17:10
Die US-Börsen sind am Donnerstag schwach gestartet. Es folgte zwar bald eine gewisse Erholung, doch war sie nicht von Dauer. Rasch ging es erneut spürbar abwärts. Im Fokus standen schwache Daten vom Arbeitsmarkt im Januar sowie weitere enorme KI-Investitionen der Google-Mutter Alphabet. Deren Aktie verliert 4,9 Prozent.
Der Dow Jones Industrial sank im frühen Handel um 1,3 Prozent auf 48'870 Zähler, hatte allerdings am Vortag ein Rekordhoch erreicht. Der breite S&P 500 gab um 1,4 Prozent auf 6'785 Zähler nach. Der Nasdaq 100 sackte mit minus 1,7 Prozent auf 24'480 Punkte auf den tiefsten Stand seit November.
«Die schwachen Arbeitsmarktdaten in den USA sind der deutlichste Ausdruck der K-förmigen Konjunktur», sagte Strategiechef Joachim Klement bei Panmure Liberum. «Während der Technologiesektor boomt, leidet der Rest der Wirtschaft unter höheren Zöllen und mangelnder Nachfrage. Dies führt zu einem scheinbar widersprüchlichen Bild: Das BIP-Wachstum ist solide, der Arbeitsmarkt jedoch schwach», sagte er.
In den USA hatten in der vergangenen Woche weit mehr Menschen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gestellt als erwartet. Tags zuvor hatte bereits der Arbeitsmarktdienstleister ADP schwache Beschäftigungszahlen im Januar aus der US-Privatwirtschaft bekannt gegeben. Nun wird mit Spannung auf den Bericht der Regierung gewartet, der jedoch erst am 11. Februar veröffentlicht wird.
Unternehmensseitig machten Quartalsbilanzen grosser US-Konzernen weiterhin die Musik, wobei es Druck vor allem weiterhin insbesondere bei Technologieunternehmen gab. Die Aktien der Google -Mutter Alphabet sackten um knapp 5 Prozent ab, waren allerdings noch am Dienstag auf ein Rekordhoch geklettert. Experten verwiesen vor allem auf die im Vergleich zum Vorjahr geplante Verdoppelung der Investitionen für 2026.
Ein wesentlicher Profiteur der hohen Investitionen könnte der Chip-Hersteller Broadcom sein, begründeten Experten das im schwachen Markt herausstechende Plus dieser Papiere in Höhe von knapp 2 Prozent.
Qualcomm sackten auf den tiefsten Stand seit April 2025, zuletzt verloren die Anteile des auf die Mobilfunkindustrie ausgerichteten Chipherstellers 8,0 Prozent. Die globale Knappheit an Memory-Chips dürfte das Geschäft belasten. ARM Holdings erholten sich nach einem schwachen Start und stiegen trotz eines teils enttäuschenden Ausblicks um fast 3 Prozent. Amazon verloren 4,5 Prozent. Der Online-Handelsgigant wird nachbörslich über sein Quartal berichten.
Die Papiere von Wolfspeed brachen um 17 Prozent ein. Der Produzent von Halbleitern für Elektromobilität prognostizierte für das dritte Geschäftsquartal einen Umsatzrückgang im Vergleich zum Vorquartal.
Die Pharma-Aktie Bristol-Myers Squibb legte um etwas mehr als ein Prozent zu. Sowohl die Umsatzprognose als auch das Gewinnziel für dieses Jahr waren besser als erwartet ausgefallen.
Eli Lilly , die am Vortag nach einem starken Ausblick noch um etwas mehr als 10 Prozent hochgesprungen waren, gaben diese Gewinne wieder fast vollständig ab. Zuletzt stand ein Minus von 8,0 Prozent zu Buche. Als Auslöser galt ein Bericht der Nachrichtenagentur Reuters über eine im Vergleich zu den Abnehmmedikamenten von Eli Lilly und Novo Nordisk günstigere Konkurrenz durch das US-Telemedizinunternehmen Hims and Hers . Dessen Papiere legten an der Nyse um 3,0 Prozent zu.
