+++Börsen-Ticker+++ - US-Anleger wechseln von Technologie- in Finanztitel

Nach dem Etappensieg der Republikaner im Ringen um die Steuerreform haben Anleger in den USA ihre Portfolios neu sortiert und so für uneinheitliche Kurse an der Wall Street gesorgt.
04.12.2017 22:30
Nach der ersten Euphorie über die angesagten Steuersenkungen ist schon wieder etwas Ernüchterung eingekehrt: Händler an der Börse in New York.
Nach der ersten Euphorie über die angesagten Steuersenkungen ist schon wieder etwas Ernüchterung eingekehrt: Händler an der Börse in New York.
Bild: Bloomberg

22:30

Viele Investoren wechselten nach Angaben von Analysten am Montag von den zuletzt gefragten High-Tech-Aktien zu Finanztiteln, weil diese nach ihrer Auffassung von den Steuerplänen sowie von steigenden Zinsen besonders profitieren dürften. Während Banken-Aktien somit im Wert steigen, verlieren High-Tech-Schwergewichte wie Microsoft und Amazon 3,8 beziehungsweise 2,4 Prozent. Zudem rückt der Haushaltsstreit zunehmend in den Fokus. Bis Freitag muss eine Lösung her, sonst droht in Washington ein Regierungsstillstand.

Zum Handelsschluss notiert nur noch der Dow-Jones-Index im Plus - er steigt um 0,2 Prozent auf 24'290 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 gibt dagegen im Handelsverlauf alle vorübergehend erzielten Gewinne ab und schliesst 0,1 Prozent tiefer bei 2639 Zählern. Die Technologiebörse Nasdaq büsst gar 1 Prozent auf 6775 Stellen ein.

Der Erfolg der Republikaner im Senat schob vor allem die Aktienkurse von Goldman Sachs, Citigroup, Bank of America, Morgan Stanley und J.P. Morgan an. Sie verteuern sich um 0,7 bis 3,4 Prozent. Bei den Einzelwerten steht zudem Aetna mit einem Minus von 1,4 Prozent im Fokus: Die Drogeriekette CVS Health will den Krankenversicherer für 69 Milliarden Dollar kaufen. CVS-Papiere sacken um 4,6 Prozent ab.

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17:45

In der Hoffnung auf deutliche Steuererleichterungen für Unternehmen in den USA haben die Anleger an der Schweizer Börse am Montag zu Aktien gegriffen. Gefragt waren vor allem zyklische und Bankwerte. Der SMI steigt um 0,6 Prozent auf 9329 Punkte. Bei 9384 Zählern erreichte der Leitindex vorübergehend gar ein Jahreshoch. Die US-Steuerreform schüre bei den Anlegern die Hoffnung auf einen kräftigen Wachstumsschub nicht nur in Amerika, sagt ein Händler. "Das dürfte sich auch auf unsere Konjunktur positiv auswirken." US-Präsident Donald Trump ist mit seiner geplanten Steuerreform einen grossen Schritt vorangekommen. Am Wochenende hatte der Senat die Steuerpläne abgesegnet, die nun noch mit dem Repräsentantenhaus in Einklang gebracht werden müssen. Sie sehen unter anderem kräftige Entlastungen von Firmen vor.

Die Aktien der Grossbank Credit Suisse wurden um 2,4 Prozent höher gehandelt und die von Rivalin UBS um 0,9 Prozent. Auch Versicherungswerte waren gefragt. Swiss Life und Zurich rücken rund eineinhalb Prozent vor. Die US-Steuersenkungen könnten dazu führen, dass die US-Notenbank die Zinsen rascher als bislang erwartet anhebt, sagen Marktteilnehmer. Zudem dürfte das Programm durch eine höhere Verschuldung finanziert werden, was zu steigenden Zinsen führen dürfte. Davon würden Finanzunternehmen profitieren. "Die Banken und Versicherungen ächzen seit längerem unter den rekordtiefen Renditen", sagt ein Börsianer.

Auch Firmen aus dem Industriebereich, vor allem solche mit Standorten in den USA, dürften zu den Profiteuren zählen. Die Titel des Elektrotechnikkonzerns ABB klettern 2,1 Prozent. Der Personalvermittler Adecco gewinnt 0,6 Prozent, die Sanitärtechnikfirma Geberit und die Inspektionsfirma SGS jeweils1,3 Prozent an Wert.

