Zum aktuellen Geschehen im Dow Jones geht es hier.

Zum aktuellen Geschehen im Nasdaq 100 geht es hier.

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17:35

Der Swiss Market Index (SMI) verliert 0,38 Prozent und geht mit 13'219,6 Punkten aus dem Handel.

Auf den Leitindex gedrückt haben insbesondere die Schwergewichte Roche (minus 0,4 Prozent), Nestlé (minus 1,2 Prozent) und Novartis (minus 1,6 Prozent). 

Verluste verzeichneten auch Richemont (minus 1,9 Prozent), sowie die Baustoffkonzerne Holcim (minus 0,8 Prozent) und Amrize (minus 1,6 Prozent).

Hinzu gewonnen haben Partners Group (plus 3,7 Prozent) und Logitech (plus 2,1 Prozent). 

Am breiten Markt, der um 0,32 Prozent auf 18'589,8 Zähler sank, standen Oerlikon (minus 4 Prozent) und Swatch (minus 3,9 Prozent) unter Druck. Mobiliezone verlor mehr als 7 Prozent, wurde allerdings ex-Dividende gehandelt. In der Gewinnzone schlossen Cosmo (plus 6,2 Prozent) sowie Bajaj Mobility (plus 6,8 Prozent) und Ascom (plus 5,1 Prozent).

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16:50

Eine Lockerung der Regeln für Händler in den USA gibt den Aktien der dortigen Investmentplattformen Rückenwind. Die Titel von Robinhood, eToro und Interactive Brokers legen an der Wall Street um 1,5 bis acht Prozent zu. ‌Die US-Finanzaufsichtsbehörde ⁠FINRA hatte am Dienstag mitgeteilt, die bisherigen Beschränkungen für sogenannte Day-Trader zu lockern.

Bislang war es Händlern mit einem Vermögen von weniger als 25.000 Dollar auf ihrem Margin-Konto untersagt, ⁠mehr als vier Tagesgeschäfte innerhalb von fünf Tagen abzuschliessen. Künftig müssen Kunden stattdessen über genügend Eigenkapital auf ihrem Konto verfügen, um die Risiken abzudecken, die sie im jeweiligen Moment eingehen. Die FINRA erklärte, durch ‌die Neuregelung könnten mehr Kleinanleger an den Märkten aktiv werden.

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16:00

Der Leitindex Dow Jones Industrial gab nach dem Startgong um 0,22 Prozent auf 48.431 Punkte nach. Der technologielastige Nasdaq 100 stieg um 0,18 Prozent auf 25.889 Zähler und nähert sich allmählich seinem Ende Januar erreichten Jahreshoch und damit auch seinem Rekordhoch von Ende Oktober. Der marktbreite S&P 500 notierte mit plus 0,11 Prozent auf 6.975 Punkten.

Nach ihrem jüngst guten Lauf haben die US-Börsen am Mittwoch im frühen Handel keine eindeutige Tendenz gezeigt. Anleger warten darauf, ob es in den kommenden Tagen zu einer weiteren Gesprächsrunde zwischen den USA und dem Iran kommt. Hoffnungen darauf hatten zuletzt die Börsen nach den ergebnislos gebliebenen Gesprächen vom vergangenen Wochenende angetrieben. Impulse kommen zur Wochenmitte von weiteren Quartalsberichten, unter anderem von den Finanzinstituten Morgan Stanley und Bank of America .

Unbestätigten Medienberichten zufolge könnte bereits an diesem Donnerstag ein weiteres Treffen zwischen der USA und dem Iran folgen. Gegen eine schnelle weitere Verhandlungsrunde in Islamabad spricht aber, dass Pakistans Premierminister aktuell für mehrere Tage in andere muslimische Vermittlerstaaten reist.

Unter den Einzelwerten in den USA erreichten die Aktien von Morgan Stanley ein Rekordhoch und gewannen zuletzt 4 Prozent. Die Anteile von Bank of America legten um 1,4 Prozent zu. Beide Banken überzeugten mit ihren Quartalsberichten. So verzeichnete Bank of America unerwartet hohe Zinseinnahmen. Morgan Stanley übertraf mit den Erträgen im Aktienhandel die durchschnittlichen Analystenschätzungen.

