10:56

Schwindende Zinssenkungshoffnungen machen dem Kupferpreis zu schaffen. Das Industriemetall verbilligt sich um 2,9 Prozent auf 12.034 Dollar je Tonne, den tiefsten Stand seit drei Monaten. ‌Die US-Notenbank ⁠signalisierte am Mittwoch, die Zinsen in diesem Jahr wegen des Nahost-Konflikts voraussichtlich nur einmal zu senken. Der geldpolitische Schlüsselsatz blieb vorerst in der Spanne ⁠von 3,50 bis 3,75 Prozent. Zusätzlich belastet wird Kupfer durch die jüngste Dollar-Aufwertung. Eine stärkere US-Devise macht in Dollar gehandelte Rohstoffe teurer und dämpft damit die Nachfrage. Auch für ‌den Goldpreis geht es aufgrund der Zinsaussichten und der Dollar-Stärke bergab. Das Edelmetall verbilligt sich ‌um bis zu 2,7 Prozent auf 4687 Dollar je Feinunze.

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10:52

Neue Kursziele und Ratings für Schweizer Aktien:

ABB: Royal Bank of Canada erhöht Kursziel auf 62 von 55 Fr., Einschätzung Sector Perform bestätigt.

Cicor: Berenberg senkt das Kursziel auf 170 von 180 Fr.

Implenia: Berenberg erhöht Kursziel auf 80 von 78 Fr., Rating weiterhin Hold.

Interroll: Berenberg bestätigt Buy-Rating, senkt aber das Kursziel auf 2400 von 2500 Fr.

Novartis: SG Bernstein stuft die Aktien nach einem Analysten-Wechsel neu mit Market Perform und einem Kursziel von 125 Fr. ein.

Siegfried: Oddo BHF senkt das Kursziel auf 105 von 122 Fr., die Einstufung lautet weiterhin Outperform..

Stadler Rail: Oddo BHF erhöht auf das Rating auf Outperform mit einem Kursziel von 25 Fr.

Tecan: Octavian senkt das Kursziel auf 155 von 170 Fr., die Einstufung lautet weiterhin Hold. +++

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10:32

Der Swiss Market Index (SMInotiert um 10.30 Uhr 1,7 Prozent im Minus bei 15'376 Punkten. Sika verlieren bis zu 5 Prozent, während Amrize die Verluste etwas eingrenzen können und 2,4 Prozent nachgeben. 

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10:25

Trotz Zuwächsen im vergangenen Jahr drücken die Anleger bei der deutschen Immobiliengesellschaft Vonovia auf den Verkaufsknopf. ‌Die ⁠Titel rutschten im Dax in einem schwachen Gesamtmarkt in der Spitze um 10,5 Prozent auf 22,02 Euro ⁠ab, den tiefsten Stand seit November 2023. Unter dem Strich schrieb Vonovia nach einer Aufwertung des Immobilienbestands einen Gewinn von 4,8 Milliarden ‌Euro. Vor Jahresfrist stand wegen der Branchenkrise noch ein Verlust von ‌rund einer Milliarde Euro in den Büchern. Im ​MDax verlieren TAG Immobilien und LEG Immobilien jeweils gut sieben Prozent.

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10:11

Nach Angriffen auf Energieanlagen im Nahen Osten ist der Dax am Donnerstag deutlich schwächer in den Handel gestartet. Der ‌deutsche Leitindex ⁠verlor bis zu 1,9 Prozent auf 23'054 Punkte. Der Preis für das ⁠Nordseeöl Brent schnellte nach oben und lag mit 115,10 Dollar je Fass gut sieben ‌Prozent fester. Der Irankrieg habe eine neue Eskalationsstufe ‌erreicht, sagte Jochen Stanzl von der Consorsbank. «Jeder ​Angriff auf kritische Energieinfrastruktur nimmt dem Markt die Hoffnung auf eine schnelle Rückkehr zu alten Produktionsniveaus, sollte der Krieg einmal enden.»

Zu ‌den schwächsten Werten im Dax zählten die Aktien von Vonovia, die trotz Zuwächsen im vergangenen Jahr um gut neun Prozent abrutschten. Der bereinigte operative Gewinn (Ebitda) ​stieg ​wie von Analysten erwartet 2025 ⁠um sechs Prozent auf rund 2,8 Milliarden Euro. ​Zu den wenigen ⁠Gewinnern im deutschen Leitindex zählten die Papiere des Rüstungskonzerns Rheinmetall mit einem Plus ‌von 1,4 Prozent.

