+++Börsen-Ticker+++ - General Electric drücken Stimmung an New Yorker Börsen

Kräftige Kursverluste bei General Electric (GE) haben die Stimmung an der Wall Street zum Wochenauftakt getrübt. Nach diversen Herabstufungen brachen die Aktien des Mischkonzerns 6,3 Prozent ein.
23.10.2017 22:25
Die Aktie von General Electric bricht an der US-Börse am Montag ein (im Bild  eine GE-Logo an einer Gasturbine).
Die Aktie von General Electric bricht an der US-Börse am Montag ein (im Bild eine GE-Logo an einer Gasturbine).
Bild: Bloomberg

22:25

Zahlreiche Analysten senken den Daumen über die Anteilsscheine nach den Quartalszahlen vom Freitag. UBS kassiert seine Kaufempfehlung, Morgan Stanley empfiehlt die GE-Aktien gar zum Verkauf. Beide Häuser begründen ihre Entscheidung mit einer wahrscheinlichen Dividendenkürzung. Fast alle Analysten stutzen ihre Kursziele.

Im Fokus steht auch die künftige Fed-Politik. Trump will nach eigenen Angaben sehr bald darüber entscheiden, wer künftig die Notenbank leiten soll. Amtsinhaberin Janet Yellen ist noch bis Anfang Februar 2018 im Amt. Sie sowie Fed-Direktor Jerome Powell aber auch der Ökonomie-Professor John Taylor seien weiter im Rennen, sagte Trump einem TV-Sender.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schliesst 0,2 Prozent tiefer auf 23'273 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 sinkt 0,4 Prozent auf 2564 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verringert sich um 0,6 Prozent auf 6586 Punkte

Die Aktien von T-Mobile US legen 1,7 Prozent zu. Die Mobilfunktochter der Deutschen Telekom hatte im dritten Quartal Gewinn und Umsatz gesteigert. Gesucht waren unter den Telekomwerten auch Broadsoft, die Cisco für 1,9 Milliarden Dollar oder 55 Dollar je Aktie kaufen will. Sie legen 1,7 Prozent zu. Cisco-Aktien rücken um 0,3 Prozent vor.

Zudem warfen die Anleger Hasbro in hohem Bogen aus den Depots, so dass die Aktien um fast 9 Prozent einbrechen. Der Spiele- und Spielzeughersteller hatte im dritten Quartal zwar Gewinn und Umsatz erhöht. Doch enttäuschte Hasbro die Anleger mit seinem Ausblick. Die Pleite der Spielzeugkette Toys'R'Us macht dem Hersteller im wichtigen Weihnachtsgeschäft zu schaffen. Die Aktien des Rivalen Mattel verlieren mehr als 3 Prozent.

Mit seinen Quartalszahlen begeistert der Festplattenhersteller Seagate die Anleger. Die Aktien steigen um fast 13 Prozent. Seagate hatte im dritten Quartal mit 2,63 Milliarden Dollar mehr umgesetzt als von Analysten mit 2,52 Milliarden Dollar erwartet. Möglicherweise sei das eine Trendwende für den Festplattenbauer, sagen Börsianer.

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17:40

 Die Schweizer Börse hat am Montag angeführt von den schwergewichtigen Pharmawerten leicht angezogen. Der anhaltende Rekordlauf an der Wall Street und Kursgewinne in Tokio, wo der Sieg des konservativen Ministerpräsidenten Shinzo Abe bei der Parlamentswahl für steigende Notierungen gesorgt hatte, schürten Händlern zufolge das Interesse der Anleger an Beteiligungspapiere. Der SMI rückt 0,1 Prozent auf 9248 Punkte vor.

Gedämpft wurde die Stimmung von der Katalonien-Krise. Die Regierungen in Barcelona und Madrid treiben den Konflikt auf die Spitze. Die von Ministerpräsident Mariano Rajoy angestossene Entmachtung der Separatisten löste in Katalonien am Wochenende Widerstand und scharfe Kritik aus.

