Zum aktuellen Geschehen im Dow Jones geht es hier.

Zum aktuellen Geschehen im Nasdaq 100 geht es hier.

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17:30

Der Schweizer Aktienmarkt geht rot eingefärbt ins Wochenende. Am Freitag schloss der Swiss Market Index (SMI) 1,52 Prozent tiefer bei 13'095 Punkten.

Zulegt haben nur Swisscom (plus 0,5 Prozent), die im Handelsverlauf ins Plus gedreht hatten, und Nestlé (plus 0,1 Prozent). Starke Verluste hingenommen haben Amrize (minus 5,4 Prozent) sowie die Bauwerte Sika (minus 3,6 Prozent), Holcim (minus 3,3 Prozent) und Geberit (minus 3 Prozent). 

Keine Unterstützung kam von den Schwergewichten Roche (minus 2,9 Prozent) und Novartis (minus 1,3 Prozent).

Der breite Markt notierte zum Börsenschluss 1,44 Prozent tiefer - der Swiss Performance Index (SPI) ging bei 18'089 Punkten aus dem Handel. Dabei sackte Comet um mehr als 16 Prozent ab, Mobilezone gab 6,7 Prozent nach. SFS (plus 3,8 Prozent), Aryzta (plus 3,4 Prozent) und Rieter (plus 3,2 Prozent) befanden sich hingegen unter den Gewinnern.

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16:55

Die Forderung des US-Präsidenten nach einer bedingungslosen Kapitulation des Iran hat am Freitag die US-Aktienmärkte zum Handelsstart unter Druck gebracht. Hinzu kamen schwache Daten vom Arbeitsmarkt.

Der Dow Jones Industrial , der noch vor fast einem Monat über 50'500 Punkte geklettert war, näherte sich kurzzeitig der Marke von 47'000 Zählern. Nachdem der wohl bekannteste Index der Wall Street zurück auf dem Niveau von Ende November angekommen war, erholte er sich wieder etwas und gab zuletzt um 1,2 Prozent auf 47'392 Punkte nach. Im Wochenverlauf bedeutet das ein Minus von etwas mehr als drei Prozent.

Um 1,1 Prozent auf 6757 Punkte ging es am Freitag für den breit gefassten S&P 500 abwärts. Der Nasdaq 100 , der die Inflationssorgen bisher deutlich besser weggesteckt hat, sank um 0,9 Prozent auf 24'808 Zähler. Dieser überwiegend mit Technologiewerten bestückte Auswahlindex war zwar am Dienstag zunächst auf ein November-Tief gerutscht, hatte sich dann aber deutlich erholt. Auf Wochensicht deutet sich nun ein Minus von weniger als ein Prozent an.

Die Anleger sorgen sich nach einer knappen Woche Krieg im Iran um dessen Dauer, denn US-Präsident Donald Trump fordert auf seiner Plattform Truth Social eine «bedingungslose Kapitulation». Die Hisbollah im Libanon betonte unterdessen inmitten stetiger Angriffe Israels erneut ihre Kampfbereitschaft.

Die Ölpreise beschleunigten ihren Höhenflug. Seit den Angriffen passieren kaum noch Schiffe die Strasse von Hormus. Durch die Meerenge am Persischen Golf wird in Friedenszeiten täglich rund ein Fünftel des weltweiten Ölhandels transportiert. Zuletzt gaben Irans Streitkräfte an, einen Öltanker «in US-Besitz» vor der Küste Kuwaits angegriffen zu haben.

Der US-Arbeitsmarkt sendete für Anleger obendrein durchwachsene Signale. Die Beschäftigung sank im Februar überraschend. Die Arbeitslosenquote stieg, doch das Lohnwachstum blieb robust. Das bringe die US-Notenbank Fed in eine schwierige Situation, kommentierte Portfolio-Manager Thomas Altmann von QC Partners in Frankfurt. «Die drohenden Inflationsrisiken aus dem Iran-Krieg kommen obendrauf.»

Erneut zählten Rüstungs- und Ölaktien zu den wenigen Gewinnern am Aktienmarkt. RTX und Lockheed Martin gewannen um die zwei Prozent. Boeing stiegen um 0,5 Prozent. Für ExxonMobil und ConocoPhillips ging es um knapp ein Prozent nach oben.

Profiteure der hohen Energiepreise sind neben Öl- und Gaskonzernen auch Produzenten von Polyethylen wie LyondellBasell und Dow . Für letztgenannte Aktie sprach JPMorgan nun eine Empfehlung aus. Analyst Jeffrey Zekauskas sieht Nachholpotenzial im Vergleich zu Lyondell und ist für die Preisentwicklung des Kunststoffs obendrein sehr optimistisch. Beide Aktien legten nach dem Börsenstart im schwachen Gesamtmarkt zunächst zu, zuletzt aber gaben sie ihre Gewinne grossteils wieder ab. Allerdings haben beide Papiere seit Wochenbeginn bereits stark zugelegt.

Um knapp 18 Prozent aufwärts ging es im Nasdaq 100 für Marvell Technology nach einem starken Ausblick. Analyst Vivek Arya von der Bank of America sprach eine Kaufempfehlung aus. Die Telefonkonferenz nach dem Geschäftsbericht habe das Vertrauen darin bestärkt, dass Marvell stark von der KI-bedingten Nachfrage nach optischen Halbleitern profitieren wird, schrieb er. Zudem sei der Erfolg des Partners Microsoft mit kundenspezifischen Chips für die Cloud-Infrastruktur klarer absehbar.

