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17:43

Auslöser für die Kursabgaben am Freitagnachmittag dies und jenseits des Atlantiks war ein Bericht des Nachrichtenportals Axios, wonach die US-Regierung erwägt, die für den Ölexport wichtige iranische Insel Charg zu blockieren oder zu besetzen. Das Pentagon entsendete drei Kriegsschiffe und Tausende zusätzliche Marinesoldaten in den Nahen Osten, wie US-Beamte dem Wall Street Journal berichteten. Etwa 2200 bis 2500 Marinesoldaten der in Kalifornien stationierten amphibischen Einsatzgruppe USS Boxer und der 11. Marineexpeditionseinheit werden dem US Central Command unterstellt, das für alle amerikanischen Streitkräfte im Nahen Osten verantwortlich ist.

Damit zerschlagen sich die Hoffnungen auf ein rasches Ende des Krieges mit entsprechenden Folgen für die Finanzmärkte. Der Erdölpreis für Brent ging weiter hoch auf 109 Dollar und die Renditen für Staatsobligationen zogen an. Dies wiederum führte zu Kursverlusten an den internationalen Aktienmärkten, zumal Händler von einer leichten Panik an den US-Bondmärkten sprachen. Die Rendite der zehnjährigen US-Treasuries hat mit 4,38 Prozent den höchsten Stand seit 10 Monaten erreicht. 

Der Swiss Market Index (SMI) geht nach einem kurzen Aufbäumen am Freitagmorgen mit einem Minus von 1,11 Prozent bei 12'320,99 Punkten aus dem Handel. Das ist der tiefste Stand seit vier Monaten. 

Damit verzeichnet der SMI in der dritten Woche nach Kriegsausbruch ein Wochenminus von 3,9 Prozent. Seit Kriegsbeginn summieren sich die Verluste auf 11,9 Prozent. Am Freitag verlieren 18 von 20 SMI-Titeln.

Die zwei Bauwerte Holcim (+1,7 Prozent) und Sika (+0,4 Prozent) legten zu, während Geberit (-0,3 Prozent) leicht nachgaben. Die Titel gerieten in den vergangenen Tagen überdurchschnittlich unter die Räder und man kann die Kursgewinne als Gegenbewegung taxieren. 

Am Ende des Tableaus ging es mit Swisscom um 2,5 Prozent nach unten, gefolgt von Alcon, ABB und Kühne+Nagel mit je 2,1 Prozent. 

Bei den Small und Mid Caps schlossen Addex, Feintool, Orior, Skan und SMG auf einem Allzeittief. Kursverluste setzte es auch für Also (-7,1 Prozent) und Jungfraubahn (-7,2 Prozent) ab. Komax und Lem Holding konnten auf der anderen Seite mit Kursgewinnen von mehr als 7 Prozent aufwarten. 

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17:12

Der ‌Ausverkauf ⁠bei Staatsanleihen treibt die Renditen immer weiter in die Höhe. ⁠Die Verzinsung der zehnjährigen Bundesanleihe steigt bis auf 3,038 Prozent und erreicht damit ‌den höchsten Stand seit Juli 2011. Die ‌Rendite der zweijährigen Anleihe zieht ​auf 2,671 Prozent an und steht damit so hoch wie seit Juli 2024 nicht mehr. Angesichts der Inflationsgefahren im Zuge des Nahostkrieges wird Insidern zufolge im EZB-Rat eine baldige Zinserhöhung ins ‌Auge gefasst.

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16:47

Im Technologiesektor fielen ARM Holdings mit einem Anstieg um 3,6 Prozent positiv auf. Als Treiber fungierte hier eine Kaufempfehlung der britischen Bank HSBC. Analyst Frank Lee begründete dies mit der Erwartung, dass der Chipentwickler in das Geschäft mit Prozessoren für KI-Server einsteigen wird, was die Geschäfte antreiben und zu einer Neubewertung der Aktien führen sollte.

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16:15

Der US-Verpackungskonzern Silgan Holdings hat Insidern zufolge Interesse an einer Übernahme des deutschen ‌Spezialverpackungsherstellers Gerresheimer ⁠signalisiert. Silgan arbeite mit Beratern an einer möglichen Offerte in ⁠Höhe von 41 Euro je Gerresheimer-Aktie, sagte eine mit dem Vorgang vertraute ‌Person am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters. Das ‌wäre mehr als doppelt so viel ​wie der derzeitige Aktienkurs von gut 20 Euro. Es sei jedoch nicht sicher, ob es tatsächlich zu einem Angebot oder einer Transaktion komme, sagte der Insider. Eine Sprecherin von Gerresheimer ‌lehnte einen Kommentar ab.

