10:18

Die Aktien von Vontobel sind am Donnerstag im Morgenhandel gefragt. Die Zürcher Bank hat die Jahreszahlen 2025 vorgelegt und dabei mit den Ergebnissen und einer deutlich stärkeren Kapitalbasis überrascht.

Gegen 9.50 Uhr notiert die Aktie 4,3 Prozent höher bei 68,00 Franken, während der Gesamtmarkt (SPI) 0,9 Prozent im Minus steht. Damit scheint sich die zuletzt ins Stocken geratene Aufwärtsbewegung der Aktie wieder fortzusetzen: Von unter 60 Franken im November 2025 hatte das Papier bis Mitte Januar 2026 auf rund 68 Franken zugelegt, danach aber wieder etwas nachgegeben.

Die Analysten würdigen die Jahreszahlen insgesamt verhalten positiv. Hervorgehoben werden insbesondere die Erträge und Ergebnisse über den Erwartungen sowie die deutlich stärkere Kapitalisierung.

Die ZKB hebt denn auch die CET1-Quote von 19,7 Prozent hervor; diese sei «deutlich besser» als geschätzt ausgefallen. Gleichzeitig verweist der zuständige Analyst aber auf anhaltende Abflüsse bei den Institutional Clients.

Die UBS spricht derweil von deutlich übertroffenen Erwartungen bei den Ergebnissen, getragen von einem starken Handelsresultat, und streicht ebenfalls die markant höhere Kapitalquote heraus. Positiv hebt die UBS zudem die Entwicklung im Private-Clients-Geschäft hervor. Auch sei die Bank bei den strategischen Zielen und dem Effizienzprogramm auf Kurs.

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09:55

Bei den nicht SMI-Werten schiessen LEM (+18 Prozent) nach Zahlen nach oben, während der breite Markt gemessen am SPI 0,86 Prozent nachgibt.

LEM zeigt nach Monaten rückläufiger Geschäfte erste Stabilisierungstendenzen. Obwohl der Umsatz nach neun Monaten nominal um 5,4 Prozent auf 218,4 Millionen Franken sank, lag er zu konstanten Wechselkursen sogar leicht im Plus. Entscheidender ist jedoch der deutliche Aufschwung beim Auftragseingang, der um 14,3 Prozent auf 215,5 Millionen zulegte.

Weiter zeichnet sich nach dem Einbruch im Vorjahr beim Betriebsergebnis eine Bodenbildung ab. Die EBIT-Marge stabilisierte sich bei 8,5 Prozent, während das Kostensenkungsprogramm «Fit for Growth» die operative Effizienz steigert. Ein weiteres wichtigstes Signal für den Markt: Das Management erhöht das untere Ende der Umsatzprognose für das Gesamtjahr von 265 auf 275 Millionen Franken.

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09:45

Die Dax-Anleger bleiben nach den jüngsten Kursverlusten in Habachtstellung. Der deutsche Leitindex verlor am Freitag 0,2 ‌Prozent ‌auf 24'448 Zähler - seit Dienstag hat er gut 1,3 Prozent an Wert eingebüsst. Vorstellbar ist Börsianern zufolge eine technische Gegenbewegung im Tagesverlauf. «Wenn die ​Kurse weit genug fallen, gibt es kaufbereite Anlegerinnen ‌und Anleger», sagte Thomas ‌Altmann von QC Partners. Analysten rechnen jedoch nicht mit grossen Sprüngen nach oben. Für Nervosität sorgen vor allem die Atomgespräche zwischen Iran und USA in Oman. Trotz der Einigung auf den Tagungsort ⁠Maskat liegen die Vorstellungen über die Themen weit auseinander.