Auch wegen der Bilanzsaison sei eine gewisse Zurückhaltung zu spüren, sagt ein Händler. Im Laufe der Woche stehen unter anderen die Zwischenberichte der Grossbank UBS, des Pharmakonzerns Novartis, des Zementproduzenten Lafarge-Holcim, des Pharmazulieferers Lonza sowie des Aufzug- und Rolltreppen-Herstellers Schindler auf dem Programm.

Die Novartis-Aktien steigen am Tag vor dem Quartalsresultat um 0,8 Prozent. Händler erwarten neben den Geschäftszahlen vor allem Klarheit über die Zukunft der Augenheilsparte Alcon. Die Roche-Genussscheine ziehen 0,2 Prozent an. Vergangene Woche war der Kurs nach der Veröffentlichung der Umsatzzahlen des Pharmakonzerns unter Druck geraten.

Die Titel des Luxusgüterkonzerns von Richemont legen 0,9 Prozent zu. Bei der Schaffhauser Uhrentochter IWC entwickelt sich das Geschäft dieses Jahr positiv, wie der neue IWC-Chef Christoph Grainger-Herr der "Sonntagszeitung" sagte. "Wichtige Märkte wie China wachsen deutlich, auch in den USA sind wir zufrieden. In Europa entwickeln sich Grossbritannien, die Beneluxländer und Spanien sehr gut." Die Aktien des Uhrenkonzerns Swatch geben 0,7 Prozent nach.

Am breiten Markt klettern die Titel von Basilea um 4,4 Prozent. Der Arzneimittelhersteller erhält von Partner Astellas für das Antipilzmittel Cresemba eine Meilensteinzahlung von fünf Millionen Dollar. Die Santhera-Anteile legen 2,3 Prozent zu. Eine unabhängige Expertengruppe hat das Medikament Raxone zur Behandlung der Augenkrankheit LOHN empfohlen.

Im Blick hatten die Anleger Meyer Burger. Die Aktien schnellen fast 18 Prozent auf 1,72 Franken hoch. Der Zulieferer der Solarindustrie hat einen 45 Millionen Franken schweren Auftrag von einem italienischen Kunden erhalten.

Die Aktien des Derivathauses Leonteq brechen 5,2 Prozent ein, nachdem die Credit Suisse die Empfehlung auf "Neutral" von "Outperform" gesenkt hatte. (Lesen Sie den ausführlichen Börsenkommentar zum Montag.)

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15:50

Der Triumph des an den Märkten beliebten japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe bei den Parlamentswahlen lockt am Montag die Anleger in New York weiter an die Börse. Der Dow Jones und der S&P 500 setzen mit 23'353 und 2578 Zählern gleich im Anfangsgeschäft neue Bestmarken und übertreffen ihre Freitagsschlusskurse um je 0,1 Prozent. An der Technologiebörse Nasdaq ziehen die Kurse um 0,2 Prozent an, so dass der Index mit 6641 ein frisches Rekordhoch markiert.

Der Sieg Abes sei ein Votum für finanzpolitische Reformen weltweit, sagt ein Börsianer. Abes Wachstumsstrategie basiert auf einer ultralockeren Geldpolitik - landläufig "Abenomics" genannt. Spekulationen auf eine Verabschiedung der Steuerreform von Donald Trump noch im laufenden Jahr stützen die Kurse zusätzlich. Im Fokus steht auch die künftige Fed-Politik. Trump will nach eigenen Angaben sehr bald darüber entscheiden, wer künftig die Notenbank leiten soll. Amtsinhaberin Janet Yellen ist noch bis Anfang Februar 2018 im Amt. Sie sowie Fed-Direktor Jerome Powell, aber auch der Ökonomie-Professor John Taylor seien weiter im Rennen, sagte Trump einem TV-Sender.

Zu den Kursgewinnern zählen Tesla mit einem Plus von zunächst 1,4 Prozent. Der Elektroautobauer sieht sich beim Ziel einer eigenen Fahrzeugproduktion in China auf Kurs. Gespräche mit der Stadtverwaltung von Shanghai über eine Tesla-Fabrik im Grossraum der Metropole dürften bis Jahresende in eine Einigung münde, teilte Tesla am Sonntag mit.