Die Papiere des Finanzdienstleisters Robinhood gewannen 7,6 Prozent. Die US-Börsenaufsicht SEC gab grünes Licht für weitreichende Änderungen von Beschränkungen für den täglichen Handel von Kleinanlegern, was von Retail-Brokern begrüsst wurde.

Für Snap ging es um 7,3 Prozent nach oben. Das Social-Media-Unternehmen streicht 16 Prozent seiner Stellen und will mit Künstlicher Intelligenz (KI) Prozesse beschleunigen sowie die Profitabilität verbessern.

Broadcom erweitert seine KI-Partnerschaft mit Meta. Zudem baut Gitlab die Zusammenarbeit mit Google Cloud zur Unterstützung von KI-Agenten aus. Während die Aktien des Halbleiterkonzerns Broadcom um 3,7 Prozent stiegen, ging es für Gitlab um 5 Prozent hoch.

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15:30

Der Broker IG taxierte den Wall-Street-Index Dow Jones Industrial vor dem Börsenauftakt 0,1 Prozent höher bei 48.578 Punkten. Der technologielastige Nasdaq 100 , der sich tags zuvor wieder deutlich seinem Ende Januar erreichten Jahreshoch und damit auch seinem Rekordhoch von Ende Oktober angenähert hatte, gab um 0,1 Prozent auf 25.830 Punkte nach.

Nach der Erholungsbewegung am Vortag dürften sich die US-Börsen am Mittwoch zum Handelsstart also stabil zeigen. Nach den Vorschusslorbeeren warten die Anleger erst einmal ab, ob es in den kommenden Tagen tatsächlich zu einer weiteren Gesprächsrunde zwischen den USA und dem Iran kommt.

Hoffnungen darauf hatten die Börsen am Dienstag nach den ergebnislos gebliebenen Gesprächen am Wochenende angetrieben. Positive Impulse könnten von Quartalsberichten ausgehen, denn nach bereits erfreulichen Zahlen, etwa von Goldman Sachs und der Citigroup, legten nun Bank of America und Morgan Stanley nach.

Wie US-Präsident Donald Trump dem US-Fernsehsender Fox News sagte, glaubt er an ein kurz bevorstehendes Ende des Kriegs im Iran. Der «New York Post» hatte er zuvor gesagt, dass in Pakistan «in den nächsten zwei Tagen etwas passieren könnte», ohne jedoch weitere Details zu nennen. Dort war am Wochenende die erste Verhandlungsrunde zwischen den USA und dem Iran ohne Ergebnis zu Ende gegangen.

Unbestätigten Medienberichten zufolge könnte bereits an diesem Donnerstag ein weiteres Treffen folgen. Gegen eine schnelle weitere Verhandlungsrunde in Islamabad spricht, dass Pakistans Premierminister aktuell für mehrere Tage in andere muslimische Vermittlerstaaten reist.

Unter den Einzelwerten in den USA legten die Aktien von Bank of America vorbörslich um 1,0 Prozent und die von Morgan Stanley um 2,4 Prozent zu. Beide überzeugten mit ihren Quartalsberichten. So verzeichnete Bank of America unerwartet hohe Zinseinnahmen. Morgan Stanley übertraf mit den Erträgen im Aktienhandel die durchschnittlichen Analystenschätzungen.

Die Papiere des Finanzdienstleisters Robinhood gewannen 7,4 Prozent. Die US-Börsenaufsicht SEC gab grünes Licht für weitreichende Änderungen von Beschränkungen für das Daytrading von Kleinanlegern, was von Retail-Brokern begrüsst wurde.

Für Snap ging es um 6,8 Prozent nach oben. Das Socialmediaunternehmen streicht 16 Prozent seiner Stellen und will mit Künstlicher Intelligenz (KI) Prozesse beschleunigen sowie die Profitabilität verbessern.