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09:35

An den Schweizer Aktienmärkten haben sich am Donnerstag die abwärts gerichteten Turbulenzen nach einer weiteren Eskalation im Nahen Osten verstärkt. Nach Angriffen auf Anlagen Irans am grössten Gasfeld der Welt setzte der Iran Drohungen von Gegenanschlägen um. Der Preis für ein Fass Rohöl der Sorte Brent, der bereits am Vortag kontinuierlich nach oben geklettert war, befindet sich mittlerweile auf einem Niveau von über 114 US-Dollar und strebt damit wieder Richtung Jahreshoch bei knapp 120 Dollar. Für die LBBW befindet sich denn auch der Irankrieg auf einer neuen Eskalationsstufe.

Der Goldpreis befindet sich dagegen auf Talfahrt. Derzeit kostet die Feinunze noch gut 4730 US-Dollar.

Der SMI hat im frühen Geschäft nach dem Verlust von 1,5 Prozent am Vortag mittlerweile ein neues Jahrestief bei 12'615 erreicht. Er notiert um 9.30 Uhr 1,4 Prozent tiefer bei 12'586,48 Punkten. Der SMIM-Index für die mittelgrossen Werte büsst 1,16 Prozent auf 2893,54 Punkte ein und der breite SPI 1,00 Prozent auf 17'625,61 Punkte.

Bei den Blue Chips verzeichnen konjunkturanfällige Aktien wie Amrize (-3,1 Prozent), Richemont (-2,4 Prozent), Sika (-2,2 Prozent) oder Holcim (-1,8 Prozent) die stärksten Abgaben. Auch ABB (-2,0 Prozent) oder die Finanzwerte Partners Group (-2,0 Prozent) und UBS (-1,3 Prozent) stehen unter grösserem Druck.

Auch die Schwergewichte vermögen kaum zur Stabilisierung beitragen. Roche (-0,2 Prozent) halten sich noch klar besser als der Gesamtmarkt, Nestlé und Novartis (je -0,9 Prozent) können sich dem Sog nach unten ebenfalls nicht entziehen.

Gegen den Trend legen Logitech (+1,6 Prozent) klar zu. Der Verwaltungsrat des PC-Zubehörherstellers hat am Vorabend ein Aktienrückkaufprogramm über 1,4 Milliarden US-Dollar bewilligt.

Im breiten Markt schiessen DocMorris nach Zahlen und der Ankündigung einer Kooperation mit Google um gut 8 Prozent nach oben.

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09:09

Die Schweizer Aktienmärkte eröffnen mit Kursverlusten. Der Swiss Market Index (SMI) sinkt um 1,1 Prozent. Amrize geben 3,5 Prozent nach, Sika 2,5 Prozent und Richemont 2,4 Prozent. Holcim und Partners Group stehen um 2 Prozent tiefer. Einzig Logitech notieren im Plus und legen 2,4 Prozent zu. 

Bei den Mid Caps verlieren Galderma 3 Prozent, Swissquote nach Zahlen 2,9 Prozent und VAT 2,4 Prozent. Derweil ziehen DocMorris nach Zahlen 5,1 Prozent an und lösen sich damit vom Allzeittief. Gefragt sind auch die Immobilien-nahen Titel Peach Property und Züblin, welche je 0,9 Prozent vorrücken. 

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08:55

Der Preis für europäisches Erdgas ist am Donnerstag deutlich gestiegen. Katars für den Weltmarkt bedeutende Flüssiggasanlagen sind bei einem iranischen Raketenangriff schwer beschädigt worden. An der Börse in Amsterdam legte die Notierung für den richtungweisenden Erdgas-Terminkontrakt TTF zur Lieferung in einem Monat am Morgen um 24,5 Prozent auf 67,89 Euro je Megawattstunde (MWh) zu.

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08:22

Bei deutlich gestiegenen Ölpreisen und schwachen US-Vorgaben dürfte der Dax am Donnerstag nochmals einen klaren Rückschlag erleben. Der X-Dax signalisierte für den deutschen Leitindex eine knappe Stunde vor Handelsbeginn einen Start bei 23'039 Punkten, was ein Minus von zwei Prozent bedeuten würde.

