16:05

⁠Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notiert nach Eröffnung gut ein halbes Prozent ⁠höher bei 51'964 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 lag knapp im Plus bei ‌7563 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq rückte ‌um 0,3 Prozent auf 26'760 Stellen ​vor.

Es wird allgemein erwartet, dass die US-Notenbank Fed bei ihrer Entscheidung am Mittwoch die Zinsen in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent belässt. Im Mittelpunkt stehen zugleich die Äusserungen des neuen Fed-Chefs Kevin Warsh zum ‌künftigen geldpolitischen Kurs. «Hatten die Märkte nach der letzten Sitzung noch Zinssenkungen erwartet, rechnen sie nun mit Zinserhöhungen», sagte Nate Hyde, Portfoliomanager bei Insight Investment. Die Aussicht ​auf ein Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran ​gebe Warsh jedoch die Möglichkeit, «einen gemässigteren Ton anzuschlagen ​als noch vergangene Woche.»

Im Technologiesektor sorgte erneut SpaceX für Aufsehen. Die Aktie des erst ‌kürzlich an die Börse gegangenen Konzerns von Elon Musk stieg um zwölf Prozent und war damit auf Kurs, Amazon beim Börsenwert zu überholen. SpaceX ​hatte die ​Übernahme des KI-Startups Anysphere für ⁠60 Milliarden Dollar angekündigt.

Die Aussicht auf eine Übernahme ​im KI-Sektor beflügelte ⁠auch die Papiere des Chipkonzerns Qualcomm. Qualcomm sei in Gesprächen über den Kauf ‌des KI-Chip-Startups Tenstorrent, berichtete die Online-Publikation «The Information». Die Qualcomm-Aktien kletterten daraufhin um 3,5 Prozent.

Anleger griffen auch bei Robinhood zu, was ‌die Aktien des Online-Brokers um gut ein Prozent ins ​Plus hievte. Das Unternehmen will nach eigenen Angaben zehn Prozent seiner Vollzeitstellen abbauen. 

+++

15:45

Die Ölpreise stehen weiter unter Druck. Nachdem sich die Notierungen im frühen Handel zeitweise stabilisieren konnten, ging es im Tagesverlauf wieder kräftig nach unten. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent zur Lieferung im August fiel erstmals seit Anfang März unter 80 US-Dollar. Zuletzt wurde das Nordsee-Öl bei 79,83 Dollar gehandelt und damit vier Prozent niedriger als am Vortag.

Deutlich nach unten ging es auch mit dem Preis für Rohöl aus den USA. Hier fiel die Notierung für die Sorte WTI zeitweise bis knapp unter 77 Dollar je Barrel. Das sind gut vier Prozent weniger als am Vortag.

Seit der Einigung zwischen den USA und dem Iran auf ein Rahmenabkommen zur Beilegung des Krieges sind die Notierungen für Rohöl auf Talfahrt. Zwischenzeitlich haben bereits die ersten iranischen Schiffe nach Angaben staatlicher Medien das von der US-Seeblockade betroffene Gebiet ohne Zwischenfälle durchquert, berichtete unter anderem der iranische Sender Press TV unter Berufung auf gut informierte Kreise.

+++

15:40

Der Dow Jones eröffnet den Handel 0,8 Prozent im Plus, es ist der vierte Tag in Folge mit Kursgewinnen. Der Nasdaq ist unverändert.

Der SMI steht 0,2 Prozent höher. Die höchsten Gewinne verzeichnen ABB (2 Prozent) und UBS (1,5 Prozent).

+++

14:55

Die US-Börsen könnten nach ihrem starken Wochenauftakt am Dienstag weitere moderate Gewinne erzielen. Vor Handelsbeginn notieren die Dow Jones Industrial Futures knapp 0,2 Prozent höher. Der Index hatte am Vortag dank der Euphorie über das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran zur Beilegung des Krieges ein Rekordhoch erreicht. Die Nasdaq 100 Futures stehen derweil 0,1 Prozent tiefer.

