12:30
Die Aktien von U-Blox werden am heutigen Freitag zum letzten Mal an der Schweizer Börse SIX gehandelt. Fast 20 Jahre waren die Titel des Chip- und Halbleiterherstellers ein fester Bestandteil der Börse, nun verschwinden sie nach einer Übernahme per 18. Mai vom Börsenparkett.
Mehr zur Börsengeschichte und den Hintergründen des Delistings von U-Blox hier.
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12:00
Der SMI steht am Mittag 0,13 Prozent höher bei 13'229.58 Punkten. Das vorläufige Tageshoch liegt bei 13'305 Punkten. Mittlerweile sind die Verlierer im Leitindex knapp in der Überzahl. Der breite SPI legt 0,14 Prozent auf 18'710,27 Punkte zu, wogegen der SMIM mit den mittelgrossen Werten unterdessen ins Minus gedreht hat. Er notiert 0,20 Prozent tiefer bei 2960,66 Punkten.
Dass sich die Stimmung am Brückentag nach Auffahrt und vor dem Wochenende grundsätzlich verbessert hätte, lässt sich nicht sagen. Entspannungszeichen im Nahost-Konflikt gibt es nach wie vor keine und der Ölpreis hat sich am Vormittag wieder nach oben entwickelt.
Dahinter fallen die PS von Roche (+1,8 Prozent) mit einem überdurchschnittlichen Anstieg auf. Einerseits erklären sich Beobachter das Kaufinteresse mit dem allgemein freundlichen Pharmasektor, andererseits aber auch mit einem produktseitigen Rückschlag des Rivalen Kissei Pharmaceutical mit dem Medikament Tavneos. Zudem hat Roche für das Mittel Gazyva in Japan grünes Licht für eine zusätzliche Indikation erhalten. Die Papiere knüpfen in der Folge an den seit Mitte März andauernden Aufwärtstrend an.
Darüber hinaus sind insbesondere die Versicherer gesucht. Für Swiss Re (+1,3 Prozent) hat zwar die Bank Vontobel das Kursziel etwas gesenkt, die Kaufempfehlung bleibt aber bestehen und der begleitende Kommentar ist eher wohlwollend gefasst. Und Swiss Life (+1,1 Prozent) werden von einem positiven Kommentar durch Berenberg gestützt. Die Bank hat dabei das «Buy»-Rating bestätigt.
Zurich (+0,6 Prozent) setzen mit den aktuellen Avancen die starke Entwicklung vom vergangenen Mittwoch (+4,1 Prozent) im Anschluss an gute Quartalszahlen fort.
Auf der Gegenseite geht es insbesondere mit baunahen Werten wie Holcim (-3,8 Prozent), Sika (-1,8 Prozent) oder Amrize (-1,1 Prozent) nach unten, wobei Geberit (+0,5 Prozent) sind in die andere Richtung bewegt. Die Performance von Holcim oder Sika geht einher mit einer grundsätzlichen Schwäche des Sektors in Europa aufgrund der Konjunktursorgen.
Bei ABB (-1,7 Prozent) kommt es nach dem starken Lauf der Wochen davor zu Gewinnmitnahmen.
Im breiten Markt fallen Adecco (-3,3 Prozent) weiter, nachdem sie am Mittwoch nach Zahlen um 16 Prozent eingebrochen waren.
Also (+4,5 Prozent) stehen dagegen nach einem freundlichen Kommentar von Berenberg auf den Einkauflisten.
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11:30
Die Furcht vor einer Führungskrise macht die Anleger in Grossbritannien immer nervöser. Das Pfund fiel um bis zu 0,5 Prozent auf 1,3332 Dollar, den tiefsten Stand seit fünf Wochen. Seit Montag ist die Währung - zusätzlich belastet durch die jüngste Dollar-Rally - um zwei Prozent eingebrochen. An den Anleihemärkten stiegen die Renditen britischer Staatsbonds sprunghaft an. «Der Premierminister Keir Starmer scheint schwer angeschlagen und es ist fraglich, ob er sich noch lange im Amt halten kann», schreibt Commerzbank-Analyst Michael Pfister in einem Kommentar.
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11:00
US-Präsident Donald Trump äusserte sich widersprüchlich zu Hormus: Zu Fox News sagte er, die USA seien nicht auf eine offene Wasserstrasse angewiesen. Später sagte er in Peking an der Seite des chinesischen Staatschefs Xi Jinping: «Wir wollen, dass die Meerenge offen ist».
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10:30
Die Valoren der Finanzgesellschaft Swiss Life steigen am Freitag um 1,67 Prozent auf 851 Franken. Sie stoppen damit die Verkaufswelle, die Ende April eingesetzt und die Aktie um mehr als 11 Prozent nach unten gespült hat.
