10:55
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10:47
An den Ölmärkten wächst nach einem Agenturbericht zu Fortschritten bei den Friedensbemühungen zwischen dem Iran und den USA die Hoffnung auf eine verbesserte Versorgungslage am Energiemarkt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent verbilligt sich im Zuge dessen um 1,2 Prozent und pendelt um die Marke von 100 Dollar je Fass. Der Preis für US-Leichtöl WTI fällt um 1,4 Prozent auf 93,74 Dollar. Zwischenzeitlich hatten die beiden Kontrakte mehr als drei Prozent verloren. Dem Bericht der saudi-arabischen Nachrichtenagentur Al Arabiya zufolge ist eine Einigung erzielt worden, die US-Blockade iranischer Häfen im Gegenzug für eine schrittweise Wiedereröffnung der Strasse von Hormus zu lockern. Reuters konnte den Bericht zunächst nicht verifizieren.
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10:26
Anleger hatten sich vom Ausblick von Maersk offenbar mehr erhofft: Die Aktien der dänischen Reederei geben um rund vier Prozent nach. Trotz eines über den Erwartungen liegenden Gewinns im ersten Quartal blieb die Prognose für das Gesamtjahr unverändert. Die Privatbank Berenberg zeigte sich «moderat überrascht», dass die Schätzungen nicht angehoben wurden. Dies erscheine zunehmend konservativ, hiess es von der Bank.
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10:14
Die Hoffnung auf eine Einigung im Konflikt zwischen den USA und dem Iran treibt den Goldpreis den dritten Tag in Folge an. Das Edelmetall verteuert sich um 1,3 Prozent auf 4748 Dollar je Feinunze, nachdem es bereits am Mittwoch um rund drei Prozent gestiegen war. «Gold legt heute zu, gestützt von einem nachgebenden Dollar und sinkenden Ölpreisen, da der bestehende Waffenstillstand vorläufig hält und die Hoffnung auf ein dauerhafteres, langfristiges Abkommen zwischen Washington und Teheran wächst», sagte Tim Waterer, Chef-Marktanalyst bei KCM Trade. Die Gewinne hielten sich jedoch in Grenzen, da die Anleger wüssten, wie fragil die Lage sei. Die Goldpreise sind seit Kriegsbeginn Ende Februar um mehr als zehn Prozent gefallen, belastet durch Inflationssorgen angesichts der explodierenden Ölpreise.
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09:34
Der Schweizer Aktienmarkt hat die Sitzung vom Donnerstag mit kaum veränderten Kursen eröffnet, ist aber rasch in die Gewinnzone vorgerückt. Der SMI notiert um 9.25 Uhr 0,31 Prozent höher bei 13'324,31 Punkten. Der SMIM für die mittelgrossen Werte legt 0,20 Prozent auf 3056,58 Punkte zu und der breite SPI 0,27 Prozent auf 18'877,98 Punkte. Von den 20 SMI-Titeln legen 24 zu und 6 geben nach. Gebremst wird der Gesamtmarkt insbesondere von den nach Zahlen schwachen Swiss Re.
Die Vorgaben aus den USA sind indes einmal mehr klar positiv. Die KI-Euphorie scheint ungebrochen, eher enttäuschende Arbeitsmarktdaten des privaten Dienstleisters ADP zeigten am Vortag wenig Einfluss. Für eine tendenziell freundliche Note sorgt weiterhin auch die Hoffnung auf eine baldige Lösung des Irankonflikt, auch wenn die Lage weiterhin sehr unklar ist.
Eine rasche Einigung mit dem Iran soll möglich sein - allerdings ist dies lediglich die Einschätzung des US-Präsidenten, der am Vortag gleichzeitig Iran mit weiteren Bomben gedroht hatte. Der Iran seinerseits hat Berichte über eine bevorstehende Einigung als überzogen zurückgewiesen. In US-Medien wurde in der Folge berichtet, dass der Iran seine Antwort auf einen Lösungsvorschlag voraussichtlich am (heutigen) Donnerstag den pakistanischen Vermittlern übergeben wolle. «Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben», warnt denn auch die Onlinebank Swissquote in einer Markteinschätzung vor zu grossen Erwartungen.
Der Erdölpreis als wichtiger Stimmungsindikator hat zwar nach seinem Zwischentief vom Vortag bei unter 98 US-Dollar für ein Fass der Sorte Brent wieder etwas zugelegt. Bei derzeit rund 101 Dollar notiert er aber noch immer klar tiefer als Ende letzter Woche, als knapp 115 Dollar dafür bezahlt wurden.
