16:30

Der Luxusgüterkonzern LVMH sucht weiter nach einem Boden. Die Aktie erreichte am heutigen Montag ihren tiefsten Stand seit sechs Jahren. Die Titel notierten zeitweise bei 423,75 Euro. Grund dafür sind anhaltende Zweifel der Anleger, ob die lange erhoffte Erholung der Luxusausgaben tatsächlich eintrifft.

Der Rückgang ist mittlerweile mehr als eine kurze Korrektur. Seit Anfang 2026 fiel die LVMH-Aktie von über 900 Euro auf 424 Dollar. Das entspricht einem Minus von rund 53 Prozent. Der Titel befindet sich damit in einem klaren längerfristigen Abwärtstrend.

Die gesamte Luxusbranche steht unter ähnlichem Druck. Der Index STOXX Europe Luxury 10 verlor seit Jahresbeginn rund 19 Prozent. Die Anleger beurteilen das Tempo einer möglichen Erholung zunehmend vorsichtig.

Eine der grössten Sorgen für LVMH und den Sektor bleibt China. Das Land gilt als Schlüsselmarkt für Luxusmarken. Die Bernstein-Analysten um Luca Solca warnten kürzlich, die leichte Erholung der chinesischen Luxusausgaben aus den vergangenen vier Quartalen könnte «wieder pausieren».

+++

16:00

Laut Goldman Sachs könnte der Ölpreis auf bis zu 120 Dollar pro Barrel steigen, falls die Angriffe auf die Schifffahrt im Nahen Osten zunehmen. Um von Kursgewinnen zu profitieren, empfiehlt die US-Investmentbank Wetten auf Erdgas und Diesel.

«Die Ereignisse der letzten Tage zeigen, dass das Risiko einer Ausweitung und Verschärfung von Schifffahrtsstörungen erheblich ist», sagte Daan Struyven, Co-Leiter der Rohstoffforschung, in einem Interview auf Bloomberg.

Die Futures der Rohölsorte Brent stiegen um 1,3 Prozent auf 97,50 Dollar pro Barrel. Die US-Rohölsorte West Texas Intermediate (WTI) legte ebenfalls um 1,3 Prozent auf 92,28 Dollar pro Barrel zu.

Sollten die Exporte aus der Region wieder auf ein normales Niveau zurückkehren, könnte der Ölpreis hingegen auf 80 Dollar pro Barrel fallen. Das berichtete Bloomberg unter Berufung auf Struyven.

+++

15:30

Der S&P 500 verzeichnete seit 2017 in jedem Jahr einen Verlust am ersten Handelstag nach dem Labor Day. Das zeigen Daten von Bluekurtic Market Insights. Dieses Muster setzte sich bis 2025 fort. Der Index verbuchte in jedem der neun Jahre von 2017 bis 2025 am ersten Tag eine negative Rendite.

Auch die gesamte Viertagewoche verlief öfter negativ als positiv. Der S&P 500 beendete die vollständige Labor-Day-Woche seit 2017 in nur drei der neun Jahre im Plus. So verzeichnete der S&P 500 im gesamten Datensatz von 2000 bis 2025 in den Viertagewochen nach dem Labor Day im Schnitt ein Minus von 0,4 Prozent. Die mittlere Rendite (Median) lag bei minus 0,8 Prozent.

+++

14:45

Je Dollar werden 80,89 Rappen bezahlt (minus 0,15 Prozent). Der Greenback schwächt sich gegenüber der hiesigen Valuta spürbar ab, nachdem er am Montag zunächst noch über 81,00 Rappen notierte.

+++

13:15

Die US-Börsen ​bleiben am Montag feiertagsbedingt geschlossen. Im ausserbörslichen Handel verdauen die Anleger nach wie vor den starken US-Jobreport vom Freitag. Er schürte von Neuem die Erwartung höherer US-Leitzinsen. Solche machen Aktien, die keine Zinsen abwerfen, vergleichsweise weniger attraktiv. 

Der Dow Jones fällt im ausserbörslichen Handel um 0,52 Prozent, der S&P 500 sinkt um 0,17 Prozent, und der Tech-Auswahl-Index Nasdaq 100 bewegt sich an der Nulllinie.

