09:39

Die Aktien von Avolta notieren nach der Vorlage der Jahreszahlen am Mittwoch im frühen Handel klar höher. Analysten beurteilen die Resultate als solide bis gut. Zudem bestätigte der auf Flughafen-Shops spezialisierte Konzern trotz Iran-Krieg seine Ziele bis 2027 und kündigte ein Aktienrückkaufprogramm an.

Um 9.30 Uhr notiert die Aktie 2,5 Prozent höher bei 47,00 Franken, während der Gesamtmarkt (SPI) 1,0 Prozent im Minus steht. Vor Ausbruch des Iran-Kriegs wurde die Aktie allerdings noch zu Kursen um 52 Franken gehandelt.

Am Markt wird vor allem die solide operative Entwicklung hervorgehoben. Der Konzern habe trotz eines anspruchsvollen Umfelds ein organisches Wachstum von 5,5 Prozent erreicht und die operative Marge weiter gesteigert. Auch die starke Cash-Generierung und die weiterhin sinkende Verschuldung werden von Analysten positiv bewertet. Hinzu kommt eine aktionärsfreundliche Kapitalpolitik mit erhöhter Dividende und einem neuen Aktienrückkaufprogramm über bis zu 225 Millionen Franken.

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09:25

Nach einem Rückgang ‌der Ölpreise ⁠haben die asiatischen Aktienmärkte erneut zugelegt.

In Tokio stieg der Nikkei-Index am Mittwoch ⁠um 1,4 Prozent auf 55'025 Punkte und machte nach dem Kursrutsch zum Wochenstart damit weiter Boden gut. Auch ‌in China legten die Kurse leicht zu. Die Börse ‌Shanghai und der Blue-Chip-Index CSI300 gewannen jeweils ​rund ein halbes Prozent. «Der Iran-Konflikt scheint sich zu entspannen, und risikoreiche Anlagen haben sich durchweg weiter erholt», konstatierten Analysten von Huatai Futures. «Chinesische Aktienindizes profitieren von diesem Trend.» Für Entspannung sorgte ein Rückgang der Ölpreise, nachdem das Wall Street Journal berichtet hatte, dass die ‌Internationale Energieagentur die grösste Freigabe von Ölreserven in ihrer Geschichte erwäge.

Dennoch blieben Investoren nervös. «Mehrere wichtige Fragen überschatten die Entwicklung des Ölmarktes. Die wichtigste davon ist der Zeitpunkt der sicheren ​Durchfahrt von Schiffen durch die Strasse von Hormuz, einem kritischen Engpass für ​die globale Ölversorgung», sagte Kerstin Hottner, Rohstoff-Expertin bei ​Vontobel.

Gefragt waren an den chinesischen Börsen vor allem Titel aus dem Bereich der neuen Energien. Der ‌CSI New Energy Index stieg um gut drei Prozent. Händler wetteten darauf, dass die geopolitischen Spannungen und die dadurch steigenden Energiepreise den Sektor beflügeln werden. Die Aktien des Batterieherstellers ​CATL setzten ​ihre Rally fort und gewannen sechs Prozent, ⁠nachdem das Unternehmen mit seinen Gewinnen die Erwartungen ​übertroffen hatte.

In Hongkong ⁠trat der Leitindex Hang Seng auf der Stelle. Der Hang Seng Tech Index gewann ‌leicht. Die Aktien des Internetriesen Tencent kletterten dank KI-Fantasie um 0,5 Prozent. Die Titel des Elektroautobauers Nio schossen zeitweise um fast 20 Prozent in die ‌Höhe und erreichten den höchsten Stand seit November. Das Unternehmen ​hatte im vergangenen Quartal erstmals einen Nettogewinn ausgewiesen.

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09:13

Der Schweizer Aktienmarkt startet am Mittwoch nach der leichten Erholung vom Vortag tiefer. Zwar tendierten die wichtigsten Aktienmärkte in Asien fester, nachdem der Ölpreis etwas nachgegeben hat. Marktteilnehmer gehen aber davon aus, dass der Handel im Vorfeld der heutigen US-Inflationszahlen nervös und volatil bleibt.

Die Ölpreise hatten zu Wochenbeginn zeitweise nahe 120 US-Dollar je Barrel erreicht, ausgelöst durch die Eskalation im Iran-Konflikt. Am Mittwoch wurde für ein Barrel Brent-Öl zuletzt nur noch rund 87,66 USD bezahlt. Im Markt wird darauf verwiesen, dass mehrere Länder strategische Ölreserven freigeben könnten, um mögliche Angebotsausfälle zu kompensieren. Klare Signale zur Lage im Strasse von Hormus würden aber weiterhin fehlen.