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15:21

Erfreulich fällt der Ausblick des Transportdienstleisters Fedex aus. Die weltweite Nachfrage sei trotz der geopolitischen Spannungen stabil, hiess es. Die ​Aktie ​legte daraufhin um 2,9 ⁠Prozent zu. Die Papiere des Konkurrenten ​UPS ⁠gewannen 0,5 Prozent. Kühne+Nagel notieren derweil 0,5 Prozent tiefer. 

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15:13

Angesichts einer fehlenden Deeskalation im Iran-Krieg und anhaltend hoher Ölpreise geht es am Freitag an den US-Börsen weiter bergab. Infolge weiterer Angriffe des Irans auf Öl- und Gasinfrastrukturen der Golfstaaten mieden Anleger vor dem Wochenende das Risiko. Zumindest im Standardwerte-Bereich blieben die Verluste aber relativ gering.

Der Dow Jones Industrial stand zuletzt 0,3 Prozent tiefer bei 45'889 Punkten. Sein Tief vom November bei 45'728 Punkten, dem sich der Leitindex am Vortag bis auf wenige Punkte genähert hatte, bleibt damit vorerst bestehen. Allerdings bahnt sich für die Woche ein Abschlag von 1,4 Prozent an.

Andere US-Indizes fielen am Freitag etwas deutlicher: Der S&P 500 um 0,7 Prozent auf 6559 Punkte und der technologielastige Nasdaq 100 um 1,1 Prozent auf 24'086 Punkte. Das charttechnische Bild gilt damit als eingetrübt, denn die drei grossen US-Indizes notieren inzwischen allesamt unterhalb ihrer 200-Tage-Durchschnittslinien.

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14:40

Der Dow Jones fällt bei Handelsbeginn 0,22 Prozent, der Nasdaq 0,9 Prozent. 

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13:20

Die Futures auf den Dow Jones fallen 0,2 Prozent, diejenigen auf dem Nasdaq 0,4 Prozent.

Die Aktien von Super Micro brechen 25 Prozent ein. Drei Mitarbeiter des US-Serverherstellers sollen Nvidia-Hochleistungschips im Wert von 2,5 Milliarden Dollar an China geschmuggelt haben. 

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13:00

Die Aktien von Mobilezone legen 3 Prozent zu und erreichen ein Drei-Jahres-Hoch. Der Smartphone-Händler hatte am Vorabend die Übernahme von Apfelkiste.ch bekannt gegeben.

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11:45

Der SMI notiert 0,3 Prozent höher. Die Gewinne aus dem Frühhandel sind damit etwas weggeschmolzen. Auf Wochensicht zeichnet sich nun ein klares Minus von fast 3 Prozent im SMI ab. Seit Beginn des Krieges vor knapp drei Wochen summiert sich das Minus damit auf rund 11 Prozent beziehungsweise rund 1500 Punkte.

Für etwas Entspannung haben anfänglich die Aussagen von Israels Premierminister Benjamin Netanjahu gesorgt, wonach keine weiteren Energieinfrastrukturen im Iran angegriffen werden sollen. Ansonsten will Israel die Angriffe auf militärische Ziele im Iran wie auch in einigen Nachbarländern fortsetzen.

Auch US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt zu einer Zurückhaltung aufgerufen. Weiteres Öl ins Feuer gegossen hat indes ein Bericht des US-Onlineportals Axios. Diesem zufolge erwägt die US-Regierung, die für den Ölexport wichtige iranische Insel Charg zu blockieren oder zu besetzen.

Von einer nachhaltigen Entspannung könne noch nicht gesprochen werden, so die einhellige Meinung an den Märkten. Die Angriffe auf beiden Seiten gehen unvermindert weiter und die Lage könnte sich jeden Moment weiter zuspitzen. «Dazu reiche schon eine fehlgeleitete Drohne», sagte ein Händler.

Insgesamt ist die Nervosität im Markt leicht rückläufig. So sank der Volatilitätsindex VSMI um 4,4 Prozent. Mit über 22 Punkten bewegt er sich aber immer noch auf einem vergleichsweise hohen Niveau. Die Unsicherheiten bleiben im Hintergrund weiter bestehen.

