Zum aktuellen Geschehen im Dow Jones geht es hier.

Zum aktuellen Geschehen im Nasdaq geht es hier.

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18:45

 

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verliert 0,9 Prozent. Der Index der Technologiebörse Nasdaq fällt um 2,5 Prozent. Die US-Firmen schufen 390'000 neue Jobs, von Reuters befragte Ökonomen hatten nur mit 325'000 gerechnet. Die amerikanische Notenbank Fed dürfte sich Experten zufolge in ihrem Zinserhöhungszyklus damit bestätigt fühlen und nicht, wie von einigen Anlegern erhofft, im September eine Pause einlegen.

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17:35

Der SMI notierte um 0,18 Prozent tiefer auf 11'529.16 Punkten. Im Wochenverlauf erreicht das Börsenbarometer damit ein Minus von rund einem Prozent. Händler erklärten, nach einer über weite Strecken positiven Tendenz habe die Veröffentlichung von US-Arbeitsmarktdaten am Freitag Nachmittag Abgaben ausgelöst. Dass US-Firmen im Mai mehr neue Stellen schufen als erwartet, habe die Hoffnung der Anleger auf ein geringeres Zinserhöhungstempo in den USA zunichte gemacht, sagten Händler. Die US-Notenbank Fed dürfte nun nicht wie von einigen Anlegern erhofft im September eine Pause einlegen.

Abwärts ging es vor allem für Wachstumswerte. Der Computerzubehör-Hersteller Logitech verlor 0,99 Prozent an Wert. Der Arznei-Auftragsfertiger Lonza büsste 1,5 Prozent ein.

Auf der Gewinnerseite standen dagegen die Aktien des Luxusgüterkonzerns Richemont mit einem Plus von 0,96 Prozent. Auch Swisscom waren gesucht. Bei den Nebenwerten kletterten Leonteq um über acht Prozent. Der Derivateanbieter erwartet für das erste Halbjahr einen Rekord-Konzerngewinn von über 110 Millionen Franken

— cash (@cashch) June 3, 2022

Zum ausführlichen Bericht geht es hier.

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17:30

Die Ölpreise haben am Freitag nach zunächst leichten Verlusten deutliche Gewinne verzeichnet. Damit knüpften sie wieder an ihre deutlichen Aufschläge vom Vortag an. Zuletzt kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 119,95 US-Dollar. Das waren 2,34 Dollar mehr als am Donnerstag. Der Preis für ein Fass der US-amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 2,40 Dollar auf 119,27 Dollar.

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17:15

Der Euro hat sich am Freitag über 1,07 US-Dollar gehalten. Die Gemeinschaftswährung war nach robusten Jobdaten aus den USA kurz unter Druck geraten und bis auf 1,0704 Dollar gefallen, bevor sie sich wieder etwas erholte und aktuell bei 1,0724 Dollar notiert. Damit kostet der Euro geringfügig weniger als am Vorabend.

Zum Franken machte der Dollar am Freitagnachmittag Boden gut und steig über die 0,96-Marke bis auf aktuell 0,9621 Franken. Der Greenback notierte noch im Mittagsgeschäft knapp unterhalb 0,96. Und auch zum Euro büsste die Schweizer Währung unterdessen an Wert ein. Das EUR/CHF-Paar notiert momentan bei 1,0318, nachdem es am Morgen noch um 1,03 lag.

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16:30

Der SMI hat seine Gewinne vom Vormittag wieder hergegeben. Im Sog der US-Börsen steht der Schweizer Leitindex rund eine Stunde vor Handelsschluss praktisch unverändert 11'549.66 Punkten. Zuoberst steht aktuell Richemont mit einem Plus von 1,56 Prozent. 

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16:00

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verlor 0,9 Prozent auf 32'961 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 gab 1,2 Prozent auf 4125 Zähler ab. Der Index der Technologiebörse Nasdaq fiel um 1,8 Prozent auf 12.092 Punkte.

Die US-Firmen schufen 390'000 neue Jobs, von Reuters befragte Ökonomen hatten nur mit 325.000 gerechnet. Die amerikanische Notenbank Fed dürfte sich Experten zufolge in ihrem Zinserhöhungszyklus bestätigt fühlen und nicht, wie von einigen Anlegern erhofft, im September eine Pause einlegen.