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16:15
Eine Reihe negativ aufgenommener Geschäftsberichte setzt die US-Börsen unter Druck. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte und der breiter gefasste S&P 500 notierten zur Eröffnung am Donnerstag jeweils rund ein halbes Prozent tiefer bei 49'293 und 6848 Punkten. Der Index der Technologiebörse Nasdaq 100 verlor in etwa genauso viel auf 24'666 Zähler.
Für schlechte Stimmung sorgten unter anderem erhöhte Kosten bei der Google-Mutter Alphabet. Die Google-Mutter kündigte am Mittwoch eine Verdoppelung der Investitionen in neue Rechenzentren auf 175 bis 185 Milliarden Dollar an. Das sind etwa 50 Prozent mehr, als von Analysten erwartet. Die Aktie gab nach der Mitteilung um rund drei Prozent nach. Die Aktie steht mit 4,3 Prozent im Minus.
«Die anhaltend kritische Prüfung der KI-Investitionen sorgt weiter für Nervosität unter Anlegern», sagte Thomas Monteiro, Analyst bei Investing.com. «In dieser Berichtssaison zeigt sich, dass sich die Einführung von KI von einem kurzfristigen Wachstumstreiber zu einem strukturellen, mehrjährigen Prozess wandelt.»
Gefragt nach überraschend starken Zahlen waren hingegen die Titel des Handtaschenherstellers Tapestry, des Pharmakonzerns Bristol-Myers Squibb und des Kosmetikhändlers Elf Beauty, die um vier bis 8,3 Prozent zulegten.
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15:40
An der Wall Street ist die Stimmung unter Investoren getrübt:
Unterdessen steht der Schweizer Aktienmarkt gemessen am SMI 0,46 Prozent tiefer.
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15:35
Die Ankündigung einer billigeren Kopie der Wegovy-Pille setzt Novo Nordisk zu. Die Aktien des dänischen Arzneimittelherstellers verlieren in Kopenhagen rund zehn Prozent, die in den USA notierten Titel fallen vorbörslich um 6,5 Prozent.
Die US-Gesundheitsplattform Hims & Hers Health will Kopien von Novos Wegovy-Pille zu einem Einführungspreis von 49 Dollar pro Monat auf den Markt bringen. Verwendet werde dafür der gleiche Wirkstoff wie bei Wegovy, Semaglutid. Sie soll nach einer ersten Zahlung 99 Dollar pro Monat kosten, verglichen mit 199 Dollar von Novo. Die Aktien von Hims & Hers steigen vorbörslich um 13 Prozent.
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15:25
Der Schweizer Aktienmarkt geht am Donnerstagnachmittag in die Knie. Er verliert gemessen am SMI 0,9 Prozent, wobei sich der Rückgang am frühen Nachmittag beschleunigt hat. In einem von Gewinnmitnahmen auf hohem Niveau geprägten Umfeld setzten schwache Signale vom US-Arbeitsmarkt die Kurse zusätzlich unter Druck.
Die Stimmung am Markt ist weiter geprägt von Nervosität, sagten Marktbeobachter. Das lasse sich an den Bewegungen bei den Edelmetallen und Kryptowährungen ablesen. Auch Quartalsbilanzen werden überwiegend mit Kursverlusten quittiert. Investoren nähmen in diesem Umfeld Gewinne mit und positionierten sich an den Seitenlinien, hiess es.
In den USA haben derweil unerwartet viele Menschen Arbeitslosenhilfe beantragt, wie am Nachmittag bekannt wurde. Die Erstanträge lagen deutlich über den Schätzungen. Die Daten werden an den Finanzmärkten beachtet, weil sie ein Indikator für die allgemeine Entwicklung auf dem US-Arbeitsmarkt sind. Gleichzeitig spielen sie eine wichtige Rolle bei geldpolitischen Entscheidungen der US-Notenbank.
