13:30

Die Futures auf dem Dow Jones fallen 0,25 Prozent, diejenigen auf dem Nasdaq 0,1 Prozent.

Der SMI schränkt die Verluste ein und notiert noch 0,64 Prozent tiefer. UBS und Partners Group fallen je 2,5 Prozent. DocMorris steigen über 3 Prozent.

+++

13:00

Nach dem jüngsten Vier-Jahres-Hoch geben die Gaspreise in Europa leicht ‌nach. ⁠Der europäische Erdgas-Future verbilligt sich um 1,5 ⁠Prozent auf 80,80 Euro je Megawattstunde. Händler verwiesen ‌auf höhere Gaslieferungen aus Norwegen ‌sowie eine stärkere ​Stromerzeugung aus Wind und Sonne. Die Versorgungslage bleibe jedoch angespannt. «Sorgen wegen der Lage im Nahen Osten und die weltweit knappe Verfügbarkeit von ‌Flüssigerdgas zu Zeiten, in denen der Speicherausbau hinterherhinkt, stützen weiterhin die Preise», schrieben die ​Analysten von Mind Energy in ​einer Notiz.

Die Gasspeicher in ​der EU sind nach Daten von Gas Infrastructure ‌Europe zu 68,2 Prozent gefüllt. Das sind 16,2 Prozentpunkte weniger als im Fünf-Jahres-Schnitt. ​Der ​Effekt eines 24-stündigen Streiks ⁠an einem französischen LNG-Terminal dürfte ​teilweise von Terminals ⁠in den Niederlanden und Belgien aufgefangen ‌werden, sagte LSEG-Analyst Dzmitry Dauhalevich.

+++

12:00

Pessimistische Äusserungen vom Chef der Bank of America (BofA) schicken den Bankensektor auf Talfahrt. Die Aktien der Deutschen Bank brechen in der Spitze ‌gut ⁠vier Prozent ein. Auch ⁠die Titel der Deutsche-Bank-Tochter DWS geben bis zu rund fünf Prozent nach. Die Aktien der ‌UBS rutschen in der Spitze ​5,8 Prozent ab und sind damit Schlusslicht im Schweizer Blue-Chip-Index. Ein Händler sowie Analysten verwiesen auf Aussagen von BofA-Chef Brian Moynihan am Vortag.

«Die Aussagen des CEO der Bank of America, Moynihan, fegt derzeit wie ein Sturm durch die internationale Bankenszene ‌und zeigen die Grenzen des Wachstums in der Bankenbranche auf», kommentierte Andreas Lipkow, Analyst beim Broker CMC Markets. «Die Wachstumsaussichten scheinen für die Investmentbanken und Vermögensverwalter zunehmend abzunehmen.»

Die ​Bank of America rechnet nach den Worten ihres Chefs im ​dritten Quartal mit einem Rückgang ihrer Investmentbanking-Gebühren um ​mindestens zehn Prozent. Zugleich dürften die Umsätze im Bereich Sales und Trading unverändert bleiben. «Was wir beobachten, ist, ‌dass der Markt im Investmentbanking insgesamt um etwa zehn Prozent zurückgegangen ist», sagte Moynihan am Montag auf der globalen Finanzdienstleistungskonferenz von Barclays.

+++

11:45

Der SMI verliert 1,22 Prozent auf 13'708,71 Punkte. Das Tagestief liegt rund 30 Punkte darunter und entspricht dem tiefsten Stand seit Mitte Juni. Der breite SPI fällt um 1,17 Prozent auf 19'310,24 Zähler.

Belastend wirken die erneute Eskalation im Nahen Osten, weiter steigende Ölpreise sowie die anziehenden Anleiherenditen. Damit sind die Vortagesgewinne bereits wieder aufgezehrt. Zusätzlich sorgt der am Mittwoch erwartete Zinsentscheid der US-Notenbank für Zurückhaltung.

