+++Börsen-Ticker+++ - Ölpreise und Apple stützen New Yorker Börsen

Zu Wochenbeginn haben die Kurse an der Wall Street weiter zugelegt. Das Comeback des Dollar ignorierten die Anleger am Montag meist. Man habe sich im Moment an den Ausblick steigender Zinsen gewöhnt, sagte ein Händler.
07.05.2018 22:34
Das Apple-Logo an einem Store in New York. Die Aktien des Konzerns steigen weiter.
Das Apple-Logo an einem Store in New York. Die Aktien des Konzerns steigen weiter.
Bild: Bloomberg

22:30

Der Dow Jones der Standardwerte schloss 0,4 Prozent höher auf 24'357 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 erhöhte sich um 0,3 Prozent auf 2672 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verbesserte sich um 0,8 Prozent auf 7265 Punkte.

Zudem stützte der andauernde Anstieg der Ölpreise die Wall Street. Die Nordsee-Sorte Brent verteuerte sich um 0,7 Prozent auf 75,40 Dollar je Barrel (159 Liter). Grund für den Preisanstieg ist die nahende Entscheidung von US-Präsident Donald Trump über mögliche neue Sanktionen gegen den Iran, der damit als Öl-Exporteur wieder fortfallen könnte. Trump will sich dazu am Dienstag äußern. Den US-Ölkonzernen kommt der Preisanstieg aber gerade recht: So standen Exxon mit Kursgewinnen von 1,1 Prozent hoch im Kurs.

Wells-Fargo-Scheine stiegen um 0,5 Prozent. Die Investorenlegende Warren Buffett erklärte, es sei sehr wahrscheinlich, dass die Bank sich in den nächsten Jahrzehnten besser als ihre Wettbewerber entwickele. Die drittgrößte US-Bank hatte zuletzt eine Milliarde Dollar Strafe für verschiedene Vergehen gezahlt.

Apple-Aktien setzten ihren Aufwärtstrend fort und stiegen um 0,7 Prozent. Buffett hatte am Wochenende weitere Aktienkäufe für denkbar erklärt.

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17:30

Die Schweizer Börse hat sich am Montag nach einem verhaltenen Start in die Gewinnzone vorgearbeitet. Ein guter Teil des Anstiegs war allerdings dem kräftigen Kursanstieg des Marktschwergewichts Nestlé geschuldet.

Der SMI stieg um 0,8 Prozent auf 8978 Punkte. Im Mittelpunkt des Handels standen Nestle. Ein milliardenschweres Vertriebsbündnis mit Starbucks soll das Wachstum des Lebensmittelriesen im Kaffeegeschäft forcieren. Für 7,15 Milliarden Dollar übernimmt Nestle die weltweiten Rechte für die Vermarktung der Starbucks-Produkte. Die Nestle-Aktien zogen 1,6 Prozent an.

Mit dem Aromenhersteller Givaudan stand ein weiterer Wert aus dem Umfeld der Nahrungsmittelbranche in der Gunst der Anleger. Die Anteile stiegen um 1,6 Prozent.

Spitzenreiter im SMI war Lonza mit einem Kursplus von 3,7 Prozent. Der Pharma-Auftragsfertiger baute damit die Freitagsgewinne aus. Treiber ist der gute Zwischenbericht des Unternehmens und die Progose für das Gesamtjahr, die Analysten als "leichte Ausblickserhöhung" einstuften.

Als einziger SMI-Titel gaben die Aktien der Grossbank UBS nach; sie verloren 3,7 Prozent.

Alle aktuellen SMI-Kurse finden Sie hier.

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17:25

Der Kurs des Euro ist am Montag erstmals im laufenden Jahr unter 1,19 US-Dollar gefallen. Die europäische Gemeinschaftswährung sank am Nachmittag zeitweise bis auf 1,1898 Dollar. Zuletzt notierte der Euro wieder über 1,19 Dollar. In der Nacht hatte er noch 1,1978 Dollar gekostet. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Referenzkurs auf 1,1902 (Freitag: 1,1969) Dollar festgesetzt.

Zum Franken hat sich der Dollar zu Wochenbeginn mit 1,0030 Franken über dem Paritäts-Niveau etabliert und notiert damit so hoch wie zuletzt Ende September des vergangenen Jahres. Währungsanalysten rechnen damit, dass der Dollar weiter zulegen wird und die Aufwertung frühestens im nächsten Jahr eine Ende findet. Derweil hat sich der Euro weiter von der 1,20er-Marke entfernt und geht noch zu 1,1959 Franken um.

