13:45
Es ist der höchste Stand seit dem 30. Januar. Der Preis liegt damit aber noch deutlich unter seinem Rekordhoch von knapp 5.600 Dollar. Auf den damals rasanten Anstieg folgte dann Anfang Februar der Sturz bis auf fast 4.400 Dollar. Seither geht es in der Tendenz wieder nach oben. Trotz der scharfen Preiskorrektur kostet Gold aktuell aber immer noch mehr als Anfang des Jahres.
Die Anleger warten jetzt auf den US-Arbeitsmarktbericht, der am frühen Mittwochnachmittag ansteht. Sie erhoffen sich vor allem Aufschluss über die künftige Geldpolitik der US-Notenbank Fed. Höhere Zinsen belasten tendenziell die Edelmetallpreise, da Gold und Silber keine Zinsen abwerfen. Am Freitag stehen zudem die Verbraucherpreise für den Monat Januar auf dem Kalender. Zuletzt waren die Zinssenkungserwartungen durch die Nominierung von Kevin Warsh zum US-Notenbankchef gedämpft worden.
Noch deutlicher zugelegt hat der Preis für eine Feinunze Silber zur Wochenmitte auf zuletzt rund 86 Dollar. Im frühen Handel hatte der Preis noch über 5 Dollar niedriger gelegen.
Grund für die deutlichen Gewinne von Gold und Silber seit Ende 2025 sind neben der US-Geldpolitik vor allem die vielen Krisen weltweit. Edelmetalle - allen voran Gold - gelten bei vielen Investoren als sichere Häfen in Krisenzeiten. Auch kaufen Notenbanken wie die chinesische und indische schon länger umfangreich Gold zu, auch um sich unabhängiger vom US-Dollar zu machen. Silber ist zudem ein wichtiges Industriemetall, das für viele Anwendungen rund um Künstliche Intelligenz, Robotik und Energie benötigt wird.
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13:15
Die Futures der US-Aktienmärkte liegen in der Gewinnzone:
Unteressen steht die Schweizer Börse gemessen am SMI 0,10 Prozent höher. Damit löst sich der Leitindex aus den Verlusten vom Mittwochvormittag heraus.
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11:40
Der Schweizer Aktienmarkt steht gemessen am SMI 0,16 Prozent tiefer. Der Leitindex notiert bei 13'497 Punkten.
Die Investoren sind vor den am Mittwochnachmittag anstehenden wichtigen US-Daten zurückhaltend. Zudem weiten sich die Sorgen um die «disruptiven» Veränderungen von KI für viele wirtschaftliche Sektoren aus. Und die hohe Schuldenaufnahme einiger grosser US-Techkonzerne facht die Angst um zu hohe Bewertungen in der Branche weiter an.
Am Nachmittag richtet sich dann der Fokus auf den verschobenen US-Arbeitsmarktbericht. Bereits im Detailhandelsumsatz hatte sich eine merkliche Abkühlung beim US-Konsum gezeigt - nun werde darauf geschaut, inwieweit der US-Arbeitsmarkt seine Abschwächung fortsetzt oder sogar beschleunigt, so ein Händler.
Bei einer negativen Überraschung und dann möglicherweise rückläufigen Inflationsdaten am Freitag könnten neue Zinssenkungshoffnungen aufflammen. «Obwohl es schon ein wenig paradox wäre, wenn sich Powell nach dem Streit mit Trump doch noch mit einer Lockerung verabschieden würde», so ein Experte.
Für den Aufzugbauer Schindler (-7,0 Prozent) geht es nach Zahlen massiv abwärts. Die Ergebnisse des Geschäftsjahres 2025 fielen nach Ansicht von Analysten durchzogen aus. Die angekündigte Sonderdividende trägt offenbar wenig zur Beruhigung bei.
Nach eigentlich starken Zahlen liegen auch SGS (-3,2 Prozent) im Angebot. Händler sprechen von Gewinnmitnahmen, nachdem die Titel zuletzt stark gelaufen waren.
Von den heutigen KI-Sorgen sind gleich zwei Branchen betroffen. So hatten am Vortag in den USA Aktien von Finanzdienstleistern nachgegeben und entsprechend fallen hierzulande nun Julius Bär (-4,1 Prozent), UBS (-3,4 Prozent) und auch Partners Group (-2,7 Prozent) zurück.
