10:35
Der Preis für das Nordseeöl Brent etabliert sich in einem stark volatilen Handel wieder deutlicher jenseits der 100-Dollar-Marke. Die Notierung steigt in der Spitze um 2,3 Prozent auf 102,75 Dollar. Am frühen Morgen lag der Preis zeitweise noch knapp unter der psychologisch wichtigen 100-Dollar-Marke. Das US-Öl WTI verteuert sich um bis zu 2,5 Prozent auf 98,09 Dollar je Fass. Anleger fürchten langfristige Angebotsengpässe, da der Schiffsverkehr in der Strasse von Hormus durch den Krieg in Nahost nahezu zum Erliegen gekommen ist.
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10:15
Ein positiver Analystenkommentar hat Zalando an die Dax-Spitze getrieben. Die Titel des grössten Online-Modehändlers in Europa steigen um mehr als fünf Prozent. Die Experten von Bernstein haben sie auf «Market-Perform» nach zuvor «Underperform» hochgestuft und das Kursziel auf 25 von 23 Euro angehoben.
Zur Begründung hiess es, das Chance-Risiko-Verhältnis sei nun ausgewogener. Der Aktienpreis sei im vergangenen Jahr deutlich gefallen und auch die Gewinnerwartungen am Markt seien inzwischen auf ein realistischeres Niveau gesunken. Zudem habe die Geschäftsleitung mit einem Aktienrückkaufprogramm begonnen, Kapital an die Aktionäre auszuschütten.
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09:55
Der Schweizer Aktienmärkt fällt gemessen am SMI um 0,55 Prozent. Der Leitindex notiert bei 12'773 Punkten.
Die hiesige Börse ist am zehnten Handelstag seit dem Kriegsausbruch erneut mit klar tieferen Notierungen in den regulären Handel gestartet. Richtungsweisend für die Anleger ist und bleibt die Entwicklung am Energiemarkt, denn Öl- und Gaspreise sind der Gradmesser für Konjunktur- und Inflationssorgen. Und hier zeigte die Tendenz zuletzt wieder nach oben.
Am Montag war der Ölpreis mit fast 120 Dollar noch auf den höchsten Stand seit 2022 geschossen. Die Freigabe von Reserven durch die Internationale Energieagentur (IEA) hat zwar etwas Druck aus dem Kessel genommen - insgesamt bleibt die Lage aber angespannt.
Sollten die hohen Energiepreise die Inflation nachhaltig ansteigen lassen, droht der Wirtschaft eine zusätzliche Belastung. Bereits setzten viele Investoren darauf, dass die EZB wegen der steigenden Energiepreise bald die Zinsen anhebt.
In einem weiteren Versuch, die Spannungen auf der Angebotsseite etwas zu lindern, kündigten die USA am späten Donnerstag an, vorübergehend den Verkauf von auf Schiffen gelagertem russischem Öl zu erlauben.
Die Stimmung kann aber jederzeit wieder brenzlig werden. Denn der Iran droht mit Angriffen auf die Öl- und Gasvorkommen der Region und griff bereits Öltanker im Persischen Golf an. Gleichzeitig hat der Iran offenbar auch damit begonnen, die Seestrasse von Hormus zu verminen.
Marktbeobachter wären nicht überrascht, würden die Kurse in der Schweiz im Tagesverlauf noch weiter abbröckeln. Denn Investoren könnten vor einem potenziell ereignisreichen Wochenende kalte Füsse bekommen und sich wieder zurückziehen.
Das Newsaufkommen in der Schweiz hält sich derweil in Grenzen. Das gibt den Anlegern etwas Raum und Zeit, die am Vortag publizierte Flut an Abschlüssen zu verdauen. So hat es etwa für Geberit (-1,1 Prozent) am Berichtstag nicht weniger als vier Kurszielsenkungen gehagelt.
Noch tiefer notieren Amrize (-3,3 Prozent), Julius Bär (-2,2 Prozent) und Richemont (-1,7 Prozent). ABB verbilligen sich um 1,5 Prozent. Lauf Händlern steigt bei den Anlegern die Angst vor einer Grossübernahme. Denn Verwaltungsratspräsident Peter Voser hat sich in einem Reuters-Interview bereit gezeigt für eine aggressivere Akquisitionsstrategie.