Broadcom erweitert seine KI-Partnerschaft mit Meta . Zudem baut Gitlab die Zusammenarbeit mit Google Cloud zur Unterstützung von KI-Agenten aus. Während die Aktien des Halbleiter- und Softwareunternehmens Broadcom um 2,3 Prozent stiegen und Meta 0,4 Prozent gewannen, ging es für Gitlab um 6,2 Prozent hoch

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14:55

Die Ankündigung eines Stellenabbaus beflügelt die Aktien des Snapchat-Betreibers Snap. Die Papiere des US-Unternehmens legen vorbörslich um gut sieben Prozent zu. Snap will ‌nach ⁠eigenen Angaben 1000 Mitarbeiter entlassen, was 16 Prozent der Belegschaft entspricht, und mehr als 300 offene Stellen streichen. Dadurch dürften die ⁠jährlichen Kosten bis zur zweiten Jahreshälfte 2026 um mehr als 500 Millionen Dollar sinken.

Mit dem Schritt reagiert Snap auf Forderungen des aktivistischen Investors Irenic ‌Capital Management. Die Kalifornier begründeten die Massnahme zudem mit Fortschritten bei Künstlicher Intelligenz (KI), die es ‌ermöglichten, mit kleineren Teams zu arbeiten. Russ Mould, Direktor beim ​Broker AJ Bell, zeigt sich jedoch skeptisch. «Kostensenkungen könnten kurzfristig einen aktivistischen Investor besänftigen», sagt der Experte. «Es ist allerdings fraglich, ob das Unternehmen damit langfristig ein tragfähiges Geschäftsmodell und eine starke Wettbewerbsposition sichern kann.»

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14:45

Die Aktien von Morgan Stanley geben Gas, nachdem die Investmentbank Gewinn und Ertrag im ersten ‌Quartal deutlich gesteigert ⁠hat. Die Papiere ziehen im vorbörslichen US-Geschäft um 2,6 Prozent an. Mit einem Gewinn von 3,43 ⁠Dollar je Aktie übertraf die Bank die Analystenschätzungen, die im Schnitt von drei Dollar je Aktie ausgegangen waren.

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14:10

Die Titel von Nike legen im vorbörslichen Handel an der Wall ⁠Street um fast drei Prozent zu. Konzernchef Elliott Hill hat sein Investment erneut deutlich ausgebaut und ‌damit ⁠der Aktie Rückenwind gegeben.

Hill erwarb am Montag Nike-Aktien im Wert von rund einer Million Dollar, wie ‌aus einer Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC hervorgeht. Im vergangenen ‌Jahr hatte er Papiere für einen ähnlichen Betrag ​gekauft, während Apple-Chef und Nike-Verwaltungsratsmitglied Tim Cook Anteile für drei Millionen Dollar erwarb.

Seit Jahresbeginn hat die Nike-Aktie rund 30 Prozent an Wert verloren. Im März hatte das Unternehmen einen überraschenden Umsatzrückgang prognostiziert und dies mit einer schwachen Nachfrage in China sowie Belastungen durch den Nahost-Konflikt begründet. ‌Dies erschwert die seit Monaten laufenden Bemühungen des Konzerns um eine Trendwende.

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13:15

Die US-Börsen sind vor dem Start richtungslos. Die Futures auf dem Dow Jones sind ganz leicht im Minus, diejenigen auf dem Nasdaq sind unverändert.

Der SMI liegt 0,15 Prozent höher.

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11:40

Der SMI notiert wieder 0,1 Prozent höher. Gewinner und Verlierer halten sich in etwa die Waage. Auffallend ist der Kursgewinn von 1,3 Prozent bei Roche, welcher den SMI stützt.

Anleger warteten auf neue Impulse rund um die Entwicklung im Nahen Osten. Zwar deutete US-Präsident Trump an, dass es weitere Verhandlungen geben könne und er den Iran-Krieg kurz vor dem Ende sieht. Konkrete Nachrichten gab es bislang aber keine.