Die Aktien von T-Mobile US legen 1,2 Prozent zu. Die Mobilfunktochter der Deutschen Telekom hatte im dritten Quartal Gewinn und Umsatz gesteigert. Gesucht waren unter den Telekomwerten auch Broadsoft, die Cisco für 1,9 Milliarden Dollar oder 55 Dollar je Aktie kaufen will. Sie legen 1,6 Prozent auf 54,72 Dollar zu.

Auf der Verliererseite stehen Hasbro mit einem Abschlag von über 7 Prozent. Der Spiele- und Spielzeughersteller hatte im dritten Quartal zwar Gewinn und Umsatz erhöht. Doch enttäuschte Hasbro die Anleger mit seinem Ausblick. Die Aktien des Rivalen Mattel verlieren im 4,6 Prozent.

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12:40

Der Schweizer Aktienmarkt hat am Montagmittag nach unentschlossenem Start auf die positive Seite ausgeschlagen. Nach der negativen Performance der Vorwoche, die insbesondere von den Abgaben in Roche und Nestlé geprägt war, orientieren sich die Investoren wieder nach oben. Allerdings sind die Ausschläge der einzelnen Titel wie meist in jüngster Zeit sehr bescheiden, auch wenn sich der Volatilitätsindex VSMI zuletzt wieder über die Marke von 10 Punkten gehievt hat.

Die Stimmung an den Börsen wird in Marktkreisen als nach wie vor positiv bezeichnet, nicht zuletzt wegen der Budgeteinigung in den USA und wegen des Wahlsiegs der rechtskonservativen Regierungskoalition von Ministerpräsident Shinzo Abe in Japan. So zeigt sich etwa auch die UBS für den weltweiten Aktienmarkt anhaltend zuversichtlich und bestätigt für diese Anlageklasse die Empfehlung "Overweight". Und bei der ZKB hiess es in einem Kommentar zum Wochenstart: "Die Aktienmärkte sind weiterhin gut gelaunt." Risikofaktoren wie der Streit um Katalonien oder die Fragen rund um den Brexit würden zwar in Börsenkreisen nicht ausgeklammert, belasteten die Aktienkurse momentan aber kaum.

Der SMI legt bis kurz vor Mittag 0,3% auf 9262 Punkte zu. Der 30 Aktien umfassende SLI gewinnt 0,3% auf 1498 Punkte und der breite SPI 0,2% auf 10'577 Punkte. Von den 30 wichtigsten Titeln notieren 23 im Plus, 6 im Minus und 1 (Lafarge-Holcim) unverändert.

Am meisten gesucht sind bei den Bluechips Sonova nach dem Investorentag von vergangener Woche sowie Kühne+Nagel (je +1,3%). Dicht dahinter folgen Vifor Pharma (+1,1%). Laut Händlern hat eine US-Bank den Titel in ihr Anlageuniversum mit der Einstufung "Buy" aufgenommen. Um je 1,0% verteuern sich weiter Geberit, Lonza und Schindler, Letztere im Vorfeld der Quartalszahlen vom (morgigen) Dienstag.

Credit Suisse (+0,4%) reagieren nicht gross auf die weitere Entwicklung in Sachen RBR-Einstieg. Am Freitagabend präsentierte der Gründer des Hedgefonds, Rudolf Bohli, an einer Investorenkonferenz seine Vorschläge für die Grossbank und erläuterte diese zusätzlich in verschiedenen Interviews vom Wochenende. Im Wesentlichen bestätigten sich die Informationen, die bereits seit Anfang der vergangenen Woche an verschiedene Medien durchgesickert waren. Im Handel werden dem Hedgefonds RBR derweil keine Erfolgsaussichten eingeräumt.

UBS (-0,1%) büssen im Gegensatz zu Credit Suisse minim an Terrain ein. Für beide Grossbanken hat indes die Citigroup die Empfehlung "Buy" im Vorfeld der Quartalsausweise bestätigt und das Kursziel leicht erhöht.

Gestützt wird der Gesamtmarkt von den beiden Pharmaschwergewichten Novartis und Roche (je +0,5%). Roche schlagen damit nach einer schwachen Vorwoche mit einem Minus von insgesamt über 4% den Weg der Erholung ein. Und Novartis hat über den Erhalt des Status "Breakthrough Therapy" für eine Kombinations-Therapie aus Tafinlar und Mekinist berichtet. Ausserdem wird Novartis am Dienstag ebenfalls den Quartalsausweis präsentieren.