Die Blicke der Anleger richten sich zunehmend auf den am Mittwoch im Handelsverlauf anstehenden Zinsentscheid der US-Notenbank Fed. Bei der ersten Sitzung unter ihrem neuen Vorsitzenden Kevin Warsh werden die Währungshüter nach Einschätzung von Ökonomen am derzeitigen Zinsniveau festhalten. Die Sitzung dürfte allerdings Hinweise liefern, welche Neuerungen der seit dem 22. Mai amtierende Warsh plant. Allerdings geht Analyst Bernd Weidensteiner von der Commerzbank davon aus, dass tiefgreifende Änderungen bei der Geldpolitik kurzfristig kaum durchsetzbar sein dürften.

US-Präsident Donald Trump hatte zuvor versichert, dass er keinen Druck auf den neuen Fed-Chef ausüben will. Dessen Vorgänger Jerome Powell war von Trump mehrfach heftig kritisiert worden, wobei der Präsident immer wieder Zinssenkungen gefordert hatte. Auch jüngst hatte sich Trump für eine Zinssenkung ausgesprochen.

Im Fokus bleibt nach dem Rekord-Börsengang in New York auch am Dienstag Elon Musks Raumfahrt- und KI-Konzern SpaceX . Nachdem die Aktien an den ersten zwei Handelstagen bereits um knapp 43 Prozent im Vergleich zum Ausgabepreis gestiegen sind, zeichnen sich nun noch weitere Kursgewinne von 3,9 Prozent ab. Damit würde SpaceX seinen Börsenwert auf 2,62 Billionen US-Dollar steigern und Amazon als weltweit fünftwertvollstem Unternehmen auf die Pelle rücken. Die Titel des Handels- und Technologieriesen von Jeff Bezos werden vorbörslich 0,5 Prozent höher erwartet, woraus sich ein Börsenwert von 2,66 Billionen Dollar ergibt.

In der Rangliste der reichsten Menschen baut Musk seinen Vorsprung auf Bezos und andere Multi-Milliardäre aus: Das Vermögen des ersten Billionärs der Moderne ist laut Berechnungen der Nachrichtenagentur Bloomberg schon nach den ersten zwei SpaceX-Handelstagen auf knapp 1,3 Billionen Dollar gestiegen.

Die von SpaceX angekündigte Übernahme des Startups und Kooperationspartners Anysphere, das den KI-gestützten Softwarecode-Editor Cursor entwickelt hat, untermauert Elon Musks Ambitionen im Bereich Künstliche Intelligenz. Sein Chatbot Grok, hinter dem die mit SpaceX fusionierte KI-Firma xAI steht, ist bisher deutlich weniger populär als ChatGPT und Claude von OpenAI und Anthropic. Die beiden KI-Platzhirsche haben ebenfalls angekündigt, den Sprung auf das Börsenparkett wagen zu wollen.

Im Gleichschritt mit SpaceX dürften am Dienstag die schon stark gelaufenen Halbleitertitel weiter zulegen. Für die Datenspeicher-Spezialisten Western Digital und Seagate Technology sowie den Chiphersteller Qualcomm zeichnen sich nach dem starken Montag weitere Kursgewinne von bis zu 7,4 Prozent ab.

Die zeitweise Branchenschwäche vor dem SpaceX-Börsengang erweist sich damit zunehmend als kurzlebiges Störfeuer. Dass US-Privatanleger laut Daten von Vanda Research an den ersten zwei SpaceX-Handelstagen ebenso viele Titel des Börsenneulings gekauft haben wie in der vergangenen Woche am gesamten US-Aktienmarkt, entkräftete weiter die Bedenken, dass ein so grosser Börsengang massiv Liquidität aus der Branche abziehen könnte.

Beim Online-Broker Robinhood sorgte der angekündigte Abbau von 10 Prozent der Vollzeitstellen für ein Kursplus von 0,8 Prozent. Damit würden die Aktien den jüngsten Aufwärtstrend fortsetzen.

+++

14:30

Die Aktien von Robinhood steigen im vorbörslichen Handel am Dienstag zeitweise um 2,2 Prozent, nachdem das Fintech-Unternehmen angekündigt hatte, die Zahl seiner Vollzeitmitarbeiter um etwa 10 Prozent zu reduzieren. Mit diesem Schritt will das Unternehmen seine «Leistungskultur beschleunigen, die Produktentwicklung vorantreiben und schlank sowie diszipliniert bleiben», wie es in einer Mitteilung hiess.

In einer Einreichung bei der US-Börsenaufsicht SEC betonte Robinhood, dass diese Massnahme «aus einer Position der geschäftlichen Stärke» erfolge, insbesondere da die durchschnittlichen täglichen Handelsvolumina im Juni für Aktien, Optionen und Prognosemärkte auf Rekordniveau lägen.

