Zum aktuellen Geschehen im Dow Jones geht es hier.

Zum aktuellen Geschehen im Nasdaq geht es hier.

+++

17:35

Der SMI gewann 1,29 Prozent auf 12'181.86  Punkte. Händler erklärten, die nachlassende Furcht vor einem russischen Einmarsch in die Ukraine habe die Anleger zu Käufen bewogen. Mut machten den Investoren vor allem Berichte über einen Teilabzug russischer Truppen von der ukrainischen Grenze.

Mit Ausnahme von Swisscom machten alle 20 Standardwerte Boden gut. In der Gunst der Anleger standen vor allem Industriewerte. ABB kletterten 2,9 Prozent. Der Elektrotechnikkonzern veröffentlichte Informationen zum Turboladergeschäft, das über die Börse abgespalten oder verkauft werden soll. Aufwärts ging es auch für die baunahen Werte Sika und Geberit. Straumann zogen 4,89 Prozent an. Nach der Veröffentlichung des Jahresabschlusses trauen Analysten dem Zahnimplantatehersteller ein weiterhin starkes Wachstum zu.

Temenos büssten dagegen fast acht Prozent ein. Der Bankensoftwareanbieter enttäuschte die Anleger mit seinem Quartalsabschluss und dem Ausblick.

— cash (@cashch) February 15, 2022

Zum ausführlichen Bericht geht es hier

+++

17:30

Entspannungssignale im Russland-Ukraine-Konflikt haben die Ölpreise am Dienstag im Tagesverlauf immer deutlicher unter Druck gebracht. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Nachmittag 92,30 US-Dollar. Das waren 4,32 Dollar weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 4,54 Dollar auf 90,91 Dollar.

— cash (@cashch) February 15, 2022

Inmitten des Konflikts mit der Nato um die Ukraine hat Russland laut eigenen Angaben nach Manövern mit dem Abzug von Truppen im Süden und Westen des Landes begonnen. An den Märkten wurde dies als Entspannungssignal gewertet. Russland hat an der Grenze zur Ukraine in erheblichem Ausmass Truppen zusammengezogen, was im Westen als Vorbereitung einer Invasion gewertet wird. Der russische Präsident Wladimir Putin und Kanzler Olaf Scholz haben sich bereit für weitere Verhandlungen gezeigt.

+++

17:10

Hinweise auf eine Entspannung im Russland-Ukraine-Konflikt haben den Euro am Dienstag gestützt. Am Nachmittag kostet die Gemeinschaftswährung 1,1353 US-Dollar. Am Morgen hatte sie nur knapp über 1,13 Dollar notiert.

Auch zum Franken erstarkt der Euro am Nachmittag und klettert über die 1,05-Marke. Das Währungspaar notiert derzeit bei 1,0520 Franken. Unterdessen gewann auch der US Dollar gegenüber der Schweizer Währung leicht an Wert. Der Greenback wird zu 0,9266 gehandelt nach 0,9242 Franken im Mittagshandel.

+++

17:05

Eine Übernahmeofferte beschert Resonant einen Rekord-Kurssprung von fast 260 Prozent. Mit 4,40 Dollar sind die Aktien der Softwarefirma so teuer wie zuletzt vor knapp einem Jahr. Der japanische Elektronikteile-Hersteller Murata bietet den übrigen Resonant-Eignern 4,50 Dollar je Aktie.

+++

16:40

Ein überraschend starkes Quartalsergebnis hievt Marriott auf ein Rekordhoch. Die Aktien der Hotelkette steigen an der Wall Street um 4,7 Prozent auf 179,45 Dollar. Das Unternehmen machte den Angaben zufolge im abgelaufenen Quartal einen Umsatz von 4,45 Milliarden Dollar, mehr als doppelt so viel wie im Vorjahreszeitraum.