Nestlé (-0,3%) dagegen schwächen sich nach dem letzte Woche präsentierten Quartalsausweis auf noch immer hohem Niveau weiter ab. Die Analysten von Liberum haben ihre Empfehlung zum Verkauf des Titels bei leicht erhöhtem Kursziel bestätigt. Zusammen mit Nestlé bilden Swatch und Partners Group, beide ebenfalls mit -0,3%, das Schlusstrio bei den Top-30-Werten.

Im breiten Markt schiessen Meyer Burger massiv um über 12% nach oben. Der Solarzulieferer profitiert von einem Grossauftrag über 45 Millionen Franken von einem italienischem Kunden. Gleichzeitig hat die Bank Vontobel das Rating für die Aktie aufgrund dieser Bestellung auf "Buy" von "Hold" erhöht. (Lesen Sie den ausführlichen Börsenbericht zum Mittag.)

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10:45

Die Kurse an der Schweizer Börse bewegen sich am Montag in engen Spannen. Positive Vorgaben aus USA und Japan sprächen zwar für anziehende Kurse, sagen Händler, aber die Katalonien-Krise stimme die Anleger vorsichtig. Die Regierungen in Barcelona und Madrid treiben den Konflikt auf die Spitze. Die von Ministerpräsident Mariano Rajoy angestossene Entmachtung der Separatisten löste in Katalonien am Wochenende Widerstand und scharfe Kritik aus.

Der SMI notiert mit 9256 Zählern 0,2 Prozent höher gegenüber dem Stand vom Freitag.

Impulse erhofften sich die Marktteilnehmer von der Bilanzsaison. Im Laufe der Woche werden Schwergewichte wie der Pharmakonzern Novartis, der Lifthersteller Schindler, der Pharmazulieferer Lonza, die Grossbank UBS und der Zementriese Lafarge-Holcim ihre Ergebnisse veröffentlichen.

Zudem beraten die Ratsmitglieder der Europäischen Zentralbank (EZB) über die Geldpolitik. Erwartet wird ein Schritt in Richtung Kurswende, mit dem die massiven Konjunkturhilfen zwar verlängern, aber zugleich deutlich eingedämmt werden.

Im Blick haben die Anleger die Aktien von Meyer Burger, die um 11,6 Prozent auf 1,63 Franken hochschiessen. Der Zulieferer für die Solarindustrie hat einen 45 Millionen Franken schweren Auftrag von einem italienischen Kunden erhalten.

2,9 Prozent fester sind die Aktien von Basilea. Der Arzneimittelhersteller erhält von Astellas für das Antimyotikum Cresemba eine Meilensteinzahlung von fünf Millionen Dollar.

Bei den Standardwerten liegen die Kursänderungen dagegen meist unter 1 Prozent. Die Gewinner überwiegen mittlerweile allerdings. Den stärksten Anstieg mit 1,1 Prozent verbuchen Lonza, SGS und Geberit legen 0,7 Prozent zu.

Die stärksten Abschläge verzeichnen Swatch. Der Titel des Uhrenherstellers sinkt um 0,3 Prozent. Der Titel von Rivale Richemont dagegen legt 0,9 Prozent zu. Bei der Schaffhauser Uhrentochter IWC entwickle sich das Geschäft dieses Jahr positiv. "Wichtige Märkte wie China wachsen deutlich, auch in den USA sind wir zufrieden. In Europa entwickeln sich Grossbritannien, die Beneluxländer und Spanien sehr gut", sagte der neue IWC-Chef Christoph Grainger-Herr der "Sonntagszeitung". Zudem will die Marke einen Onlineshop in Europa lancieren.

Wenig verändert sind die Aktien der Banken: UBS sind vor dem Habjahresbericht am Freitag gut gehalten. Credit Suisse sind 0,3 Prozent höher. Die Pläne des Investors RBR bei der Grossbank sehen den Abbau von 5000 bis 6000 Stellen im Investmentbanking vor, wo derzeit 12'000 Beschäftigte arbeiten, berichtete der "Tagesanzeiger". RBR will die Beteiligung an der Bank verzehnfachen. Derzeit ist der Hedgefonds mit 100 Millionen Franken investiert. Vor einer Woche hatte RBR eine öffentliche Kampagne zur Aufspaltung der Bank in drei Teile gestartet.

