15:31

Die US-Aktienindizes haben zum Start ihre vorbörslichen Verluste nach den jüngsten Inflationsdaten etwas verringert. Der Nasdaq startet 0,8 Prozent tiefer, der S&P 500 Index 0,67 Prozent und der Dow Jones mit Minus 0,62 Prozent.

Die US-Teuerung zog im Mai um 4,2 Prozent zum Vorjahresmonat an. Volkswirte hatten mit diesem Wert gerechnet. Hauptgrund des Anstieges seien die verteuerten Benzinpreise, ‌abgesehen davon halte ⁠sich der Inflationsdruck im Rahmen, sagte Commerzbank-Ökonom Christoph Balz. Die Kernrate ohne Energie und Nahrungsmittel stieg nicht so stark wie von Experten erwartet. «Die US-Notenbank dürfte daher ⁠durch den Inflationsanstieg hindurchschauen und die Leitzinsen nicht anheben», sagt Balz. 

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15:12

Die Nervosität am Ölmarkt steigt wieder, nachdem US-Präsident Donald Trump eigenen Aussagen zufolge kurz davor ist, neue Angriffe auf Kraftwerke und Brücken im Iran anzuordnen. Die Nordseesorte Brent ‌verteuert sich ⁠um rund ein Prozent auf 92,26 Dollar je Fass, US-Leichtöl WTI steigt um 1,1 Prozent auf 89,17 Dollar. Trump hatte in einem Post auf Truth ⁠Social geschrieben, dass der Iran zu lange brauche, um eine Vereinbarung zu erreichen und nun den Preis dafür zahlen müsse. Details nannte er nicht. 

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15:00

Den technologielastigen Auswahlindex Nasdaq 100 taxierte der Broker IG eine Dreiviertelstunde vor Handelsbeginn mit minus 0,7 Prozent auf 29.869 Punkte nach zuvor etwas höher erwarteten Abschlägen. Die Stimmung bleibt gleichwohl nervös vor dem am Freitag anstehenden Rekord-Börsengang der Weltraumfirma SpaceX von Elon Musk. Anleger befürchten, dass der Börsengang Liquidität im Techsektor zugunsten von SpaceX abziehen könnte.

Den Dow Jones Industrial taxierte IG 0,5 Prozent im Minus bei 50.618 Zählern. Auch erneut aufgeflammte Sorgen um eine Eskalation des Iran-Kriegs drücken auf die Stimmung. Aus Sicht von US-Präsident Donald Trump hat der Iran zu lange gebraucht, um ein Abkommen auszuhandeln. Jetzt müsse das Land «den Preis dafür zahlen», erklärte er. Der Ölpreis als Gradmesser für geopolitischen Spannungen zog an.

Im Techsektor gingen die Anleger wieder etwas auf Distanz zu den besonders heiss gelaufenen Chip- und KI-Aktien etwa von Micron , Marvell , Nvidia oder Intel . Diese verbuchten vorbörsliche Kursverluste von bis zu 1,8 Prozent, womit sie aber ihre anfangs noch höheren Verluste etwas eindämmen konnten. Sorgen bereiten Marktteilnehmern neben dem SpaceX-Börsengang die hohen Bewertungen und womöglich bald steigende Zinsen.

Super Micro will sieben Milliarden US-Dollar über Kapitalmarkttransaktionen zum Kauf von Komponenten beschaffen, um damit die Kundennachfrage nach den KI-Servern des Unternehmens zu bedienen. Vorbörslich ging es für Super Micro um 12 Prozent abwärts.

Auch Oracle liessen vorbörslich Federn mit minus 1,9 Prozent. Nach dem US-Börsenschluss veröffentlicht der Software-Hersteller Quartalszahlen.

llumina gewannen 4,3 Prozent, nachdem JPMorgan die Aktien des Geräteherstellers für Gentechnik auf «Overweight» hochgestuft hatte. Kunden investierten viel in Ausrüstung von Illumina, hiess es von der US-Bank.

