15:10
Der Dow Jones Industrial dürfte am Mittwoch mit deutlichen Gewinnen auf den klaren Wahlsieg der Demokraten bei den Kongresswahlen reagieren. Vor Handelsbeginn taxierte der Broker IG den US-Leitindex 2,1 Prozent höher auf 52'858 Punkte. Der technologielastige Nasdaq 100 wird 0,5 Prozent im Plus erwartet.
Bei der Parlamentswahl haben die Bürger der USA mit der Politik des republikanischen Präsidenten Donald Trump abgerechnet und den Demokraten die volle Kontrolle über die beiden Kammern des Kongresses übertragen. Die Ergebnisse am frühen deutschen Morgen waren so eindeutig, dass auch Trump nichts anderes übrig blieb, als zu gratulieren.
In Reaktion auf die Wahlergebnisse gaben die Renditen an den Anleihenmärkten nach. Zudem fiel der US-Dollar zum Euro. Diese Entwicklungen spiegeln die Erwartung wider, dass die demokratische Mehrheit im Kongress eine weitere Ausweitung der Fiskalpolitik eindämmen wird, was die Bedenken hinsichtlich der Staatsverschuldung mindert. Es wird davon ausgegangen, dass Aktien von den niedrigeren Renditen und der Zuversicht profitieren, dass die US-Wirtschaft weiterhin robust bleibt
«Die Kombination aus einer grossen demokratischen Mehrheit im Kongress und der Erklärung von Präsident Trump, er sei bereit, mit der Opposition zusammenzuarbeiten, dürfte extreme politische Entwicklungen abbremsen», sagte George Saravelos, globaler Leiter der Devisenstrategie bei der Deutschen Bank.
Joachim Schallmayer, Leiter Kapitalmärkte und Strategie bei der Dekabank, schrieb: «Die Machtverhältnisse verändern sich deutlich, jedoch geordnet.» Einzelne Branchen - vor allem Künstliche Intelligenz, Energie und Finanzen - könnten neue Rahmenbedingungen bekommen. So gelten die Demokraten als aufgeschlossen gegenüber Alternativen Energien, während Trump die Anbieter fossiler Rohstoffe bevorzugt. Entsprechend zogen im vorbörslichen Handel Werte aus der Solarindustrie wie First Solar und Enphase Energy deutlich an.
Derweil schauen die Anleger auch nach Texas, wo erstmals seit mehr als 30 Jahren die Demokraten die Gouverneurswahl gewonnen haben. Das birgt nun erhebliche Regulationsrisiken für das Firmenimperium von Elon Musk. Dementsprechend gerieten die Aktien des Elektroautobauers Tesla und des Weltraum- und KI-Konzerns SpaceX stark unter Druck.
Unter den weiteren Einzelwerten steht AMD im Blick. Der Halbleiterhersteller profitiert immer noch stark von der hohen Chipnachfrage im Zuge des KI-Booms. Im vorbörslichen Handel schwankten dessen Aktien stark und legten zuletzt nur noch leicht zu. Aktuell versuchen Anleger, die Auswirkungen der Wahlen auf die Technologiebranchen abzuschätzen.
Der SMI baut seine Gewinne derweil aus und notiert 1,5 Prozent höher bei 14'969 Punkten. Der Leitindex erreichte am Nachmittag ein neues Allzeithoch von 14'979 Punkten.
+++
14:36
Die nach den US-Zwischenwahlen aufgekommenen Konjunktursorgen haben den US-Dollar belastet. Der Dollar-Index fiel um 0,6 Prozent auf 101,26 Punkte und markierte den tiefsten Stand seit mehr als einem Monat. Der Euro wertete um 0,7 Prozent auf 1,1272 Dollar auf. Börsianer rechneten nach dem überwältigenden Wahlsieg der Demokraten mit einer strengeren Regulierung im KI-Sektor.
Dies dürfte die Investitionsbereitschaft der Firmen dämpfen, was wiederum die Wachstumsaussichten der US-Wirtschaft trüben könnte. «Eine stärkere regulatorische Kontrolle könnte die Herausforderungen für einen Sektor vergrössern, der bereits mit Sorgen über hohe Bewertungen und Monetarisierung zu kämpfen hat», sagte Daniela Hathorn, Analystin bei capital.com.
+++
14:30
Die UBS-Aktien ziehen am Mittwoch nach einem Bloomberg-Bericht um einen neuen Kompromissvorschlag im Ringen um die Eigenkapitalvorschriften deutlich an. Gleichzeitig gehen auch die Spekulationen an den Märkten um einen möglichen Verkauf weiter - als Käufer genannt wird erneut Morgan Stanley.
