Zum aktuellen Geschehen im Nasdaq 100 geht es hier.
17:50
Die Hoffnung auf eine diplomatische Lösung im Nahostkonflikt hat einen Dämpfer erhalten. Hatten an den Vortagen noch Deeskalationssignale für eine gewisse Beruhigung gesorgt, ist nach widersprüchlichen Meldungen die Skepsis zurück. Es sei zu früh, bereits auf eine Friedens-Rally zu setzen, kommentiert eine Händlerin. Die Nachrichtenplattform Axios berichtet, dass sich das Pentagon auf den «final blow» gegen den Iran vorbereite - möglicherweise inklusive Bodentruppen und massiver Luftschläge. Händler warnen, der Krieg dürfte eskalieren, sobald amerikanische Stiefel iranischen Boden berühren.
Der Schweizer Leitindex SMI schliesst am Donnerstag 0,6 Prozent im Minus bei 12'641,96 Punkten und gibt damit seine anfänglichen Jahresgewinne vollständig ab. Seit Jahresbeginn resultiert ein Minus von 4,14 Prozent. 14 von 20 SMI-Titeln verzeichnen Abschläge, lediglich 6 schliessen im Plus. Tagesverliererin ist ABB mit -3,58 Prozent, gefolgt von Sika (-2,59 Prozent). Der Bauchemiekonzern hatte heute zudem seinen Dividendenabschlag von 3,70 Franken zu verkraften. Auch die UBS vermag nicht zu überzeugen und geht mit einem Minus von 2,12 Prozent aus dem Handel.
Die Schwergewichte hingegen geben ein gemischtes Bild ab. Nestlé schliesst 0,76 Prozent im Minus. Roche hingegen hievt sich im Tagesverlauf ins Plus und schliesst 0,26 Prozent höher. Schlechter läuft es der Konkurrentin Novartis (-0,08 Prozent), trotz einer Kurszielerhöhung von Morgan Stanley auf 135 von zuvor 115 Franken. Tagessieger wird Lonza mit +1,77 Prozent, gefolgt von Kühne+Nagel (+1,21 Prozent). Der Logistikkonzern profitiert während des Tages von Kurszielerhöhungen durch Goldman Sachs und Bank of America - die Sperrung der Strasse von Hormus mache Logistiklösungen komplexer und die Dienstleistungen des Unternehmens gefragter.
Der breite Swiss Performance Index SPI schliesst 0,33 Prozent im Minus bei 17'684,39 Punkten. Grösster Verlierer ist OC Oerlikon mit über 19 Prozent Kursverlust - denn der Konzern wurde ohne Dividende gehandelt. GAM gibt nach erneut tiefroten Jahreszahlen 5,39 Prozent nach, Schindler schliesst nach einem Dividendenabschlag 2,77 Prozent tiefer. Gegen den Trend legen Comet und Orell Füssli je 4,28 Prozent zu.
Die kurze Entspannung beim Ölpreis scheint bereits wieder Geschichte. Die Nordseesorte Brent verteuert sich um 4,29 Prozent auf 102,28 Dollar je Barrel - seit Jahresbeginn entspricht das einem Anstieg von 36 Prozent. Je länger der Preis auf diesem Niveau verharrt, desto mehr stelle er ein echtes Inflationsrisiko dar und bremse die Konjunktur aus, heisst es am Markt - was sich bereits in deutlich eingetrübten Stimmungsindikatoren zeige.
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16:00
Die Betreiber von Social-Media-Plattformen geraten angesichts des zunehmenden Drucks der Gesetzgeber unter die Räder.
Die Tech-Konzerne sind in einem wegweisenden Prozess um die Abhängigkeit von sozialen Medien zu Schadensersatzzahlungen in Millionenhöhe verurteilt worden. Die beiden Konzerne müssen zusammen sechs Millionen Dollar Schadenersatz zahlen. Online-Plattformen stehen in den USA seit Jahren wegen mangelnden Jugendschutzes in der Kritik.
