06:20

Der Swiss Market Index wird bei der IG Bank 0,1 Prozent tiefer gestellt. 

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06:00

Die Hoffnung auf eine Wiederaufnahme der Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran hat die asiatischen Börsen am Mittwoch beflügelt.

In Tokio legte der Nikkei-Index 0,5 Prozent auf 58.162,84 Punkte zu und näherte sich seinem Rekordhoch von ‌Ende Februar. Die chinesischen Börsen zeigten sich ebenfalls fester: Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen stieg um 0,2 Prozent. Der breite Asien-Pazifik-Index MSCI gewann 1,5 Prozent und erreichte ​den höchsten Stand seit sechs Wochen.

Anleger griffen zu, nachdem ‌die ⁠Ölpreise deutlich nachgaben. US-Präsident Donald Trump hatte erklärt, Gespräche mit dem Iran könnten in den ⁠kommenden zwei Tagen in Pakistan wieder aufgenommen werden. Dies beruhigte die Märkte, nachdem die gescheiterten Wochenendverhandlungen zu ‌einer US-Blockade iranischer Häfen geführt hatten.

«Die beeindruckende Kursentwicklung bei Risikoanlagen deutet ‌darauf hin, dass die Märkte bereit sind, ​über die unmittelbaren Auswirkungen des Nahostkonflikts hinwegzusehen», sagte Tony Sycamore, Analyst bei IG. Die Rohölsorte Brent fiel unter die Marke von 100 Dollar je Barrel.

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05:30

Am Devisenmarkt stabilisierte sich der Dollar ​nach sieben Verlusttagen. Zur europäischen Gemeinschaftswährung notierte er fast ​unverändert bei 1,1783 Dollar. Zum Yen gewann der Dollar 0,2 Prozent auf 159,02 Yen und legte zum ‌Yuan leicht auf 6,8191 Yuan zu. Zur Schweizer Währung büsste er etwas auf 0,7815 Franken ein.

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05:00

Die Ölpreise gaben deutlich nach. Die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee verteuerte sich zwar ​im asiatischen ​Handel um 0,4 Prozent auf 95,12 Dollar ⁠je Barrel, lag damit aber deutlich unter der psychologisch ​wichtigen Marke von 100 ⁠Dollar. Das US-Öl WTI notierte 0,2 Prozent schwächer bei 91,08 Dollar. Gold legte 0,1 ‌Prozent auf 4.846 Dollar je Feinunze zu.

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01:00

Nach dem erfreulichen Wochenauftakt haben die US-Börsen am Dienstag weiter zugelegt. Die Vereinigten Staaten und der Iran erwägen weitere Friedensgespräche, dies lässt die Hoffnung auf eine länger andauernde Waffenruhe am Persischen Golf steigen und die Ölpreise sinken. Damit droht der Konjunktur weniger Schaden.

Der Leitindex Dow Jones Industrial stieg um 0,66 Prozent auf 48.535,99 Punkte. Der marktbreite S&P 500 zog um 1,18 Prozent auf 6.967,38 Zähler an.

Noch deutlicher nach oben ging es für den technologielastigen Nasdaq 100 , das Plus belief sich auf 1,81 Prozent auf 25'842,00 Punkte. Mit den sinkenden Ölpreisen lassen gleichzeitig Inflationssorgen etwas nach, womit eine straffere Geldpolitik etwas unwahrscheinlicher wird. Davon profitierten die Aktien investitionsabhängiger Techkonzerne.

Der Nasdaq 100 und der S&P 500 haben ihre Verluste seit dem Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar bereits ausgebügelt. Dem Dow fehlt dafür nicht mehr allzu viel, er bewegt sich auf dem Niveau von Anfang März.

In der beginnenden Berichtssaison rückten Grossbanken nach den veröffentlichten Quartalsbilanzen von JPMorgan , Citigroup und Wells Fargo in den Blick. JPMorgan gaben um 0,8 Prozent nach. Die Bank verdiente im ersten Geschäftsquartal im Aktien- und Anleihegeschäft mehr als erwartet, die Prognose für den wichtigen Zinsüberschuss im Gesamtjahr blieb jedoch hinter den Erwartungen zurück.

Die Aktien von Citigroup gewannen 2,6 Prozent. Hier lief der Handel mit Festverzinslichen, Rohstoffen und Devisen besser als angenommen. Wells Fargo sackten dagegen um 5,7 Prozent ab, der Zinsüberschuss im ersten Quartal enttäuschte die Anleger.

Die Anteile des Gesundheitskonzerns Johnson & Johnson gewannen nach Quartalszahlen 0,9 Prozent. Treiber waren vor allem starke Zuwächse bei neuen Krebsmedikamenten. Die Prognose für das Gesamtjahr wurde leicht angehoben.

American Airlines sprangen um 8 Prozent hoch und United Airlines gewannen 2,1 Prozent. Der Chef von United Airlines, Scott Kirby, erwägt einen Zusammenschluss mit dem Kontrahenten, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf informierte Personen berichtet. Entstehen würde die weltweit grösste Fluggesellschaft.

Der Online-Händler und Internetkonzern Amazon treibt den Aufbau eines eigenen Satellitengeschäfts voran und übernimmt dazu den Satellitenbetreiber Globalstar. Dessen Kurs legte um 9,6 Prozent zu, Amazon stiegen um 3,8 Prozent.

(cash/AWP/Reuters)

Daniel Hügli
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