Nach vorgelegten Zahlen sackte dagegen die Aktie des Modehändlers Gap um 13 Prozent ab. Das Wachstum der grössten Marke Old Navy hatte im vierten Quartal enttäuscht und zudem war der Margen-Ausblick von Gap hinter den Erwartungen zurückgeblieben.

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16:20

Der US-Arbeitsmarktbericht für Februar hat die bereits schlechte Stimmung an der Wall Street weiter eingetrübt. ‌Der Dow-Jones-Index ⁠der Standardwerte notierte zur Eröffnung am Freitag fast zwei ⁠Prozent tiefer bei 47'063 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 und der ‌Index der Technologiebörse Nasdaq verloren jeweils rund ‌1,5 Prozent auf 6727 und ​22'468 Zähler.

Unter dem Strich gingen in den USA im Februar 92.000 Jobs ausserhalb der Landwirtschaft verloren. Von Reuters befragte Ökonomen hatten einen Stellenaufbau in Höhe von 59.000 erwartet, nach ‌revidiert 126.000 im Januar. «Die Zahlen könnten die US-Notenbank Fed in eine Zwickmühle gebracht haben», sagte Ellen Zentner, Chefökonomin bei Morgan ​Stanley Wealth Management. «Eine Abschwächung des Arbeitsmarktes würde ​für eine Zinssenkung sprechen. Angesichts des ​Risikos, dass anhaltend hohe Ölpreise einen neuen Inflationsschub auslösen könnten, könnte sich die ‌Fed jedoch gezwungen sehen, vorerst abzuwarten.»

Für Gesprächsstoff bei den Einzelwerten sorgte unter anderem der Modehändler Gap mit einem ​Kurseinbruch von ​13 Prozent nach einem negativ ⁠aufgenommenen Ausblick. Zugleich drückte der anhaltende ​Anstieg beim Ölpreis ⁠die Aktien der Airlines weiter nach unten: American Airlines, ‌United Airlines und Delta Air gaben 3,6 bis 5,2 Prozent nach. Leicht nach oben ging es hingegen ‌erneut für Energiekonzerne wie Occidental Petroleum und NextDecade, ​die um jeweils rund ein Prozent zulegten. 

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15:45

Die US-Aktienmärkte starten mit Verlusten in den Handel am Freitag.

Der Dow Jones Industrial fällt um 1,7 Prozent auf 47'095 Punkte. Der Nasdaq 100 gibt 1,4 Prozent auf 24'657 Punkte nach.

Unter den Einzelwerten fallen die US-Grossbanken Goldman Sachs und JP Morgen mit je über 3-prozentigen Verlusten auf. Micron verliert nahezu 5 Prozent.

Einen Kurssprung legt dagegen Marvell hin - plus 15 Prozent. Einen kleinen Zuwachs sehen Chevron (plus 1 Prozent) und Microsoft (plus 0,12 Prozent).

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13:44

Die Woche am US-Aktienmarkt war durchwachsen - geprägt vom Ausbruch des Iran-Kriegs und stark gestiegenen Energiepreisen. Nun zeichnet sich am Freitag ein schwacher Handelsstart ab. Der Arbeitsmarktbericht dürfte im aktuellen Umfeld ungewöhnlich wenig Beachtung finden.

Etwa zwei Stunden vor Handelsbeginn taxierte der Broker IG den Dow Jones Industrial 0,5 Prozent tiefer auf 47'712 Punkte. Er würde damit seinen schwachen Wochentrend mit einem Minus von mehr als zwei Prozent in fünf Tagen bestätigen.

Deutlich besser steckte die Inflationssorgen bisher der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 weg, obwohl er wie der Dow am Dienstag auf ein Jahrestief gerutscht war. Er wird nun aber mit einem deutlicheren Abschlag von 0,8 Prozent bei 24'824 Punkten erwartet und würde auf Wochensicht zurück ins Minus drehen.

«Stell dir vor, es ist Arbeitsmarktbericht und keiner schaut hin» - so stellte der Devisen- und Rohstoffmarktexperte Volkmar Bauer von der Commerzbank die Anleger auf die eher geringe Bedeutung des sonstigen Highlights ein. «Der Markt hat in der letzten Woche eine Zinssenkung bis Ende des Jahres ausgepreist.» Anstelle von zweieinhalb Schritten würden inzwischen nur noch anderthalb erwartet.

Die Inflation sei sowieso noch recht hoch gewesen. Hierzu habe sich nun der sprunghafte Anstieg der Benzinpreise gesellt. Sollte dieses Niveau anhalten, würde dies alleine den Verbraucherpreisindex um 0,3 Prozentpunkte nach oben jagen.

Entscheidend für die Anlegerstimmung ist zunächst, wie lange die kriegerische Auseinandersetzung im Nahen Osten wohl dauern wird und wann sich Schiffsverkehr durch die Strasse von Hormus - einem Nadelöhr des globalen Öl- und Erdgashandels - wieder normalisiert. Noch setzen viele Experten in ihren Basisszenarien auf einen kurzen Krieg.