Ami Mittwoch stehen zudem die US-Inflationsdaten (CPI) für Februar im Fokus. Dabei dürfte die Inflation in den USA laut Prognosen nur langsam sinken, was den Spielraum für schnelle Zinssenkungen einschränke. Aussedem ist die Ölpreisvolatilität im Februar-CPI noch kaum abgebildet und damit bleibt die Aussagekraft begrenzt.

Der hiesige Markt, gemessen am SMI, notiert gegen 09.05 Uhr um 0,73 Prozent tiefer auf 12'970Punkten. Der Schweizer Leitindex steht damit weiterhin gut 1000 Punkte unter seinem Jahreshoch. Der SPI-Index für die Mid Caps gibt mit -0,74 Prozent ebenfalls nach - vor allem wegen Abgaben bei Galderma.

19 von 20 SMI-Titel eröffnen im Minus. Am deutlichsten geht es für Partners Group über 3 Prozent abwärts. Die übrigen Abschäge halten sich grösstenteils in Grenzen zwischen -1,2 Prozent (Logitech) und -0,2 (Swisscom). Einzig Alcon vermag sich in der Gewinnzone halten mit 0,2 Prozent im Plus.

Auch in den hinteren Reihen dominiert die Farbe Rot. Die deutlichsten Abschläge verzeichnet Galenica mit über 3,8 Prozent. Auch Galderma steht im Minus mit 2,5 Prozent auf 150 Franken. Der Hautpflegekonzern hat im Zusammenhang mit einer Platzierung eines grossen Aktienpakets für 1,6 Millionen eigene Aktien zu 143,75 Franken erworben. Der Free Float steigt damit laut Galderma von 65 Prozent auf rund 80 Prozent.

Im Fokus stehen heute auch die hiesigen Technologiewerte. Für Unterstützung könnten dabei positive Nachrichten aus den USA sorgen: Die jüngsten Quartalszahlen des Oracle wurden am Markt positiv aufgenommen und konnten die zuvor aufgekommenen Sorgen rund um das Geschäft mit Rechenzentren vorerst dämpfen. Auf VAT (-1,4 Prozent) strahlt dies bislang nur bedingt ab.

Derweil präsentierten in den hinteren Reihen Avolta (+2,6 Prozent) die Zahlen. Der Reisedetailhändler hat Umsatz und Profitabilität weiter gesteigert. Auch der Energiekonzern BKW (+0,8 Prozent) ist nach Jahreszahlen gegen den Trend leicht im Plus.

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08:10

Der Schweizer Aktienmarkt gemessen am SMI notiert im vorbörslichen Handel gut eine Stunde vor Handelsbeginn bei der Bank Julius Bär 0,19 Prozent im Minus bei 13'040 Punkten. Dabei tendieren alle SMI-Titel tiefer.

Die grössten Abschläge verzeichnen derzeit die Valoren von Richemont (-0,28 Prozent), gefolgt von Logitech und Roche mit je -0,24 Prozent und der UBS mit -0,23 Prozent. Die restlichen Aktien notieren in einer Bandbreite von -0,10 Prozent (Swisscom) bis -0,21 Prozent (Partners Group).

Auch der breite Markt tendiert mit 0,73 Prozent tiefer. Während die Mehrheit der Aktien Abschläge verzeichnet, sind die Valoren von Avolta (+0,79 Prozent) und BKW (+0,37 Prozent) nach Zahlen gefragt. Galderma hingegen fällt im vorbörslichen Handel über 4 Prozent, nachdem der Hautpflegekonzern die Platzierung eines grossen Aktienpakets kommuniziert hat, um eigene Aktien zurückzukaufen. Im Rahmen eines beschleunigten Bookbuilding-Verfahrens wurden rund 1,6 Millionen Aktien erworben.

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07:56

An den Devisenmärkten haben sich die wichtigsten Währungspaare in der Nacht auf Mittwoch kaum bewegt. Die Unsicherheit rund um den Nahostkonflikt und um den Ölpreis bleibe aber hoch, heisst es am Markt. Auch könnten die US-Inflationsdaten am Nachmittag für Impulse sorgen.