Entsprechend richte sich der Fokus der Investoren langsam etwas weg von der Geopolitik und hin zur Berichtssaison, sagte ein Händler. "Man kann fast sagen, der Markt geht langsam zur Tagesordnung über - auch wenn neue Iran-Nachrichten natürlich schnell wieder für Bewegung sorgen können." Hoffnung und Enttäuschung lägen dicht beieinander.

Mittlerweile rücken auch Konjunkturdaten wieder verstärkt in den Blick. Am Nachmittag dürften insbesondere US-Frühindikatoren wie der Empire State Index oder der NAHB-Index zur Entwicklung des Immobilienmarkts Beachtung finden. Am Abend steht mit dem Beige Book noch der Konjunkturbericht der US-Notenbank Fed an.

Bei den Ölpreisen hielt die leichte Entspannung an. Am Vormittag kostete ein Fass der Sorte Brent noch 94,55 US-Dollar, WTI näherte sich am Morgen sogar der Marke von 90 Dollar an. Damit blieben die Preise für das schwarze Gold klar unter der Schwelle von 100 Dollar und mittlerweile deutlich von den Höchstständen aus dem März entfernt.

Unter Druck stehen insbesondere die Luxusgüter-Aktien Richemont (-1,5%) und im SMIM auch Swatch (-2,5%). Schwache Zahlen der beiden Konkurrenten Kering und Hermes schickten deren Aktien auf Talfahrt und sorgten auch bei den heimischen Vertretern der Branche für entsprechende Verluste.

Zu den Gewinnern im SMI zählen Logitech (+1,7%). Generell sind an der Börse Vertreter der Tech-Branche gefragt, wie auch die Kursgewinne von VAT (+3,1%), AMS Osram (+2,6%), Comet (+3,0%) oder Inficon (+3,0%) zeigen. Der niederländische Chipkonzern ASML hatte am Morgen seine Umsatzprognose erhöht. Am morgigen Donnerstag dürfte die Branche weiter im Fokus bleiben, wenn der taiwanesische Halbleiterkonzern TSMC Zahlen vorlegt.

An der Indexspitze im SMI stehen derweil Partners Group (+2,4%) ohne Nachrichten. Derweil können Givaudan (-0,5%) frühe Gewinne nicht halten, trotz einer Hochstufung durch JPMorgan und weiterer Reaktionen auf die Zahlen am Vortag.

Für die Aktien der Swisscom (-0,8%) geht es nach einer Abstufung durch Exane BNP Paribas nach unten. Allerdings hatten die Titel des Telekom-Konzerns dem rauen Marktumfeld zuletzt gut getrotzt, ähnlich wie Konkurrent Sunrise (-1,7%). Diese werden allerdings ebenfalls von den Analysten abgestuft.

Im SMIM steht insbesondere die Aktie des neu fusionierten Versicherungsriesen Helvetia Baloise (+0,3%) im Fokus, nachdem das Unternehmen erstmals gemeinsame Zahlen vorlegte. Zudem strebt das Unternehmen eine höhere Effizienz an und will deutlich höhere Dividenden zahlen. Die frühen Gewinne sind mittlerweile aber zusammengeschmolzen.

Kräftig nach oben geht es bei den kleineren Werten für die Aktien von Cosmo (+7,0%). Hintergrund sind neue, positive Studiendaten zum Haarausfall-Mittel Clascoterone. Analysten betonten vor allem das gesunkene Entwicklungsrisiko.

HT5 (+13,5%) schnellen nach Abschluss der Kapitalerhöhung im Vorfeld der Fusion mit Centiel nach oben. Der Handelsstart der Centiel-Aktien ist für den Freitag geplant.

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10:30

Die Aktien von Richemont fallen 2 Prozent, diejenigen von Swatch fast 3 Prozent. Grund sind die Zahlen des Konkurrenten Hermes, die Aktien fallen 11 Prozent. Im ersten Quartal schrumpfte der Hermes-Umsatz im Jahresvergleich um 1,4 Prozent auf knapp 4,1 Milliarden Euro zu, wie das EuroStoxx-50-Schwergewicht am Mittwoch in Paris mitteilte. Bereinigt um die Folgen des starken Euro legte der Erlös um 5,6 Prozent zu. Damit verfehlte der Hersteller von Produkten wie Birkin- und Kelly-Taschen die Erwartungen der Experten.