Neue Spannungen im Nahen Osten treiben den Ölpreis weiter nach oben. Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent verteuert sich in Richtung 108 US-Dollar. «Der Ölpreis ist derzeit der unmittelbarste Belastungsfaktor für die Märkte», sagt ein Marktbeobachter. Damit rücke auch der Fed-Entscheid noch stärker in den Fokus. Am Markt wird überwiegend mit einer Zinserhöhung um 25 Basispunkte gerechnet.

Auch von den Anleihemärkten kommt Gegenwind. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen stieg bis auf 5,041 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit 2007. Für die Aktienmärkte sei es derzeit schwer, sich zu behaupten, sagt ein Marktanalyst. «Steigende Energiepreise und steigende Zinsen bilden einen Teufelskreis, der die Perspektiven für Aktien gleich auf mehreren Ebenen belastet.»

Auch die übrigen europäischen Börsen stehen am Dienstag unter Druck. In den USA deuten die Futures ebenfalls auf eine schwächere Eröffnung hin.

Bei den Blue Chips führen UBS (-4,2 Prozent) die Verliererliste an. Marktbeobachter verweisen auf Regulierungssorgen im Vorfeld anstehender politischer Diskussionen sowie auf eine allgemeine Schwäche des Finanzsektors. Partners Group (-3,6 Prozent) sinken auf ein Mehrjahrestief, auch Julius Bär (-2,9 Prozent) und Swissquote (-2,5 Prozent) geben überdurchschnittlich nach.

Deutlich tiefer notieren auch die Schwergewichte Nestlé (-1,6 Prozent), Novartis (-0,5 Prozent) und Roche (-1,2 Prozent). Anders als noch am Vortag können sie dem Leitindex damit keine Stütze geben.

Knapp im Plus halten sich die defensiven Swisscom (+0,3 Prozent) sowie Zurich (+0,2 Prozent) und Swiss Re (+0,4 Prozent). Die beiden Versicherer dürften von Umschichtungen innerhalb des Finanzsektors profitieren. Zudem hatte der französische Versicherer AXA zuletzt weiteres nachhaltiges Gewinnwachstum für die Branche in Aussicht gestellt und damit signalisiert, dass der Gewinnhöhepunkt noch nicht erreicht sein dürfte.

Im breiten Markt geben Medacta (-4,0 Prozent) nach der Aufnahme der Abdeckung durch die Deutsche Bank mit der Einstufung «Hold» nach. In der Studie wird darauf verwiesen, dass die sehr hohen Wachstumsraten der vergangenen Jahre auf Dauer kaum zu halten seien.

Ebenfalls deutlich im Minus liegen SMG (-5,1 Prozent) nach Verschiebungen im Aktionariat. Die Mobiliar hat ihre Beteiligung deutlich reduziert, während die TX Group (+0,1 Prozent) ihren Anteil im Zuge der Transaktion erhöht hat.

Obenaus schwingen dagegen die Titel des Biopharma-Unternehmens Bioversys (+5,2 Prozent) nach einer Kurszielerhöhung durch Citigroup. Ebenfalls klar im Plus sind die Aktien des Börsenneulings Centiel (+3,2 Prozent). Das Unternehmen will mit dem Kauf einer Produktionsanlage in Muzzano seine Kapazitäten für das erwartete starke Wachstum ausweiten.

Bei den Technologie- und Halbleiterwerten bleibt eine Erholung vorerst aus. Die Titel waren bereits zum Wochenauftakt weltweit unter Druck geraten. Eine langsamere Entwicklung neuer KI-Spitzenmodelle könnte die Investitionen in Rechenzentren, Chips und Infrastruktur bremsen, schreibt Swissquote. Entsprechend geben auch die Halbleiterwerte nach. Huber+Suhner und Belimo, die vom Ausbau der Datenzentren profitieren, liegen ebenfalls leicht im Minus und können die deutlichen Verluste vom Montag vorerst nicht wettmachen.

+++

10:45

Der SMI steht mittlerweile 1,3 Prozent tiefer. Die beiden Finanzwerte UBS und Partners Group verlieren je 4 Prozent.

+++

09:15

Der SMI startet 0,55 Prozent tiefer. Vorbörslich stand der Index noch leicht im Plus.