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Im Mai sind die Verbraucherpreise in den USA im Jahresvergleich um 4,2 Prozent gestiegen, wie das Arbeitsministerium am Mittwoch in Washington mitteilte. Damit legte die Inflation den zweiten Monat in Folge deutlich zu und stieg weiter über das von der US-Notenbank Fed angestrebte Ziel von zwei Prozent. Angetrieben wurde die Preisentwicklung weiter vor allem durch Kosten für Energie, die sich im Zuge des Iran-Kriegs deutlich verteuert hat. 

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14:00

Die Schweizer Börse SMI/SPI hat die Gewinne nach einem Post von US-Präsident Donald Trump am frühen Nachmittag zweitweise vollständig eingebüsst.

Nachdem der SMI zwischenzeitlich recht klar ins Minus gerutscht war, hat er sich inzwischen wieder etwas erholt. Um 13.45 steht der SMI 0,13 Prozent höher bei 13'373,59 Punkten. Der SMIM der mittelgrossen Werte verliert dagegen 0,20 Prozent auf 2986,05 Stellen. Die Schweiz hält sich damit etwas besser als die europäischen Märkte, die bis zu 1 Prozent einbüssen.

Trump stiess erneut Drohungen gegen den Iran aus, was die Märkte unmittelbar unter Druck setzte. «Sie haben zu lange gebraucht, um ein Abkommen auszuhandeln, das für sie grossartig gewesen wäre, jetzt müssen sie den Preis dafür zahlen!!!», schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. Konkrete Massnahmen wurden jedoch nicht genannt.

Die Trump-Aussagen liessen auch den Ölpreis wieder steigen, nachdem der Preis für das Fass der Sorte Brent in der Nacht auf Mittwoch noch leicht unter die Marke von 90 US-Dollar pro Fass gefallen war. Aktuell kostet das Fass wieder über 92 Dollar, steht damit aber immer noch deutlich unter der psychologisch wichtigen Marke von 100.

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13:30

Der Dow Jones liegt vorbörslich 0,8 Prozent im Minus, ebenso der S&P 500. Der Nasdaq büsst gar 1,3 Prozent ein.

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13:00

Die Ankündigung einer milliardenschweren Kapitalerhöhung beim KI-Server-Spezialisten Super Micro Computer (SMCI) hat die Anleger verschreckt. Die Aktien rutschen an der Wall Street um fast ‌neun ⁠Prozent ab.

SMCI will nach eigenen Angaben mit den Erlösen von sieben Milliarden Dollar den Kauf von Bauteilen finanzieren, um die ⁠wachsende Nachfrage nach seinen fortschrittlichen KI-Servern zu decken. Mit dem Geld sollen Aufträge im Wert von rund 39 Milliarden Dollar von mehr als 20 Kunden ‌abgearbeitet werden. Ein Teil der Nettoerlöse könne zudem in die Tilgung von Schulden, die Aufstockung ‌des Betriebskapitals und weitere Investitionen fliessen.

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12:20

Am Devisenmarkt bleibt der Franken am Mittwoch angesichts der anstehenden Nachrichten unter Druck. So steht das Euro/Franken-Paar bei Kursen von 0,9229 quasi auf dem höchsten Stand seit April. Auch das Dollar/Franken-Paar notiert bei Kursen von zuletzt 0,7988 weiterhin so hoch wie seit April nicht mehr. Die europäische Gemeinschaftswährung hat sich gegenüber dem US-Dollar in dieser Zeit kaum bewegt, wie das Kursniveau von 1,1553 zeigt.

Zunächst liegt der Fokus am Nachmittag auf den Daten zur US-Inflation für den Mai. Sollte die US-Teuerungsrate nochmals höher ausfallen als erwartet, dürften sich die Erwartungen bezüglich einer Zinserhöhung durch das Fed noch vor Ende des Jahres festigen und den Dollar entsprechend weiter stützen. Für den morgigen Donnerstag ist derweil der erste Zinsschritt der EZB bereits eingepreist und hilft entsprechend dem Euro. Da von der SNB keine Änderung erwartet wird, steht der Franken durch die sich abzeichnende Zinsdifferenz bereits einige Zeit etwas unter Druck.