Am breiten Markt kommen AMS nach einem anfänglichen Kurssprung wieder auf 1,6 Prozent Plus zurück. Eine Kaufempfehlung von Barclays sorgte für Schub. In der Vorwoche hatten die Investoren AMS aus Angst, Grosskunde Apple könnte abspringen, auf den Markt geworfen.

Die Aussicht auf einen Weltwirtschaftsaufschwung gibt den Aktien der Werkzeugmaschinenbauer Tornos, Starrag und Mikron Auftrieb. Auch die Anlagenbauer Georg Fischer, Oerlikon und Sulzer legen zu. (Lesen Sie den ausführlichen Börsenkommentar zum Montag.)

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15:45

Die Investoren an der Wall Street feiern am Montag die immer näher rückenden massiven Steuersenkungen für Unternehmen und vermögende Privatleute in den USA mit Aktienkäufen. Der Dow Jones und der S&P 500 legen 1,0 und 0,8 Prozent auf 24'475 und 2662 Punkte zu. Damit markieren sie neue Rekordhochs. Der Nasdaq-Composite gewinnt 0,7 Prozent auf 6898 Punkte, womit er noch knapp unter der Bestmarke von 6914 Zählern bleibt.

"Zwar ist das noch nicht ganz durch, aber der Markt will einfach, dass es passiert", sagt ein Händler in New York. Am Wochenende hatte der Senat die Pläne mit der Mehrheit der Republikaner verabschiedet. Nun muss dieser Entwurf noch mit dem vom Repräsentantenhaus - auch dort verfügen die Republikaner über eine Mehrheit - verabschiedeten Werk abgeglichen werden, ehe Donald Trump die Steuerreform unterschreiben kann. Der US-Präsident will das noch vor dem Jahresende tun.

Zu den grössten Gewinnern zählen die Banken. Denn die Steuersenkungen dürften wegen der zu erwartenden höheren Verschuldung des Landes die Inflation anheizen und damit die Spekulationen auf Zinserhöhungen beflügeln. Die Aktienkurse von Goldman Sachs, Citigroup, Bank of America, Morgan Stanley und J.P. Morgan schnellen um 1 bis 3 Prozent in die Höhe.

Ein ebenfalls erwarteter Wachstumsschub verhilft den Titeln grosser Industriekonzerne wie Caterpillar im Dow auf die Sprünge. Sie steigen um 1,6 Prozent. Die Titel der Baumarktkette Home Depot gewinnen über 2 Prozent.

Bei den Einzelwerten stehen zudem Aetna mit einem Plus von rund 2 Prozent im Fokus: Die Drugstore-Kette CVS Health will den Krankenversicherer für 69 Milliarden Dollar kaufen. CVS-Aktionäre sind wenig begeistert: Die Papiere sacken um 4 Prozent ab.

Bei den Nebenwerten sind nach einer Analystenempfehlung Blue Apron gesucht: Die Aktien des Rivalen von HelloFresh legen über7 Prozent zu. Barclays hatte die Titel auf "equal weight" von "underweight" heraufgestuft.

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12:55

Der Schweizer Aktienmarkt zeigt sich am Montagmittag weiter fest. Der Leitindex SMI kann sich damit weiter von der Schwäche aus dem späten Freitagshandel erholen. Rückenwind kommt von der Verabschiedung der Steuerreform durch den US-Senat am Samstag. Die endlich abgesegnete Steuerreform lenke gerade von den Ermittlungen in der Russland-Affäre und von der Tatsache ab, dass die US-Regierung am Freitag erste Ämter schliessen muss, wenn bis dahin keine Anhebung der Schuldengrenze beschlossen wird, heisst es in einem Kommentar.

Die Hoffnung auf die US-Steuerreform treibt insbesondere Finanzwerte und Zykliker an, so Stimmen am Markt. Nach dem Votum vom Wochenende rechnen Beobachter nun damit, das US-Präsident Donald Trump das erste wichtige Gesetzesvorhaben seiner bisherigen Amtszeit noch vor dem Jahresende unterzeichnen kann. Dieser Optimismus liess sich auch durch verhaltene Daten zur Anlegerstimmung und der Preisentwicklung in der Eurozone nicht bremsen. Demgegenüber meldete der deutsche Maschinenbau ein weiter starkes Auslandsgeschäft.

Der SMI notiert am Mittag 0,8% höher bei 9347 Punkten. Der 30 Aktien umfassende SLI steigt um 0,9% auf 1499 Zähler und der breite SPI gewinnt +0,8% auf 10'703 Stellen. Von den 30 wichtigsten Titel notieren bis auf zwei alle im Plus.