Wie erwartet ist hingegen die Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) ausgefallen: Sie hält die Füsse still. Und laut Experten wird es nun immer fraglicher, ob es im Euroraum im Verlauf des Jahres überhaupt noch zu Zinssenkungen kommen wird.
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15:10
Geschäftszahlen unter den Markterwartungen und der überraschende Abgang von Finanzchefin Liz Coddington setzen Peloton unter Druck. Die Titel des Herstellers von Fitnessgeräten rutschen im vorbörslichen US-Handel um 9,3 Prozent ab.
Peloton teilte zudem mit, dass Coddington nach dem März ausscheiden werde, um eine neue Aufgabe ausserhalb der Branche zu übernehmen. Das Unternehmen habe die Suche nach einem Nachfolger gestartet.
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14:37
Der Sprung über die runde Marke von 50'000 Punkten dürfte dem Dow Jones Industrial auch am Donnerstag zunächst versagt bleiben. Schwache Daten vom Arbeitsmarkt im Januar haben vorbörslich etwas auf die Kurse gedrückt. Knapp 50 Minuten vor Handelsbeginn berechnete der Broker IG den Dow mit 0,3 Prozent im Minus auf 49'340 Zähler. Der Nasdaq 100 dürfte mit 24'710 Punkten zum Start um 0,7 Prozent nachgeben.
Die Quartalsbilanzen grosser Konzerne und ihre Prognosen für das laufende Jahr machen weiterhin die Musik. Am Donnerstag dürften die Enttäuschungen überwiegen. So verloren die Aktien der Google -Mutter Alphabet 4,4 Prozent. Hier monierten Experten eine Verdoppelung der geplanten Investitionen des Tech-Giganten 2026 im Vergleich zum Vorjahr.
Die Aktien von Qualcomm brachen dagegen um 10 Prozent ein auf den tiefsten Stand seit April 2025. Die globale Knappheit an Memory-Chips dürfte das Geschäft des Halbleiterkonzerns mit Chipsätzen für Mobilfunkgeräte belasten. ARM Holdings enttäuschte zudem mit dem Geschäftsausblick, der Aktienkurs gab ebenfalls nach.
Die Papiere von Wolfspeed brachen um 17 Prozent ein. Der Produzent von Halbleitern für Elektromobilität prognostizierte für das dritte Geschäftsquartal einen Umsatzrückgang im Vergleich zum Vorquartal.
Doch es gab auch Lichtblicke. So gewannen etwa die Aktien von Bristol-Myers Squibb 1,3 Prozent. Sowohl mit der Umsatzprognose als auch mit dem Gewinnziel für dieses Jahr übertraf der Pharmakonzern die Erwartungen.
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13:58
Der S&P 500 Index gibt die kleinen Gewinne im europäischen Handel wieder her. Ein Grund ist der schwächelnde Arbeitsmarkt. Unternehmen kündigten im letzten Monat 108'435 Stellenstreichungen an, ein Anstieg von 118 Prozent gegenüber dem Vorjahr - der höchste Wert seit 2009 gemäss dem Bericht der Beratungsagentur Challenger, Gray & Christmas. Fast die Hälfte der im Januar angekündigten Stellenstreichungen betraf drei Unternehmen: Amazon, UPS und Dow.
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13:27
Die Talfahrt bei den Kryptowährungen hält an: Erstmals seit November 2024 ist Bitcoin am Donnerstag unter die psychologisch wichtige Marke von 70.000 Dollar gefallen. Die wichtigste Cyber-Devise gibt in der Spitze 3,8 Prozent auf 69.858 Dollar nach. Bitcoin ist in dieser Woche bereits um mehr als acht Prozent gefallen und hat damit seine Verluste in diesem Jahr auf gut 20 Prozent erhöht. Der Ether-Kurs ist seit Anfang Januar um 30 Prozent eingebrochen.