Laut dem am Mittwoch veröffentlichten Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg könnten die Behörden unter dem neuen Vorschlag bei der Bewertung der Auslandstöchter der UBS deutlich konservativer vorgehen, wenn es um die Bestimmung des benötigten Eigenkapitals geht. Der unter der jetzigen Lösung auf rund 16 Milliarden geschätzte zusätzliche Eigenmittelbedarf für die UBS dürfte so verringert werden.
+++
13:10
Der SMI baut seine Gewinne aus und notiert 0,9 Prozent höher auf 14'881 Punkten. Der Tageshöchststand liegt derweil bei 14890,32. Damit erreicht der Schweizer Leitindex ein neues Allzeithoch.
+++
11:45
Nach zwei schwächeren Tagen gewinnt der SMI die Marke bei 14'800 wieder zurück, wobei am Berichtstag die Banken und moderat auch die Schwergewichte mithelfen. Die US-Wähler haben die Republikaner von Präsident Donald Trump abgestraft und der Demokratischen Partei die Kontrolle über den Kongress beschert. An den Finanzmärkten sorgt man sich nun einerseits um eine stärkere Regulierung des KI-Sektors durch die Demokraten. Andererseits gibt es ähnliche Befürchtungen auch für den Pharmasektor, was allerdings die Pharmaschwergewichte zumindest am Berichtstag kaum belastet. Positiv gewertet wird, dass Präsident Trump seine Niederlage akzeptiert hat.
Insgesamt stelle dieses Wahlergebnis eher einen Wandel der Regierungsführung als einen Wechsel des wirtschaftlichen Regimes dar, erklärt etwa Oddo BHF die moderate Reaktion der Aktienmärkte. Für Investoren könne der Kongress zwar bestimmte Entscheidungen verlangsamen, doch die Exekutive behalte die wichtigsten Hebel für Wirtschaft und Finanzmärkte in der Hand. «Die Investoren betrachten das Ergebnis somit eher als politisches Ereignis denn als wirtschaftlichen Schock.» Auch die VP Bank warnt davor, die Zwischenwahlen zu stark zu bewerten. Denn für die Aktienmärkte sei es historisch betrachtet nämlich nicht so entscheidend gewesen, wer in dieser Wahl wie viele Sitze gewinne oder verliere.
An der Spitze liegen derzeit UBS (+3,0 Prozent), gefolgt von Logitech (+2,7 Prozent) und Partners Group (+2,5 Prozent), während bei den Top-50 Julius Bär (+3,3 Prozent) weit oben stehen. Die Titel bewegen sich damit analog zu anderen Banken in Europa. In Marktkreisen wird für diese Stärke unter anderem auf den Wechsel zu «Blau» in den USA verwiesen. So komme es zu Umschichtungen aus den AI-exponierten Bereichen in Bankenwerte. Ausserdem werde mit dem Sieg der Demokraten in beiden Kammern eine expansivere US-Fiskalpolitik schwieriger, was wiederum die langfristigen Inflations- und Zinsrisiken senke.
Anders sieht es hingegen bei ABB (-0,4 Prozent), VAT (-0,7 Prozent) oder im breiteren Markt bei Comet (-1,2 Prozent), Inficon (-1,9 Prozent) oder Huber+Suhner (-0,5 Prozent) aus.
Eine auffälligere Bewegung verzeichnen nach Zahlen Barry Callebaut (+4,3 Prozent). Der Schokoladehersteller hat vorbörslich insgesamt solide beurteilte Jahreszahlen vorgelegt.
Im breiten Markt geben DSM Firmenich (-0,8 Prozent) nach Zahlen leicht nach. Rieter (+1,4 Prozent) rücken dagegen nach einem neuerlichen abrupten CEO-Wechsel etwas vor.
Steil nach oben geht es für Meier Tobler (+19,0 Prozent auf 45,10 Fr.). Die Aktie schnellt damit in die Nähe des Preises, den die schwedische Ahlsell in einem Übernahmeangebot bietet (45,50 Fr.).
+++
10:50
Gegen 11 Uhr dreht der Swiss Market Index klar ins Plus und notiert 0,6 Prozent höher bei 14'825 Punkten. 16 Gewinner stehen vier Verlierern gegenüber. Die Schwergewichte Nestlé (+0,5 Prozent) und Novartis (+0,3 Prozent) halten sich derweil in den Gewinnen. Roche (-0,1 Prozent) steht nach wie vor leicht tiefer. UBS, Partners Group, Holcim und Logitech halten sich oben mit Gewinnen bis zu 2,7 Prozent. Am Ende des Leitindex finden sich Sandoz (-1,0 Prozent), ABB (-0,9 Prozent) und Swiss Re (-0,4 Prozent).
