kurzzeitig über 80 US-Dollar geklettert war, sanken die Preise am Vortag bereits wieder kontinuierlich. Am Freitag hat sich der Preis auf mittlerweile unter 76 Dollar eingependelt.

Die grössten Gewinne verzeichnen im SMI derzeit Logitech (+2,3 Prozent). Aber auch Bauwerte wie Amrize (+1,8 Prozent), Holcim (+0,9 Prozent) oder Sika (+0,6 Prozent) sind gesucht.

Auf der Gegenseite stehen ABB (-0,9 Prozent) am meisten unter Druck. Mit dem Titel geht es seit knapp drei Wochen stetig etwas nach unten. Allerdings hatten ABB damals bei über 89 Franken erst ihr neuestes Allzeithoch erreicht, sodass die Luft nach oben etwas knapp geworden ist. In der kommenden Woche wird das Unternehmen als eines der frühen die Halbjahreszahlen vorlegen.

Bei Richemont (-0,6 Prozent) hält das Auf und Ab der vergangenen Tage - knapp unter dem Jahreshoch - an. Der Luxusgüterkonzern wird kommende Woche über das erste Quartal berichten.

Im breiten Markt rücken EMS-Chemie um 3,4 Prozent vor. Der Spezialchemiekonzern kommt mit den am Morgen vorgelegten Zahlen gut am Markt an. Zwar hat EMS im ersten Semester etwas weniger umgesetzt, dafür aber höhere Mengen verkauft und mehr verdient. Gleichzeitig wurde die Prognose für das laufende Jahr leicht erhöht. Die Analysten zeigen sich denn auch weitestgehend zufrieden mit den vorgelegten Ergebnissen.

Weiter nach unten geht es dafür mit Barry Callebaut (-2,3 Prozent), die am Vortag mit den Neunmonatszahlen bereits mehr als 4 Prozent verloren hatten. Am Freitag hat Barclays das Kursziel für die Aktien gesenkt und gleichzeitig die Einstufung «Underweight» bestätigt. Die vorsichtige Haltung begründet der zuständige Analyst mit der anhaltend schwachen Endnachfrage sowie nach zuletzt wieder gestiegenen Kakaopreisen.

DocMorris (-0,6 Prozent) sind bereits am Vortag unter Druck geraten. Die Aktien haben auch vor dem Wochenende einen schweren Stand, weil die Online-Pläne der Drogeriemarktkette Rossmann für Nervosität sorgen.

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10:30

Neue Kursziele und Ratings für Schweizer Aktien: 

Comet: Bank of America erhöht auf Buy (Underperform) - Ziel 518 (286) Fr.

Comet: Deutsche Bank erhöht auf 550 (370) Fr. - Buy

Barry Callebaut: Barclays senkt auf 980 (1020) Fr. – Underweight

SIG: Kepler Cheuvreux erhöht auf 14 (13) Fr. – Hold

Tecan: Berenberg erhöht auf 220 (205) Fr. – Buy

Ypsomed: Vontobel erhöht auf 425 (410) Fr. – Buy

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10:15

Die Annahme des umgerechnet 6,4 Milliarden Euro schweren Übernahmeangebots durch den ‌Finanzinvestor Apollo ⁠beflügelt EasyJet. Die Aktien des Billigfliegers steigen in London um knapp 15 Prozent auf ein Viereinhalb-Jahres-Hoch ⁠von 675,6 Pence. Apollo sticht mit seiner Offerte von 715 Pence je Aktie den Rivalen Castelake aus, der 690 ‌Pence geboten hat. Dieser könnte nachlegen, sagt Anlagestratege Neil Wilson vom ‌Brokerhaus Saxo Markets. Es sei auch nicht ​ausgeschlossen, dass andere Fluggesellschaften wie die British Airways-Mutter IAG oder Air France-KLM in einem Bieterwettkampf einsteigen.