Das Startup Altruist hatte ein KI-gestütztes Tool eingeführt, das bei Investment-, Steuer- und Vermögensverwaltungsstrategien hilft. Das schürte die Besorgnis der Anleger gegenüber traditionellen Finanzunternehmen. «Mittlerweile kann KI durchaus Funktionen übernehmen, die lange Zeit menschlichen Beratern vorbehalten war», so ein Börsianer.
Auch Tech-Werte wie Comet (-0,6 Prozent), Inficon (-1,3 Prozent) oder AMS Osram (-4,0 Prozent) sind unter Druck. Hier facht der massive Kapitalhunger der grossen US-Techunternehmen wie Google die Angst vor zu hohen Bewertungen wieder an. Zudem sei es für die «kleineren» Vertreter der Branche nicht so leicht, sich das nötige Investitionskapital zu beschaffen. «Sie müssen auf Zinssenkungen hoffen - die aber vielleicht mit dem neuen Fed-Chef nicht so rasch kommen wie gewünscht», so ein Händler.
Lem (-1,8 Prozent) verlieren nach dem Ausschluss aus dem MSCI Global Small Cap Index, während SMG (+1,2 Prozent) von einer Aufnahme in diesen profitieren.
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11:30
Der diplomatische Dialog zwischen den beiden Ländern dauere zwar an, die Stimmung bleibe aber fragil, schrieben die Analysten der LSEG. Sie verwiesen auf den anhaltenden Sanktionsdruck, Zolldrohungen und die verstärkte militärische Präsenz der USA in der Region.
US-Präsident Donald Trump hatte der Führung in Teheran auch mit Blick auf die jüngste Niederschlagung der Protestbewegung wiederholt mit einem Militärschlag gedroht.
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10:55
Dassault vergrault die Anleger mit enttäuschenden Wachstumszahlen und trübt damit die Stimmung im gesamten europäischen Technologiesektor. Die Aktien von Dassault stürzen in Paris um bis zu 21,8 Prozent ab.
Der Technologieindex fällt um zwei Prozent und führt damit die branchenweiten Verluste an. Bei den Franzosen wuchs der Umsatz im vierten Quartal währungsbereinigt nur um ein Prozent. Die Ergebnisse seien schlimmer ausgefallen, als selbst die grössten Pessimisten befürchtet hätten, sagen die Analysten von JP Morgan.
Das Umfeld für Softwarefirmen verzeihe momentan keine Fehler. Grund dafür sind anhaltende Sorgen über die Auswirkungen neuerer Modelle Künstlicher Intelligenz auf traditionelle Unternehmen.
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10:20
Die Aktien von AMS Osram verlieren 3 Prozent und stehen nun bei 8,40 Franken. Dabei hatten sie sich in den vergangenen Tagen deutlich vorgearbeitet. Geholfen haben hierbei die Zahlenvorlage zum vierten Quartal respektive zum Gesamtjahr 2025 sowie die Nachricht, das Unternehmen werde Teile des Sensorengeschäfts an Infineon verkaufen. Die Verschuldung soll dadurch sinken.
Zwar gab es am Mittwoch durchaus positive Kommentare von Analysten. So erhöhte Kepler Cheuvreux das Rating auf Hold von Reduce und zog das Kursziel auf 8,80 von 8,00 Franken nach.
Demgegenüber stehen Gewinnmitnahmen, wie Händler sagen. Zudem hat die Deutsche Bank das Rating auf Hold von Buy gesenkt und das Kursziel bei 9,50 Franken belassen.
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09:55
Der Schweizer Aktienmarkt steht gemessen am SMI 0,16 Prozent tiefer. Der Leitindex notiert bei 13'497 Zählern.
Vor wichtigen US-Daten halten sich Anleger zurück und sind doch etwas nervös. Zudem sind die Vorgaben bestenfalls mässig. An der Wall Street hatten am Vortag sowohl der Dow Jones als auch die Tech-Börse Nasdaq nach Börsenschluss in Europa etwas an Terrain eingebüsst. Kommentare von Fed-Mitgliedern zu möglicherweise länger unveränderten Zinsen hätten die Aktienmärkte etwas ausgebremst, so Börsianer.