Profiteure der hohen Energiepreise sind neben Öl- und Gaskonzernen die Produzenten von Polyethylen wie Lyondell und Dow. Für letztere sprach der JPMorgan-Analyst Jeffrey Zekauskas nun eine Empfehlung aus, weil er Nachholpotenzial gegenüber Lyondell sieht. Für die Preisentwicklung des Kunststoffs ist er sehr bullisch. Dow-Aktien kletterten vorbörslich um 3 Prozent nach bisher 10 Prozent Wochenplus. Lyondell zogen nach fast 15 Prozent Wochengewinn kaum noch an.

Um 12,5 Prozent aufwärts ging es für Marvell Technology nach einem starken Ausblick. Vivek Arya von der Bank of America sprach eine Kaufempfehlung aus. Die Telefonkonferenz nach dem Geschäftsbericht habe das Vertrauen darin bestärkt, dass Marvell stark von der KI-bedingten Nachfrage nach optischen Halbleitern profitieren wird, so Arya. Zudem sei der Erfolg des Partners Microsoft mit kundenspezifischen Chips für die Cloud-Infrastruktur klarer absehbar.

Deutlich abwärts ging es derweil mit 8 Prozent für Gap. Old Navy, die grösste Marke des Modehändlers, enttäuschte zum Jahresende 2025 beim Wachstum. Auch der Margen-Ausblick von Gap blieb unter den Erwartungen.

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13:13

Der Euro steht am Freitagmorgen leicht unter Druck, sowohl gegenüber dem Dollar als auch gegenüber dem Franken. Der Krieg im Iran überschattet weiterhin andere Faktoren.

So steht das EUR/USD-Paar am Freitagmittag bei 1,1580 nach 1,1605 am frühen Morgen, beim EUR/CHF-Paar sind es 0,9049 nach 0,9064 am Morgen. Das USD/CHF-Paar bewegt sich entsprechend relativ stabil. Am Vormittag bewegt es sich in einer engen Spanne um die Marke von zuletzt 0,7814.

Der Dollar profitiere derzeit von der weltpolitischen Lage, andere Faktoren seien etwas in den Hintergrund gerückt, heisst es im Handel. Vor allem der Beginn der Angriffe der USA und Israels gegen den Iran am vergangenen Wochenende hatte zeitweise die Nachfrage nach dem Dollar als Krisenwährung verstärkt. Danach hat sich die Situation allerdings einigermassen stabilisiert.

Der Grund dürfte sein, dass durch den Krieg bisher «kein Flächenbrand in Sicht» ist, wie die Dekabank in einem Kommentar schreibt. Die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Konflikt einen systemischen ökonomischen Bruch auslösen wird, schätzt sie derzeit als gering ein. Allerdings müsste diese Einschätzung revidiert werden, wenn es zu gezielten und wirksamen Angriffen auf Infrastruktur kommen sollte oder sich die Blockade der Logistikströme über Monate erstrecken sollte.

Im weiteren Handelsverlauf dürfte sich das Interesse der Anleger stärker auf Konjunkturdaten richten. Am Nachmittag könnte der US-Arbeitsmarktbericht der US-Regierung für neue Impulse sorgen. Im Hinblick auf die Beschäftigung habe es zuletzt solide Indikationen gegeben, heisst es in einer Einschätzung der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Darüber hinaus stehen auch Umsatzdaten im US-Einzelhandel im Fokus.

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13:05

Die Futures auf die US-Aktienmärkte tendieren tiefer:

- Dow Jones: -0,44 Prozent

- S&P 500: -0,53 Prozent

- Nasdaq 100: -0,67 Prozent.

Auch der Schweizer Aktienmarkt bewegt sich im negativen Bereich. Der SMI verzeichnet Abschläge von -1,62 Prozent, während der SPI 1,46 Prozent im Minus steht.

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12:30

Die europäischen Börsen haben am Freitag anfängliche Gewinne nicht gehalten und sind wieder ins Minus gedreht. «Allen Erfolgsmeldungen des Pentagons zum Trotz sollten die Anleger kein schnelles Kriegsende am Persischen Golf erwarten», hiess in einem Kommentar der Landesbank Baden-Württemberg. «Das Mullah-Regime kämpft ums Überleben und setzt auf einen asymmetrischen Krieg.» Ein Flächenbrand im Nahen Osten aber hätte ein grösseres Potenzial zur Schädigung der Weltwirtschaft als frühere bewaffnete Konflikte am Persischen Golf." Zudem steht am Nachmittag der US-Arbeitsmarktbericht an, was die Zurückhaltung noch verstärkte.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor am Mittag 0,26 Prozent auf 5769,2 Punkte. Ausserhalb der Eurozone tendierte der britische Leitindex FTSE 100 dank der Gewinne der Ölwerte kaum verändert, während der Schweizer SMI um 0,8 Prozent auf 13'191,4 Punkte nachgab.

An der Spitze der Einzelsektoren standen die Ölwerte. Der Iran-Krieg und die Sorge vor einer längeren Sperrung der Strasse von Hormus haben den Ölpreis bereits stark nach oben getrieben. Am Freitag stieg der Preis für Rohöl der Sorte Brent bis auf 87,66 Dollar und damit auf den höchsten Stand seit Juli 2024. Seit Beginn der Angriffe der USA und Israels auf den Iran am vergangenen Wochenende hat sich Rohöl der Sorte Brent um mehr als 20 Prozent verteuert.