Swiss Re (-4,3 Prozent) stehen nach der Publikation der Erstquartalszahlen am Ende der SMI-Tabelle. Der Rückversicherungskonzern hat mit seinen am Morgen vorgelegten Erstquartalszahlen die Erwartungen am Markt beim Reingewinn deutlich übertroffen, lag aber beim Umsatz unter den Erwartungen. Die Gewinne des Vortages von knapp 3 Prozent lösen sich damit wieder in Luft auf.
Auch Swisscom (-0,2 Prozent) geben nach Zahlen nach, allerdings wesentlich moderater. Die Zahlen des Telekommunikationskonzerns sind gemischt ausgefallen. Während Swisscom beim operativen Gewinn die Analystenerwartungen übertraf, blieb das Unternehmen sowohl beim Reingewinn als auch beim Umsatz hinter den Prognosen zurück.
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09:09
Der Swiss Market Index (SMI) eröffnet unverändert. Die Aktien von Swiss Re verlieren nach Zahlen in der Eröffnung 4,1 Prozent, Alcon 1,4 Prozent und Zurich Insurance 0,5 Prozent. Der Gewinn von Swiss Re hat zwar die Erwartungen übertroffen, mit dem Versicherungsumsatz lag der Rückversicherer hingegen klar unter den Schätzungen. Bei Alcon scheint sich nach dem Einbruch um 11 Prozent am Vortag nach den Quartalszahlen noch keine rasche Erholung abzuzeichnen.
Derweil ziehen Logitech um 2,1 Prozent an, gefolgt von Geberit mit 1,2 Prozent und Partners Group mit 0,9 Prozent.
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08:28
Neue Kursziele und Ratings für Schweizer Aktien:
ABB: Royal Bank of Canada erhöht das Kursziel auf 72 von 65 Fr. und belässt die Einstufung auf Sector Perform.
Adecco: Research Partners reduziert das Rating auf Halten von Kaufen und senkt das Kurs auf 21 nach 29,30 Fr.
Alcon: Basler Kantonalbank hält an Rating Übergewichten fest mit einem reduzierten Kursziel von 68 nach 74 Fr.
Logitech: Basler Kantonalbank bleibt bei der Einstufung Marktgewichten und senkt das Kursziel auf 83 von 90 Fr.
Siegfried: Research Partners geht auf Rating Kaufen von Halten mit einem neuen Kursziel von 105 nach 100 Fr.
UBS: Royal Bank of Canada bestätigt Rating Outperform mit einem neuen Kursziel von 38 nach 37 Fr.
Ypsomed: BNP Paribas erhöht das Rating auf Outperform von Marktperform mit einem Kursziel von 330 Fr.
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08:15
Nach der Abschwächung des Vortages hat sich der US-Dollar auf leicht tieferem Niveau stabilisiert. Derzeit notiert das Währungspaar EUR/USD bei 1,1752 und damit in etwa auf dem gleichen Niveau wie am Vorabend. Auch zum Franken steht der US-Dollar mit 0,7789 ähnlich wie vor einigen Stunden und unter der Marke von 0,78, die er am Vortag unterschritten hatte. Wenig Bewegung zeigt sich entsprechend auch zwischen dem Euro und dem Franken. Ein Euro wird derzeit zu 0,9154 gehandelt, am Vorabend waren es 0,9148.
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08:06
Der Swiss Market Index (SMI) wird von der Bank Julius Bär eine Stunde vor dem Handelsbeginn 0,1 Prozent höher indiziert. Logitech (+0,9 Prozent), Swisscom (+0,8 Prozent) und Amrize (+0,5 Prozent) legen überdurchschnittlich zu. 18 von 20 Titeln werden höher gesehen. Einzig Alcon (-1,1 Prozent) und Swiss Re (-0,6 Prozent) nach Zahlen geben Terrain preis.
Bei den Mid Caps legen AMS Osram nach Zahlen 3,2 Prozent zu. Gefragt sind zudem Siegfried und Ypsomed, welche je 2,1 Prozent höher gehandelt werden. Am anderen Ende der Tabelle verlieren VAT Group 2,4 Prozent und Huber+Suhner 1,2 Prozent. Hier dürfte es sich um erste Gewinnmitnahmen handeln.
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07:55
Zweifel an einem baldigen Durchbruch in den US-Friedensverhandlungen mit dem Iran machen Öl am Donnerstag wieder teurer. Die Preise für Brent-Nordseeöl und die US-Ölsorte WTI stiegen in der Spitze um jeweils mehr als ein Prozent auf 102,55 beziehungsweise 96,48 Dollar je Fass. Ob die Friedensglocke vorschnell geläutet worden sei, dürften erst die kommenden Tage oder Wochen zeigen, sagt Thomas Altmann von QC Partners. «Zuletzt war der Optimismus der Börsianer mehrmals verfrüht.»