Die am Vortag nach Zahlen gesuchten Peptidhersteller tendieren uneinheitlich. Während Bachem (+0,8 Prozent) nach einer Kurszielerhöhung durch die UBS weiter zulegen, wird bei Polypeptide (-7,3 Prozent) ein Grossteil der Vortagesgewinne bereits wieder vom Tisch genommen.
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09:15
Neue Kursziele und Ratings für Schweizer Aktien:
- Geberit: JPMorgan senkt auf 619 (625) Fr. – Neutral
- Geberit: Barclays senkt auf 540 (560) Fr. – Underweight
- Avolta: Kepler Cheuvreux erhöht auf 55 (50) Fr. - Buy
- Huber+Suhner: Berenberg erhöht auf 200 (172) Fr. – Buy
- Accelleron: Vontobel erhöht auf 71 (68) Fr - Hold
- Accelleron: Deutsche Bank erhöht auf 74 (62) Fr. - Hold
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09:05
Der SPI verliert 0,5 Prozent und steht bei 17'858 Punkten. Idorsia (+4,6 Prozent) und Bachem (+3,8 Prozent) sind gefragt. Polypeptide (-6 Prozent) und Komax (-2,9 Prozent) fallen zurück.
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08:10
Trotz der US-Freigabe zum Kauf russischen Öls bleibt die Lage am Energiemarkt angespannt. Die Notierungen für das Nordseeöl Brent gaben am Freitag nur minimal nach und pendelten weiter um die 100-Dollar-Marke pro Fass. Das US-Öl WTI verbilligte sich um 0,8 Prozent auf 94,93 Dollar je Fass. Die Preise für Brent und WTI verteuerten sich auf Wochensicht um neun und sieben Prozent.
Seit Beginn des Iran-Krieges hat die Angst vor langfristigen Lieferausfällen die Notierungen um gut 40 Prozent in die Höhe schnellen lassen. Um die Turbulenzen am Ölmarkt abzufedern, erlauben die USA Ländern, für die nächsten 30 Tage auf See befindliches russisches Öl und Ölprodukte zu kaufen. Am Mittwoch hatte das US-Energieministerium bereits angekündigt, 172 Millionen Barrel Öl aus der strategischen Ölreserve freizugeben, um die Energiemärkte zu stabilisieren. Dies ist Teil einer Zusage der 32 Mitgliedstaaten der Internationalen Energieagentur (IEA), insgesamt 400 Millionen Barrel Öl freizugeben.
Analysten zweifelten jedoch daran, dass diese Massnahmen erfolgsversprechend sind. Für den Markt seien dies kurzfristige Lösungen, die die Angebotsproblematik nicht beheben könnten, sagte Emril Jamil, Analyst bei LSEG. Entscheidender wäre laut Yang An, Analyst bei Haitong Futures, die Normalisierung der Schifffahrt in der Strasse von Hormus wiederherzustellen. Da der Schiffsverkehr in der Meerenge zwischen dem Iran und dem Oman im Zuge des Nahost-Krieges praktisch zum Erliegen gekommen ist, sind die Ölpreise zuletzt so deutlich angezogen. Durch die Strasse von Hormus fliesst etwa ein Fünftel des weltweiten Ölangebots.
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08:05
Der SMI steht im vorbörslichen Handel bei Julius Bär 0,13 Prozent tiefer. Alle Titel des Swiss Market Index befinden sich in der Verlustzone, allerdings ohne dass eine Aktie besonders stark abfällt. Am stärksten unter Druck ist Richemont (-0,21 Prozent).
Auch der breite Markt liegt zurück (-0,13 Prozent). Auch hier sind sämtliche Titel knapp im Minus. AMS Osram büsste 0,28 Prozent ein.
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07:40
Der deutsche Leitindex Dax wird Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge am Freitag höher starten. Am Donnerstag hatte er 0,2 Prozent schwächer bei 23'589 Punkten geschlossen. Die Angst vor einem längeren Irankrieg und steigenden Ölpreisen belastete erneut die Märkte. An der Wall Street ging es deutlich bergab.