Seit Monaten sei bereits ein schleichender Abbau von Bewertung und Risikoappetit zu sehen, sagt Timo Emden von Emden Research. Aus der Kurskorrektur könnte sich nun eine handfeste Vertrauenskrise entwickelt. Den jüngsten Einbruch bei den Kryptowährungen führen Analysten auf die Ernennung von Kevin Warsh zum nächsten Vorsitzenden der US-Notenbank Fed zurück. Es wird erwartet, dass er die Bilanz der Fed verkleinern möchte.
Risikoreiche Assets wie Kryptowährungen werden generell als Nutzniesser einer grossen Bilanz angesehen, da sie zu Kursgewinnen tendieren, wenn die Fed die Geldmärkte mit Liquidität versorgt. «Der Markt fürchtet einen Falken mit ihm», sagte Manuel Villegas Franceschi von Julius Bär. «Eine kleinere Bilanz wird Kryptowährungen keinen Rückenwind geben.»
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13:00
Die Futures auf die US-Aktienmärkte tendieren am Freitag nahezu unverändert:
Der Swiss Market Index (SMI) gibt um 0,3 Prozent nach.
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11:35
Der Schweizer Aktienmarkt steht am Donnerstag gegen Mittag nach einem gehaltenen Start etwas deutlicher im Minus. Der Leitindex SMI bewegt sich dabei derzeit leicht über dem Tagestief. Gebremst wird der Gesamtmarkt auf hohem Niveau von Gewinnmitnahmen bei den beiden Pharmaschwergewichten Roche und Novartis. Eine gewisse Zurückhaltung herrsche zudem allgemein im Vorfeld der Zinssitzung des EZB am frühen Nachmittag, heisst es in Marktkreisen. Ein Zinsschritt wird dabei zwar nicht erwartet, aber Hinweise auf die Entwicklung in den kommenden Monaten. Bis vor kurzem schien eine weitere Senkung der Zinsen für die EZB kein Thema zu sein. Das hat sich mittlerweile aber geändert.
Allgemein erscheint das Umfeld für Aktien aber trotz der zahlreichen geopolitischen Unsicherheiten weiterhin günstig, wie etwa die Bank Mirabaud in einer Einschätzung schreibt. Sie verweist dabei wie gleichzeitig auch das Investment Office der UBS auf die Wichtigkeit der Diversifikation. Hinsichtlich des Meta-Themas KI würden die Märkte zunehmend zwischen KI-Nutzniessern und Nachzüglern differenzieren, so die UBS.
Angeführt wird die Verliererliste von den defensiven Swisscom (-1,4 Prozent), Roche (-1,5 Prozent) und Novartis (-0,8 Prozent). Bei allen dreien kommt es damit nach einem starken Start ins Jahr 2026 zu Gewinnmitnahmen. Novartis hatten zudem allein am Vortag im Anschluss an die Jahreszahlen 1,6 Prozent zugelegt.
UBS (-0,8 Prozent) setzen die Talfahrt vom Vortag nach den Jahreszahlen - als ein Minus von über 6 Prozent resultierte - in mässigerem Tempo fort. Verluste im Bereich von 0,7 Prozent verzeichnen zudem Lonza, Partners Group oder Kühne+Nagel.
Deutlich gesucht sind hingegen Straumann (+3,5 Prozent). Beobachter erklären sich die Kursgewinne mit erfreulichen Zahlen des amerikanischen Mitbewerbers Align Technology. Positiv gelesen werden das beschleunigte Wachstum von Align im vierten Quartal, der sich stabilisierende Patientenfluss in Nordamerika und eine starke Dynamik im Geschäft mit zahnmedizinischen Organisationen.