— cash (@cashch) June 3, 2022

Tesla-Aktien gingen mehr als fünf Prozent in die Knie. Musk will die Belegschaft bei dem Elektroautobauer um rund zehn Prozent reduzieren, er habe ein "super schlechtes Gefühl", was die Wirtschaftsentwicklung angehe. Tesla versuche, in diesem Jahr einer langsameren Auslieferung voraus zu sein und die Margen vor einer wirtschaftlichen Abschwächung zu wahren, sagte Dan Ives, Aktienexperte bei Wedbush Securities.

Auch die geplante Übernahme des Kurznachrichtendienstes Twitter durch Musk war am Freitag wieder Thema in den Handelsräumen. Nach Ablauf einer kontrollrechtlichen Warteperiode für die geplante 44 Milliarden Dollar schwere Übernahme lagen Twitter-Papiere knapp zwei Prozent im Plus.

Apple-Aktien verloren rund 2,5 Prozent. Zudem stehen die EU-Länder und EU-Abgeordneten stehen Insidern zufolge kurz vor der Einigung auf einheitliche Ladeanschlüsse für Smartphones, Tablets und Kopfhörer, was den Interessen des iPhone-Herstellers entgegensteht. 

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15:35

Der Dow Jones startet mit einem Minus von 0,9 Prozent. Auch der Nasdaq (-1,8 Prozent) und der S&P 500 (-1,2 Prozent) geben nach. Tesla verliert 4,5 Prozent. Am Freitag war laut eines Medienberichts eine interne Mail bekannt geworden, in der sich der Chef des E-Autobauers besorgt zur aktuellen Konjunkturlage äusserte und zudem weitere Stellenstreichungen im Konzern für notwendig erachtete.

— cash (@cashch) June 3, 2022

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14:55

Aktien von Twitter steigen vorbörslich um 2,4 Prozent, nachdem der Kurznachrichtendienst den Ablauf einer kontrollrechtlichen Warteperiode für die geplante 44 Milliarden Dollar schwere Übernahme durch Tesla-Chef Elon Musk meldete. Nach dem sogenannten HSR-Gesetz sind geplante grosse Firmenzusammenschlüsse vor Vollzug den Aufsichtsbehörden Federal Trade Commision und Department of Justiz anzumelden, die diese dann innerhalb einer bestimmten Frist prüfen. Der Abschluss der Transaktion unterliege nun den verbleibenden üblichen Abschlussbedingungen, einschliesslich der Zustimmung der Twitter-Aktionäre und des Erhalts der geltenden behördlichen Genehmigungen, teilte Twitter mit. 

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14:25

Nach der Kursrally tags zuvor taxiert der Broker IG den Leitindex Dow Jones Industrial rund ein halbes Prozent tiefer auf 33'076 Punkte. Der technologiewertelastige Nasdaq 100 wird gut ein Prozent tiefer erwartet.

Am Vortag hatten unter anderem schwache Arbeitsmarktdaten aus der Privatwirtschaft für eine kräftige Erholungsrally an der von Inflations- und Rezessionsängsten erfassten Wall Street gesorgt. Viele Anleger sind aktuell besorgt, dass die US-Notenbank angesichts der extremen Teuerungsraten noch zu härteren Zinsschritten greifen könnte. Gleichzeitig hält die Fed in ihrer Politik aber auch eng den Arbeitsmarkt im Blick - die schwachen Daten wurden daher als willkommener Beleg für eine konstante Geldpolitik gewertet.

Am Markt wird aktuell eine Verlangsamung des Stellenaufbaus in den USA erwartet. Ob die aktuellen Arbeitsmarktdaten aber tatsächlich für die Fed das Zünglein an der Waage sein könnten, ihre Geldpolitik zu überdenken, ist selbst unter Experten umstritten. Für Jeffrey Halley vom Broker Oanda ist aber eine stärkere Marktreaktion nahezu gesetzt, sollten die Zahlen deutlich von den Markterwartungen nach oben oder unten abweichen: "Eine hohe Zahl bedeutet eine Straffung durch die Fed mit vielen Erhöhungen um 0,50 Prozentpunkte und den Verkauf von Aktien, eine niedrige Zahl stehe für weniger Straffung, weshalb in der Folge Aktien gefragt sein dürften."