Nach unten ging es dagegen mit den Pharmatiteln. Hier belasteten die Verluste von Roche , die um 2,3 Prozent fielen. Am Vorabend hatten der Pharmakonzern und Partner Zealand Pharma ernüchternde Daten aus einer Phase-II-Studie mit dem Prüfwirkstoff Petrelintide zur Behandlung von Übergewicht gemeldet. Vor allem die Angaben zur möglichen Gewichtsabnahme werteten Analysten als leichte Enttäuschung.

Reise- und Freizeitwerte hielten anfänglich stärkere Gewinne nicht. Aktien von IAG gaben dabei um über ein Prozent nach. Der Chef des Londoner Grossflughafens Heathrow, Thomas Woldbye, hatte den Iran-Krieg als Herausforderung bezeichnet. Bislang wurden hunderte von Flügen storniert.

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11:38

Der Schweizer Aktienmarkt steht zum Wochenschluss weiterhin im Banne des Iran-Krieges. Die Folgen für die globale Wirtschaft, den Welthandel oder die weltweite Inflation sind noch weitgehend im Nebel und werden breit diskutiert. «Die Entwicklungen im Nahen Osten überschatten vorerst weiterhin viele andere wesentliche Marktthemen und lenken den Fokus der Anleger besonders auf die Energiepreise», sagte ein Händler. Sollte sich der Ölpreis über mehrere Wochen oder gar Monate auf erhöhten Niveau festsetzen, hätte dies gravierende Auswirkungen.

Dass der hiesige Markt am Freitag gegen Mittag im Vergleich zu anderen europäischen Märkten überdurchschnittlich im Minus steht, ist für einmal den Kursverlusten der eigentlich defensiven Pharma-Schwergewichten geschuldet. Vor allem die Roche-Papiere stehen nach schlecht aufgenommenen Daten für einen Wirkstoff zur Behandlung von Übergewicht stärker unter Druck. Andere europäische Börsenplätze wie Frankfurt oder Paris hatten am Morgen noch klar im Plus eröffnet, haben die Gewinne mittlerweile aber auch zum grössten Teil eingebüsst. Als zusätzlichen Unsicherheitsfaktor nennen Händler den US-Arbeitsmarktbericht am Nachmittag. Dieser habe durchaus das Potenzial, den Markt zu bewegen.

Der SMI gibt um 11.30 Uhr um 0,80 Prozent auf 13'190,81 Punkte nach, das Tagestief ist mit 13'152 noch etwas tiefer. Von seinen 20 Einzeltiteln haben 17 ein rotes Vorzeichen, nur 3 sind grün. Auf Wochensicht bahnt sich für den hiesigen Leitindex ein tiefrotes Ergebnis ab: auf dem aktuellen Stand sind es rund -6 Prozent.

Der SMIM-Index für die mittelgrossen Werte büsst am Freitag mit -0,44 Prozent auf 3028,61 Punkte deutlich weniger ein, vor allem weil die Pharmawerte nicht enthalten sind. Der Gesamtmarkt gemessen am breiten Swiss Performance Index (SPI) verliert derweil 0,77 Prozent auf 18'211,71 Punkte.

Klar grösster Verlierer vor Mittag sind die Genussscheine von Roche (-2,8 Prozent). Der Pharmakonzern hat am Vorabend Studienergebnisse für den Prüfwirkstoff Petrelintide zur Behandlung von Übergewicht und Adipositas gemeldet. In der Studie der Phase II erreichten Patienten nach 28 Wochen einen mittleren Gewichtsverlust von gut 10 Prozent. In ersten Kommentaren werten Analysten dies als enttäuschend. Die Wirksamkeit in der Test-Phase-II bleibe hinter den Erwartungen zurück, meint man jedenfalls bei JPMorgan.

Allerdings büssen auch die Titel des Konkurrenten Novartis (-1,2 Prozent) heute deutlicher an Wert ein. Der Konzern hält aktuell seine Generalversammlung ab, wobei Konzernchef Vas Narasimhan die erfolgreiche Umsetzung der Strategie und die Ausrichtung auf Innovation, globale Märkte und nachhaltige Wirkung bekräftigte. Auch Nestlé (-0,4 Prozent) als drittes SMI-Schwergewicht verlieren an Terrain, wenn auch deutlich weniger.

Knapp im Plus im SMI halten sich aktuell nur Richemont (+0,5 Prozent), Partners Group (+0,2 Prozent) und Logitech (+0,03 Prozent), ohne dass dazu fundamentale News vorhanden wären. Die Titel hatten allerdings zuletzt viel verloren, so dass hier von einer leichten Gegenbewegung die Rede ist.

Bei den SMIM-Werten sind derweil Galderma (+1,6 Prozent) erneut gesucht. Am Vortag waren die Papiere des Hautpflegekonzerns nach starken Zahlen bzw. optimistischen Aussichten bereits 7 Prozent gestiegen. Am Tag danach haben nun diverse Analysten ihre Kursziel nach oben angepasst, wobei Barclays mit 200 Franken zuoberst steht.

Mit Sonova (+0,7 Prozent) legt ein weiterer Gesundheitswert zu. Hier ist es allerdings eher eine Gegenbewegung. So hatten am Vortag schwache Zahlen der Konkurrenz Sorgen geschürt und zu einem Kursminus von 5 Prozent geführt. Die schwächsten SMIM-Werte sind aktuell Roche I (-2,4 Prozent) und Barry Callebaut (-1,4 Prozent).