Der Gewinn habe bei 468 Millionen Dollar gelegen. Die starken Zahlen untermauerten seine Prognose, dass Marriott ab dem zweiten Halbjahr 2022 wieder Geld an seine Aktionäre ausschütten werde, schreibt Analyst David Katz von der Investmentbank Jefferies.

+++

16:05

Die US-Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 stiegen zur Eröffnung am Dienstag um jeweils rund 1,5 Prozent.

"Wir sind in einer Erleichterungsphase nach den jüngsten Schlagzeilen zur Russland/Ukraine-Krise", sagte Anlagestratege Peter McCallum von der Investmentbank Mizhuo. Einige Anleger blieben aber vorsichtig, um bei unvorhergesehenen Entwicklungen nicht auf dem falschen Fuss erwischt zu werden. Mut machten Börsianern vor allem Berichte über einen Teilabzug russischer Truppen von der ukrainischen Grenze. Gleichzeitig liefen die Bemühungen für eine diplomatische Lösung des Konflikts auf Hochtouren.

— cash (@cashch) February 15, 2022

Bei den Unternehmen rückte Intel ins Rampenlicht. Der Chip-Hersteller schluckt für 5,4 Milliarden Dollar den israelischen Auftragsfertiger Tower Semiconductor. Dessen in den USA notierte Aktien steuerten mit einem Kursplus von 42 Prozent auf ein 17-1/2-Jahres-Hoch von 47 Dollar zu. Das Unternehmen sei mit einem Preis von 53 Dollar je Aktie ein Schnäppchen, lobte Analyst Gus Richards von der Investmentbank Northland. Ausserdem sichere sich Intel Expertise bei bestimmten Chips, die besonders stark gefragt seien.

+++

15:45

Die Aussicht auf den Start kommerzieller Weltraumflüge beflügelt Virgin Galactic. Die Aktien der Firma des britischen Milliardärs Richard Branson steigen an der Wall Street um fast zwölf Prozent. Dem Unternehmen zufolge beginnt am Mittwoch der allgemeine Ticket-Vorverkauf. Interessierte könnten sich für 450'000 Dollar einen Platz sichern. Ein Drittel des Preises müssten sie sofort hinblättern.

+++

15:35

Der Dow Jones startet mit einem Plus von 0,8 Prozent. Auch der S&P 500 (+1,0 Prozent) und der Nasdaq (+1,6 Prozent) legen zu. Grund sind Hinweise auf eine Entspannung im Russland-Ukraine-Konflikt.

+++

13:45

Hinweise auf eine Entspannung im Russland-Ukraine-Konflikt haben die Ölpreise deutlich belastet. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Mittag 93,88 US-Dollar. Das waren 2,61 Dollar weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 2,84 Dollar auf 92,62 Dollar.

Inmitten des Konflikts mit der Nato um die Ukraine hat Russland laut eigener Angaben nach Manövern mit dem Abzug von Truppen im Süden und Westen des Landes begonnen. Die ersten Soldaten sollten noch am Dienstag in ihre ständigen Stützpunkte zurückkehren, sagte der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, in Moskau. Andere Manöver liefen weiter, auch im Nachbarland Belarus.

+++

13:15

Die Terminkontrakte auf den US-Aktienmärkten signalisieren einen deutlich höheren Start der Börse. Die Futures auf dem Dow Jones und dem Nasdaq steigen 1,2 und 2,2 prozent.

+++

+++

11:45

Der SMI hat nach einer leichteren Eröffnung schnell in die Gewinnzone gedreht und die Schwelle von 12'100 Punkten überwunden. Er um 0,72 Prozent höher auf 12'113,28 Punkten.

Händler sprechen von Hoffnungskäufen, die im Zusammenhang mit den Anzeichnen einer möglichen Entspannung in der Ukraine-Krise eingesetzt hätten. Genährt werden die Hoffnungen davon, dass Russland nach eigenen Angaben mit dem Abzug von Truppen im Süden und Westen des Landes begonnen hat. Die ersten Soldaten sollten noch am Dienstag in ihre ständigen Stützpunkte zurückkehren. Es bleibe aber weiterhin ungewiss, ob die Krise bald abgehakt werden könne, heisst es am Markt. Daher ebbten laut Händlern im Verlauf die Anschlusskäufe auch wieder ein wenig ab. "Die Leute trauen der Sache noch nicht so recht", sagt ein Händler. 