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10:00
Der deutsche Leitindex Dax verlor im frühen Handel 1,04 Prozent auf 24.201 Punkte. Der MDax der mittelgrossen Werte sank am Freitag um 1,31 Prozent auf 31.476 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor ebenfalls 1,3 Prozent.
Die Aktien des Rüstungsunternehmens Rheinmetall unternahmen an der Dax-Spitze mit einem Plus von mehr als 2 Prozent einen Erholungsversuch von ihrem tiefsten Stand seit mehr als einem Jahr.
Der Mobilfunk- und TV-Anbieter Freenet steigerte im ersten Quartal den Umsatz deutlich. Treiber war vor allem die Integration von Mobilezone Deutschland sowie ein Wachstum beim Internet-Fernsehprodukt waipu.tv. Die Prognose für 2026 bestätigte der Konzern. Die Aktien gewannen 0,9 Prozent.
Fraport meldete für den Monat April einen zweistelligen Passagierrückgang. Grund seien Streiks gewesen, hiess es. Die Papiere gaben um 0,7 Prozent nach. Die Schweizer Grossbank UBS gab unterdessen ihre Verkaufsempfehlung für Fraport auf. Mit der jüngsten Korrektur im Zuge des Nahost-Kriegs sei der Kurs näher an den Fundamentalwert herangerückt, hiess es.
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09:30
Das medial stark beachtete Treffen der Präsidenten von China und den USA löst derweil keine Euphorie aus. Es ist ein Gipfel mit freundlichen Zeremonien und schönen Bildern, doch inhaltlich gibt es zwischen den beiden Ländern kaum eine Annäherung. Für Streit sorgen unter anderem der Iran-Krieg und dessen Folgen sowie der Konflikt um Taiwan. Letzteren streicht unter anderem auch die Onlinebank Swissquote in einem Kommentar als Zankapfel heraus.
Zurich (+1,5 Prozent) setzen mit den aktuellen Avancen die starke Entwicklung vom vergangenen Mittwoch (+4,1 Prozent) im Anschluss an gute Quartalszahlen fort. Und Swiss Life (+1,8 Prozent) werden von einem positiven Kommentar von Berenberg gestützt. Die Bank hat dabei das «Buy»-Rating bestätigt.
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09:00
Der SMI startet nach Auffahrt 0,25 Prozent höher.
Am breiten Markt (+0,16 Prozent) führen Wisekey und Also die Tabelle an, während Calida 1,4 Prozent einbüsst. Auch Huber+Suhner kann die Erfolge der letzten Tage nicht halten und verbilligt sich um 1,7 Prozent.
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08:30
Neue Kursziele und Ratings für Schweizer Aktien:
Adecco: Royal Bank of Canada ist für OUTPERFORM bis 25 (30) Franken.
Adecco: Deutsche Bank ist für HOLD bis 22 (25) Franken.
Lindt&Sprüngli: Barclays senkt auf 100'000 (106'000) Franken mit UNDERWEIGHT.
SoftwareOne: Aktie für die UBS ein Kauf bis 87,75 Franken.
Swiss Life: Berenberg Bank will es wissen mit BUY bis 979 (939) Franken.
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08:00
Hohe Verluste bei Kühne+Nagel (-1,6 Prozent), Logitech (-3,69 Prozent) und Lonza (-1,12 Prozent) belasten den Index.
Die Stimmung am Brückentag nach Auffahrt wird geprägt von einmal mehr aufkommenden Inflationssorgen im Anschluss an neue Teuerungsdaten aus Japan. Ausserdem sollen Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate als Vergeltung für iranische Angriffe auf das eigene Staatsgebiet gemäss Medienberichten ihrerseits Ziele im Iran attackiert haben. Der medial stark beachtete Treffen der Präsidenten von China und den USA löst bislang keine Euphorie aus.
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07:30
Der Dollar steht zum Handelsbeginn in Europa etwas höher als an Auffahrt. So hat sich das Währungspaar EUR/USD auf 1,1646 abgeschwächt, von 1,1698 am gestrigen Nachmittag. Zum Franken hat der US-Dollar auf 0,7857 von 0,7820 angezogen. Das Euro/Franken-Paar zeigt sich gleichzeitig bei Kursen von 0,9150 kaum verändert.
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Die Aktie von Belimo hatte am Mittwoch 9 Prozent gewonnen und ein Drei-Monats-Hoch erreicht. Geht der Aufschwung am Freitag weiter?
06:15
Der SMI steht vorbörslich 0,6 Prozent im Minus.