Das Nachrichtenaufkommen wird vor dem Wochenende aber vor allem von Zahlen aus den hinteren Reihen dominiert. Klar im Vordergrund sind dabei Comet (-13 Prozent), aber auch Mobilezone (-4,0 Prozent), Coltene (-4,8 Prozent) oder Mikron (-0,6 Prozent) verlieren. SFS (+3,7 Prozent) können dagegen nach einem schwachen Start zulegen.

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11:11

Der Dax kann seine anfänglichen Gewinne nicht halten und verliert 0,2 Prozent auf 23'760 Punkte. In den Handel war er bis zu 0,9 Prozent ‌fester gestartet. ⁠Die zunächst fallenden Ölpreise hatten den deutschen Leitindex gestützt. Das Nordseeöl Brent und das Nordseeöl WTI nahmen ihren Aufwärtstrend der vergangenen Tage jedoch ⁠wieder auf. Brent und WTI notieren am Vormittag 1,1 und 2,4 Prozent fester bei 86,39 beziehungsweise 83,37 Dollar je Fass. Laut Bloomberg News schliesst die Trump-Regierung vorerst den ‌Einsatz des Finanzministeriums für den Handel mit Öl-Futures aus. Berichte über eine mögliche Intervention der USA ‌am Terminmarkt hatten zuvor die Runde gemacht. Dies hatte unter anderem ​den Ölpreis gedrückt.

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10:55

Der Swiss Market Index (SMI) verliert 0,8 Prozent, nachdem die Ölpreise nach einer kurzen Verschnaufpause wieder anziehen. Angeführt wird die Verliererliste von Roche mit einem Abschlag von 2,8 Prozent. Von den 20 SMI-Titeln notiert einzig Richemont höher. 

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10:35

Die Aktie des Spezialchemie-Konzerns Lanxess ist nach dem vorerst gescheiterten Ausstieg aus einem Gemeinschaftsunternehmen mit dem Finanzinvestor Advent unter Druck geraten. ‌Advent will ⁠den restlichen Lanxess-Anteil von knapp 41 Prozent an Envalior nun doch nicht übernehmen, ⁠wie das Kölner Unternehmen mitgeteilt hatte. Lanxess hätten daraus rund 1,2 Milliarden Euro gewinkt - je nachdem, ‌wie sich das operative Ergebnis von Envalior entwickelt hat. ‌Die im Nebenwerteindex MDax notierte ​Aktie brach darauf zeitweise um mehr als zehn Prozent auf den tiefsten Stand seit 2009 ein. Am Vormittag lag sie bei 14,80 Euro.

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10:26

Enttäuschend aufgenommene Studienergebnisse bei einem experimentellen Adipositas-Medikament von Zealand Pharma schickt die Aktien des dänischen Arzneimittelherstellers auf Talfahrt. ‌Die ⁠Titel brechen um mehr als 30 Prozent ein und notieren auf dem niedrigsten Stand seit August 2023. Die ⁠Papiere des Partners Roche, der das Medikament gemeinsam mit Zealand Pharma entwickelt, verlieren bis zu 3,3 Prozent. Laut Jefferies bleibt der Gewichtssverlust von ‌10,7 Prozent nach 42 Wochen hinter den Erwartungen zurück. Mit dem Mittel ‌Petrelintide wollen die Unternehmen in den boomenden Markt für ​Abnehmmedikamente vorstossen, der derzeit von Novo Nordisk und Eli Lilly beherrscht wird.

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10:08

Die Aktivität in breit diversifizierten, globalen Anlagen hoch, wie David Kunz, CIO des Börsenbetreibers BX Swiss am Freitag mitteilte. Ein weltweit ausgerichteter All-World-Fonds zählte zu den umsatzstärksten Produkten und wurde überwiegend gekauft. Bei Schweizer Titeln zeigte sich ebenfalls ein Fokus auf etablierte und eher defensiv wahrgenommene Unternehmen wie Zurich, Roche, Alcon und ABB.

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09:51

Neue Kursziele und Ratings für Schweizer Aktien: 

AdeccoUBS erhöht die Anlageempfehlung auf Neutral von zuvor Verkaufen. Das Kursziel beträgt 21 Fr. 

Alcon: Vontobel stuft das Rating auf Buy von Hold hoch und erhöht das Kursziel auf 76 von 67 Fr.

Bossard: Berenberg senkt das Kursziel auf 228 von 240 Fr., belässt Rating auf Buy.

Clariant: CFRA erhöht das Kursziel auf 8,50 von 8 Fr. und belässt die Einstufung auf Hold.

Galderma: Barclays erhöht das Kursziel auf 200 von 195 Fr. und belässt die Einstufung auf Overweight.

Galderma: Deutsche Bank erhöht das Rating auf Kaufen von Halten, das neue Kursziel ist 190 Fr. 

HIAG: Research Partners erhöht das Kursziel auf 146 von 133 Fr., Rating weiter Kaufen.

Holcim: Citi erhöht das Rating auf Kaufen von Halten mit einem neuen Kursziel von 80 Fr. 

UBS: Keefe, Bruyette & Woods hat die Anlageempfehlung auf Market Perform von zuvor Underperform erhöht. Das Kursziel liegt neu bei 34 Fr. 