Im Fokus stehen Temenos (-9,9% auf 97,46 Fr.). Der Bankensoftwarespezialist ist im vierten Quartal 2021 zwar gewachsen, aber hinter den Markterwartungen zurückgeblieben. Händler sprechen von einer Enttäuschung. "Die Erwartungen waren wohl etwas hoch", sagt ein Händler. Nun dürfte die Aktie aber gut unterstützt sein. "Unter 100 Franken ist wieder damit zu rechnen, dass die Übernahmespekulationen aufkeimen", sagt zudem ein Händler.

Einen anderen Kursverlauf nehmen die Aktien von Straumann, die nach anfänglichen Verlusten nun klar im Plus (+0,7%) sind. Nach anfänglicher Schwäche hätten die Anleger wieder zugelangt, sagt ein Händler. Der Dentalimplantathersteller habe die Erwartungen zwar "nur erfüllt" und nicht übertroffen. Dennoch habe er gezeigt, dass er auch in der Krise mit hohem Tempo wachsen könne, sagt ein Händler. Positiv sei auch der Aktiensplitt und die höhere Dividende.

— cash (@cashch) February 15, 2022

Angesichts der Hoffnung, dass der Ukraine-Konflikt nicht eskaliert, greifen die Anleger bei den zuletzt arg gebeutelten zyklischen Werten wieder zu. Dabei sind Adecco (+2,3%) stark gefragt. Die Aktie des Personalvermittlers profitiert laut Händlern davon, dass der Erzrivale Randstad im vierten Quartal 2021 besser als erwartet abgeschnitten hat. Adecco wird kommende Woche die Ergebnisse veröffentlichen. Auf den Kaufzetteln stehen aber auch die Anteile der Bauzulieferer Sika (+1,1%) und Geberit (+1,6%), des Logistikkonzerns Kühne + Nagel (+1,2%) sowie des Elektrokonzerns ABB (+2,1%).

Die Aktien der Banken, die am Vortag aufgrund der schwindenden Zinsfantasien unter die Räder geraten waren, setzen ebenfalls zu einer Erholung an. Julius Bär (+1,4%), CS und UBS (je +0,3%) ziehen etwas an. Dabei dürften CS und UBS von Analystenkommentaren gebremst werden. KBW setzte die Kaufempfehlung für UBS und KeplerCheuvreux die für CS ab. Als Stützen des Marktes erweisen sich die Schwergewichte Nestlé (+1,0%) und Roche (+1,0%), während sich Novartis (-0,1%) nur knapp behaupten können.

Am breiten Markt sind die Arzneimittelhersteller Basilea (+2,5%) und Cosmo (+6,4%) nach Zahlen gefragt. Zu höheren Kursen gehandelt werden zudem Zur Rose (+4,6%), Dufry (4,0%) und Leclanché (5,8%), die damit die jüngsten Verluste ausgleichen.

— cash (@cashch) February 15, 2022

+++

11:15

Inmitten der Ukraine-Krise ist Gold als sicherer Anlagehafen wieder stärker gefragt. Am Dienstag stieg der Preis für eine Feinunze (rund 31,1 Gramm) des Edelmetalls zwischenzeitlich bis auf 1879 US-Dollar. Damit wurde der höchste Stand seit Juni 2021 markiert. Seit vergangenen Freitag hat der Goldpreise um etwa 50 Dollar zugelegt, kurz vor der Jahreswende hatte das Edelmetall noch etwa 100 Dollar weniger gekostet.

