+++Börsen-Ticker+++ - Schweizer Börse - Bankaktien profitieren von Zins-Hoffnungen

Angeführt von den Grossbanken hat die Schweizer Börse am Donnerstag angezogen. Aussagen der neuen EZB-Chefin Christine Lagarde lockten europaweit Anleger in die Aktien.
12.12.2019 16:18
Die Logos von UBS und Credit Suisse in der Aeschenvorstadt in Basel.
Die Logos von UBS und Credit Suisse in der Aeschenvorstadt in Basel.
Bild: cash/mfo

17:35

Angeführt von den Grossbanken hat die Schweizer Börse am Donnerstag angezogen. Der SMI gewann 0,4 Prozent auf 10'451 Punkte. Aussagen der neuen EZB-Chefin Christine Lagarde lockten europaweit Anleger in Aktien, die überdurchschnittlich von einer anziehenden Konjunktur profitieren. Lagarde sagte unter anderem, die europäische Wirtschaft sei auf dem Weg zu einer langsamen Erholung.

Die geopolitischen Risiken für die Konjunktur seien zwar noch vorhanden, aber geschrumpft. Auch wieder aufgeflammte Hoffnungen auf eine baldige Entschärfung des Zollstreits zwischen den USA und China verliehen den Märkten eine Stütze.

Credit Suisse gewannen knapp drei Prozent, UBS zwei Prozent. Eine wirtschaftliche Erholung dürfte zu einem Abschied von den rekordtiefen Zinsen führen, unter denen die Banken in Europa zur Zeit leiden. Ebenfalls gesucht waren der Elektrotechnikkonzern ABB und der Luxusgüterhersteller Richemont. Lediglich Roche und Novartis verzeichneten einen leichten Verlust.

Bei den Nebenwerten verloren die Aktien der Orthopädiefirma Medacta nach einer Kurszielsenkung durch die UBS-Analysten 4,1 Prozent. Molecular Partners rückten dagegen 4,6 Prozent vor. Die Biotechfirma will abwarten, wie ein potenzieller Partner den Krebs-Wirkstoff MP0250 bewertet, bevor die klinische Entwicklung fortgesetzt wird.

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16:05

Wieder aufgeflammte Hoffnungen auf eine baldige Entschärfung des Zollstreits mit China geben den US-Börsen Auftrieb. Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 legten zur Eröffnung am Donnerstag jeweils etwa ein halbes Prozent zu. Letzterer markierte mit 3160,98 Punkten sogar ein Rekordhoch.

Genährt wurden die Hoffnungen von Aussagen des US-Präsidenten Donald Trump, wonach ein Handelsabkommen mit China näher rücke. Unklar blieb zunächst, ob die für Sonntag geplante Verschärfung der US-Strafzölle auf chinesische Waren vom Tisch ist.

Parallel dazu beobachteten Anleger aufmerksam die Parlamentswahl in Grossbritannien. Dort entscheiden die britischen Wähler nicht nur über den künftigen Premierminister, sondern auch über die Fortsetzung des Brexit-Dramas. Sollten die Tories um Amtsinhaber Boris Johnson die absolute Mehrheit erringen, erwarten Experten einen geordneten EU-Ausstieg Grossbritanniens zum 31. Januar 2020.

Zu den Favoriten an der Wall Street gehörte Delta Air Lines mit einem Kursplus von 1,8 Prozent. Die Fluggesellschaft peilt für 2020 einen Gewinn von 6,75 bis 7,75 Dollar je Aktie an. Analysten hatten bisher im Schnitt mit 7,06 Dollar gerechnet. 

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14:45

Der Broker IG taxiert den New Yorker Leitindex Dow Jones Industrial eine Stunde vor der Startglocke um 0,13 Prozent niedriger auf 27'875 Punkte.

Der Dow Jones Index hatte am Mittwoch nach der Fed-Sitzung auf der Zielgeraden noch knapp ins Plus gedreht. Die US-Notenbank stellte angesichts einer robusten Wirtschaft eine abwartende Geldpolitik in Aussicht. Wie von Ökonomen erwartet wurde der Leitzins nicht angetastet. 

