06:20

Der Swiss Market Index (SMI) wird bei der IG Bank vorbörslich 0,2 Prozent tiefer gestellt.

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05:55

Die Sorge, dass die enormen Ausgaben für Künstliche Intelligenz (KI) keine ausreichenden Erträge bringen könnten, schickt die Technologiewerte an den asiatischen Börsen auf Talfahrt. Auslöser waren die schwachen Zahlen der US-Technologiekonzerne Amazon und Intel. «Dies kann als Zeichen wachsender Sorgen über die ‌Rentabilität ⁠von KI-Investitionen gewertet werden, was auf die Aktienkurse drückt», sagt die Aktienstrategin Maki Sawada von Nomura Securities. «Der japanische Aktienmarkt wird von diesem Kurssturz ⁠bei US-Technologieaktien in Mitleidenschaft gezogen.» Besonders die Aktien der Chip-Ausrüster Advantest und Tokyo Electron gaben um 9,1 beziehungsweise 5,6 Prozent nach. Zudem belastet ein möglicher Hackerangriff auf die ‌weltgrösste Kryptowährungsbörse Binance die Stimmung und zog den Bitcoin, andere Kryptowährungspreise und Aktien wie die des ‌Konkurrenten Coinbase nach unten.

In Tokio gab der 225 Werte umfassende ​japanische Leitindex Nikkei-Index 2,3 Prozent auf 63'148,35 Punkte nach. Auf Wochensicht liegt der Nikkei jedoch noch 0,2 Prozent im Plus. Der breiter gefasste Topix notierte 1,2 Prozent niedriger bei 3956,36 Zählern und steuert auf ein Wochenminus von 0,4 Prozent zu. Die Entscheidung der japanischen Notenbank (BOJ),den Leitzins bei 1,25 Prozent zu belassen, zeigte am frühen Morgen kaum Auswirkungen an der Börse.

Der südkoreanische Kospi brach um fünf Prozent ‌ein und verzeichnete damit im Oktober einen Rückgang von mehr als 17 Prozent.

Die Börse Shanghai verlor 0,3 Prozent auf 3640,54 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen fiel um 0,4 Prozent auf 4026,47 Punkte.

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05:45

Die risikoscheue Stimmung in Asien stärkt Fluchtwährungen wie den Yen ​und den Schweizer Franken. Im asiatischen Devisenhandel verlor der Dollar 0,2 Prozent auf 157,43 Yen und legte ​leicht auf 6,6584 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notierte er 0,2 Prozent niedriger ​bei 0,8221 Franken. Parallel dazu blieb der Euro fast unverändert bei 1,1189 Dollar und gab um 0,2 Prozent auf 0,9198 Franken nach.

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05:30

Sorgen um das Ölangebot nach verstärkten ‌Angriffen der Huthi-Miliz auf Saudi-Arabien treiben die Ölpreise an. Der Preis für die Nordseesorte Brent steuert auf ein Monatsplus von fast vierzehn Prozent zu. Der Preis für die US-Sorte dürfte damit erstmals seit April über der Marke von 100 Dollar schliessen.

Am Rohstoffmarkt verteuerte sich die ​Rohöl-Sorte Brent ​aus der Nordsee um 1,2 Prozent auf 116,25 Dollar je Barrel (159 ⁠Liter). Das US-Öl WTI notierte 1,2 Prozent fester bei 103,25 Dollar.

Die vom Iran ​unterstützte Huthi-Miliz im Jemen hatte ⁠am Donnerstag erklärt, sie habe mehrere Ziele in Saudi-Arabien angegriffen. «Die anhaltenden militärischen Aktionen rund um die Strasse von Hormus halten die Ölpreise hoch», ‌sagte Energie-Analyst Saul Kavonic von MST Marquee. Zudem gebe es Zweifel an einer diplomatischen Lösung, vielmehr werde in den kommenden Wochen mit einer Eskalation des Konflikts gerechnet.

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00:15

Die jüngste Erholungsrally an der Nasdaq-Börse hat am Donnerstag wieder einen deutlichen Rückschlag bekommen. Der Google-Mutterkonzern Alphabet heizte die Sorgen vor exzessiven KI-Ausgaben wieder an und trug so massgeblich dazu bei, dass der Nasdaq 100 um 1,38 Prozent auf 29'402,51 Punkte fiel. Auch im Softwarebereich und vom südkoreanischen Samsung‑Konzern gab es in der Tech-Branche schlechte Nachrichten.