So könnten die CPI-Daten für Februar gemäss den Prognosen einen leicht rückläufigen Preisdruck zeigen. Allerdings sei der jüngste Ölpreisschock darin noch nicht abgebildet, heisst es am Markt. Weiterhin bleibe die Dauer des Konflikts im Nahen Osten für die weitere Entwicklung entscheidend.

Das Dollar/Franken-Paar bewegte sich in der Nacht per Saldo nicht gross von der Stelle, zuletzt lag das Kursniveau bei 0,7770. Auch das Euro/Franken-Paar tendiert bei Kursen von 0,9040 mehr oder weniger seitwärts. Der Euro hat derweil zum Greenback leicht zugelegt auf 1,1635 nach 1,1615 US-Dollar am Vorabend.

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07:42

Spekulationen über eine Rekord-Freigabe von Ölreserven lassen die Ölpreise weiter sinken. Einem Bericht des Wall Street Journals zufolge erwägt die ‌Internationale ⁠Energieagentur (IEA) wegen möglicher Engpässe im Zuge des Konflikts zwischen den USA, ⁠Israel und dem Iran die grösste Freigabe von Ölreserven in ihrer Geschichte. Ein ‌Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent verbilligte sich ‌um ein Prozent auf 86,92 ​Dollar. Die US-Sorte WTI notierte 0,4 Prozent schwächer bei 83,10 Dollar. Nach einem historischen Preissprung zum Wochenanfang hatten die Ölpreise bereits am Dienstag um mehr als elf Prozent nachgegeben.

Dem Bericht zufolge würde die geplante ‌Freigabe die Menge von 182 Millionen Barrel übersteigen, die nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine 2022 auf den Markt gebracht wurde. Nach Einschätzung ​der Analysten von Goldman Sachs würde eine ​Freigabe dieser Grössenordnung die Ausfälle von Exporten ​aus der Golfregion für zwölf Tage ausgleichen. Der französische Präsident Emmanuel Macron will im ‌Tagesverlauf mit den Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten per Video über die Lage beraten.

Einige Analysten zeigten sich jedoch skeptisch. «Noch wurde keine Freigabe offiziell angekündigt, ​und ​es gibt Zweifel am letztendlichen Tempo ⁠etwaiger Entnahmen aus diesen Reserven», konstatierte Philip ​Jones-Lux, Analyst bei ⁠Sparta Commodities. Gleichzeitig bleiben die Sorgen vor Lieferengpässen bestehen. So hat der ‌staatliche Ölkonzern Adnoc aus Abu Dhabi nach einem Drohnenangriff seine Raffinerie in Ruwais geschlossen. Zudem fielen die US-Bestände an ‌Rohöl, Benzin und Destillaten in der vergangenen Woche, wie ​aus Daten des Branchenverbands API hervorging.

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07:30

Die Nintendo-Aktie ist am Mittwoch um bis zu 10,5 Prozent gestiegen und hat damit ihren stärksten Anstieg seit April 2025 verzeichnet. Hinter der Rally steht der überraschende Erfolg des neuen Pokémon-Spiels, der an der Börse Bedenken über steigende Speicherkosten in den Hintergrund drängt.

Das Spiel Pokémon Pokopia, das am 5. März exklusiv für die Konsole Switch 2 erschienen ist, ist bei mehreren grossen Einzelhändlern in den USA bereits ausverkauft.

Der Schwung rund um die Switch 2 nehme «dank des viralen Hits stark zu» und helfe, dem «Gegenwind durch Speicherkosten» entgegenzuwirken, der die Nintendo-Aktie seit Ende 2025 belastet habe, schrieb Jefferies-Analyst Atul Goyal. Amazon habe den Preis für den Pokémon-Titel bereits auf rund 80 Dollar angehoben, was die hohe Nachfrage unterstreiche.

Zuvor hatte bei Anlegern die Sorge dominiert, dass rasant steigende Speicherpreise – angeheizt durch eine unstillbare Nachfrage aus dem KI-Bereich – die Margen des Unternehmens unter Druck setzen könnten.

«Das Pokémon-Spiel war ein Aussenseiter», sagt Hideki Yasuda, Analyst bei Toyo Securities. «Es war völlig vom Radar der Leute verschwunden, sodass seine Popularität eine positive Entwicklung ist.» Das Spiel im Stil von Animal Crossing gehe von Japan bis Kanada über die Ladentische, was seine weltweite Anziehungskraft illustriere.

Gegen 12:30 Uhr in Tokio notierte die Nintendo-Aktie am Mittwoch bei rund 10'000 Yen. Trotz des Kurssprungs liegen die Titel noch rund 30 Prozent unter dem Hoch vom November.

