09:30

Der Dax notierte am Mittwochmorgen 0,2 Prozent höher bei 24.053 Punkten. 

Bei den Dax-Gewinnern ​stachen Adidas mit einem Aufschlag in Höhe ​von mehr als sieben Prozent heraus: Der Sportartikelhersteller meldete einen Anstieg beim Betriebsergebnis im Quartal ‌um 16 Prozent. Bei Mercedes-Benz ging es nach besser als erwartet ausgefallenen Zahlen um 1,8 Prozent aufwärts. Aktien der Deutschen Bank verloren hingegen mehr ​als ​zwei Prozent.

Für Gesprächsstoff sorgte auch eine ⁠Mega-Fusion in der Aufzugbranche: Die finnische Kone will ​den deutschen Rivalen TK ⁠Elevator für 29,4 Milliarden Euro übernehmen. Die Aktien von Thyssenkrupp zogen ‌um 12,7 Prozent an. Der Konzern hatte die Aufzugsparte 2020 an Finanzinvestoren verkauft und hält indirekt noch gut 16 Prozent ‌an der Firma. 

+++

09:00

Der SMI startet am Mittwoch 0,4 Prozent höher. Am Vortag hatte der Leitindex ein leichtes Minus gezeigt.

Klar im Fokus stehen die UBS (+5 Prozent) nach Quartalszahlen. Die Grossbank überraschte mit einem starken Gewinnsprung und verdiente deutlich mehr als erwartet. Bei der CS-Integration sieht sie sich im Endspurt. Für die Erreichung der Jahresziele gibt sich UBS-Chef Sergio Ermotti zuversichtlich.

Partners Group (-1,8 Prozent) sackt derweil weiter ab und bildet das Schlusslicht am Leitindex. Die Aktie führt damit den Abwärtstrend der vergangenen Wochen fort. In drei Monaten haben die Titel -9.45 Prozent eingebüsst.

Amrize (+0,7 Prozent), die erst am Abend nach Börsenschluss Zahlen vorlegen, entwickeln sich zunächst im Einklang mit dem Gesamtmarkt. Das erste Quartal ist saisonal schwach beim Baustoffhersteller. Daher richtet sich der Fokus auf Aussagen zur Marktlage und zum Ausblick.

Auch Straumann (+3,8 Prozent) legte bereits Ergebnisse für das erste Jahresviertel vor. Dabei übertraf das organische Wachstum die Analystenerwartungen. Besonders in Nordamerika legte der Dentalimplantatehersteller zu, während China weiter schwächelte. Der Ausblick wurde bestätigt.

Vom Generikahersteller Sandoz (-2,5 Prozent) gab es erste Umsatzzahlen. Dabei legte das Geschäft mit Biosimilars weiter zu, während die Generika-Sparte die Verwerfungen im Penicillin-Geschäft zu spüren bekam. An der Guidance hält Sandoz fest. 

Durch die anstehenden Zahlen grosser US-Techkonzerne dürften auch die heimischen Titel der Branche in Bewegung kommen. Zudem waren KI-Aktien an der Nasdaq nach einem kritischen Bericht über OpenAI unter Druck geraten. VAT (+4,2 Prozent) erhielten indes durch eine Hochstufung von Goldman Sachs auf «Buy» sowie eine Kurszielerhöhung der UBS Rückenwind.

+++

08:30

Neue Kursziele und Ratings für Schweizer Aktien:

Avolta: Basler KB senkt auf 45 (50) Fr. mit MARKTGEWICHTEN.

Bucher: Berenberg Bank trimmt auf 366 (397) Fr. mit HOLD

Bucher: UBS reduziert auf 338 (385) Fr. mit NEUTRAL.

Novartis: Basler KB trimmt auf 115 (120) Fr. mit MARKTGEWICHTEN.

Novartis: Goldman Sachs erhöht bis 106 (105) Fr. mit SELL

Novartis: Oddo ist für NEUTRAL bis 116 (110) Fr.

Schindler: Goldman Sachs erhöht auf 281 (272) Fr. mit NEUTRAL.