Belastend wirken die erneute Eskalation im Nahen Osten, steigende Ölpreise sowie die jüngsten Sorgen rund um den KI-Sektor. Zugleich dürften sich viele Anleger vor dem Zinsentscheid der US-Notenbank am Mittwoch zurückhalten.

Für Nervosität sorgen neue Spannungen rund um die Strasse von Hormus. Die iranischen Revolutionsgarden meldeten, ein Öltanker sei auf eine Seemine gefahren und in Flammen aufgegangen. Das US-Militär widersprach dieser Darstellung. Zugleich verschärfen neue Angriffe auf Saudi-Arabien und die Schliessung der wichtigen Ost-West-Pipeline die Sorgen um die Energieversorgung. Der Preis für die Nordsee-Sorte Brent stieg auf mehr als 107 US-Dollar je Fass.

Auch von den Anleihemärkten kommt Gegenwind. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen stieg bis auf 5,025 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit 2007. Dies erhöhe insbesondere den Druck auf hoch bewertete Wachstumswerte und Unternehmen mit hohem Finanzierungsbedarf, heisst es in einem Marktkommentar.

Im Fokus bleibt zudem der Zinsentscheid der US-Notenbank am Mittwoch. Am Markt wird überwiegend mit einer Anhebung um 25 Basispunkte gerechnet. Der derzeitige Inflationsdruck werde allerdings vor allem von höheren Energie-, Fracht- und Raffineriekosten getrieben, merkt ein Marktbeobachter an. Diese liessen sich mit höheren Leitzinsen nur begrenzt dämpfen.

Die zwei Index-Schwergewichte Roche (-0,7 Prozent) und Nestlé (-0,8 Prozent) belasten den SMI am Dienstag. Novartis ist kaum verändert. Die drei Aktien verzeichneten am Montag noch deutliche Gewinne.

Deutliche Einbussen verzeichnen die Aktie von Partners Group (-1,9 Prozent) und vor allem die der UBS (-4 Prozent). Die Bank of America warnte am Montag vor stagnierenden Handelserträgen im laufenden Quartal. 

Bei SMG (-8 Prozent) kommt es zu Verschiebungen im Aktionariat. Die Mobiliar hat ihre Beteiligung deutlich reduziert, während die TX Group ihren Anteil im Zuge der Transaktion erhöht hat.

Centiel dagegen legen 7 Prozent zu. Der Stromversorger macht mit dem Ausbau vorwärts und übernimmt eine Produktionsanlage im Tessin.

+++

08:10

Der SMI löst sich von den negativen Vorgaben bei der IG Bank und wird bei Julius Bär vorbörslich nun 0,1 Prozent höher gestellt. Alle 20 Index-Aktie notieren leicht im Plus.

Am breiten Markt stehen die Halbleiter-Werte vor einer Erholung. So notiert die Aktie von AMS Osram, die am Montag 11 Prozent verlor, vorbörslich 2 Prozent höher. 

Im Fokus steht die Aktie von SMG. Die Mobiliar hat ihre Beteiligung an an der Online-Inserate-Plattform auf 11,8 Prozent von zuvor 11,8 Prozent gesenkt. Einen Teil der Aktien kaufte die TX Group. Sie erhöhte ihren Anteil an SMG auf 34,9 von zuvor 31,4 Prozent. Für SMG gibt es keine vorbörslichen Kurse.

+++

06:20

Der SMI wird bei der IG Bank vor dem Start 0,26 Prozent tiefer gestellt. Am Montag hatte er 0,75 Prozent gewonnen.

+++

06:00

Spannungen im Nahen Osten und ein steigender Ölpreis haben die asiatischen Börsen am Dienstag belastet. Ein neuer Angriff der ‌vom ⁠Iran unterstützten Huthi-Rebellen im Jemen auf Saudi-Arabien schürte Sorgen vor Lieferengpässen bei ⁠Rohöl.

Zudem hielten sich Anleger vor den mit Spannung erwarteten Zinsentscheidungen in den USA ‌und Japan zurück. Auch die Debatte über eine langsamere ‌Entwicklung von Künstlicher Intelligenz (KI) sorgte für ​Verunsicherung.