VAT: Royal Bank of Canada erhöht das Kursziel auf 470 von 400 Fr., lässt die Einstufung auf Sector Perform.

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09:44

Der noch keine Woche alte Iran-Krieg hat die Märkte auch weiterhin im Griff. Dass es für den hiesigen Leitindex SMI erneut abwärts geht, ist für einmal aber vor allem Kursverlusten bei den Pharma-Schwergewichten geschuldet. Denn ein Blick auf die übrigen Börsenplätze in Europa zeigt, dass die Kurse dort zum Wochenschluss eine zaghafte Gegenbewegung wagen. Insgesamt bleibe aber die Verunsicherung an den Finanzmärkten gross. Zuletzt hatten der Iran eine Ausweitung der Gegenangriffe angekündigt, während US-Präsident Donald Trump vom Repräsentantenhaus quasi freie Hand im Iran bekommen hat.

Minimale Entlastung bringen leicht rückläufige Rohölpreise, da die USA verschiedene Optionen zur Bewältigung des Energiekosten-Anstiegs prüfen, den der brachliegende Schiffsverkehr in der Strasse von Hormus ausgelöst hatte. Die Befürchtung am Markt ist, dass eine anhaltende Ölpreiskrise die Inflation wieder befeuern dürfte. Dies wiederum könnte die Notenbanken dann unter Handlungsdruck bringen.

Der SMI gibt gegen 09.30 Uhr um 0,47 Prozent auf 13'235,40 Punkte nach. Von den 20 SMI-Titeln notieren nur 13 höher und 7 tiefer. Der SMIM-Index für die mittelgrossen Werte legt dagegen um 0,36 Prozent zu auf 3052,93 Punkte, während der breite SPI um 0,47 Prozent auf 18'267,70 Punkte fällt.

Als Bremsklotz erweisen sich die Schwergewichte. Dabei verlieren allen voran die Genussscheine von Roche deutliche 2,8 Prozent. Der Pharmakonzern hatte am Vorabend Studienergebnisse für den Prüfwirkstoff Petrelintide zur Behandlung von Übergewicht und Adipositas gemeldet. In der Studie der Phase II erreichten Patienten nach 28 Wochen einen mittleren Gewichtsverlust von bis zu 10,7 Prozent. In ihren ersten Kommentaren werten Analysten den Gewichtsverlust als enttäuschend. Novartis (-1,2 Prozent) und Nestlé (-0,1 Prozent) ziehen den SMI ebenfalls runter.

Dagegen erholen sich Sonova (+1,7 Prozent) nach den deutlichen Vortagesverlusten von mehr als 5 Prozent zum Wochenschluss etwas. Schwache Zahlen der Konkurrenz hatten Sorgen geschürt.

Das Nachrichtenaufkommen wird von Zahlen aus den hinteren Reihen dominiert. So geht es nach Zahlen für SFS (+4,7 Prozent) aufwärts. Comet (-9,5 Prozent) und Mobilezone (-5,1 Prozent) fallen zurück und Coltene wurden gar vom Handel ausgesetzt.

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09:37

Der Dax ist zum Wochenschluss auf Erholungskurs gegangen. Der deutsche Leitindex, der seit Montag gut fünf Prozent ‌verloren ⁠hat, gewann am Freitag 0,7 Prozent auf 23'989 Zähler. Der ⁠Rückgang beim Ölpreis nach dem rasanten Anstieg der vergangenen Tage verschaffte dem Dax etwas ‌Luft. Doch Analysten warnen: «Die Stimmung auf dem Börsenparkett ‌wechselt aktuell schnell», sagte Thomas ​Altmann von QC Partners. «Jede Nachricht kann die Stimmung innerhalb von Sekunden in die eine oder andere Richtung drehen.»

Zu den grössten Gewinnern im Dax zählten die Aktien von Rheinmetall ‌und DHL mit einem Plus von jeweils 1,8 Prozent. Die Aktien der Lufthansa rückten im MDax um 3,3 Prozent vor. Die Fluggesellschaft ​ist ​nach dem Krisenjahr 2024 bei der ⁠Verbesserung des Gewinns vorangekommen. Das bereinigte Betriebsergebnis ​stieg im vergangenen Jahr ⁠um 19 Prozent auf 1,96 Milliarden Euro.

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09:09

Der Swiss Market Index (SMI) eröffnet 0,2 Prozent tiefer. Der hiesige Leitindex wird von den Schwergewichten Roche (-1,6  Prozent), Novartis (-0,7 Prozent) sowie schwächeren Nestlé (-0,3 Prozent) belastet.

Der Pharmakonzern hatte am Vorabend Studienergebnisse für den Prüfwirkstoff Petrelintide zur Behandlung von Übergewicht und Adipositas gemeldet. In der Studie der Phase II erreichten Patienten nach 28 Wochen einen mittleren Gewichtsverlust von bis zu 10,7 Prozent. In ihren ersten Kommentaren werten Analysten den Gewichtsverlust als eher enttäuschend.

Positiv ins Szene setzen können sich Partners Group, Holcim, Sika, Logitech, Richemont und UBS mit Kursgewinnen von 0,5 Prozent und mehr. 