Siegfried: Deutsche Bank ist für BUY bis 109 (105) Fr.

Temenos: Aktie für J.P. Morgan ein Kauf mit OVERWEIGHT bis 95 (90) Fr.

VAT Group: Goldman Sachs will es wissen und geht auf BUY (Neutral) bis 703 (551) Fr. 

VAT Group: UBS erhöht bis 650 (560) Fr. mit BUY.

Zehnder: UBS trimmt auf 90 (97) Fr. mit BUY. 

+++

08:00

Der SMI steht bei Julius Bär vorbörslich 0,36 Prozent im Plus.

Alle 20 Titel werden höher gestellt, die UBS ist mit 1,7 Prozent Kursgewinn der Leader. 

Am SPI gewinnen: Also 4,4 Prozent, ams Osram 1,4 Prozent, Straumann 3,2 Prozent und VAT 2,7 Prozent. Lindt&Sprüngli büsst derweil 0,4 Prozent ein, ebenso Sandoz.

Hierzulande sowie auch in Europa und den USA ist die Berichtssaison in vollem Gange und zieht die Aufmerksamkeit der Anleger ein wenig weg vom Iran-Krieg. Vor einem dicht bepackten Abend herrscht indes eine gewisse Zurückhaltung. So steht zunächst der voraussichtlich letzte Fed-Zinsentscheid von Jerome Powell auf der Agenda. Fast wichtiger für die Richtung der Märkte dürften aber die nachbörslich anstehenden Zahlen einiger der «Magnificent 7» sein.

+++

06:55

Im Fokus stehen am Mittwoch die Aktien der UBS. Die Grossbank präsentiert ihre Zahlen zum ersten Quartal.

Dabei wurde ein Gewinn von 3,04 Milliarden US-Dollar erzielt. Das ist rund 80 Prozent mehr als im Vorjahr, wie die UBS am Mittwoch mitteilt. Mehr dazu hier.

+++

06:10

Der SMI notiert vorbörslich leicht höher (+0,18 Prozent).

+++

05:00

Die Sorgen um den Iran-Konflikt und Zweifel an der Nachhaltigkeit des KI-Booms haben die asiatischen Börsen am Mittwoch belastet. Der breit gefasste MSCI-Index für ‌asiatisch-pazifische ⁠Aktien ohne Japan gab 0,2 Prozent nach und setzte damit seinen Rückgang vom Rekordhoch am ⁠Montag fort. Taiwanesische Chiphersteller verzeichneten besonders deutliche Verluste. Die japanischen Märkte blieben wegen eines Feiertags geschlossen.

Für Verunsicherung sorgten ‌Berichte, dass der KI-Riese OpenAI interne Ziele für Nutzerzahlen und ‌Umsätze verfehlt habe. Dies schürte Bedenken über ​die Fähigkeit der ChatGPT-Mutterfirma, ihre massiven Ausgaben für Rechenzentren zu rechtfertigen. «Die Märkte blieben über Nacht vorsichtig, da die Friedensgespräche weiterhin stocken», schrieben Analysten der Westpac-Bank. Der Iran fordere die Aufhebung der US-Seeblockade der Strasse von Hormus. US-Präsident Donald Trump sei mit dem jüngsten Vorschlag aus ‌Teheran unzufrieden, da er Atomfragen von Anfang an geklärt haben wolle, verlautete aus US-Regierungskreisen.

Die Anleger richteten ihren Blick zudem auf die Quartalszahlen der US-Technologieriesen Microsoft, Alphabet, Amazon und Meta Platforms, die im ​Tagesverlauf erwartet werden. An der Wall Street hatten Technologiewerte am Dienstag ​unter Druck gestanden.

+++

04:00

Im asiatischen Devisenhandel gewann der ​Dollar geringfügig auf 159,62 Yen und legte leicht auf 6,8378 Yuan zu. Zur Schweizer Währung rückte er auf ‌0,7888 Franken vor. Der Euro blieb fast unverändert bei 1,1707 Dollar und zog leicht auf 0,9234 Franken an.