Richemont (+1,0 Prozent) erhalten von Spekulationen um einen möglichen Verkauf der Marke Jaeger LeCoultre etwas Rückenwind. So befinde sich der Chef der Richemont-Marke und ehemaliger Richemont-CEO Jérôme Lambert in Gesprächen zum Kauf der Marke, heisst es in Börsenkreisen. Ein Preis von einer Milliarde Euro schwebt über das Parkett.
Im breiten Markt zeigen sich SPS nach Jahreszahlen mit einem Minus von 0,3 Prozent eine Spur schwächer. Sämtliche Kennzahlen haben zwar unter den Erwartungen der Analysten gelegen. Dabei war aber die Bandbreite der Schätzungen ziemlich gross.
Zu den Verlierern gehören auch Clariant (-0,9 Prozent) wegen Gewinnmitnahmen. Am Vortag sind die Papiere noch um mehr als 13 Prozent in die Höhe geschossen, als Profiteur des Verkaufs der Stahl Group an Henkel. Denn Clariant besitzt einen Anteil von 14,6 Prozent am Unternehmen und muss diesen im Rahmen einer Aktionärsvereinbarung nun verkaufen. Clariant erhält dafür deutlich mehr als den Buchwert der Aktien.
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11:25
Der Hauptgrund für die aktuelle Neubewertung an den Aktienbörsen ist bei den US-Staatsanleihen zu suchen. Einerseits stieg die dreissigjährige Laufzeit seit dem vergangenen Oktober auf 4,9 von 4,5 Prozent an. Andererseits hatte sich die Zinsdifferenz zwischen zwei- und zehnjährigen Laufzeiten bei den US-Treasuries auf den höchsten Stand seit August 2022 ausgeweitet. Das ist Gegenwind für die Bewertungen von Wachstumsaktien, die generell Kursverluste erleiden, wenn die Zinsen über alle Laufzeiten anziehen.
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11:10
Die Aktien von Rheinmetall geraten stärker als andere Rüstungswerte unter die Räder. Die Aktien rutschen um bis zu 9,5 Prozent auf 1520,50 Euro ab und stehen so tief wie seit mehr als fünf Wochen nicht mehr. Damit steuern sie auf ihren grössten Kursverlust innerhalb eines Tages seit mehr als zehn Monaten zu. Die Experten von Berenberg verwiesen in einem Marktkommentar darauf, dass der Konzern im Gespräch mit Analysten einen vorläufigen Umsatzausblick für das laufende Jahr geliefert habe. Dieser sei «enttäuschend» gewesen, hiess es bei Berenberg. Von Rheinmetall war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.
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10:31
Die Ölpreise haben am Donnerstag einen Teil der deutlichen Gewinne des Vortages abgegeben. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im April kostete 68,33 US-Dollar. Das waren 1,13 Dollar weniger als am Vortag. Der Preis für US-Öl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im März fiel um 1,09 Dollar auf 64,05 Dollar.
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10:06
Ein Jahr nach dem Börsengang notieren die Valoren von Bioversys 31 Prozent unter dem Ausgabepreis. Als Unternehmen in der klinischen Entwicklungsphase ist BioVersys noch nicht profitabel, was das Risiko für Investoren erhöht. Zwar verfügt das Unternehmen über beträchtliche Barreserven, die einen Betrieb für mehr als zwei Jahre ermöglichen, doch der Mangel an unmittelbaren, signifikanten Umsätzen kann die Bewertung drücken. Insgesamt beendet BioVersys das Jahr 2025 mit einer soliden Dynamik und einem klar definierten, katalysatorreichen Zeitraum von zwölf bis achtzehn Monaten, was die positive Prognose für das Unternehmen untermauert, betont Stifel. Die US-Investmentbank empfiehlt die Aktien zum Kauf mit einem Kursziel von 70 Franken.