Die Commerzbank bringt als Stütze für den Greenback auch den für Freitag geplanten Börsengang von SpaceX ins Spiel. Denn ausländische Investoren hielten rund 20 Prozent am US-amerikanischen Aktienmarkt. Bei einer erwarteten Marktkapitalisierung von 1,77 Billionen Dollar und einem Wert der ausgegebenen Anteile von rund 75 Milliarden summiere sich das Kapital, dass am Ende der Woche in die USA fliesse auf rund 15 Milliarden Dollar. Dies sollte den Dollar stützen.

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11:45

Der Swiss Market Index (SMI) gewinnt gegen 10.50 Uhr 0,31 Prozent hinzu auf 13'395,20 Punkte. Die Gewinner sind nach wie vor in der Überzahl. Der SMIM der mittelgrossen Werte liegt hingegen mit 0,03 Prozent auf 2991,19 Punkten knapp im Minus, während der breite SPI um 0,21 Prozent auf 18'922,35 Punkte zulegt.

Angeführt wird das Kurstableau von Amrize (+1,5 Prozent). Händler verweisen einerseits auf positive US-Branchenvorgaben nach überraschend starken Daten vom Immobilienmarkt am Vortag. Zudem habe ein US-Broker die Titel hochgestuft.

Gut gestützt wird der SMI aber auch und insbesondere von den drei Schwergewichten Nestlé (+1,3 Prozent), Roche (+1,1 Prozent) und mit etwas Abstand Novartis (+0,4 Prozent). Mit Swisscom (+1,0 Prozent) oder Zurich (+0,7 Prozent) und Swiss Re (+0,6 Prozent) aus dem Versicherungssektor liegen weitere defensive Titel vorn.

Am Indexende zeigen sich UBS (-1,7 Prozent), ABB 8-1,2 Prozent) und Logitech (-1,1 Prozent). Bei Givaudan (-0,4 Prozent) wird ein kleiner Teil der hohen Vortagesgewinne versilbert, nachdem die Titel dank positiver Analystenkommentare mehr als 7 Prozent zugelegt hatten.

Trotz der jüngsten Tech-Schwäche in den USA legen hierzulande VAT, Inficon und Comet dank einer positiven Studie der UBS um bis zu 1,9 Prozent zu. Die Experten erhöhen ihre Prognosen für die Investitionen der Chipindustrie in Produktionsanlagen deutlich und davon dürften diese drei Zulieferer profitieren.

Bei Sonova (-0,6 Prozent) kommt es zu leichten Verlusten. Händler verweisen auf die jüngsten Daten zu den Verkäufen an das US-amerikanische Department of Veterans Affairs (VA). Hier hat der Hörgerätehersteller offenbar Marktanteile verloren.

Massiv nach oben geht es derweil für Centiel (+23,5 Prozent). Die Tessiner Technologiefirma hat einen Vertriebspartner für den US-Datacenter-Markt gefunden und damit die Analystengemeinde positiv überrascht. Mittelfristig erwartet Centiel ein Geschäftsvolumen im niedrigen dreistelligen Millionenbereich.

Am Nachmittag rücken dann die US-Inflationsdaten für Mai und deren Auswirkungen auf die Zinserwartungen in den Blick. «Die Nerven sind angespannt», berichten Händler. Denn sollte die Teuerung unerwartet stark angestiegen sein, dürfte die Wahrscheinlichkeit für höhere Zinsen in den USA nochmals steigen. Und das dürfte gerade mit Blick auf den immensen Kapitalbedarf des KI-Sektors für wenig Begeisterung sorgen. «Wichtig ist hier, eher auf die Preistendenz als die reinen Zahlen zu achten», merkt ein Börsianer an.

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11:00

Der Bitcoin kostet am späteren Vormittag 61'166.49 Dollar, also 2,5 Prozent weniger als noch am Vortag. Am Freitag fiel er zeitweise sogar unter 60'000 Dollar. Seit dem Höchststand im vergangenen Jahr hat die Kryptowährung etwa die Hälfte ihres Wertes vernichtet.

Der Ausverkauf wurde durch Mittelabflüsse aus börsengehandelten Fonds (ETFs), den KI-Boom als Konkurrenz um die Aufmerksamkeit von Privatanlegern sowie zunehmende Zweifel daran angetrieben, ob die grossen Unternehmenskäufer, die die vorherige Rallye mitgetragen hatten, weiterhin Bitcoin akkumulieren können.