+++

03:00

Am Rohstoffmarkt verteuerte sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 0,4 Prozent ​auf ​111,71 Dollar je Barrel (159 Liter). Die überraschende Ankündigung ⁠der Vereinigten Arabischen Emirate, aus der OPEC auszutreten, ​bewegte die Märkte kaum. «An jedem ⁠anderen Tag hätte diese Nachricht den Brent-Preis um fünf bis sechs Dollar fallen lassen ‌können», sagte Chris Weston, Forschungschef bei Pepperstone in Melbourne. Der Goldpreis gab 0,3 Prozent auf 4581,40 Dollar nach.

+++

02:00

Fallende Kurse von Aktien aus dem Umfeld der Künstlichen Intelligenz (KI) haben am Dienstag die technologielastige Börse Nasdaq belastet. Für den Auswahlindex Nasdaq 100 ging es um 1,01 Prozent auf 27.029,01 Punkte nach unten. Ein Grund für die Verluste war ein kritischer Zeitungsbericht über das KI-Forschungsunternehmen OpenAI.

Besser hielt sich der Leitindex Dow Jones Industrial mit einem Minus von 0,05 Prozent auf 49.141,93 Zähler. Hier sorgte die starke Quartalsbilanz von Coca-Cola für bessere Stimmung. Rückenwind kam auch von Dow-Schwergewichten wie Microsoft und Unitedhealth .

Der S&P 500 gab um 0,49 Prozent auf 7.138,80 Punkte nach. In dem marktbreiten Index sind die kursschwachen KI-Aktien schwer gewichtet.

Grundsätzlich übten sich Investoren erneut in Zurückhaltung. Zum einen schüren die steigenden Ölpreise wegen fehlender Fortschritte im Iran-Krieg die Konjunktur- und Inflationsängste. Zum anderen steht der Zinsentscheid der US-Notenbank bevor. Experten rechnen nicht mit Änderungen des Zinsniveaus, die Aussagen zu Inflation und Konjunktur können die Finanzmärkte aber stark bewegen.

Ein kritischer Bericht des «Wall Street Journal» über OpenAI drückte auf die Kurse der grossen Tech-Partner des Unternehmens. Der Zeitung zufolge hat der KI-Entwickler geschäftliche Ziele zuletzt nicht realisieren können. Daraufhin fielen Oracle um mehr als vier Prozent und die Papiere des Cloud-Computing-Anbieters Coreweave um fast sechs Prozent.

Auch die Papiere von Halbleiterherstellern, die grosse Daten- und Rechenzentren mit ihren Hightech-Komponenten ausstatten, wurden von dem Bericht in Mitleidenschaft gezogen. So verloren die am Vortag noch auf ein Rekordhoch gestiegenen Nvidia -Aktien 1,6 Prozent und AMD 3,4 Prozent.

An die Spitze des Dow Jones Industrial setzten sich die Papiere von Coca-Cola mit einem Aufschlag von fast vier Prozent. Der Getränkekonzern hat sich nach dem ersten Quartal höhere Ziele für das Gesamtjahr gesteckt, das kam am Markt gut an.

United Parcel Service büssten hingegen vier Prozent ein. Die Bank JPMorgan wies auf schwache Geschäfte des Logistikriesen auf dem Heimatmarkt hin, auf das Anleger negativ reagieren dürften.

General Motors fielen zunächst um vier Prozent, holten anschliessend die Verluste aber wieder auf und schlossen 1,3 Prozent fester. Der Autobauer übertraf im ersten Quartal die Erwartungen und erhöhte die Geschäftsziele für das Gesamtjahr.

Aktien von Spotify brachen um über 12 Prozent ein. Der Streamingdienst legte einen durchwachsenen Quartalsbericht vor und blieb auch mit den Zielen für das laufende Quartal teilweise hinter den Erwartungen zurück.

(cash/AWP/Reuters)

Aisha Gutknecht arbeitet seit Juli 2024 als Redaktorin für cash.ch.
Aisha GutknechtMehr erfahren