Zu den grössten Gewinnern zählen baunahe Unternehmen wie Sika, Amrize und Holcim mit einem Plus von bis zu 2,5 Prozent. Durch die Sorgen um eine deutliche Konjunktureintrübung waren sie zuletzt auch die grössten Verlierer. In den hinteren Reihen ziehen auch Implenia (+2,4 Prozent) deutlich an. Zusätzlich stützt hier noch ein grosser Bauauftrag.

Bei den Schwergewichten zeigen sich die Pharmariesen Novartis (+0,2 Prozent) und Roche (+0,1 Prozent) kaum verändert. Anfänglich hatte die angekündigten Übernahme von Novartis für das Krebsforschungsprogramm des US-Biotechunternehmes Synnovation Therapeutics noch Auftrieb gegeben. Nestlé büssen dagegen mit einem Minus von 0,2 Prozent etwas an Boden ein.

Verkauft werden vor allem Firmen aus dem Gesundheitsbereich. Am Ende der Blue Chips finden sich Alcon (-1,4 Prozent) und Sonova (-1,1 Prozent) wieder.

In den hinteren Reihen geht es mit Mobilezone (+1,6 Prozent) nach dem angekündigten Zukauf nur leicht aufwärts. Auch die vom VRP in Aussicht gestellte Erhöhung der Dividende zündete an den Märkten bisher nicht. Nach Zahlen schwächer zeigen sich Cham Swiss Properties (-4,2 Prozent).

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11:25

Der Ölpreisrückgang war ⁠nur von kurzer Dauer. Am späten Vormittag notiert die ‌Nordseesorte Brent bis zu 2,2 ‌Prozent höher bei ​111,06 Dollar je Fass. Der Preis für US-Öl WTI gewinnt 0,9 Prozent auf 97 Dollar je Barrel. Am Morgen hatte die ‌Hoffnung auf eine Entspannung der Lage in der für den Öltransport wichtigen Wasserstrasse von Hormus ​die Preise in der Spitze noch ​um gut drei Prozent ​gedrückt.

«Eine schnelle Trendwende bei den Energiepreisen ist unwahrscheinlich, ‌da die Produktion bereits Schaden genommen hat», sagte Ole Hansen, Leiter der Rohstoffstrategie bei der ​Saxo ​Bank. «Tatsache ist, dass der ⁠Markt nach wie vor ​angespannt ist.»

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11:15

Die Gewinne im SMI schmelzen dahin. Der Leitindex ist nun unverändert zum Vortag.

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11:00

Neue Kursziele und Ratings für Schweizer Aktien:

Interroll: Research Partners senkt auf 2235 Fr. (zuvor: 2600 Fr.) - Kaufen

Emmi: Research Partners senkt  auf 990 Fr. (zuvor: 1058 Fr.) - Kaufen

Kardex: Research Partners erhöht auf 360 Fr. (zuvor: 285 Fr.) - Kaufen

Siegfried: Kepler Cheuvreux senkt auf 85 Fr. (von 92 Fr.) - Halten

Temenos: Berenberg nimmt die Bewertung Kaufen auf - Kursziel 95 Fr.

Swiss Life: Octavian erhöht auf 885 Fr. (zuvor: 870 Fr.) - Halten

Swissquote: Jefferies erhöht auf 410 Fr. (zuvor: 370 Fr.) - Halten

UBS: CFRA senkt auf 32 Fr. (zuvor: 38 Fr.) - Halten

Richemont: Citigroup senkt auf 187 Fr. (zuvor: 193 Fr.) - Kaufen

Sensirion: UBS senkt auf 83 Fr. (zuvor: 86 Fr.) - Kaufen

Accelleron: Goldman Sachs erhöht auf 77 Fr. (zuvor: 67 Fr.) - Neutral 

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10:00

Der mögliche Verkauf von Elmos Semiconductor lässt die Aktien der Dortmunder Chipfirma abheben. Die Titel schnellten am Freitag um gut ‌zehn Prozent ⁠auf 142 Euro in die Höhe. Sie waren damit stärkster Wert im ⁠Kleinwerteindex SDax. Die Gründer von Elmos erwägen einen Ausstieg bei dem Chipzulieferer für die Autoindustrie, ‌wie mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur ‌Reuters sagten. «Das kommt unerwartet», sagte ein Händler. ​Für die Aktien seien die Nachrichten klar positiv.