Gold sei derzeit als sicherer Hafen stark gefragt, heisst es in einem Marktkommentar der Commerzbank. Hintergrund sind die Spannungen an der ukrainisch-russischen Grenze. Marktteilnehmer steuern in ungewissen Zeiten vermehrt Sachwerte wie Gold an, während riskantere Anlagen wie Aktien eher an Wert verlieren.

Gebremst wird das Edelmetall jedoch durch vielerorts steigende Kapitalmarkzinsen, die das zinslose Gold im Vergleich zu zinstragenden Anlagen weniger lukrativ erscheinen lassen. Hinzu kommt der zuletzt aufwertende US- Dollar, der ein Hemmnis für die Nachfrage aus Ländern ausserhalb des Dollarraums darstellt. Gold wird in der Regel in der US-Währung gehandelt.

+++

— Bloomberg Markets (@markets) February 15, 2022

+++

11:00

Neue Kursziele für Schweizer Aktien:
Credit Suisse: Kepler Cheuvreux senkt auf Hold (Buy) - Ziel 8,50 (11) Fr.
Ems-Chemie: Kepler Cheuvreux senkt auf 900 (950) Fr. - Hold
Ems-Chemie: Vontobel erhöht auf 1040 (1032) Fr. - Hold
Ems-Chemie: UBS erhöht auf 960 (930) Fr. - Neutral
Richemont: Mediobanca senkt auf Neutral; Ziel 150 Fr.

+++

10:15

Bryan Garnier senkt das Kursziel für Temenos auf 143 von 162 Franken (derzeit: 95 Franken). Die Einstufung lautet dennoch weiterhin "Buy". Er habe seine haben EPS-Schätzungen für 2022 um 6, für 2023 um 5 und für 2024 um 3 Prozent reduziert, da Temenos angekündigt habe, sein Geschäftsmodell auf Abonnements umzustellen, und die 2021-Ergebnisse leicht unter den Erwartungen liegen, so Analyst Gregory Ramirez. Dies liege daran, dass mehr Serviceleistungen an Systemintegratoren vergeben wurden. Die Umstellung auf Abonnements dürfte sich zudem kurzfristig negativ auf den freien Cashflow auswirken, aber der Anteil der wiederkehrenden Einnahmen wiederum dürfte bis 2025 von 65 auf 85 Prozent steigen.

+++

09:30

Der Swiss Market Index steht eine halbe Stunde nach Handelsbeginn nun deutlich höher bei plus 1 Prozent. 

Beste Aktie ist ABB mit einem Plus von 2 Prozent.

+++

09:05

Der Swiss Market Index eröffnet den Handel mit einem Plus von 0,4 Prozent. Die Ukraine-Krise hält laut Händlern die Märkte weiterhin fest im Griff. Zwar sandte Russland Signale für eine Gesprächsbereitschaft aus und westliche Staaten setzten weiter auf Diplomatie. Doch die Marktteilnehmer trauen der Sache nicht und dürften daher um risikoreiche Anlagen weiterhin einen Bogen machen. Derweil schütte James Ballard, Gouverneur der US-Notenbank Fed von St. Louis, noch zusätzlich Öl ins Zins- und Inflationsfeuer, sagt ein Händler. Das Fed müsse die Zinserhöhungen möglicherweise vorverlegen und den Leitzins schon vor dem 1. Juli um 100 Basispunkte straffen, sagte Ballard. Angesichts des anhaltenden Inflationsdrucks, der restriktiven Haltung des Fed und der aktuellen geopolitischen Risiken rät die Credit Suisse zu Vorsicht. 

Am höchsten steigt Lonza mit einem Plus von 1 Prozent. UBS und Credit Suisse dagegen fallen 0,8 Prozent. Die Bankaktien hatten schon am Montag deutliche Verluste verzeichnet. Die Aussicht auf höhere Zinsen und damit auch auf bessere Ertragsmöglichkeiten schwinde, heisst am Markt. Denn in unruhigen Zeiten wichen die Anleger auf sichere Anleihen aus, was die Renditen drücke. Zudem dürften die Zentralbanken dann auch kaum die Zügel straffen.