Wie US-Finanzminister Scott Bessent am Donnerstag erklärte, erlauben die USA nun Ländern für die nächsten 30 Tage auf See befindliches russisches Öl und Ölprodukte zu kaufen. Am Mittwoch hatte das US-Energieministerium bereits angekündigt, 172 Millionen Barrel Öl aus der strategischen Ölreserve freizugeben, um die Energiemärkte zu stabilisieren. Dies ist Teil einer Zusage der 32 Mitgliedstaaten der Internationalen Energieagentur (IEA), insgesamt 400 Millionen Barrel Öl freizugeben.
Auf der Konjunkturseite stehen aus den USA unter anderem die zweite Schätzung zum BIP-Wachstum und das Konsumentenvertrauen der Uni Michigan an.
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06:20
Der Swiss Market Index (SMI) steht vorbörslich bei der IG Bank 0,42 Prozent höher bei 12'897 Punkten.
Am Freitag geben Medacta und Molecular Partners das Jahresergebnis 2025 bekannt.
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06:13
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04:45
Schwindende Hoffnungen auf eine Lösung im Krieg zwischen den USA und Israel mit dem Iran und die damit verbundenen hohen Ölpreise belasten die Börsen in Asien. Der breit gefasste MSCI-Index für asiatisch-pazifische Aktien ausserhalb Japans gab um 0,5 Prozent nach. In Südkorea gaben die technologielastigen Aktien um fast zwei Prozent nach und die Börse in Taiwan verlor ein Prozent.
Die Aktien von Honda Motor brachen um 6,1 Prozent ein und verbuchten damit den grössten prozentualen Tagesverlust seit Februar 2025. Japans zweitgrösster Autobauer hatte wegen massiver Restrukturierungskosten im Bereich Elektromobilität den ersten Jahresverlust seit fast 70 Jahren als börsennotiertes Unternehmen angekündigt.
In China verlor die Börse Shanghai 0,2 Prozent auf 4120 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen stagnierte bei 4.686,51 Punkten.
«Angesichts der weiterhin hohen Wahrscheinlichkeit höherer Ölpreise sollten sich Anleger auf eine anhaltende Volatilität und möglicherweise weitere kurzfristige Abwärtsrisiken einstellen», sagte Vasu Menon, Geschäftsführer für Anlagestrategie bei OCBC in Singapur.
Zudem veranlasst die Furcht vor steigender Inflation die Märkte dazu, ihre Erwartungen an die Zentralbanken neu zu bewerten. Händler rechnen nun mit einer Zinssenkung durch die US-Notenbank Fed von nur noch 20 Basispunkten, verglichen mit den im Vormonat eingepreisten 50 Basispunkten. «Die Märkte waren in diesem Jahr auf Zinssenkungen der Fed eingestellt, aber die Grundlage für Zinssenkungen ist mit dem US-Einsatz im Iran nicht mehr gegeben», sagte Prashant Newnaha, leitender Zinsstratege bei TD Securities. «Die Märkte richten sich auf einen höheren Endzinssatz ein.»
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03:10
Der US-Dollar gilt in unsicheren Zeiten als sicherer Hafen. Dies setzt die meisten anderen Währungen unter Druck. Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar geringfügig auf 159,35 Yen und legte 0,2 Prozent auf 6,8855 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notierte rückte er etwas auf 0,7863 Franken vor. Parallel dazu blieb der Euro fast unverändert bei 1,1507 Dollar und zog leicht auf 0,9051 Franken an.
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02:25
Die Ölpreise haben im frühen Handel in Asien leicht nachgegeben, hielten sich aber in der Nähe der viel beachteten Marke von 100 Dollar pro Barrel. Händler verweisen auf die von den USA am Donnerstag erteilte 30-tägige Genehmigung, die es Ländern erlaubt, auf See befindliches russisches Öl und Ölprodukte zu kaufen. Damit lindern sich Sorgen über das Angebot.