+++
10:00
Der Ausgang der US-Zwischenwahlen mit dem Sieg der Demokraten sorgt an den Märkten für eine gewisse Volatilität. Die ursprünglichen Kursausschläge von der Nacht auf heute haben sich allerdings an vielen Orten bereits wieder auf «normale» Niveaus eingependelt. Die Reaktionen an den Märkten scheinen somit eher moderat auszufallen. Der Leitindex SMI etwa hat von seinen kräftigen Gewinnen im Oktober noch kaum viel eingebüsst und notiert noch immer klar über 14'700.
«Die Demokraten gewinnen die Kontrolle über den Kongress zurück, aber nicht über die wichtigsten wirtschaftlichen Hebel», kommentiert Oddo BHF den Ausgang der Wahlen und die gemässigte Reaktion der Märkte. Insgesamt stelle dieses Wahlergebnis eher einen Wandel der Regierungsführung als einen Wechsel des wirtschaftlichen Regimes dar. Für Investoren könne der Kongress zwar bestimmte Entscheidungen verlangsamen, doch die Exekutive behalte die wichtigsten Hebel für Wirtschaft und Finanzmärkte in der Hand. Der Präsident behalte sein Vetorecht und steuere weiterhin die Handels-, Regulierungs-, Zoll- oder Aussenpolitik. «Die Investoren betrachten das Ergebnis somit eher als politisches Ereignis denn als wirtschaftlichen Schock.»
Der SMI notiert rund eine Stunde nach Handelsbeginn 0,1 Prozent höher auf 14'749 Punkten. Elf Gewinner stehen neun Verlierern gegenüber. Der Mid-Cap-Index SMIM büsst 0,1 Prozent auf 3220 Punkte ein und der breite SPI steht praktisch unverändert bei 20'803 Zählern. Andere europäische Indizes, etwa in Frankfurt oder in London, legen dagegen etwas zu.
Keinen Bonus geniessen defensive Titel wie Swiss Re (-0,6 Prozent), Roche (-0,4 Prozent) oder Nestlé (-0,1 Prozent). Auch Novartis (+0,1 Prozent) halten sich nur leicht in den Gewinnen. Bei den Pharmawerten könnte die Aussicht auf eine stärkere demokratische Kontrolle der Medikamentenpreise das Sentiment etwas belasten, heisst es in Marktkreisen.
Im breiten Markt stehen Barry Callebaut (-0,6 Prozent) nach Jahres- und DSM Firmenich (-1,6 Prozent) nach Quartalszahlen unter Druck. Dagegen ziehen R&S (+3,4 Prozent) anlässlich eines Investorentages mit der Bestätigung der Mittelfristziele klar an.
+++
09:28
Neue Kursziele und Ratings für Schweizer Aktien
Lonza: Royal Bank of Canada erhöht auf 820 (760) Fr. - Outperform
Clariant: Bernstein SG senkt auf 10 (10,20) Fr. - Market Perform
Clariant: Deutsche Bank senkt auf 10,90 (12,60) Fr. - Hold (Buy)
Clariant: Morgan Stanley erhöht auf 8,40 (8,10) Fr. - Underweight
Sulzer: Baader Europe erhöht auf Add (Reduce)
+++
09:10
Der SMI eröffnet am Mittwoch leicht über der Nulllinie, findet nach Eröffnung jedoch keine klare Richtung. Holcim (+1,4 Prozent) führen den Leitindex an, gefolgt von UBS (+1,1 Prozent) und Partners Group (+1,0 Prozent). Am Ende stehen Amrize (-1,2 Prozent), Givaudan (-0,7 Prozent) und Alcon (-0,5 Prozent).
+++
08:14
Die Verunsicherung der Anleger über die künftige Politik Washingtons im Iran-Krieg nach den US-Zwischenwahlen stützt die Preise am Ölmarkt. Die Nordsee-Rohölsorte Brent und US-Leichtöl WTI verteuerten sich um jeweils knapp ein halbes Prozent auf 103,85 und 96,19 Dollar je Fass (159 Liter). Damit machten die Preise ihre Verluste vom Vortag teilweise wett, als sie auf den tiefsten Stand seit fast vier Wochen gefallen waren. Die Demokraten errangen bei den Wahlen die Mehrheit in beiden Kammern des US-Kongresses.