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16:00

Zu den Top-Favoriten im Dow Jones zählen Apple, die ihren Rekordkurs der vergangenen Woche nach der Aufstockung von Warren Buffetts Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway fortsetzen: Die Aktien steigen um 1,7 Prozent auf 186,88 Dollar und notieren damit so hoch wie noch nie. Buffett hatte am Wochenende weitere Aktienkäufe für denkbar erklärt.

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15:40

Zu Wochenbeginn haben die Kurse an der Wall Street weiter zugelegt.  Der Dow Jones stieg um 0,5 Prozent auf 24'379 Zähler. Der S&P500 und der Nasdaq-Composite notierten ebenfalls knapp ein halbes Prozent höher. Das Comeback des Dollar ignorierten die Anleger am Montag meist. Man habe sich im Moment an den Ausblick steigender Zinsen gewöhnt, sagte ein Händler. Zudem seien die Renditen am Rentenmarkt zuletzt nicht weiter gestiegen, sondern notierten meist unter ihren noch im April erreichten Hochs.

Der steigende Ölpreis lockte einige Anleger in Aktien der Ölbranche. US-Leichtöl der Sorte WTI verteuerte sich um 1,5 Prozent auf 70,76 Dollar und war damit so teuer wie seit Dezember 2014 nicht mehr. Die im Dow gelisteten Aktien von Exxon und Chevron stiegen um je etwa ein Prozent.

Starbucks legten 1,4 Prozent zu. Der Kaffeehausbetreiber verkaufte Vermarktungsrechte für seinen eigenen Kaffee an Nestle.

Wells Fargo stiegen um ein Prozent. Die Investorenlegende Warren Buffett erklärte, es sei sehr wahrscheinlich, dass die Bank sich in den nächsten Jahrzehnten besser als ihre Wettbewerber entwickele.

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13:25

Der US-Dollar hat am Montag bis am frühen Nachmittag weiter zugelegt gegenüber dem Euro wie auch dem Schweizer Franken. Experten sprechen von einer allgemeinen Dollarstärke gegenüber allen wichtigen Währungen. Die europäische Gemeinschaftswährung notiert am frühen Nachmittag auf 1,1917 Dollar, nachdem der Kurs in der Nacht zeitweise noch bis auf 1,1978 Dollar gestiegen ist. Gegenüber dem Schweizer Franken notiert der Dollar auf 1,0050 Franken und damit so hoch wie zuletzt Ende September 2017. Der Euro/Franken-Kurs zog derweil nach einem leichten Rückgang am Morgen wieder an und liegt am frühen Nachmittag bei 1,1975 Franken.

Der Höhenflug des Dollars zum Euro dürfte sich gemäss Commerzbank-Analystin Antje Praefecke weiter fortsetzen und frühestens im nächsten Jahr ein Ende finden. Für den Dollar/Franken-Kurs wird indes keine weitere Aufwertung erwartet. Der Franken sei zwar noch fair bewertet, aber schon etwas teuer, sagt etwa VP-Bank Analyst Thomas Gitzel.

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11:30

Der Schweizer Aktienmarkt pendelt zum Wochenstart in einer engen Spanne um den Schlusskurs vom Freitag, wobei er sich zuletzt etwas deutlicher im Plus etablierte.  Der Swiss Market Index (SMI) steht gegen 11.00 Uhr um 0,16 Prozent höher bei 8'918,02 Punkten. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI) gewinnt 0,24 Prozent auf 1'475,94 und der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,49 Prozent auf 10'610,76 Stellen.

Während der Schweizer Aktienmarkt zum Wochenstart eher in ruhigen Bahnen verläuft, sorgt der Devisenmarkt für Gesprächsstoff. Immerhin hat sich der US-Dollar gegenüber dem Franken offenbar etwas nachhaltiger wieder oberhalb der Parität etabliert. Eine solche Entwicklung hatten die Devisenexperten von Morgan Stanley erst kürzlich auch in einem Kommentar vorhergesagt.

Auf Aktienseite weisen am Vormittag die Papiere von Lonza mit einem Plus von 3,6 Prozent den mit Abstand grössten Kursgewinn auf. Sie knüpfen damit an das Kursplus von mehr als 5 Prozent vom Freitag an, als vor allem Aussagen zu Capsugel und dem weiteren Geschäftsverlauf gestützt hatten.