Während die Regierung in Teheran lediglich über ihr Atomprogramm verhandeln will, pocht Washington ​auch auf Gespräche über das iranische Raketenarsenal und ‌die Unterstützung verbündeter Milizen. Überlagert wird ‍das Treffen von der Drohung eines Militärschlags gegen den Iran. In die Region ​haben die USA bereits etliche Kriegsschiffe entsandt. Am Ölmarkt zogen die Preise um mehr als ein Prozent an. Investoren fürchten Versorgungsengpässe, da ‌eine Eskalation des Konflikts die Öllieferungen ⁠beeinträchtigen könnte. Etwa ein Fünftel des weltweiten ‌Ölverbrauchs wird durch die Strasse von Hormus zwischen dem Oman und dem Iran ‍transportiert. Am Aktienmarkt ging der Rüstungswert Rheinmetall auf Erholungskurs und legte 1,8 Prozent zu.

Im MDax rauschten die Papiere ​von Bechtle nach der Veröffentlichung der Bilanzzahlen dagegen ‍um bis zu 9,8 Prozent in die Tiefe.

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09:30

Die Börsen in Asien haben zum Wochenschluss nur schwer eine klare Richtung gefunden. Grund dafür waren Kursschwankungen bei ‌den ‌Technologiewerten.

Der japanische Leitindex Nikkei verlor am Freitag bis zu 1,6 Prozent, bevor er ins Plus drehte und um 0,8 Prozent auf 54'254 Punkte stieg. ​Der breiter gefasste Topix baute seine Verluste von ‌bis zu 1,1 Prozent ebenfalls ‌wieder ab und legte um 1,3 Prozent auf 3699 Zähler zu. Die Börse in Shanghai und der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen gaben jeweils rund ein halbes Prozent nach.

Im früheren Handelsverlauf ⁠hatten sie jeweils mehr als ein Prozent eingebüsst. «Im Einklang mit der Entwicklung an den US-Märkten am Donnerstagabend haben einige hoch bewertete Halbleiter- und KI-Titel ​nachgegeben, allerdings nicht so stark wie am Donnerstag», sagte ‌Maki Sawada, Strategin beim Finanzdienstleister Nomura. ‍Aktien aus dem Technologiesektor befinden sich seit einigen Tagen in einem Abwärtstrend, da Anleger die ​Geschäftsmodelle klassischer Softwareunternehmen durch den Siegeszug der Künstlichen Intelligenz (KI) bedroht sehen. «Sollten Anleger die Kursrückgänge bei diesen hoch bewerteten Aktien zum Einstieg nutzen, könnte sich ‌das Minus im Nikkei von hier aus ⁠verringern.»

Im Fokus der Anleger in Tokio ‌stand zudem die Politik. Die japanische Ministerpräsidentin Sanae Takaichi hat für den 8. Februar eine ‍Neuwahl angesetzt. Sie wolle sich von den Wählern ein Mandat für höhere Ausgaben, Steuersenkungen und eine neue Sicherheitsstrategie geben lassen, ​die den Ausbau der Verteidigung beschleunigen soll. Umfragen ‍deuten auf einen Erdrutschsieg der Liberaldemokratischen Partei (LDP) Takaichis hin.

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09:15

Der Schweizer Aktienmarkt startet am Freitag etwas schwächer. Negative Vorgaben aus den USA stimmen die Anleger laut Händlern vorsichtig. Grund dafür ist die Verunsicherung im Zusammenhang mit KI und dem Kurssturz des Bitcoin. Dieser war am Vorabend innert kurzer Zeit deutlich gefallen und hatte sich im US-Handel der Marke von 60'000 US-Dollar genähert. Vor einer Woche hatte er noch deutlich über 80'000 Dollar gekostet. Ein Starinvestor warnt nun vor einer «Todesspirale» beim Bitcoin. Dies könnte die Anleger dazu veranlassen, sich wieder auf Anlagen besinnen, die als weniger risikoreich gelten, was wiederum den defensiv zusammengesetzten SMI unterstützen könnte, hofft ein Händler.

Eine toxische Mischung aus Zinsängsten, der Auflösung hoch gehebelter Positionen und Gewinnmitnahmen treibe derzeit Investoren in die Flucht, kommentiert ein Experte die Entwicklung. Dies belaste den Technologiesektor insgesamt, denn die Anleger hinterfragten zunehmend, ob sich die immensen Investitionen auch in nützlicher Frist monetarisieren lassen. «Der KI-Investitions-Kater verwandelt sich gerade in eine wilde Flucht», kommentierte Stephen Innes von SPI Asset Management. Dazu belastet viele Unternehmen auch das Thema KI-Konkurrenz.