Derweil gibt der SMI 0,75 Prozent ab. Kühne+Nagel (plus 1,1 Prozent) setzen sich an die Spitze des Leitindex, während Novartis aufgrund von Negativnews 2,6 Prozent ins Hintertreffen geraten ist.

+++

11:35

Der SMI steht 1,00 Prozent tiefer bei 14'251 Punkten. Zugleich gibt der SPI 0,89 Prozent auf 20'027 Zähler nach.

Novartis führen das tiefrote SMI-Tableau mit einem Minus von 3,2 Prozent an. Das experimentelle Medikament Pelacarsen sollte beweisen, dass die Senkung einer bestimmten Form von Cholesterin auch das Risiko von Herzinfarkt und Schlaganfall senkt. Das ist nicht gelungen.

In der Folge streichen Analysten die Schätzungen für Pelacarsen aus ihren Modellen - dem Präparat wurde ein Spitzenumsatz zwischen 1,3 und 2,0 Milliarden Dollar zugetraut. Am Freitag waren bereits die Papiere von Amgen unter Druck geraten und sackten um 5 Prozent ab. Der US-Mitbewerber hat ein ähnliches Präparat in der Erforschung.

Roche (-1,3 Prozent) und Lonza (-1,2 Prozent) tendieren ebenfalls deutlich leichter. Etwas besser hält sich der Generikahersteller Sandoz mit minus 0,5 Prozent. Das Unternehmen hält am morgigen Dienstag einen Investorentag ab. Es wird erwartet, dass die Basler bei den Mittelfristzielen die Messlatte hochlegen.

Schindler notieren 1,7 Prozent tiefer bei 256,20 Franken. Goldman Sachs hat das Rating für den Rolltreppen- und Lifthersteller auf «Sell» gesenkt. Das Kursziel wurde deutlich auf 233 Franken reduziert. Denn die Schwäche im wichtigen chinesischen Markt halte an, die Effekte der Effizienzprogramme seien weitgehend ausgeschöpft und auf zusätzliche Ausschüttungen sei wohl auch nicht zu hoffen.

Verkauft werden aber auch Versicherer wie Swiss Re (-1,9 Prozent). Der Rückversicherer steht mit dem traditionellen Branchentreffen in Monte Carlo im Fokus und warnte vor wachsenden Kosten aus Stürmen, Dürren oder Waldbränden.

Medtech-Aktien sind ebenfalls im Angebot. Alcon sinken um 1,5 Prozent, Sonova um 1,4 Prozent und Straumann um 1,3 Prozent.

ABB (+1,1 Prozent) und VAT (+1,0 Prozent) ragen auf der anderen Seite mit Kursgewinnen heraus. Sie folgen den Vorgaben aus Fernost - dort hatten Chipaktien mit der wieder auflebenden KI-Fantasie haussiert. Am breiten Markt trifft dies auf AMS Osram (+2,4 Prozent), Komax (+1,6 Prozent) oder Inficon (+1,2 Prozent) zu.

Im breiten Markt sinken R&S um 0,7 Prozent. Der Trafohersteller hat sich nach etwas mehr als einem Jahr bereits wieder von Konzernchef Eduardo Terzi getrennt. Als Grund wurden unterschiedliche Ansichten zum Führungsmodell und zur Organisationsstruktur genannt. Trotz aller Risiken biete der Wechsel eine Chance für R&S, einen klaren Neuanfang zu setzen, urteilte die ZKB.

Für Burkhalter werden nach Zahlen 4,4 Prozent höher bezahlt. Der Elektroinstallateur und Gebäudetechniker hat zwar die Umsatzerwartungen der Analysten für das erste Halbjahr klar verfehlt. Gewinnseitig wurden aber die Schätzungen klar übertroffen.

Arbonia gewinnen gar satte 15 Prozent. Die UBS hat ihr Votum auf «Buy» erhöht und das Kursziel um die Hälfte angehoben. Die Bewertung der Titel sei sehr attraktiv und liege rund 30 Prozent unter dem historischen Durchschnitt und mehr als 50 Prozent unter Schweizer Bauzulieferern. Das galt zumindest noch vor dem Kurssprung.