Der breit gefasste MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans gab leicht nach. Die Börse in Tokio legte hingegen 0,9 Prozent zu, während die Börse in Shanghai leicht gewann. «Die Märkte dürften sich weiterhin auf das Risiko konzentrieren, ‌dass höhere Rohölpreise den Inflationsdruck erhöhen und wiederum die Zinsen in die Höhe treiben könnten», sagte Analyst Yokoo Akihiko von der Mitsubishi UFJ Bank.

+++

05:30

Am asiatischen ​Devisenhandel gewann der Dollar 0,3 Prozent auf 154,87 Yen ​und legte leicht auf 6,7097 Yuan zu. Zur ​Schweizer Währung notierte er 0,15 Prozent höher bei 0,8190 Franken. Parallel dazu blieb ‌der Euro fast unverändert bei 1,1536 Dollar und zog leicht auf 0,9437 Franken an.

+++

05:00

Am Rohstoffmarkt verteuerte sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 1,6 Prozent ​auf ​107,40 Dollar je Barrel (159 Liter). Das ⁠US-Öl WTI notierte 1,7 Prozent fester bei ​103,15 Dollar. Der Goldpreis ⁠gab hingegen leicht auf 4.291,59 Dollar je Feinunze nach.

+++

01:00

Eine moderate Entspannung bei den Ölpreisen hat den US-Börsen am Montag etwas geholfen. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 verlor letztlich noch 0,82 Prozent auf 29'127,16 Punkte. Ihn belastete weiter die Sicherheitsdebatte über Künstliche Intelligenz (KI), welche vor allem die Halbleitertitel nach unten zog.

Der marktbreite S&P 500 dämmte mit 7'619,98 Punkten sein Minus auf 0,48 Prozent ein. Für den Leitindex Dow Jones Industrial ging es nach zeitweisen Gewinnen um 0,29 Prozent auf 52'421,20 Punkte nach unten.

Skeptisch zum Thema KI äusserten sich prominente Branchenvertreter. Nach dem Schock eigenständiger KI-Hacking-Attacken sei er besorgt, dass ein KI-Schwarm in sechs bis zwölf Monaten in der Lage sein könnte, das gesamte Internet zu übernehmen und potenziell Hunderte Milliarden US-Dollar Schaden zu verursachen, fürchtet etwa Dario Amodei, Chef des KI-Unternehmens Anthropic. Er rief die Branche dazu auf, die Entwicklung ihrer leistungsfähigsten Modelle zu verlangsamen.

Aufkommende Forderungen nach einer Regulierung der KI-Technologie hatten sich bereits in Asien negativ auf die Kurse ausgewirkt. Der technologielastige südkoreanische Kospi war abgesackt. Auch in Europa machten die Anleger eher einen Bogen um Technologietitel .

Am US-Aktienmarkt blieben die Halbleiterhersteller und -zulieferer am stärksten unter Druck. So verloren ARM Holdings, Marvell Technology und Applied Materials zwischen 7,1 und 9,7 Prozent. Beim KI-Chip-Riesen Nvidia betrug der Kursrückgang 3,4 Prozent.

Experte Timothy Arcuri von der Bank UBS sprach von einem «neuen, erheblichen Risikofaktor», der in der Chipbranche die Aussichten trübe. Er glaubt zwar nicht an das Argument, dass es zu einer massiven, fundamentalen Verlangsamung der Bewegung kommen wird. Führende KI-Labore hätten schliesslich erst kürzlich weitreichende neue Infrastruktur-Investitionen auf den Weg gebracht. Um die Erwartungen zu erfüllen, müsse man aber «von einem ausgesprochen positiven Szenario für den Infrastrukturausbau ausgehen».

Von den Sorgen wegen des Tempos der KI-Entwicklungen profitierten hingegen die Anteilsscheine von Unternehmen im Bereich der Cybersicherheit. Die Aktien von Crowdstrike , Palo Alto und Okta gewannen zwischen 12 und 14 Prozent.

(cash/Reuters/Bloomberg/AWP)

Daniel Hügli
Daniel HügliMehr erfahren