Am Mittwoch hatten Spekulationen auf ein baldiges Kriegsende im Nahen Osten die Öl-Notierungen zeitweise um rund zwölf Prozent auf den niedrigsten Stand seit zwei Wochen einbrechen lassen. Insidern zufolge näherten sich die USA und der Iran einem ersten Rahmenabkommen an. Die Regierung in Teheran prüfe einen neuen US-Vorschlag, hiess es am Mittwoch aus dem Iran.
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07:18
Der Dax wird Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge am Donnerstag wenig verändert starten. Die Aussicht auf ein Friedensabkommen für den Nahen Osten hatte die Aktienmärkte am Mittwoch angetrieben und die Ölpreise gedrückt. Der Dax stieg zeitweise erstmals seit Ausbruch des Konfliktes über die psychologisch wichtige 25'000-Punkte-Marke. Aus dem Handel ging der deutsche Leitindex 2,1 Prozent im Plus bei 24'918 Punkten.
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06:22
Der Swiss Market Index (SMI) steht bei der IG Bank vorbörslich 0,16 Prozent höher. Eine leichte Konsolidierung könnte nach den gestrigen Kursgewinnen auf der Tagesordnung stehen.
Die Zahlen für das erste Quartal 2026 legen die beiden Blue Chips Swiss Re und Swisscom vor sowie AMS Osram, Montana Aerospace und Valiant. Zudem gibt Avolta ein Trading-Update. Gerade die Zahlen von Swiss Re werden dabei mit Spannung erwartet, hinkt doch die Börsenbewertung des Rückversicherers der Konkurrenz nun schon eine längere Zeit hinterher.
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06:15
Die Aussicht auf ein mögliches Friedensabkommen im Nahen Osten führt auf den asiatischen Aktienmärkten zu Rekorden. Die Anleger setzen auf eine baldige Einigung, obwohl das Schicksal der wichtigen Strasse von Hormus ungeklärt blieb. Der japanische Nikkei-Index kehrte nach mehreren Feiertagen zurück und überschritt erstmals die Marke von 62'000 Punkten. Er holte damit eine kräftige, von KI-Aktien getragene Rally nach, die von robusten Geschäftszahlen getragen wurde. Diese hatte auch die Börsen in Südkorea und Taiwan auf Rekordstände gehievt. Der breit gefasste MSCI-Index für asiatisch-pazifische Aktien ausserhalb Japans stieg um ein Prozent und erreichte ebenfalls ein Allzeithoch. In dieser Woche hat der Index bisher um sieben Prozent zugelegt.
In Tokio legte der 225 Werte umfassende Nikkei-Index um 5,7 Prozent auf 62'915,87 Punkte zu und der breiter gefasste Topix notierte 3,4 Prozent höher bei 3853,64 Zählern. Die Börse Shanghai gewann 0,2 Prozent auf 4166,38 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen stagnierte bei 4872,94 Punkten.
Laut Kyle Rodda, leitender Finanzanalyst bei Capital.com, sind die Marktbewegungen am Donnerstag gerechtfertigt, da ein Abkommen ein Durchbruch wäre. «Aber wir haben diese Geschichte schon einmal gesehen, und dem Markt könnte auch ziemlich schnell der Boden unter den Füssen weggezogen werden. Letztendlich, wenn wir weiterhin Fortschritte bei den Gesprächen sehen, werden die asiatischen Märkte weiter zulegen.»
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06:12
Die japanischen Devisenmärkte reagierten auch auf einen stärkeren Yen seit dem letzten Handelstag am Freitag. Zuvor hatte es mutmassliche Interventionen der Regierung in Tokio zur Stützung der Währung gegeben. US-Finanzminister Scott Bessent wird in der kommenden Woche zu Gesprächen in Japan erwartet. Dies berichtet die Wirtschaftszeitung «Nikkei» unter Berufung auf Regierungsvertreter beider Länder. Dabei soll es auch um die Eindämmung spekulativer Yen-Verkäufe gehen.
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06:06
Die Ölpreise liegen weiterhin rund 40 Prozent über dem Niveau vor Beginn des Konflikts. «Selbst wenn die Strasse von Hormus in den kommenden Wochen wieder geöffnet wird, dürfte der Ölpreis angesichts der Schäden an der Energieinfrastruktur und der vorsorglichen Bevorratung hoch bleiben und sich nur langsam entspannen», schreiben die Analysten von OCBC in einem Kommentar.