Robinhood rechnet mit Barumstrukturierungskosten und damit verbundenen Aufwendungen von etwa 20 Millionen Dollar für Abfindungen und Sozialleistungen sowie mit rund 8 Millionen Dollar für aktienbasierte Vergütungen. Diese Kosten sollen im zweiten Quartal 2026 verbucht werden.

+++

14:00

Die Aktien von Qualcomm steigen in der US-Vorbörse rund 5 Prozent, nachdem CEO Cristiano Amon die Pläne des Unternehmens für die nächste Generation KI-gestützter Verbrauchergeräte vorgestellt hatte. Demnach arbeitet Qualcomm aktuell an über 40 Produktdesigns in verschiedenen Formfaktoren. Dazu gehören intelligente Brillen, KI-fähige Ohrstöpsel mit Kameras, Uhren, Anstecker und sogar vernetzter Schmuck – alles basierend auf KI-«Agenten», die Nutzerabsichten verstehen und kontextbezogene Unterstützung bieten sollen.

Amon hob besonders intelligente Brillen als besonders vielversprechende Chance hervor und deutete an, dass diese Kategorie langfristig ein ähnliches Ausmass wie Smartphones erreichen könnte. Die jährlichen Auslieferungen lägen bereits bei mehreren Zehnmillionen Stück, was die Optimismus der Anleger bezüglich Qualcomms Expansion über das traditionelle Handygeschäft hinaus weiter stärkt.

+++

13:30

Die Aktien von SpaceX steigen am Dienstag vorbörslich um weitere 9 Prozent auf 209,57 Dollar pro Aktie und setzten damit ihren Aufwärtstrend nach dem Börsengang fort. Dieser Anstieg baut auf dem starken Debüt am 12. Juni auf, als die Aktie nach einem Ausgabepreis von 135 Dollar bei 150 Dollar in den Handel ging – ein Zeichen für die hohe Nachfrage von institutionellen und privaten Anlegern. 

Seit dem Börsengang hat sich der Kurs von SpaceX um etwa 55 Prozent gegenüber dem Emissionspreis und rund 39 Prozent gegenüber dem Eröffnungskurs erhöht, was die anhaltend starke Dynamik der Aktie unterstreicht.

Zudem haben die Tochtergesellschaft X67 und das KI-Unternehmen Anysphere eine verbindliche Vereinbarung zum Kauf der KI-Coding-Plattform Cursor unterzeichnet. Der Deal bewertet Cursor mit einem Unternehmenswert von 60 Milliarden Dollar, und der Abschluss der Transaktion ist für das dritte Quartal 2026 geplant.

+++

13:00

Die Futures für die US-Aktienmärkte notieren vor dem Start gemischt: 

Dow Jones Futures: +0,1 Prozent
S&P 500 Futures: +0,00 Prozent
Nasdaq Futures: +0,2 Prozent

Die Schweizer Börse gemessen am Swiss Market Index (SMI) notiert mit 0,3 Prozent im Plus.

+++

11:45

Die Erleichterung über das bevorstehende Abkommen zwischen den USA und dem Iran stützt die Aktienmärkte auch am Dienstag. Der SMI baut seine Gewinne im Handelsverlauf aus, obwohl die defensiven Schwergewichte den Leitindex erneut bremsen. Der Leitindex steigt 0,5 Prozent auf 13'785 Punkten. Der SMIM der mittelgrossen Werte gewinnt 0,4 Prozent auf 3079,1 Punkte und der breite SPI legt um 0,4 Prozent auf 19'454 Zähler zu.

Im SMI überwiegen mit 15 Gewinnern klar die positiven Vorzeichen. Zu den stärksten Titeln zählen der Zykliker ABB (+2,1 Prozent), Lonza (+1,4 Prozent), UBS (+1,1 Prozent) und Partners Group (+0,9 Prozent). Letztere setzen ihre Erholung nach dem kräftigen Ausverkauf Anfang Juni fort und profitieren zusätzlich von Management-Käufen in Millionenhöhe.