— CNBC (@CNBC) June 3, 2022

Über den Arbeitsmarktbericht werden an diesem Tag auch die Daten zur Stimmung amerikanischer Einkaufsmanager veröffentlicht. Nicht komplett an dem Handelsgeschehen vorbeigehen dürfte auch die Konjunkturwarnung des Tesla -Chefs Elon Musk", notierte Marktbeobachter Andreas Lipkow von Comdirect.

Am Freitag war laut eines Medienberichts eine interne Mail bekannt geworden, in der sich der Chef des E-Autobauers besorgt zur aktuellen Konjunkturlage äusserte und zudem weitere Stellenstreichungen im Konzern für notwendig erachtete. Auch fordertet Musk alle Tesla-Beschäftigten auf, aus dem Homeoffice für mindestens 40 Stunden in der Woche zurückzukehren oder das Unternehmen zu verlassen. Im vorbörslichen Handel kamen diese Äusserungen bei den Börsianern gar nicht gut an. Die am Vortag noch starke Tesla-Aktie rutschte im vorbörslichen Handel um fünf Prozent ab.

Aktien des an der Wall Street notierten kanadischen Sportbekeidungs-Einzelhändlers Lululemon verteuerten sich trotz einer angehobenen Prognose nur moderat. Die Analysten von Goldman Sachs und der Credit Suisse lobten zwar das Zahlenwerk, senkten jedoch wegen einer niedrigeren Branchenbewertung ihre Kursziele für die Aktie.

Skeptische Äusserungen der Experten von Morgan Stanley mit Blick auf den Quartalsausblick im Servicegeschäft von Apple könnten derweil die Aktie des iPhone-Herstellers belasten.

Ebenfalls einen Blick wert sein dürften die Papiere der Cybersecurity-Firma Crowdstrike nach Quartalszahlen, die am Markt als stark eingestuft worden waren. Für ein Kursfeuerwerk sorgte bereits die Offerte des Pharmakonzerns Bristol-Myers Squibb, der den Krebsspezialisten Turning Point übernehmen will und 76 Dollar je Aktie bietet. Die Aktie schoss im vorbörslichen Handel bereits auf mehr als Doppelte, notierte aber noch etwas unter dem Angebotspreis.

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13:25

Die Termingeschäfte deuten auf eine negative Eröffnung der US-Börsen hin.: 

Dow Jones Futures: -0,45 Prozent
S&P 500 Futures: -0,69 Prozent
Nasdaq Futures: -1,18 Prozent

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Neue Kursziele für Schweizer Aktien:

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12:30

Tesla-Chef Elon Musk äussert Angst vor einer Rezession und will deshalb tausende Stellen bei dem Elektroautobauer streichen. In einer internen Mail an Führungskräfte vom Donnerstag schreibt Musk, er habe ein "super schlechtes Gefühl", was die Wirtschaftsentwicklung angehe. Der US-Elektroautobauer müsse deswegen seine Belegschaft um rund zehn Prozent reduzieren. Im vorbörslichen Handel gaben die Tesla-Aktien knapp drei Prozent nach.

— cash (@cashch) June 3, 2022

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12:00

Der SMI notiert nach einem Tageshoch bei 11'615 Punkten noch 0,34 Prozent fester bei 11'589,95 Zählern. Vor dem langen Pfingstwochenende und dem am Nachmittag erwarteten US-Arbeitsmarktbericht hielten sich die Marktteilnehmer zurück, heisst es in Börsenkreisen. Da in London wegen der Thronfeierlichkeiten die Börse geschlossen sei, fehlten zudem Impulse und die Umsätze seien ebenfalls unterdurchschnittlich.

Die Wochenbilanz des SMI dürfte nun vor allem davon abhängen, wie die Anleger auf die US-Jobdaten reagierten. Dabei brächte es aber einen starken Ausreisser bei der Beschäftigung nach unten, damit die Kurse noch deutlich zulegen könnten, sagt ein Händler. Am Vortag hatten unter den Erwartungen ausgefallene Konjunkturzahlen die Hoffnung geweckt, dass die Inflation den Höhepunkt erreicht haben könnte. Zudem half eine leichte Entspannung der Ölpreise.