Der Swiss Market Index notiert gegen 9.05 Uhr um 0,56 Prozent tiefer bei 13'390 Punkten. Damit steuert der SMI trotzdem auf eine positive Wochenbilanz von gut eineinhalb Prozent zu. Noch am Mittwoch hatte der Leitindex zudem mit 13'588 Zählern ein Rekordhoch erreicht.

11 SMI-Werte werden tiefer gestellt. Die Abschläge erstrecken sich von -2,22 Prozent (für Alcon) bis -0,05 Prozent (für Kühne+Nagel). Auf der Plusseite des Tableaus stehen die Aktien von Amrize an der Spitze mit +2,9 Prozent. 

Bei den Nicht-SMI-Werten fallen die Vontobel-Aktien nach der Veröffentlichung der Zahlen trotz eines vorbörslichen Plus ins Minus mit 1,9 Prozent. Der Vermögensverwalter hat 2025 den Gewinn erhöht. Dabei hat das Zürcher Institut dank eines starken Geschäfts mit Privatkunden deutliche Neugeldzuflüsse verbucht. Allerdings flossen im Geschäft mit institutionellen Kunden unter dem Strich noch Gelder ab.

Die Aktien der EMS Chemie (-2,24 Prozent) fallen ebenfalls nach Zahlen. Der Chemiekonzern hat 2025 bei einem etwas tieferen Umsatz den Gewinn abermals gesteigert. Geholfen hat eine Verkaufsoffensive mit profitablen Neugeschäften. Zudem wird die Dividende erhöht.

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08:08

Der Schweizer Aktienmarkt, gemessen am SMI, steht im vorbörslichen Handel bei der Bank IG im Minus mit 0,3 Prozent bei 13'425 Punkten. Dabei tendieren sämtliche Aktien im Minus, einzig Amrize ist gefragt und legt mit 0,45 Prozent zu. 

Mit den grössten Abschlägen werden knapp eine Stunde vor Börseneröffnung die Titel der UBS mit -0,62 Prozent gehandelt. Die restlichen Aktien bewegen sich in einer Bandbreite von -0,42 Prozent (Richemont) und -0,15 Prozent (Swisscom).

Auch der breite Markt dürfte tiefer in den letzten Handelstag der Woche starten. Positive Impulse setzt die Bank Vontobel mit +2,2 Prozent nach Zahlen sowie Straumann. Auf der anderen Seite geben die Aktien von AMS Osram mit -0,55 Prozent nach.

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07:55

Nach dem deutlichen Kursrutsch startet Bitcoin einen ‌Erholungsversuch. ‌Die wichtigste Cyber-Devise steigt in der Spitze um 5,8 Prozent auf 66'750 Dollar - in der Nacht war die Kryptowährung mit 60'008 Dollar noch auf den tiefsten Stand seit ​Oktober 2024 gefallen.

Ether, die zweitgrösste Kryptowährung in Bezug ‌auf die Marktkapitalisierung, notiert zeitweise 6,7 Prozent ‌fester bei 1970 Dollar.

Seit Montag hat Bitcoin fast 15 Prozent an Wert verloren, Ether brach um gut 19 Prozent ein. «Für Bitcoin und Co ist und bleibt es eine Handelswoche des Grauens», sagt Timo Emden von Emden Research. «Die Zinsangst ⁠schwebt wie ein Damoklesschwert über den Köpfen der Anleger, während Sorgen über Liquiditätsknappheit, institutionelle Kapitalabflüsse und eine ausgeprägte Risikoaversion den Markt belasten.» Insbesondere über das Wochenende sollten sich Investoren ​auf weitere Unwägbarkeiten einstellen, warnt der Experte.

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07:48

Neue Kursziele und Ratings für Schweizer Aktien:

UBS: Basler KB erhöht auf 46 (42) Fr. mit ÜBERGEWICHTEN.

- UBS: Barclays mit UNDERWEIGHT bis 33 (34) Fr.

- AMS Osram: UBS senkt auf 13.20 (14) Fr. mit BUY.