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08:08

Der Swiss Market Index (SMI) wird von der Bank Julius Bär unverändert indiziert. Roche verlieren nach enttäuschenden Studiendaten 2,0 Prozent. Auf der anderen Seite kann sich Holcim nach einer Rating-Erhöhung um 1,7 Prozent verbessern. Gefragt sind auch Zurich, Givaudan, Richemont und Logitech mit Avancen von etwas mehr als 0,5 Prozent. Die anderen SMI-Titel stehen leicht höher.

Bei den Mid Caps verlieren nach Zahlen Comet 1,8 Prozent und SFS 0,7 Prozent. Cosmo geben ebenfalls nach, und zwar um 1,1 Prozent. Galderma legen nach einem starken Donnerstag weiter zu und notieren 1,32 Prozent höher. Flughafen Zürich gewinnt 1,5 Prozent nach einer Rating-Erhöhung von Kelper Cheuvreux.

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07:46

Nach dem ⁠zuletzt rasanten Ölpreisanstieg ist am Freitag Durchatmen angesagt. Das ‌Nordseeöl Brent verbilligt sich in ‌der Spitze um ​2,6 Prozent auf 83,16 Dollar je Fass. Das US-Öl WTI wird mit 78,24 Dollar je Fass zeitweise 3,4 Prozent niedriger ‌gehandelt. Wegen der Furcht vor langfristigen Lieferstörungen durch den Krieg in Nahost hatten sich Brent ​und WTI in dieser Woche ​um gut 16 ​beziehungsweise 19 Prozent verteuert. Anleger hoffen nun auf ‌Massnahmen der US-Regierung, um den Ölpreisanstieg zu begrenzen. Ein Beamter des Weissen Hauses brachte am ​Donnerstag ​mögliche Massnahmen ⁠am Öl-Future-Markt ins Spiel, ohne jedoch ​Einzelheiten zu ⁠nennen. Das US-Finanzministerium erteilte ausserdem Ausnahmegenehmigungen für Unternehmen, ‌um mit dem Kauf von sanktioniertem russischem Öl auf Tankern zu ‌beginnen und so die Lieferengpässe ​zu verringern.

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06:55

Die Fluggesellschaft Etihad Airways nimmt vom 6. bis 19. März den kommerziellen Flugbetrieb teilweise ​wieder auf. Zu den wichtigsten Zielen von und nach Abu ​Dhabi gehören demnach unter anderem Kairo, Delhi, London, Frankfurt, New York, Paris, Moskau, Toronto und Zürich, wie das Unternehmen mitteilt.

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06:46

Die Valoren von Roche dürften heute im Fokus stehen. Roche erzielt Erfolge mit dem Abnehmmedikament Petrelintide: In einer Studie verloren Patienten bis zu 10,7 Prozent ihres Körpergewichts in 42 Wochen. Analysten hatten die Messlatte für ⁠die Wettbewerbsfähigkeit des Mittels ​zuvor allerdings etwas höher ⁠gelegt, da Lillys vergleichbarer Kandidat Eloralintide in einer ‌Studie zuletzt einen Gewichtsverlust von rund 20 Prozent gezeigt hatte.

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06:22

Der Swiss Market Index (SMI) steht bei der IG Bank 0,1 Prozent höher. Damit stabilisiert sich der hiesige Leitindex nach den Kursverlusten von 1,6 Prozent am Donnerstag. Von Interesse dürfte sein, ob sich der SMI am Freitag nun etwas von den Wochenverlusten erholen kann oder ob sich die Investierenden vor dem Wochenende weiter zurückhalten. 

Kursverluste setzte es am Donnerstag für den Hörgerätespezialisten Sonova ab. Der Titel litt unter schlechten Zahlen des Konkurrenten Amplifon und verlor 6 Prozent. Nach Zahlen rauschten Cicor um 16 Prozent in den Keller. 

Zu den wenigen Gewinnern zählte hingegen nach Zahlen Galderma (7 Prozent). Vor allem der positive Ausblick kam gut an.

Am letzten Wochentag legen Coltene, Comet, Mikron, Mobilezone und SFS die Ergebnisse vor. Am Nachmittag werden um 14.30 Uhr (MEZ) die US-Arbeitsmarktdaten veröffentlicht. 

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06:17

Die asiatischen Aktienmärkte haben sich zum Wochenschluss nach schweren Verlusten stabilisiert. Der Krieg im Nahen Osten und die Sorge vor einer hartnäckigen Inflation hatten die Börsen zuvor auf den stärksten ‌Wochenverlust seit ⁠Jahren gedrückt. Der japanische Nikkei-Index legte am Freitag 0,1 Prozent auf 55'351,26 Punkte zu. Der breiter gefasste ⁠Topix blieb bei 3699,01 Zählern nahezu unverändert. Die Börse in Shanghai gewann 0,3 Prozent auf 4118,68 Stellen, während der Index der wichtigsten ‌Unternehmen in Shanghai und Shenzhen um 0,2 Prozent auf 4656,81 Punkte stieg.

In ‌Japan stand vor allem die Entwicklung der Energiepreise im ​Fokus der Anleger. Der Nikkei steuert auf einen Wochenverlust von rund 6,5 Prozent zu. «Die grösste Sorge der Märkte ist der Anstieg der Rohölpreise», sagte Shota Sando, Aktienmarktanalyst am Tokai Tokyo Intelligence Laboratory. «Wenn klar wird, dass die Ölpreise wahrscheinlich nicht auf die 100 Dollar pro Barrel zusteuern, würde das wahrscheinlich ein Gefühl der Erleichterung ‌bringen und zur Stabilisierung der Stimmung beitragen.»