An der Spitze der Gewinner stehen neben dem Luxusgüterhersteller Richemont Wachstums- und zyklische Titel wie Straumann, ABB, Adecco und Schindler sowie der Technologietitel Temenos mit Gewinnen zwischen 2,0 und 1,0 Prozent. Zulegen können zudem der Finanztitel Partners Group (+0,6%) sowie die eher defensiven Papiere von Lonza, Sonova und Givaudan (je +0,8%). Etwas höher gehandelt werden auch Julius Bär (+0,4%) sowie die Grossbanken UBS (+0,3%) und CS (+0,2%).

Bei den Schwergewichten können sich Nestlé (+0,5%) und Novartis (+0,4%) in der Gewinnzone halten, während Roche (-0,3%) in die Verlustzone abrutschen. Die grössten Verluste gibt es bei AMS Osram, die aufgrund von Verleiderverkäufen 2,8 Prozent einbüssen. Dabei wären die Vorgaben von der US-Technologiebörse eigentlich positiv, meint ein Händler. Ebenfalls zu tieferen Kursen gehandelt sind der Versicherer Zurich (-0,4%), der Uhrenwert Swatch (-0,2%) und der Logistiker Kühne + Nagel (-0,4%).

Auf den hinteren Rängen fallen einige Aktien mit grösseren Kursbewegungen auf. So schnellen Leonteq (+11%) markant nach oben. Der Derivate-Spezialist rechnet für das laufende Halbjahr mit einem Rekordgewinn. Haupttreiber sei das starke Handelsergebnis.

— cash (@cashch) June 3, 2022

Die Papiere des Luftfahrtzulieferers Montana Aerospace heben um 8,5 Prozent ab. Das Unternehmen hat in einem Interview mit "Cash.ch" die hohen Wachstumserwartungen für 2022 bestätigt.

Die Titel von Valora gewinnen 2,4 Prozent. Am Markt kommen die Expansionspläne des Detailhändlers im Verpflegungsgeschäft gut an. Valora übernimmt die deutsche Firma Frittenwerk mit einem Umsatz von 23 Millionen Euro. Implenia steigen um 7,0 Prozent. Der Baukonzern hat in Schweden einen Auftrag über 100 Millionen Franken an Land gezogen. Der erfreulich gute Lauf bezüglich Grossaufträgen halte an, sagt ein Händler.

Auf der anderen Seite brechen Perfect Holding um 28 Prozent ein. Das Unternehmen ist nach einer Übernahme nicht mehr in der Geschäftsfliegerei tätig, sondern ist nun ein Biopharma-Unternehmen. Die Firma wird bald auf den Namen des Käufers Kinarus umgetauft. Ein "Herzlich Willkommen" sehe anders aus als das, was den Kinarus-Aktien an ihrem ersten Tag widerfahre, meint ein Marktbeobachter.

Tiefer notieren ausserdem Tornos (-2,9%). Die Aktien des Drehautomatenherstellers litten darunter, dass Research Partners den Daumen für die Papiere der Industriegruppe gesenkt habe. Die ökonomischen Unsicherheiten und die Inflation stellten auch für Tornos ein herausforderndes Umfeld dar, heisst es in einer Note des Nebenwertespezialisten.

— cash (@cashch) June 3, 2022

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11:00

Die Gewinne des SMI böckeln ab. Der Schweizer Leitindex steht noch 0,2 Prozent im Plus.

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10:45

Die Aktie von Dätwyler steigt 1,5 Prozent auf 238 Franken. Vontobel senkte das Kursziel auf 267 von 321 Franken. Die Einstufung lautet weiterhin "Hold".

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10:30

Die Aktien von Leonteq erreichen nach der positiven Gewinnwarnung ein Kursplus von bis 18 Prozent. Das ist der grösste Kurssprung seit März 2017.

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10:00

Die Aktien von Tornos verlieren bis 5 Prozent auf 6 Franken und snd damit die grössten verlierer am Schweizer Aktienmarkt. Research Partners senkte das Rating für Tornos auf "Halten" von "Kaufen" und reduzierte das Kursziel auf 6,50 von 10,00 Franken. Für die Industriegruppe stellten die ökonomischen Unsicherheiten und die Inflation ein herausforderndes Umfeld dar, so Research Partners. Angesichts des Auftragseigangs dürften die Halbjahresresultate noch zufriedenstellend ausfallen, doch für das Gesamtjahr wurden die Umsatz-Annahmen auf 185 von 195 Millionen Franken gesenkt.