Gebremst wird der Leitindex hingegen wie schon am Vortag von den defensiven Schwergewichten. Novartis (-0,2 Prozent) geben leicht nach, während Roche (+0,0 Prozent) kaum vom Fleck kommen. Zu den schwächsten Werten zählt auch Kühne+Nagel (-0,7 Prozent). Händler verweisen darauf, dass eine Wiederöffnung der Strasse von Hormus die zuletzt stark gestiegenen Frachtraten wieder unter Druck setzen dürfte.

Unternehmensnachrichten bleiben ansonsten rar. Cicor (-3,4 Prozent) reagieren negativ auf die Ankündigung eines Effizienzprogramms und den Verkauf eines Werks in Tunesien. Leicht fester notieren die Aevis-Titel (+0,4 Prozent), nachdem die Gesellschaft den Börsengang des Spitalimmobilien-Spezialisten Infracore angekündigt hat.

Gefragt bleiben die Technologiewerte: Nach dem deutlichen Anstieg des Nasdaq setzen VAT, AMS-Osram, Comet und Inficon ihre Aufwärtsbewegung mit einem Plus von jeweils gut 0,8 Prozent fort. Auch Belimo (+3,3 Prozent) und R&S (+2,5 Prozent) knüpfen an ihre jüngsten Kursgewinne an, während Kardex (+2,0 Prozent) nach der Aufnahme auf die Favoritenliste der Helvetischen Bank gesucht sind.

Am breiten Markt sorgen zudem weitere Analystenkommentare für Bewegung. Huber+Suhner (-5,4 Prozent), Siegfried (-4,6 Prozent) und Swiss Marketplace Group (-1,3 Prozent) geben nach Rückstufungen deutlich nach. Klar gesucht sind dagegen Polypeptide (+8,8 Prozent), die von mehreren Kurszielerhöhungen profitieren.

Weiterhin ohne Abschluss bleiben die Titel von Matador, die theoretisch bereits seit Montag an der SIX gehandelt werden könnten.

+++

10:58

Der Swiss Performance Index (SPI) notiert am Vormittag um 0,5 Prozent im Plus bei 19'461 Zählern. Die Sektoren Industrie (+1,3 Prozent), Finanzwerte (+0,8 Prozent) und zyklischer Konsum (+0,4 Prozent) liegen vorn. Technologie (-0,2 Prozent), Immobilienwerte (-0,1 Prozent) und Gesundheit (-0,01 Prozent) gehören zu den Schlusslichtern. 

Von den 200 Unternehmen, sind 85 im Gewinn, 86 im Verlust und 30 unverändert.

Zur Heatmap der Schweizer Aktien geht’s hier lang.

+++

09:54

Der Leitindex SMI notiert im frühen Handel nahezu unverändert mit 0,02 Prozent im Minus bei 13'715 Zählern. Der SMIM der mittelgrossen Werte gewinnt 0,1 Prozent auf 3069,9 Punkte und der breite SPI verliert 0,1 Prozent auf 19'361 Punkte.

Im SMI sind die Gewinner (9) knapp in der Unterzahl. Wie schon am Vortag erweisen sich die defensiven Schwergewichte Novartis (-0,6 Prozent), Roche (-0,7 Prozent) und Nestlé (-0,1 Prozent) als Bremse. Zu den stärksten Titeln zählen ABB (+1,4 Prozent), UBS (+0,9 Prozent) sowie Partners Group (+0,9 Prozent). Letztere setzen nach den Managementkäufen vom Vortag ihre Aufwärtsbewegung fort.

Unternehmensnachrichten sind derweil rar. Nur leicht im Plus sind Cicor (+0,7 Prozent), nachdem das Unternehmen ein Effizienzprogramm angekündigt und den Verkauf eines Werks in Tunesien beschlossen hat.

Im Blick bleiben die Technologiewerte, nachdem der Nasdaq am Montag rund 3 Prozent zugelegt hatte und die anhaltende KI-Euphorie den Sektor weiter stützte. Bei den hiesigen Werten legen AMS-Osram (+1,6 Prozent) dabei am deutlichsten zu.

Am breiten Markt sorgen Analystenkommentare für Bewegung. Stark unter Druck sind Siegfried (-5,4 Prozent) nach einer Ratingsenkung durch die UBS, und auch die SMG Group (-5,9 Prozent) kommen nach einer tieferen Einstufung durch JPMorgan unter die Räder. Dagegen legen PolyPeptide (+6,2 Prozent) nach mehreren Kurszielerhöhungen deutlich zu.