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10:00

Ein positiver Analystenkommentar gibt Sartorius Rückenwind. Die Aktien des Pharma- und Laborzulieferers steigen um 3,7 Prozent auf 241,90 Euro. Die Experten der Berenberg Bank haben das Kursziel auf 270 von 250 Euro ‌angehoben.

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09:45

Der Einstieg des französischen Milliardärs Xavier Niel ‌beflügelt Vodafone. Die Aktien des britischen Mobilfunkers ⁠stiegen am Freitag in London um bis ‌zu 13,6 Prozent ‌auf 111,05 Pence ​und steuerten auf den grössten Tagesgewinn seit Anfang 1999 zu.

Der Telekomkonzern E& aus den Vereinigten Arabischen Emiraten ‌teilte mit, seinen Anteil an Vodafone für 112,5 Pence je Aktie beziehungsweise ​insgesamt umgerechnet rund 5,2 Milliarden ​Euro an ​Niel verkauft zu haben. Der Ausstieg ‌sei Teil der Pläne, sich künftig auf das Kerngeschäft zu konzentrieren.

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09:15

Der SMI eröffnet den Handel 0,4 Prozent höher bei 14'271 Punkten. Die zwei Index-Schwergewichte Novartis (1,1 Prozent) und Roche (1,3 Prozent) tragen wesentlich zum Anstieg bei. Nestlé fallen 0,3 Prozent.

Damit könnte es nach einer aufgrund der jüngsten Deeskalation im Nahost-Konflikt durchzogenen Woche zum zweiten Mal in Folge aufwärtsgehen. Die Vorgaben aus den USA sind positiv, wobei vor allem Tech-Aktien nach verschiedenen Rücksetzern wieder sehr gefragt waren. Hier wird das Sentiment von der am Berichtstag bevorstehenden Zweit-Börsennotierung des koreanischen Speicherchip-Herstellers SK Hynix geprägt. Die Hoffnungen auf ein starkes Börsendebüt in den USA seien gross, heisst es dazu in Marktkreisen.

Derweil arbeiten Washington und Teheran trotz der Angriffe gegen den Iran laut der US-Regierung weiter an einer diplomatischen Lösung des Konflikts. Die Märkte gingen denn auch davon aus, dass sich diese jüngste Eskalation als begrenzt und von kurzer Dauer erweisen werde, heisst es in einer Einschätzung von IG. Ein Händler bezeichnete die jüngsten Entwicklungen als «keineswegs überraschend», sie würden dem altbekannten Schema folgen: Der Iran gehe an die Grenzen des Friedensabkommens, die USA reagierten mit Gegenmassnahmen, US-Präsident Donald Trump sage etwas Verrücktes, alle gerieten ein wenig in Panik, dann behaupte der US-Präsident, der Iran habe Kontakt aufgenommen, um alles zu klären, und die Lage beruhige sich wieder.

Die Ölpreise befinden sich entsprechend wieder auf dem Rückzug. Nachdem am Mittwoch der Preis für ein Fass der Sorte Brent erstmals seit über zwei Wochen wieder kurzzeitig über 80 US-Dollar geklettert war, sanken die Preise am Vortag bereits wieder kontinuierlich. Im frühen Geschäft liegt der Preis bei gut 76 Dollar.

Nach dem Vortagesgewinn baut Logitech seine Avancen aus und legt 2,3 Prozent zu. Deutlich im Plus stehen ebenfalls Amrize (1,6 Prozent).

Am breiten Markt legen Ems-Chemie nach Veröffentlichung der Halbjahreszahlen 0,8 Prozent zu. Die Aktien von Tecan steigen 3,3 Prozent. Berenberg erhöht das Kursziel auf 220 Franken

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08:10

Der SMI wird bei Julius Bär vorbörslich 0,1 Prozent höher geschätzt. 19 von 20 Titeln des Leitindex notieren dabei höher, am deutlichsten Logitech (0,7 Prozent). Einzig die Aktie von ABB tendiert negativ (0,39 Prozent).