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10:25

Die Ölpreise haben sich am Mittwoch wenig bewegt. Nach einem deutlichen Preisrückgang am Vortag stabilisierten sich die Notierungen am Morgen vorerst unter der Marke von 100 US-Dollar. Ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Sorte Brent aus der Nordsee mit Lieferung im Juni kostete 94,80 Dollar und damit etwa genau so viel wie am Vortag.

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10:20

Die SMI-Gewinne schmelzen weg. Der Leitindex notiert nun unverändert bei 13'270 Punkten.

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Neue Kursziele und Ratings für Schweizer Aktien:

Sika: Jefferies erhöht auf 181 (180) Fr. – Buy

Sika: Kepler Cheuvreux erhöht auf 180 (175) Fr. – Buy

Givaudan: JPMorgan erhöht auf Overweight (Neutral) - Ziel 3600 Fr.

Givaudan: Berenberg erhöht auf 2920 (2915) Fr. – Hold

Givaudan: Barclays erhöht auf 3100 (3050) Fr. - Equal Weight

Swiss Re: Barclays senkt auf 114 (118) Fr. – Underweight

Amrize: Barclays senkt auf 44 (45) Fr. - Equal Weight

Holcim: Barclays senkt auf 86 (87) Fr. – Overweight

Kühne+Nagel: Research Partners erhöht auf 193 (170) Fr. – Halten

Comet: Research Partners erhöht auf 390 (321) Fr. – Kaufen

Bystronic: Research Partners senkt auf 253 (260) Fr. – Halten

VAT: Research Partners erhöht auf 560 (530) Fr. – Halten

Sensirion: Vontobel erhöht auf 72 (66) Fr. – Hold

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09:30

Nach der deutlichen Vortagserholung hat dem deutschen Dax am Mittwoch zunächst die Kraft für weitere Gewinne gefehlt. Der deutsche Leitindex notiert 0,04 Prozent tiefer bei 24'044 Punkten. Die Anleger dürften abwarten, ob es in den kommenden Tagen tatsächlich eine weitere Gesprächsrunde zwischen dem Iran und den USA geben wird.

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09:10

Der SMI eröffnet den Handel 0,17 Prozent höher. Im vorböslichen Handel hatte der Leitindex noch negativ notiert. Die Pharmagrössen Roche (1 Prozent) und Novartis (0,4 Prozent) stützen den Index. Die Aktie von Logitech notiert von den SMI-Titeln mit 1,2 Prozent am höchsten. Richemont fallen dagegen 2,7 Prozent, Swatch 3,4 Prozent.  

Am Vortag hatten Hoffnungen auf ein baldiges Ende des Iran-Kriegs an den Börsen weltweit für Gewinne gesorgt. Entsprechend sind auch die Vorgaben aus den USA und Asien grundlegend positiv. Allerdings gab es über Nacht keine neuen Entwicklungen, daher ist zunächst Durchatmen angesagt. Zumindest deutete Trump weitere Gespräche mit Iran an. Auch beim Öl hält die Entspannung an. Die Preise blieben klar unter der Marke von 100 Dollar, WTI nähert sich sogar der nächsten Schwelle von 90 Dollar an.

Noch bleibe der Nahostkonflikt aber eine Hängepartie und für alle Marktteilnehmer nervenaufreibend, so der Tenor unter Händlern. Hoffnung und Enttäuschung lägen dicht beieinander. Und ohne neue Entwicklungen verschiebt sich der Fokus der Börsen wieder verstärkt auf Unternehmenszahlen und Konjunkturdaten. Am Nachmittag dürften insbesondere US-Frühindikatoren wie der Empire State Index oder der NAHB-Index zur Entwicklung des Immobilienmarkts Beachtung finden. Am Abend steht mit dem Beige Book noch der Konjunkturbericht der US-Notenbank Fed an.