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09:38
Der Schweizer Aktienmarkt ist am Donnerstag schwächer in den Handel gestartet. Eine Mehrheit der Titel steht zwar im Plus, Gewinnmitnahmen bei den beiden Pharmaschwergewichten Roche und Novartis bremsen indes den Gesamtmarkt. Nachdem am Vortag das neue Rekordhoch in die Nähe von 13'600 Punkten geführt hatte, scheint momentan eher die Konsolidierung der Marke bei 13'500 Punkten im Vordergrund zu stehen. Geprägt wird das Geschehen am Berichtstag von den gigantischen KI-Investitionen der Google-Mutter Alphabet am Vorabend nach Börsenschluss in den USA sowie von der heutigen EZB-Sitzung.
Ein Zinsschritt wird dabei zwar nicht erwartet, aber Hinweise auf die Entwicklung in den kommenden Monaten. Bis vor Kurzem schien eine weitere Senkung der Zinsen für die EZB kein Thema zu sein, das hat sich mittlerweile aber geändert. Die Stimmung habe wieder gedreht, heisst es etwa in einer Einschätzung der Commerzbank. Eine positive Note kommt am Berichtstag zudem aus Deutschland. Die Auftragseingänge der deutschen Industrie haben im Dezember den jüngsten Anstieg bestätigt, zwar vor allem wegen der Rüstungsindustrie, aber nicht nur.
An der Spitze der Blue Chips stehen derzeit Straumann (+3,9 Prozent). In Marktkreisen wird auf Rückenwind von starken Zahlen des US-Konkurrenten Align verwiesen.
Zurückgebunden wird der SMI insbesondere von den schwachen GS von Roche (-1,6 Prozent) sowie etwas moderater von Novartis (-1,0 Prozent). Novartis hatten am Vortag im Anschluss an die Jahreszahlen nach schwachem Beginn noch 1,6 Prozent zugelegt. Seit Jahresbeginn zogen die Aktien bis am Vorabend um über 8 Prozent an, bei den GS von Roche lag die positive Jahresperformance bis gestern bei annähernd 10 Prozent.
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09:08
Der Swiss Market Index (SMI) startet unverändert in den Handelstag bei 13'504 Punkten. Logitech springen um 3,3 Prozent an, gefolgt von Amrize mit einem Plus von 1,9 Prozent. Ebenfalls zulegen können Holcim sowie Richemont mit 1,8 respektive 1,1 Prozent. Am anderen Ende der Tabelle verlieren Kühne+Nagel 1,3 Prozent, Roche 1,1 Prozent und Novartis 0,7 Prozent.
Bei den Small und Mid Caps legen Straumann um 2,6 Prozent zu, Sonova 1,9 Prozent. Huber+Suhner avancieren weiter mit einem Plus von 1,9 Prozent. Bei den Verlierern fällt Cosmo nach Gewinnmitnahmen mit einem Abschlag von 3,3 Prozent auf.
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08:09
Der Ausverkauf bei den Edelmetallen geht in eine neue Runde: Der Preis für Silber verbilligt sich um bis zu 16,4 Prozent auf 73,57 Dollar je Feinunze. Letzte Woche hatte das Edelmetall noch ein Rekordhoch von 121,64 US-Dollar erreicht. Gold wird mit 4794 Dollar je Feinunze zeitweise 3,4 Prozent billiger gehandelt. Seit dem Allzeithoch von 5594,82 Dollar je Feinunze Ende Januar hat das Edelmetall mehr als 14 Prozent verloren.
Die Hoffnung auf eine Entspannung im Handelsstreit zwischen China und den USA wie auch die Aussicht auf Gespräche zwischen dem Iran und den USA machen die gern in Krisenzeiten angesteuerten Edelmetalle für Anleger weniger attraktiv. Zusätzlich befeuert wird der Preisrutsch durch die anziehende US-Währung. Der Dollar-Index markiert mit 97,82 Punkten den höchsten Stand seit fast zwei Wochen. Das verteuert Rohstoffe wie Gold und Silber, die in US-Dollar gehandelt werden, für Inhaber anderer Währungen.