+++

09:35

Nach dem freundlichen Wochenstart animiert das erzielte USA-Iran-Abkommen zur Beendigung des Krieges nur ‌noch ⁠wenige Dax-Anleger zu Aktienkäufen. Der deutsche Leitindex legte ⁠zur Eröffnung am Dienstag um 0,2 Prozent auf 24'943 Punkte ‌zu, nachdem er am Wochenanfang um gut ‌ein Prozent gestiegen ​war. «Der Dax hat auf die Absichtserklärung zur Beendigung des Irankriegs im Vergleich zu anderen Indizes nur mit angezogener Handbremse reagiert», konstatierte Jochen Stanzl, Analyst der Consorsbank. «SpaceX ‌und KI binden Liquidität, die für den Dax und andere Märkte schlichtweg fehlt.»

Bei den Einzelwerten legte die Commerzbank ​in den ersten Handelsminuten rund ein ​Prozent zu, nachdem die Bundesregierung den ​Übernahmeplänen der italienischen Grossbank UniCredit für die Commerzbank eine deutliche ‌Absage erteilt hat. Die Annahmefrist für das Übernahmeangebot läuft am Dienstag ab. Dagegen rutschten die Titel von ​Siltronic in ​der Spitze um rund ⁠sechs Prozent ab. Der Münchner Chip-Zulieferer ​hatte den rasanten ⁠Kursanstieg seiner Aktie für eine Kapitalerhöhung über mehr ‌als eine Viertelmilliarde Euro genutzt und nach eigenen Angaben am Montagabend drei Millionen neue ‌Aktien bei grossen institutionellen Investoren untergebracht.

Der SMI rutscht derweil ins Minus und notiert rund 0,1 im Verlust bei 13'709 Zählern. Von den 20 Bluechip-Werten liegen noch neun im Gewinn.

+++

09:08

Die Schweizer Börse startet am Dienstag mit geringsten Kursavancen. Kurz nach Handelsbeginn notiert der SMI 0,1 Prozent höher bei 13'737 Punkten. Der Schweizer Leitindex hatte am Vortag im Tagesverlauf die anfänglichen Gewinne abgegeben und gebremst von den defensiven Schwergewichten nur ganz knapp im Plus geschlossen.

Im Fokus bleibt die Umsetzung des vorläufigen Abkommens zwischen den USA und dem Iran. Dieses sorgt zwar für eine gewisse Erleichterung an den Finanzmärkten, doch Zweifel an einer raschen und nachhaltigen Umsetzung dämpfen die Risikobereitschaft der Anleger.

Parallel dazu richtet sich der Fokus der Investoren zunehmend auf die Geldpolitik. Mit Spannung erwartet wird der Zinsentscheid der US-Notenbank Fed am Mittwochabend, von dem sich die Märkte Hinweise auf den weiteren Zinspfad und die Konjunkturaussichten erhoffen. «Die Geldpolitik könnte die geopolitischen Themen schon bald wieder als wichtigsten Taktgeber an den Börsen ablösen», sagt ein Marktbeobachter. In der Schweiz folgt am Donnerstag die geldpolitische Lagebeurteilung der Schweizerischen Nationalbank (SNB).

An der Tabellenspitze der Blue Chips liegen Partners Group (+1,2 Prozent) und ABB (+0,9 Prozent). Auf der Gegenseite geben Amrize (-0,5 Prozent) am deutlichsten nach. Die SMI-Schwergewichte liegen allesamt im Minus: Roche (-0,3 Prozent), Novartis (-0,2 Prozent) und Nestlé (-0,1 Prozent). Von den 20 Titeln sind die Gewinner mit 15 jedoch klar in der Überzahl.

Unternehmensnachrichten sind derweil dünn gesät. Im Blick bleiben die Technologiewerte, nachdem der Nasdaq am Montag rund 3 Prozent zugelegt hatte und die anhaltende KI-Euphorie den Sektor weiter stützte. Die hiesigen Werte wie VAT (+0,8 Prozent) oder AMS-Osram (+0,5 Prozent) bauen die Vortagsgewinne weiter aus.

Am breiten Markt dürften Huber+Suhner (vorbörslich -3,6 Prozent) nach einer Rückstufung durch Berenberg am deutlichsten nachgeben. Auch Siegfried (vorbörslich -3,5 Prozent) dürften nach einer Herabstufung der UBS unter Druck geraten.

