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17:35

Die Schweizer Börse hat am Donnerstag nachgegeben. Überraschend starke US-Arbeitsmarktdaten verunsicherten die Anleger. Der unerwartete Rückgang der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe fachte die Zinsängste neu an. Befürchtet wird, dass ein robuster Arbeitsmarkt die amerikanischen Währungshüter dazu veranlassen könnte, die Zügel bei den Zinserhöhungen wieder anzuziehen. Der Leitindex SMI liegt bei Handelsschluss 0,4 Prozent im Minus bei 11'247 Punkten.

Ein Branchentrend zeichnete sich nicht ab. Bei den zuletzt gefragten Indexschwergewichten strichen Investoren ihre Gewinne ein: Der Lebensmittelkonzern Nestle verlor 1,5 Prozent an Wert. Die Anteile der Pharmariesen Roche und Novartis gaben 0,8 Prozent nach. Gefragt waren dagegen die Banken. Die Aktien der Credit Suisse zogen nach dem jüngsten Kurssturz weitere 2,1 Prozent an. Die Anteile von Rivale UBS verteuerten sich um 0,9 Prozent.

Nach überraschend guten Umsatzzahlen des US-Chipherstellers Nvidia griffen die Anleger auch bei Technologiewerten zu. Die Anteile des Computerzubehör-Herstellers Logitech stiegen um 1,7 Prozent. Am breiten Markt rückten die Titel des Halbleiterherstellers AMS Osram 3,8 Prozent vor und die des Halbleiterausrüsters VAT 2,1 Prozent.

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17:00

Der Euro ist am Donnerstag unter 1,06 US-Dollar gefallen. Im Tief kostete die Gemeinschaftswährung 1,0586 Dollar. Dies war der niedrigste Stand seit Anfang Januar. Am Nachmittag erholte sich der Euro zwar wieder ein wenig, mit aktuell 1,0598 Dollar liegt er aber immer noch unter der Marke von 1,09 Dollar.

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16:30

Unter den Markterwartungen ausgefallene Verkaufzahlen setzen die Aktien von Domino's Pizza unter Druck. Die Titel der weltgrössten Pizzakette verlieren kurz nach Börseneröffnung in New York bis zu knapp zwölf Prozent und erreichen damit den niedrigsten Stand seit Oktober 2022. Die Verkaufszahlen stiegen im vierten Quartal um 0,9 Prozent, Analysten waren von einem Anstieg in Höhe von 3,69 Prozent ausgegangen. Preisanhebungen in Reaktion auf die hohe Inflation haben dem Konzern zufolge die Nachfrage gedämpft. Zudem hätte ein Mangel an Fahrern für längere Wartezeiten bei Bestellungen gesorgt und die Verkaufszahlen weiter unter Druck gesetzt.

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16:00

An den US-Börsen stehen die Zeichen am Donnerstag vor allem im Tech-Sektor auf Erholung. Diese wird mit angetrieben von einem starken Ausblick des Chipkonzerns Nvidia . Der Nasdaq 100 legte im frühen Handel um 0,93 Prozent auf 12'178 Zähler zu. Beim Dow Jones Industrial stand ein Plus von 0,29 Prozent auf 33'139 Zähler zu Buche. Der breit gefasste S&P 500 gewann 0,59 Prozent auf 4014 Punkte.

Nach dem erneuten Kursrutsch am Dienstag war der Dow am Vortag kurz vor Schluss noch auf das tiefste Niveau seit Anfang Januar abgerutscht, weil die Verunsicherung nach dem veröffentlichten Sitzungsprotokoll der US-Notenbank Fed noch anhielt. Beim technologielastigen Nasdaq 100 war am Mittwoch erstmals seit Februar wieder die runde 12'000-Punkte-Marke in Gefahr geraten, die er aber letztlich hielt.

Laut LBBW brachte das Protokoll nur wenig neue Erkenntnisse. Dass die Anleger nun wieder etwas mutiger werden, wurde neben Nvidia auch mit etwas mehr Zuversicht in Zusammenhang gebracht, dass das Zinshoch in den USA auf einem mittlerweile eingepreisten Niveau liegen könnte. Im Schnitt werde der Höchstwert der Zinskurve im Juli bei 5,55 Prozent erwartet, nach 4,9 Prozent zum Jahreswechsel.