+++

11:15

Spekulationen auf einen aggressiveren Zinserhöhungskurs der japanischen Zentralbank (BoJ) verleihen dem Yen Rückenwind. Der Dollar verliert ‌bis zu ⁠1,4 Prozent auf 154,07 Yen, den niedrigsten Stand seit sieben Monaten.

Der Kursverfall beschleunigte sich, als der Dollar ⁠unter seine Tiefststände von Anfang August fiel. Damals hatten die USA und Japan gemeinsam zur Stützung des Yen interveniert. Auch weiterhin sind ‌Händler wachsam wegen möglicher staatlicher Eingriffe. Vom japanischen Finanzministerium lag zunächst keine Stellungnahme ‌zur deutlichen Yen-Bewegung vor.

Die BoJ hatte ​die Zinsen zuletzt im Juni auf ein 31-Jahres-Hoch von einem Prozent angehoben. Am 18. September steht der nächste geldpolitische Entscheid an.

09:55

Die Aktien des Windkraftanlagenbauers Nordex stehen mit einem Plus von ‌bis zu 10,7 Prozent an der MDax-Spitze. ​Ein Händler verweist ​auf ​einen Kommentar der Bank of ‌America. Demnach haben die Analysten ​die Papiere ​zum ⁠Kauf empfohlen.

+++

09:45

Der SMI sinkt um 1,2 Prozent auf 14'221 Punkte, während der SPI um 1,1 Prozent auf 19'982 Zähler fällt.

Rege sind die Abgaben in Novartis, dessen Aktien den Gesamtmarkt merklich nach unten drücken. Zuvor war ein Test des Pharmakonzerns mit einem Medikament der nächsten Generation zur Schlaganfallprävention gescheitert.

So führen Novartis das Verliererfeld mit einem Minus von 3,3 Prozent an. Das experimentelle Medikament Pelacarsen sollte beweisen, dass die Senkung einer bestimmten Form von Cholesterin auch das Risiko von Herzinfarkt und Schlaganfall senkt. Das ist nicht gelungen.

In der Folge streichen Analysten die Schätzungen für Pelacarsen aus ihren Modellen - dem Präparat wurde ein Spitzenumsatz zwischen 1,3 und 2,0 Milliarden Dollar zugetraut. Am Freitag waren bereits die Papiere von Amgen unter Druck geraten und sackten um 5 Prozent ab. Der US-Mitbewerber hat ein ähnliches Präparat in der Erforschung.

Roche (-1,5 Prozent) und Sandoz (-0,9 Prozent) tendieren ebenfalls deutlich leichter. Der Generikahersteller hält am morgigen Dienstag einen Investorentag ab. Es wird erwartet, dass die Basler bei den Mittelfristzielen die Messlatte hochlegt.

Schindler notieren 3,1 Prozent tiefer bei 252,60 Franken. Goldman Sachs hat das Rating für den Rolltreppen- und Lifthersteller auf «Sell» gesenkt. Das Kursziel wurde deutlich auf 233 Franken reduziert.

Aus einem tiefroten Tableau ragen ABB (+0,6 Prozent) und VAT (+1,1 Prozent) mit Kursgewinnen heraus. Sie folgen den Vorgaben aus Fernost - dort hatten Chipaktien mit der wieder auflebenden KI-Fantasie haussiert.

Im breiten Markt sacken R&S um 4,1 Prozent ab. Der Trafohersteller hat sich nach etwas mehr als einem Jahr bereits wieder von Konzernchef Eduardo Terzi getrennt. Als Grund wurden unterschiedliche Ansichten zum Führungsmodell und zur Organisationsstruktur genannt.

Abonia gewinnen hingegen 17 Prozent. Die UBS hat ihr Votum auf «Buy» erhöht und das Kursziel um die Hälfte angehoben. Burkhalter werden nach Zahlen 6,7 Prozent höher bezahlt.

+++

09:35

Die Aktien von R&S fallen um 3,2 Prozent auf 18,20 Franken. Auslöser ist der Abgang von CEO Eduardo Terzi.