Die Investmentbank Morgan Stanley soll damit beauftragt sein, den Verkaufsprozess zu begleiten. Es liefen erste Gespräche, unter anderem mit grossen Halbleiterkonzernen, erklärte einer der Insider. Der Konkurrent Infineon oder Qualcomm ‌aus den USA wären logische Kandidaten für eine Übernahme. Eine endgültige Entscheidung zugunsten eines Verkaufs sei aber noch nicht gefallen. Weder Elmos noch Infineon wollten sich zu ​diesem Thema äussern. Infineon notierten nach ihrem deutlichen Kursrücksetzer ​vom Donnerstag im Dax gut fünf Prozent fester.

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09:30

Nach dem Zinsentscheid der chinesischen Zentralbank haben die Aktienanleger der Volksrepublik Vorsicht walten lassen. Die Börse in Shanghai verlor am Freitag 1,2 Prozent, der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen gab 0,4 Prozent nach. China hatte seine wichtigen Kreditzinsen am Freitag den zehnten Monat in Folge unverändert gelassen. Der Schritt entsprach den Markterwartungen. Der einjährige Referenzzinssatz für Bankkredite (LPR) wurde bei 3,0 Prozent belassen, der fünfjährige bei 3,5 Prozent. Die japanische Börse blieb am Freitag wegen eines Feiertags geschlossen.

Angesichts steigender Ölpreise infolge des Nahost-Krieges fürchten Anleger eine neue Inflationswelle. Das sorgte an den globalen Finanzmärkte zuletzt für große Unruhe. Die Europäische Zentralbank (EZB) ließ die Zinsen am Donnerstag stabil und signalisierte Entschlossenheit im Kampf gegen die Inflation.

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09:10

Der SMI steigt nach Handelseröffnung um 0,6 Prozent. Am stärksten legen baunahe Aktie wie Holcim (4 Prozent) und Sika zu (2 Prozent). Auch Amrize steigen (1,3 Prozent). Am Vortag war der SMI mit 12'459 auf ein neues Jahrestief gefallen, seit Kriegsbeginn summierte sich das Minus auf rund 11 Prozent. 

Die Kurse an den US-Börsen zeugten am Vorabend auch von einer gewissen Nervosität angesichts der Eskalation des Iran-Kriegs, zeigten sich unter dem Strich aber weniger beeindruckt als die übrigen Weltmärkte. Dabei half auch die Entwicklung des Ölpreises, der von seinem sehr hohen Niveau etwas zurückkam. Derweil sind die Impulse aus Asien gering, denn in Japan bleiben die Börsen wegen eines Feiertags geschlossen. Der Hang Seng und der Shanghai Composite liegen allerdings im Minus.

Am «Hexensabbat» am heutigen Freitag laufen an der Terminbörse Futures und Optionen auf Aktienindizes und Einzelaktien aus. Dabei kann es bei grossen Umsätzen zu heftigen Kursschwankungen kommen. Bereits am Vortag hätten offenbar einige Anleger die Reissleine gezogen, sagte ein Händler.

Insgesamt gehe eine Woche voller Kriegs-Schlagzeilen und Zentralbank-Entscheiden zu Ende und aktuell sei klar, dass sich der Konflikt intensiviere und niemand wisse, welche geldpolitische Antwort die richtige sei, fasst es eine Börsianerin zusammen. Auch wenn der heutige Morgen einen etwas ruhigeren Anschein mache, werde die Unsicherheit weiter auf der Tagesordnung stehen. «Den leichten Kaufdruck als verlässliches Zeichen für eine nachhaltige Aufwärtskorrektur zu werten wäre fatal zu früh», warnen Händler.

Katars für den Weltmarkt bedeutende Flüssiggasanlagen sind am Vortag bei einem iranischen Raketenangriff schwer beschädigt worden. Deshalb und wegen angedrohter US-Vergeltung wuchs unter Anlegern die Sorge, dass aus einem geopolitischen Krieg zunehmend ein Energiekrieg wird. Das trieb den Preis für ein Fass der Nordsee-Ölsorte Brent im gestrigen Handel in Richtung der 120-Dollar-Marke, er kam aber mittlerweile wieder auf gut 107 Dollar zurück. Dabei half auch die Aussage der Internationalen Energieagentur, dass die freigegebenen strategischen Ölreserven nun auf dem Markt verfügbar seien.