Welchen geldpolitischen Spielraum die Konjunktur zulässt, darüber vermittelten am Donnerstag frische Wirtschaftsdaten Eindrücke: Das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts blieb im vierten Quartal etwas hinter den Erwartungen zurück, wie die zweite Schätzung zeigte. Dagegen fielen die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe überraschend.

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15:35

Der Dow Jones startet am Donnerstag mit einem Plus von 0,4 Prozent. Auch der Nasdaq (+1,1 Prozent) und der S&P 500 (+0,8 Prozent) legen zu.

 

US-Staatsanleihen sind am Donnerstag mit Kursverlusten in den Handel gegangen. Der Terminkontrakt für zehnjährige Anleihen (T-Note-Future) fiel zur Eröffnung um 0,25 Prozent auf 110,92 Punkte. Die Rendite zehnjähriger Staatspapiere betrug 3,96 Prozent. Sie bewegt sich damit in der Nähe ihres unlängst markierten Dreimonatshochs.

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Auf diesen Umstand hatte auch Analyst Konstantin Oldenburger vom Broker CMC bereits vor der Veröffentlichung des Protokolls hingewiesen. Es sollte daher nicht überbewertet werden, denn die nach der Sitzung veröffentlichten Wirtschaftsdaten indizierten weiterhin eine hartnäckige Inflation. Das Stimmungsbild innerhalb des geldpolitischen Gremiums, so Oldenburger, dürfte sich inzwischen verändert haben und dies sicher nicht zum Guten.

Positiv auffällig waren zur Wochenmitte unter den Tech-Werten an der Nasdaq Palo Alto , die um 12,5 Prozent in die Höhe schnellten. Börsianer sprachen von "sehr starken" Quartalszahlen des IT-Sicherheitsunternehmens. Analyst Brian Essex von JPMorgan lobte das Ergebnis in einem Umfeld schwieriger konjunktureller Bedingungen.

Zu den Verlierern zählten die Aktien des Chipherstellers Intel . Beeinträchtigt davon, dass die Quartalsdividende fast gedrittelt wird, fielen sie um 2,3 Prozent.

Für Schlagzeilen sorgten die beendeten Gespräche des Medienkonzerns News Corp mit dem Immobiliensektor-Informationsdienst Costar über die Tochter Move Inc, die ein US-Immobilienportal betreibt. Beide Aktien litten darunter: News Corp büssten 3,2 Prozent ein, Costar 5,1 Prozent. Bei letzterer kam ein enttäuschender Ausblick als Belastung hinzu.

(cash/Reuters/Bloomberg/AWP)

14:50

Der Nasdaq 100 wird vom Broker IG 0,8 Prozent höher auf 12'157 Zähler taxiert. Beim Dow Jones Industrial lässt die Taxe ein Plus von 0,1 Prozent auf 33'079 Zähler erwarten.

Nach dem erneuten Kursrutsch am Dienstag war der Dow am Vortag kurz vor Schluss noch auf das tiefste Niveau seit Anfang Januar abgerutscht, weil die Verunsicherung nach dem veröffentlichten Sitzungsprotokoll der US-Notenbank Fed noch anhielt. Beim technologielastigen Nasdaq 100 war am Mittwoch erstmals seit Februar wieder die runde 12'000-Punkte-Marke in Gefahr geraten, die aber letztlich gehalten werden konnte.

Laut der LBBW brachte das Protokoll nur wenig neue Erkenntnisse. Dass die Anleger nun wieder etwas mutiger werden, wurde neben Nvidia auch mit etwas mehr Zuversicht in Zusammenhang gebracht, dass das Zinshoch in den USA auf einem mittlerweile eingepreisten Niveau liegen könnte. Im Schnitt werde der Höchstwert der Zinskurve im Juli bei 5,55 Prozent erwartet, nach 4,9 Prozent zum Jahreswechsel.

Welchen geldpolitischen Spielraum die Konjunktur zulässt, darüber vermittelten am Donnerstag frische Wirtschaftsdaten neue Eindrücke: Das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts blieb im vierten Quartal etwas hinter den Erwartungen zurück, wie die zwei Schätzung zeigte. Dagegen sind die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe überraschend gefallen.