Von den Blue Chips gibt es bislang zwar kaum Nachrichten, im Tagesverlauf dürfte auch die Generalversammlung der UBS (+0,1 Prozent) in den Fokus rücken. Hier wird neben Kritik an den hohen Vergütungen für das Management auch auf Aussagen zur politischen Diskussion betreffend der geplanten Verschärfung der Kapitalregeln geschaut. Ab Mittag rücken Finanzwerte generell mit Zahlen der US-Banken Morgan Stanley und Bank of America in den Blick.

Givaudan (+0,3 Prozent) wiederum könnten ihre Kursgewinne vom Vortag in Reaktion auf die Quartalszahlen weiter ausbauen. JPMorgan hat die Titel auf «Overweight» hochgestuft, auch andere Analysten zogen ihre Kursziele nach. Auch Sika (+0,4 Prozent) erhielten eine Reihe von positiven Kommentaren.

Derweil dürfte das Gesprächsthema Nummer Eins die erstmals präsentierten gemeinsamen Zahlen des neu fusionierten Versicherungsriesen Helvetia Baloise (+3,2 Prozent) sein. Neben den pro Forma-Zahlen gab sich das Unternehmen Ziele für die kommenden Jahre und bestätigte den einschneidenden Stellenabbau. Weitere Details folgen am Nachmittag im Rahmen des Investorentags.

Bei Tech-Werte wie VAT (+0,9 Prozent), die zudem am morgigen Donnerstag selbst endgültige Zahlen zum ersten Quartal vorlegen, könnten die Quartalsergebnisse des niederländischen Chipbauers ASML für Bewegung sorgen. Dessen Titel waren vorbörslich trotz eines höheren Umsatzausblicks unter Druck.

In der zweiten Reihe gab Cosmo (+8 Prozent) positive Studiendaten zum Haarausfall-Mittel Clascoterone bekannt und plant die Einreichung der US-Zulassung für Anfang 2027.

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08:10

Der SMI wird bei Julius Bär vorbörslich 0,11 Prozent tiefer gestellt. Ausser Givaudan (plus 1,9 Prozent) und Sika (plus 0,9 Prozent) - beide Unternehmen hatten am Vortag Erstquartalszahlen präsentiert - sind alle SMI-Aktien im Minus. Am deutlichsten fallen Amrize und Richemont (je 0,6 Prozent minus).

Am breiten Markt steigen Helvetia Baloise mit 4 Prozent. Der seit Dezember fusionierte Versicherungskonzern hat erste Jahreszahlen auf pro Forma-Basis vorgelegt. 

Cosmo legen 6 Prozent zu. Das Pharmaunternehmen hat mit dem Mittel Clascoteron in einer Phase-III-Studie positive Ergebnisse erzielt.

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06:20

Der Swiss Market Index wird bei der IG Bank 0,1 Prozent tiefer gestellt. 

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06:00

Die Hoffnung auf eine Wiederaufnahme der Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran hat die asiatischen Börsen am Mittwoch beflügelt.

In Tokio legte der Nikkei-Index 0,5 Prozent auf 58.162,84 Punkte zu und näherte sich seinem Rekordhoch von ‌Ende Februar. Die chinesischen Börsen zeigten sich ebenfalls fester: Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen stieg um 0,2 Prozent. Der breite Asien-Pazifik-Index MSCI gewann 1,5 Prozent und erreichte ​den höchsten Stand seit sechs Wochen.

Anleger griffen zu, nachdem ‌die ⁠Ölpreise deutlich nachgaben. US-Präsident Donald Trump hatte erklärt, Gespräche mit dem Iran könnten in den ⁠kommenden zwei Tagen in Pakistan wieder aufgenommen werden. Dies beruhigte die Märkte, nachdem die gescheiterten Wochenendverhandlungen zu ‌einer US-Blockade iranischer Häfen geführt hatten.

«Die beeindruckende Kursentwicklung bei Risikoanlagen deutet ‌darauf hin, dass die Märkte bereit sind, ​über die unmittelbaren Auswirkungen des Nahostkonflikts hinwegzusehen», sagte Tony Sycamore, Analyst bei IG. Die Rohölsorte Brent fiel unter die Marke von 100 Dollar je Barrel.