Novartis (+0,6 Prozent) übernimmt vom US-Biotechunternehmen Synnovation Therapeutics ein Krebsforschungsprogramm und erwirbt dazu die Tochtergesellschaft Pikavation Therapeutics für 2 Milliarden US-Dollar. Zusätzlich können erfolgsabhängige Meilensteinzahlungen von bis zu einer Milliarde fällig werden.

Bei Roche (+0,3 Prozent) beendet die Tochter Genentech die klinische Entwicklung des Prüfpräparats Emugrobart, einem Anti-Myostatin-Antikörper für die Behandlung der spinalen Muskelatrophie (SMA).

Nach den Änderungen im Aktionariat stellt Galderma (+2,7 Prozent) nun auch den Verwaltungsrat neu auf. Neben den neuen Vertretern für Grossaktionär L'Oreal soll auch der ehemalige Novartis-CFO Harry Kirsch in das Gremium gewählt werden.

Temenos (+3 Prozent) profitieren von einer positiven Studie. Berenberg nimmt die Abdeckung mit «Buy» auf.

Swissquote erholt sich von den Vortagesverlusten und steigt 3 Prozent.

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08:10

Der Swiss Market Index wird bei Julius Bär vorbörslich 0,28 Prozent höher indiziert. Am stärksten legt Logitech mit 1,1 Prozent zu.

Am breiten Markt fallen Galderma mit 2,7 Prozent plus und Temenos mit einem Anstieg von 2,2 Prozent auf. Also dagegen fallen 2,3 Prozent. Die Aktie wird am Freitag mit dem Dividendenabschlag gehandelt.

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06:15

Der SMI wird bei der IG Bank 0,64 Prozent höher indiziert. Am Donnerstag hatte der Leitindex 2,4 Prozent verloren und war auf ein Vier-Monate-Tief abgesackt.

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06:00

In Japan bleibt die Börse heute geschlossen. An der Börse in Shanghai legten die Aktien leicht zu. Der dortige Leitindex gewann 0,2 Prozent auf 4013,16 Stellen. Der Index der wichtigsten ‌Unternehmen in Shanghai ⁠und Shenzhen stieg um 1,0 Prozent auf 4626,90 Punkte. Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans legte um 0,18 ⁠Prozent zu.

China hatte seine wichtigen Kreditzinsen am Freitag den zehnten Monat in Folge unverändert gelassen. Der Schritt entsprach den Markterwartungen. Der einjährige ‌Referenzzinssatz für Bankkredite (LPR) wurde bei 3,0 Prozent belassen, der fünfjährige bei 3,5 Prozent. ‌Experten verweisen auf die durch den Nahost-Krieg gestiegenen Ölpreise, ​die die Inflation anfachen. Zudem verringerten überraschend gute Wirtschaftsdaten für Januar und Februar die Dringlichkeit für Massnahmen zur Unterstützung der Konjunktur.

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05:30

Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar 0,4 Prozent auf 158,30 Yen und legte leicht auf 6,8942 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent höher bei 0,7891 Franken. Parallel dazu fiel der Euro um ‌0,3 Prozent auf 1,1558 Dollar und gab um 0,1 Prozent auf 0,9120 Franken nach.

Je länger sich der Krieg hinziehe, desto höher werde der US-Dollar steigen, sagt Carol Kong, Währungsstrategin bei der Commonwealth Bank of Australia. Die US-Währung profitiere ​von der Nachfrage nach sicheren Häfen angesichts der weltweiten Unsicherheit. Zudem seien die USA ​ein Energieexporteur.

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05:00

Die Ölpreise geben in Asien nach. Die ​EU und Japan hatten am späten Donnerstagabend ihre Bereitschaft erklärt, bei der Sicherung der Schifffahrt in der Strasse von Hormus Hilfe zu leisten, ‌allerdings unter nicht genannten Bedingungen. Die EU folgte damit der gemeinsamen Erklärung von Deutschland, Frankreich, Grossbritannien, den Niederlanden und Japan, die ebenfalls ihre Hilfe angeboten hatten, ohne aber auf das Hilfsersuchen von US-Präsident Donald Trump im Iran-Krieg konkret ​einzugehen.

Die Rohöl-Sorte ​Brent aus der Nordsee verbilligte sich um 1,6 Prozent ⁠auf 106,93 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 2,0 ​Prozent schwächer bei 94,22 Dollar.

Seit ⁠Beginn des Krieges vor knapp drei Wochen ist der Ölpreis wegen der Furcht vor langfristigen Versorgungsengpässen allerdings um gut ‌64 Prozent in die Höhe geschnellt. Nach einem iranischen Angriff auf eine wichtige Anlage für Flüssigerdgas in Katar zogen auch die Erdgaspreise kräftig an.