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10:30

Die Centiel-Titel setzen zum Steigflug an und stehen mit 21Prozent im Plus auf 5,90 Franken. Damit markieren die Aktien ein klares neues Allzeithoch und haben sich im Wert seit der Erstnotierung Mitte April bereits fast verdoppelt. Der Gesamtmarkt gemessen am SPI notiert leicht im Plus.

Mehr dazu hier.

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10:00

Die Papiere von Adidas steigen am Dax um 1,0 Prozent auf 168,80 Euro, nachdem die kanadische Bank RBC sie auf «Outperform» hochgestuft hatte. Zugleich hoben sie das Kursziel für den Sportartikelriesen auf 210 Euro von zuvor 170 Euro an. 

Der Sportartikelkonzern biete neben einer günstigen Bewertung inzwischen auch ein gut berechenbares Ergebniswachstum, das am oberen Ende der Branche rangiere, schrieb Analyst Piral Dadhania.

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09:30

Der Swiss Market Index (SMI) gewinnt gegen 9.30 Uhr 0,59 Prozent hinzu auf 13'434,59 Punkte. Die Gewinner sind dabei den Verlierern klar überlegen. Der SMIM der mittelgrossen Werte steigt um 0,56 Prozent auf 3008,81 Punkte, während der breite SPI um 0,61 Prozent auf 18'997,83 Punkte zulegt.

Die Kursgewinne ziehen sich durch verschiedene Branchen. An der Indexspitze legen Amrize (+1,7 Prozent) zu. Händler verweisen auf freundliche US-Vorgaben. Dahinter folgen die Schwergewichten Nestlé (+1,4 Prozent), Roche (+1,4 Prozent) und mit etwas Abstand Novartis (+0,9 Prozent). Mit Zurich (+1,2 Prozent) und Swiss Re (+1,1 Prozent) ist auch der Versicherungssektor vertreten. Schlusslicht sind UBS (-1,8 Prozent).

Trotz der jüngsten Tech-Schwäche in den USA legen hierzulande VAT, Inficon und Comet dank einer positiven Studie der UBS um bis zu 4,4 Prozent zu. Die Experten erhöhen ihre Prognosen für die Investitionen der Chipindustrie in Produktionsanlagen deutlich und davon dürften diese drei Zulieferer profitieren.

Centiel (+21,4 Prozent) springen hoch, nachdem das Unternehmen einen Partner für den US-Datacenter-Markt gefunden hat.

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09:00

Der SMI gewinnt zum Handelsstart 0,2 Prozent.

Die höchsten Veränderungen am Leitindex zeigen: 

Amrize: +2,2
Alcon: +1,3 Prozent
UBS: -0,6

Am SPI fallen SoftwareOne erneut negativ auf (-3 Prozent), ebenso Centiel mit 2,8 Prozent Verlust. VAT gewinnt 1,4 Prozent, Highlight Ev&En gar 9 Prozent.

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08:30

Neue Kursziele und Ratings für Schweizer Aktien:

Burckhardt: Kepler Cheuvreux senkt auf 505 (550) Fr. – Hold

Comet: UBS erhöht auf 452 (405) Fr. – Buy

Inficon: UBS erhöht auf 190 (170) Fr. – Buy

Kardex: Kepler Cheuvreux senkt auf 310 (360) Fr. – Buy

Partners Group: Octavian setzt den dicken Rotstift an mit BUY bis 1175 (1375) Fr.

Swiss Re: J.P. Morgan trimmt auf 135 (145) Fr. mit NEUTRAL.

VAT: UBS erhöht auf 745 (650) Fr. – Buy

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08:00

Julius Bär sieht den SMI am Mittwoch 0,14 Prozent höher starten.

Amrize führt den Leitindex mit 1,6 Prozent Gewinn an. Die Kursgewinne der restlichen Titel belaufen sich auf rund 0,1 Prozent.

Am breiten Markt stechen ams Osram (-0,5 Prozent) sowie Comet und Sandoz (+0,6 Prozent) ins Auge.