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08:06
Der Swiss Market Index (SMI) notiert bei der Bank Julius Bär vorbörslich unverändert. Die zwei Schwergewichte Novartis (-0,4 Prozent) und Roche (-0,2 Prozent) geben leicht nach. Alle anderen 18 SMI-Titel stehen höher. Amrize ziehen um 1,1 Prozent an, UBS 0,3 Prozent.
Bei den Mid Caps legen AMS Osram 0,9 Prozent zu, gefolgt von Cosmo mit 0,8 Prozent und Huber+Suhner mit 0,6 Prozent. Leichte Abgaben verzeichnen auf der andren Seite BB Biotech und Clariant.
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07:41
Neue Kursziele und Ratings für Schweizer Aktien:
Accelleron: Vontobel erhöht das Kursziel auf 68 (60) Fr., Rating weiterhin Hold.
Givaudan: Berenberg Bank senkt das Kursziel auf 3580 von 3800 Fr., bleibt bei Rating Buy.
Givaudan: DZ Bank senkt den Fair Value auf 3250 von 3650 Fr., die Einstufung lautet weiterhin Halten.
Julius Bär: JPMorgan erhöht das Kursziel auf 76 von 75 Fr., Einstufung Overweight bleibt.
Roche: Morgan Stanley hebt das Kursziel auf 295 von 290 Fr. an, belässt die Einstufung aber auf Underweight.
Roche: Bernstein Société Générale weiter mit Rating Outperform, senkt Kursziel auf 395 von 400 Fr.
SGS: J.P. Morgan nimmt bei Overweight wieder auf mit einem Kursziel auf 117 Fr.
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07:16
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06:23
Der Swiss Market Index (SMI) wird bei der IG Bank vorbörslich 0,36 Prozent tiefer indiziert und folgen damit den US-Indizes, die im asiatischen Handel nachgeben. Nach der starken Performance gestern dürften am Donnerstag am hiesigen Markt Gewinnmitnahmen anstehen. Ruhig verläuft der Handel an der Währungsfront. Dagegen geht es mit dem Bitcoin weiter nach und notiert mit einem Minus von 3,3 Proizent bei 70'550 Dollar.
Die Berichtssaison geht am Donnerstag mit Unternehmen aus der zweiten Reihe weiter. Die Luzerner Kantonalbank, SPS und Valiant präsentieren die Jahresergebnisse, während CFT die Umsatzzahlen vorlegt.
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06:16
Sorgen über explodierende Kosten für Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI) haben die asiatischen Börsen am Donnerstag belastet. Die Google-Mutter Alphabet kündigte für dieses Jahr Investitionsausgaben von 175 bis 185 Milliarden Dollar an und übertraf damit die Schätzungen der Analysten deutlich. Enttäuschende Geschäftszahlen von Advanced Micro Devices trugen ebenfalls zur schlechten Stimmung bei. «Dieser Anstieg der Investitionsausgaben (bei Alphabet) war absolut enorm», sagte Tony Sycamore, Analyst bei IG. In Tokio gab der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,9 Prozent auf 53'824,34 Punkte nach. Der breiter gefasste Topix notierte 0,2 Prozent niedriger bei 3649,10 Zählern. Die Börse in Shanghai verlor 1,0 Prozent. Die Nachfrage nach mehr Ausrüstung für KI verhalf dem Chip-Riesen Nvidia nachbörslich jedoch zu einem Kursplus von fast zwei Prozent, was die US-Futures stützte.
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06:12
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06:05
Am Rohstoffmarkt verbilligte sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 2,0 Prozent auf 68,10 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 2,0 Prozent schwächer bei 63,86 Dollar. Der Goldpreis stieg um 0,3 Prozent auf 4976 Dollar je Feinunze, während Silber um 0,2 Prozent auf 88,20 Dollar zulegte.