An der Nasdaq heizte vor allem Nvidia die Stimmung an mit einem starken Umsatzausblick, der als Signal gewertet wurde, dass sich der Vorstoss des Chip- und Prozessorherstellers bei Lösungen für die künstliche Intelligenz (KI) lohnt. Der Kurs zog vorbörslich um 10,7 Prozent an und hievte auch andere Branchenwerte mit nach oben - vor allem solche, die sich auch in der KI-Welt engagieren. Die Papiere von AMD zum Beispiel fielen mit Kursgewinnen von 4,1 Prozent auf.

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13:15

Der Dollar bleibt angesichts der Spekulationen auf weiter steigende US-Zinsen gefragt. Der Dollar-Index, der die Devise zu anderen wichtigen Währungen misst, steigt um 0,2 Prozent auf 104,68 Punkte und markiert damit den höchsten Stand seit rund anderthalb Monaten. Händler hielten nach den jüngsten Sitzungsprotokollen der Federal Reserve weitgehend an der Ansicht fest, dass die US-Zentralbank die Zinsen bei ihren nächsten drei Sitzungen um je 25 Basispunkte erhöhen wird.

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Der chinesische Amazon-Wettbewerber Alibaba hat vom Ende der Corona-Maßnahmen in der Volksrepublik profitiert und im Abschlussquartal besser abgeschnitten als erwartet. Der Umsatz stieg um zwei Prozent auf 247,8 Milliarden Yuan (33,9 Milliarden Euro), während Analysten mit 245 Milliarden Yuan gerechnet hatten, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte. Der Nettogewinn schnellte auf 46,8 Milliarden Yuan nach 27,7 Milliarden vor Jahresfrist.

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13:05

Die Futures für die US-Aktienmärkte notieren tiefer: 

Dow Jones Futures: +0,27 Prozent
S&P 500 Futures: +0,48 Prozent
Nasdaq Futures: +0,89 Prozent

Die Schweizer Börse gemessen am Swiss Market Index (SMI) verliert 0,3 Prozent.

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11:45

Der SMI, der zunächst bis 11'320 Punkte gestiegen war, notiert um 0,3 Prozent tiefer auf 11'261 und der breite SPI 0,3 Prozent auf 14'482 Zähler. Der SLI, in dem die 30 wichtigsten Aktien enthalten sind und in dem die Gewichtung der Schwergewichte gekappt ist, hält sich dagegen mit +0,05 Prozent auf 1784 Punkten besser. 

Der Markt setze die Konsolidierungsphase fort. Er bewege sich seit einiger Zeit in einem Seitwärtstrend. Dabei komme es immer wieder zu einem Favoritenwechsel. Derzeit würden Technologie- und Wachstums- sowie Finanzwerte bevorzugt und dagegen defensive Sektoren gemieden. Daher bremsten am Berichtstag die Schwergewichte auch den SMI. Ein Ausbruch aus dem Seitwärtstrend sei derzeit nicht zu erwarten. Dafür fehlten klare Signale seitens Inflation, Konjunktur und Zinsen. Zudem bleibe die Geopolitik weiterhin angespannt.

Dabei habe auch das Sitzungsprotokoll der US-Notenbank Fed, das am Vorabend veröffentlicht wurde, keine neuen Impulse ausgesandt. Dieses zeigte zwar grosse Zustimmung für den kleinen Zinsschritt Anfang Februar, dagegen war aber über eine Zinspause nichts zu lesen. Die Experten der Credit Suisse sehen daher keine neuen geldpolitischen Signale für den seit geraumer Zeit wieder von Zinssorgen geprägten Markt. Das Fed bleibe fokussiert auf Inflationsrisiken, hiess es. Die Wirtschaftsdaten seit der Sitzung hätten die restriktive Haltung der Notenbanker noch untermauert. Die Reise im Kampf gegen die Inflation entwickle sich zu einem Langstreckenflug, kommentierte CMC Markets. Damit dürften Konjunkturdaten weiterhin das Geschehen an den Märkten bestimmen, meinte ein Händler.

Gesucht sind die arg gebeutelten Aktien der Credit Suisse (+2,3 Prozent). Der Titel, der am Dienstag noch ein neues Rekordtief markiert hatte, könne damit den Erholungstrend fortsetze, heisst es am Markt. Die Anteile von Julius Bär legen 1,3 Prozent zu. Rivalin UBS (+0,6 Prozent) hinkt dagegen etwas hinterher.