Laut der Zürcher Kantonalbank (ZKB) bewirkt der Wechsel an der R&S-Konzernspitze zwar kurzfristige Unsicherheit, bietet aber langfristig Chancen für einen Neuanfang.

+++

09:05

Der SMI fällt um 1,2 Prozent auf 14'217 Punkte. 

Der Abwärtssog wird vor allem von den Pharma-Schwergewichten ausgeübt. Roche gibt 1,5 Prozent nach, Novartis sinkt um 3,4 Prozent. Enttäuschende Studiendaten setzen den Titel unter Druck.

Derweil legt nur eine SMI-Aktie deutlich zu: ABB verbessert sich um 0,8 Prozent. Kühne+Nagel sowie Amrize halten die Nulllinie.

Am breiten Markt schiessen Arbonia nach einer Heraufstufung durch die UBS um 12,5 Prozent nach oben. Auch Comet (plus 2,8 Prozent), Huber+Suhner (plus 2,3 Prozent) sowie Inficon (plus 1,8 Prozent) sind gefragt.

Schindler leidet unter einer Herabstufung von Goldman Sachs (minus 3,3 Prozent). Für Kuros (minus 3 Prozent) geht die Talfahrt der vergangenen Wochen weiter. Zudem werden Bachem (minus 2 Prozent), Ypsomed (minus 1,7 Prozent) und Basilea (minus 1,7 Prozent) zurückgebunden.

+++

08:05

Der SMI steht im vorbörslichen Handel bei Julius Bär 0,9 Prozent tiefer.

19 von 20 Titeln des Leitindex verzeichnen Verluste. Besonders stark sind sie bei Novartis (minus 4,2 Prozent). Einzige Gewinnerin ist Swiss Re (plus 0,3 Prozent).

Auch am breiten Markt ist das Kurstableau weitgehend rot gefärbt. Schindler verliert 2,7 Prozent und steht damit am stärksten unter Druck.

+++

Neue Kursziele und Ratings für Schweizer Aktien: 

- Arbonia: UBS erhöht auf Buy (Neutral) - Ziel 6,20 (4,10) Fr.
- SoftwareOne: JPMorgan erhöht auf 9,00 (7,50) Fr. - Neutral
- Schindler: Goldman Sachs senkt auf Verkaufen von Neutral - Ziel 233 Fr.
- Accelleron: Deutsche Bank geht auf 76 (74) Fr. - Hold
- Cosmo: Van Lanschot Kempen startet mit Buy-Rating und Kursziel 80 Fr.

+++

07:40

Ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent aus der Nordsee mit Lieferung im November wurde zuletzt bei 97,36 US-Dollar gehandelt und damit mehr als ein Prozent höher als vor dem Wochenende. Mehr dazu hier.

+++

07:30

Der Dax wird am Montag der Kursentwicklung an den Terminmärkten zufolge niedriger in den Handel starten. Ein ‌Kursfeuerwerk ⁠bei VW-Aktien hatte den deutschen Leitindex den zum Wochenausklang gestützt. Die Aussicht auf ⁠steigende US-Zinsen trübte die Stimmung der Anleger allerdings. Der Dax legte 0,2 Prozent ‌auf 26.046 Punkte zu.

Die Wall Street ging ‌schwächer aus dem Handel. Die US-Börse ​bleibt am Montag feiertagsbedingt geschlossen.

Zum Wochenstart dürften die Ergebnisse der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt für Gesprächsstoff sorgen. Die AfD hat die Wahl mit grossem Vorsprung gewonnen, die absolute Mehrheit dem vorläufigen amtlichen Endergebnis ‌zufolge aber verfehlt. Das Wahlergebnis dürfte auch Auswirkungen auf die Bundespolitik und damit die schwarz-rote Koalition unter Kanzler und CDU-Chef Friedrich Merz haben.

Im Fokus ​stehen auch die anhaltend hohen Ölpreise. Das Nordseeöl Brent ​und das US-Öl WTI verteuerten ​sich um jeweils 1,2 Prozent auf 97,42 beziehungsweise 92,58 Dollar je Fass zu. Gegenseitige ‌Angriffe der USA und des Irans auf Schiffe in der Strasse von Hormus verstärkten die Sorgen über eine längerfristige Unterbrechung der Ölversorgung aus ​dem ​Nahen Osten. Der Preis für Brent ⁠stieg in der vergangenen Woche um fast ​acht Prozent, der ⁠für WTI um fast zehn Prozent.