Am Nachmittag richtet sich dann der Fokus auf den von vergangener Woche verschobenen US-Arbeitsmarktbericht. Mit dem am Vortag publizierten Detailhandelsumsatz hatte sich bereits eine merkliche Abkühlung beim US-Konsum gezeigt - nun werde darauf geschaut, inwieweit der US-Arbeitsmarkt seine Abschwächung fortsetzt oder sogar beschleunigt, so ein Händler. Weitere Hinweise auf die Fed-Politik liefern dann am Freitag die Inflationsdaten. Ansonsten ist die Berichtssaison weiter in vollem Gange.
Für den Aufzugbauer Schindler (-8,5 Prozent) geht es nach Zahlen massiv abwärts. Die Ergebnisse des Geschäftsjahres 2025 fielen nach Ansicht von Analysten durchzogen aus. Die angekündigte Sonderdividende trägt offenbar wenig zur Beruhigung bei.
Bei SGS (-2,9 Prozent) fielen die Zahlen zwar besser aus, die zuletzt gut gelaufenen Titel geben dennoch nach. Der Warenprüfkonzern blickt auf ein erfreuliches Geschäftsjahr zurück und übertrifft die Analystenerwartungen bei Umsatz und Gewinn.
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09:25
Neue Kursziele und Ratings für Schweizer Aktien:
- AMS Osram: Kepler Cheuvreux erhöht auf Hold (Reduce) - Ziel 8,80 (8) Fr.
- AMS Osram: Vontobel erhöht auf 9,30 (9) Fr. - Hold
- AMS Osram: Deutsche Bank senkt auf Hold von Buy - Ziel 9,50 Fr.
- Vontobel: UBS erhöht auf 71 (61,50) Fr. – Neutral
- Interroll: UBS senkt auf 2500 (2652) Fr. – Buy
- Ems-Chemie: Julius Bär erhöht auf 680 (640) Fr. – Hold
- Landis+Gyr: Berenberg senkt auf 70 (80) Fr. – Buy
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09:20
Seit dem Erdrutschsieg von Premierministerin Sanae Takaichi am Wochenende hat die japanische Landeswährung deutlich zugelegt. Analysten erwarten jedoch langfristig eine Abschwächung des Yen, da Takaichis Finanzpolitik die ohnehin zuletzt gebeutelte Währung weiter belasten dürfte. Unter anderem sind Steuersenkungen und eine massive Aufrüstung des Militärs geplant.
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09:10
Der SMI verliert zum Start am Mittwoch 0,22 Prozent. Der Leitindex steht bei 13'490 Punkten.
Grösster Gewinner ist Amrize (plus 1,8 Prozent), gefolgt von Zurich Insurance (plus 0,5 Prozent) und Swisscom (plus 0,4 Prozent).
Unter Druck sind die Finanzwerte Partners Group (minus 1,6 Prozent) und UBS (minus 0,8 Prozent) sowie Logitech (minus 1,1 Prozent) und Roche (0,9 Prozent).
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08:05
Der SMI steht im vorbörslichen Handel bei Julius Bär 0,12 Prozent höher.
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07:20
Der Dax wird am Mittwoch der Kursentwicklung an den Terminmärkten zufolge fester in den Handel starten. Am Dienstag ging der deutsche Leitindex knapp im Minus bei 24'988 Punkten aus dem Handel. Nach gemischt ausgefallenen Konzernbilanzen hatten die US-Börsen uneinheitlich geschlossen.
Im Fokus zur Wochenmitte steht der US-Arbeitsmarktbericht. Erwartet wird, dass sich der zuletzt maue Jobaufbau im Januar etwas verstärkt hat. Experten erwarten ein Stellenplus ausserhalb der Landwirtschaft von 70'000, nach 50'000 im Dezember. Die Arbeitslosenquote dürfte bei 4,4 Prozent verharren. Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht zudem die Geopolitik.
US-Präsident Donald Trump und der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu kommen in Washington zusammen, um über das weitere Vorgehen im Konflikt mit dem Iran zu beraten.