Zu den grossen Gewinnern zählen die Technologie- und Wachstumswerte AMS Osram (+2,1 Prozent), Straumann (+1,9 Prozent), VAT (+1,3 Prozent) und Logitech (+1,0 Prozent). Straumann und Logitech standen am Vortag stark unter Druck. Straumann profitiere nun von positiven Analystenkommentaren.

Bei Logitech und auch anderen Technologiewerten sorge neben einer technischen Erholung auch die aufgehellte Stimmung im Technologiebereich für Auftrieb. Dafür verantwortlich ist laut Händlern der US-Chiphersteller Nvidia, dessen nachbörslich vorgelegte Zahlen besser als erwartet ausgefallen waren.

Auf der anderen Seite weiten bei den defensiven Schwergewichten Nestlé die Verluste auf 1,2 Prozent aus. Auch Novartis und Roche (je -0,6 Prozent) sowie Swisscom (-0,8 Prozent) geben klar nach und belasten damit den Leitindex.

Holcim (-0,3 Prozent) werden am Tag vor der Bilanzvorlage zu niedrigeren Kursen bewertet. Das starke Ergebnis von Mitbewerber Heidelberg Materials kann damit nicht auf Holcim abstrahlen. Allerdings hat die Holcim-Aktie im laufenden Jahr bereits knapp 20 Prozent gewonnen.

Dafür färbt der starke Kursrückgang von Münchener Rück (-4,8 Prozent) auf den Rivalen Swiss Re (-0,9 Prozent) ab. Die Aktie des deutschen Weltmarktführers gibt nach Zahlen deutlich nach. Allerdings neigten Versicherungswerte zeitweise dazu, sich anders als etwa zyklische Werte zu entwickeln, meint ein Händler.

Am breiten Markt fallen Kudelski (-6,1 Prozent) nach Zahlen negativ auf. Das Ergebnis sei in allen Bereichen enttäuschend ausgefallen, heisst es am Markt. Cembra Money Bank dagegen legen nach Bilanzvorlage um 0,1 Prozent zu. Die auf Konsumkredite spezialisierte Bank hat 2022 den Gewinn vom vorjährigen Rekordniveau aus noch einmal gesteigert.

Dormakaba (+3,2 Prozent) und Zehnder (+4,6 Prozent) steigen dank positiven Analystenkommentaren. Die sehr volatilen Newron-Aktien ziehen um 12 Prozent auf 6,60 Franken an. Am Vortag waren sie um 14 Prozent gefallen. Am Jahresanfang kosteten sie noch 1,55 Franken.

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10:45

Laut dem Protokoll der jüngsten Fed-Sitzung haben die amerikanischen Notenbanker auch die Risiken erörtert, die sich aus der Auseinandersetzung von Demokraten und Republikanern um die Anhebung des Schuldenlimits ergeben. “Langwierige” Verhandlungen “könnten erhebliche Risiken für das Finanzsystem und die Gesamtwirtschaft mit sich bringen”, hiess es. Mehrere Teilnehmer verwiesen auch auf mögliche Herausforderungen bezüglich der Funktionsweise des Kernmarktes für US-Treasuries. In Bezug auf die Geldpolitik gingen die Notenbanker von der Notwendigkeit aus, die Zinsen weiter anzuheben.

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10:20

Aktien von Münchener Rück fallen um bis zu 6,2 Prozent auf ein Sieben-Wochen-Tief von 304,20 Euro. Analysten lobten zwar das Übertreffen des Gewinnziels des Rückversicherers. Allerdings sei schon einiges in den Kursen enthalten. "Mit Blick auf die starke Kursentwicklung 2022 dürften wir heute eine Verschnaufpause bei den Aktien sehen", erklärten die Analysten von JP Morgan. In den vergangenen zwölf Monaten haben die Titel rund 26 Prozent zugelegt.

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Anlegern von Rolls-Royce gefallen die optimistischen Gewinnaussichten für 2023. Die Aktien des britischen Luft- und Raumfahrttechnikkonzerns steigen in London um bis zu 20,3 Prozent auf 129,48 Pence. Damit stehen sie so hoch wie seit Januar 2022 nicht mehr. Nachdem die Gewinnerwartungen im vergangenen Jahr übertroffen worden seien, sei das Unternehmen noch "zu viel mehr fähig", sagte der neue Konzernchef Tufan Erginbilgic.