Bei den Wirtschaftsdaten stehen ‌die deutsche Industrieproduktion für Juli sowie das Bruttoinlandsprodukt der Eurozone im zweiten Quartal auf der Agenda

+++

07:00

Der Goldpreis fällt um 0,7 Prozent auf 4399 Dollar je Feinunze.

Auch der Bitcoin steht unter Druck, er sind um 0,4 Prozent auf 79'707 Dollar.

+++

06:20

Der Swiss Market Index (SMI) steht vorbörslich bei der IG Bank 0,1 Prozent tiefer bei 14'394 Punkten.

+++

06:15

Ein Euro kostet 94,12 Rappen (plus 0,08 Rappen). Je Dollar werden 81,08 Rappen bezahlt (plus 0,09 Prozent).

+++

05:15

Die asiatischen Aktienmärkte haben am Montag dank starker Vorgaben aus dem US-Technologiesektor und robuster US-Arbeitsmarktdaten mehrheitlich zugelegt. Die japanische Börse tendierte fester: In Tokio legte der 225 Werte umfassende Nikkei-Index um 2,2 Prozent auf 66.460,11 Punkte zu, und der breiter gefasste Topix notierte ‌0,6 ⁠Prozent höher bei 4.128,53 Zählern. Die Börse Shanghai blieb dagegen fast unverändert bei 3.928,30 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen stieg ⁠um 0,3 Prozent auf 4.562,33 Punkte.

Angetrieben wurden die Kurse in Asien vor allem von Halbleiterwerten, die der starken Entwicklung an der Wall Street folgten. Zu den Gewinnern in ‌Japan zählten die Chipausrüster Advantest und Tokyo Electron, die um jeweils mehr als vier Prozent nach oben ‌sprangen. Der Speicherhersteller Kioxia gewann 6,8 Prozent. «Da US-Finanzminister Scott Bessent anscheinend die ​Anleiherenditen dämpft und den Fall des Yen stoppt, ist die Volatilität am Markt gesunken», sagte Mamoru Shimode, Chefstratege bei Resona Asset Management. «Das hat es Aktienanlegern erleichtert, in den Risk-on-Modus zu wechseln.» Zu den Verlierern gehörten hingegen japanische Banken wie die Mitsubishi UFJ Financial Group, die mehr als ein Prozent abgaben, sowie Sony mit einem Minus von zwei Prozent.

Für Erleichterung sorgte zudem der jüngste US-Arbeitsmarktbericht, der die Sorgen vor einer globalen Rezession linderte. ‌In Südkorea profitierten Schwergewichte wie Samsung Electronics und SK Hynix mit Aufschlägen von 3,7 und 6,0 Prozent von der weltweiten Nachfrage nach Künstlicher Intelligenz (KI). Unterdessen zeigten offizielle Daten, dass Japans Währungsreserven im August nach massiven Interventionen zur Stützung des Yen einen Rekordrückgang verzeichneten. Tokio hatte fast 100 Milliarden Dollar ausgegeben, um die ​heimische Währung von ihrem 40-Jahres-Tief zu holen. Dies stabilisierte den Markt zusätzlich und gab exportorientierten Unternehmen Planungssicherheit.

+++

03:00

Im ​asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar geringfügig auf 156,21 Yen und legte leicht auf 6,7123 ​Yuan zu. Zur Schweizer Währung notierte er 0,2 Prozent höher bei 0,8108 Franken. Parallel dazu blieb der Euro fast unverändert bei 1,1608 Dollar und zog leicht auf 0,9411 Franken an. ‌Der südkoreanische Won erreichte derweil den höchsten Stand seit fast zwei Jahren, angetrieben von Dollar-Verkäufen grosser Exporteure. Der Yen blieb nach den massiven Stützungskäufen der japanischen Regierung im August, die zu dem historischen Rückgang der Währungsreserven führten, vergleichsweise stabil.