+++

08:25

Neue Ratings und Kursziele für Schweizer Aktien:

Arbonia: UBS senkt auf 4,10 (4,70) Fr. – Neutral

Belimo: Barclays erhöht auf 1120 (1000) Fr. – Overweight

Huber+Suhner: Berenberg senkt auf Hold (Buy) - Ziel 250 (200) Fr.

Kardex: Vontobel senkt auf 305 (330) Fr. - Buy

Polypeptide: Barclays erhöht auf 40 (33) Fr. – Overweight

Polypeptide: Berenberg erhöht auf 38 (35) Fr. – Buy

Sandoz: UBS erhöht auf 70 (47) Fr. – Neutral

Siegfried: UBS senkt auf Neutral (Buy) - Ziel 80 (120) Fr.

SMG: JPMorgan senkt auf Neutral (Overweight) - Ziel 28 (36) Fr.

+++

08:05

Der Schweizer Aktienmarkt (SMI) wird im vorbörslichen Handel bei Julius Bär nahezu unverändert mit 0,02 Prozent höher auf 13'720 Punkten indiziert. 8 der 20 SMI-Titel legen zu. Vorbörslich steigen die Titel von Novartis (+0,7 Prozent), Swiss Re (+0,7 Prozent) und Partners Group (+0,6 Prozent). Zurich (-0,6 Prozent), Armize (-0,4 Prozent) und Logitech (-0,4 Prozent) verzeichnen die grössten Verluste im Index.

Der breite Markt steigt ebenfalls vorbörslich – rund 0,1 Prozent. Die höchsten Bewegungen werden bei den Aktien von ams Osram (+7,1 Prozent), Huber+Suhner (-3,6 Prozent), Siegfried (-3,1 Prozent) und SIG (-1 Prozent) prognostiziert. Bei Huber+Suhner und Siegfried sind Herabstufungen für das vorbörsliche Minus verantwortlich.

+++

07:35

Die Goldpreise stiegen am Dienstag leicht an und setzten damit ihren Aufwärtstrend zum vierten Mal in Folge fort. Die vorläufige Friedensvereinbarung zwischen den USA und dem Iran milderte die Sorgen vor Zinserhöhungen.

Spot-Gold notierte 0,4 Prozent höher bei 4322,99 Dollar pro Unze, nachdem das Edelmetall am Montag um bis zu 3,6 Prozent auf den höchsten Stand seit dem 5. Juni gestiegen war. Die US-Gold-Futures für August sanken dagegen um 0,2 Prozent auf 4343,50 Dollar.

«Die Goldpreise steigen seit spätem Donnerstag aufgrund der Iran-Nachrichten kontinuierlich an. Ich glaube, dieser Euphorie-Aufschwung könnte noch einige Tage anhalten und in der Unterzeichnungszeremonie am Freitag gipfeln», sagte Edward Meir, Analyst bei Marex.

Anleger richteten ihren Blick auch auf die Sitzung der US-Notenbank Fed am Mittwoch, die erste unter dem neuen Vorsitzenden Kevin Warsh. Es wird allgemein erwartet, dass die Zinsen unverändert bleiben. «Die Märkte rechnen dieses Jahr mit keinen Zinssenkungen. Falls Warsh andeutet, dass später in diesem Jahr zumindest eine Senkung möglich sein könnte, sollte der Dollar weiter fallen, und wir könnten einen weiteren Anstieg bei Gold sehen», so Meir. «Falls er sich jedoch hawkisher zu den Zinsen äussert, könnte Gold unter Druck geraten.»

+++

07:10

Der europäische Stoxx 600 wird vorbörslich niedriger gesehen. Die Futures-Kontrakte notieren um 0,1 Prozent im Minus. Der deutsche Dax dürfte gemäss Berechnungen von Banken und Brokerhäusern ebenfalls fallen (-0,1 Prozent).

Der Swiss Market Index (SMI) notiert vorbörslich bei der IG Bank derweil um 0,24 Prozent höher bei 13'701 Punkten.

+++

06:20

Der Swiss Market Index (SMI) steht vorbörslich bei der IG Bank 0,12 Prozent höher bei 13'685 Punkten.