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07:25

Nachfolgend neue Kursziele und Ratings für Schweizer Aktien:

- Also: UBS senkt auf 170 (310) Fr. mit Neutral (Buy)

- Lindt&Sprüngli: Kepler Cheuvreux senkt auf 126’000 (130’000) Fr. mit Buy

- Lindt&Sprüngli: Barclays senkt auf 103'000 (105’000) Fr. mit Underweight

- Lindt&Sprüngli: UBS senkt auf 137'000 (147'000) Fr. mit Buy

- Swiss Re: JPMorgan senkt auf 145 (155) Fr. mit Neutral

- Partners Group: Goldman Sachs senkt auf 1120 (1220) Fr. mit Neutral

- Flughafen Zürich: Jefferies erhöht auf 246 (239) Fr. mit Hold

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07:15

Der Dax wird am Mittwoch der Kursentwicklung an den Terminmärkten zufolge ‌mit Verlusten ⁠in den Handel starten. Am Dienstag hatte ⁠der deutsche Leitindex 2,4 Prozent höher bei 23'968,6 Punkten ‌geschlossen.

Für gute Stimmung an den ‌Börsen sorgten die ​jüngsten Aussagen von US-Präsident Donald Trump, die Hoffnungen auf ein baldiges Ende des Krieges in Nahost schürten. Als erstes der grossen Forschungsinstitute seit dem ‌Ausbruch des Krieges in Nahost wird das Berliner DIW am Mittwoch neue Konjunkturprognosen vorstellen. Dabei dürfte der ​Blick neben den Wachstumsraten auch auf ​die Inflation gehen, die ​von den zuletzt sprunghaft gestiegenen Energiepreisen angeheizt werden dürfte. Die ‌Teuerungsrate in Deutschland dürfte im Februar gesunken sein. Klarheit bringen die ebenfalls zur Wochenmitte anstehenden detaillierten Daten ​des ​Statistischen Bundesamtes.

Am ⁠Nachmittag folgen die US-Inflationsdaten für ​den vergangenen Monat.

Auf ⁠der Unternehmensseite blicken Anleger unter anderem auf die ‌Geschäftszahlen von Rheinmetall und Porsche AG.

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06:20

Der Schweizer Aktienmarkt gemessen am SMI steht bei der Bank IG im vorbörslichen Handel 0,18 Prozent im Minus bei 13'034 Punkten.

Am Mittwoch legen der Reisehändler Avolta, der Glasverpackungshersteller Vetropack sowie die BKW ihre Ergebnisse für das Jahr 2025 vor. 

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05:30

Die widersprüchlichen Signale zum US-israelischen Krieg gegen den Iran haben die asiatischen Börsen am Mittwoch verunsichert. Trotz eines Berichts über ‌eine ⁠mögliche Rekord-Freigabe von Ölreserven durch die Internationale Energieagentur (IEA) blieben Anleger nervös.

Das «Wall ⁠Street Journal» meldete, die IEA plane die grösste Freigabe ihrer Geschichte, die sogar die ‌182 Millionen Barrel von 2022 nach Russlands Ukraine-Invasion ‌übertreffen würde. «Diese Nachricht über die ​Freigabe strategischer Reserven wird vom Markt begrüsst, weil dann im Falle eines kurzen Konflikts genug Öl vorhanden ist, um Rationierungen oder wirtschaftliche Auswirkungen zu vermeiden», sagte der Leiter der Asien-Aktienstrategie bei Societe Generale.

Die japanische Börse legte ‌zu: Der Nikkei-Index stieg um 2,1 Prozent auf 55'683 Punkte. In Südkorea kletterte der Kospi sogar um 3,2 Prozent. Die US-Futures zeigten sich ebenfalls ​fester. Gleichzeitig wachsen Sorgen über steigende Energiepreise und deren inflationäre ​Wirkung.

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05:00

Am Devisenmarkt behauptete sich der Dollar ​als bevorzugter sicherer Hafen. Er legte 0,1 Prozent auf 158,25 Yen zu. Der Euro notierte ‌schwächer bei 1,1624 Dollar, das britische Pfund gab auf 1,3440 Dollar nach. «Man hat nur einen sicheren Hafen, und das ist der US-Dollar», erklärte der Analyst.