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15:38
Die schwindende Hoffnung auf ein schnelles Ende des Iran-Kriegs hat den Ölpreisen am Donnerstag deutlich Auftrieb verliehen. Bis zum Nachmittag haben die Notierungen die frühen Gewinne ausgebaut. Der Preis für Rohöl der Nordseesorte Brent ist dabei weiter über die Marke von 100 US-dollar gestiegen. Ein Barrel wurde bei 106,15 Dollar gehandelt und damit fast vier Prozent höher als am Vortag.
Zuletzt hatte US-Präsident Donald Trump den Kriegsgegner Iran erneut vor Konsequenzen gewarnt, sollte es zu keiner Einigung kommen. Trump hatte am Montag weitere Gespräche angekündigt, verbunden mit der Anordnung, Irans Energieinfrastruktur fünf Tage lang nicht anzugreifen. Die politische und militärische Führung in Teheran dementiert bislang jegliche Verhandlungen.
Der Iran hat nach Angaben der Nachrichtenagentur Tasnim unterdessen seine Antwort auf einen 15-Punkte-Vorschlag der USA für ein Ende des Kriegs übermittelt. Dies sei in der vergangenen Nacht über Mittelsmänner geschehen, erklärte die Agentur unter Berufung auf eine informierte Quelle. Teheran warte jetzt auf eine Antwort aus Washington. Das iranische Präsidialamt und die mächtigen Revolutionsgarden hatten zuvor erklärt, der Plan sei zurückgewiesen worden.
Darüber hinaus stellte der Iran eigene Bedingungen, darunter die Kontrolle über die wichtige Handelsroute durch die Strasse von Hormus. Experten des Schifffahrts-Magazins «Lloyd's List» gehen davon aus, dass der Iran eine Art Mautstellen-System zur Kontrolle der internationalen Schifffahrt eingeführt hat. Das Magazin beruft sich dabei unter anderem auf Schifffahrtsdaten und mehrere mit dem neuen System vertraute Quellen.
Unterdessen hat der Chef des US-Vermögensverwalters Blackrock, Rob Kapito, gesagt, dass Investoren die Risiken der Iran-Krise unterschätzen würden. Selbst bei einem schnellen Kriegsende, könne der Ölpreis noch auf 150 Dollar pro Barrel steigen, sagte Kapito. Er begründete dies damit, dass es Zeit brauche, bis die Lieferketten wieder voll funktionsfähig seien.
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15:15
Die Angst vor einem sich hinziehenden Krieg im Nahen Osten hat die US-Börsen am Donnerstag belastet. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte trat bei 46'472 Punkten auf der Stelle. Der breiter gefasste S&P 500 verlor 0,4 Prozent auf 6568 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq rutschte um 0,6 Prozent auf 21'799 Punkte ab.
Der Iran signalisierte zuletzt zwar Bereitschaft, einen US-Vorschlag zur Beendigung des Golfkonflikts zu prüfen. Aussenminister Abbas Araghtschi betonte jedoch, der Iran führe keine Verhandlungen mit den USA. Auch ein erneuter Anstieg der Ölpreise drückte auf die Stimmung. Der seit Ende Februar andauernde Krieg in Nahost hat die Lieferungen durch die Strasse von Hormus, über die normalerweise etwa ein Fünftel der weltweiten Rohöl- und Flüssigerdgasversorgung transportiert wird, nahezu vollständig zum Erliegen gebracht. «Der Markt versucht zu verstehen, was genau vor sich geht, wenn er viele verschiedene Dinge hört», sagte Jack Herr, Analyst bei GuideStone. «Wir beobachten die Ölpreise... Wir sind immer noch ein wenig vorsichtig, weil einige der Abwärtsszenarien nicht gut für die Weltwirtschaft sind.»
Ein sinkender Goldpreis zog die Aktien von Minenwerten nach unten. Newmont gaben um 2,5 Prozent nach, Sibanye Stillwater verloren 2,9 Prozent und Harmony Gold büssten 4,6 Prozent ein. Investoren gehen davon aus, dass die rasante Ölpreissteigerung die Inflation anheizen und damit Zinserhöhungen auf den Plan rufen könnte. Steigen die Zinsen, erscheint Gold für viele Investoren weniger attraktiv, da das Edelmetall keine laufenden Erträge abwirft.