- Barry Callebaut: UBS erhöht auf 1355 (1180) Fr. mit NEUTRAL.

- Orior: UBS geht auf NEUTRAL (Sell) bis 11.50 (12) Fr.

- Roche: Octavian erhöht auf 399 (352) Fr. mit BUY.

- SPS: Basler KB ist für MARKTGEWICHTEN bis 130 (115) Fr.

- Swatch: Citigroup erhöht auf 193 (143) Fr. mit NEUTRAL.

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07:30

Die mit Spannung erwarteten Atomgespräche zwischen den USA und dem Iran halten dieÖlpreise in Schach. Das Nordseeöl Brent ‌und das US-ÖlWTI verteuern sich am Freitag um 1,6 Prozent auf 68,60 beziehungsweise 64,32 Dollar je Fass.

Trotz der Einigung auf den Tagungsort Maskat liegen ⁠die Vorstellungen über die Themen weit auseinander: Während die Regierung in Teheran lediglich über ihr Atomprogramm ​verhandeln will, pocht Washington auch auf ‌Gespräche über das iranische Raketenarsenal ‍und die Unterstützung verbündeter Milizen. Angesichts der unterschiedlichen Vorstellungen ​seien die Anleger nervös, sagt Daniel Hynes, Analyst bei ANZ.

Damit dürfte auch die geopolitische Risikoprämie ‌beim Öl erst einmal ⁠bestehen bleibe. Investoren fürchten Versorgungsengpässe, da ‌eine Eskalation des Konflikts zwischen den USA und dem Iran ‍die Öllieferungen beeinträchtigen könnte.

Etwa ein Fünftel des weltweiten Ölverbrauchs wird durch die ​Strasse von Hormus zwischen dem Oman und ‍dem Iran transportiert.

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07:26

Der Dax wird am Freitag der Kursentwicklung an den Terminmärkten zufolge höher in den Handel starten. ‌

Am Donnerstag ‌hatte der deutsche Leitindex ein halbes Prozent tiefer bei 24'491 Punkten geschlossen. Für fallende Kurse an den europäischen Börsen sorgte das Ausbleiben von ​Hinweisen auf den weiteren geldpolitischen Kurs der ‌Europäischen Zentralbank (EZB). Nach unten ging es ‌auch an der Wall Street. Auf die Stimmung drückten enttäuschende Konzernbilanzen und Kursverluste in der Kryptobranche.

Am Freitag wollen die USA und der Iran im Oman zu Gesprächen zusammenkommen, um eine weitere ⁠Eskalation im Nahen Osten zu verhindern. Die Vorstellungen über die Themen liegen noch weit auseinander: Während die Regierung in Teheran lediglich über ​ihr Atomprogramm verhandeln will, pocht Washington auch auf Gespräche ‌über das iranische Raketenarsenal und ‍die Unterstützung verbündeter Milizen.

Zudem zeigen wichtige Konjunkturdaten, wie sich die deutsche Wirtschaft zuletzt geschlagen ​hat. Experten erwarten mit Blick auf die anstehenden Zahlen zur Produktion sowie zum deutschen Export im Dezember ein gemischtes Bild: So ‌dürfte die Fertigung um 0,3 Prozent heruntergefahren ⁠worden sein.

Zugleich erwarten Ökonomen, dass die ‌Ausfuhren zum Jahresende um 1,0 Prozent zugelegt haben. Zuletzt hatte die Industrie mit ‍dem grössten Anstieg der Aufträge seit zwei Jahren die Hoffnung auf eine Trendwende nach langem Abschwung in dem ​Sektor genährt. 

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06:20

Der Schweizer Aktienmarkt, gemessen am SMI, tendiert im vorbörslichen Handel bei der Bank IG 0,4 Prozent im Minus bei 13'418 Punkten..

Zum Wochenschluss legen Ems Chemie, der Komponentenhersteller Lem sowie die Finanzinstitute Bank Vontobel, die Zürcher Kantonalbank und die Hypi Lenzburg ihre Ergebnisse für das Jahr 2025 vor. 