Auf der Unternehmensseite blicken Anleger auf die Geschäftszahlen der Commerzbank, der Thyssenkrupp-Rüstungstochter TKMS, des Energietechnikkonzerns Siemens Energy und der US-Tochter der Deutschen Telekom, T-Mobile.
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06:20
Der Swiss Market Index (SMI) steht vorbörslich bei der IG Bank 0,14 Prozent höher bei 13'525 Punkten.
Am Mittwoch legen Schindler, SGS und die St. Galler Kantonalbank (SGKB) ihre Ergebnisse des Jahres 2025 vor.
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06:10
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04:45
Schwächer als erwartet ausgefallene US-Einzelhandelsumsätze haben die Hoffnung auf eine baldige Zinssenkung in den USA geschürt und den Anleihemärkten Auftrieb gegeben. Die Daten zeigten für Dezember einen Rückgang der Kernumsätze um 0,1 Prozent, zudem wurden die Zahlen für November und Oktober nach unten korrigiert.
An den asiatischen Börsen sorgte dies für eine überwiegend freundliche Stimmung, auch wenn der Handel wegen eines Feiertags in Japan und Hongkong ausgedünnt war. Der australische Leitindex legte um ein Prozent zu. Angetrieben wurde er von einem Kurssprung von sieben Prozent bei der Commonwealth Bank of Australia nach Vorlage von Rekordergebnissen.
Dagegen brachen die Aktien des Biotech-Unternehmens CSL um zwölf Prozent ein, nachdem ein Gewinnrückgang und der Abgang des Vorstandschefs bekanntgegeben wurden. Die Börse in Shanghai tendierte fester. Schwache Inflationsdaten untermauerten dort die Erwartung weiterer Konjunkturhilfen.
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03:25
Am Devisenmarkt setzte der Yen seinen Erholungskurs fort. Nach dem Wahlsieg von Premierministerin Sanae Takaichi überdenken einige Investoren ihre Annahmen. Der Dollar verlor 0,5 Prozent auf 153,59 Yen und legte leicht auf 6,9113 Yuan zu.
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02:40
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23:50
Kommentare aus den Reihen der US-Notenbank Fed zur Zinsentwicklung haben die US-Börsen am Dienstag ausgebremst. Im frühen Handel noch auf einem Rekordhoch bei fast 50'513 Punkten, beendete der Leitindex Dow Jones Industrial den Handel mit plus 0,10 Prozent auf 50'188 Zählern.
Der marktbreite S&P 500 gab um 0,33 Prozent auf 6942 Punkte nach. Der von Tech-Schwergewichten dominierte Nasdaq 100 sank um 0,56 Prozent auf 25'128 Zähler. Unter den «Magnificent Seven» verbuchte nur Tesla Kursgewinne.
Laut der Präsidentin der Federal Reserve Bank of Cleveland, Beth Hammack, könnten die Zinsen für längere Zeit unverändert bleiben. Die Auswirkungen der jüngsten Zinssenkungen sollten erst einmal bewertet und die weitere Entwicklung der Wirtschaft beobachtet werden. Zinssenkungshoffnungen bekamen damit einen Dämpfer.
Quartalsbilanzen und Prognosen von Unternehmen prägten ansonsten das Geschehen am Dienstag, während die Dezember-Einzelhandelsumsätze enttäuschten. Marktteilnehmer fokussieren sich nun auf die Veröffentlichung des monatlichen Arbeitsmarktberichts am Mittwoch. Am Freitag steht zudem die Bekanntgabe der Konsumentenpreise an. Die Daten dürften Hinweise auf das weitere Vorgehen der US-Notenbank Fed geben.
Die Titel des Chemiekonzerns Dupont gewannen dagegen rund 5 Prozent, hier hatte der Quartalsgewinn die Prognosen am Markt übertroffen.
Der Reifenhersteller Goodyear rechnet im ersten Quartal mit sinkenden Volumina, welche das Jahresergebnis belasten dürften. Daraufhin sackte der Kurs um 13,5 Prozent ab.
Die Aktien von Spotify schnellten um 14,8 Prozent nach oben. Der Streamingdienst hatte im vierten Quartal dank wachsender Abonnentenzahl deutlich mehr als ein Jahr zuvor verdient.
(cash/AWP/Bloomberg/Reuters)