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01:00

An den New Yorker Aktienmärkten hat sich die Angst vor einer weiteren Eskalation an den Energiemärkten am Donnerstag etwas gemässigter gezeigt als zuvor in anderen Weltregionen. Kursverluste zeugten zwar auch in den USA von einer gewissen Nervosität, sie wurden aber zum Ende hin kleiner mit dem Ölpreis, der auch etwas von seinem hohen Niveau zurückkam. In Europa und Asien war die Beunruhigung grösser gewesen, weil die Länder dort deutlicher von Öl- und Gasimporten abhängig sind.

Der Dow Jones Industrial hatte über weite Strecken mit bis zu einem Prozent im Minus gelegen, reduzierte seine Verluste dann aber im Späthandel noch auf 0,44 Prozent. Aus dem Handel ging der US-Leitindex bei 46.021,43 Punkten. Der marktbreite S&P 500 reduzierte seine Verluste mit 6.606,49 Punkten auf 0,27 Prozent. Für den technologielastigen Nasdaq 100 ging es letztlich um 0,29 Prozent auf 24.355,28 Zähler bergab.

Katars für den Weltmarkt bedeutende Flüssiggasanlagen sind bei einem iranischen Raketenangriff schwer beschädigt worden. Deshalb und wegen angedrohter US-Vergeltung wuchs im Tagesverlauf unter Anlegern die Sorge, dass aus einem geopolitischen Krieg zunehmend ein Energiekrieg wird. 

Das Risiko einer Energiekrise - ähnlich wie 2022 nach dem russischen Überfall auf die Ukraine - ist laut einem Kommentar des LBBW-Strategen Frank Klumpp gewachsen. Historische Vergleiche zeigten, dass Börsenkorrekturen bei Terror- und Kriegsereignissen zumeist einige Monate andauerten, ehe eine Erholung einsetzt. Eine defensive Positionierung sei weiterhin angebracht.

Die Aktien von Micron Technology zollten nach Zahlen ihrem starken Lauf der vergangenen Monate Tribut mit einem Rückschlag, der am Ende 3,8 Prozent gross war. Der Speicherchip-Spezialist hatte überraschend gute Zahlen und Ziele vorgelegt. Wie zuletzt schon in anderen Fällen schmeckten den Anlegern hohe Ausgaben für den Ausbau der Produktion nicht.

Auffällig waren Bergbau- und Metallaktien, die unter sinkenden Preisen für ihre Materialien litten. Weil die Hoffnung auf sinkende Zinsen schwindet, fielen nicht nur die Gold- und Silberpreise deutlich, sondern auch die Preise von Industriemetallen. Aktien des Goldproduzenten Newmont Mining büssten fast sieben Prozent ein. Beim Aluminiumkonzern Alcoa betrug der Abschlag 8,7 Prozent.

Bei den in New York gehandelten Anteilsscheinen von Alibaba mussten die Anleger einen Kursrückgang um sieben Prozent verkraften. Der chinesische Technologieriese kam im vergangenen Quartal auf einen enttäuschend geringen Umsatzanstieg. Der Nettogewinn brach ausserdem um gut zwei Drittel ein.

Es gab aber auch positive Ausnahmen, wozu die Aktien von Align Technology zählten. Sie zogen um 2,2 Prozent nach einem Bericht, wonach der aktivistische Investor Elliott eine bedeutende Beteiligung an dem Dentaltechnikunternehmen aufgebaut haben soll, an Dies berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Kreise.

Nach Monaten der Schwäche ist bei den Accenture-Aktien am Donnerstag KI-Fantasie aufgekommen. Die Titel des Unternehmensberaters erholten sich um 4,3 Prozent vom Tief seit fast sechs Jahren. Das Unternehmen will sein Arbeitsvolumen mit aufstrebenden Partnern aus dem KI-Bereich wie Anthropic, OpenAI oder Palantir verdoppeln.

Kursgewinne von 3,8 Prozent gab es zudem für die Rivian-Aktionäre. Der Fahrdienst-Vermittler Uber will bei dem Elektroauto-Entwickler einsteigen und bis zu 1,25 Milliarden Dollar investieren, um dessen Robotaxis auf seine Plattform zu bringen.

(cash/Reuters/AWP)

Daniel Hügli
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