Abwärts ging es auch für Aktien von Alphabet und Meta, die um 1,3 und drei Prozent nachgaben. Die Tech-Konzerne sind in einem wegweisenden Prozess um die Abhängigkeit von sozialen Medien zu Schadensersatzzahlungen in Millionenhöhe verurteilt worden. Olaplex-Aktien schossen hingegen um rund 50 Prozent in die Höhe. Der Konsumgüterhersteller Henkel bietet 2,06 Dollar pro Olaplex-Aktie - das entspricht einem Gesamtwert von 1,4 Milliarden Dollar.
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14:55
Die Renditen an den Anleihemärkten legen im Einklang mit steigenden Energiepreisen und zunehmenden Wetten auf eine straffere Geldpolitik zu. So ziehen die Renditen der zehnjährigen Bundesanleihen auf 3,041 Prozent von 2,954 Prozent am Mittwoch an. Die Verzinsung der zweijährigen Bonds legt auf 2,677 von 2,602 Prozent zu. Börsianer rechnen anhand der höheren Inflationsrisiken mit Zinserhöhungen der Europäischen Zentralbank in diesem Jahr.
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14:40
Der SMI liegt 0,65 Prozent im Minus.
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14:15
Aktien des US-Büromöbelherstellers MillerKnoll brechen nach einer Gewinnwarnung im vorbörslichen US-Handel um 21 Prozent ein. Der Konzern rechnet mit direkten Auswirkungen des Nahost-Konflikts im laufenden Quartal und Einbussen von acht bis neun Millionen Dollar oder neun bis zehn Cent je Aktie.
Als Grund wurden höhere Logistikkosten genannt, zudem seien nur minimale Lieferungen in die Region zu erwarten. Im dritten Quartal betrug der Umsatz insgesamt 926,6 Millionen Dollar, ein Zuwachs von sechs Prozent zum Vorjahreszeitraum. Das bereinigte Ergebnis je Aktie betrug 43 Cent.
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13:45
Der Broker IG taxiert den Wall-Street-Index Dow Jones Industrial eine Dreiviertelstunde vor dem Börsenstart 0,8 Prozent tiefer auf 46'060 Punkte. Der überwiegend auf Technologiewerte ausgerichtete Nasdaq 100 wird mit 1,1 Prozent im Minus bei 23'905 Zählern erwartet.
Trotz anderslautender Darstellungen der US-Regierung hatte das iranische Aussenministerium laufende Verhandlungen mit Washington über ein Kriegsende am Vorabend dementiert. «Ich erkläre mit Nachdruck, dass es keine Verhandlungen oder Gespräche mit der amerikanischen Seite gegeben hat», hatte Aussenminister Abbas Araghtschi im Staatsfernsehen gesagt und zudem Gespräche mit Washington abgelehnt.
An den Börsen herrsche rasch Ungeduld angesichts ausbleibender Fortschritte in Richtung Frieden, konstatierte Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners. «Je länger sich der Friedensprozess hinzieht, desto länger bleibt der Aufwärtsdruck beim Ölpreis immens. Und desto grösser wird der Schaden für die Weltwirtschaft.»
Während Energie-Aktien stiegen, gaben Bergbau-Werte aus den USA nach und litten unter Warnungen von US-Präsident Donald Trump in Richtung Iran. Trump hatte vor drei Tagen angesichts angeblich produktiver Gespräche mit dem Iran mitgeteilt, fünf Tage auf Angriffe gegen iranische Energieanlagen zu verzichten. Aktuell aber bleibt die Lage für Aussenstehende verworren.
Eine angestrebte Fusion über einen reinen Aktientausch gab vorbörslich den Aktien von Equitable Holdings mit Corebridge Financial Auftrieb. Die Papiere der beiden US-Versicherungsunternehmen legten um jeweils etwas mehr als 2 Prozent zu. Der Wert des fusionierten Unternehmens wird auf 22 Milliarden US-Dollar geschätzt.