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04:45

Die ​Ölpreise ​schwankten nach dem IEA-Bericht. Ein ⁠Barrel der Nordseesorte Brent verteuerte sich um ​0,2 Prozent auf 87,89 Dollar. ⁠Das US-Öl WTI notierte kaum verändert bei 83,47 Dollar. Der Goldpreis ‌stieg um 0,5 Prozent auf 5215,60 Dollar je Feinunze.

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23:00

Die US-Börsen haben am Dienstag vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs eher schwächer geschlossen. Der Dow ‌Jones blieb ⁠bei 47'707 Punkten fast unverändert, wie auch der technologielastige Nasdaq bei 22'697 Zählern. Der breit gefasste S&P 500 büsste dagegen 0,2 Prozent auf 6781 ⁠Stellen ein.

Zwar hatten die drei wichtigsten Indizes lange Zeit leicht im Plus gelegen, getragen von Spekulationen auf ein baldiges Ende des Konflikts nach entsprechenden Andeutungen von US-Präsident Donald Trump. ‌Ein Medienbericht, wonach es Anzeichen für iranische Vorbereitungen zum Legen von Minen in der Strasse von ‌Hormus gibt, sorgte jedoch im späten Handel für Ernüchterung. Die Meerenge ist ​von zentraler Bedeutung für den weltweiten Ölhandel.

«Der Markt hat Stärke gezeigt, dann aber alles wieder abgegeben», sagte Tim Ghriskey, leitender Portfoliostratege bei Ingalls & Snyder in New York. Unter den Anlegern herrsche grosse Verwirrung. «Man sieht Schlagzeilen aus dem Weissen Haus, die dem Markt Hoffnung machen. Dann aber siegt die Vernunft, und die Märkte erkennen, dass dies noch lange nicht vorbei ist.»

Trump hatte am Montag in einem Interview mit CBS News gesagt, ‌dass er den Krieg gegen den Iran «für so gut wie beendet» halte und dass man dem ursprünglichen Zeitrahmen «sehr weit voraus» sei. Dies drückte die Ölpreise, die nach dem Kriegsbeginn Ende Februar bis Montag um rund 50 Prozent angestiegen waren, tief ins Minus. Zum Ende des Aktienhandels in New York ​lag Brent 8,4 Prozent tiefer bei 90,68 Dollar je Barrel und die US-Sorte WTI 8,8 Prozent im ​Minus bei 86,45 Dollar.

Der Preis für Rohöl der Sorte Brent ​dürfte der US-Energiebehörde EIA zufolge wegen des Iran-Kriegs in den kommenden zwei Monaten auf über 95 Dollar pro Barrel steigen. Danach werde sich die Lage jedoch entspannen und der ‌Preis bis Jahresende auf rund 70 Dollar fallen, teilte die Behörde am Dienstag in ihrem Monatsbericht mit. Grund für die erhöhten Preise seien die weitgehend blockierten Lieferwege durch die Strasse von Hormus, über die ein Fünftel der weltweiten Öltransporte abgewickelt wird. Dies führe zu Produktionskürzungen im Nahen Osten. Sobald der ​Transit ​wieder möglich sei, werde das weltweite Angebot die Nachfrage jedoch übersteigen, erklärte die ⁠EIA.

Bei den Einzelwerten konnten die Aktien der Fluggesellschaften American ​Airlines, United Airlines und Delta daher ⁠ihre vorbörslichen Gewinne nicht halten und fielen um 2,2 bis 3,6 Prozent. Die Papiere der Kreuzfahrtanbieter Carnival und Royal Caribbean fielen ebenfalls. Nach unten ‌ging es zugleich auch für die Aktien der Ölkonzerne ConocoPhillips und Exxon Mobil, die 2,5 und 1,5 Prozent einbüssten.

Unter Druck gerieten auch die Aktien von Boeing mit einem Minus von 3,2 Prozent. Mängel an Kabeln könnten die Auslieferungen von Jets des ‌Typs 737 MAX im ersten Quartal verzögern, teilte der Flugzeugbauer mit.

Um 2,2 Prozent nach oben ging ​es hingegen für Citigroup. Die US-Grossbank erwartet für das erste Quartal ein Wachstum im mittleren Zehner-Prozentbereich bei den Gebühren im Investmentbanking und bei den Handelserträgen. Als Grund für ihren Optimismus nannte Vorstandschefin Jane Fraser eine starke Nachfrage nach Aktien und festverzinslichen Wertpapieren. Zugleich stützten anhaltende Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI) und Automatisierung den Markt ‌für Fusionen und Übernahmen. 

(cash/AWP/Reuters)

Monique Misteli Ringier
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