Bei Givaudan (+1,8 Prozent) bringt die geplante Übernahme des israelischen Duft- und Aromakonzerns Frutaroma durch das US-Unternehmen IFF Fantasie in die Branche, wie ein Händler erklärt.

Deutlicher aufwärts geht es auch für Clariant, Logitech und Aryzta. Die Titel gewinnen zwischen 2,7 und 1,6 Prozent hinzu.

Derweil sorgen Nestlé (+0,6 Prozent) für das Hauptgesprächsthema: Der Nahrungsmittelkonzern hat am Morgen mit der geplanten Übernahme des Kaffeegeschäftes von Starbucks für gut 7 Milliarden US-Dollar Spekulationen von vergangener Woche bestätigt.

Den ausführlichen Beitrag zur Schweizer Börse am Mittag finden Sie hier.

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11:11

Der optimistische Ausblick gibt Sixt erneut Auftrieb. Die Aktien steigen um 5,3 Prozent auf ein Rekordhoch von 111 Euro. Damit summiert sich das Plus seit der Prognoseanhebung Ende April auf gut 24 Prozent. Das ist die stärkste Rally seit dreieinhalb Jahren.

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10:15

Der SMI notierte gegen 10:15 Uhr um 0,1 Prozent tiefer bei 8899 Punkten. In der Vorwoche hatte der Leitindex rund 0,7 Prozent zugelegt.

Die Anlage-Strategen der Zürcher Kantonalbank erachten die Perspektiven für Aktien weiterhin als günstig und verwiesen auf die noch immer recht soliden konjunkturellen Fundamentaldaten, die steigenden Unternehmensgewinne und das sehr behutsame Vorgehen der Notenbanken. Dem stünden die geopolitischen Risiken des noch immer nicht gelösten Handelskonflikts und eine mögliche US-Aufkündigung des Iran-Atomabkommens gegenüber.

Im Mittelpunkt des Handels standen Nestle. Ein milliardenschweres Vertriebsbündnis mit Starbucks soll das Wachstum des Lebensmittelriesen im Kaffeegeschäft forcieren. Für 7,15 Milliarden Dollar übernimmt Nestle die weltweiten Rechte für die Vermarktung der Starbucks-Produkte. Die Nestle-Aktien zogen 0,6 Prozent an. Mit dem Aromenhersteller Givaudan stand ein weiterer Nahrungsmittel-naher Wert in der Gunst der Anleger.

Spitzenreiter im SMI war Lonza mit einem Kursplus von 3,3 Prozent. Der Pharma-Auftragsfertiger baute damit die Freitagsgewinne aus.

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09:05

Der SMI findet nach Börsenöffnung keine Richtung. Während Nestlé nur moderat zulegen, zieht der Ex-Dividendenhandel bei der UBS den Index tendenziell nach unten. Der SMI fällt zum Handelsstart ganz leicht um 0,05 Prozent auf 8900 Punkte zurück. Das Hauptgesprächsthema ist an diesem Morgen Nestlé (+0,2 Prozent). Nachdem es bereits zum Wochenschluss Spekulationen gegeben hatte, bestätigt der Nahrungsmittelkonzern nun, dass er das Kaffeegeschäft von Starbucks für gut 7 Milliarden US-Dollar übernehmen wird.

Mehr zum Starbucks-Deal: «Ein cleverer Schachzug von Nestlé-Chef Schneider»

Anders sieht es mit den Titel der Swiss Re (-0,2 Prozent) aus. Sie werden durch einen Bericht der "Financial Times" belastet, wonach die Gespräche mit dem japanischen Softbank-Konzern zu scheitern drohen. Deutlich im Minus sind auch die Aktien der UBS, die ein Minus von 4 Prozent oder 67 Rappen aufweisen. Die Grossbank wird an diesem Tag aber Ex-Dividende gehandelt, die bei 65 Rappen liegt.

Während die Vorgaben aus Übersee an sich freundlich sind, belasten laut Analysten die jüngsten Auftragseingänge der deutschen Industrie. Sie passen laut Marktteilnehmern ins Bild der zuletzt enttäuschenden Konjunkturmeldungen aus der Eurozone. Dabei hatte die Wall Street sich am Freitag nach dem jüngsten Arbeitsmarktreport mit deutlichen Gewinnen ins Wochenende verabschiedet. In Asien sind die meisten Börsen dieser Vorgabe gefolgt.