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08:05

Der Swiss Market Index (SMI) steht bei der Bank Julius Bär vorbörslich 0,8 Prozent tiefer. Der hiesige Leitindex kann damit die Verluste vom frühen Morgen eingrenzen. Bei den SMI-Werten stehen einzig Logitech im Plus mit 0,8 Prozent nach einer Ankündigung zum Aktienrückkauf-Programm. Alle anderen 19 Titel geben nach. Amrize verlieren 2,8 Prozent, Swisscom 2,7 Prozent, Lonza und Kühne+Nagel Amrize je 1,9 Prozent. 

Bei den MId Caps ziehen Lindt&Sprüngli 0,5 Prozent leicht an, gefolgt von Forbo mit 0,3 Prozent. Swissquote geben nach Zahlen 2,5 Prozent nach, SIG 2,2 Prozent und Accelleron sowie Sandoz je 2,1 Prozent. 

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07:36

Der Dax wird Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge am Donnerstag niedriger starten. Am Mittwoch hatten steigende Ölpreise im Zuge des Iran-Kriegs den ‌deutschen ⁠Leitindex erneut nach unten gezogen. 

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06:24

Der Swiss Market Index (SMI) wird bei der IG Bank vorbörslich mit einem Abschlag von 1,2 Prozent gesehen. Die länger als erhofft hoch bleibenden Erdölpreise sind eine zunehmende Belastung und verunsichern Investierende zunehmend. Die anstehenden Zentralbank-Entscheide lassen die Anlegerinnen und Anleger ebenfalls an der Seitenlinie verharren. 

Der Fokus liegt am Donnerstag auf den Zinsentscheiden der Nationalbank, der Bank of Japan (BoJ), der Europäischen Zentralbank (EZB) sowie der Bank of England (BoE). Am Mittwoch beliess die US-Notenbank Fed den Leitzins wie erwartet unverändert. 

Derweil neigt sich die Berichtssaison für die Unternehmensabschlüsse 2025 langsam dem Ende zu. Am Donnerstag legen Aebi SchmidtDocMorris und Swissquote die Ergebnisse vor. 

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06:15

Die Eskalation des Krieges zwischen den USA, Israel und dem Iran hat die asiatischen Börsen am Donnerstag belastet. Die Anleger reagierten nervös auf iranische Drohungen mit ‌Angriffen auf ⁠Öl- und Gasanlagen am Golf, nachdem der Iran Israel vorwarf, Einrichtungen im Gasfeld South Pars attackiert ⁠zu haben. In Tokio gab der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 2,5 Prozent auf 53'695,04 Punkte nach und der breiter ‌gefasste Topix notierte 2,0 Prozent niedriger bei 3641,33 Zählern. Die ‌Börse Shanghai verlor 0,9 Prozent auf 4024,23 Stellen. ​Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen fiel um 1,0 Prozent auf 4612,28 Punkte. «Diese jüngste Eskalation fühlt sich wie ein Wendepunkt für die Märkte an, weil der Konflikt nicht mehr nur um militärische Schlagzeilen oder die Schliessung der Strasse von Hormus geht», sagte Charu Chanana, Chefanlagestratege bei ‌Saxo in Singapur. «Er trifft jetzt das Fundament des globalen Energiesystems.»

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06:11

Im asiatischen Devisenhandel verlor der Dollar 0,1 Prozent auf 159,67 Yen und legte 0,4 Prozent auf 6,8978 Yuan zu. Der Yen näherte sich ​der kritischen Marke von 160 je Dollar, nachdem die japanische Notenbank wie ​erwartet den Leitzins bei 0,75 Prozent belassen hatte. Japans ​Finanzminister Satsuki Katayama erklärte, die Behörden seien bereit, «jederzeit notwendige Massnahmen gegen Marktvolatilität zu ergreifen». Zur Schweizer Währung notierte der Dollar ‌0,1 Prozent niedriger bei 0,7919 Franken. Parallel dazu stieg der Euro um 0,2 Prozent auf 1,1476 Dollar und zog leicht auf 0,9087 Franken an.

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06:05

Am Rohstoffmarkt verteuerte sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee ​um 4,1 ​Prozent auf 111,74 Dollar je Barrel (159 Liter). Das ⁠US-Öl WTI notierte 0,9 Prozent fester bei 97,16 Dollar. ​Die Angriffe auf Energieinfrastruktur ⁠liessen auch Erdgas um mehr als sechs Prozent steigen. Der Goldpreis entwickelte sich in dem unsicheren ‌Umfeld ebenfalls fest.