Nach oben aus schwingen im SMI/SLI ABB (+2,4% auf 25,51 Franken) nach einer Hochstufung. Die Deutsche Bank hat das Rating auf "Buy" von "Neutral" angehoben und das Ziel auf 29 von 23,50 Franken erhöht. Der Analyst verweist auf das spätzyklische Profil des Unternehmens und rechnet mit steigenden Ordereingängen.

Auch für Givaudan (+1,1%) und Clariant (+0,7%) hat die Deutsche Bank die Kursziele angehoben, die "Hold"-Bewertungen aber bestätigt. Neben ABB sind bei den Zyklikern noch SGS (+1,2%), Kühne+Nagel (+1,4%) oder Adecco (+1,1%) gefragt.

Die Aussichten auf die US-Steuerreform stützt die Kurse der Grossbanken CS (+2,0%) und UBS (+1,2%). Insbesondere wohlhabenden US-Bürger dürften davon profitieren, heisst es. Das treibe die Finanzwerte insgesamt. Auch Julius Bär (+1,0%) zeigen sich fester sowie die Assekuranzen Swiss Life (+1,5%), Zurich (+1,3%) oder Bâloise (+1,1%).

Im breiten Markt werden AMS (+5,3% auf 96,85 Franken) von einer Hochstufung durch Barclays getrieben. In einer Branchenstudie hat der Analyst die Bewertung auf "Overweight" von "Equal Weight" hochgestuft und das Kursziel deutlich auf 120 von 85 Franken angehoben. Der Analyst rechnet mit einem steigenden Einsatz von 3D-Sensoren. Trotz der bereits starken Performance könne der Kurs 2018 und 2019 weiter steigen. Der Chiphersteller hat zudem einen neuen optischen Sensor zur Steuerung von Beleuchtung lanciert.

Bei Idorsia (+0,5%) hat sich das starke Plus aus den frühen Handel abgeschwächt. Das Pharmaunternehmen arbeitet beim Wirkstoff Aprocitentan (ACT-132577) mit der Pharmasparte Janssen des US-Konzerns Johnson&Johnson zusammen. Idorsia erhält dafür eine einmalige Meilenstein-Zahlung in Höhe von 230 Millionen Dollar. Zudem seien Lizenzzahlungen vereinbart, die gestaffelt nach Umsatzentwicklung auf bis zu 35% steigen können. (Lesen Sie den ausführlichen Börsenbericht zum Mittag.)

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10:30

Die Schweizer Börse ist mit kräftigen Kursgewinnen in die neue Woche gestartet. Die Fortschritte bei der US-Steuerreform schüre bei Anlegern die Hoffnung auf einen kräftigen Wachstumsschub nicht nur in Amerika. "Das dürfte sich auch auf unsere Konjunktur positiv auswirken", sagt ein Händler. Der SMI steigt um 0,7 Prozent auf 9343 Punkte. Am Freitag war der Leitindex um ein halbes Prozent gesunken.

US-Präsident Donald Trump ist mit seiner geplanten Steuerreform einen grossen Schritt vorangekommen. Der Senat billigte nach langen Verhandlungen den Gesetzentwurf von Trumps Republikanern. Nun müssen Senat und Repräsentantenhaus, das bereits eine eigene Gesetzvorlage verabschiedet hat, ihre Entwürfe abgleichen, so dass die Reform mit Trumps Unterschrift Gesetz werden kann. Impulse werden auch von einer Reihe von US-Konjunkturzahlen erwartet, unter anderem den Bestellungen langlebiger Güter am Nachmittag. Höhepunkt dürfte die amtliche Arbeitsmarktstatistik am Freitag sein.

Gefragt sind die Anteile von Banken und zyklischen Firmen. Die Aktien der Credit Suisse werden um 2,2 Prozent höher gehandelt und die der UBS um 1,4 Prozent. Auch zu Versicherungswerten greifen die Anleger. Swiss Life und Zurich rücken 1,6 und 1,1 Prozent vor.

Die Titel des Elektrotechnikkonzerns ABB klettern 2,4 Prozent. Der Personalvermittler Adecco, die Sanitärtechnikfirma Geberit und die Inspektionsfirma SGS gewinnen mehr als 1 Prozent an Wert. Der Zementproduzent Lafarge-Holcim legt 0,7 Prozent zu.