Die US-Vorzeichen für den hiesigen Börsenstart sind gemischt: Während der Dow Jones Industrial nach Europa-Schluss etwas zurückkam, legte der Nasdaq etwas zu. Insgesamt beflügelte das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran zur Beilegung des Krieges allerdings die US-Börsen am Montag.

Die konjunktursensiblen Technologiewerte zogen unter dem Strich stark an, und der Leitindex Dow Jones erreichte im Handelsverlauf ein Rekordhoch. Damit könnten auch Schweizer Techwerte am Dienstag weiter anziehen.

Die Anleger reagierten zum Wochenauftakt zudem erleichtert auf den deutlich gesunkenen Ölpreis. Denn dadurch verkleinerten sich vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank am Mittwoch - mit dem neuen Fed-Chef Kevin Warsh - die Inflationssorgen. Die hiesige Unternehmensagenda ist derweil so gut wie leer. Einzig der Hörgerätehersteller Sonova lädt zur Generalversammlung ein.

+++

05:35

Die asiatischen Aktienmärkte haben am Dienstag infolge des Friedensabkommens zwischen den USA und dem Iran eine Atempause eingelegt. Anleger richteten ihren Fokus nun auf die anstehenden Zinsentscheidungen der Notenbanken. Der breit gefasste MSCI-Index für asiatisch-pazifische Aktien ausserhalb Japans notierte ‌nach ⁠anfänglichen Gewinnen unverändert. In Japan gab der Leitindex Nikkei um 0,2 Prozent auf 69.167,78 Punkte nach und entfernte sich damit von ⁠seinem am Montag erreichten Rekordhoch. Der breiter gefasste Topix fiel um 0,4 Prozent auf 3.982,45 Zähler. Auch die Börse in Hongkong verzeichnete Verluste.

In Tokio warteten die Investoren ‌gespannt auf die Bank of Japan (BOJ), die ihren Leitzins voraussichtlich auf ein 31-Jahres-Hoch von einem ‌Prozent anheben wird. Zuvor hatte das Friedensabkommen zwischen Washington und ​Teheran für Erleichterung gesorgt und die Kurse getrieben. «Anstatt dass es irgendwelche schlechten Nachrichten gäbe, sieht dies wie ein Rücksetzer nach dem sehr steilen Anstieg des Nikkei in den vergangenen beiden Sitzungen aus», sagte Nomura-Strategin Maki Sawada. Bei den Einzelwerten zählten Hersteller von Chip-Testmaschinen wie Advantest mit einem Plus von 2,1 Prozent zu den Gewinnern. Auch Betreiber von Rechenzentren wie Fujikura und Furukawa Electric legten um jeweils rund ‌5,8 Prozent zu. Dagegen verloren der Chipanlagenbauer Tokyo Electron 1,8 Prozent und der KI-Investor SoftBank 1,5 Prozent.

In China drückten schwache Konjunkturdaten die Stimmung. Während die Industrieproduktion im Mai mit einem Plus von 4,5 Prozent die Erwartungen übertraf, schrumpften die Einzelhandelsumsätze überraschend um 0,6 Prozent. Gleichzeitig bewerteten ​Experten die geopolitische Lage nach der ersten Euphorie über den US-Iran-Deal nüchterner. «Obwohl es ein wichtiger diplomatischer Durchbruch ​ist, der eine Hauptquelle der Marktvolatilität beseitigen dürfte, wird die Dauerhaftigkeit des Abkommens ​in Zukunft wahrscheinlich auf die Probe gestellt», erklärten die Analysten von Westpac. Viele Streitpunkte wie das iranische Atomprogramm müssten in künftigen Verhandlungen erst noch geklärt werden.

+++

04:16

Im asiatischen ‌Devisenhandel verlor der Dollar 0,1 Prozent auf 160,12 Yen und legte leicht auf 6,7603 Yuan zu. Zur Schweizer Währung rückte er etwas auf 0,7946 Franken vor. Der Dollar-Index, der die US-Devise gegen einen Korb von sechs Währungen misst, notierte stabil bei 99,69 Punkten. Parallel ​dazu blieb ​der Euro fast unverändert bei 1,1587 Dollar und zog leicht auf ⁠0,9209 Franken an.

+++

03:12

Am Rohstoffmarkt spiegelten die Ölpreise die abklingende Euphorie über das ​Nahost-Abkommen wider, da die Wiederherstellung des ⁠Vertrauens in die Schifffahrt durch die Strasse von Hormus laut Reedereien Wochen dauern könnte. Die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee stagnierte bei ‌83,22 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte dagegen 0,2 Prozent fester bei 80,89 Dollar.