Ohne stärkere Impulse seitens der Notenbanken und ohne Neues zum Handelskonflikt zwischen den USA und China könnten Investoren einen Blick auf den US-Arbeitsmarkt werfen. Dieser präsentierte sich zuletzt schwächer: Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe stieg stärker als erwartet.

Bei den Einzeltiteln sorgten Kommentare der Analysten von UBS für Bewegung im vorbörslichen Handel: So stiegen die Papiere von General Electric um rund drei Prozent, nachdem die Investmentbank eine Kaufempfehlung ausgesprochen hatte. Auch beim Industriekonzern United Technologies riet UBS zum Kauf, der Kurs legte leicht zu. Fedex zeigten sich stabil, nachdem UBS die Verkaufsempfehlung für die Aktien des Logistikkonzerns gestrichen hatte.

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14:15

Der Dax hat am Donnerstagnachmittag auf die erwartungsgemäss ausgefallene Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) nicht reagiert. Zuletzt notierte das deutsche Börsenbarometer weiter wenig verändert mit minus 0,10 Prozent auf 13'133,52 Punkten. Am Vormittag war ihm zeitweise die Rückeroberung der 13'200-Punkte-Marke gelungen.

Der MDax der mittelgrossen deutschen Börsenwerte rückte zuletzt um 0,14 Prozent auf 27 389,99 Punkte vor. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 hingegen sank um 0,14 Prozent.

An der Dax-Spitze verteuerten sich die Papiere des Zahlungsabwicklers Wirecard nach ihrem deutlichen Kursrückgang der vergangenen zwei Tage um 2,4 Prozent. Infineon gewannen 1,7 Prozent und folgten damit starken Branchenwerten aus den USA und Asien. Zudem spielt die Charttechnik den Aktien des deutschen Chipkonzerns derzeit in die Karten.

chlusslicht im Dax mit minus 2 Prozent waren die Papiere des Triebwerkbauers MTU nach einer Abstufung durch die Commerzbank.

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13:45

Der Euro verteidigt am Donnerstag vor der Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) seine Gewinne vom Mittwochabend. Im Mittagshandel kostet die europäische Gemeinschaftswährung 1,1132 US-Dollar und damit etwas so viel wie am Vorabend.

Auch zum Schweizer Franken notiert der Euro mit 1,0941 kaum verändert zum Vorabend. Der Franken zeigt damit kaum eine Reaktion auf den jüngsten Zinsentscheid der Schweizer Nationalbank (SNB). Die SNB hat am Morgen den Leitzins erwartungsgemäss unverändert bei minus 0,75 Prozent belassen und hält damit an ihrer expansiven Geldpolitik fest. Ein Dollar kostet derweil ebenfalls wenig verändert 0,9828 Franken.

Profitiert hat der Euro dabei von einer breit angelegten Dollar-Schwäche. Marktteilnehmer nennen als Grund die Zinsentscheidung der amerikanischen Notenbank Fed vom Vorabend. Das Fed veränderte ihren Leitzins erwartungsgemäss nicht und signalisierte für längere Zeit einen konstanten Zins signalisiert.

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11:30

Der setzt SMI nach zwei schwachen Tagen zu Wochenbeginn seinen Stabilisierungsversuch fort. Bei den Investoren überwiegt im Vorfeld der für den Nachmittag angesagten Sitzung der EZB und angesichts des ungewissen Ausgangs der Wahlen in Grossbritannien nach wie vor die Vorsicht.

 

 

Der SMI zieht bis um 10.50 Uhr 0,27 Prozent auf 10'432,98 Punkte an. Der die 30 grössten Werte umfassende SLI rückt 0,35 Prozent auf 1'604,76 Punkte vor und der breit gefasste SPI 0,32 Prozent auf 12'622,45 Punkte. Zwei Drittel der 30 wichtigsten Titel legen dabei zu.

Zu den grössen Gewinnern des Tages gehören unter den grösser kapitalisierten Aktien Clariant (+1,7 Prozent) und AMS (+1,1 Prozent). 

Der vollständige Bericht zur Schweizer Mittagsbörse findet sich hier.