Am breiten Markt legen Ems-Chemie nach Veröffentlichung der Halbjahreszahlen 3,6 Prozent zu. Barry Callebaut geben rund 1 Prozent nach.

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08:00

Bitcoin legt am Freitag im frühen Handel etwas mehr als ein Prozent auf rund 64'000 Dollar zu. Damit notiert der Bitcoin wieder gut zehn Prozent über seinem Zwischentief von Anfang Juli. Damals war der Bitcoin-Kurs zeitweise unter die Marke von 58'000 Dollar und damit auf den tiefsten Stand seit September 2024 gefallen.

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07:30

Die Ölpreise haben am Freitag moderat zugelegt und sich zwischen 76 um 77 US-Dollar stabilisiert. Ein Barrel (159 Liter) der Referenzsorte Brent zur Lieferung im August legte im frühen Handel zuletzt um 0,42 Prozent auf 76,62 Dollar zu. Trotz der jüngsten militärischen Eskalation zwischen den USA und dem Iran im Streit um die Strasse von Hormus gehen die Bemühungen um eine Beilegung der Feindseligkeiten weiter.

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06:18

Der SMI wird bei der IG Bank vorbörslich 0,16 Prozent höher gestellt.

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06:00

Die Begeisterung für Künstliche Intelligenz (KI) hat die asiatischen Aktienmärkte zum Wochenschluss am Freitag kräftig angetrieben und geopolitische Sorgen in den Hintergrund gedrängt. In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index mit einem Plus von 2,0 Prozent bei 69'121,02 ‌Punkten, ⁠während der breiter gefasste Topix um 0,76 Prozent auf 4050,82 Zähler stieg. Auch in Südkorea griffen Investoren zu, was den Kospi ⁠um 4,0 Prozent nach oben klettern liess. Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans verzeichnete einen Zuwachs von 1,3 Prozent.

In Japan profitierten Technologiewerte von milliardenschweren Investitionsplänen des US-Speicherchip-Herstellers ‌Micron. Zu den grössten Gewinnern im Nikkei zählten der Chip-Zulieferer Sumco mit einem Kurssprung von 15,4 ‌Prozent sowie der Halbleiter-Tester Advantest, der 8,5 Prozent gewann. Auch der ​Technologie-Investor SoftBank legte um 11,3 Prozent zu.

«Die japanischen Aktien haben sich an der Rally der US-Technologiewerte orientiert», sagte Marktanalyst Shuutarou Yasuda von Tokai Tokyo Intelligence Laboratory. Zudem stützte die Aussicht, dass staatliche Pensionsfonds künftig mehr in heimische Anlagen investieren könnten, die Stimmung am Markt.

Im Zentrum des KI-Booms stand der südkoreanische Chipkonzern SK Hynix, dessen Aktien in Seoul um 2,8 Prozent stiegen. Das Unternehmen sammelte bei ‌seinem Börsendebüt in den USA rund 26,5 Milliarden Dollar ein. Die Papiere des heimischen Konkurrenten Samsung gewannen 3,0 Prozent.

Trotz der starken Kursgewinne im Technologiesektor mahnten Experten zur Vorsicht angesichts der eskalierenden Angriffe zwischen den USA und dem Iran. «Ich verfolge die Nachrichten aus dem ​Nahen Osten und die Lage sieht nicht gut aus, aber die Anleger scheinen im Moment unglaublich widerstandsfähig ​gegenüber diesen Risiken zu sein», erklärte Chef-Marktstratege Nick Twidale von ATFX Global.