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05:45

Der Ausverkauf an der Wall Street hat am Freitag auch die asiatischen Börsen erfasst. Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans fiel um ein Prozent. In Südkorea brach der Kospi um fünf Prozent ‌ein, was ‌kurz nach Handelsbeginn zu einer vorübergehenden Aussetzung des Handels führte. Der japanische Leitindex Nikkei legte dagegen 0,1 Prozent auf 53'878 Punkte zu. Der breiter gefasste Topix notierte 0,5 Prozent höher bei 3672 Zählern. Die Börse in Shanghai gewann 0,1 Prozent auf 4080 Stellen, ​während der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen bei 4668 Punkten stagnierte.

In ‌Tokio hielten sich die Anleger vor der Parlamentswahl ‌am Sonntag zurück. Ein Ausverkauf bei Technologiewerten belastete jedoch den Markt. Zu den Gewinnern zählten die Aktien des Lebensmittelzusatzstoffherstellers Ajinomoto mit einem Plus von zehn Prozent und Mitsubishi Motors mit einem Zuwachs von 8,5 Prozent. Dagegen fielen die Papiere des Chip-Ausrüsters Advantest um 3,1 Prozent und die des Kameraherstellers Nikon um 8,5 Prozent. «In Anlehnung an den US-Markt von gestern Abend ⁠sind einige hochpreisige Halbleiter- und KI-bezogene Werte gefallen, aber ihre Rückgänge sind nicht so gross wie am Donnerstag», sagte Maki Sawada, Stratege bei Nomura Securities.

Händler begründeten die Kursverluste mit der Sorge, dass neue KI-Modelle die Gewinne von Softwarefirmen schmälern könnten. Für ​zusätzliche Nervosität sorgte der US-Konzern Amazon, dessen Aktien im nachbörslichen Handel um 11,5 Prozent abstürzten. ‌Der Online-Händler hatte einen Anstieg der Investitionsausgaben um mehr als 50 ‍Prozent in diesem Jahr in Aussicht gestellt. «Die Anleger stellen ihr Engagement in den Säulen infrage, die die Märkte in den vergangenen sechs Monaten gestützt ​haben: KI, Krypto und Edelmetalle», sagte Tony Sycamore, Marktanalyst bei IG.

In China wurde zudem der Handel mit dem Silber-Futures-Fonds von UBS SDIC ausgesetzt.

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04:00

Im asiatischen Devisenhandel verlor der Dollar 0,2 Prozent auf 156,69 Yen und legte leicht auf 6,9398 ‌Yuan zu. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent niedriger bei 0,7769 Franken. ⁠Parallel dazu blieb der Euro fast unverändert bei 1,1787 Dollar und ‌zog leicht auf 0,9158 Franken an.

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03:30

Am Rohstoffmarkt verteuerte sich die Rohölsorte Brent aus der Nordsee um 0,2 Prozent auf 67,71 Dollar je Barrel (159 Liter). Das ‍US-Öl WTI notierte 0,3 Prozent fester bei 63,48 Dollar.

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23:45

Technologieaktien in den USA haben am Donnerstag erneut einen schweren Stand gehabt. Dieses Mal zogen ihre Verluste zudem auch den überwiegend mit Standardwerten bestückten Wall-Street-Index Dow Jones Industrial nach unten.

Die Verunsicherung rund um Aktien mit Bezug zu Künstlicher Intelligenz (KI) setzte sich fort. Verstärkt wurde sie durch die Ankündigung weiterer massiver Investitionen der Google-Mutter Alphabet im Wettlauf der KI-Entwickler. Im Fokus standen obendrein erneut schwache Daten vom Arbeitsmarkt im Januar. Der kräftige Rückgang des Bitcoin, der kurz vor dem Börsenschluss unter 63'000 Dollar fiel, erhöhte die Nervosität zusätzlich und brachte Druck in den Aktienmarkt.

Der Dow büsste 1,20 Prozent auf 48'909 Zähler ein, hatte allerdings am Dienstag ein Rekordhoch erreicht. Der breite S&P 500 gab um 1,23 Prozent auf 6798 Zähler nach. Der Nasdaq 100 sackte mit minus 1,38 Prozent auf 24'549 Punkte auf den tiefsten Stand seit November.