Unter den kleinen Titeln rücken Centiel (kein vb Kurs) in den Blick. Die Tessiner Technologiefirma hat einen mehrjährigen Vertriebsvertrag für den US-Markt unterzeichnet und erwartet mittelfristig ein Geschäftsvolumen im niedrigen dreistelligen Millionenbereich.

Von den US-Vorgaben gibt es nur wenig Unterstützung, denn insbesondere an der Tech-Börse Nasdaq kam es zu neuerlichen Verkäufen im heiss gelaufenen Halbleitersektor. «Langsam macht sich in dem Sektor eine gewisse Erschöpfung bemerkbar», sagte eine Händlerin am Morgen.

Zudem bleibt der Iran-Krieg ein grosser Unsicherheitsfaktor. Anleger positionierten sich eher auf der vorsichtigen Seite - auch angesichts der am Nachmittag anstehenden US-Inflationsdaten.

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07:35

Experten verweisen am Mittwoch auf die Nervosität der Anleger vor der Veröffentlichung des US-Inflationsberichts für Mai am Nachmittag. Die US-Verbraucherpreise dürften im ‌vergangenen Monat erneut deutlich gestiegen sein. Von Reuters befragte Ökonomen rechnen mit einer Inflationsrate von 4,2 Prozent. Im ​April hatten sich Waren und Dienstleistungen um ​durchschnittlich 3,8 Prozent verteuert. Infolge ​des Iran-Kriegs sind die Kraftstoffpreise in den USA deutlich gestiegen, ‌was nach und nach auch viele andere Waren teurer macht.

Im Fokus bei den Unternehmen stehen zudem die Quartalsergebnisse des ​SAP-Rivalen ​Oracle. Dabei richten ⁠Börsianer ihr Augenmerk auf die Entwicklung ​des KI-Geschäfts. Ein Medienbericht ⁠über ein enttäuschendes Wachstum des ChatGPT-Entwicklers OpenAI hatte ‌vor einigen Wochen Oracle-Anleger nervös gemacht. 

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06:45

Die Comet-Aktien legten gestern gegen den Branchentrend 2,2 Prozent zu, nachdem die UBS ihren Optimismus für das Unternehmen bekräftigt hatte. Trotzt der SPI-Titel auch am Mittwoch der Schwäche im Halbleitersektor?

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06:10

Der SMI liegt vorbörslich 0,16 Prozent im Minus.

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05:00

Die Eskalation der Spannungen im Nahen Osten hat die asiatischen Börsen am Mittwoch belastet. Die USA hatten nach eigenen Angaben Vergeltungsschläge gegen ‌den Iran geführt, ⁠nachdem Teheran einen amerikanischen Apache-Hubschrauber über der Strasse von Hormus abgeschossen haben soll.

Der ⁠MSCI-Index für asiatisch-pazifische Werte ausserhalb Japans verlor 0,6 Prozent. Der japanische Nikkei-Index gab 0,9 Prozent nach. In Südkorea rutschte der technologielastige Kospi um zwei Prozent ‌ab. «Die Geopolitik wird derzeit als Schlagzeilrisiko behandelt, ​noch nicht als makroökonomischer Schock», sagte Charu Chanana, Chefanlagestratege bei Saxo in Singapur. Die Anleger richten ihren Blick bereits auf die am Mittwoch anstehenden US-Inflationsdaten. Experten erwarten einen Anstieg der Verbraucherpreise um 4,2 Prozent im Jahresvergleich - das wäre der stärkste Anstieg seit April ‌2023.

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04:00

Im asiatischen Devisenhandel notierte der Dollar bei 160,38 Yen und damit nahe der als kritisch geltenden Marke von 160 Yen. Der Euro gab leicht auf 1,1537 Dollar nach. ​Das britische Pfund notierte bei 1,337 Dollar. Bank Indonesia erhöhte überraschend die ​Zinsen ausserhalb des regulären Sitzungskalenders, um die schwache ​Rupiah zu stützen - nur wenige Wochen nach einer bereits überraschenden kräftigen Anhebung.