Für Kodiak Sciences ging es ebenfalls um rund 50 Prozent nach oben, denn der Arzneimittelentwickler gab Phase-III-Studiedaten zur Behandlung diabetischer Retinopathie (Schädigung der Netzhaut) bekannt. Precigen stiegen um 23 Prozent. Der Umsatz wird laut dem Biopharma-Unternehmen im ersten Quartal voraussichtlich 18 Millionen Dollar übersteigen, getrieben durch den Verkauf seines Medikaments Papzimeos.
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13:00
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11:35
Hatte an den Vortagen noch ein gewisser Optimismus für eine mögliche Deeskalation und diplomatische Lösung für Beruhigung gesorgt, ist nach widersprüchlichen Meldungen nun die Skepsis zurück an den Finanzmärkten. Es sei auf jeden Fall zu früh, bereits auf eine Friedens-Rally zu setzen, kommentiert eine Händlerin.
Am Vorabend hatte die US-Regierung dem Iran mit noch härteren Angriffen gedroht, sollte die Führung des Landes nicht nachgeben. Trump sei trotz der Verhandlungen bereit, «die Hölle» im Iran losbrechen zu lassen. Nun meldet die Nachrichtenseite «Axios», dass sich das Pentagon auf den «final blow» gegen den Iran vorbereite. Dies könne auch den Einsatz von Bodentruppen sowie massive Luftschläge beinhalten, schreibt das Portal unter Berufung auf Kreise. Bereits am Vortag hatten die USA die Verlegung von speziellen Luftlandekräften in die Region angeordnet. Händler warnen, der Krieg dürfte eskaliere, sobald amerikanische Stiefel iranischen Boden berühren würden.
Auch die kurze Entspannung beim Ölpreis scheint bereits wieder Geschichte zu sein. Der Preis für ein Fass der Sorte Brent ist mit zuletzt 106 US-Dollar wieder klar über die Marke von 100 Dollar zurückgeklettert. Je länger der Preis so hoch bleibt, desto mehr stelle der Ölpreis ein echtes Inflationsrisiko dar und bremse zusehends die Wirtschaft aus, heisst es am Markt. Das habe sich bereits in einigen deutlich eingetrübten Stimmungsindikatoren gezeigt.
Kühne+Nagel Nagel steigen 1 Prozent. Goldman Sachs und Bank of America erhöhten ihre Kursziele für die Aktie. Durch die Sperrung der Strasse von Hormus werden Logistiklösungen komplexer und die Dienstleistungen des Unternehmens gefragter. Steigende Frachtraten sorgen laut Analysten ebenfalls für höhere Gewinne.
Am Indexende der Bluechips liegen Sika (-3,2 Prozent oder -4,20 Fr.). Allerdings schüttet der Bauchemiehersteller am heutigen Handelstag seine Dividende in Höhe von 3,70 Franken aus. Ansonsten geben ABB (-1,8 Prozent) am stärksten nach. Aber auch UBS (-1,5 Prozent), Swiss Re (-1,4 Prozent) oder Holcim (-1,4 Prozent) sind schwach.
Bei den Midcaps fallen auch Schindler PS (-2,8 Prozent oder -7,40 Fr.) wegen des Dividendenabschlags von 6,80 Franken auf. Ebenso ohne Dividende wird Oerlikon gehandelt (-19 Prozent). Derweil halten sich Galderma (+0,4 Prozent) und die defensiven Lindt & Sprüngli PS (+0,1 Prozent) knapp im grünen Bereich.
SIG (+0,1 Prozent) rücken nach den Hochstufungen der vergangenen Tage nun erneut in den Blick. Der bekannte aktivistische Investor Cevian hat seinen Anteil am Verpackungsspezialisten auf mittlerweile gut 5,6 Prozent erhöht.
Für die Swissquote-Aktien (-1,8 Prozent) geht es indes trotz eines positiven Analystenkommentars weiter quasi ungebremst abwärts. Baader Europe hat die Titel auf «Add» hochgestuft.