Zu den Verlierern in Tokio zählten die Aktien des Uhren- und Rechnerherstellers Casio Computer, die um 5,8 Prozent nachgaben. Das Unternehmen wird aus dem Nikkei-Index entfernt. Auch die Papiere des ​Kabelherstellers Fujikura fielen um 6,6 Prozent. Auf der Gewinnerseite standen hingegen Software-Werte wie Shift ​und Baycurrent, die jeweils mehr als sechs Prozent zulegten und damit ​dem positiven Trend an der US-Technologiebörse Nasdaq folgten.  

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06:12

Am asiatischen Devisenmarkt zeigte sich der Dollar fester, gestützt durch seine Rolle als sicherer Hafen ‌in unsicheren Zeiten. Die US-Währung gewann geringfügig auf 157,49 Yen und legte 0,1 Prozent auf 6,9009 Yuan zu. Der Schweizer Franken rückte zum Dollar etwas auf 0,7803 Franken vor. Der Euro notierte nahezu unverändert bei 1,1617 ​Dollar.

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06:05

Die Ölpreise ​gaben am Freitag nach, steuerten aber auf den grössten ⁠Wochengewinn seit Februar 2022 zu. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte ​Brent verbilligte sich um 1,0 ⁠Prozent auf 84,52 Dollar. Der Preis für US-Öl der Sorte WTI fiel um 1,2 Prozent auf 80,00 ‌Dollar. Der Konflikt im Nahen Osten hatte die Preise im Wochenverlauf stark angetrieben und Sorgen vor einer neuen Inflationswelle geschürt.

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Nach einer kleinen Erholung zur Wochenmitte haben die US-Börsen am Donnerstag wieder nachgegeben. Für Verunsicherung sorgen die im Zuge des Iran-Kriegs erneut gestiegenen Ölpreise. Ausserdem fielen die wöchentlichen Arbeitsmarktdaten überraschend robust aus. Beides weckt Inflationssorgen und lässt die Renditen am Anleihemarkt steigen.

Der Dow fiel um 1,61 Prozent auf 47'954,74 Punkte und sank damit nun auch unter die gleitende 90-Tage-Durchschnittslinie, die ein viel beachteter mittelfristiger Trendindikator ist. Ende Februar war der bekannteste Wall-Street-Index bereits unter die kurzfristige 21-Tagelinie gefallen.

Der marktbreite S&P 500 gab am Donnerstag um 0,56 Prozent nach auf 6830,71 Punkte. Für den Nasdaq 100 ging es um noch moderatere 0,29 Prozent auf 25'020,41 Punkte nach unten.

Der noch keine Woche alte Iran-Krieg zieht immer weitere Kreise. Eine ballistische Rakete wurde vom Iran auf das Nato-Land Türkei abgefeuert. Israel greift weiter Hisbollah-Stellungen im Libanon an, in den Golfstaaten gibt es Drohnen-Attacken auf zivile Ziele, und die USA haben vor Sri Lanka ein Kriegsschiff versenkt.

Angesichts der Entwicklungen im Krieg der USA und Israels gegen den Iran sind die Anleger wieder risikoscheu, nachdem sich die Stimmung am Vortag noch leicht verbessert hatte. Die Spannungen auf den Energiemärkten treten zunehmend in den Vordergrund. So versucht China, Kraftstoff zu sparen, und japanische Raffinerien fordern die Freigabe strategischer Erdölreserven.

Die Strasse von Hormus, durch die ein grosser Teil des globalen Ölhandels geht, bleibt die Hauptsorge an den Märkten. Der Schiffsverkehr durch diese Wasserstrasse ist nahezu zum Erliegen gekommen. Dadurch sind die Öllieferungen aus dem Iran sowie von anderen Produzenten am Persischen Golf unterbrochen und Förderländer gezwungen, ihre Produktion zu drosseln.

Unter den Einzelwerten stand Broadcom mit Zahlen und Aussagen zum weiteren Geschäftsverlauf im Fokus. So stimmen die KI-bezogenen Geschäfte den Halbleiterkonzern für das zweite Geschäftsquartal und darüber hinaus optimistisch. Die Papiere von Broadcom stiegen unter den gefragtesten Werten im Nasdaq 100 um knapp 5 Prozent.

Für die Anteilsscheine von The Trade Desk ging es um etwas mehr als 18 Prozent nach oben. Das auf die Tech-Branche spezialisierte Online-Medium «The Information» hatte berichtet, dass The Trade Desk Gespräche geführt habe, um das KI-Softwareunternehmen OpenAI beim Verkauf von Anzeigen zu unterstützen.

«The Information» bewegte obendrein die Aktien von Booking oder auch Expedia, die um 8,5 Prozent und mehr als 13 Prozent zulegten. Hier hatte das Online-Medium berichtet, dass OpenAI seine Pläne zur Integration von Direktbuchungen in ChatGPT zurückschraube. Aktien von Online-Reise- und Hotelvermittlern hatten seit den Neuigkeiten, dass der KI-Chatbot direkte Buchungsmöglichkeiten in sein System integrieren wolle, kräftig nachgegeben.

(cash/AWP/Bloomberg/Reuters)

Thomas Daniel Marti
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