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09:10

Der Swiss Market Index steigt im frühen Handel um 0,5 Prozent. Das ist weniger als im vorbörslichen Handel indiziert wurde. An der Spitze der Gewinner stehen zyklische Titel wie ABB und Adecco, Wachstums- und Technologietitel wie Logitech und Straumann. Aber auch defensive Werte wie Givaudan, der Luxusgütertitel Richemont sowie Finanzwerte wie Julius Bär und Partners Group. Sie gewinnen zwischen 0,6 und 1,5 Prozent hinzu.

Am breiten Markt steigt Montana Aerospace 11 Prozent. Im cash.ch-Interview sagten die zukünftigen CEO Kai Arndt und Michael Pistauer, dass die Mittelfrist-Prognose für den Zeitraum 2023 bis 2024 bereits 2022 erreichen würde.

Die Grossbanken UBS (+0,3%) und CS (+0,6%) sowie die Schwergewichte Nestlé (+0,4%), Novartis (+0,6%) und Roche (+0,2%) bewegen sich im Mittelfeld. Die grössten Verluste gibt es bei AMS Osram (-2,4%) und bei Kühne + Nagel (-0,5%).

Einen kräftigen Kurssprung verbuchen die Anteile von Leonteq (+11%). Der Derivate-Spezialist rechnet für das laufende Halbjahr mit einem Rekordgewinn. Haupttreiber sei das starke Handelsergebnis. Die Titel von Valora gewinnen 1,1 Prozent. Am Markt kommen die Expansionspläne des Detailhändlers im Verpflegungsgeschäft gut an. Valora übernimmt die deutsche Firma Frittenwerk mit einem Umsatz von 23 Millionen Euro.

— cash (@cashch) June 2, 2022

Vor dem langen Pfingstwochenende und den am Nachmittag anstehenden US-Arbeitsmarktdaten und weil wegen der britischen Thronfeierlichkeiten in London auch am Freitag nicht gehandelt wird, erwarten die Händler ein eher ruhiges Geschäft. Viele Marktteilnehmer dürften sich vorzeitig ins Wochenende verabschieden. Daher könnten die Kursgewinne im Verlauf auch wieder etwas abschmelzen.

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08:10

Der Swiss Market Index wird bei Julius Bär über 1 Prozent höher gesehen. Am meisten steigen die Aktien von ABB, Richemont, UBS und Credit Suisse. Sie verzeichnen ein Plus von 1,4 Prozent. Am breiten Markt legen Valora 1,6 Prozent zu. Der Detailhändler übernimmt die deutsche Frittenwerk.

— cash (@cashch) June 3, 2022

Mit Spannung wird von Börsianer der US-Arbeitsmarktbericht erwartet. Analysten erwarten für Mai im Schnitt den Aufbau von 325'000 Stellen ausserhalb der US-Landwirtschaft, nach einem Plus von 428'000 im Vormonat. Sollten die Zahlen ebenso enttäuschen wie diejenigen der privaten Arbeitsagentur ADP vom Donnerstag, könnte dies Börsianern zufolge Aktien Auftrieb geben. Denn Investoren würden dann verstärkt auf eine Pause im Zinserhöhungszyklus der US-Notebank Fed im Herbst setzen. In London wird wegen der Feiern zum 70-jährigen Thronjubiläum von Queen Elizabeth II. erneut nicht gehandelt. Zum Wochenabschluss blieben ausserdem die Börsen in China und Hongkong wegen eines Feiertags geschlossen.

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06:10

Der SMI wird bei der IG Bank 0,63 Punkte höher geschätzt.

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06:00

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 1,1 Prozent höher bei 27.'713 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 0,3 Prozent und lag bei 1932 Punkten.