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Der US-Aktienmarkt hat am Mittwoch an seine Vortagesrally angeknüpft. Deutlich fallende Ölpreise im Zuge weiterer Entspannungssignale im Nahost-Konflikt sowie eine erneut zunehmende KI-Euphorie weckten die Kauflaune der Anleger. Arbeitsmarktdaten des privaten Dienstleisters ADP zeigten wenig Einfluss. Die Zahl der Beschäftigten in der US-Privatwirtschaft stieg zum Vormonat, allerdings weniger deutlich als erwartet.
Der Dow Jones Industrial stieg im späten Handel erstmals seit dem 12. Februar wieder über die stark beachtete Marke von 50'000 Punkten, konnte sich jedoch nicht darüber halten. Letztlich gewann der US-Leitindex 1,24 Prozent auf 49'910,59 Zähler. Der marktbreite S&P 500, der erneut ein Rekordhoch erklomm, schloss mit einem Plus von 1,46 Prozent bei 7365,12 Einheiten. Für den technologielastigen Nasdaq 100 ging es am Ende – ebenfalls mit einem weiteren Höchststand – um 2,08 Prozent auf 28'599,17 Punkte nach oben.
Der Iran hat nach Darstellung von US-Präsident Donald Trump zugesichert, keine Atomwaffen zu besitzen. Teheran habe zudem auch bei anderen Punkten zugestimmt, sagte der Republikaner am Mittwoch bei einer Pressekonferenz im Weissen Haus. Welche Punkte das sein sollen, liess er offen. Trump bezeichnete die jüngsten Gespräche mit dem Iran als «sehr gut». «Es ist sehr wahrscheinlich, dass wir einen Deal machen werden», sagte er. Irans Aussenamtssprecher Ismail Baghai hatte zuvor Berichte als überzogen zurückgewiesen, wonach beide Kriegsparteien kurz vor dem Abschluss eines Abkommens stünden.
Für Euphorie sorgen laut Marktanalyst Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets die Quartalszahlen und der angehobene Ausblick des Halbleiterkonzerns AMD . «Selbst die kühnsten Erwartungen wurden geschlagen», lobte Lipkow. Analysten hoben ihre Kursziele für AMD deutlich an. Goldman Sachs und Bernstein sprachen zudem Kaufempfehlungen aus. Das Thema Künstliche Intelligenz (KI) treibe die Nachfrage nach Server-Prozessoren an, schrieb James Schneider von Goldman Sachs. Die AMD-Aktie sprang auf ein Rekordhoch und endete fast 19 Prozent im Plus.
Um deutlich mehr als zwei Prozent nach oben auf ein Rekordhoch kletterten die Anteilscheine des Google-Mutterkonzerns Alphabet. Zuvor hatte die auf die Tech-Branche spezialisierte Wirtschaftspublikation «The Information» berichtet, dass das KI-Unternehmen Anthropic plant, über einen Zeitraum von fünf Jahren rund 200 Milliarden Dollar bei Google auszugeben.
Eine verbesserte Profitabilität im Streaming-Geschäft von Walt Disney sowie höhere Ausgaben von Gästen in den Resorts des Freizeitkonzerns und auf dessen Kreuzfahrten sorgten für einen Kursgewinn von 7,5 Prozent. Damit standen sie an der Spitze des Dow-Jones-Index. Bereinigter Gewinn und Umsatz von Disney übertrafen die durchschnittlichen Analystenschätzungen.
Für die Papiere von Super Micro Computer ging es um fast 25 Prozent aufwärts. Der Serverspezialist überzeugte mit seinem Quartalsbericht. Eine starke Nachfrage nach KI-Servern trieb den Umsatz hoch. Zudem meldete er Margenverbesserungen und überzeugte mit seinem Gewinnausblick.
Die Titel von Corning schnellten um 12 Prozent auf ein Rekordhoch nach oben. Der Glasfaserkabel-Hersteller ist eine umfassendere Partnerschaft mit Nvidia eingegangen, die auf den Ausbau der Infrastruktur für Künstliche Intelligenz abzielt. Nvidia erwirbt im Zuge des Geschäfts Bezugsrechte für Corning-Aktien im Wert von 500 Millionen Dollar. Corning verpflichtete sich, die US-Produktionskapazität von Glasfaserkabel für KI-Rechenzentren um mehr als 50 Prozent zu steigern.
Die Anteilscheine von Uber stiegen um 8,5 Prozent. Die Quartalskennziffern und der Ausblick des Fahrdienstvermittlers fielen besser als erwartet aus.
Die Titel von Kraft Heinz gewannen 2,4 Prozent. Der Ketchup-Hersteller überzeugte mit der Ergebnisentwicklung im abgelaufenen Quartal.
(cash/AWP/Bloomberg/Reuters)