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01:00

Inflationssorgen haben die New Yorker Börsen am Mittwoch nach zuletzt zwei Erholungstagen wieder eingeholt. Neben den anhaltenden Angriffen im Iran-Krieg und dem davon angetriebenen Ölpreis wurden auch die bekannt gegebenen Erzeugerpreise und Aussagen der US-Notenbank Fed im Rahmen des Zinsentscheids zur Belastung. Anleger reduzierten allgemein ihre Zinssenkungserwartungen.

Der Dow Jones Industrial weitete seine Verluste aus, nachdem die Fed den Zinssatz erwartungsgemäss nicht angetastet hatte. Aus dem Handel ging der Leitindex der Wall Street 1,63 Prozent tiefer bei 46'225,15 Punkten. Für den marktbreiten S&P 500 ging es um 1,36 Prozent auf 6624,70 Zähler bergab. Der technologielastige Nasdaq 100 erlitt mit 24'425,09 Punkten ein Minus von 1,4 Prozent.

Der Preis für ein Fass der US-Ölsorte WTI näherte sich am Mittwoch wieder der 100-Dollar-Marke, weil der Iran nach einem Angriff auf seine Gasanlagen mit Gegenschlägen in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi-Arabien und Katar drohte. Neben steigenden Gas- und Ölpreisen wurden die Inflationssorgen auch wegen der Erzeugerpreise grösser, die überraschend deutlich zulegten. Notenbankchef Jerome Powell konnte die Sorgen dann nicht mildern.

Während die jüngsten Prognosen der US-Notenbank Fed für dieses Jahr noch eine Zinssenkung vorhersagen, warnte Powell davor, dass diese ohne Fortschritte bei der Bekämpfung der Inflation ausbleiben könnte. «Die Eskalation der Lage in Nahost macht es sehr unwahrscheinlich, dass die Fed in 2026 die Leitzinsen senken wird», warnte der Chefökonom Michael Heise von HQ Trust. Vor Kriegsbeginn war noch mit zwei Senkungen im späteren Jahresverlauf gerechnet worden.

Unter den Einzelwerten wurden Gewinner an den US-Börsen im Tagesverlauf seltener. Eine positive Ausnahme im Dow waren die Titel des Ölkonzerns Chevron, die mit einem Anstieg um 0,3 Prozent zumindest leicht vom Preisanstieg bei Rohöl profitieren konnten.

Die UBS erklärte in einer Studie auch Unternehmen aus dem Bereich der Petrochemie zu den kurzfristigen Profiteuren, was die Titel von Dow Chemical mit 2,1 Prozent ins Plus hievte. Lyondellbasell schlossen vor diesem Hintergrund gar 5,6 Prozent höher.

Nach zuletzt vier schwachen Wochen konnten die Aktien von Macys fast fünf Prozent Plus behaupten. Zwar blieb der Warenhausbetreiber mit seinen Umsatz- und Ergebniszielen für das laufende Jahr hinter den Analystenerwartungen zurück, er überzeugte aber mit der Prognose für die Umsatzentwicklung im ersten Quartal.

Eine fulminante Rally des auf KI-Drohnensoftware spezialisierten Unternehmens Swarmer ging am zweiten Tag der Börsennotierung weiter. In der Spitze kosteten die Aktien mit 65 Dollar nochmals viel mehr als ersten Handelstag, als sie sich schon auf bis zu 40 Dollar vervielfacht hatten. Der Ausgabepreis hatte bei schlappen 5 Dollar gelegen.

Beim Speicherchip-Zulieferer Micron warteten die Anleger auf die Quartalszahlen, die nach Börsenschluss anstanden. Zuletzt waren in der Speicherbranche viele Vorschusslorbeeren verteilt worden wegen der Fantasie für eine hohe Nachfrage durch Rechenzentren. Dies flachte am Mittwoch mit einem Kurs auf Vortagsniveau etwas ab.

Mit 0,4 Prozent Plus konnten sich Netflix dem schwachen Marktumfeld immerhin entziehen. Grund dazu gab eine Kaufempfehlung der Citigroup. Deren Analyst Jason Bazinet nahm die Aktien wegen der operativen Ergebnis- und Margenaussichten wieder mit «Buy» auf.

Positiv auffällig waren noch die Anteile von Lululemon, die sich um fast vier Prozent von ihrem zuletzt erreichten Tief seit 2020 erholten. Auf einen enttäuschenden Ausblick reagierten die Anleger nicht mehr beunruhigt. Adrienne Yih von Barclays Research schrieb, das vierte Quartal habe hinsichtlich des Umsatzes und der Marge die Erwartungen übertroffen.

(cash/AWP/Bloomberg/Reuters)

Thomas Daniel Marti
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