In der zweiten Reihe legten noch eine Reihe von kleineren Unternehmen Zahlen vor. Darunter ist der Asset Manager GAM (Aktie -8,7 Prozent), der erneut tiefrote Zahlen schrieb.
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10:20
Spekulationen auf ein mögliches Scheitern der Verkaufsgespräche zur Stahlsparte machen den Thyssen-Aktien zu schaffen. Die Titel verlieren im MDax in der Spitze 4,8 Prozent, der Nebenwerteindex liegt knapp zwei Prozent im Minus.
Zwar dauerten die Verhandlungen mit Jinda Steel noch an, doch erscheine eine Einigung nach knapp sechs Monaten der Gespräche mitsamt internen Betriebsprüfungen unwahrscheinlicher, sagten vier mit dem Vorgang vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Jindal hatte im September 2025 ein unverbindliches Übernahmeangebot für die seit Jahren kriselnde Stahlsparte vorgelegt. Dass die Hoffnungen auf einen Deal kleiner würden, belaste die Stimmung, sagt ein Händler.
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10:00
Die Aktie von H&M sackt im frühen Handel um bis zu sechs Prozent ab. Im ersten Geschäftsquartal (bis Ende Februar) ging der Umsatz um gut zehn Prozent auf 49,6 Milliarden schwedische Kronen zurück, wie das Unternehmen am Donnerstag in Stockholm mitteilte. Analysten hatten einen weniger starken Rückgang erwartet. H&M leidet unter dem schwachen Konsumklima und bekommt obendrein deutliche negative Währungseffekte zu spüren.
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09:15
Der Swiss Market Index fällt zu Handelsbeginn um 0,38 Prozent. Zwei der drei Schwergewichte im SMI, Novartis und Roche, notieren im Einklang mit dem Gesamtmarkt tiefer. Beide Titel sinken 0,7 Prozent. Nestlé dagegen ist 0,3 Prozent im Plus.
Die Unklarheit über die weitere Situation im Nahen Osten schürt Skepsis bezüglich der Friedensbemühungen. «Es gibt immer wieder widersprüchliche Meldungen, viele Gerüchte und Spekulationen», fasst ein Händler die Stimmung zusammen. In Asien entwickelten sich die Märkte uneinheitlich. Die Wall Street zeigte kaum noch Veränderungen nach Börsenschluss in Europa, die Futures zeigen aber mittlerweile nach unten.
Am Vorabend hatte die US-Regierung dem Iran mit noch härteren Angriffen gedroht, sollte die Führung des Landes nicht nachgeben. Trump sei trotz der Verhandlungen bereit, «die Hölle» im Iran losbrechen zu lassen. Derweil fachte Israel Spekulationen an, dass die USA am Wochenende im Alleingang eine Waffenruhe verkünden könnten. Der Iran selbst dementiert offiziell weiterhin jegliche Gespräche. «Anleger sollten nicht zu früh auf eine Friedensrally hoffen. Die Risiken bleiben hoch», mahnte eine weitere Börsianerin.
Ansonsten sind marktbewegende Nachrichten zu Einzelwerten erneut Mangelware. Sika (-1,6 Prozent) liegen nur optisch im Minus. Der Bauchemiehersteller schüttet am heutigen Handelstag seine Dividende in Höhe von 3,70 Franken aus. Gleiches gilt für Schindler (PS -2,6 Prozent)- hier erhalten die Anteilseigner 6,80 Franken je Papier. Ebenso ohne Dividende wird Oerlikon gehandelt (-20 Prozent).
Nach Hochstufungen in den letzten Tagen legen SIG zu (+0,9 Prozent). Der bekannte aktivistische Investor Cevian hat seinen Anteil am Verpackungsspezialisten auf mittlerweile gut 5,6 Prozent erhöht.
Die Titel von Swissquote (-0,7 Prozent) reagieren nicht auf eine Hochstufung auf «Add» von Baader Europe. Trotz eines volatilen Umfelds erwartet der Analyst weiterhin solide Neugeldzuflüsse für die Onlinebank.