Dies schürt an den Märkten die Unsicherheit über den weiteren Kurs der US-Regierung unter Präsident Donald Trump im Krieg mit dem Iran. «Die widersprüchlichen Signale von Präsident Trump - mal Militärschläge, mal Äusserungen zur Deeskalation - haben es für Händler schwierig gemacht, eine klare Richtung zu erkennen», sagte Priyanka Sachdeva, Chefanalystin bei Phillip Nova. Einige Gewinnmitnahmen seien gerechtfertigt. «Die zugrunde liegenden Risiken einer Lieferunterbrechung an der Strasse von Hormus sind jedoch nicht verschwunden.»
+++
08:10
Bei Julius Bär wird der SMI vorbörslich 0,1 Prozent tiefer gestellt. Nach dem Sieg der Demokraten bei den US-Zwischenwahlen werden Auswirkungen auf die Schweizer Börse erwartet. ABB werden als einziger Blue Chip mit Gewinnen erwartet, vor Handelsbeginn steht die Aktie 0,6 Prozent höher. Mit den grössten Verlusten im Leitindex werden Amrize, Roche und Sika erwartet.
Die Midcaps werden mit höheren Verlusten erwartet, von minus 0,4 Prozent. Idorsia werden 4,2 Prozent höher gestellt, nachdem das Unternehmen in den USA einen Sonderstatus von der amerikanischen Arzneimittelbehörde für ein Schlafmittel bei Kindern erhalten hat. Implenia werden nach Erhalt eines Auftrags für ein Schweizer Rechenzentrum ebenfalls mit Gewinnen erwartet. Barry Callebaut werden nach den Jahreszahlen tiefer gestellt.
+++
08:02
Der US-Dollar ist am Mittwoch nach der Niederlage der Republikaner, welche voraussichtlich die Mehrheit in beiden Kammern des Kongresses verlieren, unter Druck geraten. So hat das Währungspaar EUR/USD auf 1,1230 von 1,1190 am Vorabend klar angezogen. Zum Franken ist der Dollar deutlich unter 0,82 gefallen und wird derzeit zu 0,8170 gewechselt. Zeitweise ging es für den Greenback bis auf 0,8125 Franken abwärts.
Der Euro wiederum hat sich zum Franken auf 0,9176 von 0,9183 nur minim abgeschwächt. Allerdings lag das Tief in der Nacht auf Mittwoch bei 0,9145 noch um einiges unter dem aktuellen Niveau. Die anfänglich sehr negative Sichtweise der Märkte auf den Ausgang der US-Zwischenwahlen ist in der Folge aber bereits einer etwas nüchterneren Betrachtungsweise gewichen.
+++
06:20
Bei der IG Bank wird der Swiss Market Index (SMI) am Mittwoch vorbörslich 0,8 Prozent tiefer gestellt.
+++
05:30
Die Aussicht auf überraschende Erfolge der Demokraten bei den US-Zwischenwahlen hat die Anleger verschreckt und die Märkte unter Druck gesetzt. Die US-Aktienfutures gaben nach, während Staatsanleihen zulegten und der Dollar nachgab. In North Carolina eroberte der Demokrat Roy Cooper einen bisher von den Republikanern gehaltenen Senatssitz und versetzte damit Präsident Donald Trump und seiner Partei einen schweren Schlag. Die Demokraten sind Medienberichten zufolge zudem auf Kurs, die Mehrheit im US-Repräsentantenhaus zu erlangen.
Anleger bereiten sich zudem auf eine strengere Regulierung in Bereichen wie Künstlicher Intelligenz (KI) sowie auf einen möglichen legislativen Stillstand vor. «Die Märkte scheinen die Möglichkeit eines stärker als erwarteten Abschneidens der Demokraten einzupreisen, was die Erwartungen an weitere Konjunkturimpulse dämpfen könnte», sagte Charu Chanana, Anlagestrategin bei Saxo in Singapur. Der stärkere Rückgang der Nasdaq-Futures spiegele die Sorge wider, dass ein politischer Machtwechsel zu einer schärferen Aufsicht über KI und grosse Technologiekonzerne führen könnte. «Niedrigere Anleiherenditen könnten jedoch schliesslich für eine gewisse Entlastung sorgen, sodass der anfängliche Ausverkauf nicht unbedingt von Dauer sein muss», fügte sie hinzu.