Etwas im Abseits stehen die als defensive Anlagen geltenden Pharmaschwergewichte. Die Anteile von Novartis ziehen 0,5 Prozent an und die von Roche notieren auf dem Nivau vom Freitag. Die Aktien des Lebensmittelkonzerns Nestlé rücken 0,7 Prozent vor.

Am breiten Markt sticht Idorsia mit einem Kurssprung von 3,0 Prozent heraus. Die Forschungsfirma hat ein Lizenzabkommen mit dem US-Pharma- und Konsumgüterkonzern Johnson & Johnson vereinbart. Die J&J-Tochter Janssen Biotech und Idorsia wollen den Wirkstoff Aprocitentan zur Behandlung von therapieresistentem Bluthochdruck gemeinsam entwickeln und vermarkten. Idorsia erhält dafür eine Zahlung von 230 Millionen Dollar und hat im Fall einer Markteinführung der Arznei Anspruch auf Lizenzzahlungen. Idorsia wurde von der Biotech-Firma Actelion nach deren Übernahme durch J&J abgespalten.

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09:10

Der SMI legt zum Wochenstart um 0,75 Prozent auf 9344 Punkte zu. Rückenwind erwarten Händler durch die Verabschiedung der Steuerreform durch den US-Senat am Samstag. Finanzwerte und Zykliker werden dadurch angetrieben. Am vergangenen Freitag waren die US-Börsen noch durch Nachrichten zur Russland-Affäre etwas unter Druck geraten. In Asien zeigt sich am Montagmorgen ein verhaltenes Bild. In Japan gab der Nikkei etwas nach, während die chinesischen Festlandbörsen uneinheitlich tendierten. Mit einigen Daten zur Industrieproduktion aus Europa und den USA stehen zum Wochenauftakt auch Makrodaten im Fokus.

Rückenwind kommt zum Wochenauftakt auch von einer Reihe von Analystenstudien. So hat die Deutsche Bank das Rating für ABB (+1,3 Prozent) auf "Buy" von "Neutral" angehoben und das Ziel auf 29 von 23,50 Franken erhöht. Der Analyst verweist auf das spätzyklische Profil des Unternehmens und rechnet mit steigenden Ordereingängen. Auch für Clariant (+1,3 Prozent)und Givaudan (+1,1 Prozent) hat die Deutsche Bank die Kursziele angehoben, die "Hold"-Bewertungen aber bestätigt.

Nach oben schwingen auch die Grossbanken CS (+1,9 Prozent) und UBS (+1,3 Prozent) sowie Zykliker wie Adecco (+0,7 Prozent) oder Lafarge-Holcim (+1 Prozent). Die Schwergewichte Novartis (+0,2 Prozent), Roche (+0,2 Prozent)und Nestlé (+0,6 Prozent) steigen etwas verhaltener. Eine US-Tochtergesellschaft von Roche hat von der FDA die Zulassung für eine Begleitdiagnostik in der Krebsbehandlung erhalten. Bei Nestlé werde ein Angebot für die Consumer Health-Sparte der deutschen Merck vorbereitet, hiess es laut Insidern in einem Medienbericht am vergangenen Freitag.

Im breiten Markt kooperiert Idorsia beim Wirkstoff Aprocitentan (ACT-132577) mit der Pharmasparte Janssen des US-Konzerns Johnson&Johnson. Der US-Konzern, der Actelion übernommen hatte, übte eine entsprechende Option aus. Idorsia erhält eine einmalige Meilenstein-Zahlung in Höhe von 230 Mio USD. Zudem seien Lizenzzahlungen vereinbart, die gestaffelt nach Umsatzentwicklung auf bis zu 35 Prozent steigen können.

AMS (+6 Prozent) hat einen neuen optischen Sensor zur Steuerung von Beleuchtung lanciert. Zudem hat Barclays in einer Branchenstudie die Bewertung auf "Overweight" von "Equal Weight" hochgestuft und das Kursziel deutlich auf 120 von 85 Franken angehoben. Der Analyst rechnet mit einem steigenden Einsatz von 3D-Sensoren. Trotz der starken Performance könne der Kurs 2018 und 2019 weiter steigen.

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08:50

Börsenschluss in Asien: Die US-Steuerreform, die den Senat am Freitag passierte, geriet für die Anleger in Japan in den Hintergrund. Im Fokus standen die Ermittlungen gegen den Ex-Sicherheitsberater von Präsident Donald Trump. Der hatte am Wochenende seine Schuld eingestanden, Kontakte nach Russland aufgenommen zu haben.