Der wieder getrübten Börsenlage konnten sich auch die übrigen New Yorker Indizes nicht ganz entziehen: Der stärker auf Standardwerte ausgerichtete Dow Jones Industrial fiel um 0,25 Prozent auf 52'342,56 Zähler. Der marktbreite S&P 500 gab um 0,30 Prozent auf 7720,39 Punkte nach.

Laut den Experten von Index-Radar gab Alphabet mehr für Investitionen aus, als das laufende Geschäft im Quartal an Geld einbrachte. «Die Botschaft lautet: Der Markt belohnt Ausgabendisziplin und bestraft Investitionen ohne Cashflow-Deckung», resümierte Marktanalyst Jochen Stanzl von der Consorsbank. Vor diesem Hintergrund war der US-Zinsentscheid vom Vorabend schnell abgehakt.

Alphabet berichtete von steigenden Investitionen und war beim freien Barmittelzufluss tief ins Minus gerutscht. Der Kurs sackte vor diesem Hintergrund um 12,6 Prozent auf das niedrigste Niveau seit Ende März ab. An einem einzigen Handelstag wurden fast 500 Milliarden US-Dollar an Aktienwert vernichtet. Nur der KI-Riese Nvidia hatte im Januar 2025 mit 589 Milliarden einmal mehr verloren.

Die Resultate von Microsoft kamen zwar bei Anlegern nicht so schlecht an wie die von Alphabet, konnten das negative Bild in der Tech-Branche aber nicht wenden. Die Papiere des Softwareriesen kamen mit einem Abschlag von 0,2 Prozent weitaus glimpflicher davon. Das Feedback für die Quartalszahlen war gut, doch es bremste die Nachricht, dass sich Microsoft Milliarden am Anleihemarkt besorgt, um weiter Geld in sein Wachstum investieren zu können.

Die Stimmung in der Softwarebranche litt aber auch stark unter ServiceNow und Fortinet. Die Aktien brachen nach enttäuschenden Quartalsberichten und schwachen Ausblicken um 27 respektive 20 Prozent ein. Dies ging im Dow auch an den Aktien von Salesforce nicht spurlos vorbei, die im Leitindex mit 4,6 Prozent unter den grössten Verlierern waren.

Unter den Tech-Werten sackten die Titel von Marvell Technology um 13 Prozent ab. Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg werden fortgeschrittene Gespräche zur Übernahme von Lumentum geführt, einem Hersteller optischer Komponenten für Rechenzentren. Dessen Aktien wurden davon aber letztlich nur moderat mit 0,6 Prozent ins Plus gehievt.

Amazon könnte nach Börsenschluss mit seinen Zahlen gleich die nächsten Tech-Impulse liefern. Im Vorfeld davon und im Zuge der schlechten Alphabet-Erfahrungen war der Kurs des Online-Händlers am Donnerstag schon um vier Prozent gesunken. Gewinne unter den «Magnificent 7» gab es nur für Apple und den Social-Media-Riesen Meta .

Im Dow hinterliessen die KI-Sorgen bei Caterpillar tiefe Spuren mit einem Kursrutsch grösser neun Prozent. Die Aktien gerieten in KI-Sippenhaft, da der eigentlich für Baumaschinen bekannte Konzern zuletzt vor allem von seinen Aktivitäten in den Bereichen Generatoren, Grossmotoren und Gasturbinen für Rechenzentren profitierte. Im Zuge des Quartalsberichts war auch die Rede von einem verhaltenen Ausblick.

Auf der positiven Marktseite tauchten vor allem Pharmaunternehmen auf. Der grösste Dow-Gewinner waren die Titel von Merck & Co , nachdem der Konzern ein überraschend starkes Quartal hinter sich brachte und die Jahresziele erhöhte. Sehr gut sah es auch noch bei Eli Lilly mit einem Kurssprung um 6,6 Prozent aus. Eine höhere Umsatzprognose trieb die Titel auf Rekordniveau.

Visa wurden von Zahlen eines Konkurrenten wieder etwas in Richtung Rekord hochgezogen. Mastercard übertraf mit seinen Ergebnissen dank höherer Konsumausgaben die Erwartungen, was die Titel des Kreditkartenanbieters mit 4,2 Prozent ins Plus hievte. Im Schlepptau davon konnten mit American Express auch die Papiere eines weiteren Wettbewerbers zulegen.

(cash/AWP/Bloomberg/Reuters)

Portrait von cash-Redaktor Loris Gregorio
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