Die Börse in Tokio hat sich am Freitag damit stärker gezeigt. Die Anleger warten nun auf den umfassenden Beschäftigungsbericht des US-Arbeitsministeriums. Sollte sich herausstellen, dass sich der Arbeitsmarkt verlangsamt, könnte das die US-Notenbank Fed davon überzeugen, die Zinssätze für den Rest des Jahres nur noch langsam anzuheben. "Für Aktien könnte derzeit alles, was als Begrenzung der Zinserhöhung durch die Fed angesehen werden könnte, als unterstützend angesehen werden. Daher sind schwache Makrodaten positiv für Aktien", sagte Rob Carnell, Leiter der Asienforschung bei ING.

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— Bloomberg TV (@BloombergTV) June 2, 2022

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05:45

Im asiatischen Devisenhandel verlor der Dollar 0,1 Prozent auf 129,77 Yen und gab 0,4 Prozent auf 6,6596 Yuan nach. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent niedriger bei 0,9570 Franken. Parallel dazu stieg der Euro um 0,1 Prozent auf 1,0757 Dollar und notierte kaum verändert bei 1,0296 Franken. Das Pfund Sterling stagnierte bei 1,2577 Dollar.

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02:00

Die US-Börsen haben am Donnerstag nach einem leichteren Start kräftig zur Erholung angesetzt. Marktbeobachter nannten als Gründe jeweils schwächer als erwartet ausgefallene Arbeitsmarktdaten aus der Privatwirtschaft und Auftragsdaten aus der Industrie, die die Anleger mit Blick auf die Zinspolitik der Notenbank (Fed) etwas beruhigen dürften. Hinzu komme, dass die Ölallianz Opec+ ihre Fördermenge im Sommer deutlich erhöhe. Laut Andreas Lipkow, Marktexperte bei Comdirect, kann dies dazu beitragen, die Inflationsdynamik zu reduzieren und den Kostendruck der Unternehmen zu mindern.

Der bekannteste Wall-Street-Index Dow Jones Industrial ging letztlich mit plus 1,33 Prozent auf 33 248,28 Punkte aus dem Handel. Damit schloss er minimal unter seinem kurz zuvor erreichten Tageshoch. Der marktbreite S&P 500 gewann 1,84 Prozent auf 4176,82 Punkte. Der für seine Technologieaktien bekannte Auswahlindex Nasdaq 100 legte um 2,75 Prozent auf 12 892,89 Zähler zu. Alle drei Indizes sind damit nun wieder zurück auf dem höchsten Stand seit fast einem Monat.

In der Privatwirtschaft der USA wurden laut dem Arbeitsmarktdienstleister ADP im Mai deutlich weniger Arbeitsplätze geschaffen als erwartet. Zudem blieb der Auftragsanstieg der US-Industrie im April hinter den Prognosen zurück und auch die Entwicklung im März war schwächer als zunächst ermittelt.

Dass diese Nachrichten die Börsen antrieben, begründete Experte Edward Moya vom Broker Oanda damit, dass es am Markt unterschiedliche Auffassungen gebe, was die Rezessionsprognosen und mögliche Zinsanhebungspausen durch die Fed betreffe. "Die Hoffnung auf eine weniger aggressive Straffungskampagne ist gestiegen, nachdem eine Reihe von Wirtschaftsdaten darauf hindeutet, dass sich die Wirtschaft abschwächt und die Inflation abkühlt."

Im Dow erholten sich die Aktien von Microsoft nach einem sehr schwachen Handelsauftakt und schlossen letztlich mit 0,8 Prozent im Plus. Analysten massen den wegen des starken Dollar gesenkten Quartalsprognosen des Softwarekonzerns keine grosse Bedeutung bei. Es gehe schliesslich nicht um die grundlegende Gesundheit des Unternehmens, sondern es handele sich nur um einen externen Faktor, sagte etwa Barclays-Analyst Raimo Lenschow. "Die meisten Anleger betrachten ohnehin die währungsbereinigten Zahlen des Unternehmens."

Ciena gaben um 1,3 Prozent nach, nachdem der Telekomkonzern mit seinen Margen und entsprechend auch dem Quartalsergebnis je Aktie enttäuscht hatte.

Noch deutlicher abwärts ging es mit minus 5,2 Prozent für die Anteile von Hewlett Packard Enterprise . Das Informationstechnikunternehmen verfehlte im vergangenen Quartal die Gewinnerwartungen und senkte den Ergebnisausblick für das laufende Geschäftsjahr.

(cash/AWP/Reuters/Bloomberg)