Die Genehmigung sei ein Schritt zur Stabilisierung der durch den Iran-Krieg erschütterten globalen Energiemärkte, hatte US-Finanzminister Scott Bessent erklärt. «Die 30-tägige Genehmigung hat die Sorgen am Markt gelindert, aber sie wird das grundlegendste Problem nicht lösen», sagte Analyst Yang An von Haitong Futures. «Das Wichtigste ist die Wiederherstellung der sicheren Schifffahrt in der Strasse von Hormus.»
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23:55
Inflationssorgen wegen der Folgen des Iran-Krieges haben am Donnerstag den US-Aktienmarkt stark belastet. Anlegern missfiel, dass die Ölpreise trotz der Freigabe von Reserven durch die Internationale Energieagentur weiter stiegen. Angesichts iranischer Attacken auf den Energiesektor im Persischen Golf kostete ein Fass der Nordsee-Ölsorte Brent teils wieder mehr als 100 US-Dollar. Aktuell rechnen Finanzmarktakteure nicht mehr mit Zinssenkungen durch die US-Notenbank Fed in diesem Jahr.
Für den technologielastigen Nasdaq 100 ging es um 1,73 Prozent auf 24'534 Punkte nach unten. Er hatte sich am Mittwoch noch dank eines Kurssprungs bei den Aktien des Soft- und Hardware-Herstellers Oracle stabil gehalten.
Am Donnerstag mahnte die Nachrichtenlage einmal mehr zur Vorsicht, denn zum einen wurden in irakischem Gewässer zwei Öltanker angegriffen, und zum anderen verunsicherten Aussagen von Irans neuem Religionsführer und Staatsoberhaupt. Modschtaba Chamenei forderte Rache für die Opfer im Krieg gegen die USA und Israel. Auch müsse «weiterhin der Hebel der Blockierung der Strasse von Hormus genutzt werden». Sie ist ein Nadelöhr der globalen Energieversorgung.
«Der Iran hat es mit vergleichsweise begrenzten Mitteln geschafft, den für die Weltwirtschaft so wichtigen Seetransport durch die Strasse von Hormus den mittlerweile zwölften Tag in Folge lahmzulegen», konstatierte Chefmarktanalyst Jochen Stanzl von der Consorsbank.
Die beiden brennenden Tanker vor der Küste Iraks und die Evakuierung des Ölhafens im Oman demonstrierten Irans unveränderte Bereitschaft, Öl als Waffe einzusetzen. «Solange der Iran die Strasse von Hormus kontrolliert, werden sich die Finanzmärkte nicht nachhaltig beruhigen.»
Eine Blockade dieses Seeweges über längere Zeit hätte dramatische Auswirkungen auf die Weltkonjunktur. Ein kräftiger Schub bei den Öl- und Gaspreisen könnte jeglichen Wirtschaftsaufschwung im Keim ersticken. Die Internationale Energieagentur spricht bereits von der «grössten Versorgungsstörung in der Geschichte des globalen Ölmarktes».
Unter den Einzelwerten stiegen dementsprechend die Ölwerte weiter an. So gewannen Exxon Mobil, Chevron und ConocoPhillips zwischen 1,3 und 2,8 Prozent.
Papiere aus der Düngemittelbranche waren ebenfalls gefragt, denn die Strasse von Hormus ist auch bedeutend für den Schwefel-Bedarf, einem Bestandteil von Düngespezialitäten. Damit stiegen Mosaic um fast 8 Prozent. Die Anteilsscheine von CF Industries waren gar auf ein Rekordhoch geklettert; hier stand am Ende an der S&P-500-Spitze ein Plus von gut 13 Prozent zu Buche.
Finanztitel hingegen bekamen die Konjunktursorgen und das sinkende Vertrauen der Anleger in die privaten Kreditmärkte zu spüren. Cliffwater und Morgan Stanley sahen sich bereits genötigt, Entnahmen aus ihren milliardenschweren privaten Kreditfonds zu begrenzen. Die Anteilscheine von Morgan Stanley büssten 4,1 Prozent ein. Im Sog dessen verloren Goldman Sachs am Dow-Ende 4,4 Prozent.
Die zuletzt sehr gut gelaufenen Aktien von Dollar General knickten um gut sechs Prozent ein. Der Einzelhändler hatte enttäuschende Jahres- und Langzeitprognosen genannt.
(cash/AWP/Bloomberg/Reuters)