«Die schwachen Arbeitsmarktdaten in den USA sind der deutlichste Ausdruck der K-förmigen Konjunktur», sagte Strategiechef Joachim Klement bei Panmure Liberum. «Während der Technologiesektor boomt, leidet der Rest der Wirtschaft unter höheren Zöllen und mangelnder Nachfrage. Dies führt zu einem scheinbar widersprüchlichen Bild: Das BIP-Wachstum ist solide, der Arbeitsmarkt jedoch schwach», sagte er.

In den USA hatten in der vergangenen Woche weit mehr Menschen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gestellt als erwartet. Tags zuvor hatte bereits der Arbeitsmarktdienstleister ADP schwache Beschäftigungszahlen im Januar aus der US-Privatwirtschaft bekannt gegeben. Nun wird mit Spannung auf den Bericht der Regierung gewartet, der jedoch erst am 11. Februar veröffentlicht wird.

Unternehmensseitig gaben Quartalsbilanzen grosser US-Konzerne weiterhin den Takt vor, wobei der Druck auf die Technologiebranche nach wie vor hoch blieb. Bei Alphabet liess er zwar bis Handelsschluss deutlich nach, doch die allgemeine Sorge, wer zu den Profiteuren oder Verlierern durch KI selbst oder mit Blick auf die kostspieligen Investitionen zählen könnte, hielt sich. Ausserdem machte sich der kräftige Rücksetzer der Kryptowährung Bitcoin bei Aktien wie Strategy und Coinbase bemerkbar, die gut 17 beziehungsweise 13 Prozent verloren.

Die Alphabet-Aktie, die zeitweise um 8 Prozent abgesackt war, beendete den Tag mit minus 0,5 Prozent. Am Dienstag hatte sie ein Rekordhoch erreicht. Einzig die massive Erhöhung der Investitionen habe verhindert, dass das Papier nach dem erstklassigen Quartalsbericht weiter steigen konnte, glaubt RBC-Analyst Brad Erickson. Bis zu 185 Milliarden Dollar plant der zu den glorreichen Sieben zählende Techgigant auszugeben, wahrscheinlich vor allem für Rechenzentren. Angesichts der jedoch klaren Signale für eine Nachfrage nach KI vertritt Citigroup-Analyst Ronald Josey die Ansicht, «dass Google in Produkte und die Bewältigung von Kapazitätsproblemen investieren sollte».

Qualcomm sackten auf den tiefsten Stand seit April 2025. Aus dem Handel gingen die Anteile des auf die Mobilfunkindustrie ausgerichteten Chipherstellers mit minus 8,5 Prozent. Die globale Knappheit an Memory-Chips dürfte das Geschäft belasten. Amazon verloren 4,4 Prozent. Der Online-Handelsgigant legte nachbörslich Quartalszahlen vor. Die Papiere des Chipherstellers für Elektromobilität, Wolfspeed, brachen um knapp 10 Prozent ein. Im laufenden Geschäftsquartal erwartet das Unternehmen im Vergleich zum Vorquartal einen Umsatzrückgang.

Die Pharma-Aktie Bristol-Myers Squibb legte um 3,3 Prozent zu. Sowohl die Umsatzprognose als auch das Gewinnziel für dieses Jahr waren besser als erwartet ausgefallen.

Eli Lilly dagegen büssten 7,8 Prozent ein, nachdem sie tags zuvor nach einem starken Ausblick um etwas mehr als 10 Prozent hochgesprungen waren. Druck war aufgekommen, nachdem Hims & Hers eine günstige Kopie der Wegovy-Pille von Novo Nordisk angekündigt hatte.

JPMorgan allerdings schrieb, dass das US-Telemedizinunternehmen damit «eindeutig gegen die US-Arzneimittelvorschriften verstösst» und die US-Gesundheitsbehörde FDA daher eingreifen dürfte. Die Hims-Aktie büsste nach anfänglichen Gewinnen 3,8 Prozent ein.

(cash/AWP/Reuters)

Monique Misteli Ringier
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