Die Aktie von Temenos fällt nach Vorlage der Jahreszahlen 10 Prozent. Der Softwarespezialist Temenos ist im vierten Quartal 2021 zwar gewachsen, aber hinter den Markterwartungen zurückgeblieben. Die Anleger sollen trotzdem eine höhere Dividende erhalten. Straumann fallen ebenfalls nach den Jahreszahlen, das Minus fällt mit 1,4 Prozent aber geringer aus.

Dagegen sind die Arzneimittelhersteller Basilea (plus 1,4 Prozent) und Cosmo (plus 7 Prozent) höher. Basilea ist stärker gewachsen als erwartet und hat einen Betriebsgewinn von 1,2 Millionen Franken erzielt. Für das kommende Jahr 2023 strebt das Unternehmen eine nachhaltige Profitabilität an. Zudem will das Unternehmen die Bereiche Antiinfektiva und Onkologie trennen. Cosmo hat nach vorläufigen Angaben 2021 deutlich mehr verdient als erwartet und will daher erstmals seit längerem wieder eine Dividende auszahlen.

+++

08:10

Der Swiss Market Index wird vorbörslich bei Julius Bär kaum verändert geschätzt. Alle SMI-Aktien notieren leicht im Plus, ausser Credit Suisse und UBS. Die beiden Bankaktien verlieren vorbörslich 0,9 Prozent. Am breiten Markt fallen Temenos nach Vorlage der Jahreszahlen 4 Prozent.

— cash (@cashch) February 14, 2022

Die Furcht vor einem Einmarsch Russlands in die Ukraine drückte den SMI am Montag 1,7 Prozent. Die Ukraine-Krise sorgt weiter für Verunsicherung unter den Investoren. "Die grosse Befürchtung ist, dass Sanktionen gegen russisches Öl und Gas das weltweite Angebot noch weiter einschränken und so die Preise für Energie weiter in die Höhe treiben könnten", sagte Konstantin Oldenburger, Marktanalyst vom Handelshaus CMC Markets. Dies würde die Inflation weiter ankurbeln und zugleich die Verbraucherausgaben drücken. 

+++

07:30

Neue Kursziele für Schweizer Aktien:
Clariant: Société Générale senkt auf 17 (22) Fr. - Hold
Clariant: Jefferies senkt auf "Halten", Preisziel 18 Fr.
UBS: KBW senkt auf  "Market Perform", Preisziel 20.50 Fr.

+++

07:15

Nach der jüngsten Rally geht es beim Ölpreis am Dienstag bergab. Das Nordseeöl Brent verbilligt sich um bis zu 0,8 Prozent auf 95,69 Dollar je Fass. Das US-Öl WTI notiert mit 94,57 Dollar je Fass 0,9 Prozent niedriger. Die Furcht vor einem Einmarsch Russlands in die Ukraine hatte die Preise zu Wochenbeginn auf ein Siebeneinhalb-Jahres-Hoch getrieben. Brent hatte in der Spitze 96,78 Dollar je Fass, WTI 95,82 Dollar je Fass gekostet.

+++

06:10

Der Swiss Market Index wird vorbörslich bei der IG Bank 0,17 Prozent höher geschätzt. Der sich zuspitzende Ukraine-Konflikt und die Gefahr vor einem Einmarsch der russischen Streitkräfte ins Nachbarland hatten die Anleger am Montag stark verunsichert und den weltweiten Finanzmärkten arg zugesetzt. Auch die Schweizer
Börse brach am Montag gemessen am Leitindex SMI um 1,7 Prozent auf 12'026 Punkte ein. 

+++

06:00

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,4 Prozent tiefer bei 26'978 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 0,3 Prozent und lag bei 1926 Punkten.

Die Börse in Shanghai lag 0,4 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gewann 0,7 Prozent.