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05:00
Wachsende Inflationssorgen und die Aussicht auf eine mögliche US-Zinserhöhung setzen die asiatischen Aktienmärkte unter Druck. Der japanische Nikkei-Index fiel um 1,3 Prozent, nachdem Daten zeigten, dass die Grosshandelsinflation im April mit 4,9 Prozent so stark gestiegen war wie seit drei Jahren nicht mehr. Dies schürte Erwartungen, dass die japanische Zentralbank die Zinsen anheben könnte. Die Ölpreise setzen ihren Anstieg fort. Grund dafür waren ausbleibende Fortschritte bei der Öffnung der Strasse von Hormus und die Äusserung von US-Präsident Donald Trump, dass China US-Öl kaufen wolle. «Der China-Besuch von Präsident Trump bietet eine willkommene Abwechslung von der Angst vor einem Krieg mit dem Iran. Aber genau darauf werden wir zurückkommen», erklärt Padhraic Garvey, regionaler Forschungsleiter für Amerika bei ING.
In Tokio gab der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 1,3 Prozent auf 61.849,81 Punkte nach und der breiter gefasste Topix notierte 0,4 Prozent niedriger bei 3.864,90 Zählern. An den chinesischen Aktienmärkte blicken die Anleger mit Spannung auf den zweiten Tag des Gipfeltreffens zwischen US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Staatschef Xi Jinping. Das Treffen brachte bislang nur wenige Überraschungen. Xi sagte am Donnerstag zu Trump, die Verhandlungen über Handelsfragen hätten «ausgewogene und positive Ergebnisse» erzielt. Details nannte er jedoch nicht. Der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer sagte am Freitag dem Sender Bloomberg TV, es sei noch nicht entschieden, ob der Waffenstillstand im Handelskrieg zwischen den USA und China nach seinem Auslaufen im Laufe des Jahres verlängert werde.
Die Börse Shanghai verlor 0,4 Prozent auf 4.160,68 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen fiel um 0,6 Prozent auf 4.885,94 Punkte.
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Der überwiegend mit Standardwerten bestückte Dow Jones Industrial zog um 0,75 Prozent auf 50.063,46 Punkte an. Der Wall-Street-Index näherte sich damit seinem Rekordhoch vom Februar bei knapp 50.513 Punkten.
Laut Investmentchef Clark Bellin von Bellwether Wealth ist es offensichtlich, dass die US-Wirtschaft mittlerweile sehr geschickt darin ist, sich an unterschiedlichste wirtschaftliche Rahmenbedingungen anzupassen. Zudem herrsche am Markt nach wie vor grosse Skepsis, was darauf hindeute, dass der aktuelle Bullenmarkt noch Luft nach oben habe.
Cisco setzten ihre Rekordrally mit einem Sprung um 13,4 Prozent auf 115,53 Dollar fort. Damit hatten sie im Dow mit Abstand die Nase vorn. Der Netzwerk-Ausrüster hatte mit seinem dritten Geschäftsquartal die Analystenerwartungen übertroffen und seine Ziele für 2025/26 angehoben. Der Konzern rechnet mit einem erheblich besseren Geschäft mit solchen Anbietern von Cloud-Computing-Diensten (Hyperscaler), die Millionen von Servern betreiben.
Analyst Samik Chatterjee von der Bank JPMorgan hob daraufhin sein Kursziel um ein Drittel auf 120 Dollar an und bekräftigte seine Kaufempfehlung. Cisco habe sich dank Investitionen in die Silicon-One-Strategie - anders als Konkurrenten - den Herausforderungen durch Lieferketten-Engpässe erfolgreich gestellt.
Aktien mit Bezug zu Künstlicher Intelligenz wurden davon mit nach oben gezogen. Nvidia etwa gewannen 4,4 Prozent. Hier dürfte zudem stützen, dass der Chef des KI-Chipgiganten Jensen Huang den US-Präsidenten auf seiner China-Reise begleitet, ebenso wie Tesla-Gründer und -Chef Elon Musk sowie der Apple-Vorstandsvorsitzende Tim Cook.
Cerebras Systems will Nvidia Konkurrenz machen. Die Aktie war mehr als 25-fach überzeichnet, wie Unternehmenschef Andrew Feldman der Nachrichtenagentur Bloomberg sagte. Der erste Kurs hatte bei 350 Dollar und damit um 89 Prozent über dem Ausgabepreis von 185 Dollar gelegen. Dieser war bereits über der ursprünglichen Spanne von 150 bis 160 Dollar festgelegt worden. Zum Handelsschluss notierten die Papiere bei gut 311 Dollar.
Es ist der bislang grössten Börsengang in den USA in diesem Jahr. Cerebras Systems stellt Chips für KI-Anwendungen her und betreibt zudem Rechenzentren. Damit ist das Unternehmen in den Feldern aktiv, die derzeit bei Anlegern besonders gefragt sind.
Im Kielwasser bauten Ford ihr deutliches Kursplus vom Vortag aus und stiegen um 6,7 Prozent. Zur Wochenmitte hatte die Bank Morgan Stanley geschrieben, das Energiespeichergeschäft des Automobilherstellers könnte bald einen Vertrag mit den weltweit grössten Hyperscalern abschliessen.
(cash/AWP/Reuters)