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10:05

Die Aktien des Schliesstechnikkonzerns Dormakaba gewinnen 4,9 Prozent auf 414,5 Franken, während der Gesamtmarkt gemessen am Swiss Performance Index (SPI) 0,1 Prozent tiefer steht.

Jefferies erhöht das Rating für Dormakaba von "Hold" auf "Buy" , senkt aber das Kursziel von 530 auf 500 Franken. Das implizite Aufwärtspotenzial beträgt 21 Prozent.

Analyst Rizk Maidi glaubt, dass die nun fünf Jahre anhaltende Wertvernichtung der Papiere zu einem Ende gekommen ist. Die Shape4Growth-Strategie biete einen klaren Weg für wieder bessere Erträge. Zudem hätten sich schon erste Verbesserungen gezeigt. Die Aktie sei zudem mit einem Abschlag von 25 bis 30 Prozent zum Wettbewerb zu billig, um sie zu ignorieren, so der Analyst weiter.

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Neue Kursziele und Ratings für Schweizer Aktien:

  • Arbonia: Stifel senkt Kursziel von 16 auf 15,5 Franken, "Buy"
  • Comet: UBS erhöht Kursziel von 259 auf 263 Franken, "Buy"
  • Cosmo: Credit Suisse senkt Kursziel von 70 auf 68 Franken, senkt Rating von "Outperform" auf "Neutral"
  • Dormakaba: Jefferies senkt Kursziel von 530 auf 500 Franken, erhöht Rating von "Hold" auf "Buy"
  • EFG International: Vontobel erhöht Kursziel von 8 auf 9 Franken, "Hold"
  • Oerlikon: Vontobel senkt Kursziel von 7,2 auf 6,3 Franken, "Hold"
  • Roche: Vontobel senkt Kursziel von 392 auf 376 Franken, "Buy"
  • Schindler: Credit Suisse erhöht Kursziel von 195 auf 230 Franken, "Outperform"
  • Schindler: ODDO BHF SCA erhöht Kursziel von 156 auf 184, "Underperform"
  • Schindler: Citigroup erhöht Kursziel von 183 auf 213 Franken, "Neutral"
  • Schindler: Kepler Cheuvreux erhöht Kursziel von 205 auf 215 Franken, "Hold"
  • Schindler: Société Générale erhöht Kursziel von 150 auf 175 Franken, "Sell"
  • Straumann: UBS erhöht Kursziel von 96 auf 126 Franken, erhöht Rating von "Sell" auf "Neutral"
  • Straumann: Jefferies erhöht Kursziel von 130 auf 148 Franken, "Buy"
  • Straumann: Kepler Cheuvreux erhöht Kursziel von 129 auf 138 Franken, "Buy"
  • Swiss Re: ODDO BHF SCA erhöht Kursziel von 92 auf 110 Franken, "Outperform"
  • Zehnder: Vontobel erhöht Kursziel von 75 auf 90 Franken, erhöht Rating von "Hold" auf "Buy"

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09:40

Der SMI notiert um 0,2 Prozent niedriger auf 11'281 Punkten. Der SLI, in dem die 30 wichtigsten Aktien enthalten sind, gewinnt 0,2 Prozent auf 1786 Zähler. Dagegen verliert der breite SPI 0,1 Prozent auf 14'510 Zähler.

Damit gehe die Konsolidierung unvermindert weiter, heisst es in einem Kommentar der Thurgauer Kantonalbank. Ein Ausbruch nach oben sei weiterhin nicht in Sicht. Das am Vorabend veröffentlichte Protokoll der US-Notenbank Fed habe keine neuen Impulse mehr gesetzt. Nach dem Renditeanstieg der letzten Tage seien diese bereits eingepreist gewesen, so die TKB.