Die anhaltenden Sorgen über die Spannungen zwischen Russland und der Ukraine haben auch am Dienstag die asiatischen Aktienindizes fest im Griff. "Das geopolitische Risiko wird in dieser Woche eindeutig die Stimmung an den Märkten bestimmen", sagte Marcella Chow, Global Markets Strategin bei JPMorgan. "Die allgemeine Risikobereitschaft der Anleger wird unter Druck stehen, und deshalb erwarten wir eine Flucht in Gold, US-Dollar und längerfristige Staatsanleihen."

Der Goldpreis legt am Dienstag um 0,4 Prozent auf 1879 Dollar zu. Das ist der höchste Stand seit acht Monaten.

— Daniel D. Eckert (@Tiefseher) February 12, 2022

+++

05:45

Im asiatischen Devisenhandel verlor der Dollar 0,1 Prozent auf 115,42 Yen und gab 0,1 Prozent auf 6,3533 Yuan nach. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent niedriger bei 0,9237 Franken. Parallel dazu blieb der Euro fast unverändert bei 1,1308 Dollar und notierte kaum verändert bei 1,0449 Franken. Das Pfund Sterling stagnierte bei 1,3532 Dollar.

+++

02:00

Die anhaltenden Sorgen vor einer Eskalation der Ukraine-Krise und einem deutlicher als erwarteten US-Zinsanstieg haben die Wall Street auch zum Wochenauftakt belastet. Der Dow-Jones-Index schloss knapp 0,5 Prozent tiefer bei 34'566 Punkten, nachdem er im Verlauf bis auf rund 34'300 Stellen abgesackt war. Der breiter gefasste S&P 500 gab 0,4 Prozent nach auf 4401 Zähler, der Index der Technologiebörse Nasdaq beendete die Sitzung kaum verändert bei 13'790 Punkten.

Der US-Volatilitätsindex, der auch als Angstindikator der Wall Street bekannt ist, legte zwischenzeitlich 17 Prozent zu, am Ende waren es knapp fünf Prozent. Dazu trug auch die erneute Forderung des US-Notenbankers James Bullard nach einer kräftigen Zinserhöhung bei. Die Fed sollte aus seiner Sicht in den drei Sitzungen bis zum 1. Juli die Zinsen um insgesamt einen vollen Prozentpunkt anheben. Das würde bedeuten, dass einer der drei Schritte mindestens einen halben Prozentpunkt beträgt. Eine solch kräftige Anhebung hatten die meisten Experten bis zur vergangenen Woche noch nicht auf dem Zettel.

Im Blick hatten Anleger auch den Ölpreis. Spekulationen auf Lieferausfälle verteuerten die Sorte Brent aus der Nordsee vorübergehend um fast zwei Prozent auf 96,42 Dollar pro Barrel und damit auf den höchsten Stand seit Oktober 2014. "Jede Unterbrechung der Ölströme aus der Region würde die Preise für Brent und WTI weit über die 100-Dollar-Marke steigen lassen", warnte Nishant Bhushan, Ölmarktanalyst bei Rystad Energy.

Am Aktienmarkt waren Chipwerte gefragt, die am Freitag im Schnitt um 4,6 Prozent eingebrochen waren. So legte Nvidia 1,3 und AMD um ein Prozent zu. Aktien des US-Reifenherstellers Goodyear stiegen um 1,5 Prozent. Die Analysten von J.P. Morgan stuften die Titel auf "übergewichten" von "neutral" hoch. Goodyear werde von einer Erholung des Ersatzteilgeschäfts profitieren, hiess es.

Moderna sackten indes um 11,7 Prozent auf 142,50 Dollar ab. Der Konzern hatte am Freitagabend mitgeteilt, das Top-Management habe sich von Aktien des Impfstoff-Herstellers getrennt. Die Papiere sind, wie einige andere Unternehmen der Branche, seit längerem auf Talfahrt. Mitte August hatten sie noch bei knapp 500 Dollar notiert.

(cash/AWP/Bloomberg/Reuters)