Bei den Schwergewichten ist der Pharmatitel Novartis am Tag vor der Bekanntgabe des Quartalsberichts um 0,6 Prozent höher. Der Anteil von Rivale Roche legt 0,2 Prozent zu. Nestlé, ein weiteres Schwergewicht, ermässigt sich um 0,3 Prozent.

Santhera legen 2,3 Prozent zu. Die Arzneimittelfirma hat für Raxone gegen die Augenkrankheit LOHN die Empfehlung einer unabhängigen Expertengruppe erhalten.

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09:20

Die mögliche offizielle Unabhängigkeitserklärung Kataloniens setzt dem Leitindex der Börse Madrid erneut zu. Er verliert gegen den europäischen Trend 0,5 Prozent. Auch spanische Anleihen entwickeln sich unterdurchschnittlich und rentieren bei 1,662 Prozent.

Ablöse-Bestrebungen gibt es auch in andern Teilen Europas:

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09:10

Der SMI geht 9240 Punkten praktisch unverändert in den Handel. Die Vorgaben aus den USA vom Freitag sind indessen einmal mehr positiv, ebenso jene aus Japan vom Montagmorgen. Dort wird das Börsensentiment vom Wahlsieg der rechtskonservativen Regierungskoalition von Ministerpräsident Shinzo Abe gestützt. Hierzulande stellt sich zu Wochenbeginn die Frage, ob der SMI nach seinem Rücksetzer der vergangenen Woche - dem ersten nach fünf positiven Wochen - wieder in den Aufwärtsmodus schalten kann.

Die bereits vergangene Woche gut gelaufenen Credit Suisse (-0,1 Prozent) fallen leicht zurück. Die Titel stehen etwas im Fokus, da der Hedgefunds RBR Capital Advisors von Rudolf Bohli am Freitagabend seine Pläne hinsichtlich der Zukunft der CS dargelegt und sich in verschiedenen Interviews dazu geäussert hat. Im Wesentlichen bestätigte er, was bereits bekannt war, nämlich dass die Bank in drei Einheiten aufgeteilt werden soll. Bohli liess aussesrdem verlauten, dass er seinen Anteil von derzeit rund 100 Millionen Franken auf eine Milliarde vergrössern möchte.

Der "Blick" hat derweil eine Theorie, worauf es Bohli abgesehen haben könnte:

Die drei SMI-Schwergewichte Nestlé (-0,12 Prozent), Novartis (unv.) und Roche (+0,09 Prozent) geben dem Markt keine Impulse. Nestlé und Roche hatten vergangene Woche nach den Quartalszahlen noch zu den auffälligeren Verlierern gehört, wobei insbesondere Roche mit einem Wochenminus von über 4 Prozent auffielen. Novartis hat am Montagmorgen über den Erhalt des Status "Breakthrough Therapy" für eine Kombinations-Therapie aus Tafinlar und Mekinist erhalten, dies für die Behandlung einer spezifischen Art von Hautkrebs.

Leonteq (-2,19 Prozent) verlieren deutlich. Der Titel wird von einer Rückstufung durch die Credit Suisse auf "Neutral" von "Outperform" gebremst; die Rückstufung erfolgt aus Bewertungsgründen. Überdurchschnittlich gesucht sind dafür bei den 30 Top-Werten insbesondere Vifor Pharma (+0,65 Prozent). Laut Händlern hat eine US-Bank den Titel in ihr Anlageuniversum mit der Einstufung "Buy" aufgenommen.

Im breiten Markt fallen Basilea (+0,97 Prozent) mit einem deutlicheren Plus auf. Das Biopharma-Unternehmen hat eine Meilensteinzahlung über fünf Millionen Franken erhalten. Ausgelöst wurde diese, weil die Verkäufe des Anti-Pilz-Medikaments Cresemba in den USA einen ersten vereinbarten Schwellenwert überschritten haben.