Das Fed habe sich relativ "taubenhaft" gezeigt, heisst es am Markt. Das Fed-Protokoll zeigte grosse Zustimmung für den kleinen Zinsschritt Anfang Februar. Nur wenige Vertreter hatten eine Erhöhung um 0,50 Prozentpunkte befürwortet, über eine Zinspause wurde laut Mitschrift aber nicht gesprochen. Das Fed bleibe fokussiert auf Inflationsrisiken, wobei die Wirtschaftsdaten seit dem Meeting die restriktive Haltung untermauert hätten, schreibt die Credit Suisse. Die Reise im Kampf gegen die Inflation entwickle sich zu einem Langstreckenflug, kommentierte CMC Markets. Damit dürften Konjunkturdaten weiterhin das Geschehen an den Märkten bestimmen, meinte ein Händler.

Gesucht sind mit Straumann (+2,8 Prozent) und Logitech (+2,1 Prozent) zwei Aktien, die am Vortag unter Druck gestanden waren. Dabei erhalten Straumann von Analystenkommentaren Aufwind. Bei Logitech dürfte es eine technische Erholung und die aufgehellte Stimmung im Technologiebereich sein. Dafür verantwortlich ist der Chiphersteller Nvidia, dessen nachbörslich vorgelegte Zahlen besser als erwartet ausgefallen waren. Davon profitierten weitere Technologiewerte wie VAT (+2,0 Prozent) und AMS Osram (+2,7 Prozent).

Die Aktien der Credit Suisse (+2,6 Prozent) setzen die Erholung fort, nachdem sie am Dienstag noch ein neues Rekordtief markiert hatten. Die Anteile von Rivalin UBS (+0,5 Prozent) hinken klar hinterher.

Auf der anderen Seite geben die defensiven Schwergewichte Nestlé (-1,0 Prozent), Roche (-0,3 Prozent) und Novartis (-0,6 Prozent) nach.

Am breiten Markt fallen Kudelski (-8,1 Prozent) nach Zahlen negativ auf. Cembra Money Bank dagegen legen nach Bilanzvorlage um 0,6 Prozent zu. Dormakaba (+5,2 Prozent) und Zehnder (+5,4 Prozent) steigen dank positiven Analystenkommentaren.

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09:10

Der Swiss Market Index (SMI) gewinnt 0,1 Prozent auf 11'314 Punkten.

Dies, obwohl die Kurse an der Wall Street auf die Publikation des Protokolls zur jüngsten Sitzung der US-Notenbank Fed am Vorabend mit Abgaben reagiert hatten. Das Fed habe sich relativ "taubenhaft" gezeigt, heisst es am Markt. Das Fed-Protokoll zeigte grosse Zustimmung für den kleinen Zinsschritt Anfang Februar. Nur wenige Vertreter hatten eine Erhöhung um 0,50 Prozentpunkte befürwortet, über eine Zinspause wurde laut Mitschrift aber nicht gesprochen. Die restriktive Politik werde notwendig sein, bis die Daten einen nachhaltigen Abwärtspfad der Inflation bestätigen, heisst es weiter im Protokoll.

Die Experten der Credit Suisse sehen daraus keine neuen geldpolitischen Signale für den von Zinssorgen geprägten Markt. Das Fed bleibe fokussiert auf Inflationsrisiken, wobei die Wirtschaftsdaten seit dem Meeting die restriktive Haltung untermauert hätten. Die Reise im Kampf gegen die Inflation entwickle sich zu einem Langstreckenflug, kommentierte CMC Markets. "Eine Landung der Wirtschaft, egal ob weich oder hart, wird es, wenn überhaupt, wohl erst viel später geben." Die jüngsten Konjunkturdaten deuteten eher darauf hin, dass der Druck im Kessel der Weltwirtschaft zu- und nicht abnimmt. Damit dürften Konjunkturdaten weiterhin das Geschehen an den Märkten bestimmen, meinte ein Händler. Am Vormittag werden Inflationsdaten aus der Eurozone veröffentlicht. Am Nachmittag stehen unter anderem die wöchentlichen Daten vom US-Arbeitsmarkt und die zweite Veröffentlichung des BIP an.

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08:20

Die Ölpreise haben am Donnerstagmorgen einen kleinen Teil ihrer Vortagsabschläge aufgeholt. Im frühen Handel kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im April 80,74 US-Dollar. Das waren 14 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 17 Cent auf 74,12 Dollar.

Die Erdölpreise haben sich zuletzt eher schwach entwickelt. Dahinter steht vor allem die Erwartung, dass grössere Notenbanken - allen voran die US-Notenbank Fed - ihren Kampf gegen die hohe Inflation noch eine Weile fortführen werden. Die absehbar höheren Zinsen bremsen das Wirtschaftswachstum und damit auch die Nachfrage nach Rohöl.