 

 

Die deutschen Daten seien eine herbe Schlappe, lautet etwa ein Kommentar. Abgesehen davon wird am Markt an diesem Morgen vor allem auf die Entwicklung an den Rohstoff- und Devisenmärkten verwiesen. So hat der Ölpreis zuletzt deutlich zugelegt. Am Markt wird dies mit Sorgen vor einem Ausstieg der USA aus dem Atomabkommen mit dem Iran erklärt. Am Devisenmarkt hat der US-Dollar zuletzt wieder zugelegt. Zum Franken hält er sich zum Wochenstart oberhalb der Parität.

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08:45

Gemäss Berechnungen von Julius Bär steht der SMI vorbörslich um 0,3 Prozent bei 8880 Punkten tiefer. Die UBS-Aktie (-3,5 Prozent) fällt zurück, weil heute der Kurs um die Höhe der Dividendenausschüttung gekürzt wird. Dies führt zum Kursrückgang des ganzen Index.

Die meisten Aktien stehen mit 0,01 bis 0,02 Prozent im Plus (zu den vorbörslichen Kursen). Unauffällig zeigt sich Nestlé (+0,o1 Prozent), nachdem am Morgen bekannt wurde, dass der Nahrungsmittelmulti für gut 7 Milliarden Dollar das Kaffeegeschäft von Starbucks übernehmen wird.

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08:40

Die asiatischen Börsen haben sich am Montag überwiegend von ihren Ende letzter Woche erlittenen Verlusten erholt. Nachdem am Freitag noch der amerikanisch-chinesische Handelsstreit die Stimmung gedrückt hatte, standen die Zeichen diesbezüglich nun eher auf Entspannung.

Insofern zeigten sich die Anleger vor allem in Festland-China in Kauflaune: Die Kurse stiegen in Schnitt um mehr als 1 Prozent. In Hongkong legte der Hang-Seng-Index zuletzt etwas moderater um 0,34 Prozent zu. Japans Leitindex Nikkei 225 hingegen schloss nach einer zweitägigen Feiertagspause kaum verändert bei 22 467,16 Punkten. Hier überwogen die geopolitischen Sorgen, nachdem der Ölpreis auf ein Dreijahreshoch gestiegen war.

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07:35

Die Ölpreise haben am Montag deutlich zugelegt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juli kostete am Montagmorgen 75,65 US-Dollar. Das sind 78 Cent mehr als am Freitag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Juni legte um 66 Cent auf 70,38 Dollar zu.

Die Sorge vor einem Ausstieg der USA aus dem Atomabkommen mit dem Iran und damit einhergehenden neuen Sanktionen gegen das wichtige Förderland treibt die Ölpreise weiter in die Höhe. Am Wochenende hatte der iranische Präsident Hassan Ruhani die USA vor einem Ausstieg aus dem Atomabkommen gewarnt. Dies wäre ein historischer Fehler, den Washington bereuen würde, erklärte Ruhani am Sonntag.

 

 

Bereits in der vergangenen Woche hatten sich die Ölpreise auf einem vergleichsweise hohen Niveau gehalten. Seit Beginn des Jahres hat sich Rohöl deutlich verteuert.

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06:45

Der japanische Leitindex Nikkei sinkt leicht auf 22'464 Punkte. Die Anleger sorgten sich vor einem Anstieg der Landeswährung Yen, der das Auslandsgeschäft der japanischen Unternehmen belasten könnte, sagten Händler.

Zu den Verlierern am Montag gehörten daher vor allem Exportwerte. So fielen die Aktien des Autobauers Honda im Vormittagshandel um 0,9 Prozent. Die Papiere des Elektronikkonzerns Panasonic rutschen 1,5 Prozent ab. Am Devisenhandel trat der Euro bei 1,1973 Dollar auf der Stelle. Zur japanischen Währung gab der Dollar leicht auf 108,94 Yen nach.

 

 

An den übrigen Börsen in Asien ging es bergauf. Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans lag 0,5 Prozent höher. Der chinesische Markt in Shanghai notierte gut ein Prozent höher. Dafür sorgten unter anderem die Daten vom US-Arbeitsmarkt vom Freitag. Die Lohnentwicklung fiel etwas schwächer aus als angenommen. Dies spricht Experten zufolge dafür, dass die US-Notenbank Fed vorerst auf ihrem eingeschlagenen Kurs mit moderaten Zinsanhebungen bleibt.

(cash/AWP/Reuters)