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08:10
Der SMI wird bei Julius Bär vorbörslich 0,42 Prozent tiefer gestellt. Die Aktie von Sika gibt 2,4 Prozent nach, der Titel wird am Donnerstag ex-Dividende gehandelt. Roche legt 1,6 Prozent zu.
Am breiten Markt legt Swissquote 3,7 Prozent zu. Oerlikon gibt 20 Prozent nach. Die Aktie wird ebenfalls ohne Dividende gehandelt am Donnerstag:
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06:15
Der SMI wird bei der IG Bank vorbörslich 0,13 Prozent tiefer indiziert. Am Vortag hatte er 1,6 Prozent dazugewonnen.
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06:00
Die Börsen in Asien haben am Donnerstag uneinheitlich tendiert, während Anleger angesichts der dramatischen Entwicklungen im Nahen Osten vorsichtig agierten. Der Iran signalisierte Bereitschaft, einen US-Vorschlag zur Beendigung des Golfkonflikts zu prüfen. Der fast einmonatige Krieg, ausgelöst durch gemeinsame US-israelische Angriffe auf den Iran Ende Februar, hat die Strasse von Hormus praktisch lahmgelegt - eine Route für ein Fünftel der weltweiten Öl- und Flüssiggaslieferungen. Dies trieb die Ölpreise erstmals seit Jahren über die Marke von 100 Dollar je Barrel.
In Tokio blieb der 225 Werte umfassende Nikkei-Index fast unverändert bei 53'708,04 Punkten und der breiter gefasste Topix notierte 0,2 Prozent niedriger bei 3'642,56 Zählern. Die Börse Shanghai verlor 0,6 Prozent auf 3'909,16 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen fiel um 0,5 Prozent auf 4'516,10 Punkte.
In Südkorea gab der Kospi um 1,2 Prozent nach. «Die Schlagzeilen deuten auf einen konstruktiveren Ton hin, aber die Märkte sind unsicher, welchen Signalen sie vertrauen sollen», sagte Chris Weston, Forschungsleiter bei Pepperstone.
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05:45
Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar geringfügig auf 159,45 Yen und legte leicht auf 6,9016 Yuan zu. Zur Schweizer Währung rückte er etwas auf 0,7915 Franken vor. Parallel dazu blieb der Euro fast unverändert bei 1,1566 Dollar und zog leicht auf 0,9156 Franken an. Das ist ein Sechs-Wochen-Hoch des Eurokurses. Der Dollar profitierte von seinem Status als sicherer Hafen und steuert auf einen Monatsgewinn von zwei Prozent zu.
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05:30
Am Rohstoffmarkt verteuerte sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 1,6 Prozent auf 103,89 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 1,5 Prozent fester bei 91,70 Dollar. Die Brent-Notierung liegt damit 42 Prozent über dem Vormonatsniveau - der stärkste Monatsanstieg seit Jahren. Gold legte 0,7 Prozent auf 4.537 Dollar je Feinunze zu, liegt aber trotz der Krise im Monatsvergleich 14 Prozent im Minus.
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01:00
Neue Hoffnungen auf ein Ende des Iran-Kriegs haben den US-Börsen am Mittwoch einen weiteren Erholungsversuch beschert. Allerdings retteten die wichtigsten Indizes angesichts widersprüchlicher Aussagen der Konfliktparteien nur einen Teil ihrer Gewinne ins Ziel.
Der Leitindex Dow Jones Industrial schloss mit einem Plus von 0,66 Prozent auf 46'429,49 Punkte. Für den marktbreiten S&P 500 ging es letztlich noch um 0,54 Prozent auf 6'591,90 Punkte hoch. Der technologielastige Nasdaq 100 , der am Vortag deutlicher als die beiden anderen Indizes nachgegeben hatte, behauptete einen Kursanstieg von 0,67 Prozent auf 24'162,98 Punkte.