Am Nachmittag wird die US-Regierung ihre wöchentlichen Lagerdaten veröffentlichen. Die Zahlen kommen feiertagsbedingt einen Tag später als normal. Am Mittwochabend hatte der Verband American Petroleum Institute (API) einen deutlichen Anstieg der landesweiten Bestände um fast zehn Millionen Barrel mitgeteilt.

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08:10

Der Swiss Market Index (SMI) wird bei der Bank Julius Bär vorbörslich 0,19 Prozent höher geschätzt. Credit Suisse (+1,1 Prozent) steigen am stärksten, wobei alle 20 SMI-Titel ein Kursplus aufweisen.

Der breite Markt steht vorbörslich 0,25 Prozent höher. Einzig die Aktien des Spezialitätenpharma-Unternehmens Cosmo (-2,3 Prozent) verlieren wegen einer Ratingabstufung. Von positiven Analystenkommentaren beflügelt sind hingegen Dormakaba (+2,6 Prozent) und Straumann (+1,7 Prozent).

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07:45

Der Euro ist am Donnerstag im frühen Handel leicht gestiegen. Am Morgen kostet die Gemeinschaftswährung 1,0627 US-Dollar und damit etwas mehr als am Vorabend.

Auch der Franken machte über Nacht zum Dollar ein wenig Boden gut und wird derzeit zu 0,9290 Franken gehandelt nach 0,9310 am Vorabend. Derweil tendiert der Euro mit 0,9874 Franken derzeit praktisch unverändert.

Am Vormittag dürften Marktteilnehmer zum einen auf Inflationsdaten aus der Eurozone achten. Obwohl es sich um Detailangaben handelt, sind sie von Interesse, da bei der vorherigen Veröffentlichung die Zahlen aus der grössten Euro-Volkswirtschaft Deutschland noch nicht vorlagen und geschätzt werden mussten. In den USA stehen am Nachmittag Zahlen zum Wirtschaftswachstum und die wöchentlichen Zahlen vom Arbeitsmarkt auf dem Programm.

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07:30

In Erwartung weiterer Firmenbilanzen ist die Stimmung am deutschen Aktienmarkt zunächst freundlich. Am Donnerstag wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge höher starten. Am Mittwoch hatte er kaum verändert bei 15'399 Punkten geschlossen.

Die Veröffentlichung der Zinsprotokolle der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) brachte wenig Überraschendes, sagten Börsianer. Eine solide Mehrheit von Währungshütern der Fed hat auf der jüngsten Zinssitzung dafür plädiert, das Tempo der Zinserhöhungen auf einen Viertel-Prozentpunkt abzuschwächen. Sie waren sich allerdings auch darin einig, dass die Gefahren einer hohen Inflation weiterhin ein Schlüsselfaktor für die Ausrichtung der Geldpolitik sein werden.

Geschäftszahlen legten am Donnerstag unter anderem Deutsche Telekom und Heidelberg Materials vor. Zudem wurde bekannt, dass spätestens 2024 mit Hasso Plattner auch der letzte der SAP-Gründer den Walldorfer Softwarekonzern verlässt. Bei den Konjunkturdaten veröffentlicht das Handelsministerium in Washington eine zweite Schätzung zur US-Wirtschaftsleistung im vierten Quartal. In Japan bleiben die Börsen feiertagsbedingt geschlossen.

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06:15

Der Swiss Market Index (SMI) steht vorbörslich gemäss der IG Bank um 0,27 Prozent höher.

Die Nervosität der Anleger liegt im normalen Bereich. Gemessen am Volatilitätsindex VSMI wird sich der SMI am (heutigen) Donnerstag in einer Schwankungsbreite von 0,81 Prozent bewegen. Dies entspricht +/- 92 Punkten gegenüber dem letzten Schlusskurs von 11'300,29 Punkten. Der VSMI ist am Mittwoch um 0,6 Prozent auf 15,56 Punkte gestiegen.