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11:15

Die Notenbank Brasiliens greift der heimischen Wirtschaft mit einer weiteren Zinssenkung unter die Arme. Wie die Zentralbank am Donnerstag in Brasilia mitteilte, fällt der Leitzins um weitere 0,5 Prozentpunkte auf ein Rekordtief von 4,5 Prozent. Es ist bereits der vierte grosse Zinsschritt um einen halben Prozentpunkt in Folge. International üblich ist eher ein viertel Prozentpunkt.

Mit der neuerlichen Zinssenkung reagiert die Notenbank auf die seit langem enttäuschende Entwicklung der heimischen Wirtschaft. Die niedrige Inflation, die gegenwärtig unter dem Zielwert der Währungshüter liegt, bietet Spielraum für niedrige Zinsen.

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09:30

Der SMI notiert um 09.10 Uhr 0,08 Prozent höher bei 10'413,41 Punkten. Der die 30 grössten Werte umfassende SLI legt 0,16 Prozent auf 1'601,67 Punkte zu und der breit gefasste SPI 0,11 Prozent auf 12'596,78 Punkte. Von den 30 wichtigsten Titeln stehen lediglich fünf knapp im Minus, während zwei unverändert sind.

 

 

Von Interesse ist aktuell die Kursentwicklung des Schwergewichts Nestlé (+0,3 Prozent). Der Nahrungsmittelkonzern hat am Vorabend über einen weiteren Schritt bei seiner laufenden Portfoliobereinigung berichtet. So wurde das amerikanische Glacé-Geschäft für 4 Milliarden Dollar an das Joint Venture Froneri verkauft. Dieses hatte Nestlé gemeinsam mit PAI Partners 2016 gegründet. Der Schritt wird in Marktkreisen positiv beurteilt. Einmal mehr zeige sich, dass CEO Mark Schneider bereit sei, die notwendigen transformativen Schritte vorzunehmen, heisst es dazu unter anderem.

Die grössten Gewinne verzeichnen aktuell AMS und Clariant (je +1,5 Prozent) sowie Temenos (+1,0 Prozent). Roche (-0,3 Prozent) und Novartis (-0,1 Prozent) geben minim nach. Die Deutsche Bank hat die Empfehlungen "Buy" bzw. "Hold" jeweils bestätigt und gleichzeitig die Kursziele für beide Titel klar erhöht. Etwas mehr als Roche verlieren einzig Vifor Pharma (-0,3 Prozent).

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09:10

Der SMI geht bei 10,405 Punkten de facto unverändert in den Handel. Von der US-Notenbank kommen für den Börsenstart  kaum entscheidende Impulse, denn diese hatte am Vorabend wie erwartet nicht an der Zinsschraube gedreht und zugleich eine anhaltende Zinspause signalisiert.

 

 

Der Fokus der Investoren richtet sich am Berichtstag nun auf die EZB, welche anlässlich des Zinsentscheides die erste Medienkonferenz unter der neuen Leitung von Christine Lagarde abhalten wird, sowie davor noch auf die Schweizerische Nationalbank und ihre letzte geldpolitische Lagebeurteilung des Jahres.

Von beiden Instituten wird keine Anpassung der Leitzinsen erwartet. Der Rat der EZB dürfte gemäss Einschätzung einer Mehrheit der Ökonomen auf der ersten Zinssitzung unter Christine Lagarde wohl zurückhaltend vorgehen. Nachdem sich die wirtschaftliche Lage zuletzt stabilisiert hat, sollte kein akuter Handlungsbedarf bestehen.

Im Fokus der SNB werden neben dem eigentlichen Zinsentscheid wohl vermehrt auch die negativen Auswirkungen der aktuellen Geldpolitik stehen. Auf politischer Ebene stehen die Wahlen in Grossbritannien im Zentrum.

Mehr zum Thema: Plant Nestlé-Chef Schneider noch weitere Verkäufe?

Nestlé (+0,02 Prozent) sind kaum stärker gesucht. Der Nahrungsmittelkonzern hat am Vorabend über einen weiteren Schritt bei seiner laufenden Portfoliobereinigung berichtet. So wurde das amerikanisches Glacé-Geschäft für 4 Milliarden Dollar an das Joint Venture Froneri verkauft. Dieses hatte Nestlé gemeinsam mit PAI Partners 2016 gegründet.