Berichten zufolge unterbreitete die US-Regierung der Führung in Teheran einen 15 Punkte umfassenden Plan zur Beendigung des Iran-Kriegs. Pakistan habe den Vorschlag an den Iran weitergereicht, schrieben US-Medien wie das Portal «Axios» und die «New York Times». Dieser soll dem iranischen Regime grosse Zugeständnisse abverlangen. Es gehe unter anderem darum, wie künftig der Schiffsverkehr in der für den weltweiten Ölhandel wichtigen Strasse von Hormus geregelt wird. Die meisten Punkte adressieren laut einer gut informierten Quelle jedoch das umstrittene iranische Atomprogramm.
Nachdem Iran die Berichte über angebliche Verhandlungen zurückgewiesen und seinerseits Bedingungen für ein Kriegsende präsentiert hatte, drohte die US-Regierung mit verschärften Angriffen. Wenn der Iran die neue Realität nicht anerkenne, würden die USA härter zuschlagen als je zuvor, sagte Regierungssprecherin Karoline Leavitt. Nun habe die iranische Führung die Chance, mit US-Präsident Donald Trump zu kooperieren.
Die Anleger preisten «die Möglichkeit eines diplomatischen Auswegs ein», schrieb Marktbeobachter Stephen Innes. Die Lage bleibe aber fragil und damit anfällig für weitere abrupte Korrekturen. Der dominierende Faktor für die Märkte bleibe der Ölpreis, solange die Handelsströme durch die Strasse von Hormus eingeschränkt seien. Am Mittwoch rutschte der Preis für ein Fass der Nordseesorte Brent zeitweise unter 100 US-Dollar, notierte zuletzt aber wieder über dieser Marke.
Die vom Iran-Krieg gebeutelten Aktien von Fluggesellschaften wurden von Hoffnungen auf einen Rückgang der Ölpreise gestützt, der sich deutlich auf die Treibstoffkosten auswirken würde. Bei JetBlue sorgte zusätzlich Übernahmefantasie für einen Kurssprung von gut 13,4 Prozent. Das Nachrichtenportal Semafor hatte unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtet, das Unternehmen prüfe Szenarien für einen Zusammenschluss mit United Airlines , Alaska Air Group oder Southwest Airlines .
Die Titel der Bergbaukonzerne Newmont und Freeport-McMoran verteuerten sich um 2,5 beziehungsweise 1,1 Prozent. Nach Einschätzung des Analysten Mark Haefele von UBS Global Wealth Management nutzten einige Anleger den Rücksetzer am Goldmarkt als Einstiegskurse.
Für Gesprächsstoff sorgte ansonsten Elon Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX. Beim Börsengang steht Medienberichten zufolge ein Rekorderlös von bis zu 75 US-Milliarden Dollar (rund 65 Mrd Euro) im Raum. Als Termin für die Aktienplatzierung werde der Juni angepeilt, schrieben die Website «The Information» und die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf informierte Personen. Die Fantasie dafür liess die Aktien der Branchenkollegen Rocket Lab und EchoStar um 10,3 beziehungsweise 7,4 Prozent anziehen.
Über einen Kurssprung von mehr als 16 Prozent freuten sich die Anteilseigner von ARM Holdings . Am Dienstag hatte die Ankündigung, dass der Chipentwickler erstmals auch eigene Halbleiter verkaufen und damit vom Boom rund um das Thema Künstliche Intelligenz (KI) profitieren will, den Markt noch kaltgelassen. Erst nach Handelsende war bekannt geworden, dass ARM mit dem neuen Geschäft innerhalb von fünf Jahren jährlich rund 15 Milliarden Dollar erwirtschaften will.
Für die Titel von Terns Pharmaceuticals ging es um 5,7 Prozent auf 52,86 Dollar hoch. Der Pharmariese Merck & Co setzt seine Einkaufstour fort und will das Biotech-Unternehmen übernehmen. Die gebotenen 53 Dollar je Aktie beinhalteten einen Aufschlag von rund 31 Prozent auf den Durchschnittskurs der vergangenen 60 Tage und bewerteten das Unternehmen brutto mit rund 6,7 Milliarden Dollar, teilte Merck mit. Die Merck-Aktien stiegen um 2,6 Prozent. Über eine mögliche Übernahme hatten zuvor schon «Financial Times» und Bloomberg berichtet.
(cash/Reuters/AWP)