Die Zinssorgen bleiben auch nach der gestrigen Publikation des Protokolls zur jüngsten Zinssitzung der US-Notenbank Fed gross. Zwar sprachen sich die führenden US-Notenbanker laut Protokoll grösstenteils für kleinere Zinsschritte im Umfang von noch 25 Prozentpunkten aus. Doch das Papier machte auch klar, dass eine Zinspause noch kein Thema ist.

Der US-Leitindex Dow Jones reagierte am Mittwochabend mit Abgaben auf die News zur Geldpolitik, nachdem er tags zuvor bereits deutlich an Terrain eingebüsst hatte. Die Technologiebörse Nasdaq konnte sich hingegen im Plus halten, das war aber klein. US-Konjunkturdaten etwa zur BIP-Entwicklung oder zum Arbeitsmarkt könnten der Börse am Donnerstag Impulse liefern.

Ansonsten werden einige weitere Firmen Geschäftszahlen vorlegen: So etwa der Verschlüsselungsspezialist Kudelski oder die auf Konsumkredite spezialisierte Cembra Money Bank. Abseits der Börse berichten der Energiekonzern Alpiq, der Versicherer Axa Schweiz, der Krankenversicherer Helsana oder das Telekomunternehmen Sunrise über das vergangene Jahr.

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05:45

Die Börse in Shanghai liegt 0,1 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen ist unverändert. Die japanischen Märkte sind wegen eines nationalen Feiertags geschlossen.

Die asiatischen Aktienmärkte bewegen sich am Donnerstag in der Nähe von Sieben-Wochen-Tiefstständen, während der Dollar Mehr-Wochen-Höchststände erreicht. Anleger befürchten durch die guten Wirtschaftsdaten, dass die Zinssätze weiter steigen und hoch bleiben müssten, um die Inflation zu bremsen. Das Protokoll der diesjährigen Sitzung der US-Notenbank, in dem der aggressive Ton bekräftigt wurde, trug wenig dazu bei, die Bedenken zu zerstreuen. "Die wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit ist zu loben", sagte Finn Robinson, Wirtschaftsexperte bei ANZ. "Aber die Zentralbanken fühlen sich mit dem derzeitigen Niveau der Gesamtausgaben und der Arbeitsmarktnachfrage unwohl." Südkoreas Zentralbank sorgt für eine gewisse Erleichterung, indem sie die seit einem Jahr ununterbrochene Serie von Zinserhöhungen mit einer Pause beendet.

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05:40

Im asiatischen Devisenhandel verlor der Dollar 0,1 Prozent auf 134,74 Yen und gab 0,1 Prozent auf 6,8810 Yuan nach. Zur Schweizer Währung notierte er 0,2 Prozent niedriger bei 0,9291 Franken. Parallel dazu stieg der Euro um 0,2 Prozent auf 1,0623 Dollar und gab 0,1 Prozent auf 0,9870 Franken nach. Das Pfund Sterling gewann 0,2 Prozent auf 1,2065 Dollar.

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00:00

Die Veröffentlichung des jüngsten Sitzungsprotokolls der US-Notenbank Fed hat den US-Börsen letztlich kaum Entlastung gebracht. Der technologielastige Nasdaq 100 schloss mit plus 0,05 Prozent auf 12 066,27 Zähler. Der Leitindex Dow Jones Industrial verlor 0,26 Prozent auf 33 045,09 Punkte. Mit minus 0,16 Prozent auf 3991,05 Punkte beendete der breit gefasste S&P 500 den Handel.

Auf der jüngsten Zinssitzung der US-Notenbank Fed erfuhr der kleine Zinsschritt grosse Zustimmung. "Fast alle" Mitglieder im geldpolitischen Ausschuss hätten sich für eine Erhöhung um 0,25 Prozentpunkte ausgesprochen, hiess es in dem Protokoll (Minutes) zur jüngsten Zinsentscheidung vom 1. Februar. Nur wenige Vertreter hätten eine Erhöhung um 0,50 Prozentpunkte befürwortet oder diese sich vorstellen können. Über eine Zinspause sei nicht gesprochen worden.

Die Fed habe sich relativ "taubenhaft" gezeigt, schrieben die Ökonomen von Capital Economics. Mit Tauben sind Vertreter einer laxeren Geldpolitik gemeint. Das Treffen der Fed habe allerdings vor der Bekanntgabe der jüngst starken US-Konjunkturdaten stattgefunden, so die Experten weiter.