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05:30

Am ​Devisenmarkt profitierte die japanische Währung von den Aussagen der Regierung zu möglichen Umschichtungen der Pensionsfonds. Zuvor hatte der schwache Yen die japanische Grosshandelsinflation im Juni auf ‌den höchsten Stand seit über drei Jahren getrieben. Im asiatischen Devisenhandel verlor der Dollar 0,6 Prozent auf 161,39 Yen und gab 0,2 Prozent auf 6,7775 Yuan nach. Zur Schweizer Währung notierte er 0,4 Prozent niedriger bei 0,8032 Franken. Parallel dazu stieg der Euro um 0,3 ​Prozent auf ​1,1457 Dollar und gab um 0,2 Prozent auf 0,9203 Franken nach.

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05:00

Trotz ⁠der militärischen Auseinandersetzungen am Persischen Golf hielten sich die Ausschläge am Ölmarkt ​in Grenzen. Anleger zeigten sich unbeeindruckt ⁠von der Sorge, dass die für den Energietransport wichtige Strasse von Hormus blockiert werden könnte. Am Rohstoffmarkt verteuerte sich die Rohöl-Sorte ‌Brent aus der Nordsee um 0,2 Prozent auf 76,48 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 0,3 Prozent fester bei 72,29 Dollar.

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01:00

Trotz zunehmender militärischer Auseinandersetzungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran haben die US-Aktienmärkte am Donnerstag Kursgewinne verzeichnet. Vor allem Papiere der Halbleiterbranche erholten sich nach der jüngsten Schwäche teils kräftig. Davon wurde der technologielastige Nasdaq 100 nach oben getrieben, der um 1,62 Prozent auf 29'727,10 Zähler stieg.

Rückenwind erhielten die Aktienbörsen von wieder fallenden Preisen für Energieträger wie Öl und Gas. Der Leitindex Dow Jones Industrial blieb allerdings mit einem Plus von 0,27 Prozent auf 52'487,41 Punkte zurück. Hier bremsten vor allem die Kursverluste der Software-Aktien IBM, Microsoft und Salesforce. Der marktbreite S&P 500 legte um 0,81 Prozent auf 7.543,64 Zähler zu.

Nach den Luftangriffen der USA wächst im Iran die Sorge vor einer Rückkehr zum offenen Krieg. Die Vereinigten Staaten bombardierten nach eigenen Angaben rund 90 militärische Ziele. Es war die zweite Nacht in Folge, in der es Angriffe gab. Irans Streitkräfte attackierten staatlichen Angaben zufolge mehrere US-Ziele in der Region. Unter anderem seien Zerstörer und Schiffe vor der Küste Bahrains mit Marschflugkörpern angegriffen worden.

Die Kursverluste der Software-Entwickler führten Händler auf eine Ankündigung der Kaffeehauskette Starbucks zurück. Diese will künftig beim Einsatz betrieblicher Software stärker auf Künstliche Intelligenz setzen. Die könnte den klassischen Software-Anbietern also zur Konkurrenz werden. Die Aktien von IBM, Microsoft und Salesforce verloren bis zu zweieinhalb Prozent. Aktien von Starbucks gewannen dagegen zweieinhalb Prozent.

Für die Aktien von Micron ging es um 4,5 Prozent aufwärts. Der Chip-Hersteller will die Halbleiter- und Speicherkapazitäten bis 2035 mit Investitionen von mehr als 250 Milliarden US-Dollar weiter hochfahren.

Für die Aktien von Pepsico ging es um 3,3 Prozent abwärts. Analysten zufolge überschattet der Konflikt der USA mit dem Iran die Perspektiven des Brause- und Snack-Produzenten. Aktien von Coca-Cola gaben um knapp ein Prozent nach.

Die Anteilsscheine von Ionis Pharmaceuticals brachen um fast ein Viertel ein. Als Grund dafür wurde eine gescheiterte Spätphasenstudie für das gemeinsam mit der britischen Astrazeneca entwickelte Medikament Wainua genannt. Das Mittel konnte Herzprobleme bei Patienten mit einer seltenen Herzerkrankung nicht verhindern.

(cash/Reuters/Bloomberg/AWP)

Daniel Hügli
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