Der Nikkei 225 verlor am Montag 0,49 Prozent und beendete den Handel bei 22 707,16 Punkten. Anleger seien tief verunsichert über die weiteren Entwicklungen in der Russland-Affäre des US-Präsidenten. So zögen sich Investoren erst einmal zurück. Zudem nahmen Anleger Gewinne mit, bewertete ein Marktbeobachter den heutigen Handel. Bei den Einzelwerten zählten Elektrowerte zu den Verlierern. Das Elektronik- und Maschinenbauunternehmen Fanuc stand zum Schluss knapp zwei Prozent im Minus.

In China dagegen sind die Börsen überwiegend positiv in die Woche gestartet. Der CSI 300 , der die 300 wichtigsten Werte aus Festland-China umfasst, stand zum Handelsende 0,52 Prozent im Plus bei 4018,86 Punkten.

Der Hang Seng in Hongkong konnte sich nach einer schwachen letzten Woche wieder erholen. Er stand kurz vor Handelsende ein gutes halbes Prozent im Plus.

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08:20

Der SMI steht vorbörslich um hohe 1 Prozent im Plus und erreicht damit 9365 Punkte. Am stärksten zieht die Aktie von ABB (+2,3 Prozent) an, die eine Heraufstufung erfuhrt. Hintergrund dürfte auch sein, dass in den USA Steuersenkungen für Unternehmen nach einem Senatsentscheid sehr wahrscheinlich geworden sind.

Auch andere Zyklier sowie die Banken sichtbar im Plus (zu den vorbörslichen SMI-Kursen). Am breiten Markt profitiert AMS  (+2,7 Prozent) von einer Heraufstufung, während der erst seit dem Sommer gelistete Titel von Idorsia (+4 Prozent) von der Bekanntgabe einer Partnerschaft mit Janssen (Johnson&Johnson) getrieben ist. Die beiden Firmen würden künftig gemeinsam den Wirkstoff Aprocitentan zur Behandlung von therapieresistenter Hypertonie entwickeln und vermarkten. Im Zuge dessen erhält Idorsia eine Meilenstein-Zahlung von 230 Millionen Dollar, die im vierten Quartal ausgewiesen wird. Idorsia war im Juni nach der Übernahme von Actelion durch Johnson & Johnson vom Basler Biotechnologiekonzern abgespalten worden.

Weitere Impulse werden von einer Reihe von US-Konjunkturzahlen erwartet. Dazu zählen unter anderem die Bestellungen für langlebige US-Güter am Nachmittag. Höhepunkt des wöchentlichen Zahlenreigens dürfte der offizielle Bericht zum Arbeitsmarkt der US-Regierung am Freitag sein.

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07:00

Am Sonntagnachmittag kostete ein Bitcoin auf mehreren namhaften Handelsplattform rund 11'800 US-Dollar - und damit so viel wie noch nie.

Auch Venezuelas Präsident ist fasziniert von den Möglichkeiten der Kryptowährung

Seit ein paar Wochen schwanken die Kurse extrem: Noch am Donnerstag war der Bitcoin nach einem Sprung über die Marke von 11'000 Dollar wieder auf rund 9000 Dollar zurückgefallen. Notenbanker warnten vor diesem Hintergrund erneut vor der Unberechenbarkeit der Digitalwährung. Zu Jahresbeginn stand der Bitcoin erst bei 1000 Dollar.

Am Freitag hatte der Bitcoin allerdings eine wichtige Hürde auf dem Weg zu einem etablierten Finanzprodukt genommen: Bereits in zwei Wochen wird es erstmals sogenannte Terminkontrakte auf Bitcoins geben, wie der weltgrössten Börsenbetreiber CME ankündigte. Diese Meldung hatte dem Bitcoin neuen Schwung verliehen.

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06:40

Die japansische Börse bekundet Mühe. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index notiert zur Stunde um 0,3 Prozent tiefer bei 22'747 Punkten. Verluste verzeichneten einige grosse Standardwerte wie die Aktien des Roboterbauers Fanuc (minus 1,4 Prozent) oder des Telekomkonzerns Softbank (minus 0,8 Prozent). Dagegen legten Papiere von Einzelhandelsunternehmen nach Vorlage starker monatlicher Verkaufszahlen zu.

Der Euro wurde mit 1,1874 Dollar gehandelt. Zum Yen notierte die US-Währung bei 112,73 Yen. Der Schweizer Franken notierte mit 0,9821 Franken je Dollar und 1,1658 Franken je Euro.

(Reuters/AWP/cash)