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00:05
Der überwiegend mit Standardwerten bestückte und weltweit wohl bekannteste US-Index Dow Jones Industrial ist am Mittwoch wieder dicht unter sein Rekordhoch vom Vortag gestiegen. Dagegen weitete die technologielastige Nasdaq-Börse ihre kräftigen Verluste vom Dienstag aus und fiel auf den tiefsten Stand seit November 2025. Anleger fragen sich derzeit zunehmend, für welche Branchenunternehmen Künstliche Intelligenz (KI) eher eine Gefahr bedeutet.
Ein Marktexperte sieht im aktuellen Geschehen dennoch lediglich eine Rotation: «Technologieaktien geben nach, zyklische und defensive Aktien legen unterdessen zu.» Dabei handele es sich aber nicht um einen «fundamentalen Bruch», sondern eher um eine «technische Neustrukturierung», auch wenn die Nervosität aktuell recht hoch sei.
Der Nasdaq 100 sackte um 1,77 Prozent auf 24'891,24 Punkte ab und hat damit in nur zwei Tagen 3,3 Prozent verloren. Portfoliomanagerin Stephanie Niven von Ninety One sprach von «wahllosen Verkäufen» bei gewissen Branchenwerten aus dem Software- und IT-Bereich. Es sei noch nicht abschliessend geklärt, wie viel davon purer Angst geschuldet oder auch fundamental begründbar sei. Sie sieht für viele Werte allerdings einen Vertrauensverlust und neues Vertrauen müsse nun erst einmal wieder hergestellt werden.
Die Rotation weg von Softwareaktien zeigte nach den deutlichen Vortagsverlusten kaum Anzeichen einer Abschwächung. Anleger sorgen sich über Geschäftsrisiken in der Branche aufgrund der Einführung neuer und besserer KI-Tools.
Unter den Dow-Werten wurden vor allem die Aktien von Nvidia, Amazon und IBM vom Ausverkauf erwischt. Sie fielen um 2,4 bis 3,4 Prozent. Besonders steil abwärts ging es im Nasdaq für die Aktien des App-Entwicklungsdienstleisters Applovin, die um weitere rund 16 Prozent abrutschten, nachdem sie bereits in den drei vorangegangenen Handelstagen abgesackt waren. Seit Weihnachten hat sich der Kurs von Applovin fast halbiert.
AMD schlossen sich dem allgemeinen Abwärtstrend der Techbranche mit einem Kurseinbruch um 17,3 Prozent an. Allerdings gab es hier noch individuelle negative Nachrichten. So enttäuschte die Umsatzprognose, was als Anzeichen dafür gesehen wurde, dass der Chiphersteller nicht die erwarteten Fortschritte im KI-Bereich erzielt.
Auch im Gaming-Bereich machten sich zuletzt Sorgen bemerkbar, dass KI bald die Branche aufmischen dürfte. Die Titel von TakeTwo setzten ihre Ende Januar begonnene steile Talfahrt mit einem Kursrutsch um weitere 5,4 Prozent fort, obwohl das dritte Geschäftsquartal die Erwartungen deutlich übertraf.
Ein Lichtblick waren US-Pharmawerte, die von Eli Lilly mit einem Kurssprung um 10,3 Prozent auf etwas über 1'100 Dollar angeführt wurden. Die Papiere nähern sich wieder dem Rekordhoch von knapp 1.134 Dollar von Anfang des Jahres. Durch den Anstieg der Aktie kletterte der Börsenwert des Pharmakonzerns auch wieder über die Marke von einer Billion Dollar. Anders als der europäische Konkurrent Novo Nordisk, dessen Kurs in Kopenhagen um 18 Prozent einbrach, glänzten die Amerikaner im Wettkampf um Gewichtssenker-Produkte mit ihrer Prognose für 2026.
Aus dem Pharmabereich legten zudem die Aktien von Amgen um 8,2 Prozent zu. Wegen des starken Absatzes seiner Topmedikamente im abgelaufenen Quartal hatte das Biotechnologie-Unternehmen überraschend viel verdient.
(cash/AWP/Bloomberg/Reuters)