+++

02:30

Das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran zur Beilegung des Krieges hat die US-Börsen am Montag beflügelt. Die konjunktursensiblen Technologiewerte zogen stark an, und der Leitindex Dow Jones Industrial erreichte ein Rekordhoch. Anleger reagierten erleichtert auf den deutlich gesunkenen Ölpreis, denn dadurch wurden vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank am Mittwoch unter dem neuen Vorsitzenden Kevin Warsh Inflationssorgen gelindert.

Der Dow legte am Ende um 0,92 Prozent auf 51.671,03 Punkte zu. Der marktbreite S&P 500 gewann 1,65 Prozent auf 7.554,29 Punkte, und der technologielastige Nasdaq 100 stieg um 3,06 Prozent auf 30.543,92 Punkte.

Nach wochenlangen Verhandlungen haben sich die USA und der Iran auf ein Abkommen verständigt, doch über dessen Inhalt ist noch nicht viel bekannt. Eine wesentliche Streitfrage war bis zuletzt die Öffnung der Strasse von Hormus.

Hier soll der Iran eingelenkt und nach der Unterzeichnung eine Öffnung der Meerenge versprochen haben. Im Gegenzug dafür ordnete US-Präsident Donald Trump nach eigenen Angaben an, die US-Seeblockade iranischer Häfen umgehend aufzuheben. Damit wurde eine der Hauptforderungen der Iraner erfüllt, während die USA auf die Öffnung der Strasse von Hormus warten müssen. Ausserdem droht möglicherweise ein Gebühren-Modell für die Durchfahrt der Meerenge.

Viele Stimmen bewerteten den Deal als Zwischenschritt in einem diplomatischen Prozess mit noch vielen Hürden - vor allem angesichts des tiefen Misstrauens auf beiden Seiten. Als ein Stolperstein gilt die Entwicklung im Libanon. Die israelische Armee wird sich laut Verteidigungsminister Israel Katz vorerst nicht aus den besetzten Gebieten im Südlibanon zurückziehen.

«Die Risikobereitschaft ist zurück, fraglich ist aber, ob die Meerenge vollständig wieder öffnet», so Christopher Dembik, Senior Investment Manager bei Pictet Asset Management. Trump habe keine gute Erfolgsbilanz bei dauerhaften Abkommen im Nahen Osten, daher bestehe das Risiko, dass die Spannungen im Sommer wieder steigen.

Zu Wochenbeginn jedoch überwog der Optimismus der Anleger spürbar. Der Preisrutsch beim Rohöl trieb die Aktien von Fluggesellschaften an, die von der Aussicht auf nachgebende Kerosinpreise profitierten. Damit stiegen die Papiere von American Airlines um 3,2 Prozent und die von Delta Air Lines um 1,2 Prozent. An der Dow-Spitze zogen die Anteilsscheine des Flugzeugbauers Boeing um 4,5 Prozent an.

Die Aktien von Ölkonzernen hingegen litten unter dem stark gefallenen Ölpreis. So büssten Chevron am Dow-Ende 3,6 Prozent ein. Für Exxon Mobil ging es noch etwas stärker nach unten.

Stark gefragt wiederum waren in dem freundlichen Umfeld die Technologiewerte, die damit weiterhin von der Hoffnung auf gute Geschäfte mit Anwendungen rund um Künstliche Intelligenz (KI) profitierten. Unter den besten Werten im Nasdaq 100 sprangen Aktien des Halbleiterherstellers Micron Technology um fast 11 Prozent in die Höhe. Titel des Herstellers von Datenspeichern Western Digital zogen an der Index-Spitze um gut 16 Prozent an.

Nach dem fulminanten Börsendebüt Ende letzter Woche schnellten die Aktien des Weltraum- und KI-Konzerns SpaceX um fast ein Fünftel auf 192,50 US-Dollar nach oben und übertrafen damit den Höchststrand vom Freitag. Sie waren am ersten Handelstag mit einem Plus von 19 Prozent bei rund 161 Dollar aus dem Handel gegangen.

(cash/AWP/Bloomberg/Reuters)

Luca_Niederkofler
Luca NiederkoflerMehr erfahren