Basilea erhält wichtige Meilensteinzahlung dank US-Geschäft

Auch Cosmo (+1,15 Prozent) ragen etwas heraus, hat das Biotech-Unternehmen doch von der FDA für den Produktkandidaten Aemcolo in der Behandlung von Patienten mit Reisedurchfall sowohl den Status Fast Track als auch QIDP (Qualified Infectious Disease Product) erhalten.

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08:35

In Japan feiern die Anleger den Wahlsieg von Shinzo Abe: Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index stieg den 15. Tag in Folge und schloss 1,1 Prozent höher bei 21.696 Punkten. An den Börsen in China hielten sich Anleger hingegen zurück. Die Börse in Hongkong gab um 0,7 Prozent nach. Der Shanghai Composite notierte kaum verändert. Auch der MSCI-Index von Aktien außerhalb Japans kam mit 550 Zählern kaum vom Fleck.

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08:20

Der SMI rückt vorbörslich um 0,18 Prozent nach auf 9254 Punkte nach oben. Sämtliche SMI-Titel stehen gemäss dem Tableau im Plus. Etwas stärker ziehen Zykliker und Banken an: Credit Suisse, UBS und Adecco steigen um je 0,25 Prozent (zu den vorbörslichen Kursen auf cash.ch)

Nachrichten von Schweizer Unternehmen sind dünn gesät: Novartis (+0,2 Prozent) haben in dne USA ein wichtiges Gütesiegel der Medizinbehörden erhalten. Über das Wochenende gab es zudem neue Berichte zur Credit Suisse: Investor Rudolf Bohli, der die Bank aufspalten will, erwartet ein gewisses Entgegenkommen des CS-Managements. 

Mehr zur Credit Suisse: Hedgefonds RBR Capital rechnet mit Entgegenkommen der Credit Suisse

Die Börse in Japan profitiert derzeit vom deutlichen Wahlsieg von Premierminister Shinzo Abe bei den vorgezogenen Parlamentswahlen.  Gedämpft werden könnte die Zuversicht durch die Katalonien-Krise. Die Regierungen in Barcelona und Madrid treiben den Konflikt auf die Spitze. Die von Ministerpräsident Mariano Rajoy angestossene Entmachtung der Separatisten löste in Katalonien am Wochenende Widerstand und scharfe Kritik aus.

Impulse dürften in der neuen Woche von der laufenden Bilanzsaison ausgehen. Darunter sind Schwergewichte wie der Pharmakonzern Novartis, der Lifthersteller Schindler, die Grossbank UBS und der Zementriese Lafarge-Holcim.

Höhere Kurse erwarteten Händler für die Aktien von Meyer Burger und Basilea. Der Zulieferer für die Solarindustrie hat einen 45 Millionen Franken schweren Auftrag von einem italienischen Kunden erhalten. Der Arzneimittelhersteller Basilea erhält von Astellas für das Antimyotikum Cresemba eine Meilensteinzahlung von fünf Millionen Dollar.

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06:40

Der Wahlsieg des konservativen Ministerpräsidenten Shinzo Abe bei der Parlamentswahl in Japan hat der Tokioter Börse weiteren Auftrieb gegeben. Der Nikkei-Index markierte im Vormittagshandel ein 21-Jahreshoch. Der Index der 225 Standardwerte gewinnt 1,2 Prozent und notiert bei 21.713 Punkten.

Anleger verbanden mit Abes Erfolg vor allem die Hoffnung auf eine Fortsetzung von dessen Abenomics genannten Wirtschaftspolitik. Der rechtskonservative Regierungschef sei nach der Verteidigung der Zweidrittel-Mehrheit für seine Koalition gestärkt und könne nun mutiger reformieren, erklärten Analysten. Eine weitere lockere Geldpolitik der japanischen Notenbank könnte wie bereits zuletzt den Yen schwächen und so Exporteuren helfen.

Der Dollar legte auf ein Dreimonatshoch bei 113,79 Yen zu. Der Euro gab 0,15 Prozent nach auf 1,1769 Dollar. Der Schweizer Franken wurde mit 0,9844 Franken je Dollar und 1,1587 Franken je Euro gehandelt.

(Reuters)