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05:30

Am Devisenmarkt stabilisierte sich der Dollar ​nach sieben Verlusttagen. Zur europäischen Gemeinschaftswährung notierte er fast ​unverändert bei 1,1783 Dollar. Zum Yen gewann der Dollar 0,2 Prozent auf 159,02 Yen und legte zum ‌Yuan leicht auf 6,8191 Yuan zu. Zur Schweizer Währung büsste er etwas auf 0,7815 Franken ein.

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05:00

Die Ölpreise gaben deutlich nach. Die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee verteuerte sich zwar ​im asiatischen ​Handel um 0,4 Prozent auf 95,12 Dollar ⁠je Barrel, lag damit aber deutlich unter der psychologisch ​wichtigen Marke von 100 ⁠Dollar. Das US-Öl WTI notierte 0,2 Prozent schwächer bei 91,08 Dollar. Gold legte 0,1 ‌Prozent auf 4.846 Dollar je Feinunze zu.

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01:00

Nach dem erfreulichen Wochenauftakt haben die US-Börsen am Dienstag weiter zugelegt. Die Vereinigten Staaten und der Iran erwägen weitere Friedensgespräche, dies lässt die Hoffnung auf eine länger andauernde Waffenruhe am Persischen Golf steigen und die Ölpreise sinken. Damit droht der Konjunktur weniger Schaden.

Der Leitindex Dow Jones Industrial stieg um 0,66 Prozent auf 48.535,99 Punkte. Der marktbreite S&P 500 zog um 1,18 Prozent auf 6.967,38 Zähler an.

Noch deutlicher nach oben ging es für den technologielastigen Nasdaq 100 , das Plus belief sich auf 1,81 Prozent auf 25'842,00 Punkte. Mit den sinkenden Ölpreisen lassen gleichzeitig Inflationssorgen etwas nach, womit eine straffere Geldpolitik etwas unwahrscheinlicher wird. Davon profitierten die Aktien investitionsabhängiger Techkonzerne.

Der Nasdaq 100 und der S&P 500 haben ihre Verluste seit dem Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar bereits ausgebügelt. Dem Dow fehlt dafür nicht mehr allzu viel, er bewegt sich auf dem Niveau von Anfang März.

In der beginnenden Berichtssaison rückten Grossbanken nach den veröffentlichten Quartalsbilanzen von JPMorgan , Citigroup und Wells Fargo in den Blick. JPMorgan gaben um 0,8 Prozent nach. Die Bank verdiente im ersten Geschäftsquartal im Aktien- und Anleihegeschäft mehr als erwartet, die Prognose für den wichtigen Zinsüberschuss im Gesamtjahr blieb jedoch hinter den Erwartungen zurück.

Die Aktien von Citigroup gewannen 2,6 Prozent. Hier lief der Handel mit Festverzinslichen, Rohstoffen und Devisen besser als angenommen. Wells Fargo sackten dagegen um 5,7 Prozent ab, der Zinsüberschuss im ersten Quartal enttäuschte die Anleger.

Die Anteile des Gesundheitskonzerns Johnson & Johnson gewannen nach Quartalszahlen 0,9 Prozent. Treiber waren vor allem starke Zuwächse bei neuen Krebsmedikamenten. Die Prognose für das Gesamtjahr wurde leicht angehoben.

American Airlines sprangen um 8 Prozent hoch und United Airlines gewannen 2,1 Prozent. Der Chef von United Airlines, Scott Kirby, erwägt einen Zusammenschluss mit dem Kontrahenten, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf informierte Personen berichtet. Entstehen würde die weltweit grösste Fluggesellschaft.

Der Online-Händler und Internetkonzern Amazon treibt den Aufbau eines eigenen Satellitengeschäfts voran und übernimmt dazu den Satellitenbetreiber Globalstar. Dessen Kurs legte um 9,6 Prozent zu, Amazon stiegen um 3,8 Prozent.

(cash/AWP/Reuters)

Daniel Hügli
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