Besondere Sorgen gelten dem Ausbau von KI-Rechenzentren. Ein möglicher Sieg des Demokraten John Talarico in Texas könnte die Chip-Aktien belasten, sagte Kim Seok-hwan, Analyst bei Mirae Asset Securities. Dies schüre die Sorge vor strengeren Vorschriften für den Bau von KI-Rechenzentren in einem der am schnellsten wachsenden Märkte der USA. «Wenn Texas nach dem Vorbild New Yorks ein Moratorium für Rechenzentren verhängt, könnten sich Projekte weiter verzögern», sagte Kim. «Die heutige Marktreaktion spiegelt eindeutig die Sorgen und die Unsicherheit in diesen Fragen wider.»
In Tokio gab der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 4,5 Prozent auf 60'269,56 Punkte nach und der breiter gefasste Topix notierte 3,2 Prozent niedriger bei 3804,53 Zählern. Die Börse Shanghai blieb fast unverändert bei 3604,37 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen stagnierte bei 4010,35 Punkten.
+++
05:15
Im asiatischen Devisenhandel verlor der Dollar 0,7 Prozent auf 157,60 Yen und legte 0,2 Prozent auf 6,6843 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notierte er 0,8 Prozent niedriger bei 0,8138 Franken. Parallel dazu stieg der Euro um 0,5 Prozent auf 1,1252 Dollar und gab um 0,3 Prozent auf 0,9157 Franken nach.
+++
05:00
Am Ölmarkt zeigten sich die Preise unruhig, nachdem sie am Vortag auf ein Vier-Wochen-Tief gefallen waren. Händler wogen die Gespräche zur Beendigung der Kriege in der Ukraine und im Iran gegen die Sorge ab, dass jüngste Angriffe in beiden Konflikten die Lieferungen weiter stören könnten. Die faktische Blockade der Strasse von Hormus, über die zuvor 20 Prozent des weltweiten Ölangebots transportiert wurden, hat die Energieströme neu geordnet und die Inflationssorgen geschürt.
+++
01:30
Der Erholungsversuch der New Yorker Technologiebörse Nasdaq am Dienstag ist geglückt. Am Ende behauptete der Auswahlindex Nasdaq 100 allerdings nur ein Plus von 0,68 Prozent auf 28'180,26 Punkte. Damit endete eine dreitägige Serie herber Verluste. Die wieder gefragten Halbleitertitel - inklusive des Branchenriesen Nvidia - wogen insgesamt schwerer als die enttäuschenden Geschäftsaussagen von Apple und Palantir.
Der marktbreite S&P 500 konnte sich mit einem Plus von 0,36 Prozent auf 7568,92 Punkte ebenfalls ein wenig berappeln. Dagegen sank der Leitindex Dow Jones Industrial um 0,38 Prozent auf 51'786,72 Punkte. Er hatte zu Wochenbeginn als einziges der grossen US-Börsenbarometer einen Gewinn ins Ziel gerettet.
Am Tag der viel beachteten Zwischenwahlen (Midterms) in den Vereinigten Staaten hielt sich die Kaufbereitschaft damit in Grenzen. Millionen Amerikaner stimmten am Dienstag über die künftige Zusammensetzung des Parlaments in Washington ab. Bei den Midterms stehen alle 435 Sitze im Repräsentantenhaus und gut ein Drittel der 100 Senatssitze zur Wahl. Bislang halten die Republikaner von US-Präsident Donald Trump eine hauchdünne Mehrheit in beiden Kammern des Kongresses.
Meinungsforschern und Wahlanalysten zufolge spricht einiges dafür, dass die Demokraten unter dem Eindruck von Trumps schlechten Beliebtheitswerten gestärkt aus der Wahl hervorgehen könnten. Erste Ergebnisse werden nach mitteleuropäischer Zeit in der Nacht zu Mittwoch erwartet.
Die Zwischenwahlen können laut Experten zuvorderst einzelne Sektoren des Aktienmarktes bewegen. Die grosse Richtung dürften im Prinzip weiter die grundlegenden Kurstreiber wie das generelle Gewinnwachstum der Unternehmen oder die Aussicht auf eine nicht zu straffe Zinspolitik der Notenbank vorgeben.
Die schon am Montag im Vorfeld von Zahlen schwachen Apple-Aktien verloren hingegen weitere 2,2 Prozent. Der iPhone-Konzern befürchtet im üblicherweise lukrativen Weihnachtsgeschäft Gegenwind durch stark gestiegene Speicherchip-Preise und enttäuschte mit dem Ausblick auf das laufende Quartal.
Bei der cloudbasierten E-Commerce-Plattform Shopify blieb der Quartalsumsatz zum ersten Mal seit vier Jahren hinter den Erwartungen der Analysten zurück. Dies schockte die Anleger offenbar: Die Aktien knickten um weitere 8,7 Prozent ein.
(cash/Reuters/Bloomberg/AWP)