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03:00

Die Ölpreise stiegen um etwa ein Prozent. ‌Ein Barrel der Nordseesorte Brent verteuerte sich um 0,9 Prozent auf 92,29 Dollar. Das US-Öl WTI legte 0,8 Prozent auf 88,97 Dollar zu. Die Preise entfernten sich damit von ​einem ​Siebenwochentief, das sie nach den jüngsten US-Angriffen ⁠erreicht hatten. «Dass Öl trotz neuer Iran-Schlagzeilen bei etwa 90 ​Dollar hält, deutet darauf hin, ⁠dass die Märkte keine anhaltende Versorgungsunterbrechung einpreisen», erklärte Chanana.

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02:00

Mit einem Minus von 1,12 Prozent auf 29.084,50 Punkte schloss der Auswahlindex Nasdaq 100 aber deutlich über seinem Tagestief. Aussagen von US-Präsident Donald Trump zum Iran-Krieg bedeuteten keine nachhaltige Belastung für die Aktienkurse. Am Freitag war das Börsenbarometer angesichts wachsender Zinsängste nach einem soliden US-Arbeitsmarktbericht um 4,8 Prozent abgesackt, hatte sich seitdem aber wieder deutlich erholt.

Die anderen Indizes hielten sich am Dienstag wie schon zuletzt deutlich besser. Der marktbreite S&P 500 dämmte mit 7.386,65 Punkten sein Minus auf 0,26 Prozent ein. Für den Leitindex Dow Jones Industrial ging es letztlich um 0,17 Prozent auf 50.872,11 Punkte hoch.

Dass am Freitag die Weltraumfirma SpaceX und in absehbarer Zukunft die KI-Unternehmen Anthropic und OpenAI den Sprung auf das Parkett planen, entzieht den Märkten laut Chef-Marktanalyst Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets Liquidität. Sprich: Die Anleger machen bei gut gelaufenen Titeln etwa im Halbleitersektor Kasse und planen, ihre Mittel in SpaceX & Co umzuschichten.

Aus Sicht von Consorsbank-Analyst Jochen Stanzl dürfte der Börsengang von SpaceX ebenso wie die Kapitalerhöhung von Google -Mutter Alphabet und Gerüchte über eine Kapitalerhöhung bei Meta die KI-Rally auf die Probe stellen. «Es bleibt zu beobachten, ob durch das enorme zusätzliche Aktienangebot eine Sättigung der Nachfrage eintreten wird», schrieb Stanzl. Die Unsicherheit darüber sorge für eine höhere Volatilität, die wohl anhalten werde.

Etwas Gegenwind für die Börsen kam am Dienstag auch von Trump, der sagte, die USA müssten auf den iranischen Abschuss eines amerikanischen Kampfhubschraubers reagieren. Zuletzt hatte es aufgrund der prekären, aber einigermassen stabilen Lage im Iran-Krieg zumindest keinen Dämpfer von dieser Seite gegeben. Die aktuell kräftig sinkenden Ölpreise stützten indes die Aktienkurse.

Aus dem schwachen Halbleitersektor ragten die Aktien von Marvell Technology und Arm Holdings mit Abschlägen von 7,6 und 6,2 Prozent heraus. Hier setzten sich die Gewinnmitnahmen nach Rekordständen fort. Die Branchengrössen Qualcomm , Cisco und AMD mussten Kursverluste von bis zu 5,7 Prozent verkraften, während Nvidia nur 0,2 Prozent verloren.

Für die Aktien von Applied Digital ging es indes gegen den Tech-Trend um 2,4 Prozent hoch. Das Neocloud-Unternehmen vermeldete einen Mindestabnahme-Vertrag mit einem KI-Hyperscaler aus den USA.

Die Aktien von Nuvalent schnellten um gut 39 Prozent auf 123,25 Dollar nach oben. Der britische Pharmakonzern GSK will das US-Biotech-Unternehmen für rund 10,6 Milliarden beziehungsweise 124 Dollar je Aktie übernehmen und damit sein Krebsgeschäft ausbauen.

(cash/AWP/Reuters)

Aisha Gutknecht arbeitet seit Juli 2024 als Redaktorin für cash.ch.
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