+++

02:30

Am Rohstoffmarkt verteuerte sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 0,7 Prozent ​auf ​96,93 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 0,7 Prozent fester ⁠bei 92,14 Dollar. Die Preise wurden von geopolitischen Spannungen im Nahen Osten angetrieben, nachdem sich ​die USA und der Iran gegenseitige ⁠Angriffe auf Schiffe im Golf geliefert hatten. Teheran kündigte zudem an, in den kommenden Tagen eine Sperrzone ausserhalb der Strasse von Hormus einzurichten. Diese inflationären ‌Impulse schüren am Markt die Erwartung, dass die Zentralbanken die Zinsen weiter anheben könnten.

+++

01:00

Der Dow Jones Industrial fiel um 0,51 Prozent auf 53.414,25 Punkte. Am Donnerstag hatten noch Aussagen des Notenbankmitglieds Christopher Waller die Hoffnung auf eine ausbleibende Leitzinserhöhung in diesem Monat geweckt und die Börsen entsprechend angetrieben. Auf Wochensicht ergibt sich nunmehr für den US-Leitindex ein Minus in Höhe von 0,27 Prozent.

Der marktbreite S&P 500 verlor am Freitag 0,38 Prozent auf 7.718,60 Zähler. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 hingegen legte um 0,21 Prozent auf 29.544,15 Punkte zu.

Marktexperte Ralf Umlauf von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) bescheinigt den USA einen «soliden Arbeitsmarkt». Im August sei es zu einem ansehnlichen Stellenaufbau gekommen, und die mittlere Markterwartung wurde klar übertroffen, so der Analyst. Die Erwartungen an eine Zinserhöhung durch die Fed dürften wieder angeheizt werden. Höhere Zinsen aber verringern die Attraktivität von Aktien gegenüber festverzinslichen Wertpapieren.

Für Zurückhaltung bei den Anlegern sorgte vor dem feiertagsbedingt langen Wochenende in den USA auch der Iran-Krieg. «In den vergangenen Handelswochen kamen die negativen Impulse aus der geopolitischen Gemengelage oft über die Wochenenden und stellten die Investoren montags vor vollendete Tatsachen», schrieb Marktstratege Andreas Lipkow vom Handelshaus CMC Markets.

Als Schlusslicht im S&P 500 knickten die Aktien von Lululemon um mehr als 17 Prozent ein. Der Sportartikelhersteller hatte schwache Quartalszahlen vorgelegt und seine Jahresprognose gesenkt. Analyst Paul Lejuez von der Bank Citigroup hält die Entwicklung in China für die zentrale Enttäuschung bei dem Unternehmen.

Die Papiere von Adobe verloren 6,7 Prozent. Das Software-Unternehmen bekommt mit Anil Chakravarthy einen neuen Chef. Die Berufung von Chakravarthy habe viele überrascht, hiess es von Jefferies. Das Analysehaus selbst war davon ausgegangen, dass David Wadhwani, der Leiter des Kreativbereichs, die vernünftigere Wahl gewesen wäre. Dieser sei für drei Viertel des Umsatzes verantwortlich und geniesse sowohl innerhalb als auch ausserhalb von Adobe hohes Ansehen.

Nach ihrem Kurssprung am Vortag büssten die Aktien von Tesla nun knapp sechs Prozent ein. Die mit Spannung erwartete Präsentation des autonom fahrenden Robotaxis Cybercap hatte die Anleger nicht überzeugt. Das Event habe im Vergleich zu vorab bekannten Informationen wenig Neues geboten, schrieb Tom Narayan von der kanadischen Bank RBC. Kernfragen rund um den Preis, die Produktion und regulatorische Themen seien unbeantwortet geblieben.

Ebenfalls nicht gut gelitten waren bei den Anlegern die Anteilsscheine der Kreditauskunfteien Equifax und Transunion , deren Kurse um jeweils rund sechs Prozent absackten. Der Direktor der US-Bundesbehörde für Wohnungsbaufinanzierung, Bill Pulte, hatte erneut Kritik an den Unternehmen geäussert. Diese würden den Amerikanern überhöhte Gebühren berechnen.

Reto Zanettin
Reto ZanettinMehr erfahren