Auch Roche (-0,02 Prozent) und Novartis (-0,02 Prozent) bewegen wenig. Die Deutsche Bank hat die Empfehlungen "Buy" bzw. "Hold" jeweils bestätigt und gleichzeitig die Kursziele für beide Titel klar erhöht.

Im breiten Markt stechen noch Emmi mit einem Plus von 0,4 Prozent heraus. Für diese hat Baader Helvea im Rahmen einer Branchenstudie die Kaufempfehlung bestätigt und das Kursziel erhöht.

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08:20

Die Aktien des Börsenneulings Saudi Aramco bleiben an der Börse in Riad auf der Überholspur. Mit einem erneuten Kursplus von zehn Prozent auf 38,70 Riyal knackte der weltgrösste Ölkonzern am Donnerstag Refinitiv-Daten zufolge die magische Marke von zwei Billionen Dollar Börsenwert.

Schon mit seinem Debut am Mittwoch hatte Aramco die nach Marktkapitalisierung bislang grössten Konzerne der Welt, Apple und Microsoft, locker überholt. Die Titel waren am Mittwoch auf 35,20 Riyal gestiegen und hatten damit zehn Prozent über ihrem Ausgabepreis von 32 Riyal (8,53 Dollar) gelegen.

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08:10

Julius Bär berechnet den SMI um 0,3 Prozent bei 10'440 höher. Nestlé (+0,6 Prozent) nach dem Verkauf des US-Eiscréme-Geschäfts und Roche (+0,6 Prozent) nach guten Studienergebnissen ziehen den Index voran. 

 

 

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08.00

Die Ölpreise sind am Donnerstag im frühen Handel leicht gestiegen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 64,01 US-Dollar. Das waren 29 Cent mehr als am Mittwoch. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) erhöhte sich um 13 Cent auf 58,89 Dollar.

Marktteilnehmer berichteten von einem ruhigen Handel und zunächst geringen Impulsen. Leichte Unterstützung kam vom amerikanischen Dollar, der zu vielen anderen Währungen nachgab. Da Rohöl international in der US-Währung gehandelt wird, erhöht ein fallender Dollar meist die Nachfrage von Investoren ausserhalb des Dollarraums. Das wiederum stützt in der Regel die Erdölpreise.

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06:30

Asiens Märkte erhalten Rückenwind von der US-Notenbank. Die Fed beliess die Leitzinsen unverändert und signalisierte zugleich, dass sie einstweilen eine Pause bei erneuten Zinsschritten einlegen wolle. Trotzdem behalten die Anleger die anstehende Zollerhöhung der USA auf chinesische Konsumgüter am 15. Dezember im Auge.

 

 

"Wir haben auch das Handelsproblem zwischen den USA und China. Wir werden wahrscheinlich einen gedämpften Handel sehen und einige Investoren können im Tagesverlauf Gewinne einfahren", prognostiziert Michael McCarthy, Chefmarktstratege bei CMC Markets in Sydney. Ebenso sei eine destabilisierende Auswirkung aufgrund des Wahlausgangs in Grossbritannien heute (Donnerstag) sehr realistisch.

Die Börse in Tokio hat sich am Donnerstag zunächst stärker gezeigt. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index liegt um 0,2 Prozent höher bei 23'431 Punkten. 

Die Börse in Shanghai lag 0,1 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verlor 0,1 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans stieg um 0,8 Prozent.

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04:10

Im asiatischen Devisenhandel blieb der Dollar fast unverändert bei 108,56 Yen und gab 0,1 Prozent auf 7,0296 Yuan nach. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent niedriger bei 0,9823 Franken.

Parallel dazu stieg der Euro um 0,1 Prozent auf 1,1141 Dollar und zog um 0,1 Prozent auf 1,0945 Franken an. Das Pfund Sterling gewann 0,3 Prozent auf 1,3226 Dollar.

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03:55

An der Wall Street hat der Dow Jones am Mittwoch zugelegt. Der US-Leitindex gewann 0,1 Prozent auf 27'911,30 Punkte. Der technologielastige Nasdaq rückte 0,4 Prozent auf 8654,05 Punkte vor und der breit gefasste S&P 500 legte 0,3 Prozent auf 3141,63 Punkte zu.

(cash/AWP/Reuters)

 

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